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Der Wilde aus dem Wald

Charackter: Yako-Ha (Stammeskrieger der Waldmenschen)

– als Gastspieler in der Gruppe Andergast

Im Schutze der Nacht macht sich der Waldmensch auf, um den Ritter ohne Rüstung von den Fesseln zu befreien. Die Rotpelze scheinen irgendwie aufgeregt und abgelenkt zu sein. Yako wittert die Chance und schleicht sich, dich am Boden haltend, zum Boronsgläubigen. Mit seinem Dolch schneidet er rasch die Fesseln durch und bietet ihm jene Waffe als Schutz an und empfiehlt ihm in den Wald zu verschwinden. Er nennt ihm auch die Wachposten, die er auf seinem Weg treffen wird. Sollte er dem nicht folge Leisten, wird er sich vom ihm entfernen, da er seiner Einschätzung nach sie beide enttarnen wird.

Weitere Handlungsmöglichkeiten im Spielverlauf:

1. Wenn die Gelegenheit sich bietet wird er tiefer in das Lager vordringen und die anderen befreien versuchen. Er wird vor zivilen Goblinopfern nicht zurückschrecken. Ggf. betäubt er sie mit Blasrohr und Gift, aber nur aus nächster Nähe, da sein Wert nicht allzu hoch ist. Er wird die Gefallenen, so gut es geht, verbergen.

2. Wenn das Lager zu voll ist wird er geordneten Rückzug antreten und das Lager umkreisen, auf der Suche nach einer Gelegenheit. Auch hier ist er mit Opfern nicht zimperlich.

Falls er entdeckt wird:

1. bei einer überschaubaren Anzahl 2-3(je nach Situation) wird er kämpfen und sie niederstrecken

2. bei einer Überzahl wird er laufen, was die Beine hergeben bei GS 9 sollte das kein Problem sein. Notfalls werden die anderen zurück gelassen. Sein eigenes Leben ist ihm wichtiger.

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Abschiedsszene am Ende von Harikas Rettung:

Yako-Ha überreicht der bunten Truppe die gefundene Karte des Avesgeweihten. „Hier nehmt Karte. Sichere Reise. Ihr gute Weiße. Und du jung Jägermann. Guter Jäger greift nicht an, was bewegt. Guter Jäger greift an nach guter Auswahl.“

„Lebet wohl“ und macht auf dem Absatz kehrt.

Kurz bevor er sich in die Büsche schlägt, dreht er sich noch einmal um und sagt: „Achtet auf die Schatten in der Nacht, sie verbergen, was nicht gesehen werden will.“ Rasch verschwindet er im Dickicht des Waldes.

„Auf dem Weg zurück in die Einsamkeit spricht er zu seinem Tapa auf mohisch. Anpa-Ha, was für merkwürdige Leute. Stapfen hier durch den Wald, zerstören Grenzpfosten und dringen in Feindesgebiet ein. Mutig waren sie ja, ohne Zweifel.“

„Nein, ich werde sie nicht begleiten. Sie werden schon zurechtkommen. Außerdem ist es viel zu gefährlich. Häuser zu gefährlich. Weiße hassen mich. Greifen mich an. Hast du das schon vergessen? Nein, der Wald ist meine Heimat, wenngleich nicht dieser Wald. Nun gut, ich habe Hunger, die Weißen haben mich von der Jagt abgehalten. Ja eine gute Jagt ist es, was ich brauche.“

„Still, wir sind auf Beutezug.“

Neues Abenteuer

Aloha,

ich weiß es ist noch etwas früh… ABER ich würde mich gerne als nächster Spielleiter der Teehausgruppe anbieten. Ich habe eine sehr nette Idee für ein Abenteuer der Teehausgruppe in Aranien. Ich werde selbst noch ein Trailervideo erstellen. Die Story wird sich um ein „kleines“ Problem in Aranien drehen und auch Delias Hexenzirkel wird einen Gastauftritt haben. 😉 Hier die Titelmeldodie dazu.

Gruppe Andergast

Den Zwölfen zum Gruße!

Ich habe den sowohl den Zeitspiegel als auch die Karte aktualisiert, wie ihr vielleicht merken werdet, fehlt jedoch der letzte Spieleabend im Zeitspiegel. Da ich mir selbst keine Aufzeichnungen mache, würde ich es begrüßen wenn jemand von euch die fehlenden Datensätze ergänzt. Die neuen Charaktere haben nun auch neue zugewiesene Charakterfarben.

Darüber hinaus möchte ich mir nochmal bei Christian für das Gastspiel bedanken und würde mich freuen ihn bei unserem nächsten Kurztermin wieder bei uns begrüßen zu können um einen schönen Abschluss für den Charakter zu haben, ansonsten werd ich es mir als Meister herausnehmen ihn als NSC logisch weiter zu spielen.

