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Aufzeichnungen, Gedanken und Theorien Nehazets

Das ich zwischen alldem Trubel der letzten Zeit überhaupt ab und zu mal einige klare Gedanken fassen konnte ist schon erstaunlich, bei einem durchforsten meiner Aufzeichnungen fiel mir jedoch auf, dass meine Forschungen, Berichte und Theorien nicht allzu weit gediehen sind. Ein Zustand den ich umgehend ändern muss, schließlich habe ich nicht vor Zeit meines Lebens als Adeptus in Hammerschlag zu verweilen.

Nun ersteinmal zu den Aufzeichnungen, diese sind bezüglich der erlebten Ereignisse akzeptabel, einige wenige Erlebnisse werde ich noch nachtragen müssen, aber die Aufzeichnungen dürften am weitesten sein.

Theorien, das ist schon schwieriger, an seine Magnifizienz Meister Robak von Punin habe ich eine kurze Beschreibung zweier Theorien zur Beschreibung des Phänomens der dunklen fibrillis arcana geschickt. Die Vorarbeiten zu meinem eigenen Projekt sind auch fertig, doch für die Berechnungen muss ich noch weitere Studien abhalten.

Meine Berichte für die Academia Arcomagica müssen auch demnächst verschickt werden, ich werde sie zusammen mit meinen Brief an Collegus Biscarat Manzanares versenden.

Wieder zu den wichtigeren dingen, irgendwie sollte ich jemand dazu bekommen, diese lästigen profanen Angelegenheiten zu regeln, ob ein Dschinn dafür geeignet wäre?

Erklärung bezüglich des Phänomens der dunklen fibrillis arcana (siehe Vorfall Blutmagier), wie ich schon in meinen Brief an seine Magnifizienz Meister Robak von Punin deutlich machte, ergeben sich für mich mindestens zwei Theorien. Aufgrund meines, für diesen fall, unzureichenden Wissens über die Theoretica Sphairologica äußerer Systeme, handelt es sich nur um eine grobe Ansammlung. Durch die gleichartige Ausrichtung der Astralteilchen im übergeordneten Astralfeld erscheint für uns arkanes Wirken in aller Regel, unter Betrachtung der klassischen Canti, als stark illuminiert, wie würde sich das Erscheinen der Astralteilchen jedoch ändern, wenn die gebundenen Astralteilchen eines arkanbegabten, nicht der gleichartigen Ausrichtung des übrigen Astralfeldes folgen? Es würde sich eine Anomalie ergeben, wahrscheinlich in begrenztem Umfelde, mindestens jedoch im Bereich der von ihm gewirkten Canti. Woher ein arkan Kundiger stammt ist normalerweise nicht so wichtig, Zauber benötigen Energie, und anscheinend ist Kraft = Kraft (was uns einiges an Ärger ersparren sollte, sollten wir in Nebenwelten wandeln). Allerdings halte ich eine Einstimmung auf das umgebende Feld für schwerer, da der arkan begabte an ein anderes Feld gewohnt ist (und somit an andere Schwingungen).

Nun zu meinem persönlichen Forschungsinteresse. Die Canti Odem Arcanum, Analys Arcanstructur und Oculus Astralis sind weit verbreitet und bekannt, sie dienen zur Anschauung der vis arcana, welche gemeinhin als Bestandteil des Sikaryans angesehen wird. Ein weiterer Cantus weist eine ähnliche Funktion auf, der Exposami Cantus, ob dieser nun die Lebenskraft (vis vita) oder das Sikaryan (vis arcana und vis vita) sichtbar macht ist allgemeinhin umstritten. Doch wenn der Exposami Cantus das Sikaryan sichtbar machen sollten, wovon ich im folgenden nicht ausgehe, müsste zumindest eine bedingte arkane Analyse möglich sein, da die vis arcana ein teil des Sikaryans ist. Da jedoch rein arkane Wesen nicht mittels Exposami Cantus aufzuspüren sind, erscheint es mir unlogisch davon auszugehen das der Exposami Cantus das Sikaryan in seiner gänze sichtbar macht, nein ich denke als Schlussfolgerung bleibt nur die Sichtbarmachung der vis vita. Ein verfeinerter Exposami Cantus, im Prinzip ein Analys Vitalstructur könnte für die magica curativa praktisch sein. Als Schritt danach ergibt sich logischerweise die Kombination des Analys Arcanstructur mit dem, bislang, theoretischen, Analys Vitalstructur um einen weiteren neuen Cantus zu formen, einen, ebenfalls theoretischen, Analys Sikaryanstructur. Theoretisch wäre es so denkbar, falls die vorhergehenden Überlegungen korrekt waren, müsste sich mittels Modifikationen von Oculus Astralis, zu theoretischen Oculi Vitalis und Sikaryanis, neben der Sichtbarmachung des übergeordneten Astralfeldes auch die übergeordneten Vital- und Sikaryanfelder nicht mehr der Forschung entziehen. Nicht zu vergessen das solche Canti auch notwendig wären um präziser bestimmen zu können, in wiefern die gläsernen Sphären einen Einfluss auf den Corpus des betroffenen ausüben.

Kraftlinien, ich habe in Hammerschlag mehrere Orte Elementarer Affinität vorgefunden, eine Burg mit den Zeichen der Luft und des Eises, einen Steinkreis mit den Symbolen des Feuers, des Erzes und des Humus, eine magische Quelle (dem Elemente Wasser affin) und eine alte Akademie, den Elementen Luft und Erz zugeordnet. Weitere Untersuchungen sollten zeigen ob diese Orte untereinander verbunden sind, das auftauchen eines Elementaren Trigramms wäre von Bedeutung, würde es doch neben dem Elementaren Hexagramm eine weitere Ansammlung an Elementar affinen Kraftlinien darstellen.

Ferner verbleiben noch die Überreste des unbekannten Anwenders arkaner Macht, unter diesen fällt vor allem die gläserne Sphäre auf, ich sollte sie als befristete Leihgabe an eine der Institutionen geben, welche für das Gebiet geeignet erscheint, darunter würden die Academia Arcomagica fallen, die Schule der Hellsicht zu Thorwal und das Drachenei zu Yash-Hualay, mögliche andere Kandidaten wären die Halle des Quecksilbers zu Festum und das Institut der arkanen Analysen zu Kuslik. Wahrscheinlich wäre es das sinnvollste alle aufgelisteten Akademien schriftlich zu informieren und eine entsprechende Antwort abzuwarten.

So viel zu tun und so wenig Zeit, wieder nimmt mich ein anderes Projekt in Beschlag.

Vögel, Skulpturen und Vogelskulpturen

Kurz nach dem Ball der Frau Tamerlein wurde Sieghelm nach Hammerschlag geordert um seiner Tätigkeit als Hauptmann der Infanterie der Wache – oder so etwas in der Art – gerecht zu werden.

Nun sind zwei Personen einer davon ein träumerischer Magier nicht gerade dazu prädestiniert, sich in irgendeine Versteckte Magierakademie zu begeben und dort nach verborgenen – und möglicher Weise gefährlichen – Geheimnissen zu forschen. Noch dazu, wo Nicolo uns auf mysteriöse Weise verlassen hat. Bis die Angelegenheiten über Nicolos Verbleib geklärt und vor allem meine Verhältnisse in Hammerschlag geordnet sind, wendete Nehazet sich gen Gratenfels, um einen Magier aufzusuchen. Ich begleitete ihn. Meine Bezahlung für diese Begleitung scheint ebenso unter den Tisch zu fallen, wie die Bezahlung des Magiers für seine zauberischen Dienste. Nicht dass mein bescheidener Lohn mit dem des Adeptus’ vergleichbar wäre…

Ich stellte mich also auf eine gemütliche Reise ein. Wer konnte denn schon ahnen, dass wir uns im Zentrum einer Belagerungsarmee befinden werden?

