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Das Tagebuch füllt sich

1 Praios 1026 BF

Ein neues Jahr beginnt. Relativ ruhig in diesen fremdartigen Ländern. Das vergangene Jahr hat mir einiges an neuen Erfahrungen geliefert aber abgesehen von der Reise nach Shirda war das meiste davon sehr mundan. Ich denke ich werde demnächst eine Depesche aufstellen um meine Zeichnungen und Briefe an meine Eltern zu senden. Ich bin sicher das Mutter gespannt auf Nachricht von mir wartet auch wenn mein letzter Brief aus Fasar sie mittlerweile erreicht haben sollte.

Wir haben die kleine Verschlafende Ortschaft Schirda erreicht. Laut meinen Reisegefährten wird es hier bald zu einem großen Poltischen Umbruch kommen. Ich habe mich trotz einer mahnend stimme im Kopf entschieden erstmal bei dieser Interessanten Gruppe zu verweilen. Ich verbrachte den Tag damit mir den Stausee anzuschauen und mit Delia zu reden. Meine Faszination für sie stieg eher als das sie sich abkühlen würde. Sie ist immer so voller Emotionen und trotzdem weise, wobei sie auch ohne Scheu von ihrer Zunge Gebrauch machen kann. Der Staudamm selbst ist ein interessantes Bauwerk die Oberfläche ist Glatt, ohne Fugen die Länge ist gut über zwei Kilometer die dicke wahrscheinlich mehr als drei an der dicksten stelle. Die Schleusen sind nur erkenntlich durch die Kanäle die dort wegführen ansonsten glatter Stein. Im laufe des Tages erreichte auch Azina das kleine verschlafende Dorf immer noch dem Händler folgend. Ich bezweifle das es einfach sein wird ihren Speer wieder zu erlangen. Der Händler gehört zu der Sorte Mensch der bei einem Unglück zu aller erst darüber nachdenkt wie er daraus Gewinn schlagen kann. Adeptus Nehazet hat sich in der Burg einquartiert nachdem er die von uns ausgearbeitete Version des Rituals vorgelegt hat. Der morgige Tag verspricht interessant zu werden.

2 Praios Nachmittag.

Interessant trifft es nicht. Nach einem gemächlichen Frühstück am morgen schlenderten wir hinauf zum Staudamm. Dort zeigte sich wie nervös der Potentat war. Überall standen Wachen mit bereitgehaltenen Armbrüsten oder Schwertern. Der Zugang zur Staumauer selbst war untersagt. Auch dort standen Wachen als ob irgendjemand über den See schwimmen könnte um den Emir anzugreifen. Delia begleite mich die gesamte zeit und wir unterhielten uns unschuldig über dies und jenes. Dann erblickte sie einen alten „bekannten“ einen Wächter der ihr geholfen hatten in die Burg des selbst ernannten Emirs zu kommen. Dann begann das Ritual. Eine äußerst beeindruckende Gestalt eines elementaren Meisters erhob sich bis zu zehn Schritt hoch über uns und hörte auf die Beschwörung des Emirs. Und dann fing das Chaos an. Das Erzelementar fragte in einem beleidigten Tonfall eines Schuljungen nach seinen Diamanten und als keine Antwort erfolgte regierte es auch genau wie einer in dem es mit all seiner Kraft auf den Staudamm einschlug. Das führte dazu das die Erde rund um den Stausee erbebte schlimm genug das nahezu alle anwesenden Personen hinfielen.

Dies alleine wäre schon ein Desaster gewesen den das Elementar wütete erbost gegen den Staudamm und trug mehr und mehr des beeindruckenden Bauwerks ab. Doch aus irgendeinem Grund fingen die wachen an untereinander zu kämpfen. Und dann trat Delia aus der ängstlichen Menge hervor und zeigte sich ihrem Bekannten. Die Wut im Gesicht des Wächters zeigte deutlich das seine Erinnerungen an Delia nicht nur fröhlicher Natur waren und so entschieden Azina und ich in stummer Übereinkunft Delia in die scheinbare Sicherheit der Menge zurück zu ziehen. Doch der große Wächter Schafte es ohne große Schwierigkeiten uns drei zierlichen Frauen einzuholen und griff ohne inne zuhalten und sich um das Gedränge zu kümmern Azina an. Ich entschloss mich einzugreifen und trat ihm kurzerhand in die empfindlichste stelle. Er war somit kurzerhand und schnell außer kraft gesetzt und erst mal bewegungsunfähig. Leider musste einer der Wächter Adleraugen gehabt haben den er und ein weiter steuerten direkt auf uns zu.