Als letztes möchte ich euch auffordern, dass die vollständigen Namen der neuen Charaktere auf dieser Andergast-Übersichtsseite unten unter der Kategorie „Aktive Spieler“ ergänzt werden.

Möge Nandus mit euch sein!

Euer Schicksal

Schon wieder so ein Kerl.

Vor der Reise nach Ashakant hat Delia noch einen Brief an Kalkarib auf gesetzt. –> Abschiedsbrief von Delia an Kalkarib

In der zweiten Nacht, als Jane in ihr Tagebuch, sitzt Delia wieder am Fenster und schaut hinaus in die Nacht.

*Wie aufregend doch diese Reisen sind. Riesige Spinnen, uralte unterirdische Katakomben, Schwestern die hier offen leben und arbeiten… ach ist das schön… nun ja alles… bis auf dieses Junker Sieghelmlangsam glaube ich, dass ich solche Männer anziehe. Gut es ist nicht schwer, das ganze Land ist voll von ihnen. Doch nun kommt auch noch einer aus dem Mittelreich her, der genau so furchtbares Benehmen hat. Wäre er nicht so menschenverachtend könnte er ganz nett sein. Seine Ansichten indes widerstreben mir. Vielleicht irre ich mich aber auch. Die Art wie er mit seinem unglaublich süßen Dackel Pagol umgeht und wie er ihn ansieht, lässt darauf deuten, dass sein oberflächliches Verhalten nur Fassade ist. Wir werden sehen. Bisher sinkt er noch in meiner Gunst und ich bin gespannt was er auf dieser Reise so tut. Vielleicht fällt ja seine Maske und offenbart einen zwar etwas beschränkten aber angenehmeren Herren als diese Junker-Maske die er trägt.*

Delias Blick wandert hinauf zum Mond und dann in die Weiten der Steppe. Dort irgendwo ist Kalkarib… wie sehr sehnt sie sich doch nach ihm, gerade jetzt wo die Nächte etwas kälter werden.

Als Jane ihren Tagebucheintrag beendet und sich auf Sulibeth bettfertig gemacht hat, legt sich Delia auch zur Ruhe und hofft im Schlafe in die Arme ihres Geliebten zu gleiten.

Das Tagebuch füllt sich

1 Praios 1026 BF

Ein neues Jahr beginnt. Relativ ruhig in diesen fremdartigen Ländern. Das vergangene Jahr hat mir einiges an neuen Erfahrungen geliefert aber abgesehen von der Reise nach Shirda war das meiste davon sehr mundan. Ich denke ich werde demnächst eine Depesche aufstellen um meine Zeichnungen und Briefe an meine Eltern zu senden. Ich bin sicher das Mutter gespannt auf Nachricht von mir wartet auch wenn mein letzter Brief aus Fasar sie mittlerweile erreicht haben sollte.

Wir haben die kleine Verschlafende Ortschaft Schirda erreicht. Laut meinen Reisegefährten wird es hier bald zu einem großen Poltischen Umbruch kommen. Ich habe mich trotz einer mahnend stimme im Kopf entschieden erstmal bei dieser Interessanten Gruppe zu verweilen. Ich verbrachte den Tag damit mir den Stausee anzuschauen und mit Delia zu reden. Meine Faszination für sie stieg eher als das sie sich abkühlen würde. Sie ist immer so voller Emotionen und trotzdem weise, wobei sie auch ohne Scheu von ihrer Zunge Gebrauch machen kann. Der Staudamm selbst ist ein interessantes Bauwerk die Oberfläche ist Glatt, ohne Fugen die Länge ist gut über zwei Kilometer die dicke wahrscheinlich mehr als drei an der dicksten stelle. Die Schleusen sind nur erkenntlich durch die Kanäle die dort wegführen ansonsten glatter Stein. Im laufe des Tages erreichte auch Azina das kleine verschlafende Dorf immer noch dem Händler folgend. Ich bezweifle das es einfach sein wird ihren Speer wieder zu erlangen. Der Händler gehört zu der Sorte Mensch der bei einem Unglück zu aller erst darüber nachdenkt wie er daraus Gewinn schlagen kann. Adeptus Nehazet hat sich in der Burg einquartiert nachdem er die von uns ausgearbeitete Version des Rituals vorgelegt hat. Der morgige Tag verspricht interessant zu werden.

