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Ist kompetentes Personal wirklich so schwer zu finden?

Die letzten Tage waren fordernder und auszehrender als ich erwartet hätte. Ich musste auf die Technik zur Umwandlung der vis vita in die vis arcana zurückgreifen, unter Magiern als Astrale Meditation bekannt. In Zusammenhang mit dem sanguinen Opfer für den satuarischen Spiegel, neige ich mich nun dem Ende meiner Kräfte, ich benötige Ruhe, wann erreichen wir endlich Khunchom?

Nach der erforderlichen und verdienten Nachtruhe fühlte ich mich doch wieder erheblich besser, auch wenn mein Defizit noch nicht ausgeglichen ist, für solch eine Situation muss es doch auch eine Lösung geben. Der Tag begann recht interessant, zuert wurden wir beim Frühstück gestört, wir bedeutet in diesem fall, ich und Azina, eine rothaarige Person würde gesucht werden, wir wurden gefragt ob wir eine gesehen hätten. Ich erwiderte das wir eine rothaarige Person gesehen hätten, in Ferdok, Azina korrigierte mich in sofern das wir auch am Staudamm einer rothaarigen Person begegnet seien. Wobei Lotte meiner Meinung nach interessanter war.

Der nächste Zwischenfall ereignete sich auf dem Karawansereiplatz, nachdem uns Delia als, äh als was eigentlich, als Blumenaufdrängerin Pflanzen verkaufen wollte. Auf dem Weg zu einem ruhigeren Platz hörte ich zwei Händler darüber reden das sie wohl weitere Söldner anwerben müssten um sich vor Ferkina Überfällen zu schützen, pah wer benötigt schon Söldner um sich vor Ferkinas zu schützen, dachte ich mir (und sprach es wohl auch laut genug aus). Die Händler drehten sich um und sprachen mich an, nach einem kleinen geplänkel in Garethi und Tulamidya, bei dem sich herausstellte das der Händler nur recht bruchstückhaft Garethi sprach und die Kusliker Zeichen nicht lesen konnte. Bat er mich ihn ein schreiben vorzulesen, nun gut einen Brief vorzulesen gehört zwar eher in die Rubrik dessen was Schreiber tun, aber da es nicht lange dauern sollte und ich auch erfahren würde was in dem Brief steht, warum nicht. Ich lass den Brief also ersteinmal still durch, anschließend lass ich dem Händler den Brief vor. Der Inhalt war recht fragwürdig, wurde der der diesen Brief erhielt doch dazu aufgefordert den Überbringer zu eliminieren und sich der Waren zu bemächtigen. Der Händler war darüber recht, äh erbost, verständlich würde ich sagen. Irgendwie kammen wir zu der Idee die ein oder andere Passage dem Brief hinzuzufügen. Also führte uns der Händler, ein gewisser Achman al Rashid. wieder zurück in die Karawanserei. Azina und Delia verblieben unten und konnten einen köstlichen Tee genießen, zumindest konnte ich meine Tasse zurückgeben. Auf Achman al Rashids Zimmer überlegten wir, welche Passagen denn hinzuzufügen seien um den Inhalt zu vermindern. Auch bat mich Achman al Rashid eine besondere Passage, bezüglich des auszahlens von 25 Marawedi, hinzuzufügen. Nach einem kurzen philosophischen Gespräch über Feqz stimmte ich zu, List gegen List sozusagen. Den Brief umzuschreiben, fiel leichter als gedacht. Die Handschrift ließ sich auch leicht imitieren. Noch etwas das Sieghelm nicht zu erfahren benötigt. Achman al Rashid war sehr zufrieden, als Entlohnung übergab er mir einen Waqqif, da mein Dolch in der “Bibliothek” des Emirs gelitten hatte war das sehr praktisch für mich, außerdem wies er Arkanium Einlagen auf, sobald ich Zeit habe, werde ich diesen einer arkanen Visitation unterziehen. Außerdem erhielt ich noch einen Marawedi.

Auf dem Weg nach draußen wirkte ich noch einen simplen Cantus der Phantasmagorica, um von uns und vorallem Delia abzulenken, einen Favilludo. Wie erwartet funktionierte das auch sehr gut. Ich berichtete Delia knapp von dem Troll und dem Schrein in dessen nähe ein Wollnashorn weidete. Zu dem Schrein konnte Delia uns auch führen. Messer- und Flüstergras, in großer Anzahl, ich frage mich ob es sich dabei um eine hinterlassenschaft eines Kophtanim handele.

Nach einer Zeit gelangten wir in die Nähe des Schreins, und natürlich mussten auch heute dort wieder Wollnashörner grasen, zumindest stellte sich heraus das das erworbene Wollnashorn Vertreibungsmittel wirkte. Es stellte sich nur heraus, das ein junges Wollnashorn, irgendwie hinter uns erschien, das ältere Wollnashorn wollte wohl zu seinem jungen, meine Gedanken rasten aber es gelang mir nicht meine Gedanken zu ordnen und beispielsweise eine simple Illusion zu Wirken. Ich sah dem Wollnashorn direkt in die Augen, ziemlich große Augen, als es dann begann auf uns zuzustürmen, entschied ich mich für das Messergras, es war zwar eine schmerzhafte Entscheidung, jedoch wie ich mir dachte und was sich auch bestätigte, als ich Azina und Delia sah, die weitaus weniger Schmerzhafte Entscheidung. Nachdem ich Azina geholfen hatte aus dem Messergras heruaszukommen, und sie sich um Delias Verletzungen kümmerte. Entschied ich mich den Schrein zu suchen und die Kiste mit den Siegeln zu finden, umso schneller das erledigt ist umso geringer ist die Begenung mit einem weiteren Wollnashorn. Ich fand die Kiste auch relativ schnell. Als ich zu den anderen zurückkehrte, sah ich gerade noch wie Azina Delias Bein einrenkte.

Nachdem wir etwas weiter gegangen waren, konnte ich mich etwas genauer mit der Kiste und den enthaltenen Siegeln beschäftigen. Es handelte sich um eine Schatulle aus Zedernholz mit Perlmutt und weiteren Intarsien verzieht. Die Rollsiegel waren enthalten, niedergeschrieben auf Ur-Tulamidya waren die Bezeichnung der verschiedenen Felder, sie bestanden aus Elfenbein.

Azina sprach an ob ich nicht Delias gebrochenes Bein mittels Magie verheilen könnte. Theoretisch schon, erwiederte ich, aber ich hätte noch nie einen gebrochenen Knochen mittels Magica Curativa behandelt. Delia lehnte, unverständlicherweise, ab. Dies in Zusammenhang mit einigen anderen Geschehnissen, befremdete mich doch sehr. Ich wandte den Cantus, welcher als Blick aufs Wesen bekannt ist, um mehr über ihr äh Wesen zu erfahren, schlägt doch niemand ohne Grund die Hilfe eines Magiers der renommiertesten Akademie Aventuriens aus. Ich erfuhr einiges, unter anderem auch das Delia über Zauberkraft verfügte, doch durch Azinas eingreifen, wurde ich darin gehindert ihr Wesenskonstrukt vollständig zu entschlüsseln, ein anderes Mal…

Wir begaben uns zur Karawanserei zurück. Von dort aus begaben wir uns nach Qatanar, dem Nachbardorf, in welchem sich auch der gesuchte Troll aufhalten sollte. Wir schlossen uns einer Karawane an, am Abend erreichten wir Qatanar. Wir bezogen Zimmer in der hiesigen Karawanserei, stillten unseren Hunger und begaben uns auf die Suche nach dem Troll. Zwei Wachen des Emirs ließen uns wissen, das der Troll schlafen würde und nicht gestört werden wolle. Etwas enttäuscht begaben wir uns zurück, würden wir dem Troll also am nächsten Tag erneut einen Besuch abstatten müssen.