Die Menge war nun nicht mehr zu halten und floh weg vom Stausee. Ich erinnere mich das ich versuchte mich geduckt in der Menge zu halten als urplötzlich eine Frau neben mir einen Bolzen in der Schulter hatte. Einer der Wächter war so wahnsinnig gewesen in die Menge zu feuern vermutlich sogar um mich zu treffen da ich ja seinen Kameraden getroffen hatte. Ich entschloss mich die Frau in Sicherheit zu bringen. Travia sei dank bin ich schwere Arbeit gewohnt und es war kein Problem sie in Sicherheit zu bringen. Als sie in Sicherheit war entschloss ich mich von Rondra beseelt meinen Gefährten zu Hilfe zu eilen. Beide kämpften mit den Wächtern. Mein Entschluss bezahlte ich mit einem Bösen Treffer über meine Rippen. Danach wurde es alles etwas verschwommen ich weis nur noch das wir in einem Moment kämpften und im nächsten die Ferkinas angestürmt kamen. Die verbleibenden Wächter wurden chancenlos niedergemacht und dann als ich mich um die Wunde der durch den Armbrustbolzen verwundeten kümmerte schien es wieder in Ordnung zu kommen. Doch dann zeigte sich das manchmal die Heilung schlimmer ist als die Pest. Ich werde das Geschrei, die Trauer, die Wut und das Entsetzen nicht vergessen als die wilden Ferkinas plötzlich anfingen willkürlich junge Frauen aus den zusammen getriebenen Dorfbewohnern zu stehlen. Immer wieder trat einer der Ferkinas zwischen die bauern und zog ein armes Opfer brutal zu seinem Pferd und dann trat einer von diesen Lüsternen Kerlen auf mich zu. Im Nachhinein war meine Reaktion dumm doch ich konnte nicht anders als die Hand die nach mir Griff weg zuschlagen. Wäre Delia nicht gekommen würde ich jetzt berichten können was mit dem armen verschleppten Frauen passiert. Aber sie kam und stellte sich schützend über mich. Ich bin ihr sehr dankbar dafür und doch bleibt das Gefühl der Schuld. Schuld das die anderen Frauen davon getragen wurden während ich verschont geblieben war. Danach ebbte das rauben nach einer weile ab und plötzlich wie sie gekommenen waren verschwanden die berittenen wieder.

Danach.. Der Emir fand sein endgültiges Ende durch die Hände von Delia der Verbleib von Nehazet war für den Moment unklar nur sein Stab war zurückgeblieben. Wir entschlossen uns ihn in der Burg zu suchen. Auf den Weg dahin mussten wir aber sehr bald rast machen um Azina zu versorgen. Sie hatte während des Kampfes mit den Wachen am meisten Schaden genommen hatte sich aber geweigert gehabt sich versorgen zu lassen. Ich hoffe nur das ihr Stolz sie nicht irgendwann in eine Situation bringt die ihr Vorzeitiges ende bedeuten würde. Müde betraten wir die Burg nur um zu unser erstaunen einen bleich aussehenden Nehazet vorzufinden der wie wir erfuhren Bey dieses Landes geworden ist. Ich war und bin immer noch etwas überrascht das dieser verwirrt wirkende Mann sich so gut auf politischen Parkett behaupten konnte. Als wir uns von der Last befreit Im Tronsaal des Beys ausruhten kam ein Wächter hinein der uns berichtete das der Harem des Beys sich zerfleischen würde. Neugierde packte mich und ich ging zusammen mit Delia zum Harem doch entschloss mich erst mal in einer ruhigen ecke diese Zeilen zu schreiben während der Lärm neben an langsam nachlässt.

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