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Ich bekomme die Motten!!! den ganzen verdammten Tag veruche ich schon mittels ALLEM diese verfluchten User-Avatar-Bilder in die Aritkel einzufügen…. AARRRRRG der Code „userphoto_the_author_thumbnail();“ funktioniert, jedoch klappt es nicht IM schonder nur ÜBER oder UNTER dem Artikel. Weiß einer von Euch ne Lösung?

 

Den Eintrag lösche ich sobald alles so funktioniert wie ich es mir denke.

Willkommen!

So von Eurem liebenswertem Admin ein aller herzlichestes Willkommen meine Lieben. Ich hoffe es gefällt Euch und ihr habt viel Spaß.

Denk bitte daran Euch zu registrieren, da Ihr sonst weder eigene Artikel schreiben noch andere kommentieren könnt.

Ich freue mich schon Eure Geschichten hier lesen zu dürfen.

Zurück im Kreise

Nach den ganzen Anstrengungen und Strapazen der letzten Tage, dachte ich, ich kann mir nun ein wenig Ruhe gönnen und Adaque und mich pflegen. Es gibt auch Einiges mit Onkel Omar zu besprechen. Ich möchte ihm einen Brief mitgeben, bevor er nach Aranien reist. Das heißt, falls er nach Aranien reist. Nun, ist es leider so, dass sich die Ereignisse wieder einmal überschlagen. Delia ist verschwunden! Nicht, dass dies das erste Mal wäre. Nein, sie scheint in dieser Hinsicht sehr unkonstant oder unvorsichtig zu sein. Wir suchten die alle bekannten gemeinsamen Orte ab. Das Teehaus, wo ich Rowin fand und mit ihm zusammen auf Nehazet wartete, das Hospital, indem Sie arbeitete und den Traviatempel, wo die Schwestern sehnsüchtig auf den Adeptus’ Ankunft warteten. Kaum erblickt, ward er sogleich mit erlesenen Stickereien betraut. Ich beschäftigte mich nach dem Mittagsmahl mit Stall- und Tierpflegearbeiten bis Delia hier eintreffen solltet. Ich schulde Rowin Dank dafür, dass er mir den Khumschomer überließ, den er in den Katakomben der Arena erbeuten konnte. Die Waffe selbst ist nichts außergewöhnliches, leicht schlechter als mein aller Khumschomer, den ich von einst von Palmeya als Dank erhielt. Aber die Scheide! Die Scheide ist verziert mit den Runen des Kor. Ich bin gespannt, was diese Aufmachung noch für einen Nutzen haben wird. Als Rowin zur zweiten Praiosstunde beim Tempel eintraf und sich wunderte, dass Delia noch nicht da ist, machte ich mir doch langsam Sorgen um ihr Wohl. Rasch befragte ich Rowin, wo sie war und wo sie hingegangen sein könnte: „Vom Heim Demeyas ging sie Richtung Teehaus“. Nur kam sie dort nicht an. Da ich schon Bekanntschaft mit einigen zwielichtigen Gestalten von Keshal Isig machte, vermutete ich das Schlimmste. In aller Eile befreiten wir Nehazet aus der Runde Näherinnen und machten uns auf dem Weg. Inzwischen kannte ich mich in fünf der Stadtteile recht gut aus. Das trifft bedauerlicher Weise nicht auf Nehazet und Rowin zu, die sich wieder einmal verliefen. Erstaunlich, dass Nehazet damals vor uns in Hammerschlag ankam. Muss eine glückliche Fügung gewesen sein. Wie auch immer. Jedenfalls fanden die Beiden die Schlafstatt nicht. Es kam der Vorschlag, Demeya doch bei ihrer Arbeit in der Teppichknüpferei aufzusuchen. Wir wollten sie lediglich für einige Stunden ausleihen, als uns klar wurde, dass sie eine Sklavin ist. Natürlich machte ich mir im Vorfeld Gedanken darüber, wer diese Demeya nun sei. Hörte ich gar Erstaunliches über sie. Sie schlug beispielsweise einen Sklavenhändler nieder und führte meine Gefährten durch den Untergrund zur Arena. Nicht schlecht. Als ich endlich Ihrer angesichts wurde, fiel es mir wieder ein: Vor drei Tagen beobachtete uns eine Frau aus dem Hintergrund. Sie schlicht stets von Stand zu Stand und warf kurze Blicke zu uns herüber. Ich dachte, dass sie mir vielleicht bei den Übungen mit Adaque zusah. Erst spät erkannte ich, dass nicht ich, sondern der gute Rowin verantwortlich für ihr Interesse war. Ja, warum auch nicht. Der Händler Hairam, dem sie gehörte, erwog die Möglichkeit sie zu verkaufen. Aus gespieltem Interesse erkundigte ich mich nach dem Kaufpreis. Fünf Marawedi nannte er. Zwar, das ist zwar um einiges geringer als das, was ich für Onkel Omar bezahlte, jedoch noch zu viel für unsere bescheidenen Mittel. Nehazet zückte kurzerhand - ich weiß gar nicht, woher er die schon wieder hatte - eines der hochherrschaftlichen Rollsiegel hervor und bot dieses als Tausch an. Er lobpreiste die Möglichkeit mit diesem Siegel Einfluss in Shirdar zu erlangen. Er schlug mit Handschlag und Entlassungsurkunde ein. Nun gehört Demeya Magier, der wiederum die Urkunde an Rowin weiterreichte, welcher es in den Tiefen seines Brustpanzers verbarg. Draußen fielen