2 Praios Nachmittag.

Interessant trifft es nicht. Nach einem gemächlichen Frühstück am morgen schlenderten wir hinauf zum Staudamm. Dort zeigte sich wie nervös der Potentat war. Überall standen Wachen mit bereitgehaltenen Armbrüsten oder Schwertern. Der Zugang zur Staumauer selbst war untersagt. Auch dort standen Wachen als ob irgendjemand über den See schwimmen könnte um den Emir anzugreifen. Delia begleite mich die gesamte zeit und wir unterhielten uns unschuldig über dies und jenes. Dann erblickte sie einen alten „bekannten“ einen Wächter der ihr geholfen hatten in die Burg des selbst ernannten Emirs zu kommen. Dann begann das Ritual. Eine äußerst beeindruckende Gestalt eines elementaren Meisters erhob sich bis zu zehn Schritt hoch über uns und hörte auf die Beschwörung des Emirs. Und dann fing das Chaos an. Das Erzelementar fragte in einem beleidigten Tonfall eines Schuljungen nach seinen Diamanten und als keine Antwort erfolgte regierte es auch genau wie einer in dem es mit all seiner Kraft auf den Staudamm einschlug. Das führte dazu das die Erde rund um den Stausee erbebte schlimm genug das nahezu alle anwesenden Personen hinfielen.

Dies alleine wäre schon ein Desaster gewesen den das Elementar wütete erbost gegen den Staudamm und trug mehr und mehr des beeindruckenden Bauwerks ab. Doch aus irgendeinem Grund fingen die wachen an untereinander zu kämpfen. Und dann trat Delia aus der ängstlichen Menge hervor und zeigte sich ihrem Bekannten. Die Wut im Gesicht des Wächters zeigte deutlich das seine Erinnerungen an Delia nicht nur fröhlicher Natur waren und so entschieden Azina und ich in stummer Übereinkunft Delia in die scheinbare Sicherheit der Menge zurück zu ziehen. Doch der große Wächter Schafte es ohne große Schwierigkeiten uns drei zierlichen Frauen einzuholen und griff ohne inne zuhalten und sich um das Gedränge zu kümmern Azina an. Ich entschloss mich einzugreifen und trat ihm kurzerhand in die empfindlichste stelle. Er war somit kurzerhand und schnell außer kraft gesetzt und erst mal bewegungsunfähig. Leider musste einer der Wächter Adleraugen gehabt haben den er und ein weiter steuerten direkt auf uns zu.

Die Menge war nun nicht mehr zu halten und floh weg vom Stausee. Ich erinnere mich das ich versuchte mich geduckt in der Menge zu halten als urplötzlich eine Frau neben mir einen Bolzen in der Schulter hatte. Einer der Wächter war so wahnsinnig gewesen in die Menge zu feuern vermutlich sogar um mich zu treffen da ich ja seinen Kameraden getroffen hatte. Ich entschloss mich die Frau in Sicherheit zu bringen. Travia sei dank bin ich schwere Arbeit gewohnt und es war kein Problem sie in Sicherheit zu bringen. Als sie in Sicherheit war entschloss ich mich von Rondra beseelt meinen Gefährten zu Hilfe zu eilen. Beide kämpften mit den Wächtern. Mein Entschluss bezahlte ich mit einem Bösen Treffer über meine Rippen. Danach wurde es alles etwas verschwommen ich weis nur noch das wir in einem Moment kämpften und im nächsten die Ferkinas angestürmt kamen. Die verbleibenden Wächter wurden chancenlos niedergemacht und dann als ich mich um die Wunde der durch den Armbrustbolzen verwundeten kümmerte schien es wieder in Ordnung zu kommen. Doch dann zeigte sich das manchmal die Heilung schlimmer ist als die Pest. Ich werde das Geschrei, die Trauer, die Wut und das Entsetzen nicht vergessen als die wilden Ferkinas plötzlich anfingen willkürlich junge Frauen aus den zusammen getriebenen Dorfbewohnern zu stehlen. Immer wieder trat einer der Ferkinas zwischen die bauern und zog ein armes Opfer brutal zu seinem Pferd und dann trat einer von diesen Lüsternen Kerlen auf mich zu. Im Nachhinein war meine Reaktion dumm doch ich konnte nicht anders als die Hand die nach mir Griff weg zuschlagen. Wäre Delia nicht gekommen würde ich jetzt berichten können was mit dem armen verschleppten Frauen passiert. Aber sie kam und stellte sich schützend über mich. Ich bin ihr sehr dankbar dafür und doch bleibt das Gefühl der Schuld. Schuld das die anderen Frauen davon getragen wurden während ich verschont geblieben war. Danach ebbte das rauben nach einer weile ab und plötzlich wie sie gekommenen waren verschwanden die berittenen wieder.