Nach einem akzeptablen Frühstück, begaben wir uns zum Platze des Trolles. Vorher suchten wir noch den Basar auf, aus unerfindlichen Gründen erworb ich einen purpurnen Umhang, gut ganz so unerfindlich waren diese nicht, wurde ich doch mittels magica controllaria dazu gebracht dem Händler zu vertrauen, dumm nur das ich über Mittel und Wege verfüge, mir sein Gesicht jeder Zeit wieder in mein Gedächtnis zu rufen, warte nur bis ich dich finde…

Die folgende Unterhandlung gestaltete sich schwieriger als ich erwartet hatte. Der Troll verhielt sich wie ein Kleinkind. Eine simple Illumination der Umgebung fesselte seinen Geist länger als ich es bei so einem Wesen erwartet hätte, doch sein Verständnis, was er da vor sich hatte, war noch geringer als von Spichbrechers Wissens über die frühen Tulamiden unter Rashtul al’Sheik. Ich bot ihm diverse Geschenke und Tauschobjekte an, den purpurnen Umhang (kommt nach Travia nun etwa der ohne Namen?), den bunten Stoff aus dem Emirs Palast, mein zerschlissenes erstes Gewand (ich sollte in der nächsten größeren Stadt einige Ersatzgewänder in Auftrag geben) und meinen bestickten Seidenumhang mit dem Symbol der großen grauen Gilde des Geistes. Doch all dies half nicht ihn dazu zubewegen, das er mir seinen Ritualgegenstand übergab, nein er riss ein Stück von diesem ab, und übergab mir einen kleinen fetzen. Mir schwant übles, ich werde mir für das Ritual sicherheitsmaßnahmen persönlicher Art überlegen müssen. Ich versuchte ihn von der Dringlichkeit und Notwendigkeit unseres Auftrages zu überzeugen, doch er wollte nur etwas süßes, ich täuschte den Geschmack einer Melone mittels des Auris Nasus Oculus Cantus, doch er wollte mehr, Azina und Delia erklärten sich damit einverstanden weitere Melonen zu erwerben.

Ich wartete solange auf dem Platz des Trolles. Nach einiger Zeit kammen Azina und Delia zurück, jedoch ohne Melonen, sie wurden wohl Opfer eines Überfalles oder so. Kurz nachdem sich Delia, wegen ihres Beines, zum ausruhen hinsetzte kamm eine Wache des Emirs zu uns gelaufen und wollte uns Wegelagerei vorwerfen. Damit endete meine Geduld, wir werden um Hilfe ersucht, für ein von ihnen selbst verursachtes Problem, und erhalten keinerlei Unterstütztung von ihnen, nein uns werden weiter Steine in den Weg gelegt. Fast so als wollten sie das Problem gar nicht gelöst haben, erst die Vernichtung der Bibliothek, dann diese Witzfiguren von Kämpfern, diese Narren von Informationsgebern und nun diese Idiotie in Form weiterer Wachen. Es war an der Zeit sie an ihren Platz zu verweisen, so behandelt niemand den besten Absolventen der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Punniensensis, den Überlebenden zahlloser Questen und Hüter unzähligen Wissens, mich Nehazet ay Yash-Hualay von Punin Rohaldor alam el Ketab ibn Tulachim. Den Cantus zur Illumination den ich schon vorher am gleichen Tage nutzte, war als Machtdemonstration genau richtig. Ich wirkte ihn, standardmäßig in voller Stärke, vor seinem Gesicht. Die Reaktion war mehr als zufrieden stellend. Die Wache sprang, bzw. taumelte geblendet zurück und kippte anschließend komplett um. Danach schritt ich zu ihm und zog ihn an seinem Wams in eine aufrechte Haltung. Anschließend legte ich meine Meinung nocheinmal dar. Plötzlich war er viel zuvorkommender und auch minimal hilfreicher als zuvor. Bot er uns doch an seinen Vorgesetzten zu holen.

Welch Überraschung

Wer hätte DAS gedacht? Delia ist eine Hexe!

Ungeachtet dieser Tatsache scheint sie mit mir darüber einzustimmen, dass manche Männer bestraft gehören. Das macht sie auf jeden Fall sympathisch. Ja, ich glaube das wird noch richtig lustig mit ihr. Ich bin gespannt, was sie noch alles kann. Eine Illusion aus bluttriefenden Ranken ist schon einmal ein interessanter Ansatz. Auch heilende Spucke und ein von allein zuschlagender Stab sind sehr nützlich.

In der letzten Zeit häufen sich die plötzlichen unerwarteten Ereignisse. Erst werden wir von einem Wollnashorn niedergetrampelt. Furchtbar peinlich – und vor allem unvorhersehbar – ist dabei die Tatsache, dass Nehazet, der Gelehrte und Bücherwurm, mehr Schneid bewies, indem er sich freiwillig in das Messergras warf, als Delia und ich, die sich vom Nashorn zertrampeln und in das messerscharfe Dickicht stoßen ließen. Immerhin gehe ich aus diesem Vorfall lehrreich hervor: das nächste Mal, stelle ich mich mit gezücktem Speer dem Nashorn gegenüber! Er wird sich wünschen, sich nicht mit uns angelegt zu haben! Ich zeige ihm, wer die Beute ist!

Auf dem Rückweg wurde ich schmerzhaft daran erinnert, dass man sich in der weiten Steppe des Südens zur Mittagszeit doch besser nicht ohne Kopfbedeckung aufhält. Die Fata Morgana am Horizont lehrte mich dieses Besseren. Überraschung, die Sonne brennt! Ach nee.

Ein Bazar, ein Ort der Ruhe? Noch nie gewesen, aber so heftig erlebte ich es noch nie. Nur eine einzige verschrumpelte Händlerin konnte mir ein Kopftuch zu einem unerhörten Preis verkaufen. Überall war es laut und stank. Die Menschen fassten mich an, bedrängten mich, etwas zu kaufen, wollten mich verkaufen ohne mich zu kaufen. In dem Nachbardorf wurden Delia und ich sogleich von einer Bande Strolche in eine offensichtliche Falle gelockt, als wir für einen hungrigen Troll Melonen kaufen wollten, damit er das Spruchtuch herausrückt. Ein Seitenblick zu Delia verriet, dass sie das gleiche dachte. Aber wir spielten mit. Vielleicht gab es ja doch Melonen in einem Gebäude in der hinteren Gasse zu verkaufen. Tatsächlich lagen dort eine Menge Melonen wohl geschattet in Kisten herum. Wir führten sogar ein Verkaufsgespräch mit Ihnen, nur schienen die „Händler“ es nicht mit uns zu führen. Dank Delias blutiger Rankenhecke konnten wir entkommen. Obgleich ich zu gern den ein oder andren Streich geführt hätte. Wir flüchteten also zurück zu Nehazet und warteten auf weitere Anweisungen der erhabenen Männerschaft.

Meine Barschaft neigt sich dem Ende, nicht mehr lang und ich habe nichts, was sich schützen ließe. Mein Speer ist zerbrochen, das Ersatzgewand verliehen, das Verbandsmaterial verbraucht und meine Nerven am Ende. Nie dachte ich, dass mir das Leben hier so schwer fallen würde. Ich möchte nur noch weg aus den hiesigen Gefilden. In Aranien, ja sogar im Mittelreich, fiel mir das Leben nicht so schwer. Diese Aufgabe beenden wir – beendet Nehazet – noch. Dann verschonen wir dieses Land mit unserer Anwesenheit.