sich die Beiden in die Arme und küssten sich. Hach ja, so schön kann Liebe sein, ich vergaß, wie schön das anzusehen ist. Azinas Gedanken schweiften zu Igan … Delia hat auch keine Scheu, sich der Liebe hinzugeben. Bei Firun, DELIA!! Geschwind eilten wir zu Demeyas Heim. Während sie ihre Habe zusammenpackte, ließ ich Bakkus an Delias Sachen Witterung aufnehmen. Auf Kommando stürmte er los. Wir hinterher. Die Spur führte zum Palast der Al’Achami. Oh nein, da kann nur noch Nehazet helfen. Brav stelle er sich in die Reihe der Wartenden. Sein vorgetragenes Begehr ließ das, als Ohr anmutende, Gebilde völlig kalt. Erst als Demeya sich dazwischen warf und sagte, dass wir einen Sklaven zu verschenken hätten, öffnete sich das Lichtgeflutete Tor zu einem großen blendenden Saal. Ein Magier auf einem fliegenden Teppich, der sich selbst als „Pförtner“ auswies, versperrte uns den Weg und frage erneut nach unserem Begehr. Nun hatten wir keinen Sklaven zu verschenken, sondern forderten die Freilassung unserer Hexe. Da dem nicht entsprochen wurde, bot sich Demeya als Austausch für Delia an. Natürlich verwehrte sich Rowin dieser Möglichkeit und gab die Papiere für Sie nicht heraus. Ich überlegte fieberhaft, was ich tun könnte. Aber außer dem Pförtner den Khumchomer quer über das überhebliche dreinblickende Gesicht zu ziehen, fiel mir nichts ein. Das hätte auf der Stelle unser aller Tod bedeutet. Hilflos sah ich mit an, wie sich Demeya hingab und Rowin in sich zusammenbrach. Draußen ließ sich Rowin weinend an einer Statue nieder. Ich vermochte ihm keinen Trost zu spenden. Nur der Schwur nach Rettung entglitt meinem Mund. Nach einer quälenden Stunde erschien Delia fröhlich aus dem Licht. Übel kahl geschnitten und mit Fesselspuren an den Gliedern fragte sie, warum wir so gedrückter Stimmung waren. Natürlich versuchten Nezahet und ich ihr zu erklären, was passiert ist. Nehazet mehr sachlich und ich eher persönlich, aber sie ließ sich auf nichts ein. Ihre Erinnerung wiegt stärker als unsere Aussagen. Freiwillig soll sie sich nach Unterfeld begeben haben, um sich die Haare zu schneiden. Also bitte. Das kann nicht einmal sie selbst sich abnehmen. Jedoch konnten wir Zweifel sähen, der sie sichtlich durcheinander brachte. Wir ließen Rowin zurück, der, unfähig sich zu bewegen, seinen Gefühlen freien Lauf ließ. In Gedanken schmiedete ich bereits Pläne für die Befreiung seiner Liebsten. Nur brauchte ich dazu unbedingt Delia. Daher führten wir sie zurück zum Traviatempel, wo wir uns nach einem kurzen Abendmahl schlafen legten. Delia schlief unruhig. Unschlüssig, was zu tun ist, nahm ich sie behutsam in meine Arme. Am nächsten Morgen untersuchte Nehazet Delia ausführlich magisch. Sie bat mich, in der Ecke zu warten, bis er sein Wirken beendet hätte. Sie ruht mit geschlossenen Augen auf Knien vor dem Adepten. Ich schaute leicht gelangweilt, weil sichtbar rein gar nichts passierte, aus dem Fenster. Was ich dort zu sehen bekam, ließ mich meinen Augen kaum trauen. Dort ließ gerade Rowin zwei Eimer mit Wasser fallen, die ihren Inhalt zu seinen Füßen entließen. Ihm Gegenüber stand tatsächlich Demeya. In schlaffer Haltung versuchte sie an ihm vorbei zu kommen, doch der Schwertgeselle hielt sie fest und schüttelte sie sanft. Erneut unternahm sie einen zaghaften Versuch sich loszueisen. Das Bild scheint sich zu verändern, das klare Wasser auf dem Pflaster färbt sich langsam rot und beginnt zu lodern. Zuckende Flammen umspielen das Paar. Über dem Brunnen brodelt ein Kessel. Der Blickrand verschwindet, alles konzentriert auf die Beiden vor dem … nein, in dem … Herdfeuer. Während Nehazets rhythmische fremde Worte in weite Ferne rücken, beginnt Rowin zu zittern. War es aus Erregung? War es aus Zweifel? Oder war es überwältigende Liebe. Mit einem Ruck bewegt er seinen Kopf auf den Ihren zu. Ein Kuss, strahlend, wie die aufgehende Sonne löste die familiäre Szenerie in Luft auf. Wirbelnde Farben kreisten noch einmal um sie, ehe sie verblassten. Ungläubig starrte Rowin in Demeyas wache Augen. Als sie sich endlich regt, schloss er sie fest in seine Arme. Danke Travia. Danke für ihr beider Glückseeligkeit. Viel Glück euch Beiden. Euer Weg zeichnet sich mir klar ab. Herumzureisen ist nicht mehr euer Ziel. Folgt nun frohgemut Travias heimischen Weg. Möge euer Glück niemals schwinden. Erfreut, doch zugleich traurig, wendet sie den Blick von den Beiden ab. Ihre Miene wird wieder ernst, doch ein leichtes, kaum vernehmbares, Lächeln umspielt ihre geschlossenen Lippen. ______________________________
Gedanken der Azina