Alles Begann mit einem ohnmächtigen Halbelfen vor uns zusammenbrach. In der Hand hielt er eine merkwürdige Statue in Form eines Paradiesvogels. Er stammelte irgendetwas von: „Er kommt! Seht ihr es nicht? NEEEIIIINN.“ Dies wiederholte er oft und brach jedes Mal ohnmächtig zusammen. Da inzwischen heftiger Regen einsetzte blieb uns nur die Möglichkeit, DAS Gasthaus aufzusuchen. Das Gasthaus als Zentrum gegenwärtiger und vergangener Tragödien. Im Gasthaus trafen wir auf einige bemerkenswerte Personen. Unter ihnen befand sich auch ein gewisser sehr hilfreicher Magister Tsukasa. Schon kurz nach unserer Ankunft trug es sich zu, dass hunderte Vögel einem dämonischen Befehl gehorchend uns und das Gasthaus angriffen. Tapfer verteidigten wir unsere Zuflucht gegen das pervertierte Geflügel. Auch wenn ich unerwartete Schwierigkeiten mit ein Paar Gänsen hatte. Travia sei mir gnädig. Aber diese Vögel sind nicht zu bändigen. Selbst halb tot greifen sie wild an.

Immerhin war kein Papagei dabei…

Der Schlüssel zu des Rätsels Lösung lag wörtlich unter der Türschwelle! Eine Gläserne geflügelte Schlangenstatue enthielt ein feines Pulver. Der Rauch des verbrannten Pulvers gab die Runen an den Wänden des Kellers und somit den Eingang zu einem Labyrinth preis. Aus Erfahrungsberichten lasen wir zuvor von den tödlichen Fallen der Katakomben und einem Ausgang in erreichbarer Nähe. Dank dir, Firun, für die Kraft, den tödlichen gewundenen Tunnel zu erschließen.

Unweit vom Gasthaus entfernt, trafen wir unterirdisch auf die Quelle der dämonischen Präsens. Ein Gefäß umringt von Vogelstatuen. Nur eine Statue fehlte. Die Vögel erreichten ebenfalls diesen Ort und zwangen uns schnell zu handeln. Dazu schickten wir uns an, die Statue des Paradiesvogels an seinen vorgesehenen Platz zu stellen. Die Stimme des Dämons befahl uns jedoch das Gegenteil. Wir kämpften uns Schritt für Schritt unter Einsatz sämtlicher körperlichen und mentalen Kräfte näher an das Zentrum des Bösen heran. Schließlich gelang es uns gemeinsam die Statue des Paradiesvogels an die rechte Stelle zu platzieren und dem Koschammerkönig den alten angebrochenen Schutzzauber wieder aufzuerlegen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätten wir versagt.

Mit graust es heute noch. Manchmal denke ich, Nehazet hat Recht. Der Ärger zieht uns gerade zu an oder ziehen wir den Ärger an? Ich weiß nicht, ob ich die richtige Begleitung für ihn bin. Er scheint mehr das Innenleben eines sicheren Hauses zu lieben als das Gefahren der Außenwelt. Vielleicht ist Travia doch die richtige Wahl für den Guten.

In meinen Fall kann ich nur sagen:

Was mich nicht umbringt macht uns nur stärker.

Nicht wahr Firun?

