21.Tsa.1025 n.B.F.
Kaum das wir von unserer, erfolglosen, Suche zurückkammen wurden wir schon zur Lösung eines anderen Problems verpflichtet. Eine in Hammerschlag ansässige, wohlhabende, Familie, derer von Rahjaweiden, hatte ein Problem mit Orken. Unsere Gruppe sollte diesesmal aus den Herrende Castellani und von Spichbrecher, sowie der Dame Azina saba Belima bestehen. Doch bevor wir uns zu deren von Rahjaweiden aufbegaben verfasste ich noch rasch einen Brief an den Ordo Defensores Lectores, ob der Verstöße gegen den Codex Albyricus und den Tralloper Vertrag. Mit der Tochter Belimas, einer Tulamidin aus Aranien, ob sie wohl einige meiner Verwandten kennt zumindest die im Yalaiad könnte sie vielleicht kennen, spielte ich eine Partie Rote und Weiße Kamele.
22.Tsa.1025 n.B.F.
Im Heim derer von Rahjaweiden entschied ich mich ersteinmal eine Karte der Umgebung abzuzeichnen, diese könnte sich später noch als praktisch erweisen. Vorsichtshalber entschied ich mich dafür einige, vorher mit brennbarem Öl gefüllte, Behältnisse mit dem Custodosigil Cantus zu belegen. Bevor wir uns auf die Suche machten erschienen noch zwei weitere Reisegruppen, eine bestehend aus Zwergen und die andere bestehend aus einem Adligen und seinem Gefolge. Die Zwerge wollten eine Auseinandersetzung mit Elfen lösen. Die andere Gruppe war aufgrund geschäftlicher anliegen vor Ort, unter anderem erworben sie einige Pferde für eine Akademie in Gareth und besahen sich ein Artefakt, welches der Adlige wohl für einen Verwandten erwerben wollte (oder ein Verwandter des Adligen wollte es erwerben, ist auch nicht so wichtig, dieses Artefakt stellte sich als unmagisch heraus, also höchstens von historischem Wert, was ich jedoch aufgrund des Zustandes der Klinge bezweifle, ich nutzte meine Zeit lieber für konstruktives, wie oben genannte Wirkung der Custodosigil Canti). Als wir aufbrachen waren wir zu acht, zu uns vieren gesellten sich noch zwei Gardisten, oder etwas vergleichbares, der Anführer der Zwerge ein gewisser Xasch Sohn des Bodor und ein Herr Walter Schmied, welcher als Leibwache des Adligen, einem gewissen Großherren Wolfgang Ramshas von Gareth, fungierte und von Spichbrecher verdächtigte ihn (Herrn Schmied) Teil der Gruppe zu sein die uns vor nicht allzu langer Zeit entführt und ausgesetzt hat. Nun wie dem auch sei, wir begaben uns auf die Suche nach den Orken, als ich in der Academia Arcomagica studierte hatte ich nicht gedacht in Wäldern nach Orken zu suchen. Nach einiger sucherei fanden wir die gesuchten Orken auch, zuerst gingen wir von neun Orken aus, Rückblickend hat sich das leider nicht bestätigt. Von Spichbrecher hielt es für sinnvoll uns in zwei Gruppen einzuteilen und von zwei Seiten, oder Flanken wie er es nannte, anzugreifen. Zuerst, das bedeutet bevor die Orken reagierten, ging dieses Verfahren auch recht gut auf. Mir gelang es meinen ersten Brandsack erfolgreich zu werfen, vulgo ich traf einen der Orken, Rückblickend betrachtet hätte ich das werfen einer Person überlassen sollen die versierter in solch mechanischen Tätigkeiten ist, Wurf Übungen zählten nicht zu den Bereichen die in der Academia Arcomagica beachtet wurden, nun der getroffene Ork konnte als ausgeschaltet gelten. Allerdings hatte ich den dabei resultierenden Geruch nicht berücksichtigt, wie auch, brennender Ork fand ich bislang noch auf keinem der von