Die Ritualgegenstände sind versammelt

Endlich gelang es mir das herrschaftliche Rollsiegel des Emirates Khorrestans zu erwerben, hat ja auch lange genug gedauert. Demnächst werden wir uns wieder auf dem Weg zum Staudamm Shirdars begeben, um das seit zwei Götterläufen überfällige Ritual abzuhalten, auch wenn mir mulmig ist, befürchte ich doch diverse Katastrophen, was ja nicht verwunderlich ist, fehlen doch wichtige Angaben. Auch eines der Siegel musste ich eintauschen, zumindest ergab sich damit für uns eine Möglichkeit nach Shirdar zu reisen. Aber der reihe nach, gestern gelang es uns ja, leider, nicht Azinas Onkel zu befreien. Im Nachhinein stellte sich dann auch heraus, dass dies nicht notwendig war, befreite doch Azina ihren Onekl, Adaque war aber ziemlich mitgenommen, und mir wird vorgeworfen, ich könne nicht mit Tieren umgehen. Die Nacht war erholsam, mir kammen auch wieder einige neue ideen, nur über die Möglichkeit der Umsetzung bin ich noch am zweifeln. Wie geschrieben, ich holte das herrschaftliche Rollsiegel in der Al’Achami ab, auf dem Weg nach draußen lernte ich noch zwei Schüler der Al’Achami kennen, die beiden waren in einem gespräch über die Magietheorie verwickelt, zwar bewegte dies sich auf einem relativ marginalem Niveau, aber dies konnte ich beheben. Es gelang mir natürlich ihr Problem zu lösen und ihnen bei der clarobservanten Erkenung bestimmter Wesensspezifischer Informationen behilflich zu sein. Wie dem auch sei, ich begab mich auf dem Weg zum uns schon bekannten Teehaus um mich mit meinen Begleitern zu treffen, dort fand ich auch Azina und Rowin vor, seltsam, seltsam, irgendwie haben diese in letzter Zeit eine beeindruckende Fähigkeit mich aus meinen Gedanken zu reißen, beinahe schon zu erschrecken. Es fiel uns auf, dass Delia entschwunden ist, wieder einmal. Wir beschlossen ihre Schritte zurückzuverfolgen, um Sie zufinden. In Keshal Isiq fingen wir an, wobei wieder einmal bewiesen wurde, dass die Erhabenenbrücken das Mittel der Wahl bezüglich der Fortbewegung wären, abgesehen von Luftreisen, Reisen durch den Limbus und eventuellen anderen Fortbewegungsmethoden die mir einfallen würden. Als ich mich nach Keshal Isiq begab traf ich auch einen der zwei Al’Achami Schüler wieder, welchen ich früher am Tage schon bei ihrem Problem behilflich war, wir unterhielten uns kurz, es gelang ihnen meine Ratschläge umzusetzen, durch jene erreichten Sie auch ihr Ziel, wie zu erwarten war. Er bedankte sich noch einmal, ich bat ihn Meister Atherion nach der Bibliothek von Avalon zu befragen. In Keshal Isiq angekommen, wartete ich, wie damals in Hammerschlag, naja nicht direkt so wie in Hammerschlag…