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Gedanken der Azina

Die (Wieder-)Entdeckung und der Verlust eines der legendären Gefäße Rohals

Azina und ich begaben uns auf den, mühsamen, Weg nach Gratenfels, dort wollten wir einen Collegus aufsuchen. Doch bevor wir unser Ziel erreichten gerieten wir, zuerst in strömenden Regen und an einen Händler der uns Küchenutensile verkaufen wollte, sollte das ein Zeichen sein (?), und anschließend (eine Stunde später oder so nehme ich an, ich sollte mir ein Vinsalter Ei zulegen) trafen wir auf einen (leicht bis deutlich) verwirrten Halbelf, welcher eine interesannte Statue bei sich trug (ein Paradiesvogel aus Lapislazuli, Symbol des Aves, die Staue hätte Zafir bestimmt gefallen). Da wir in der nähe eines Gasthauses waren, welches einen recht interesannten Namen trug, “zum schwarzen Keiler”, und da es bei diesem Wetter einem Todesurteil gleich käme ihn liegen zu lassen, schleiften wir ihn in dieses Gasthaus. Natürlich wären wir auch so in diesem Gasthaus geblieben, doch aufgrund der kommenden Ereignisse mussten wir länger in diesem Gasthaus verweilen. In dem Gasthaus traf ich einen, alten (der begriff erscheint mir nicht ganz korrekt in diesem Zusammenhang), bekannten Magister Tsukasa aus Belhanka, welch ein Zufall oder doch nicht? Weitere interessante Gäste waren Collegus Magister Eulertin aus Brabak, eine Tochter Satuarias Teke Simmerkerch, ein Zwerg namens Meister Greifax und eine Tulamidin namens Phecaria aus Tannendohl. Collegus Magister Eulertin war vor Ort um sich mit einem magischen Experiment zu beschäftigen, welches nicht ganz so verlief wie er es sich vorstellte. Sein Experiment endete in einer Katastrophe, zuerst vermutete ich einen Kontrollverlust bei Wirkung der Invokativen Magie oder einer mangelnden Genauigkeit bezüglich der Instruktionen an die heptashährische Wesenheit, später gesellte sich noch eine weitere Erklärungsmöglichkeit dazu. Warum er tödliche Pfeile herstellen wollte, teilte er uns leider nicht mit. Auch gefiel es ihm wohl nicht das Collegus Tsukasa und ich uns mit ihm, etwas, intensiver auseinander setzten. Das erste mal das mir auffiel, das etwas in dem Bereich des Gasthauses, ungewöhnlich war, bei erster Untersuchung des Zimmers von Collegus Eulertin mittels modifiziertem Odem Arcanum Cantus. Bei späterer und genauerer Analyse mittels Oculus Astralis Cantus erkannte ich deutlich eine machtvolle dämonische Aura, welche Merkmale der Agrimothschen Domäne aufwiesen. Collegus Eulertin bestätigte meine Erkenntnisse, als ich ihm das astrale Geflecht mittels Auris Nasus Oculus Cantus, beschränkt auf Visuelle Information, darstellte und verfeinerte seine Aussage dahingehend, dass es sich um einen mehrgehörnten Dämonen mindesten sechgehörnt, vielleicht acht- bis neungehörnt handelt, auch die Möglichkeit einer Einflussnahme (und somit der Implementation eines nicht einkalkulierten Risikofaktors) in seinem Experiment. Weiterhin erkannte ich einen ausgebildeten Astralcorpus bei Teke Simmerkerch, Raxan Schattenschwinge kannte sie nicht. Außerdem erkannte ich ein aktives Thaumatursom der magica mutanda, nachdem das Thaumatursom von seinem Zielobjekt entfernt wurde, verwandelte sich der Praiossänger in eine tulamidische Dame, was mir aufgrund meines inaktiven profanen visuellen Sinnes erst später auffiel, ich war sowieso eher mit dem Thaumatursom beschäftigt. Nachdem mein profaner visueller Sinn wieder aktiv wurde und wir uns mit der Dame unterhielten, erfuhren wir das sie Phecaria aus Tannendohl hieß und wohl schon länger unter der Auswirkung dieses Thaumatursoms litt, interessanter war in dem Zusammenhang unseres dämonenproblems die Erwähnung das sie eine Stimme in ihrem Kopf vernahm. Das interessierte mich doch sehr, und da ich mir sicher war, dass von dem Thaumatursom keine Gefahr ausginge, streifte ich den Ring um. Ich verwandelte mich in situ in einen Vogel, ausgerechnet in eine Gans, doch eine Stimme vernahm ich nicht. Leugnen will ich nicht das eine fremde Entität versuchte sich meines Geistes zu bemächtigen, doch dies gelang ihr natürlich nicht. Nachdem ich alles erfuhr, was ich für wichtig erachtete, streifte ich mit meiner Kralle den Ring ab. Ich verwandelte mich zurück, das Thaumatursom ist leider erschöpft, ich werde es nach Punin schicken. Zumindest erklärte dies das absonderliche Verhalten der Vögel. Collegus Tsukasa untersuchte die entwandelte Dame und die Paradiesvogel Statuette, die entwandelte Dame war nicht arkan begabt, die Statuette war jedoch höchst interessant. Sie wies Sprüche der magica communicatia, der magica contraria, der magica transformatrica, magica vis und der magica theoretica jeweils gebunden mittels Arcanovi Cantus. Die Stautette wies eine Inschrift in Nanduria auf ihrem Sockel auf, “Sein Horizont (ist) Hoffnung, Sein Gefieder Kühnheit, Sein Blick ruht auf dir, R.” (nachträglich ist zu vermuten, dass R. für Rohal selbst steht). Der ehemalige Wirt Gimbel erzählte uns, das diese Statue und eine andere vor der Gründung dieses Gasthauses gefunden wurden. Bei der anderen Statue handelte es sich um eine Glasstatue welche eine geflügelte Schlange darstellte, je nach Ausarbeitung entweder ein Diener Lolgramoths oder ein Symbol der Alchimisten. Es stellte sich als alchimisten Symbol heraus, mit einer weiteren Inschrift in Nanduria, “Nicht Besitz verleiht Erkenntnis, sondern Aufgabe und Opferung”. Bevor wir diese Statue fanden, gab unser von Noiona überschütteter unter Wirkung eines Psychostabilis Cantus, etwas von sich das endlich mal nach etwas halbwegssinnvollen klang, grob gesagt, “Finde die Gläserne die Schlüssel und verschlossen ist und schau die Schlange die kunstvoll und kunstreich ist und entzünde mit dem Pulver ein Feuer damit sichtbar wird was nicht sichtbar ist streut Opfer damit die Wand verwandelt”. Das einfachste wäre die Schlange zu zerbrechen, doch mir erschien es als zu ungesichert, könnte doch der Hinweis, falls er überhaupt korrekt sein sollte, auch so zu deuten sein, das neben der Schlange noch ein anderes Gläsernes Gefäß existieren könnte, doch der Spruch auf der Schlange legte den Schluss nahe das sie zerbrochen werden sollte. Kurzum sie wurde zerstört und ein gelbes Pulver kamm zum vorschein, Collegus Tsukasa verbrannte dieses mittels der Ewigen Flamme und es kamm in sieben Sprachen eine Botschaft, nun zumindest bezüglich sechs der sieben Sprachen bin ich mir sicher das es sich um die gleiche Botschaft handelte womit der Schluss nahe lag das auch die siebte Botschaft den vorhergehenden glich. Die Botschaft war in Tulamidya, Garethi, Rogolan, Isdira, Bosparano, Aureliani und in einer mir unbekannten Sprache/Schrift verfasst. Es war jedoch erkenntlich das es sich um eine Nachricht Rohals des Weisen handelte, es deutete alles darauf das er einen Hinweis auf seine Gefäße, jene legendären Thaumatursome in die er hoch potente Dämonen bannte um diesen den Zugriff ruchloser Dämonologen zu entziehen. Wir fanden auch den Zugang zu den Ruheort des letzten der hiesigen Gefäße, es war eine manshohe Statue eines Greifen, umgeben von sieben Sockeln mit sechs Vogelstatuen, die siebte trugen wir bei uns. Azina begab sich zu der Stelle auf die die Paradiesvogelstatue gehörte, hielt jedoch plötzlich inne und brach zusammen, Collegus Tsukasa und ich begaben uns zu ihr, wobei ich zuerst aufschloss und mich ungefähr einen halben Schritt weiterbewegte, danach musste ich ersteinmal innehalten und meine Kräfte sammeln. Collegus Tsukasa dachte an seine kenntnisse in der magica moventia und hielt mich an die Statue nach oben zu halten, ich tat dies und Collegus Tsukasa wirkte einen Motoricus Cantus. Damit hiefte er die Statue zwar auf den Sockel, jedoch plazierte er die Statue nicht präzise genug. Als weiterer Störfaktor kammen die Vögel hinzu, dieses vermaledeite Gefieder setzte sich doch tatsächlich auf den Sockel und versuchte die Statue wegzudrücken, das lies ich mir nicht gefallen ich überlegte und kamm zu der Entscheidung, dass ein Flim Flam Cantus in der Modifikation einer raschen und kurzfristigen Illumination zu wirken das sinnvollste wäre, leider kalkulierte ich einige der Störfaktoren in der Hektik nur ungenügend ein und der Cantus misslang. Der Dämon versuchte mich, die anderen wahrscheinlich auch, zu überreden ihn doch zu befreien, ich kann nicht glauben das irgendjemand mit gesunden Verstand auf seinen Vorschlag eingehen würde. Als ich seinen Namen wissen wollte antwortete er nicht, ich bezweifle das es an meiner vorherigen etwas unwirrschen Äußerung lag ruhig zu sein. Nach einiger Zeit gelang es mir den Sockel zuerreichen, die Vögel probierte ich prinzipiel zu ignorieren, aus zwei Gründen erstens ging ich davon aus, dass das Verhalten der Vögel sich rasch ändern (normalisieren) würde, und zweitens verfügte ich noch über ein Heilwasser das die entstandenen Verletzungen zu heilen vermögen sollte. Ich rückte die Statue so das sie ihre Wirkung wieder in gänze entfalten könne und die Vögel ließen von uns ab. Meinem Vorschlag alle acht Statuen in die Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis zu schaffen wurde jäh gestört da einige Tage später eine Abordnung jener extremst fanatischen Angehörigen des Sonnengottes gehießen Bannstrahler erschien. Da die es einfach wagen ein so bedeutendes Artefakt Rohals zu entwenden, was denken die sich, auf Praiosgeweihten Boden herrschen doch Arcanae Interdictae, die Thaumatursome müssten folglich ihre gebundene Magie verlieren, resultatio wäre die Befreiung des Dämons, welcher im besten falle vergehen mag, im schlimmsten falle von dem Tempelgrund zu entschwinden mag, jedoch wird eines der Vermächtnisse Rohals mit den Füßen getreten. Es wäre Nandus und Hesinde gefälliger diese Thaumatursome nach Punin zu senden und diese dort untersuchen zu lassen. Ach und ein Botenreiter Dienst schuldet mir noch 494 Silbertaler, durch die tatsache der aufgefundenen Leiche des Botenreiters, bezweifle ich jedoch das ich das Silber erhalten werde. Der Narr ist doch tatsächlich einfach hinausgerannt, als wir von den Vögeln belagert wurden, gut es mag sich um eine wichtige Nachricht gehandelt haben, bzw. es war eine wichtige Nachricht von Collega A’Tall an die Magisterin der Magister Haldana von Ilmenstein. Den eigentlichen Grund meiner Reise konnte ich damit noch nicht erreichen. Collegus Tsukasa ernahm noch eine Kopie meines Briefes an Archomagus Robak von Punin mit.

