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Ordensgründung

thronsaal2Interludium 12 – Ordensgründung

Am Abend des 6. Phex – dem 1. Tag der Unabhängigkeitserklärung Hochstiegs.

Es ist Abend geworden in Hochstieg. Während sich die Botin Firuns zusammen mit Maednir dem Bären noch immer auf Jagd befand, hatten sich Sieghelm, Jane, Traviahold, Delia, Nehazet, der Vogt Angrond und der treue Ritter der Rose Igan inzwischen im kleinen Thronsaal des Burgfrieds eingefunden. Sieghelm, der nun darauf bestand, dass man ihn nun vorrübergehend nicht mehr „von Spichbrecher“ oder „Junker“ nannte, sondern „Sieghelm von Donnerwacht“ – saß nachdenktlich auf dem schwarzen Polster seines ehemaligen Junkernthrons. Mit der Spitze nach unten gerichtet, lehnte er sich leicht aus Custoris – dem Donnernden Verteidiger der Ehre.

„Es gilt einige wichtige Briefe zu verfassen, mein Herr.“ spricht der Vogt mit geschwollener Stimme, während er seine Finger vor seinem beleibten Bauch ineinander schiebt. Die Blicke aller richten sich auf den gebeutelten jungen Streiter Rondras, der noch immer sichtlich damit zu kämpfen hat, welches Schicksal er über sich, seine Familie und dieses Land gebracht hat. „Ich werde der Meisterin des Bundes der Senne Süd schreiben, Eminenz Bibernell von Hengisford. Sie hat mir ihre Unterstützung bereits zugesagt. Sie überreichte mir Custoris und siean der Stelle stockte Sieghelm kurz um zu allen aufzusehen. “ … instruierte mich über eine mir bevorstehende göttliche Queste. Ihr Unterstützung sollte unserem Vorhaben gewiss sein.Der Vogt deutet mit seinem dicken Kinn ein nicken an. „Wie ihr wünscht … eure Exzellenz.“ die letzten Worte waren so geschwollen und bedeutungsschwanger gesprochen, dass es Sieghelm zugleich schmeichelte und herausforderte. Noch war der Orden nicht geründet, doch wenn es soweit wäre, wäre dies – und das wusste Sieghelm – seine nächste Titulatur. „Wenn ihr mir erlaubt euch euen Vorschlag zu unterbreiten.“ setzte der Vogt dann fort. „Es wäre ratsam die niederen Adeligen der Baronie zu kontakten. Zum einen um die Truppen des Hochwohlgeborens, eures Baron Vaters zu minimieren, und zum anderen um sich deren Unterstützung zu sichern. Zwei ihrer Abkömmlinge haben sich euch angeschlossen, die Familien könnten es sonst als Herausforderung ansehen.“ Sieghelm brauchte nicht lange zu überlegen. Sein Vogt hatte recht. Wer in diesem Land herrschen wollte, der müsse das Feudale System beachten und sich mit den Adeligen gutstellen. Mit kräftiger Stimme wandte er sich an den Vogt: „Sendet Raben an die Adelssitze der Korningers, der Hardmunds und der Grünbachers … verkündet ihnen, dass Hochstieg Ordensburg geworden ist und wir uns einem höheren Ziel verschrieben haben. Jeder der willens ist, kann sich unserer Sache anschließen und mit uns kämpfen.“ Wieder nickte der Vogt. „Gut, dass ihr es ansprecht, eure Exzellenz. Welcher Sache verschreibt sich euer Orden? Und … was wohl ebenso wichtig ist, wie heißt er?“ Sieghelm hielt den Atem an, die Frage überrascht ihne. Eigentlich lag die Antwort doch klar auf der Hand für welche Sache sich der Orden verschreiben wird. Doch dann wurde ihm klar, dass man das nicht so deutlich formulieren durfte – zumindest nicht am Anfang. Nicht alle Kirchen wußten von der großen Bedrohung aus dem Vortex, einige von ihnen könnten es als Beleidigung Auffassen oder gar als Häresie! Sieghelm sah zu seinen Begleitern. „Ein Orden braucht, noch ehe er einen Namen hat, einen Kodex – was werden unsere Ziele sein?“