Endlich trafen die anderen ein, hat ja auch lange genug gedauert. Auf der Suche nach Delia lernte ich dann auch Varosch und Tesmar kennen, jene waren nur bedingt hilfreich, nach Mardul befragt meinten Sie, dass Sie ihn in letzter Zeit nicht gesehen hätten, während sich Tesmar und Rowin unterhielten beschaute ich mir ihre Auren nach Residualstrahlung von Mardul, Sie hatten vor kurzem Kontakt mit ihm, doch genaueres konnte ich nicht feststellen. Nur Delia hatten wir noch nicht gefunden, wobei eher auch. Anschließend begaben wir uns zur Teppichknüpferei von Sahib Hairan, um mit Demeya zu reden, und um ein Tiegelchen von Delia zu erhalten, um es zu ermöglichen Sie aufzuspüren. Azinas Hund Bakkus konnte damit die Witterung aufnehmen, vorher musste ich jedoch noch ein Siegel gegen Demeya eintauschen, hach, naja zumindest konnte ich Sahib Hairan von einer Handelsreise überzeugen. Sobald wir das Tiegelchen hatten, und Rowin anmerkte, dass die Winterkleidung unter umständen sinnvoller wäre, ließ Azina Bakkus an Rowins Winterkleidung Delias Witterung aufnehmen, ich suchte in der Zwischenzeit einige von Delias Haaren zusammen, diese sollten es mir auch, theoretisch, ermöglichen Delia aufzuspüren.

Bakkus führte uns zur Al’Achami, allerdings auf dem unteren, dem Dienstboten, Weg. Die Stauten waren, eindrucksvoll. Wir gelangten an die Pforte zur Al’Achami, es dauerte noch etwas, bis wir einlass erhielten, oder zumindest die Möglichkeit für einlass erhielten. Gerade als ich am verhandeln für unseren Einlass war, stürmte Demeya vor und unterbrach mich, wie wenig ich das leiden kann, Sie ließ verlauten das wir einen Sklaven als Schenkung anböten würden. Daraufhin gab das Portal denn weg frei, ja so hätte ich das auch geschafft. Innen wollte Demeya sich dann als Tauschobjekt gegen Delia anbieten, Rowin hielt davon wenig, doch letzendlich musste er ihren freien Willen akzeptieren. Wir mussten noch eine Stunde warten, doch dann verließ Delia die Al’Achami, allerdings ohne Haare, naja werden ja nachwachsen, also wahrscheinlich. Wir begaben uns zum Traviatempel. Dort berichtete ich der Mutter des Tempels von meinem Wissen über Mardul, ich riet ihr, dass Sie oder ein Diener des Praios versuchen sollten eine Unterhandlung mit Garbolosch einzugehen.

Am Tag darauf beschloss ich, eher versuchte ich, über den Blick aufs Wesen Cantus einblick in Delias Wesen zu nehmen, ich hoffte über mögliche Veränderungen in ihrem Wesen einen Ansatzpunkt für einen Beherrschungs brechen Cantus zu erhalten, was mir auch, in gewisser Weise, gelang. Erfuhr ich doch ihren Wahren Namen, dieß sollte es mir deutlich erleichtern, ihre Erinnerung wiederherzustellen. Die Mutter Tempels sagte noch einige, äh faszinierende Dinge.

Schwer erkämpfte Siege

Danke Firun, dass du mir in diesen schweren Stunden beistandest. Danke auch dir Praios, dass die Gerechtigkeit siegen konnte. Einen besonderen Dank gilt vor allem Adaque, der sich so tapfer schlug und mich vor dem Untergang bewahrte.

Mein Onkel ist gerettet, Sefira zur Rechenschaft gezogen, die Ehre verteidigt. Ein wenig schmerzt sie der Gedanke an ihre Dschadra. Die Bänder durfte sie abnehmen. Sie sollen nun Ihr Zeichen sein. Braun-weiß. Weiß-baun.

Kurz bevor sie die Augen schließt, durchlebt sie im Geiste noch einmal die Ereignisse des Tages, während Omar al alam bereits erschöpft im tiefen Schlaf versinkt. Ihr Gehirn malt wandelnde Bilder an die bunten Tücher.

Die untergehende Sonne wirft weite Schatten über den Balkon, als die Kontrahentinnen nacheinander vortreten, um eine Herausforderung im Kampf Mensch/Falke vs. Mensch/Falke auf Leben und Tod auszusprechen. Während das verschriene, in gewöhnliches braun gekleidete, Straßenmädchen an der Etikette kläglich scheitert, erntet die Edle Huldigung und Sympathie. „Sonne dich in deinem Ruhm solang du noch kannst“, scheint der Blick der Einfachen zu sagen.