Briefe und Gedanken Nehazets

6. Ingerimm.1025 n.B.F.

Nachdem wir also, heute, jenen gefährlichen Gestaltwandler besiegt hatten, welcher interessanter weise in der Lage war seine Größenordnung zu verändern, entgegen den Informationen des Praiosgeweihten, entschied ich mich einige, überfällige, Briefe aufzugeben.

Zu Händen an Magister Tsukasa in den Conventus und Schule der Fremd- und Selbst-Bewegung durch die Kraft des Geistes zu Belhanka

Geschätzter Collegus,

Ich hoffe Ihr mögt euch noch an mich erinnern, wir trafen uns in einer kleinen Herberge gelegen zwischen Punin und dem Bornland, eher in der nähe Punins als dem Bornlandes. Wir verbrachten dort eine kurze Zeit zusammen, aufgrund des schlechten Wetters, welches zum übertreten eines Flusses führte, anschließend geschahen einige Morde. Nun ich denke ich muss nicht näher ins Detail gehen. Ich lasse euch diesen Brief zukommen, da ihr gewisse Erfahrungen gemacht habt die für mich, unter Umständen wichtig sein könnten. Da ich aufgrund diverser arkaner Angelegenheiten momentan außerhalb der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puninniensis weile, und ihr vielleicht wisst, dass die Ausbildung bezüglich von Feldstudien nur sehr ausgeprägt ist was die studien betrifft und jeder weitere Aspekt vernachlässigt wird, hatte ich einige äh Probleme bezüglich des Aufenthaltes in der Natur. Da ihr anscheinend schon weit gereist seit und als angehender Magus über eine gewisse kompetenz verfügen werdet, hoffte ich ihr könntet mir einige hinweise zukommen lassen. Konntet ihr den schon ein Thema für eure Magusarbeit, bzw. die entsprechende Prüfung finden? Ach eine andere frage ergibt sich mir noch, genau genommen sind es zwei, vor nicht allzu langer Zeit traf ich auf zwei arkan begabte, erstens einen gewissen Magister Magnus Marius Minani Mikador Mirior und zweitens eine gewisse Nahema ai Tamerlain (einen eventuellen arkanen Titel hat sie leider nicht genannt, doch ein Begleiter von mir, ein gewisser Comto Nicolo de Castellani, meinte von ihr in Kuslik gehört zu haben), hättet ihr weitergehende Informationen (oder Informationen bezüglich eventueller Informationen)?

Gezeichnet mit Collegialem Gruße, Adeptus M. Nehazet ay Yash-Hualay von Punin alam el Ketab Rohaldor ibn Tulachim Absolvent der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puninniensis

Ich warte alsbaldig auf eine Antwort, solltet Ihr fragen haben oder wenn ich euch mit meiner Expertise helfen kann, so zögert nicht euer anliegen zu unterbreiten. Eine entsprechende Antwort bitte ich zu adressieren an die Baronie Hammerschlag, Stadt Hammerschlag, oder an die Academia Arcomagica.

So damit hätte ich den ersten Brief verfasst, worum muss ich mich noch kümmern …ach ja, mein anliegn an Archomagus Robak von Punin sollte ich noch von hier verschicken, wenn mir jemand helfen kann bezüglich meiner Fragestellung dann ist er es, ich erinnere mich noch an den Allaventurischen Konvent 1020 BF, dort sah ich ihn selbst, ob ich mein gewähltes Ziel erreichen werde?

Zuhänden an seine Magnifizienz Spectabilis Robak von Punin in dem Institut der Arkanen Analysen zu Kuslik

Eure Magnifizienz und Spectabilis Meister Robak von Punin,

ich schreibe an euch in einer, wie ich denke wichtigen Angelegenheit, vor einiger Zeit wurde ich eines interessanten Phänomens ansichtig, unter Wirkung eines, gelungenen, Analys Cantus beobachtete ich die Residualstrahlung einer invocierten Entität, das bemerkenswerte an dieser Residualstrahlung war die Farbgebung welche sich unter Betrachtung mittes Analys Cantus ergab. Anstatt hell aufzuleuchten, wie es sonst der fall ist, leuchtete die Residualstrahlung schwarz auf. Unter dem Besitz des arkan begabten der für die Invokation verantwortlich war befanden sich nur zwei Gegenstände die von weiteren Interesse zu sein scheinen, erstens eine Ritualklinge in der eine Gravur aus Imperialen Zeichen auffällt, die Inschrift lässt sich als “Ehre den Blutkaiser” übersetzen, und zweitens eine gläserne Spähre, es handelt sich dabei um ein Thaumatursom, welches direkt mit dem Astralcorpus, wenn nicht gar mit dem Sykariancorpus, zu verschmelzen scheint. Mir stellen sich jetzt verschiedene Fragen, erstens, wie kann die leuchtend schwarze Residualstrahlung erklärt werden (zwei verschiedene Theorien führe ich später auf, auf eine Einschätzung bezüglich der Plausibilität dieser Theorien wäre ich dankbar) und zweitens wer ist der “Blutkaiser” ich konnte keine Übereinstimmung finden, könnte es sich dabei um ein Wesen/eine Entität einer anderen Globule handeln? Nun zu meinen Theorien, sie haben leider den mangel, dass ich davon ausgehe das jener arkan begabter aus einer Globule stammt. Ist es möglich, dass die sich im Astralfeld bewegenden Astralquanten sich beim durchqueren einer Globule, die entsprechend weit entfernt ist, durch den Limbus in unsere Welt so drehen/ausrichten das sie als schwarz für den Analys Cantus erscheinen mögen? Eine andere Idee von mir bezieht sich auf die gebundene Astralkraft des arkan begabten, wäre es möglich das diese, z.B. durch Gewöhnung an das Astralfeld der eigenen Globule, in einer (für ihn) fremden Globule (und dementsprechend einem fremden, also anders ausgerichteten Astralfeld) eine Veränderung der Ausrichtung, oder Auslöschung (vielleicht eine Interferenzerscheinung, mit nachleuchten der Energie), der Astralquanten erfahre?

Solltet Ihr die Zeit finden euch mit diesem Problem auseinanderzusetzen und zu einem Ergebnis diesbezüglich kommen, so wäre ich über eine Nachricht euerseits sehr erfreut.

Mit untergebenden Gruße,

Adeptus Minor Nehazet ay Yash-Hualay von Punin Absolvent der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puninniensis

So damit wäre auch der Brief an Archomagus Robak von Punin fertig, ich hoffe ich habe nichts vergessen. Ich werde am besten das Kontor dieser Federbergs aufsuchen, Comto Nicolo de Castellani schien mit ihnen zufrieden zu sein.