Aber was könnte ich nur tun, um Geld zu verdienen? Kamele ausführen und dressieren? Kräuter sammeln? Jagen? Ja, jagen könnte ich, wenn ich mich denn auf die Riten der Jagt zurück besinne. Aber dafür bleibt zu wenig Zeit, ständig drängt Nehazet uns weiter zur nächsten Stätte. Aber vielleicht ist das gut so, umso schneller sind wir hier fertig, wie er zu sagen pflegt … der Mann.

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Gedanken der Azina

Probleme in Khorrestan

Es war im Rahja, wir befanden uns gerade auf den Weg in das innere der Tulamidenlande, Azina und ich waren in einer weiteren Partie rote und weiße Kamele vertieft. Als die Karawane mit der wir reisten angehalten wurde, ich muss mir wirklich eine effektivere Art des reisens einfallen lassen, ich denke ich sollte den Transversalis Cantus eingehender studieren, es muss doch möglich sein ihn Reichweiteneffezient zu modifizieren. Es stellte sich heraus das der lokale Potentat nach einem fähigen arkanbegabten suchte um ein Problem zu lösen, da ich sowohl fähig als auch arkanbegabt bin, entschloss ich mich, mich von den Dienern des Potentaten zu ihm geleiten zu lassen, auf das er mir seine diffizile Angelenheit vortragen könne. Azina schien das auch zu interessieren, sie stieß später zu uns.

Der Potentat selbst war eher uninteressant, anders als sein Problem und eines seiner Tiere, hält er doch tatsächlich einen Nachtwind. Wie es aussieht gab es seit einem plötzlichen Machtwechsel vor zwei Götterläufen ein kleines Problem. Die Bediensteten des jetzigen Potentaten waren nicht imstande (und er auch nicht) eine gewisse Anzahl an Gegenständen zu sichern, welche für ein lokal abzuhaltendes Ritual vonnöten wären. Diese Gegenstände sollten es erlauben mit einem Wesen in Verbindung zu treten, welches den hiesigen Staudamm und damit den Wasserfluss kontrolliert. Da dies in den letzten zwei Götterläufen nicht geschah, leidet die Umgebung unter einem entsprechenden defizit an Wasser. Meine Aufgabe sei es nun diese Gegenstände aufzufinden. Gesucht waren das “Herrschaftliche Rollsiegel”, ich vermute als Zeichen der Legitimation um mit dem Wesen in Kontakt zu treten, ein “orangenes Tuch mit arkanen Symbolen”, wahrscheinlich den Ablauf des Rituals umschreibend und mit wichtigen Informationen versehen und eine gewisse Anzahl an “Rollsiegeln” um die Wasserverteilung zu organisieren.

Der Wesir des Emir führte uns zu besagtem Staudamm, ich wollte dort einige Sachen überprüfen. Die Wasserknappheit führte zu einer deutlichen Anreicherung der Schwefelkonzentration, was aktuell nicht weiter von Belang ist. Der Staudamm war recht groß, 15 Schritt hoch und 3 Meilen breit, aus massivem Gestein. Ich suchte den Ritualplatz auf, ließ sich auch recht einfach ausfindig machen.

Anschließend begann ich mit der arkanen Visitation der Umgebung, zuerst eine Bestimmung der Intensität der astralquanten dichte mittels des Cantus Odem Arcanum, jener gelang, wie üblich, ich erkannte eine hohe Intensität an astraler Energie. Anschließend führte ich die Visitation mittels des Cantus Analys Arcanstructur fort, nun betrachtete ich die Struktur der vorliegenden Astralen Verflechtungen die die arkanen Matrizen bildeten. Dabei stellte ich fest, ad primo die vermittels magica clarobservantia betrachtete Magie entstammt dem Felde der magica invocatio/convocatio elementharii, und dient der Bindung einer mächtigen Creatorum Archoelementarum, welche potenter ist als ein “gewöhnlicher” Dschinn es je währe, ad secundo (und auch viel interessanter) die Strukturen der betrachteten Magie wiesen, aufgrund ihrer Schlichtheit und fehlenden Finesse (beinahe schon Grobheit), fort von der Gildenmagischen Repräsentation, es erschien urtümlicher, ähnlich der (schon beobachteten) druidischen (oder geodischen) Repräsentation.

Als ich meine Untersuchung beendete waren wir plötzlich in Begleitung, weiterer äh Begleiter. Einer Kräuterfrau, welche sich mit dem Namen Delia vorstellte und einem Schwertgesellen, welcher sich mit dem Namen Robin (oder Rowin) vorstellte, letzterer entstammte wohl dem fernen Bornland, dennoch kannte er Collega Hesinja nicht (wäre ja auch zu schön gewesen auf jemanden zu treffen, der mir etwas neues von einer Studienkollegin hätte berichten können). Ich teilte meine Erkenntnisse den anwesenden Personen mit. Anschließend begaben wir uns in das Dorf zurück. Ich stellte erste Berechnungen für ein Thaumatursom an, welches einen Alternativplan zur Wasserversorgung ermöglichen sollte. Auf dem Weg in das Dorf kammen wir an zwei Schreinen vorbei, der erste war ein Schrein für den Geist des Dammes, unverständlicherweise wurdem dem Geist Gaben des Humus als Geschenk dargebracht, für ein Wesen des Erzes…, der zweite Schrein war ein, dem lokalen Glauben angepasster, Radscha (Usch’Tamar?) Schrein. Es war schon dunkel als wir im Dorf wieder ankammen, Azina und ich erlebten noch eine Prozession und ein Ritual am Feqzschrein mit, die ewige Flamme erwies mir hier doppelte dienste. Das abgehaltene Ritual schien zur Zufriedenheit der Dorfbewohner zu ende gegangen zu sein. Ich beschloss den Schrein im Lichte eines neuen Tages einger genaueren Examination zu unterziehen. Wir verbrachten die Nacht in der örtlichen Karawanserei, eigentlich wollte ich nur einen Ring aus Mondsilber, mit einem dem Wasser affinen Stein erwerben und weitere Informationen über das Ritual erhalten, doch Kost und Logis hätten uns eigentlich vom Emir zugestanden werden sollen, schließlich beheben WIR SEIN Problem. Nun das Essen (und vor allem der Tee) waren mehr als akzeptabel, das Zimmer musste ich jedoch mit Azina teilen, welche sich sofort ins Bett begab. Ich studierte noch einige Aufzeichnungen und arbeitete an einigen Manuskripten. Anschließend legte ich mich ebenfalls schlafen.

Am nächsten Tag erfuhren wir weitere Einzelheiten zum verbleib der gesuchten Gegenstände, die Tochter des Wirtes, eine gewisse Peribert, erzählte uns das das “Herrschaftliche Rollsiegel” von einer der Frauen des vormaligen Emir nach El’Trutz entwendet wurde. Zu den anderen Gegenständen wusste sie jedoch nichts sachdienliches zu berichten.

Anschließend besah ich mir den Feqzschrein, da Feqz als Urtulamidischer Gott der Magie verehrt wird, hielt ich es für nicht allzu abwegig nach Residualstrahlung an diesem Ort zu suchen. Ich vernahm eine deutliche Residualstrahlung, welche darauf hinwies, dass unter dem Schrein ein Thaumatursom verborgen sei. Bevor ich weitere Schritte planen konnte, wurden wir von einem älteren Tulamiden, welcher sich als Dorfältester vorstellte, unterbrochen, er empfand es allen Anschein nach als Suspekt, das wir im Lichte des Tages den Schrein besuchten. Er ließ sich jedoch recht schnell besänftigen (das Wort erschein tmir unangebracht, war er doch nicht wütend, zumindest sofern ich das mitbekamm) und entschwand dann auch in bälde wieder. Während die anderen noch am überlegen waren, wie das gesichtete Thaumatursom in der kommenden Nacht extrahiert werden könnte, schritt ich mittels meiner Kenntnisse der Magica Transformatorica und Aqua Elementherii zu tate, ich wirkte einen Hartes schmelze und weichte einfach den Boden auf und ergriff das Thaumatursom, dabei erschreckte ich wohl ein unterirdisch lebendes Tier. Die mir verbliebende Zeit nutze ich umden Schrein um einige Feqzgefällige Sprüche in verschiedenen Sprachen zu erweitern.