Der fette Mondsilberwesir lässt bebend das reich bestickte Taschentuch fallen. Kaum berührte es den Boden des Balkons hoch über den Dächern von Fasar, der ersten Stadt der Menschen, grellt ein markerschütternder Schrei aus der Kehle von Sefiras Blaufalken. Schützend stellt sich Azina mit erhobener Dschadra vor Adaque. Die braun-weißen Bänder flattern im Wind. Erst spät bemerkt sie, dass es sinnlos ist, da der gegnerische Falke, wie aus dem Nichts auftaucht und sie angreift. Sie schickt nun ihren Falken ebenfalls in den Kampf, während sie sich mit Inbrunst und Hilfe des Axxeleratus aus ihrem Armreif in den Kampf stürzt, um jenen so schnell wie möglich zu beenden. Verwundert über die doch sehr starken Fähigkeiten ihrer Konkurrentin, tauscht Azina alsbald ihre Stangenwaffe gegen Khumschomer und Linkhand aus. Dabei bemerkt sie, was sie bereits ahnte. Auch Sefira steht unter Stärkungszaubern. Der Magus in der Ecke brabbelt die ganze Zeit seinen Händen gut zu. Intuitiv hetzt sie ihren treuen Jagthund Bakkus auf den Magier. Ein ziellos in die Luft geschossener Feuerball zeugt von dessen Erfolg, während der Kampf der Tierbändigerinnen ungehindert fortschreitet. Erbarmungslos schlagen die beiden Frauen, die sich noch aus Kindestagen kennen, aufeinander ein. Ihre Falken bekämpfen sowohl sich gegenseitig, als auch den jeweils menschlichen Gegner. Mehrfach rettet Adaque seiner Herrin das Leben, indem er sich in Sefiras Kopf festkrallt, ihr die Sicht nimmt, oder ihren Kopf nach hinten zieht. Nur einmal gelingt es dem anderen Falken, sich in Azinas Lederarmschiene festzukrallen. Dem Dolchstoß entgeht der Falke jedoch.

Sie können sich beide kaum noch auf den Beinen halten. Aus mehreren Schnitten blutend versetzt Azina Sefira schließlich einen Streich quer über die Brust. Stöhnend sackt Sefira zu Boden und bleibt schwer atmend liegen. Mit erhobenen Waffen steht Azina über ihr, unschlüssig, was sie tun soll. In der Zeit vor dem Kampf, ging ihr diese erhoffte Situation mehrfach durch den Kopf. Das Blut rauscht durch ihr Gehirn, wie das Abwasser der Kanäle dieser verfluchten Stadt. Zähflüssig und blubbernd. Ihre Schläfe pocht schmerzhaft. Die Menge beginnt verhalten zu rufen: „Töte sie, töte sie.“ Die Falken rauschen heran und setzen sich auf ihre Herrinnen. Der Mondsilverwesir – höchstpersönlich – erhebt sich schwerfällig von seinen Kissen. Er reckt den Arm nach vorne und deutet mit dem Daumen nach unten. Das Todesurteil. Ein Raunen geht durch die Menge. Azina zögert, scheinbar unschlüssig, was sie tun soll. Im Geiste geht sie noch einmal die Möglichkeiten durch:

  1. Sefira töten; Konsequenzen: Rachegelüste getilgt, Gerechtigkeit siegt, Familie vor ihr sicher, der Menge entsprochen, Rachegelüste ihrer Familie geweckt, Jagd zu Ende gebracht, Stärke bewiesen, jemand hilflosen gemeuchelt, schlechtes Gewissen
  1. Falken töten; Konsequenzen: Rachegelüste ungetilgt, hilfloses Tier gemeuchelt, Familie nicht sicher, der Menge widersprochen, Reguläres Ende, Sefiras Wut angeheizt; Schwäche gezeigt, schlechtes Gewissen
  1. niemanden töten; Konsequenzen: Rachegelüste ungetilgt, Gnade vor Recht, Familie nicht sicher, der Menge widersprochen, Schwäche gezeigt, sich selbst treu geblieben

Die Rufe der Menge werden lauter. Mit einem Ruck setzt Azina Sefira ihren praiosgeweihten Khumschomer an die Kehle. Entsetzen steht in Sefiras Antlitz geschrieben. Azina beugt sich zu ihr hinunter. Ihre Lippen beben als sie haucht: „Dein Leben für das meiner Familie!“ Erst als Sefira „ja“ flüstert, lässt die Siegerin von der Geschlagenen ab, erhebt sich und stellt sich entschlossen der raunenden Menge entgegen.