mir gelesenen Alchimie Rezepte, sollte so eine Situation vorhersehbar erneut eintreffen werde ich duftwasser dazwischenmischen. Die anderen banden die Orken direkt, ich denke nicht das ich mich so einem Wesen im Nahkampf stellen wollen würde. Um diese Möglichkeit so gering wie möglich zu halten, tat ich das was ich am besten konnte, naja oder zumindest etwas das mir lag, ich nutzte meine arkane Begabung. Zuerst in dem ich mittels Flim Flam Canti die Gegner versuchte zu blenden und zu irritieren, das gelang beim ersten Mal recht gut, beim zweiten Mal erschien mir die Wirkung als zu vernachlässigen. Weitere von mir gewirkte Canti waren der Corpofresso, eigentlich dachte ich immer ich müsste mich mit diesem Cantus irgendwann gegen Welferich Leuenhard Praiowin von Drakkenberg erwehren, zweimal gelang es mir die Matrices des Cantus so formidabel zu erzeugen das sie ihre geplante Wirkung entfalteten, nur einmal versagte meine Fähigkeit die Matrix so zu bilden das es zu der gewünschten Wirkung kamm. Auch wenn ich in aller Regel nicht viel von Magica Combattiva halte, so erwies sich in diesem ein Cantus aus diesem Gebiet als praktikabel, zweimal wirkte ich den Ignifaxius Cantus und beides mal entfaltete sich die gewünschte Wirkung. Das gleiche konnte ich leider nicht sagen in Bezug auf den Wurf meines zweiten Brandsackes, dieser bewegte sich nicht ganz so weit wie ich es eigentlich geplant hatte, die Verletzungen unseres Gegners dadurch waren eher gering, falls es überhaupt welche gab, anders sah es mit den Verletzungen des Herrn Schmied aus, wahrscheinlich stellte er sich in einem ungünstigen Zeitpunkt um, so das mein Brandsackmit ihm kollidierte (Sieghelm sah das wohl als Zeichen Praios, fasziniere). Die Orken erhielten im Verlauf des Kampfes unterstützung, in form von drei weiteren Orken, welche sich an mich, an Herrn von Spichbrecher und an den Zwerg Xasch (was ich jedoch erst später erfuhr) heranschlichen. Mir war bewusst das ich in einem Nahkampf unterlegen wäre, so trat ich einen rasanten taktischen Rückzug an. Mit in meinem Rückzug wallte Nebel auf, der Verlauf des Zeitenstromes schien inne zuhalten und ich befand mich plötzlich in einem Duodekaeren Trilithen, in dessen Mitte war eine Gestalt. Jene Gestalt sprach zwar augenscheinlich auf mich ein, doch die Worte erreichten mich nicht, ein ähnliches Phänomen tritt auch im Limbus auf, doch dem entgegenspricht die Tatsache, das ich nicht das gefühl hatte zu fallen. Nachdem die Gestalt mit ihrer Redegeschlossen hatte lichtete sich der Nebel und der Ork vor dem ich mich auf dem Rückzug befand lief vor mir weg. Einer plötzlichen Eingebung folgen wirkte ich erneut einen Corpofresso Cantus und immobilisierte jenen Ork spielend. Rückblickend betrachtet gebe ich zu, dass der anschließend von mir gewirkte Ignifaxius Cantus unnötig, möglicherweise gar übertrieben gewesen sein mochte, doch irgendwie musste ich den Ork unschädlich machen. Danach klang der Kampf auch aus. Auf unserer Seite waren Herr Schmied und einer der Gardisten schwer verletzt, der andere Gardist war tot. Da wir Verwundete hatten und uns nicht sicher waren, welcher Weg weiter wär, der nach Burg Friedstein oder zum Gut deren von Rahjaweiden, wurde beschlossen das wir uns auf den Weg nach Burg Friedstein begeben sollten. Auf dem Weg zur Burg fand ich ein Amulett aus Buchenholz um meinem Hals