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Bothor dylli Memnos

Kindheit und Ausbildung

Blick vom Familienstammsitz auf Kutaki

Blick vom Familienstammsitz auf Kutaki

Bothor wurde am 23. Rahja 975 BF als erster Sohn des Händlers Evander Memnos und dessen Frau Rahiyia geboren. Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte er hauptsächlich auf dem Familienstammsitz in Arÿios auf Kutaki. Zu der Zeit entwickelte sich eine tiefe Freundschaft mit seinem gleichaltrigen entfernten Verwandten Praiakles Memnos. Im Alter von 10 Jahren kehrt er nach Rethis zurück und wird in die Kriegerakademie „Mutter Rondra auf Hylailos“ aufgenommen. Wie es für die Akademie üblich ist, war sein herausragendes Aussehen von großer Bedeutung für die Aufnahme. Wie ihm später klar wurde, war es jedoch auch nicht von Nachteil, dass schon sein Großvater und sein Urgroßvater Schüler der Akademie waren.

In den zehn Jahren der Ausbildung gehört er immer zu den besten Schülern seines Jahrgangs und so war es kaum verwunderlich, dass er am 1. Rondra 995 BF die Ausbildung als Jahrgangsbester abschloss. Als einziger Akademieabgänger in diesem Jahr bekam er ein Angebot für eine Anstellung in der „Seeköniglichen Garde“, das er ohne zu zögern annahm. Ein positiver Nebeneffekt für ihn war, dass er weiterhin in der Nähe der Akademie lebte, denn dort war noch für die nächsten drei Jahre seine große Liebe Hellena Aleistos Schülerin.

Zeit in der „Seeköniglichen Garde“

Im folgenden Jahr herrscht im Palast große Freude, da mit Haridiyon Thaliyin ein Thronfolger geboren wird. Wie es Tradition ist, bekommt dieser eine eigene Leibwache, zu der auch Bothor zugeordnet wird. Da er in dieser Position nur äußerst selten den Palast verlässt, nimmt er nicht an den bürgerkriegsähnlichen Zuständen im Königreich teil. Jedoch muss er die Tode vieler Bekannter und Freunde aus der Zeit in der Akademie betrauern. Sein einziger Anteil an den Intrigen dieser Zeit ist eine Denunzierung des Einokraten von Kutaki, der daraufhin auf der „Schwarzen Liste“ des Königs landet und Titel, Ehre und Leben verliert. Mit dem geringen Einfluss, den Bothor an Hofe hat, schafft er es, seinen Freund und Verwandten Praiakles Memnos zum neuen Einokraten ernennen zu lassen.

Hellena in den Gemächern

 Hellena in den Gemächern

Als auch Hellena 998 BF als eine der Jahrgangsbesten die Akademie abschließt und in die Leibgarde von Königin Chalyndria Thaliyin beordert wird, heiraten sie und Bothor am 13. Travia. Die folgenden Jahre verlaufen ruhig und glücklich, bis im Jahre 1005 BF Hellena bei der Geburt eines Sohnes stirbt und auch das Kind nicht überlebt. Die Trauer über diesen doppelten Verlust trifft ihn tief. Doch er steht nicht allein und knüpft enge Bande mit Hellenas Bruder Praiokles Aleistos, der grade ebenfalls die Akademie abschloss und eine Offizierslaufbahn in der Admiralität einschlug.

Um gegen die Einsamkeit anzukämpfen, wendet sich Bothor vermehrt dem Prinzen zu und wird dessen engster Vertrauter innerhalb der Leibwache. Als 1007 BF ein Weibel der Garde einer schweren Krankheit erliegt, setzt sich der junge Prinz dafür ein, dass Bothor zum Sergant befördert wird.

Als „Palastwache“ in der „königslosen Zeit“

Als König Mermydion II Thakiyin am 18. Phex 1010 BF mit Königin Amene III Firdayon den Pakt von A’Laÿis Hiphon schließt, deuten sich an allen Orten des Reiches Umbrüche an, da viele Adelige und Offiziere nicht einverstanden sind mit der Lossagung vom Mittelreich, nach über 1000 Götterläufen. Die Situation beruhigt sich auch kaum, als sich nur zwei Monde später Königin Amene III zur Kaiserin Amene-Horas I krönen lässt.