13 Responses to Ordensgründung

  • Nun Bruder, ein Name lässt sich schneller finden, als ein ganzer Codex und wäre für die Briefe auch dringlicher. Und wenn wir uns Orden wider aller Feinde der Zwölfgöttlichen Ordnung oder ählich nennen ist unser Anliegen auch schon benannt. Und nur weil bei dem Namen jeder an Dämonen denkt, heißt es nicht, dass wir das auch tun, also zumindest ausschließlich.

  • „Es wäre auch zu bedenken, inwiefern wirklich alle Anwesenden Teil des Ordens sein sollten, ich könnte mir vorstellen das es vorteilhafter wäre, beispielsweise, wenn Delia und ich nicht direkt Teil des Ordens wären… Könnte doch eine Hexe und ein Magier falsch verstanden werden…
    Und was den Codex betrifft, nun es wird wohl auf einen streithaften Orden zum Schutz der Heimat, Familie und anderer Schutzbedürftiger hinauslaufen, zumindest erscheint mir dies als logische Konsequenz aus den Erlebnissen um den roten Riesen, welcher wohl der praktischste Grund für eine entsprechende Ordensgründung wäre, wenn wir uns auf die bekannteren Ereignisse berufen wollen versteht sich.
    Zumal dies auch ein Orden wäre, welcher sich aus den Perspektiven Spichbrechers und Donnerwachts ergibt.
    Dann wäre zu bedenken, was die Bedingungen für einen Beitritt wären?
    Ein Zeichen für den Orden wäre auch vorteilhaft.
    Soviel zutun…“

  • Die beiden Torflügel werden rabiat aufgestoßen. Unter dem hohen Türbogen stehen zwei Gestalten. Beide starren vor Dreck und Blut. Die kleinere von beiden, die mit dem bergkristallblauen Speer sagt: „Firun war mit uns. Wir haben reiche Beute gemacht. Nur wurde sie uns noch in der Stadt aus den Händen gerissen. Wie ein Rudel wilder Hunde sind die Menschen über uns hergefallen.“

    Sie betreten den kleinen Thronsaal und bauen sich in der Mitte des Raumes auf. „Haben wir etwas verpasst?“ fragt die Botin Firuns.

  • „Es tut gut euch zu sehen, und um auf die Frage zurückzukommen, nicht allzuviel, gemessen an den Ereignissen der letzten Woche. Ihr seit sogar gerade rechtzeitig gekommen um mit darüber zu disputieren, was in den Codex von Sieghelms zu gründenden Orden gehört und, wie dessen Zielsetzung zu lauten hat. Achja und es hat sich eine Möglichkeit gefunden Delias Familie wiederzusammenzuführen.“ Beginnt Nehazet zu erzählen.

  • Outgame: Was erzählt Nehazet alles? Auch das mit dem Dämonenpakt? Wenn ja, inwiefern bzw. wie erzählt er es?

  • Outgame: Bislang tatsächlich nur das was in dem vorherigen Beitrag erwähnt ist, also das ein Orden gegründet werden soll, das über die Zielsetzung dieses Ordens disputiert wird, das dessen Codex erarbeitet wird und das es eine Lösung für das (erneute) abhandenkommen von Kalkarib gab. Weiteres würde nach und nach kommen (ich wollte nicht zu viele Gesprächsthemen auf einmal auftun und auch den anderen noch eine Möglichkeit geben Gesprächsthemen in der Richtung zu eröffnen)…
    Dementsprechend wurde das „Arrangement“ mit Azzaroth noch nicht erwähnt… (weil aus seiner Sicht nicht so wichtig, also schon wichtig aber andere Sachen sind ersteinmal näher am relevanten Geschehen)

  • „Ah, das ist sehr gut! Hoffen wir, dass Kalkarib bald wieder unter uns weilt.“ sagt Azina und nickt Delia kurz zu.