Anschließend besuchten wir nocheinmal den Staudamm, während meine Begleiter mit anderen DIngen beschäftigt waren, unterzog ich den geborgenen Spiegel, besagtes Thaumatursom, einer eingehenden arkanen Visitation. Mein erster Eindruck mittels Odem Arcanum war ein gleißendes Blenden, interessant, über diesen sogenannten “Teclador Effekt” habe ich einiges gehört, ich selbst wurde seiner bislang jedoch nicht angesichtig. Zumindest ließ es auf eine erstaunliche hohe Impensation an arkaner Macht schließen. Anschließend folgte die Strukturanalyse mittels Analys Arcanstructur. Dabei stellte ich fest das es sich um ein Thaumatursom satuarischen Ursprunges handelte, in welchem zwei Canti der Clarobservantia gebunden waren, der zweite Cantus wies auch Spuren der Communicatia auf. Von meinen Beobachtungen ausgehend, gehe ich von 3-5 Ladungen aus. Eine Inschrift auf der Rückseite des Spiegels deutet daraufhin, das es zum Auffinden verlorener Wesen oder Objekte gedacht sei, also ähnlich eines Schwarzen Auges. Ich probierte den schriftlich niedergelegten Abraxas aus und suchte mittels des Thaumatursoms nach dem “Herrschaftlichen Rollsiegel”, auf der Oberfläche des Spiegels verschwand mein Antlitz und wurde ausgetauscht gegen eine Flussszenerie, an dem Ufer des Flusses stand ein Knabe, um die sechs Götterläufe alt, um seinen hals trug er das gesuchte Rollsiegel, gewandet war er in blauen Tuchen, ähnlich der Frau dem er ein Trinkgefäß reichte (möglicherweise seine Mutter, dementsprechend könnte es sich um die Frau des vormaligen Potentaten handeln), ich wurde einem Religiösen Ritual ansichtig. Da das Thaumatursom zu funktionieren schien, nutze ich es noch zweimal um die anderen Gegenstände zu lokalisieren. Das Tuch mit den Instruktionen diente einem Troll als Gürtel, da jener Troll recht farbenprächtig war, dachte ich mir, dass wir möglicherweise das Tuch gegen entsprechend farbige Stoffe eintauschen können. Die Kiste mit den Rollsiegeln befindet sich in der nähe eines Schreins an dem ein Wollnashorn graste, und zwar unter den Wurzeln einer abgestorbenen Akazie.

Kaum hatte ich diese Inforamtionen erlangt, da kamm en auch schon Robin und Azina von ihrer Beschäftigung zurück. Nachdem ich mich noch provisorisch von meinem Blut befreite und den Spiegel verstaute, berichtete ich von meinen neuen Erkenntnissen. Anschließend begaben wir uns wieder in das Dorf. Robin und Azina wollten eine neue Lederrüstung für Azina erwerben, ich erworb hingegen ein Mittel zur Abschreckung von Wollnashörnern, zwei Beutel aromatischer Duftstoffe aber leider keinen Ring.

Anschließend beuschten wir den Wohnsitz des hiesigen Potentaten, ich hielt es für eine sinnvolle Idee die Bibliothek des Emir zu untersuchen. Doch dort wurde uns mittgeteilt, das die Bibliothek des Emir, dessen Feiern zum Opfe fiel. (Ich musste mich beherrschen, was mir auch relativ gut gelang, um nicht unangemessen über dieses Verhalten hinaus die Person, einen gewissen Chadim, zu rügen über diese idiotische Idee)

Wir untersuchten dennoch die Bibliothek (oder das was davon übrig war), ich sammelte die Pergamentreste ein die ic finden konnte, einige Besitzurkunden konnte ich, zumindest partiell wieder zusammen kratzen, ähnliches galt für weiteres profanes und unwichtiges, nur bezüglich wichtiger Dinge war die Extermination so gelungen das es mir nicht möglich war weiteres herauszufinden.

Azina spürte eine Leiche auf, vermutlich ein Praioti.

Da die Bibliothekstür verschlossen war, öffnete Robin eine andere Tür, nach einigem Suchen fanden wir auch etwas was uns noch hilfreich sein könnte, einen Ballen bunten Tuches, ich schnitt ein möglichst großes Stück ab um es dem Troll als Tauschmöglichkeit anzubieten. Mit einigen Eisenstangen kehrten wir zu der verschlossenen Tür zurück, gerade als Robin sie halb geöffnet hatte, wurde diese von außen durch einen Diener des Emir geöffnet.

Die Sonne brennt

Die Sonne brennt glühend heiß auf uns hernieder. Vor allem Rowin macht sie stark zu schaffen. Aber auch ich bin diese Hitze nicht mehr gewöhnt, zu lang verweilte ich außerhalb dieser Gestaden. Mehr noch als zwei Götterläufe, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt. Was meine Familie dazu sagen wird? Ich hoffe, es ist allen wohl ergangen. Und Falkie … was ist mit ihm passiert?

Kaum in den tulamischen Landen angekommen bedarf ein Emir sogleich unserer Kraft und unseres Verstandes. Ein Staudamm verschont ungewollt das Land mit Wasser. Die Acker liegen brach. Das letzte Vieh liegt keuchend am Boden. Kein schöner Anblick.

Es ist nun an Nehazet, das Problem zu lösen. Natürlich helfe ich ihm dabei. Vor allem wenn ein paar Dukaten als Belohnung ausgesetzt sind. Oder vielmehr Maravidi, wie die hiesige Währung genannt wird.

Nehazets rituelles Gebaren blieb nur wenige Zeit ohne Aufmerksamkeit. Delia und Rowin scheinen ein reges Interesse an der Lösung des Problems zu haben, obwohl beide nicht aus dieser Gegend stammen. Bei Delia bin ich mir aber nicht so sicher. Ich werde sie im Auge behalten.

Bei unserer Suche nach Informationen aus alten Schriften stießen wir in den verlassenen Resten der Bibliothek unter der Palastfestung auf einen eingemauerten Praioti. Nur noch sein halb zerfallenes Sonnenamulett konnte geborgen werden. Ich werde es in den nächsten Praiostempel bringen, auf dass seine Seele Frieden endlich fände. Stark brennt nun die zweite Sonne in meiner Tasche. Ich werde mich eilen dem Glücklosen Frieden zu schenken. Doch zuvor jedoch wartet ein ganzes Volk auf unsere Hilfe. Der Staudamm muss sich öffnen. Erste Erfolge hat Nehazet bereits erzielt. Er hat unter dem Phex-Tempel – hier wird der Gott Feqz genannt – einen mysteriösen Spiegel gefunden, der ihm die Aufenthaltsorte der drei Ritualgegenstände verriet. Unter anderem scheint sich einer am Gürtel eines Trolls zu befinden. Leider ist mein alter Trollstein mehrere Tagesmärsche entfernt. Sollte er noch dort liegen, wo ich ihn vor über einem Götterlauf am Fuße des Raschtulswalls zurückließ, werde ich ihn eines Tages erneut aufnehmen.