Danach.. Der Emir fand sein endgültiges Ende durch die Hände von Delia der Verbleib von Nehazet war für den Moment unklar nur sein Stab war zurückgeblieben. Wir entschlossen uns ihn in der Burg zu suchen. Auf den Weg dahin mussten wir aber sehr bald rast machen um Azina zu versorgen. Sie hatte während des Kampfes mit den Wachen am meisten Schaden genommen hatte sich aber geweigert gehabt sich versorgen zu lassen. Ich hoffe nur das ihr Stolz sie nicht irgendwann in eine Situation bringt die ihr Vorzeitiges ende bedeuten würde. Müde betraten wir die Burg nur um zu unser erstaunen einen bleich aussehenden Nehazet vorzufinden der wie wir erfuhren Bey dieses Landes geworden ist. Ich war und bin immer noch etwas überrascht das dieser verwirrt wirkende Mann sich so gut auf politischen Parkett behaupten konnte. Als wir uns von der Last befreit Im Tronsaal des Beys ausruhten kam ein Wächter hinein der uns berichtete das der Harem des Beys sich zerfleischen würde. Neugierde packte mich und ich ging zusammen mit Delia zum Harem doch entschloss mich erst mal in einer ruhigen ecke diese Zeilen zu schreiben während der Lärm neben an langsam nachlässt.

Aufbruch

21. Travia 1029 B.F., Hafen von Al’Anfa

 