Entsetzt starrt der Wesir sie an. Azina kniet nieder und erwartet ihr Schicksal nachdem sie sagte: „Verzeiht euer Hochwohlgeborenen, aber ich vermag eine alte Freundin nicht zu töten.“. Die Menge tuschele aufgeregt. Gebannt starren alle auf den dicken Gastgeber. Schließlich nickt er zaghaft. Als keine weitere Reaktion erfolgt, erhebt sich Azina schwankend, sammelt ihre Habe ein und schreitet erhobenen Hauptes von der Plattform.

Ein Scharlatan erklärt sich bereit Azina bei der Versorgung ihrer Wunden zu helfen. Statt auf ihr Gemach geführt zu werden, lässt sie sich von einem Offizier eine Erlaubnis ausstellen, über die Erhabenenbrücke zur Gladiatorenarena zu gelangen.

So schnell ihr verletzter Körper sie trägt, überquert Azina die Erhabenenbrücke zum Stadtteil Keshal Isig. Es ist das Armenviertel der Stadt. Überall lungern Abscheulichkeiten herum. Geiern nach Ihrer Habe und Ihrem Körper. Unwirsch stößt sie das Ungeziefer mit der Dschadra davon und setzt erhobenen Hauptes ihren Weg fort. Schon in der Ferne kann sie die kleine Gruppe finsterer Gestalten erkennen, obgleich Mond und Sterne nur spärliches Licht im dunkelsten Stadtteil von Fasar spenden. Sie wappnet sich mental der unliebsamen Konfrontation und nickt den Männern nur respektvoll zu, als sie an ihnen vorbei zu schreiten versucht. Natürlich wollten sie sie nicht einfach so gehen lassen. Mit strenger kalter Miene beantwortet Azina all ihre Fragen. Zunächst fragten sie sie, ob sie etwas benötigte, Drogen oder dergleichen. Zeitverschwendung. Natürlich sind sie es, die etwas von ihr möchten. Ein Zeigen auf den abgeschnittenen Lederriemen ihres ehemaligen Geldbeutels, kann die Gauner zumindest davon überzeugen, dass sie kein Geld bei sich trägt. Zum Glück beschließen sie, ihr lediglich den Boron geweihten Säbel abzunehmen, da es eine „sehr schöne Waffe sei“. Natürlich war sie schön. Sie stammt von Borongeweihten aus den schwarzen Landen. Eine dunkle Aura geht von ihr aus. Nicht verwunderlich, dass sie ihnen gefällt. Zwar  will einer der Männer noch mehr von ihr, aber ein anderer entlässt aus ihrer Gewalt. Einmal tief durchatmen.

An der Arena angekommen, versperren ihr zwei ungemütliche Wachleute den Weg. Während der Eine ihr Begehr im Inneren des Gebäudes vorträgt, pult sich der andere gelassen mit einem Hakendolch den Dreck unter den Fingernägeln hervor. Mit allerhöchster Wachsamkeit betretet Azina den Vorraum, wo sie Adaque und ihre Waffen zurücklassen muss.

Die zähen Verhandlungen mit dem Buchhalter kosten Azina, ihre drei verbliebenen Waffen, ihre 5 Marawedi von Omar und den Schuldschein des Bannstrahlers aus dem Bornland für die Mission in den Schwarzen Landen. Letztlich kann sie die Freiheit für Omar al alam erkaufen und wird sogleich geschwind zu den Blutgruben geführt, um ihn vor dem Tode zu bewahren. Die fünfte Welle der Sklaven tritt jeden Augenblick gegen die kampferprobten Gladiatoren an. Der erste Gong ertönt. Verzweifelt sucht sie in dem Menschenhaufen nach ihrem Onkel. Auf ihren Ruf nach ihm, erhält sie von Angst gequälte Zusicherungen von den falschen Leuten, die sich nach ihr recken, um dem Gefängnis zu entkommen. Trotzig brüllt Azina sie an, sie mögen beiseite treten.  Mehrfache Warnungen und Todesdrohungen werden ignoriert. Erst als sie einer armen Seele den geschenkten schartigen Säbel in den Bauch rammt, nehmen die Gepeinigten endlich Abstand vom Gitter, sodass der am Boden liegende Omar zu sehen ist. Der dritte Gong ertönt. Die Gatter öffnen sich. Schnell teilt sie den Wachleuten die Position des Freigekauften mit. Er rührt sich nicht. Das Gitter wird nach vorn geschoben, die Sklaven werden ins Freie getrieben. Spitze Schreie gehen durch Mark und Bein. Ihren Ekel zurück haltend, den Blick fest auf ihren Onkel gerichtet, feuert sie die Todgeweihten an, zu kämpfen. „Wenn ihr schon sterbt, dann sterbt ehrenhaft und kämpft! Für Rhondra!“ Ein Großteil der Sklaven greift zu den Waffen und rennt ins Freie, wo die erbarmungslosen Gladiatoren ihr blutiges Werk verrichten. Azina bedauert um die Toten. Jedoch kann sie nichts für sie tun. Beschämt wendet sie den Blick ab und hilft den Wächtern Omar aus der Zelle zu holen. Erst nachdem sie festgestellt hat, dass er noch lebt, schließt sie ihn endlich in die Arme.