Während eines kleinen Übungskampfes mit Rowin, bei welchem ich ihn mit Glück entwaffnen konnte, erkannte ich, dass sich mir in Gestalt von Rowin die Gelegenheit bietet meine Kampfkunst zu verbessern. Er scheint sehr fähig und bewandert zu sein. Und dabei nicht so arrogant wie Sieghelm. Ja, so sieht ein geeigneter Lehrer aus. Und mit Frauen umgehen kann er auch! Hach ja… nur seine Avancen mit Delia brennen mir unschöne Gedanken in meinen Verstand.

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Gedanken der Azina

Reise nach Hammerschlag, Untersuchung von Richter Rahjaweiden

28. Ingerimm.1025 n.B.F.

Nachdem ich den Limbus wieder in der Wildnis verließ, war ich allein. Hätte ich ausreichende Kraftreserven, so würde ich mich mittels eines Dschinns der Lüfte nach Hammerschlag tragen lassen, doch so eie große Menge an Energie konnte ich nicht mehr aufbringen. Zumindest wusste ich wo ich war und konnte dank der Karte den richtigen Weg finden. Als dunkler wurde nutzte ich mein erworbenes Wissen in diversen feldern um mich auf die Nacht vorzubereiten, ein convocierter Diener des Humus war dabei recht hilfreich, das hätte sich alles vermeiden lassen. Nächtens erhielt ich Besuch von einer größeren Anzahl an Wölfen und einer Person in godener Rüstung, welche sogleich ihre Kraft beweisen musste indem sie einen Baum fällte, mit einem Hieb, hätte ich auch gekonnt, ich verstehe diese Faszination für diese metallstücke nicht.

29. Ingerimm.1025n.B.F.

Heute fand ich eines unserer Pferde, gut das heißt mein Vorsprung erhöht sich und vor allem ich komme schneller aus diesem Stück Natur. Leider lief das Pferd vor mir weg, warum auch immer. Nagut es gab ja noch diese Beeren, dachte ich zumindest, aber nein irgendjemand musste dort eine Falle aufbauen, welche mich auch prompt dem Griffe Sumus Entriss. Nach einiger Zeit des herumhängens kam ein Zwerg des Wege äh Waldes daher und befreite mich aus meiner prekären Lage. Der Zwerg Xytarax genannt, erscheint mir ein Unikum, zumindest gemessen an meinen bisherigen Erfahrungen mit Zwergen zu sein, abgesehen von Xenos vielleicht. Er war ausgesprochen hilfsbereit und redegewandt. Er half mir an das Pferd zu gelangen und begleitete mich auf meinem Weg. Aber das er seine Zeit damit verbrachte Fallen von Wilderen einzusammeln, hmm naja wahrscheinlich hat er einfach viel Zeit, ich meine so ein Zwerg wird alt, vielleicht ist das seine Vorstellung von Freizeit? Interessant sind auch seine Kontakte, er kennt sowohl Saria als auch einen hier ansaässigen Hexenzirkel und darüber hinaus ist er ein weiterer Feind Malums, toll noch einer, dabei begnete mir erst gestern dieser Baumspalter in goldener Rüstung, noch nicht einmal vorgestellt hat er sich. Die Nacht verlief ruhig, das Feuer sorgte, zusammen mit den Decken für ausreichend Wärme.

30. Ingerimm. 1025n.B.F.

Xytarax war verschwunden als ich erwachte, aber neben dem Pferd das ich gestern fand war auch meines angebunden, somit hatte ich zumindest ein funktionsfähiges Pferd, meine vormaligen Reisebegleiter haben mich noch nicht eingeholt, also konnte ich meinen Vorsprung wohl halten. Ich wartete eine Weile auf Xytarax, machte mich aber letzlich ohne ihn auf den weiteren Weg, da er immer noch nicht wieder zurückgekommen war.

1.Rahja.1025n.B.F.

Erreichte Hammerschlag, als erster, interessant dabei hatte ich nur zwei Meilen vorsprung, und das bei meinen Wildniskenntnissen. Begab mich sofort zum Vogt und musste natürlich warten, wie so oft. Als ich dabei war meinen Bericht vorzutragen stießen Azina saba Belima und Sieghelm Gilborn von Spichbrecher zu unserer trauten Runde. Und bezichtigten mich erneut der Beherrschung, und einiger weiterer Verstöße oder Verbrechen, sic. Und um mich auf eine eventuelle, natürlich nicht vorliegende, Beherrschung zu überprüfen wurde Collega Fuxfell herangezogen, was kommt als nächstes, eine Travia Geweihte als Einbrecherin? Nunja, die anderen wurden, auf mein anregen, auch untersucht, leider ohne Befund. Um die leidige Angelegenheit mit den Karten kümmerte ich mich mittels Convokation eines Dieners des Humus, Zerstörung wichtiger Beweise, pah Humbug. Nachdem ich erfuhr das von Spichbrecher Xytarax einsperren ließ, wege Wilderei, wie begrenzt kann ein Mensch eigentlich sein, ich bin schon gespannt was mir als nächstes vorgeworfen wird. Ich besprach mich mit Xytarax, die Hexen wollen nichts mit von SPichbrecher zutun haben, kann ich nachvollziehen, wenn er soweiter macht, vergrault er noch alle potentiellen Verbündeten gegen Collegus Malum, auf mein bitten hin, versicherte mir Xytarax das er einen erneuten Kontaktversuch unternehmen würde. Desabends erhielt ich besuch, zuerst von Azina saba Belima, welche sich wiederholt über mein verhalten der letzten Tage beschwerte, was habe ich den falsch gemacht? Und kurze Zeit darauf, nachdem sie aus dem Haus gestürmt war, von dem hiesigen Richter, von Spichbrecher und erneut von Azina saba Belima. Plötzlich wurde meine Expertise in arkanen Belangen also wieder geschätzt, gut das sorgte wenigstens wieder für eine gewise Befriedung der Verhältnisse. Die Residualstrahlung, welche ich bei der arkanen Visitation erblickte ließ auf zwei wirkende Canti schließen, einerseits ein Cantus zur Verhehlung der gewirkten Magie und andererseits ein weiterer, mir nicht bekannter Cantus, welcher aus den Bereichen der Controllaria und der Domäne Amazeroths, letzterer Cantus war definitiv für den Verlust der Erinnerung des Richters verantwortlich. Die Verzauberung aufzuheben dürfte eine Weile dauern, sollte aber interessant werden. Das die Verhehlung zu durchbrechen war, lässt auch darauf schließen das der andere Cantus aufzuheben sein müsste, ich benötige nur mehr Zeit. Bei dem anschließenden Gespräch mit Azina saba Belima und von Spichbrecher erkannte ich das Hjaldar magisch begabt ist, wieso ist mir das nur vorher entgangen, nun wiedem auch sei nachdem ich sicher wahr das wir nicht beobachtet wurden, enthüllte ich meine Absichten und worüber Collegus Malum und ich sprachen.

Welch eine Farce!

Oh Mann!!

Welch eine Farce. Da sieht man zwei Sturköpfe gegen mentale Wände rennen, vermittelt, verhandelt, liebäugelt und tut alles, damit es zu einer Einigung kommt, um dann sehenden Auges den Sieg jedes Einen über den jeweils Anderen als Zeuge mitzuerleben, ohne dass man letztendlich selbst etwas dazu beigetragen hat; beitragen hätte können, denn sie hören ja nicht auf mich! Am liebst hätte ich die beiden auf der Stelle mit den Köpfen zusammengeschlagen. Aber nein, bleibst du mal ruhig, dachte ich mir. Ein fauler Kompromiss ist besser als gar keiner. Sie scheinen mit sich zufrieden und glauben den anderen überlistet … Obwohl, wenn ich es mir recht überlege, unterschätze ich vielleicht Ihr Verständnis für diese Situation. Ein Blitzen in Ihren Augen könnte ihrem Gegenüber verraten haben, was sie tatsächlich denken. Und dennoch spielen sie das Spiel zum Wohle aller mit. Haben sie sich nur zum Schein zum Schein vertragen? Was für ein Spiel wird hier gespielt? Ich dreh noch durch! Was war das? Dummheit? Sturheit? Arroganz? Überlegenheit? Vor allem, war es eine Frechheit! Mir gegenüber! Das wird ein Nachspiel haben. Und Gilbert knöpfe ich mir auch noch vor. Die Schnürsenkel und die Fesseln wird er noch büßen!