Es war ein früher Traviamorgen in der Stadt. Die Praiosscheibe würde erst in einer Stunde hinter dem Horizont hervorkommen und das Schwarz der Nacht wich langsam einem Saphirblau. Der Nebel, der sich von den Ausläufern des Flusses Hanfla her über die Stadt wälzte, erweckte den Eindruck eines riesigen, geisthaften Wesens, das die Stadt zu umarmen versuchte.
Obwohl der Dschungel vom Hafen aus noch Meilen entfert war, vernahm man hier erst ein Quäken eines Vogels, dann setzte ein weiterer ein, dann noch einer, bis es nach und nach wie eine Aufführung eines Orchesters anmutete, das durch den Nebel gedämpft bis an die Ohren der wenigen Händler stieß, die langsam begannen, ihre Stände aufzubauen. Die Stadtgarde räumte schon einige über Nacht flüchtig aus ein paar Brettern errichtete Behausungen unter Gepolter, um für den Markt Platz zu schaffen; deren Bewohner hörte man aus der Ferne protestieren, doch nach ein paar dumpfen Schlägen räumten sie wortlos das Feld.
In einer Gasse näherte sich ein Reiter den Hafenanlagen, den der Nebel nur widerwillig freizugeben schien. Das Klickern der Pferdehufe und das leise Schaben von Kettenrüstung auf Stahlplatten, nur leicht gedämpft durch den darüber liegenden, vom Nebel klammen Mantel, mischte sich mit den restlichen Stimmen des Orchesters.
Der Reiter bemerkte die Szenerie am Marktplatz und wenn er darüber nachdachte, dass es ihm und seiner Familie früher ähnlich erging, machte sich in Vard’Han eine Mischung aus Zufriedenheit, Erleichterung und Trauer breit. Zufriedenheit darüber, es in wenigen Götterläufen von einem Straßenjungen aus der niedersten Bevölkerungsschicht zu einem angesehenen Mitglied der Rabengarde und damit der Stadt Al’Anfa geschafft zu haben; Erleichterung, diesem elendigen Dasein endlich entflohen zu sein; und Mitleid mit all den Freunden, die er zurücklassen musste.
Sein Blick schweifte noch ein wenig über die nebelverhüllten Behausungen, die aus der Ferne wie von einem Weißen Seidentuch bedeckte Kisten anmuteten, atmete noch einmal tief durch, sich bewusst, dass er die Stadt, die er so lange seine Heimat nannte, nun für eine lange Zeit nicht wiedersehen würde.
Als der Reiter sich weiter dem großen dunklen Objekt näherte, zeichneten sich immer mehr die Umrisse ab und gleich einem großen Seeungeheuer, das auf ahnungslose Landbewohner wartete, schälte sich eine schwarze Triere der Golgariklasse aus dem Nebel. Ihr großes schwarzes Segel überragte die Hafengebäude knapp und die vielen Ruder, die aus ihrem Rumpf ragten, verliehen ihrdas Aussehen eines Hundertfüßers in Übergröße.
An der Landungsbrücke vernahm Vard’Han zwei Gestalten, die ihm offenbar entgegenschauten. Er steuerte sein Pferd in Ihre Richtung, bis er in ihre nur allzu vertrauten Gesichter blickte. Es waren ein Mann und eine Halbelfin; der erste von beiden in eine schlichte schwarze Kutte gehüllt. Vard’Han sagte nichts, lächelte jedoch beiden kurz zu und nickte Ihnen entgegen, mit dem Mann einen längeren wissenden Blick tauschend.
„Boron mit euch, junger Vard’Han,“ sprach eine weibliche Stimme, die sich als die der Halbelfin Amira Honak, der Kommandantin der Rabengarde entpuppte. „Ich hoffe, ihr seid euch der Wichtigkeit eures Auftrags bewusst. Die … Agenten haben euch sicher schon instruiert. Es ist bereits alles erledigt; die Reisekosten legt euch das Haus Honak aus. Nichtsdestotrotz solltet Ihr euch darauf vorbereiten, die angefallenen Kosten zurückzuerstatten. In anbetracht des Ruhmes, den Ihr vor allem auch in den Augen des Götterfürsten erlangen könnt, ein vergleichbar geringer Aufwand. Eure Kontaktpersonen werden einen dunklen Kragen tragen, auf dem ein mit seidenem Faden ein Stern aufgestickt ist und sich mit der Losung ‚Der Rabe fliegt auch Nachts noch gut‘ zu erkennen geben. Am zielort sucht Ihr die Taverne ‚Zum fetten Schinken‘ auf. Bis ihr dort seid, ist Zurückhaltung das oberste Gebot.“ Sie reichte ihm ein kleines Buch. „Hier habt Ihr eine kleine Lektüre für die Reise, sofern Ihr dazu kommt. Sie wird euch helfen, euch am Zielort zurechtzufinden. Alles gute für euch und möge der Schweigsame eure Schritte lenken und, wenn nötig, verhüllen.“
Er nahm das Buch an sich, nickte nur kurz lächelnd den beiden zu und lenkte die Schritte seines Pferdes auf das Schiff, das auch nur wenige Augenblicke später die Perle des Südens hinter sich ließ. In der Bucht von Al’Anfa vereinte es sich mit einer Flotte von etwa einem Dutzend Schiffen und brach in Richtung Port Corrad auf. Vard’Han ging in Gedanken noch einmal seinen Reiseweg durch, als sich der Himmel von Osten her in ein von Rottönen geprägtes Gemälde verwandelte.
Er würde mit der Triere bis Port Corrad fahren, vorher einen kleinen Zwischenhalt in Port Zornbrecht machen, und die Seidenkaravane ein Stück des Weges nach Mengbilla begleiten. Das wäre der einfachste Teil des Weges, da er sich erstens noch auf dem Gebiet des Rabenpaktes befindet und außerdem die Seidenkaravane die am stärksten Am westlichen Rande Loch Harodrôls entlang würde er über Drôl, Neetha und Methumis auf dem Landweg weiter nach Grangor reisen und dort sollte eine Handelsbarkte ihn mit nach Havena nehmen, von wo aus er über Honingen und Winhall nach Andergast reisen wird. Dort kann besagter Informant namens Travian ihm hoffentlich genauere Hinweise geben.
Dann fiel ihm das Buch wieder ein, das Amira ihm gab und er holte es aus einer Seitentasche seines treuen Pferdes, dem das leichte Schaukeln der Triere nichts auszumachen schien. Das Buch war in mit Wachs getränktes Leinentuch geschlagen. Als er es auspackte, las er den Titel. „Andehrgast fyr den noigirigen Raisenden“ von Traviano di Fellonis. Da er wohl den nächsten Tag auf dem Schiff verbringen würde und nichts zu tun hatte, er kannte sich mit Schiffsverkehr nicht aus, öffnete er den dünnen Einband und begann zu lesen.

