Teil VI – Die Sehnsucht nach Geborgenheit (4)

Burg Rabenmund – 22. Peraine, 34 nach Hal – Tief in der Nacht

Für den Wüstensohn verstrich die Zeit in den Gemäuern von Burg Rabenmund quälend langsam. Er war hellwach, seine Sinne geschärft und sein Bein schmerzte nicht mehr. Er kostete jeden Moment aus, denn er wusste, dass der kleinste Fehler das Ende von ihm und den Galottanern bedeuten würde.…

Weiterlesen

Teil VI – Die Sehnsucht nach Geborgenheit (3)

Im Kerker von Burg Rabenmund – 22. Peraine, 34 nach Hal – In der Nacht

Stille war in den Kerker eingekehrt, doch ob das ein gutes Zeichen war, vermochte Kalkarib nicht einzuschätzen. Kein Laut drang zu ihnen, nachdem sie Belzora an seiner statt geholt hatten. Vielleicht war sie wirklich so stark wie sie aussah, oder vielleicht war ihr Geist sogar noch stärker.…

Weiterlesen

Teil VI – Die Sehnsucht nach Geborgenheit (2)

Im Kerker von Burg Rabenmund – 22. Peraine, 34 nach Hal – Gegen Mittag

Kalkarib musste den ganzen Tag im Kerker von Burg Rabenmund an Belzoras Worte denken: Heute Nacht werden wir fliehen. Immer wieder testete er sein verletztes Bein, spannte es an, drehte es und stieß es vorsichtig gegen die Wand, um herauszufinden, wie belastbar es war.…

Weiterlesen

Teil VI – Sehnsucht nach Geborgenheit

Irgendwann und Irgendwo
Wüstensohn
Kalkarib
al’Hashinnah
Belzora

Zeit – ein Begriff, über den sich Kalkarib noch nie so sehr Gedanken gemacht hatte, wie in den letzten Stunden. Laut Belzora war er nur ein paar Stunden, bevor er das erste Mal aufgewacht war, von seinen Peinigern in die Zelle geworfen worden. Da zu der Zeit noch Licht schien, lag die Vermutung nah, dass es noch der selbe Tag war, wie der, an dem er entführt wurde, sicher war er sich jedoch nicht.…

Weiterlesen

Teil V – Getrennt (3)

In einem Waldstück nahe des Mythraelsfelds – 18. Peraine, 34 nach Hal – Am späten Nachmittag
Ordensmeister
Sieghelm Gilborn
von Spichbrecher

Das Metall von Sieghelms Plattenrüstung schepperte mit jedem Schritt, den er durch das Unterholz tat. Auch wenn er schon so schnell lief, wie er konnte, so war er nicht schnell genug, denn die Untoten folgten ihm noch immer.…

Weiterlesen

Teil V – Getrennt (2)

Burg Auraleth – 18. Peraine, 34 nach Hal – Am Nachmittag
Hüterin der Saat
Adellinde
Peraine-Priesterin

Ihre Brust brannte, als sie immer wieder nach oben schaute und die Zinnen von Burg Auraleth näherkommen sah. An oder hinter den Mauern der Praiotenfeste würde sie mit Sicherheit Schutz finden. Oder vielleicht sogar Verstärkung. Ihre Tränen über den plötzlichen Verlust von Hagen hatte sie inzwischen weggewischt, doch noch immer schmerzte sie seine Opferung.…

Weiterlesen

Teil V – Getrennt (1)

Irgendwann und Irgendwo
Wüstensohn
Kalkarib
al’Hashinnah

Schmerz. Schmerzen im Kopf, Nacken und in seinem verletzten Bein veranlassten den jungen Wüstensohn dazu aufzuwachen. Er blinzelte, rieb sich den empfindlichen Nacken und griff an seine Schläfe, wo er feuchtes, teils schon trockenes Blut ertastete. ‚Was war nur geschehen‘, fragte er sich und stellte fest, dass er auf einem kalten Strohlager lag, der Boden war feucht und die Steine darunter hart.…

Weiterlesen

Teil IV – Nebel des Krieges (3)

Auf dem Mythraelsfeld nahe Wehrheim – 18. Peraine, 34 nach Hal – Zur Praiosstunde
Ordensmeister
Sieghelm Gilborn
von Spichbrecher
Hüterin der Saat
Adellinde
Peraine-Geweihte

Der Ordensmeister kehrte nach erfolgloser Suche zum provisorischen Lager zurück. Adellinde saß dort noch immer zusammen mit Hagen aus Waldsend und sie schienen in ein intensives Gespräch vertieft, weshalb er sie nicht stören wollte.…

Weiterlesen

Teil IV – Nebel des Krieges (2)

Auf dem Mythraelsfeld nahe Wehrheim – 18. Peraine, 34 nach Hal – Zur Praiosstunde
Ordensmeister
Sieghelm Gilborn
von Spichbrecher
Wüstensohn
Kalkarib
al’hashinnah
Hüterin der Saat
Adellinde
Peraine-Geweihte

„Hier, hier hab ich es gefunden.“ Die unangenehme Stimme des Leichenfledderers überschlug sich, als er mit seinen dreckigen Händen auf eine Stelle am Boden zeigte. Sie hatten mehr als eine Stunde gebraucht, um diesen Ort zu erreichen, der genau wie jede andere Stelle auf dem Schlachtfeld aussah.…

Weiterlesen

Teil IV – Nebel des Krieges (1)

Ordensmeister
Sieghelm Gilborn
von Spichbrecher
Wüstensohn
Kalkarib
al’Hashinnah
Hüterin der Saat
Adellinde
Peraine-Geweihte

Die Nacht vom 17. Auf dem 18. Peraine haben Kalkarib, Adellinde und Sieghelm zusammen in einer einsamen Scheune nahe der Reichsstraße verbracht. Schon am Abend hatte sich Regen angekündigt und ihnen blieb nichts anderes übrig, als sich einen Unterschlupf zu suchen. Zudem wollten sie nicht in der Nacht ankommen, denn zu viele Gefahren lauerten auf einem frischen Schlachtfeld.…

Weiterlesen