Wie dem auch sei, wir sind alle aufeinander angewiesen. Diese schweren intriganten Zeiten zu überstehen, erfordert unseren Zusammenhalt. Als Alternative steht nur noch die Flucht aus der Baronie Hammerschlag zur Verfügung. Nur ist dies unserer Erwählung und Abstammung nicht würdig!

Jetzt heißt es Verbündete um uns scharen, um Magus Malum in die Knie zu zwingen. Die Elfe, dessen Haar wir im Auftrag Malums herbeischaffen sollen, könnte uns helfen, ihr Volk auf unsere Seite zu ziehen. Und es wird wichtig, den Hexenring der hiesigen Wälder, Tamara, Saria und den Druiden zu kontaktieren. Den offiziellen Ämtern dieser Baronie ist leider nicht mehr zu trauen, da sie von Malum beherrscht scheinen. Auch bei Sieghelm selbst besteht die Gefahr der Kontrollübernahme. Auch ihm wurde Haar als Fokus entnommen. Und er ist der einzige der derzeit die Anzeige gegen den Magus aufrechterhält. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch er der magischen Beherrschung unterliegt.

Dazu ist interessant zu wissen, ob die göttlichen Amulette uns vor feindlicher Magie zu schützen vermögen. Ich hoffe es. Aber um sicher zu gehen, werde ich mit Romo und Gilbert besprechen, was zu tun ist, sollte sich Sieghelm anders als üblich verhalten. Ich werde ihn im Auge behalten und jede Veränderung festzustellen wissen. Wir sollten Sieghelm auch keine Wache mehr übernehmen lassen. Zu groß ist die Gefahr, der nächtlichen Meuchelung.

Merkwürdig mutet mir auch dieser Zwerg an. Er sitzt derzeit im Gefängnis von Hammerschlag, scheut aber weder Strick noch Eisen. Spaziert frei umher, um zur rechten Zeit wieder in Haft zu sitzen. So erzählfreudig er ist, gibt er sich stets so unnahbar. Was steckt hinter diesem harmlosen Antlitz eines reisenden Fallensammlers. Ist seine Aussage, dass sich Magus Malum vor ihm verstecke, genau so wahr, wie Blitz und Donner über dem Turm einer Illusion gleichkommen? Zum Feinde möchte ich den mutmaßlichen mit Tieren sprechenden Geoden nicht haben. Er scheint eher amüsiert über unser Vorgehen, als dass er sich ernsthaft Gedanken, um seine Zukunft macht. Ich bat Nehazet, ihn sich einmal genauer anzusehen. Vielleicht kann er etwas herausfinden. Sein getöteter mutmaßlicher Bruder scheint im Rat gesessen zu haben, der Malum dereinst verbannt. Xenos von den Flammen… wir sollten mehr über ihn in Erfahrung bringen.

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Gedanken der Azina

Ende der Illusionen

Kaum aus dem merkwürdig anmutenden Traum erwacht, ruft uns die Pflicht erneut ihr Geheiß ins lädierte Ohr. Das in der Bibliothek, der irdischen und nicht irdischen, Erlebte möge bei den entsprechenden Stellen berichtet werden. Zwar schulde ich persönlich derzeit niemandem Rechenschaft, aber Sieghelm und Nehazet sind vertraglich an Hammerschlag gebunden. Daher führte unser Marsch über von Senfes Anwesen nahezu direkt zu den Lehnsherren nach Hammerschlag. Nachdem alles gesagt wurde, nahm mich Sieghelm offiziell in den Dienste Hammerschlags als Führerin der hiesigen Wälder auf. Zwar unterstehe ich somit teils Sieghelms recht launischen Befehlen, jedoch ist dies ein Übel mit dem man leben kann, wenn man weiß wie die Dinge anzupacken sind. Außerdem werden meine Fähigkeiten hier sinnvoll eingesetzt und die Bezahlung stimmt.

Schon verhältnismäßig lang verweile ich an diesem Ort, wie seit zwei Umläufen an keinem Anderen. Mir fehlt lediglich ein Überblick über die ortsansässige Botanik. Die Fundstellen diverser Kräuter bedürfen meiner fachkundigen Obhut und Ernte. Und die frische Luft wird mir ohnehin gut tun.

Unsere nächste Mission – nach zwei Tagen trautem Müßiggang – führte uns gleich zurück in die Wälder. Ein Banditenring gehört untersucht. Tatsächlich fanden wir eine Höhle mit diversen wertlosen Habseeligkeiten. Das Einzige von Wert waren einige Schriftrollen unter denen sich auch eine Karte der hiesigen Gegend befand. Mit Nehazets Hilfe lernte ich sogar diese Karte zu lesen. Nicht weiter schwer muss ich sagen, denn sie war tatsächlich sehr einfach zu entziffern. Der Autor hat ganze Arbeit geleistet. Warum er sie im angeblich verlassenen Versteck zurück ließ, bleibt mir ein Rätsel. Auf der Karte entdeckten wir ein Symbol in Form eines Turms. Er markiert das eigentliche Ziel unserer Reise. Soweit mir mitgeteilt wurde, ist dieser Turm zu erobern. Berichte von Spähern ließen vermuten, dass dieser Turm magisch geschützt wurde. Daher ist der Adeptus die erste Wahl zur Untersuchung. Und auch die einzige.

Am Turm angekommen offenbarte uns ein gewisser Malum – der seine besten Jahre weit vor den meinigen erlebte – sein Können und ließ Blitz und Donner über uns wüten. Zum Glück fing es nicht an zu regnen. Eine Katastrophe für meine endlich ordentlich frisch gemachten Haare. Mir fiel auf. dass der Boden um den Turm versenkt war. Gerade schickte sich Nehazet an, eine Tür zu schaffen, als der Turm begann, aus seinen „Wasserspeiern“ Feuer sprudeln zu lassen. Ein tödlicher Ring aus geschmolzener Lava schloss sich um den hilflosen Adeptus. Der jedoch schien so vertieft in seine Zauber, dass er dies nicht bemerkte. Also eilte ich ihm zur Hilfe. Er widerstand meinen Bitten. So blieb mir nicht anderes übrig als selbst vor dem Feuer zu weichen. Kurz bevor der Feuerkranz Nehazet erreichte, trat er enttäuscht über das verfehlen seiner Zauber vom Turm zurück und entging somit nur knapp dem sicheren Tod. Wieder ohne es zu merken. Mir blieb beinahe mein Herz stehen und er spaziert da einfach rum.Allein das lässt mich schon an der Vernunft des Magiers zweifeln.