Ein Fest um die Macht des Wassers zu feiern

02. Praios 1026 nach Bosparans Fall

Wir saßen gerade in meinem Thronsaal und ich unterhielt mich mit Azina saba Belima, ich denke Ihr gefiel der Vorschlag meinerseits ihrem Onkel Omar al’Alam eine neue Anstellung zu ermöglichen. Zwischenzeitlich wurde der Nachtwind umdisponiert. Als Delia wieder zurückkehrte, offensichtlich war Sie tatsächlich im Harem gewesen, wie vereinbare ich das nur mit Travias Erwählung? Jedenfalls berichtete Sie das die Damen wohl begierig darauf wären sich vorzustellen, möglicherweise mit Travias Aspekt auf Traditionen (?), ja das könnte funktionieren, da ich mich in der Zwischenzeit schon auf den Thron gesetzt hatte und Delia offensichtlich auch teilhaben wollte an dieser äh Vorstellung setzte Sie sich auf eine der Kissen vor dem Thron, die anderen taten es Ihr gleich.
Die Damen wurden hereingeführt und eine Dame welche sich als Abrizah al-Azila vorstellte gesellte sich in meine nähe und stellte die anderen Damen vor, diese anderen Damen begannen sich akrobatisch zu verrenken, ich denke diese Körperfertigkeit wird Tanz genannt, bin mir da jedoch nicht vollkommen sicher, überschreitet es doch alles was ich in diesem Zusammenhang ersichtig wurde bei weitem, gut das letzte mal tanzte ich in Khunchom, ist also schon etwas her, wo war ich, achja die anderen Damen.
Die zweitälteste mit 25 Götterläufen und bewandert im erzählen von Geschichten, vermute ich jedenfalls, wobei die umschreibende Wortwahl etwas seltsam anmutete, hmm wahrscheinlich so ein mhanadischer Ausdruck denn ich weder in Khunchom noch in Punin gewahr wurde, hie0 Isha az-Zahra. Die drittälteste mit 19 Götterläufen, welche wohl in der Kunst der Massage bewandert sei, hieß Nedime ash-Shabra. Und die jüngste unter ihnen war die 16 Götterläufe alte Renahban saba-es-Sulef, jene wurde als Kind in den Harem aufgenommen und von den anderen Damen unterrichtet.
Aber viel fesselnder als die akrobatischen höchstleistungen, von denen ich teilweise gar nicht wusste das jene möglich wären, war die tatsache das zwei der Damen über Thaumatursome verfügten, in dem Besitz von Abrizah al-Azila befand sich ein Diadem welches verzaubert war, eine der anderen Damen trug einen Armreif welcher verzaubert war, beide werde ich mir in nächster Zeit genauer beschauen müssen. Bevor ich so eine wichtige Entscheidung wie die der Shanja treffen wollte, erschien es mir sinnvoll die Damen genauer kennenzulernen, dies teilte ich dann auch Abrizah al-Azila mit.
Später erfuhr ich noch das die Damen um ihren Schutz besorgt waren, was nun wirklich nicht angehen konnte, es wurde schnell eine geeignete Wache, eine Achmad’Sunni, verpflichtet den Harem zu bewachen.
Auch Assaf, der ehemalige Wesir der beiden Vorgänger gesellte sich bald zu uns, er stellte sich als nützlich heraus, ich könnte ihn vielleicht als Assistenten nutzen, der Posten des Wesirs ist ja schon vergeben. Ich fragte ihn dann auch ob sich noch andere Gefangene in dem Kerker befänden und er wusste tatsächlich von dreien, einem Schmied der seine minderwertigen Waren zu überteuerten Preisen veräußerte und zwei Bauern, der eine um die 20 Götterläufe und der andere um die 40 Götterläufe, welchen beiden vorgeworfen wurde die Versorgung der Residenz ihres Herrschers vernachlässigt zu haben. Ich befahl ersteinmal man möge ihnen die Ketten abnehmen, es dauerte zwar etwas bis dies getan wurde, aber es wurde getan. Anschließend ließ ich mir vortragen was genau vorgefallen sei, der Schmied berichtete mir seine Geschichte und ich kamm zu dem Entschluß das es nichts war, was eine Verurteilung zu Kerkerhaft begründen würde, er wurde demenstprechend von mir freigelassen, ferner bot ich ihm an, in meine Dienste zutreten, sollte ihm danach sein. Die beiden Bauern berichteten, genauer gesagt der jüngere der beiden, mir das ihnen das hölzerne Tragestück der Wassereimer zerbrach als Sie Wasser holten und dass Sie dadurch unpünktlich waren, da ich auch dies als unverschuldet ansah, beschloss ich auch jenen die Freiheit zu schenken. Allen vormaligen Gefangenen wurde es gestattet sich vorher zu kräftigen.
