Rasch. Auf nach Barburin, die Zeit drängt. Schon zu lange habe ich diese Verantwortung vor mich hergeschoben. Was mich wohl erwarten wird? Wie werden sie mich empfangen? Werden sie es gut heißen, was ich tat und was ich gedenke noch zu tun? Keineswegs werde ich mich ihrem Joch beugen und sesshaft werden. Firun gab mir die Mittel zu tun, was sein Wille ist. Herumsitzen und dem Luxus frönen oder auf den Äckern schuften gehört keineswegs dazu. Nur wie soll ich es ihnen begreiflich machen? Genügend Zeugnisse meiner Tätigkeit werden ihnen sofort ins Auge springen. Der Speer und das Amulett sind nicht zu übersehen. Und anstatt mir zu zürnen sollten sie stolz sein, auf das, was ich tue und noch zu tun gedenke! Bei dem Leben von Sefira! Ich werde mich nicht beugen!
Ich hoffe, Mutter geht es gut. Tante Tulmirya rätselte irgendwas von einer Krankheit. Die besten Heilkundigen will ich zu ihr bringen lassen, wenn ich doch nur endlich dort bin.
Lange dauert der Marsch durch trockene Steppe. Immer wieder unterbrochen von endlosen Diskussionen über ihr Erscheinungsbild, die Entrichtung der Zölle und der Verfolgung von anderen habgierigen – nunmehr toten – Männern. Als sie endlich die Grenzen Araniens erreicht, zieht sie ergeben die vertraute Luft tief in ihre Nase und erschauert wohlig.
Aranien, geliebte Heimat. *seufz* Die Luft hier scheint gleich viel frischer und saftiger zu sein, als jenseits der Grenze. Als ob der ureigene Mief dem Boden entstammt. „Genießt die Luft meine Freunde, das Ziel rückt näher.“
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Gedanken der Azina