Erlebnisse in Ferdok

Soviel ist in dieser Stadt schon vorgefallen, darunter einige interesannte arkane Phänomene. Doch der Grund Unserer Reise hierher wurde noch nicht genüge getan, die gesuchten Akademien haben Wir noch nicht gefunden, wohl aber weitere Hinweise, welche zumindest eine Existenz in der Vergangenheit erwähnen. Doch Unsere Erlebnisse waren auch ansonsten sehr turbulent, oder Tsa gefällig. Ich konnte einige arkane Visitationen vornehmen, unter anderem beobachtete ich einen Cantus der Wasser in die Zwischenebene, den Nichtraum früher auch als Astralebene bezeichnet, den Limbus verschwinden ließ. Die Urheberin war eine junge Schelmin, etwas unreif, aber das mag an vielen Faktoren liegen, vornehmlich der Erziehung und Unterweisung durch die Kobolde. Aus rein wissenschaftlichen Gründen, versteht sich, habe Ich mich mit Ihr beschäftigt. Wir kammen über Ihren Astralcorpus in ein Gespräch, nach Ihrer Aussage, währe der Astralcorpus Ihrer Eltern noch chaotischer, bis dato traf Ich noch nicht auf einen Kobold den ich untersuchen konnte. Um zu sehen wie Sie sich auf einem gesellschaftlichen Ereignis verhalten würde, lud ich Sie zum Ball von Nahema ai Tamerlain ein. Meine Beobachtungen waren nicht sehr zufriedenstellend, musste ich mich doch so sehr auf meine Koordination konzentrieren, dass ich keine genauen Ergebnisse sammeln konnte. Beim nächsten Mal sollte Ich einen meiner Begleiter fragen ob dieser nicht interesse hätte mit Ihr auf einen entsprechenden gesellschaftlichen Anlass zu gehen? Die Schelmin machte Mich noch mit einen Geist bekannt, höchst fasznierend ein Schelmen Geist und auch noch Mein erster Geist in vito. Dazu kammen noch diverse Ereignisse auf jenen besagtem Ball von Nahema ai Tamerlain, zwei Tote ein paar Verletzte und mindestens ein entwendeter Gegenstand. Der eine Tote starb offensichtlich eines natürlichen Todes, seltsam war nur das das beiliegende Thaumatursom den Tod eigentlich verhindern sollte, wenn ich es einer genaueren Visitation unterziehen würde, müsste es mir theoretisch gelängen ein genaueres Bild des aktuellen Zustandes des Thaumatursomes zu erhalten, ob wohl Buch darüber geführt wurde wann wieviele Canti ausgelöst und wann diese aufgeladen wurden? Weiterhin schied der Gestaltwandler aus seinem oder ihrem Leben, dieser hatte ein einfaches Silentium Thaumatursom in seinem Besitz, dazu noch einige Gegenstände die einer genaueren Visitation bedürfen. Darunter war ein Bildnis, welches von Spichbrechers nächtliche Auseinandersetzung mit seinem Meuchler zeigte, Azina deutete an das das Bildnis an die Werke eines Vampires erinnere, welchen Sie in den Schwarzen Landen ausgeschaltet habe. Von Spichbrecher ergriff das Bildnis, daraufhin versuchte Ich wenigstens den Schwarzen Zettel vor weiteren Zugriffen noch zu schützen indem Ich bei nachfrage ob Ich noch etwas gefunden hätte ein leeres Pergament aus meiner Tasche zog und es überreichte, wenn Ich meine Visitation beendet habe werde Ich Ihnen die Erkenntnisse mitteilen, denke Ich. Zur weiteren Visitation habe ich ebenfalls die Überreste, oder zumindest einige, des Gestaltwandlers eingepackt. Leider konnten Wir die Entwendung eines Ringes nicht verhindern, im nachhinein stellte sich heraus, das es sich wahrscheinlich um einen Ring der Hesinde handelte, und natürlich um das “Artefakt” für denjenigen mit dem Hesindeamulett. Der Dieb hinterließ zumindest eine Feder, bei nächster Gelegenheit werde Ich diese sicherstellen und versuchen die Spur des dreisten Diebes aufzunehmen, ein Convokativer Cantus sollte ausreichen. Aber das wohl erstaunlichste war das was mit einem meiner Flim Flam Canti passierte, er explodierte förmlich und erreichte bei diesem Lichtblitz eine noch nie dagewesene Intensivität, Ich kann mir das nur so erklären, dass durch die umgebenden Verschiebungen im Astralfeld und den Restresonanzen der vorherigen Flim Flam Canti fremden Ursprunges meine Matrix gewisse Imperfektionen aufwies und dem Druck der Umgebung nicht standhielt und sich somit die Energie der Matrix den kürzesten Weg suchte. Bei nächster Gelegenheit werde ich den Versuch starten den Effekt gezielt hervorzurufen. Ansonsten gab es keine allzu erstaunlichen Ergebnisse, von Spichbrecher schien etwas, ich denke verwirrt, als Ich erklärte ich wolle die Vitrine, aus welcher der Ring entwendet wurde, befragen. Weiterhin ergaben sich noch Beobachtungen einiger Randphänomene, unter anderen sah ich einige Ikaryan Schmetterlinge und hörte das Rascheln einer gewissen Gras Sorte, welche Ich bis dahin nur aus Erzählungen kannte, obwohl es sich um eine Pflanze aus der Heimat meiner Familie handelte, ein Zeichen das mir vor Augen führen sollte wie wenig ich über meine Heimat und meine Familie weiß? Zumindest gab es einige an arkanen Sachverhalten interessierte Individuen, denen Ich etwas von meinem Wissen vermitteln konnte und mittels demonstratio einer simplen Phantasmagorie und eines modifizierten Clarobservantia Cantus deren interesse stärkte.

Aber nun auf zum Tempel des Praios, Ich muss mir unbedingt Gedanken zu einem Mittel gegen Kopfschmerzen machen, war doch der vorherige Besuch nicht sehr erfreulich. Wieso von Spichbrecher nur darauf bestand das jener Gott, dessen Tempel Kopfschmerzen hervorriefen, als Oberster der Götter zu gelten habe? Es gab diesbezüglich schließlich viele verschiedene Ansichten Angrosch war den Zwergen der Oberste Gott, den alten Tulamiden war Feqz als Oberster Gott geläufig und viele andere Wesen verehrten andere Götter an oberster Stelle. Das sinnvollste erscheint in diesem fall tatsächlich die Verursacher selbst zu fragen, bei diesem Gedanken schlich sich ein Grinsen auf Nehazets Lippen, was von Spichbrecher wohl denken würde, wenn ich ihm diese Idee mitteilen würde. Am Tempel angekommen sprach mich von Spichbrecher auf eines unserer vergangenen Gespräche an: “Gelehrter Herr -seht dieses Gebäude und lasst euch von seiner Gewaltigkeit und Kraft einfangen – und nun sagt erneut das ihr immer noch davon überzeugt seid, dass der Fuchsgott tatsächlich der wahre Götterfürst sei – denn im Gegensatz zu diesem Bauwerk, welches dem Herrn Praios geweiht ist, sind die Gebäude des Herrn Phex Kaschemmen und Spelunken.” Er wollte eine Antwort von mir und ich war bereit ihm eine zu geben: “Von Spichbrecher wart Ihr denn je in den Landen der Söhne Tulams, besuchtet Ihr je die niemals Schlafende oder die Altehrwürdige oder die erste der Städte? Ich nehme an Ihr vergleicht die Tempel Praios mit den hiesigen Tempeln des Feqz? Die Stellungen der Götter an Ihren Häusern abzulesen halte ich für sehr gewagt, zumal hier noch nicht einmal alle Götter vertreten sind. Jeder der Götter vertritt andere Aspekte und ich kann nachvollziehen, dass für die Aufgaben des Praios so ein Tempel sinnvoll erscheinen mag, aber ich rate euch, dass Ihr euch etwas mit der Geschichte des Feqz auseinandersetzt. Er prägte das Volk der Tulamiden wie kein anderer Gott, wollt Ihr meinem Volk deswegen vorwerfen, dass es Feqz als höchsten unter den Göttern ansieht? Letzendlich wissen Wir nicht wer die höchste Entität Alverans ist, dazu müssten Wir sie schon fragen, stimmt Ihr mir da nicht zu? Aber lasst uns nachdem Tempelbesuch weiter diskutieren, oh diese Kopfschmerzen.” Und so betraten Wir den Tempel.