Bothor als Manglabites

Bothor als Manglabites

Es überrascht nur wenige, als König Mermydion am 4. Praios 1011 BF bei einem Jagdunfall unter mysteriösen Umständen stirbt. Dem Pakt entsprechend übernimmt die Kaiserin den Titel des Seekönigs. Prinz Haridiyon wird zur Ausbildung nach Methumis geschickt und die Königin-Witwe Chalyndria geht in den Efferd-Tempel, dem sie später als Hohepriesterin vorsteht.

Ohne königliche Familie wird auch die „Seekönigliche Garde“ in Frage gestellt und letztendlich de facto aufgelöst. Viele Offiziere und Gardisten suchen sich neue Anstellungen und nur ein kleiner Trupp bleibt bestehen, der fortan als „Palastwache“ den leer stehenden Palast beschützt. Im Rahmen dieser Umstrukturierung wird Bothor zum Manglabites befördert, welcher dem mittelreichischen Hauptmann entspricht. Ganz den mittelreichischen Traditionen entsprechend, wurde er für diese Beförderung in den Rang eines Kyrios erhoben und darf seitdem den Adelszusatz „dylli“ in seinem Namen tragen.

Da seine Arbeit als Wache ihn kaum in Beschlag nimmt, nutzt er seinen geringen politischen Einfluss als Offizier, um seinen Geschwistern beim Ausbau ihres Handelsnetzwerkes zu helfen. Gleichzeitig nimmt er seinen Neffen Anaxagoras Memnos unter seine Fittiche und lehrt ihn das Kämpfen, da dieser nicht an der Akademie aufgenommen wurde. Alles in allem durchlebte Bothor in diesen Jahren die ruhigste Zeit seines Lebens.

Die Rückkehr des Königs

Das Jahr 1020 BF brachte große Umwälzungen auf die Zyklopeninseln. Wie ein enormer Vulkanausbruch durchrüttelte das Reich die Nachricht, dass König Palamydas Thaliyin auf Phenos wieder aufgetaucht wäre. Die Palastwachen waren die ersten, von denen der neue alte König den Treueschwur erhalten wollte. Doch es gab ein Problem – niemand in der Palastwache war schon geboren, als König Palamydas in den Feenwäldern verschwand. Und so kam es, dass wenige Wachen den Treueschwur verweigerten und den Palast verließen, darunter auch der Protospartharios der Wache, der höchste Offizier. Durch Bothors Einfluss stellt sich auch Praiokles Aleistos, zu diesem Zeitpunkt schon Großadmiral, auf die Seite des Königs. Als vorläufig höchster Offizier der Palastwache, befehligt Bothor diese auf der Reise des Königs nach Vinsalt. Dort proklamiert Palamydas im Opernhaus vor Kaiserin Amene-Horas seinen Anspruch auf den Seeköniglichen Thron, den diese sehr schnell gewährt.

Im Vorfeld der großen Inthronisierungsfeierlichkeiten am 20. Firun 1020 BF wird die Palastwache wieder in die Seekönigliche Garde umgeformt und Bothor, in Anbetracht seiner Leistungen und langjährigen Treue, zum Protospartharios befördert. Die folgenden Jahre sind arbeitsreich, verlaufen aber ruhig. In einer größeren Zeremonie wird er am 30. Rondra 1025 BF in den Ruhestand entlassen. Der König höchstselbst und der Großadmiral, welchem die Garde offiziell unterstellt ist, überreichen Bothor als Abschiedsgeschenk einen reichlich verzierten horasischen Säbel als Geschenk.

