Es war schon seit einigen Stunden dunkel als Lunaluo endlich ihren Entschluß gefasst hatte, Sie werde die Nacht draußen im Barun-Ulah verbringen und nicht in diesem kleinen Zuber, es war wie als würde der Fluss nach Ihr rufen, Ihr ganzer Leib und ihr Geist sehnte sich nach dem kühlen dem befreienden Nass des mächtigen Stromes der sich durch Aranien ergoss. Sie war ein Wesen des Meeres und obwohl es ihr möglich war hier zu ruhen, so gab es doch angenehmere Quellen der Erholung für Sie, was musste Sie nicht alles bislang auf ihrer Queste, ihre geliebte Mutter zu finden erdulden, Fässer, Brunnen, Feldtümpel und mehr, wie verlockend erschien Ihr da der Barun-Ulah. So begab es sich das Sie ihre Sachen packte und den Zuber verließ um sich nach draußen zu begeben, Sie fand ihren Weg, wie der Fluss sich den seinen sucht. Dabei streifte Luna durch den Wald am Rande des Dorfes bis Sie am Ziel ihrer kleinen Reise angekommen war. Schnell entledigte Sich die junge Neckerin ihres Gewandes und sprang in die Fluten. Das belebende Wasser in jeder Pore ihres Körpers spürend tauchte Sie nach einiger Zeit wieder auf um ihr Gewand ebenfalls im Wasser zu tränken, denn Sie würde nur bis zur Dämmerung hier bleiben, wollte Sie doch nicht ihre Freunde in Angst ob ihrer plötzlichen Abwesenheit versetzen. Luna ließ sich in dem Strom eine Weile treiben und schwamm dann wieder zurück. Sie Schwamm schließlich etwas weiter und ließ sich von dort aus zurück treiben. Als nach oben aufblickte ins Firmament wurde Sie der Sterne gewahr und Sie begann ein altes Lied, das Sie in ihrer Kindheit gehört hatte, was sich irgendwo in den tiefen ihrer Erinnerungen versteckt hatte zu singen, nachdem Sie ihr Lied beendet hatte rann ihr eine Träne das Gesicht hinunter, ob der alten Erinnerungen. Erst jetzt wurde Sie der Geräusche die aus dem Wald kammen gewahr, ein einzelner alter Tulamide im Schein eines kleinen Lichtes trat aus dem Wald. Gehüllt in schlichten Gewändern, auf einen Stab gestützt, mit einer ledernen Umhängetasche die von Kräutern gefüllt war trat er an das Ufer zu der jungen Neckerin und sprach mit ruhiger Stimme. „Wahrlich eine schöne Nacht, oder Geschöpf Efferds? Ah wo sind meine Manieren, oh Ihr wunderschönste aller Seerosen, mein Name ist Lechmin ai Battuhzen, ein Kräuterkundiger und Reisender, ich komme schon seit Jahren in diese und andere Wälder um das Wachstum von Sumus Gaben zu beobachten und nutzbringend anzuwenden.“
Luna war schlicht überrascht von dieser nächtlichen Begegnung und erwiederte zögernd nach einiger Zeit:“ Freut mich euch kennen zu lernen Lechmin, ich bin Lunaluo Saari Tuadh Gwenlian von Quell und ja es ist wahrlich eine schöne Nacht, das widerspiegeln der Sterne am Firmament auf der fließenden Oberfläche des Barun-Ulah bildet einen schönen Kontrast zu der dunklen Umgebung.“
Lechmin der sich mittlerweile hingesetzt hatte und seine Lichtquelle, ein kleines Stück Holz mit verschiedenen sehr komplexen Schriftzeichen, die an das Tulamidische erinnerten aber unlängst komplizierter waren, dessen Linien in einem warmen Orange leuchteten. „Lunaluo, ein ungewöhnlicher Name, für ein ungewöhnliches Individuum“, merkte der alte Tulamide aus seinen grauen Augen an, während ein lächeln unter seinem grauen Bart erkenntlich war.
„Nun Lechmin, klingt aber auch nicht sehr tulamidisch, oder?“ Fragte die junge Druidin, aus dem Wasser. „Nein, nicht wirklich, aber das hängt vielleicht damit zusammen, das es kein tulamidischer Name ist? Nun was ist von einem Kind das zwischen den Welten verschiedener Kulturen aufwuchs auch zu erwarten, da passt kein gewöhnlicher Name mehr, so wie das auch bei euch der Fall ist. Denn wenn ich mich recht erinnere, befinden sich Namen aus drei verschiedenen Kulturen in eurem Namen, oder?“ Erklang, freundlich aber doch etwas heiter die Erwiderung Lechmins auf Lunas Frage.
„Damit habt Ihr schon recht, als jemand der weit gereist ist könnt ihr mir eventuell helfen?“ Fragte nun tapfer die junge Druidin, den alten Herren. „Ihr sucht nach jemanden, oder, eure Mutter würde ich vermuten?“
Wieder überrascht und doch davon überzeugt nun endlich etwas zum verbleib ihrer Mutter zu erfahren, bejahte Sie es beinahe schon stürmisch, während der alte Tulamide gelassen wie ein Stein blieb, „ja, aber woher wisst ihr das“, wollte die junge Druidin überschwenglich wissen? „Nun wie ich schon sagte, ich reise viel und erfahre dabei auch viel über Sumus Geschöpfe, unter anderem hörte ich von einem Wesen aus dem Volke der Necker das nach seiner Mutter suchte, da ich hier noch nie auf einen aus eurem Volke gestoßen bin, ging ich davon aus, als ih euer Lied hörte, das Ihr ein und dieselbe Person seit, was ja nun bewiesen wäre. Was nun eure Mutter betrifft, so kann ich euch leider nicht allzu viel mitteilen, außer das ihr in Khunchom hilfe finden werdet, auch wenn es andere hilfe ist als die Ihr euch erhofft habt und auch das Gespräch mit Isaria solltet Ihr abwarten.“
Sie redeten noch lange und tranken dabei auch den ein oder anderen Tee und tauschten Geschichten miteinander aus, kurz bevor es anfing zu dämmern verabschiedete sich Lechmin von Luna und murmelte bei erblicken der ersten Anzeichen der Dämmerung, was für Luna kaum noch zu hören war, „Endlich geht die Sonne auf, die Finsternis lässt mir immer noch, nach all den Götterläufen, einen kalten Schauer über den Rücken laufen, dankenswerter Weise habe ich mehr als eine Methode um Licht zu machen.“
Nachdem Lechmin nicht mehr zu sehen und zu hören war, stieg Luna aus dem kalten Nass und fing an sich anzukleiden. Im Schein der ersten Lichtstrahlen fand Sie schnell den Weg zurück ins Dorf.