Ein gar denkwürdiger Tag

Noch früh am Morgen, als die Praiosscheibe gerade begann sich über den Dächern der Häuser der Stadt Ferdok zu erheben,  stemmte sich Junker Sieghelm G. von Spichbrecher aus seinem Bett. Das Schlafgemach dass ihm die hochachtbare Dame ai Tamerlein zu Verfügung gestellt hatte war prunkvoll und stilvoll eingerichtet, ganz wie es Sieghelm aus frühenen Zeiten gewohnt war, auch wenn er inzwischen – spätestens zu seiner Zeit an der Kriegerakademie – einen kargeren Lebensstil gewohnt war.

Er beeilte sich mit der Morgentoilette und dem anschließenden Ankleiden um auf keinen Fall seinen großen Tag zu verpassen, dem Tag an dem er – Junker Sieghelm Gilborn von Spichbrecher zu Dettenhofen, Absolvent der Kriegerakademie der Feuerlilien zu Rommilys, ein bedeutendes Artefakt der Praioskirche an die Geweihtenschaft des Götterfürsten übergeben  würde. Ein letztes Mal prüfte er seine Kettenteile, seinen Wappenrock und seine Schwerter auf ihre akkurate Sauberkeit und verließ dann das Anwesen der Hochachtbaren Dame um seinen kleinen Gefährten Pagol, seinen Jagddackel, abzuholen.

Entgegen Sieghelm Erwartung waren die Straßen an diesem morgen bereits sehr belebt, geschäftiges Treiben  herrschte auf den gestampften Stadtpfaden. Romo und Gilbert, die zwei Mannen seiner Infanterieeinheit standen ebenfalls, wie bereits am Abend zuvor befohlen,  bereit.

“Praios zum Gruße die Herren.” grüßte Sieghelm die beiden Männer die in die teils blauen Wappenröcke der Stadt Hammerschlag gehüllt waren. Rumo fuhr herum und entgegnete den Gruß des Junkers. Sieghelm baute sich währendessen auf, atmete tief ein und setzte zu einer wohl überlegten und pathetischen rede an: “Ihr dürft stolz sein an diesem Tage jenem ehrwürdigen Moment beiwohnen zu dürfen, welcher euch heute zuteilwerden wird. Ihr werdet noch euren Enkelkindern von jenem Tag erzählen an dem ihr dabei gewesen wart, als der damalige Junker Sieghelm Gilborn von Spichbrecher zu Dettenhofen, den erhabenen Praiosschild – ein Artefakt des Ersten Alverans  – aus den Händen des bösen entrissen hat um es wieder in den rechtmäßigen Besitz der Kirche zurückzuführen.” “Ohja, ich kann es kaum erwarten.” sprach Rumo und unterdrückte dabei ein Gähnen, Gilbert hingegen schien etwas begeisterter und hing an Sieghelms Lippen. “Ganz bestimmt, Herr – dürfen wir der Feierlichkeit beiwohnen?” Sieghelm setzte ein Lächeln auf und schaute verwegen an seinen beiden Mannen vorbei  – als der Junker noch mehreren Sekunden nicht auf die Frage von Gilbert reagierte setzte er nach: “Herr Junker? Verzeihung?” “Was? Achso, ja – natürlich.” Sieghelm wurde aus seiner sichtlichen Gedankenverlorenheit herausgerissen – denn in seinem Tagtraum war er bereits bei seinem Ritterschlag Zuhause in Rommilys. “Lasst und gehen, dort hinten stehen die Wachen der Hochachtbaren Dame bereits auf uns – zusammen mit der Truhe mit dem Artefakt.” Sieghelm ging mit seinen Mannen zusammen zu der Eskorte von Nahema ai Tamerlein, die sie ihm freundlicherweise für die Begleitung zum Tempel zur Verfügung gestellt hatte. Zusammen mit den Wachen der Dame, seinen beiden Leuten aus der Infanterie, als auch dem Gelehrter Herrn Nehazet und der werten Azina ging es dann auf zum Praiostempel – natürlich war Pagol auch dabei.

Während des kleinen Marschs, ließ Sieghelm die Ereignisse des vergangenen Tages noch einmal vor seinen geistigen Auge Revue passieren: Leider konnte der Ring der Hesinde nicht gerettet werden, dieser vermaledeite Papagei hatte es doch tatsächlich geschafft den Ring zu bekommen und mit ihm davon zu fliegen, doch aus irgendeinen Grund schien die Hochachtbare Dame davon nicht allzu entrückt, ja schon fast Leidenschaftslos – und überhaupt schien sie irgendwie alles nicht wirklich zu tangieren. Sieghelm wurde aus der Frau nicht schlau, und dieser mystische Schleie der sie umgab, wurde nur noch mehr durch die Tatsache geschürt, dass sie Praiosartefakt einfach so wieder her gab. In der Reliquienkammer des Frau hingen und standen einige Kostbarkeiten, zudem stellte sie der Gesellschaft das Schild als “Aus der Khôm-Wüste geborgen” vor – was es wohl damit auf sich hatte? Sieghelm würde mehr darüber in Erfahrung bringen müssen wenn das Schild irgendwann offiziell präsentiert wurde und man ihn erneut zu einer Rede anhielt.

Neben dem Krieger hüpfte Pagol, der treue Dackel, an den Beiden seines Herrchens neugierig empor. “Was hast du denn, Pagol?” fragte Sieghelm und blieb für einen Moment stehen – wodurch der gesamte Trott, bestehend aus mehreren Wachen ebenfalls zum erliegen kam. Pagol bellte kurz auf und sah bittend zu seinem Herrchen auf. Sieghelm schaute sich um und entdeckte einen Marktstand der abgehangene Würste verkaufte. “Achso – ich verstehe.” sagte er, und dann zu der Eskorte: “Einen Moment, es kann gleich weiter gehen.” Sieghelm ging zu dem Stand und erwarb zwei der leckersten und besten Würste die der Stand zu bieten hatte – eine für sich, und eine für Pagol. Danach ging er weiter.

‘Wie in Praios Namen konnte der Gestaltwandler es nur schaffen Wein zu trinken ohne sich zu verflüssigen? Wir hatten doch die Information von dem Geweihtes des Praios, dass Alkohol ihn in seine natürliche Form verwandeln würde?’ – dachte der Baronssohn und drehte dabei nachdenklich die Wurst zwischen den Fingern hin- und her. ‘Irgendwo in der Stadt muss außerdem noch ein toter Roban Grüntal liegen, da der Gestaltwandler ja seine Form angenommen hat – ich muss der Stadtgarde noch Bescheid geben. Ob Ulwine Neisbeck, die Händlerin, wohl mit zu diesem Komplott gehört? Immerhin haben wir aus ihrem Kontor das Schild entwendet, wusste sie etwa davon? Aber wenn ja, wieso hatte der Gestaltwandler dann nicht versucht das Schild selbst zu bergen? Nein Nein, Frau Neisbeck wird davon nichts gewusst haben, außerdem würden sich die Bannstrahler wohl bald ihrer annehmen da sie immerhin das Schild heimlich transportierte.’