Schlimmer wurde es allerdings, als er mit dem Turm sprach. Ja, er sprach mit dem Turm. Oder besser mit dem Gesicht im Turm, welches die Mimik des Magus Malum projiziert. Zuvor begann bereits Spichbrecher mit dem abtrünnigen, jahrhunderte lang eingesperrten, Magier die Verhandlung zu führen. Jedoch scheint Malum nicht geneigt den Forderungen, die Baronie Hammerschlag zu verlassen, nachkommen zu wollen. Ehe Spichbrecher seine üblichen machtpolitischen Provokationen kundtun konnte, fiel ihm Nehazet ins Wort und verlangte die Verhandlungsführung. So von Magier zu Magier. Zu Recht, wie mir deuchte. Als Spichbrecher dem guten Adeptus jedoch stets unterbrach, verfiel dieser in eine fremde Sprache und unterhielt sich eine ganze Weile mit Malum. Wer weiß, welch anrüchige Worte gewechselt wurden. Tatsache ist, dass es sich bei dem älteren Magier um einen „bösen“ Meister der Beherrschungsmagie handelt. Daher ist die Vermutung -angesichts des merkwürdigem Gebarens Nehazets – dass eine Beherrschung des Adepten vorliegt, nicht unwahrscheinlich. Sprach er doch davon, dass der Magier versicherte, niemandem in der Baronie schaden zu wollen. Tatsache ist, dass er bereits Menschen dieser Baronie Leid zufügte. Weitere Gesprächsinhalte entkamen seinem Munde nicht. Ganz und gar verschlossen war unser vermeintlich abtrünniger Kamerad. Sieghelm ließ ihn unter unauffälliger Beobachtung stellen. Der Zwist eskalierte, als Nehazet die gefundenen Schriftstücke zerstörte. Die Herausgabe des Zauberstabes zu der Gruppe Sicherheit verweigerte der Adeptus, indem er aus unserer Sicht verschwand. Ratlos blieb uns nichts anderes übrig als unverrichteter Dinge nach Hammerschlag zurück zu kehren und Bericht zu erstatten. Der Verrat des Mentalmagiers hing schwer in der Luft.

Wie konnte das passieren? Haben wir uns in Nehazet getäuscht? Greift die Seuche, die einst Nicolo befiel, nun auch auf dem armen Nehazet über? Oder unterliegt er fremder Beherrschung? Irgendwie hoffe ich das für ihn…

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Gedanken der Azina

Zweifel an anerkannten arkanen Experten?

21.Ingerimm
Wir wachten in einem Feenkreis auf, es war jener von Schwesterchen, und gerade jene Fee musste ihrer neckischen Ader nachgeben und ihre magica controllaria auf uns wirken. Sobald wie möglich begaben wir uns nach Schilder, eine lange Wanderung an deren Ende wir in dem Gasthaus Schilders ankammen und dort nächtigten.

22.Ingerimm
Ich fertigte heute einige notwendige Schriftstücke angefertigt, darunter eine Nachricht an den Vogt von Hammerschlag, ihm mitteilend, dass wir am Leben sind, erklärend warum wir uns erst so spät meldeten und ihm versichernd, das alles nach von Spichbrechers Plänen lief. Weiterhin war ich damit beschäftigt, die Erinnerungen der anderen an die Bibliothek festzuhalten.
Später an dem Tag besuchten wir noch von Senfes, und berichteten ihm von unseren neuen Ergebnissen, zumindest jene die für ihm von Interesse sind, außerdem informierte ich ihn über Schwesterchen, unverständlicherweise wurde ich rüde von Azina saba Belima unterbrochen und weggezerrt.
Danach begaben wir uns erneut nach Hammerschlag, auf dem See gab es einen großflächigen Nebel, bei arkaner Visitation stellte sich heraus das jener Nebel arkanen Ursprung war. Wir ließen uns durchfahren, wurden jedoch von einem anderen Schiff aufgehalten. Welches überfallen wurde, was wir schnellstmöglichst änderten, naja annähernd schnellstmöglich, unser Fährman entschied sich zurück zu Schwimmen, aufgrund einer einfachen Illumination der Umgebung. Ich konnte zumindest einen Cantus ausprobieren, Auris Nasus in der Variante der Geräuschsillusion, später untermauerte ich die gewählte Illusion mit einem Cantus der Combattiva, welcher sich des feurigen Elementes bediente. Danach begab ich mich auf das Schiff, auf dem von Spichbrecher und saba Belima, mit denn Combatanten fochten. Ich beschäftigte mich in der Zwischenzeit, mit etwas äh eher geistreichen, ich befreite die Besatzung des Schiffes. Welches sich später als Efferds Woge herausstellte, vorher curierte ich jedoch noch den Kapitän des Schiffes mit einem Balsam Cantus. Es stellte sich heraus, das eine Kiste für Movart entwendet wurde.
In Hammerschlag erstatteten wir dem Vogt bericht, ich erzählte Movart anschließend von seinen verloren gegangenen Waren, er erwähnte mir gegenüber wozu er jene Waren benötigte. Ich bot ihm meine Hilfe, wofür ich jedoch zuerst einen seiner Astraltrünke benötigte, ich entschied mich für die Convokation einer Creatorum Igniselementarum, welcher ich auftrug die vorhandenen Waren auf entspechender Temperatur zu halten.

23.Ingerimm
Da Movart und ich uns auf eine gewisse Zusammenarbeit geeinigt haben, brachte ich ihm die von mir dargebotenen Ingredenzien, drei Tropfen von Schwesterchen und außerdem noch die hälfte der überreste des Gestaltwandlers.

27.Ingerimm
Wir machten uns auf den Weg zu Pesmerga Malums Turm, wobei unsere Prioritäten doch unterschiedlich erschienen. Das Aufspüren eines Banditenversteckes wurde als wichtiger erachtet, als besagten Turm aufzusuchen. Nun ich fande dort wenigstens Acht Pergamentrollen, mit verschiedenen Aufzeichnungen, ich Memorisierte alle, zumindest habe ich jetzt eine Karte der Baronie in meinem Kopf.

28.Ingerimm
Erreichten heute den Turm, ich ging alleine zum Turm, bei allem was ich mittlerweile mit meinen Begleitern erlebte, lies mich doch an ihrem diplomatischen Geschick in dieser Angelegenheit zweifeln. Ich erreichte den Turm auch ohne Schwierigkeiten, meine erste Vermutung über einen mächtigen Cantus der controllaria, welcher den Eingang verhehlte, wurde nicht bewahrheitet. Mein Versuch einer Kontaktaufnahme scheiterte, als nächstes blickte ich durch die Wand mittels Penetrizzel Cantus. Jener gelang zwar, brachte mir jedoch nur die Information, das das Erdgeschoss ein Wohnraum des Turms war. Als nächstes convocierte ich eine Creaturum Archoelementarum, deren Bemühungen einen Zugang zu dem Turm zu schaffen, waren jedoch ohne Erfolg. Das einzige was ich erfuhr, war das der Turm anscheinend eine hohe heptasphärische Präsenz aufwies.

Azina meinte mich stören zu müssen, da meine Möglichkeiten doch stark limitiert war, zog ich mich ersteinmal zurück.
Nachdem ich mich etwas entfernt hatte, entschloss sich Pesmerga Malum sich mit uns zu unterhalten, von Spichbrecher meinte sich einmischen zu müssen. Also ließ ich ihn ersteinmal gewähren, nachdem ich mir seinen Verhandlungsstil angehört habe, und diesen für ungenügend befunden hatte, musste ich mich erneut einmischen. Das Gespräch verlief auch auf einer annehmbaren Collegialen Ebene. Als sich unser Gespräch doch auf Ebenen bewegte, welche ich als problematisch für meine Begleiter einstufte, wechselte ich die Sprache auf Bosparano, ich konnte eine gewisse Bindung zu ihm aufbauen, so groß der Schaden war den Zulipan von Punin angerichtet hat, ich denke er hat in dieser Situation geholfen. Er bat mich ihm eine Kleinigkeit zu besorgen, nun das sollte nicht allzu schwer sein. Nach seinen eigenen Aussagen, werde er sich nicht in die hiesige Politik einmischen und auch keinem Menschen Schaden zufügen.