Bothor

Im Ruhestand auf Reisen

Da er nun nicht mehr im Palast wohnen kann, kauft sich Bothor von seiner monatlichen Pension von 30 Dukaten, ein kleines Stadthaus in der Nähe des Hafens in Rethis. Dort wohnt er mit seinem Neffen und zwei Knechten. Doch er hält es nicht lange tatenlos aus und geht schon im Peraine 1026 BF mit Anaxagoras auf Reisen. Zuerst besuchen sie die Familiensitze auf Kutaki, Phenos und Baltrea und erkunden die Inseln. Später reisen sie weiter zu den Familien-Kontoren in Neetha, Methumis, Kuslik sowie Vinsalt und tauchen in das Leben der Städte ein. Gemeinsam begleiten sie einen familieneigenen Handelszug von Vinsalt nach Punin. Dort trennen sich ihre Wege. Während sich Anaxagoras einem Söldnertrupp anschließt, reist Bothor mit einer Karawane über den Raschtulswall in Richtung Fasar. Auf diesem Weg erreichen sie eines späten Nachmittags im Peraine 1027 BF die Karawanserei von El Trutz…

Bothors Beziehungen zu den anderen Mitstreitern:

(BI =Beziehungsindex / 0 = Sehr schlecht  –  5 = Neutral  –  10 = Sehr gut)

Azina saba Belima: 9

Die junge Botin Firuns vereint Wildheit und Anmut in Perfektion. Trotz ihres erst kurzen Lebens scheint sie schon eine ausgeprägte und wohlüberlegte Meinung von der Welt zu haben. Ihre Unbekümmertheit tut der Gruppe außergewöhnlich gut. Gleichzeitig habe ich selten eine so zielstrebige Person erlebt. Wenn ich ein paar Jahrzehnte jünger wäre, wäre sie mit Sicherheit eine Person meiner Begierde. Während ihre tierischen Begleiter sie nicht uninteressanter machen, weiß ich noch nicht so recht, was ich von diesem Grojesch halten soll. In welcher Beziehung stehen sie wohl wirklich zueinander?

Magus Nehazet: 7

Ein hochgebildeter Magus, der nicht nur auf beeindruckende Weise sein Handwerk beherrscht, sondern auch noch Ländereien und Güter in beeindruckender Menge besitzt. Manchmal ist er doch noch arg verwunderlich und wenn er spricht, ist es fast unmöglich ihn zu verstehen. Auch scheint mir die Propheten-Verehrung etwas übertrieben seitens der Travia-Kirche, jedoch wer bin ich, die Kirche in Frage zu stellen. So recht warm bin ich noch nicht mit ihm geworden.

Fräulein Jane Pedderson: 8

Eine faszinierende Dame! So gebildet, anmutig und geheimnisvoll! Sie ist bisher das einzige Ordensmitglied, dass sich auch als solches zu geben weiß. Jeder kaiserliche Hof wäre froh, eine solche Person an seiner Seite zu wissen. In ihr ruhen meine Hoffnungen, dass sich dieser Orden nicht selbst vernichtet. Doch nun, da sie Ordensgroßmeisterin ist, zeigt sich, dass sie vor allem noch lernen muss, zu delegieren. Am liebsten würde sie alles alleine erledigen. Aber ich werde mir Mühe geben, ihr das beizubringen.

Die Hexe Delia: 7

Inzwischen durfte ich eineige Zeit mit ihr verbringen und es bestätigt sich, dass sie eine sehr liebreizende und wohl gesittete Dame ist. Ihr außergewöhnliches Wesen lässt sie jedoch manchmal zu unstet sein. Noch immer haftet ihr eine Geheimnishaftigkeit an, was sie weiter zu einer spannenden Persönlichkeit macht. Ich freue mich sie weiter kennenzulernen.

Sieghelm Gilborn von Spichbrecher: 7

Über diesen Jungen gibt es eigentlich nur zwei Dinge zu sagen: Er ist ein famoser Krieger und er ist ein schrecklicher Diplomat. Damit macht er zwar seiner Herrin Rondra alle Ehre, ist als Ordensgroßmeister jedoch völlig ungeeignet. Ich habe das Gefühl, die anderen Auserwählten sind seine ständigen Transchalen [Fettnäpfchen] und seine alternative Auslegung der Welt langsam leid. Man merkt ihm deutlich an, dass ihm ein Großteil seiner Ausbildung fehlt. Ich wäre ja bereit ihm zu helfen, allein der Götter wegen, doch muss er dafür erst anfangen ein anderes Verhalten zu zeigen. Mit der Zeit habe ich tatsächlich angefangen ihn zu mögen, er hat ein wahrlich gutes Herz, manchmal zu gutes. Aus ihm kann sehr sicher einst ein großer Mann werden.