Diese, und noch viele weitere Gedanken gingen dem Junker durch den Kopf, auf dem Traviaplatz, welcher vor dem Praiostempel ist, machte die Eskorte dann für einen Moment halt, Sieghelm war nämlich wieder stehen geblieben und blickte zu der erhabenen, prächtigen und großen Kirche des Götterfürsten empor. Es war ein Bauwerk von wahrer Anmut und Größe, die Fenster waren hochgezogen und mit Bleiverglasungen versehen, die Mauern dick und kräftig, und auf der Spitze prunkte das güldere Symbol Praios, das immer wachende Auge, schon als Kind war Sieghelm fasziniert von der Bauweise der Praioskirchen, denn auch in Rommilys gab es ein sehr prächtiges Bauwerk. Da fiel Sieghelm erneut das Gespräch mit dem Gelehrten Herrn Nehazet ein, der doch tatsächlich Phex an Praios Stelle setzen wollte, an die Stelle des Götterfürsten – welch ein Frevel!

“Gelehrter Herr – seht dieses Gebäude und lasst euch von seiner Gewaltigkeit und Kraft einfangen – und nun sagt erneut das ihr immer noch davon überzeugt seid, dass der Fuchsgott tatsächlich der wahre Götterfürst sei – denn im Gegensatz zu diesem Bauwerk, welches dem Herrn Praios geweiht ist, sind die Gebäude des Herrn Phex Kaschemmen und Spelunken.”

Ein Ball mit Komplikationen

Erschöpft ließ sich Azina auf ihr weiches Bett fallen. Viel ist an diesem Tag passiert. Langsam beginnt sie, die Eindrücke zu verarbeiten:

Bei Firun, was für ein Tag. Er übertrifft sogar noch den gestrigen. Erst erhalte ich von Sieghelm eine überraschende Einladung auf den Ball und dann, als wenn das nicht schon seltsam genug wäre, erhalte ich von der Nehema al Tamerlein ein verzaubertes Armband. Es besitzt in der Tat erstaunliche Kräfte. Zum einen werden meine körperlichen Fähigkeiten drastisch erhöht, sodass ich schneller laufen, zuschlagen, ausweichen und parieren kann. Aber sie warnte mich, es allzu lang zu benutzen, da es mich völlig erschöpfen könnte. Ich werde es bei Gelegenheit testen.

Die andere Fähigkeit stärkt alle meine Sinne, sodass ich besser hören, sehen, tasten und riechen kann. Diese Fähigkeit sollte ich künftig ebenfalls mit Bedacht einsetzen. Als ich sie vorhin beim Einkaufen das erste Mal auf dem Ferdoker Marktplatz einsetzte, überwältigten mich die Eindrücke derart, dass ich nicht mehr wusste, wo mir der Kopf steht. Ich hätte nie gedacht, dass Fisch so dermaßen stinken kann oder dass ein Praioti von einer blendendhellen Aura umgeben ist. Das wirft ein ganz neues Licht auf die Gottesdiener. *lach

Am Abend auf den Ball hatte ich direkt Spaß daran die Leute mit Wein abzufüllen. Nur so konnten wir den Gestaltwandler entdecken, dachten wir. Es war an sich ein schöner Ball. Die Speisen waren vorzüglich, der Wein köstlich und die Dekoration prachtvoll, die Teilnehmer zwar etwas spießig, aber das ist ja so üblich auf solchen Veranstaltungen. Wenn nur nicht diese Zwischenfälle gewesen wären. Erst wurde ein Kaufmann in hoher Position vergiftet, dann verursacht die Schelmin einen Aufruhr im Tanzsaal und anschließend stielt der Gestaltwandler den Hesinde-Ring mit Hilfe des Papageis. Der Kampf war eh unfair. Ich hatte ein Kleid statt meiner Lederrüstung an und nur meine Linkhand statt meinem Khunchomer zur Verfügung. Außerdem war der Gestaltwandler größer als ich und dann war ja noch der zaubernde Papagei. Also umgerechnet 0,5 gegen 3. Da hatte ich keine Chance.

Aus irgendeinem Grund lief der Gestaltwandler nicht weg, so konnte ich ihn, als ich aufwachte, festnehmen lassen. Am nächsten Morgen bekämpften wir ihn in Sieghelms altem Zimmer, nachdem Hr. Spichbrecher aufs Geratewohl die Möbel zertrümmerte. Erst verwandelte er sich in einen Stuhl, dann in ein Schwein und dann sogar in Sieghelm. Ein Schelm, der Ähnlichkeiten zwischen den letzten beiden Gestalten sieht. Obwohl… der Hr. Spichbrecher hat sich heute als außerordentlich fähig erwiesen. Auch seine Art scheint bei den hohen Herrschaften gut anzukommen. Das Einzige, was man ihm heute anlasten kann, ist, das er nicht ein einziges Mal mit mir getanzt hat! Und dabei waren wir zusammen auf dem Ball! Ich habe mir extra ein schönes Kleid gekauft, aber der rondranische Rohling hat es und mich nicht beachtet. Pfff.

Aber was bei den Zwölfen ist mit Nicolo los? Erst meidet er uns und dann erhält er von dem Gestaltwandler in Person des Hrn. Grüntal eine Schriftrolle. Hm, da der Herr Grüntal die Begleitung der Frau Neisbeck war, könnte es sich um etwas Geschäftliches handelt haben. Als wir jedoch in den merkwürdigen klumpigen Überresten des Gestaltwandlers ebenfalls solch eine Schriftrolle entdecken, welche das Duell Sieghelms gegen den willenlosen Obdachlosen malerisch darstellt, überkam mich eine schreckliche Ahnung. Der Stil und die Unterschrift erinnern mich an die verbrannten Bilder aus den schwarzen Landen. Diese Bilder wurden von einem Vampir mit dem Blut seiner Opfer gemalt. Könnte dieser Vampir noch am Leben sein? Beobachtet er uns? Welche Verbindung besteht zu Nicolo? Und stehen beide mit dem Papagei in Verbindung? Müssen wir uns gleich gegen zwei Zauberwesen der Lüfte behaupten?

Firun gib mir Kraft diese dunklen Zeiten zu überstehen. Wenn doch nur Falkie hier gewesen wäre…

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Gedanken der Azina

Eine lange Nacht in Ferdok

Der gestrige Abend und die darauffolgende Nacht waren recht ungewöhnlich, milde ausgedrückt. Zuerst beschlossen meine Gefährten sich Zutritt zu einem gewissen Lagerhaus zu verschaffen, ich hielt mich großzügig zurück (dankenswerter weise half mir dieses mal die Tatsache der „Erwählung“ durch Travia, ganz davon abgesehen das ich meine akademische Karriere nicht durch so eine profane Tat verhindern wollte). Ich war in Gedanken eher damit beschäftigt einige der letzten Erlebnisse in meinem Geiste zu sortieren um sie bald niederzulegen (wenn ich nur dazu kommen würde, die meisten Arbeiten sind noch nicht einmal ansatzweise fertig, ich werde von Spichbrecher bei nächster Gelegenheit darauf ansprechen, er möge mir doch zu Zwecken der Sicherheit der Baronie jene Person überstellen die schon in den Ruinen der Akademie, halbwegs, brauchbare Übersetzungen anfertigte Pedro Lausbau oder so ähnlich hieß er, denke ich).

