Die 12 Gebote des Arn

 

In ganz Greifenfurt, ist folgende „Anweisung“ ausgehangen, um der Bevölkerung zu helfen, sicher durch die Namenlosen Tage zu kommen:

  1. Erhebe dich bei Praiosaufgang mit dem rechten Beine, da du sonst das Unglück an den Hacken hast
  2. Zur waschung nehme nur die rechte Hand, denn mit der linken, verunreinigst du dich
  3. Wenn du dich hast gestoßen, klopfe zügig drei mal auf Holz, am besten von der Eiche, der Buche oder der Esche
  4. Begegnest du einer Elster, so sollst du sie mit „Zum Gruße, wie geht es eurem Gatten?“


Weiterlesen

Die Geister die ich rief

Greifenfurt, 26.Phex 1012

Als Lumin bei Ardach und Rontja auf dem Platz der Sonne ihrem Disput, wie denn der Leichnam des Gehäuteten am besten zu entfernen sei, beiwohnte, hörte er ihnen schon kaum noch zu. Ihm schwirrte etwas ganz anderes im Kopf herum und legte seine Stirn in Falten. Ardach, der ab und an zu ihm hinüberschaute, deutete seine Miene wohl als nachdenklich, denn es unterbrach seinen Redeschwall nicht.…

Weiterlesen

Dokos-Eintrag vom 26. Phex 1012 BF

-was bisher geschah-

 

Am Morgen erreichte uns die Nachricht, dass Charaz-Gatai die Stadt verlassen hat. Zu unserer aller Überraschung zusammen mit Gamba. Das erleichterte uns einiges, haben wir doch einen Großteil der Planung damit verbracht uns zu überlegen, wie wir gegen ihn vorgehen können. aber die Konfrontation ist wohl eher nur aufgeschoben, statt aufgehoben.

Als letzte Handlung vor dem Aufstand beschlossen wir noch, den Rondra-Tempel beiseite zu schieben und uns darum erst zu kümmern, wenn die Stadt befreit wäre.…

Weiterlesen

Die Brut des Bösen auszulöschen

Wenn wir nicht wie der Hase im Bau sitzen wollen, weil der Wolf vor allen Ausgängen unseres Baus lauert, müssen wir uns eben ein anderes Fell überziehen. Ich denke, dass die Begleitung dieses Einfachen mir eine große Hilfe sein wird, meine adlige Abstammung zu verbergen und die bei Meister Tankret erworbenen Fähigkeiten zu ergänzen. Aller erste Priorität hat aber die Übermittlung dieser Nachricht.

Weiterlesen

Kommunikationsprobleme

„Wat quatschen de piekfeinen Männekieken denn so?“ erkundigt sich Arn Wachmann, als er sich mit ans Lagerfeuer setzt. „Keine Ahnung“ antwortet einer von Lysandras Männern. „Du hast doch mehr mit Ihnen zu schaffen.“ Die zwei gehören schon länger ihrem Trupp an und sind zusammen mit der ersten Kohorte in die Stadt gekommen. Es sind zwei junge und kräftige Männer, beide tragen gerade einfach gewebte Tuniken und fleckige Wollmäntel – wohl noch ein Überbleibsel der Tarnung um unbemerkt in die Stadt eingeschleust zu werden.…

Weiterlesen

Reflexionen

24. Phex 1012 B.F., unterirdische Höhle in Greifenfurt

Nach der Beerdigung Stordans bedeutete Lumin den anderen unter einem Vorwand, er bräuchte kurz  einen Moment für sich. Er lief hinunter ans Wasser, immer wieder über die Schulter schauend, ob ihm auch niemand folgt, und fand tatsächlich eine kleine Stelle, die so von Steinen umringt war, dass man sie von keinem Ort aus einsehen konnte.…

Weiterlesen

Es ist ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann

Der Aufprall war hart, in seiner linken Hand breitet sich ein pochender Schmerz aus. Auch das linke Bein tut ihm weh, doch die Zehen lassen sich noch bewegen – anscheinend nicht ganz so schlimm. Wohingegen die Finger der linken Hand kaum mehr spürbar sind. „Verphext …“ stöhnt der alte Händler und versucht sich von dem feuchten Felsenboden aufzustemmen.…

Weiterlesen

So viel zutun!

Die schwere holzvertäfelte Doppeltür der Magistratenstube fällt erneut ins Schloss. Ein fahler Windzug lässt die drei breiten Kerzen auf dem Schreibpult des Mannes, der vor kurzem die Geschäfte in der Stadt übernommen hat, gespenstig flackern. Der mit roter aranischer Seide, die er selbst einst aus dem exotischen Süden von einer Handelsreise mitgebracht hatte, bespannte Mohagonistuhl des Magistraten knarzt, als sich der alternde Patrizier wieder hinein gleiten lässt.…

Weiterlesen

Du sollst nicht morden

Tagebucheintrag zum 23. Phex 1012

Fast ein ganzer Mond ist vergangen, seit ich die Schlacht auf den Silkwiesen wider den orkischen Horden überlebt habe. Vieles ist geschehen, gutes wie auch böses. Mein Kontor, unter der Besetzung der Schwarzpelze nur noch ein besseres Lazarett für gescheiterte Aufständige, ist kein pulsierender Ort des Handels und des Wohlstands mehr.…

Weiterlesen

Wenn die See ruft…

Dunkel war das Haus und still. Die einzigen Geräusche in der Nacht kamen vom Nieselregen, der gegen die Scheiben traf und vom Wind, der das Holz knarzen ließ. Delphinion lag wach in seinem Bett, seine Gedanken waren aufgewühlt wie die stürmische See. Der Zustand Greifenfurts hatte ihn sehr mitgenommen, immerhin waren alle Geweihten schrecklich niedergemetzelt worden.…

Weiterlesen