Nachdem wir in Frieden auseinandergingen, stellten mich von Spichbrecher und saba Belima zur Rede, sie hatten wohl mit dem was sie mitbekammen Probleme, warum auch immer. Und drohten mir, stellten mich unter Beobachtung und wollten keinen meiner Ratschläge annehmen. Auf die Arrogante Erwähnung von Spichbrechers, er würde nicht dem Einfluss der magica controllaria von Pesmerga Malum unterliegen reichte es mir, diese unermessliche Ignoranz, ich überprüfte mittels eines kleinen Experimentes, ich wirkte einen Blick aufs Wesen Cantus auf ihn, direkt vor allen Augen, es fiel niemanden auf, wie zu erwarten war seine Magieressistenz zu vernachlässigen. Da von Spichbrecher seine Handlanger Romo und Gilbert anwies auf mich aufzupassen, entschied ich mich die gefundenen Pergamentrollen zu Vernichten, es entsteht ja kein richtiger Schaden, prägte ich mir diese doch genauestens ein. Da dies dann jedoch wieder auf unverständnis stoß und sie mir nun mein Standessymbol, meinen Zauberstab abnehmen wollten, entschied ich mich zur einzig sinnvollen Möglichkeit aus dieser Situation zu gelangen, ich wandte den Transversalis Cantus an und verschwand. Nun wandere ich also mit meiner Ewigen Flamme durch die Wildnis, äh wie ich diese Ländereien hasse. Solche Ignoranten, verblendeten Sturköpfe sind mir vorher noch nicht untergekommen.

Eine Akademie, eine Traum Bibliothek und verlorene Zeit

7.Ingerimm. 1025 n.B.F.

Heute machten wir uns endlich auf den Weg die verlorene Akademie zu suchen, wir fanden eine Ruine. Einige Kinder hielten es für einen weisen Entschluss diese Anlage zu untersuchen, töricht und gefährlich, ihnen war noch nicht einmal bewusst was sie da untersuchten. Aber bis auf einen Gargyl schien keine Verteidigung mehr in der Akademie vorhanden gewesen zu sein, der Gargyl reichte auch vollkommen aus. Der Gargyl muss wohl schon älter sein, von Spichbrechers, nunmehr geweihte, Klinge erwies sich als erstaunlich ineffektiv. Zumindest gelang es uns an einige Informationen zu gelangen, wie ich befürchtet habe ist Pesmerga Malum aus seinem Kerker entflohen (oder befreit wurden), weiterhin ist er im Besitz von mächtigen Foki der contraria über die Herren von Spichbrecher und de Castellani und er dürfte auch das Archiv von Hammerschlag aufgesucht haben. Durch die Begegnung mit dem Gargyl wurde meinem Vorschlag nachgekommen, die Bibliothek von Pesmerga Malum zu untersuchen. Was für eine Ansammlung an Werken, selbst die Bibliothek der Academia Arcomagica sieht dagegen klein aus, zumindest wenn ich mich korrekt erinnere, es scheint mir zu entgleiten. Aber der Schlüssel, nein die Schlüssel, die Notizen, die beiden Bücher (Sun Tzu, wer auch immer das ist, vielleicht kann von Spichbrecher helfen, die Kunst des Krieges und ein Werk über die Rituale der Ewigen Flamme und des Seiles des Adepten) und die Tatsache das wir außerhalb unserer Zeit am Feenkreis von Schwesterchen zu bewusstsein kammen. Ich gehe bis aufweiteres davon aus das es kein Traum war, diese Bibliothek existiert, sie muss existieren, es finden sich einige Namen in meinen Notizen, ich hoffe das mir die Collegii Menami, Malum und Atherion weiterhelfen können. Außerdem werde ich den Feenkreis von Schwesterchen einer genaueren Examinatio unterziehen, wir sind durch ihn nach Dere gelangt, also müssten wir auch in Bibliothek zurück gelangen, es erscheint so unwirklich, ich sollte einige Studien bezüglich der Möglichkeit verlorene Erinnerungen zurückzuerlangen durchführen.

Die Bibliothek erfüllte mich mit tiefem Verlangen, ich habe das Gefühl wir wären nicht lange genug dagewesen, das Wissen der Äonen und doch waren meine Gefährten bemüht so schnell wie möglich nach Dere zurückzukehren, wieso konnten sie es nicht verstehen, wir hätten Fragen auf unsere Antworten finden können.

Wir erwachten im Feenkreis von Schwesterchen, mein Sein konzentrierte sich um Azina saba Belima, selbst die Dunkelheit der Nacht bereitete mir kaum Furcht, als die magica contraria verblich fiel es mir ein, es gab nur eine logische Erklärung, Schwesterchen wob ihre Magie um uns.

Zu der Bibliothek werde ich mich genauer Beschäftigen,wenn ich einige Nachforschungen angestellt habe, in der Zwischenzeit werde ich meinen Schlüssel gut aufbewahren und versuchen mein Buch von Azina saba Belima zurückzuerlangen, die Ewige Flamme erhellte doch mein interesse.

Was für eine phantastische Reise

Meiner Treu, was war das denn? Ein wahrlich merkwürdig anmutender Traum spukt in meinem Geiste herum. Darin befanden wir uns in einer riesigen abnormen Bibliothek. Es stapelten sich eine Unzahl von Büchern unbestimmter Herkunft und unterschiedlicher Machart. Ich wette Nehazet war ganz in seinem Element und wollte nichts sehnlicher als die Zeit selbst bitten ihm zusätzliche Äonen des Studiums zu schenken.

So hat das Portal unter der alten Akademie tatsächlich funktioniert. Ein Glück, denn sonst hätten wir dem Schicksal erlegen, das uns nach Meinung des  Beherrschers des Gargoyles zugestanden hätte. Ein unwürdiges frühzeitiges Ende für Auserwählte der Götter. Nicht einmal Sieghelms – gekonnt geführte – geweihte Klinge konnte irgendetwas ausrichten, so heldenhaft er sich dem Monstrum auch entgegen warf. Kaum einen Kratzer nahm das steinerne Ungetüm. Zwar blieb Sieghelm seinerseits unverletzt, aber es sah nicht gut für ihn aus. Erst im letzten Moment wählten wir den Sprung ins Ungewisse. Aber woher stammt dann die Verletzung an Sieghelms Bein? Er scheint einen erbarmungslosen Streich erlitten zu haben. Eine steinerne Faust ist dazu nicht in Stande.

Überhaupt, was mag uns am anderen Ende des Portals alles passiert sein? Die Erinnerungen beginnen schon zu verblassen. Ist das Erlebte vergleichbar mit der Vision von einst, als wir unsere Amulette erlangten? Auch hier erhielt ein jeder von uns einen Gegenstand. Nur handelt es sich diesmal um einen einfachen Schlüssel mit identischem Muster. Deren Sinn erschließt sich mir noch nicht. Vielleicht kann Nehazet etwas herausfinden, wenn er seine übrigen Projekte hinten anstellt. Zur Sicherheit werde ich ihn auf meiner Brust neben dem Firunamulett tragen. Wer weiß, wozu er in Zukunft noch nützlich sein wird.

Ach, welche Zeit schreiben wir eigentlich? Es ist Vollmond, letzte Nacht war es noch leicht zunehmender Mond. Wir scheinen einige Tage dort unten … ähm… oben … ähm … zwischen … wo auch immer … verbracht zu haben, ohne dass wir es merkten. Da fällt mir ein: Ich hab Hunger! Die nächste Gelegenheit zur Jagd ist mein! So ein Rehbraten über einem prasselnden offenen Feuer käme mir jetzt gerade recht. Schade, dass Bakkus nicht hier ist…BAKKUS! Er muss noch bei Romo und Gilbert sein. Ich hoffe die beiden nehmen ihn mit und kümmern sich gut um ihn.

Bald – mein kleiner – werden wir uns wieder sehen und unsere Reise fortsetzen.

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Gedanken der Azina

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