Ist eine frage, welche über die Jahrzehnte wahrscheinlich schon öfter gestellt wurde, meistens war die Antwort einfach, hatte Sie doch etwas mit Magie oder schriftlichen Quellen zutun, oft auch beidem, aber heute?
Option 1: In einem Raum, ohne Raum und Zeit, zwischen den Welten, wahrscheinlich, fleißig an etwas herumwerkelnd.
Option 2: Zwar verwoben mit der Wirklichkeit, aber von einem Raum kann auch nur im entferntesten Sinne gesprochen werden.
Fasste Lechmin die beiden Möglichkeiten gegenüber Alyssia zusammen, beide besahen sich die Situation aus weiter Entfernung, bei dem Test eines neuen Thaumatursoms, ach wie ineffektiv doch die magica communicativa ist, etwas worüber sich beide schon seit, gefühlten, Jahrhunderten störten.
„Wenn du jetzt noch eine dritte Option hättest, könnte daraus ein Hütchenspiel gemacht werden„, meinte Alyssia beim betrachten der dargestellten Szenerie, „Eins verstehe ich aber nicht, warum haben Sie nicht einfach Nehazet gefragt seinen Stab zu entzünden, ich meine jener ist an ihn und nur ihn gebunden, gut nicht jeder wird darüber bescheid wissen, das nur die Person an der das Objekt gebunden ist nutzen kann, zumindest was die deutlich magischeren Effekte betrifft, die physiche nahezu Unzerstörbarkeit ist ja eher ein passiver quasi Nebeneffekt, ich meine nur, dann hätten Sie es schon viel früher erfahren“, dachte Alyssia laut.
Lechmin hörte ihr aufmerksam zu während er sich etwas Tee in eine Tasse eingoß, „das ist schon zutreffend, aber manche wird im Eifer der aktion nicht bedacht, wie Thaumatursome, welche zur Verfügung stehen und gefährliche Situationen mindern oder gar auflösen könnten, außerdem sollte auch nicht vergessen werden, das Sie nun in den letzten Tagen doch einiges erlebt haben, ich meine da waren Daemoniden, Golems, Dämonen, eine alte Zwergenstadt, das Hesindeheiligtum, die Limbusportale, das Ifirnheiligtum, die Rissostadt, die Achazstadt, die heiligen Quellen, Xindans Höhle und soweiter, es überrascht mich wirklich, wie das alles einer Akademie voller Nutzer der magica Clarobservantia entgehen kann„, verteidigte Lechmin die jungen Helden.
„Wahrscheinlich hast du recht, wobei du noch Magister Flachkiesel, eh Steinfest vergessen hast, aber ja es ist seltsam das dies alles vorher nicht aufgefallen war, fast so als wäre es alles verschleiert gewesen„, stimmt Alyssia ihm zu um schließlich noch eine kleine frage unterzubringen.
Auf diese antwortet Lechmin nur, „verschleiert, ja das wäre wohl eine Möglichkeit, aber genug davon lass uns lieber nachsehen was die anderen machen, ich denke wir sollten mit Option 1 anfangen„.
Kaum sprach er dies wandelte sich die Szenerie vor ihren Augen auch schon zu dem eines Korridors in dem zwischen vielen Türen Nehazet saß, umringt von diversen Raben an den Wänden dieses Nichtraumes, in seiner Arbeit vertieft. Mit viel Zauberwerk ging er zu Werke und nutzte die ihm gebotenen Möglichkeiten sich vorzubereiten, das Amulett war vollendet aber er war noch lange nicht fertig, so wie es aussah, er war anscheinend fleißig gewesen und hatte verschiedene Träger für unterschiedliche Zauber vorbereitet, nun stellte sich nur die Frage ob die Zeit ausreichen würde.
„Arbeitssam ist er aufjedenfall„, kommentierte Alyssia die dargebotene Szene. Lechmin stimmte ihr zu und bot ihr ebenfalls eine neue Tasse Tee an.
Beide beschauten sich das treiben Nehazets noch etwas, ehe diesmal Alyssia mittels sprachlicher komponente einen wandel der Szenerie gebietete, vor ihren Augen entfaltete sich ein Bild der realen Welt, in dessem Zentrum eine altechsiche Krone zu bestaunen war, an den Rändern des Blickfeldes waren die verschiedenen anderen jungen Helden vertreten.
„Da wird nicht viel zusehen sein, immerhin befindet sich der Geist in der Krone, ich denke das einzige was sich dabei anbietet, wäre darüber zu philosphieren, ob dies als Fortschritt in der Forschung der Unsterblichkeit gelten kann oder nicht, in diesem fall wäre der Verlust des Körpers wohl eine kleine Nebensächlichkeit, was meinst du Alyssia?“ Fragte Lechmin, während er an seinem Tee nippte.
„Das halte ich für eine gewagte Schlussfolgerung, zumal ich finde das einem ohne Körper auch etwas fehlen würde, so auf die Dauer, aber unter der Definition das der Geist/die Seele unsterblich ist, ja könnte als Fortschritt zählen, würde ich aber definitiv nicht wählen, sofern es andere Alternativen gäbe.“
„Dann bleibt schlussendlich nur noch aufzuklären, wo denn nun Nehazet ist, das Thaumatursom zumindest, funktioniert halbwegs. Um das andere Problem kann sich der Haufen wandelnder karmatischer Kausalknoten kümmern.“
„Sehe ich ähnlich, wir sollten uns anderen Sachverhalten zuwenden, ich war am überlegen ob wir morgen nicht wieder mal nach Kuslik gehen könnten oder vielleicht zu Altanans Hain?“ Überlegte Alyssia schon was denn als nächstes getan werden könnte.