Nun wo war ich, ach ja in der Nacht machten wir uns, gut beleuchtet, ich in meiner Reiserobe mit Überwurf, von Spichbrecher in seinem Wappenrock und mit Kettengeflecht behütet sowie saba Belima und di Castellani beide in dunkle Tücher gehüllt, auf den Weg. Von Spichbrecher und ich warteten vor einem Lagerhaus und unterhielten uns etwas, dabei fragte er mich doch tatsächlich ob ich nicht etwas praktisches Verzaubern könnte, das fehlt ihm jetzt erst ein, wäre ich früher darauf angesprochen wurden, so hätte ich entsprechende Ideen und Thaumatursome vorbereiten können. So blieb mir nur die Zeit für einen Applicatus welchen ich an einem hölzernen Stab, mit geringem Durchmesser, band und an diesen flocht ich einen Silentium Cantus. Irgendwann verschwand von Spichbrecher in der Dunkelheit und ließ mich alleine vor dem Lagerhaus zurück, gut zwei Wachleute standen noch vor dem Lager. Ich begab mich also zu diesen und begann ein ausführliches und tiefschürfendes Gespräch mit Ihnen, zumindest wollte ich das gerade als eine der Wachen schreiend das weite suchte (diese barbarischen Sitten werde ich nie verstehen), die zweite Wache war danach durchgehend stumm (ob ich was falsches gesagt habe) und das bei einem so brisanten Thema wie dem Auschluss der Olporter Akademie aus der Großen Grauen Gilde des Geistes (und das nur weil sie ihre Ergebnisse nicht teilen wollten und sich dem Codex Albyricus verwehrten). Rückblickend betrachtet war es ein ziemlich angeregter Monolog (als ich ging fielen der Wache gerade die Augen zu, unerhört bei so einem Thema einzuschlafen). Was meine Gefährten in der Zeit erlebt haben, neugierig wäre ich schon es zu erfahren aber wahrscheinlich nicht allzu glücklich.

Glaubensprüfung

Schwere Schritte waren aus Sieghelms Zimmer zu vernehmen, immer wieder marschierte er auf und ab, die Hände zu Fäusten geballt und streng hinter seinem Rücken verschränkt, darüber grübelnd wie man weiter vorgehen sollte – die Praiosscheibe war schon seit vielen Stunden unter gegangen und Boron hatte Ferdok in seinem festen Griff.

“Bei Famerlor, wieso hab ich mich nur dazu überreden lassen das Schild hierher zu bringen … “ schnaufte Sieghelm und starrte dabei auf die Dielen des fensterlosen Zimmers. “… Hätte ich doch nur darauf bestanden es in den Praiostempel bringen zu lassen, wie soll ich gegenüber dem Praiosdiener nur Begründen das ich es zu dieser Dame gebracht habe wenn ich doch in Göttlicher Mission gehandelt habe – das widerspricht sich doch!” wütend stampfte Sieghelm auf, irgendwie war er Sauer, jedoch auf sich selbst, denn er schuldete der jungen Adeligen aus dem Land der Ersten Sonne etwas, immerhin hatte sie ihm erst vor kurzem das Leben gerettet und wie konnte er ihr da die Bitte abschlagen das Schild zuerst hierher zu bringen. “Die Tempel des Götterfürsten sind des Nachts verschlossen, also konnte ich das Praiosschild gar nicht dorthin bringen – ja – das klingt plausibel.” Sieghelm redete mit sich selbst, doch seine Begründung wirkte noch nichtmal für ihn selbst allzu Überzeugend als er die Worte aussprach. “Ach hol mich doch der Söldner der Niederhöllen.” fluchte er und ließ sich auf der Kante des Bettes nieder das man extra für ihn in das Zimmer bringen ließ, er fingerte nach seinem eisernen Rondraamulett und umschloss es mit seiner kräftigen Hand. “Sturmherrin, steh mir bei in dieser schweren Zeit – lass mich nicht verzagen und gib mir Kraft dies zu überstehen – ich erbitte deine Hilfe, gib mir die nötige Ausdauer Standhaft zu bleiben und den Glauben richtig gehandelt zu haben.” Seine Hand umschloß das Amulett ganz fest, so als könnte er die Kraft die er benötogte aus dem Amulett heraus pressen um die er bei seinem Stoßgebet seine Göttin bat. Anschließend schnaufte der Junker wieder missmutig, am liebsten hätte er sein Schwert gezogen und etwas damit entzwei geschlagen, doch seine Disziplin und der feste Glaube daran das der Verlust der Selbstkontrolle der erste Schritt in die Niederhöllen war, verhinderten dies. Also tat er was er immer tat wenn sich der Frust in ihm angestaut hatte, er kramte sein Waffenpflegeset hervor und säuberte und Schliff, seine in letzterzeit zu oft unbenutzten Schwerter, dies würde ihn beruhigen – hoffte er.

Enttarnt

Verdammter Mist! Wie konnte das nur passieren? Jetzt liege ich hier in einer Kammer im Anwesen der Frau Tamerlein und harre der Dinge. Es hätte so glatt gehen können. Sieghelm ist einfach nicht geschaffen für so etwas. So langsam fangen die Rondragefälligen an, mir auf die Nerven zu gehen. Immer nur deren Ehre, Ehre, Ehre. Und das teils zu sehr ungünstigen Zeitpunkten. Bei denen setzt scheinbar in bestimmten Situationen der gesunde Menschenverstand komplett aus.

Vorhin wieder: als wir in das Lagerhaus einbrachen, hatten wir uns gut vorbereitet, keiner sollte uns erkennen. Wir waren vermummt und unerkennbar. Und was macht Sieghelm? Er marschiert seelenruhig auf die Arbeiter zu, stellt sich erstmal vor und verlangt Ergebung. Zugegeben, ich hätte nicht gedacht, dass sich diese Jungs so schnell ergeben, immerhin waren sie zu viert und er allein. Hm, mag wohl an meinem beeindruckenden Auftritt liegen, als ich den einen Flüchtigen mit zwei Streichen zu Boden schickte. Ja, so muss es sein. Hoffe er übersteht das, es tut mir leid. Aber ich hatte ihn gewarnt weiterzulaufen.

Jedenfalls haben wir das Schild. Erst wollte Sieghelm es zum Praiostempel bringen. Glücklicher weise konnte ich ihn davon überzeugen, es stattdessen der Frau Tamerlein zu übergeben. Eine Vorahnung, über Ihren möglichen Vergeltungschlag lässt mich erschauern. Damit ist unser Auftrag erfüllt und ich hoffe, dass die Hohe Dame für unseren Schutz sorgen kann.

Ich werde mit Nicolo und Nehazet besprechen, dass wir Sieghelm endlich in seine Schranken weisen, das geht so nicht weiter. Ansonsten sehe keinen Grund, weiter mit ihm zu arbeiten. Zu Kreuze soll er kriechen für diese Aktion.

Und ab sofort werde ich solche geheimen Sachen selbst in die Hand nehmen. Aber schaffe ich das? Bei aller Stärke Firuns bin ich doch gering im Angesicht der starken kräftigen Männer. Ich muss noch viel stärker und schneller werden.

Hach, ich muss mich ablenken. Wo sind die Übungstexte von Nehazet? Ah da.

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Gedanken der Azina

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