    „Ein Orden … gegen den Vortex … gegen die Zerstörung unser bekannten Welt … eine sehr gute Idee! So können wir alle Menschen einbinden und unserer Mission über unsere Grenzen hinaus tragen. Wir könnten als Boten für den Orden fungieren und so auch die anderen Erwählten finden, ehe sie dem Vortex anheim fallen. Ich bin dabei!“

  • „Das ist die Idee dahinter, obwohl es wahrscheinlich noch ein paar Tage dauern wird. Gäbe es doch vorher noch die hiesige Versorgungsproblematik, die Kontaktaufnahme zu anderen geeigeneten Stellen um den Orden und die Unabhängigkeit Hochstiegs nach außen hin abzusichern und einiges mehr. Aufgrund der, eventuell, zu erwartenden Probleme, würde ich mich ja zuerst um die Versorgungsproblematik und die Anfrage in Rommylis kümmern, danach sollte immer noch genügend Zeit für Kalkarib da sein und ich erwarte auch keine weiteren Probleme aus ungünstigen arkanen Interaktionen.“ Beginnt Nehazet abzuschweifen, ehe er wieder den Faden zu finden scheint, „Ja, so in etwa, vielleicht sollten wir über den Tellerrand der Menschheit hinausschauen?“

  • „Über die Menscheit im Allgemeinen mache ich mir keine Gedanken. Wenn die Götter uns nicht mehr wohlgesonnen sind, werden wir einfach vernichtet.

    Ich meinte eigentlich unsere eigenen körperlichen Grenzen. Wir können nicht alles allein leisten. Wir können nicht überall sein. Können uns nicht entzwein. Die Hände der Götter leiten uns zum den rechten Weg, ans rechte Ziel. Doch sind wir erwählt ihre Stimme, ihre Boten, ihr Schwert, auf Dere zu sein, um den Vortex aufzuhalten. Mich wundert, ehrlich gesagt, dass nicht längst alle Kirchen in Aufruhr sind, um sich dem Problem zu stellen. Was mag der Grund dafür sein? Jedenfalls denke ich, dass es Zeit wird, sie aus ihrem Schlaf zu holen und sie zu mobilisieren. Dieser Orden, von dem du sprachst, kann Vorbild für den Aufbruch sein und alle andere gegen den Vortex zu einen. Für unser Überleben. Für die Welt, wie wir sie kennen. Für uns und unsere Kinder.“ dabei schaut sie zu Delia.

  • Nehazet seufzt, als er die Antwort von Azina vernimmt und ergreift anschließend erneut das Wort, „ich wollte damit eher darauf hinweisen, dass es vielleicht sinnvoll wäre nicht nur die „Menschen“ anzusprechen, sondern auch noch die Angroshim, Fey, vielleicht die Necker(?), vermutlich nicht die Achaz, Ziliten und Rissos, möglicherweise die Zyklopen und Trolle und so weiter und so fort, wie ihr äh du schon erwähnt hast, betrifft es uns alle, und das sollte mehr als die „Menschen“ meinen.

    Was den Schutz der Schöpfung, zu großen Opfern, betrifft, so könnte es noch andere Wege außerhalb der göttlichen geben, aber das ist zu diesem Zeitpunkt nichts mit dem wir uns ersteinmal weiter beschäftigen müssten.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, das es einfach noch nicht bekannt genug ist, denkt doch zurück an das Schriftstück aus dem Noionitenkloster, nicht nur das es relativ Zeitnahe war, was bedeutet das, vermutlich, schwerfälligere Organisationen, wie die größeren Kirchen, nicht unbedingt schon darauf reagieren konnten, ist es auch möglich das diese Bedrohung nicht als solche interpretiert wurde. Dann wäre noch zu bedenken, das dies nicht die einzige Bedrohung ist, die Heptarchien existieren ja auch noch…