Fort, nur Fort von den Schreien und dem Reißen von Fleisch, ist das einzige an was sie denken kann. Gemeinsam tragen sie den Bewusstlosen nach oben in den Vorraum. Dort reicht sie ihm etwas Wasser und hat Mühe ihn zu beruhigen. Zu groß sind seine Ängste über ihre Sicherheit.

In ihrem erschöpften Zustand ist es Azina unmöglich, ihren Onkel bis zur Erhabenenbrücke zu tragen. Außerdem sähe das Gesindel auf den dreckigen Straßen von Keshal Isig in den Beiden leichte Beute. Der Torwächter, der sie in die Arena ließ und der ihr half Omar dort raus zu holen, schaut sie schon die ganze Zeit mit einem merkwürdigen Blick an. Kälte und Brutalität sind aus seinen markanten Gesichtszügen verschwunden. Zweifel und Besorgnis sind dort nun zu lesen. Er fasst sich und seinem Stolz ein Herz und trägt den ehemaligen Sklaven zur Erhabenenbrücke. Azina musste ihm versprechen, dass sie niemanden erzählt, was er „weiches“ getan habe. Gerührt tut sie etwas, was sie noch nie getan hat…

Beim Abschied, am Aufgang der Brücke, spricht sie für ihn einen Segen Firuns. „Mögest du standhaft bleiben und dein selbst bewahren.“, fügt sie in Gedanken hinzu. Sie erfährt nicht, ob er den Segen zu würdigen weiß, denn er wendet sich ab und läuft zurück zur Arena. Leicht geknickt, wie ihr scheint. Vielleicht sieht man sich unter anderen Umständen wieder. Sei stark, mein brutaler Freund.

Die Wachleute unterstützen sie bei der Rückkehr zum Turm des Mondsilberwesirs. Auf dem Zimmer angekommen, legt sie Omar al alam vorsichtig nieder. Sie prüft noch einmal seine Atmung und seinen Zustand. Zufrieden nickend, legt auch sie sich in die weichen Kissen „Welch ein Glück.“ denkt sie.

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Gedanken der Azina

Geistreiche Erlebnisse in Fasar

So die Suche nach Mardul scheint vorranzukommen, dauert jedoch länger als gewartet, bin gespannt was ich als nächstes suchen soll, das heilige Licht? Nun Garbolosch Sohn des Garbosch konnte ich in Keshal Angra nicht sprechen, war wohl zu beschäftigt, und dabei, wie mir versichert wurde, haben “wir Großlinge” doch so wenig Zeit, nun zumindest konnte ich ein kleineres Gespräch zum Thema Arithmetik mit einem paar Zwergen führen. Die Wachen konnten mir ebenfalls nicht helfen, aber eines muss ich den Zwergen zugute halten, sie bauen ziemlich ordentlich und geometrisch, hmm vielleicht sollte ich mich mal mit einem Zwergischen Baumeister über Städteplanung unterhalten, müssten eigentlich auch gute rote und weiße Kamelspieler sein.