Die Gesandschaft des Dorfes, bestehend aus dem Dorfältesten und einem Anverwandten von ihm, sowie der Tochter des Karawansereibesitzers wurde als nächstes vorgelassen. Der Dorfälteste erhielt zuerst das Wort, wir unterhielten uns über einige Dinge, uner anderem war er froh das ein weiser Herrscher nun das Land regieren würde, sei aber etwas verwundert, mit welchem Anspruch ich das Land beherrschen würde, da die Shanja doch vom Winde verweht wäre (gut das waren nicht exakt seine Worte). Ich erzählte ihm von Collegus Rafim Bey ibn Rizwan, welcher nun auch der Emir dieses Landes sei, und das jener mich zum Bey über dieses Land gemacht habe. Dann berichtete er noch wie erleichtert die Bewohner des Dorfes seien, dass das Wasser nun wieder fließe, das aus diesem Grund der heutige Tag ein Feiertag sein solle und jener meinen Namen tragen werde. Als nächstes sprach dann die Tochter des Karawansereibesitzers, Sie wollte versichert sein, dass die karawanserei unabhängig sei, dass es ihnen wieder gestattet sei eigene Wachen anzuwerben und das Sie die alten Abgaben (des vorherigen Emirs, also vor dem letzten Emir) nur zu leisten hätten, ich sah ersteinmal nichts was dagegenspräche, bat mir jedoch aus entsprechende Informationen durchsehen zu wollen um eine gerechte Entscheidung zu treffen. Sie verließ anschließend den Thronsaal. Ich wurde noch herzlich auf das Dorffest eingeladen und sagte auch zu jenes aufzusuchen, wies noch daraufhin, dass die Gefangenen der vormaligen Potentaten frei seien und bat ihn diese doch mit ins Dorf zu geleiten, bzw. umgekehrt.
Anschließend ließ ich nocheinmal nach Assaf schicken, ihm trug ich auf eine Inventurliste von Tulufs (ehemaligen) Karren zuerstellen, dann folgte noch ein geplänkel mit zwei Bey Barschas, welche beide zum Agha befördert werden wollten, ich teilte ihnen mit, dass ich mich alsbald darum kümmern würde, Sie sich jedoch noch zu gedulden hätten.
Nun erst sollten wir die Muße finden, uns umzukleiden, Delia zog sich dafür zurück, da ich wusste, dass ich mich nicht unangemessen entblößen würde entschied ich mich für eine schnellere Variante, ich wechselte von dem Festgewand in das Große Gewand, ersteres war ja etwas beschädigt, dabei bemerkte Collega Peddersen meinen Arm und besah sich auch prompt jenen, offenbar war der Verband nicht nach ihrem Geschmack, sie legte also einen neuen, morgen (oder übermorgen) sollte ich genügend Kräfte gesammelt haben um das eigenständig curieren zu können. Wie es Sitte war legte ich mir anschließend einen Turban an, was auch einige Zeit dauerte, da ich schon länger keinen Turban mehr trug und es beinahe genauso lang her ist das ich sah wie er gewickelt wurde, aber natürlich gelang es mir einen imposanten Turban zu aufzutürmen, ich entscheid mich noch jenen mit einer Saphirbrosche zu verzieren. Auf dem Hof wurde mir dann noch eine Eskorte zur Seite gestellt, der alte Emir musste wirklich ziemlich verhasst sein, Azina saba Belima und ich samt Eskorte begaben uns zum Fest. Assaf erhielt vorher noch frei, dass heißt, wenn er mit seiner aktuellen Aufgabe fertig sei. Collega Peddersen und Delia waren schon vorgeeilt. Unten begneten wir dann erneut Kalkarib dem Sohn des Karawansereibesitzers von El’Trutz, jener wollte wohl sowohl Delia ehelichen als auch Gespräche über Handelsbeziehungen führen, ich vertröstete ihn auf den nächsten Morgen, wollte ich das Dorf doch nicht beschämen und Ihr Fest durch schnöde Verhandlungen beleidigen. Delia sollte ihm das Land zeigen, so er das wünschte, ferner erhielt er ein Quartier in meiner Burg (zu einem Palast sollten noch einige Umbauten stattfinden).
Danach wollte die Dorbevölkerung eine Rede von mir hören, ich versuchte mein bestes, um zu verdeutlichen das ich es als notwendig ansah, dass alle hart arbeiten werden müssen um das Land wieder in ein Kleinod unter den Tulamidischen Staaten zu verwandeln, das es uns aber möglich sein wird, dies gleichsam wie eine Oase, die sich in der Khom erhebt, das Land wieder in einen fruchtbaren Garten zu wandeln, welcher uns Reichtum und Wohlstand brächte und das diesem Ort großes bevorstünde. Natürlich war es ein voller Erfolg. Diese Rede hielt ich noch einige male, mir fiel auf, dass die Damen, welche mir Tee und andere Erfrischungen reichten, ziemlich freizügig für so eine ländliche Region waren, meine arkane Visitation musste ich aufgrund meiner schon stark beanspruchten Kräfte abbrechen, nunja in den nächsten Tagen werde ich wohl genügend Zeit haben um entsprechendes durchzuführen.