    Somit hätten wir die Kombination eines wenig, bis gar unbekannten, Feindes, gegenüber den Erben des Dämonenmeisters, welche deutlich sicht- und spürbare Spuren hinterlassen hatten und haben, wenn dies noch mit Irrtümern, bezüglich der Relevanz und Interpretation von Nachrichten und Visionen, ich meine wie deutlich sind Prophezeiungen den normalerweise…, Klerikalem Fehlverhalten und anderen schwächen im System noch berücksichtigen und durch Traditionen von eher trägen Kirchenstrukturen ausgehen, gibt es durchaus einige Faktoren, welche für die aktuell erscheinende, vielleicht sind sie gar nicht so inaktiv wie wir denken(?), die die aktuelle Situation erklären könnten.“
    Führt Nehazet seine Gedanken etwas aus…

  • „Du hast Recht. Daran dachte ich noch gar nicht. Offen ist, inwiefern sie sich der Sache anschließen und wie ihre eigenen Gottheiten dazu stehen. Versuchen wirs.

    Ja, warum extistieren diese Heptarchien eigentlich noch immer? So viel zu tun und so wenig Zeit. Ich verstehe. Wobei dir bestimmt noch mehr im Kopf spukt, als es mir je wird. Zunächst sollten wir tatsächlich die Bedrohung durch den Vortex verlautbaren und um Unterstützung bitten. Letztlich bin ich noch immer der Ansicht, dass nur wir allein direkt etwas ausrichten können. Wir sind der Schlüssel zum Guten oder zum Bösen.

    Ja ja, Adeptus. Was ist gut und was ist böse. Du weißt, was ich meine.“ Kommt sie ihm zuvor.

  • „Nun zumindest teilweise ist von identischen oder ähnlichen Gottheiten auszugehen, zumindest war dies mein Verständnis, wiewohl dies nicht zu meinen tieferen Studiengebieten zählt, aber die Necker scheinen wohl Efferd anzubeten, weiterhin fanden wir eine Hesinde Kultstätte in einer Zwergenstadt, wiewohl wie exemplarisch das sein mag, darüber will ich mir ersteinmal keine Gedanken machen. Und schließlich bliebe das einfachste Arguument von allem, die Notwendigkeit zum Überleben, davon ausgehen das dies von interesse für die entsprechende Gruppe wäre.

    Nun es mag durchaus sein, die letzten Konfrontationen mit Erwählten des Vortex legen jedenfalls nahe, das diese tatsächlich nur von einem entsprechenden, nennen wir es mal, Gegenpart besiegt werden können. Selbiges gilt allerdings nicht für andere Diener, denke an den Orangegewandeten Diener des Blutkaisers, welchen wir vor einigen Monden in der Nähe von Hammerschlag begegnet sind. Auch stellt sich die Frage inwiefern weitere Manipulationen anderer Individuen möglich sind? Und wer noch erwählt werden kann, unter der Prämisse das nicht nur Sterbliche erwählt werden könnten, rein theoretisch versteht sich, was würden wir machen, wenn plötzlich, sagen wir, eine Fee, ein Elementar oder, ich weiß es mag absurd klingen, eine Heptasphäirische Entität erwählt wird? Davon ausgehend das diese alleine ihren Gegenpart besiegen könnten, bräuchten wir notgedrungen ihre Unterstützung und diese unsere Unterstützung um das größere Problem zu lösen.
    Hmm, vielleicht sollte ich darüber nochmal genauer nachdenken.“
    Endet Nehazet gedankenversunken…

  • Azina seufzt. „Oh je. Es gibt so vieles, was wir nicht wissen. Wir können nur darauf vertrauen, dass uns die Götter leiten mögen. Ich hoffe, wir werden ihnen gerecht und verdienen uns unseren Platz, wenn Golgari uns holt.“

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