Der Abend neigte sich dann auch rasch dem Ende zu, und ich schlief mit Gedanken und Plänen über das kommende ein.

Abschied naht

Herzhaft gähnt Azina in ihren linken Handrücken. Erschöpfung beginnt sich in ihren Gliedern breit zu machen. Dennoch bleibt sie standhaft auf ihrer Position.

Ach, ich bin es überdrüssig, noch länger hier zu verweilen. Das Fest war zwar ganz amüsant – vor allem die sichtliche Überforderung von Nehazets, der sich vor „Angeboten“ kaum retten kann – aber dennoch ist es an der Zeit diesen Gestaden den Rücken zu kehren.

Zu lang lastet diese Bürde … diese Schuld … diese Schande !! … bereits auf mir. Es wird Zeit sich dem zu stellen, wovor es mir seit zwei Götterläufen graut. Dem Heimweg und der Begegnung mit all dem Spott und all der Häme, welche mir noch bevorstehen. Das Treffen mit Sefira ist zuweilen offen. Ihre Reaktion auf ihre Schmach und ihre Demütigung steht noch aus sowie die Einhaltung des Versprechens, das sie mir über den Dächern von Fasar im Angesicht des Todes gab. Wird sie sich daran halten?

Hinzu kommt, dass Tante Tulmirya mir mitteilte, dass meine Mutter Belima erkrankt ist. Vielleicht sollte ich Jane bitten mich zu begleiten, eventuell weiß sie einen Rat.

Stumm schüttelt Azina über sich selbst verärgert den Kopf.

Nein, das geht nicht. Ich muss diesen Gang allein antreten. Mich selbst meiner Schuld stellen. Außerdem werden ja wohl fähige Heiler vor Ort sein, um das Nötige zu veranlassen. Und falls nicht, werde ich jemanden beauftragen, der es tut!

Des Weiteren habe ich eine offizielle Aufgabe des hiesigen Beys zu erledigen: Ich muss Omar al’Alam einen wichtigen Brief überbringen.

Kalkarib hinter sich her führend, schlendert Delia urplötzlich in das Sichtfeld der jungen Aranierin. Verträumt blickend zeigt die Hexe dem Karawansereissohn die Schönheit des Steppendorfes im späten Sonnenuntergang. Jane ist wieder einmal in eine konstruktive Debatte mit Bey Nehazet verstrickt. Beide ringen verbal wuchtig um den besseren Ansatz, während die Dorfbewohner den 1. Nehazet ausgelassen mit Tanz und Gesang feiern und betrinken. Nur drei Lichter fallen dem aufmerksamen Betrachter auf: Das Eine ist das flammende Ende eines Magierstabes, der wild den Gesten seines Trägers folgt. Die anderen beiden sind unscheinbar wie auffällig, da sie schwächer erstrahlen undeine andere Färbung aufweisen. Das kalte eisblau des einen der Zwölfen entströmt von Azina, die reglos hinter dem neuen Potentaten steht und ihren erhabenen Blick nun wehmütig in die Ferne gen Rahja schweifen lässt…

Es schmerzt mich … doch …, sie verlassen zu müssen. Wie sie leben und sich freuen. Die Lebensfreude dieser Menschen ist unglaublich. Wir werden uns wieder sehen, meine Freunde, da bin ich sicher.

Mutter!

Halte durch, ich komme heim.

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Gedanken der Azina

Die Hexe und der Novadi

*Auf dem Weg von den Feierlichkeiten zur Feste*

Dieser Mann ist wirklich unglaublich! Wie mitten aus dem Nichts erschien er und mischte sich in meinen Kampf ein. Ich hätte diesen widerlichen Fettwanzt auch ohne seine Hilfe niederringen können. Dann besaß er noch die Frechheit auf meinen Stab zu treten und jenen mir zu entwenden. Gut er gab ihn mir zurück… ABER!
Doch dann wollte er mich noch vor aller Augen bloßstellen. Das kam aber anders als er dachte. Schließlich war es der große Krieger der kleinlaut um eine eher private Unterhaltung bat. Oh war mir das eine Freude.

Meine Gedanken sind uneins… einerseits ist seine ganze Lebensart, Weltanschauung … einfach alles… so gegen meine eigene… doch andererseits faziniert mich jede Geste und jeder Satz… Noch nie war ein Mann so dreist und noch nie so undurchschaubar für mich. Natürlich könnte ich mit einem Zauber seine Gefühle erspüren, doch das wäre langweilig… Reizvoll aber langweilig.
Er scheint sich stark zu mir hingezogen zu fühlen, verbrigt diese Gefühle doch sehr gut hinter einer eisernen Mine und verwirrenden Ausreden.

Ich mache mir auch Sorgen um ihn. Was ist mit seiner Familie… wie fast sie das alles auf. Er der älteste Sohn und eine Ungläubige. … Oh man… was passiert nur mit mir?…. und was passiert wenn er erfährt wer, was und wie alt ich bin…

— Delias Gedanken —

 

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