Da mir die Zwerge keine große hilfe waren, beschloss ich erneut nach Keshal Isiq zu gehen, ich weiß immer noch nicht was die anderen für ein Problem mit dieser Stadt haben, gut ich gebe zu die Stadt könnte ein paar mehr Brücken gebrauchen. Das erste Individium das ich ansprach verwies mich, gefragt nach Mardul, auf die Richtung in der eine Leiche vor sich hinlag, dort angekommen half mir ein Individium mit zwei paar Schuhwerk weiter, und verwies mich auf die Teppichknüpferei Sahib Hairans, oder zumindest in diese Richtung. Möglicherweise habe ich doch noch nicht alles über Marduls Werdegang erfahren. Mir fiel recht bald auf das die Pforte zur Teppichknüpferei offen war. Gerade als ich jene Tür schließen wollte, wurde ich in ein Gespräch mit einem Nachtwächter verwickelt. Schien ein vernünftiger Mensch zu sein, nur etwas überfordert. Er bat mich ihn bei seinem Rundgang zu begleiten, könnte doch ein gefährlicher Einbrecher, oder mehrere, sich an dem Geschäft verbrochen zu haben. Ich besah mir mit ihm also erneut die Teppichknüpferei, welche ich schon einmal aufsuchte, ob die auch fliegende Teppiche knüpfen, hmm wahrscheinlich nicht, es stellte sich heraus, dass tatsächlich etwas entwendet wurde, eine annähernd zylinderförmige Stange aus Eisen. Der bis zu diesem Zeitpunkt einizige noch unerforschte Bereich waren die Gewölbe, ob diese schon zu al’Tacht, der legendären Fasarer Unterstadt gehörten? Der Wächter bat mich erneut nachdem rechten zu sehen, manchmal habe ich das gefühl, ich ließe mich zu sehr ausnutzen, rückblickend betrachtet kann ich nachvollziehen, warum er nicht hinabsteigen wollte, neben dieser unsäglichen Dunkelheit, gegen welche mich nur das knappe Licht meiner ewigen Flamme schirmte, war es schleimig, so das der halt der Beine unsicher war, es war zu aromatisch und in der Ferne konnten Schreie vernommen werden, dazu hielten es meine Gefährten für sinnvoll mich zu überraschen, nicht das das eine tiefere oder negative Bedeutung für mich hätte, aber sie sollten es sich noch einmal überlegen einen Magus so zu überraschen, nicht auszudenken, wären meinem geschulten Geiste dies wie ein Angriff vorgekommen, hätte dies doch in einem fiasko geändet, so ein Feuerball so ziemlich schlecht für den taint sein, nun wie dem auch sei. Eigentlich sollte es mich nicht verwundern, dass ich meine Gefährten an diesem Ort treffe. Jene waren in Begleitung einer jungen Damen namens Demeya. Ich entschloss mich Sie zu begleiten . Wir begaben uns also in die Gewölbe der Blutgruben, wie ich erfuhr um Azinas Onkel Omar al Alam zufinden, welcher dazu verdammt wurde sein verbliebenes dasein als Sklave zu fristen, welches nicht sehr lange währen sollte, die Geschichte jenes Ortes bedenkend. Demeya verblieb im ersten Raume, Delia, Rowin und ich stießen wieter in die verwinkelten tiefen des Gebäudes vor. Nach einiger Zeit fing Delia an sich seltsam zu benehmen, also für ihr verhalten, meine ich, später stellte es sich heraus, dass sie eine gewisse Anfälligkeit für Geister ausgebildet hat, meine Versuche ihren Geist im Eilverfahren durch entsprechende Meditationen zu stärken schlugen jedoch, wahrscheinlich an ihrem ungestümen Wesen, fehl, was ist auch zu erwarten, bei einem Menschenschlag, welcher sich komplett auf Emotionen verlässt.

Wir begegneten auch zwei Wachen, jene wurden vornehmlich von Rowin und Delias Stecken ausgeschaltet, wobei ich mich damit begnügte, die Sichtverhältnisse zu modifizieren, ich gebe zu, meine Taktik ist noch zu optimieren, muss wohl ein paar Variablen verdreht haben. Später stießen wir wieder auf zwei Wachen, diese schliefen jedoch, und ließen sich davon überzeugen, dass Sie dies auch weiterhin tun würden, als wir durch den Raum marschierten, interessant, sollte eine Studie zur Sinnesaufnehmung bei begrenztem Aufnahmevolumen durch Umgebungsumstände erwägen. Kurz darauf geschah das wohl bemerkenswerteste, an diesem Tage, Delia wurde vor unseren Augen aus unserer Welt gerissen, zumindest aus dem Spektrum unserer Wahrnehmung. Vermutlich wurde ihr Corpus von geistiger Energie umhüllt und ebenfalls über diese Schwelle gedrückt, so dass sie auch zu einem Geist wurde, ach ich hätte die Umgebung zu gerne mit einem Oculus Astralis Cantus begutachtet. Nur ihr Stab war in unserer Welt verblieben. Wir beschlossen uns, trotz drängen von Delias Stecken, unseren weg zurückzubahnen, Rowin war schwer angeschlagen und ich formulierte im Geiste schon einen Plan Delia zurückzuholen. Als wir wieder jenen Raum passierten, in dem die beiden Wächter schliefen, wurden diese attackiert, wahrscheinlich von Geistern, ich war einem Moment am überlegen, ob wir nicht versuchen sollten ihnen zu helfen, doch unsere Situation bedenkend, hätten wir nichts ausrichten können. Im Raum mit Demeya angelangt, erfurh sie von Delias interessanter Transformation. Delia gelang es mit Rowin irgendwie Kontakt aufzunehmen, hmm liegt vielleicht an der geringen Hemmschwelle gegenüber arkanem wirken, sollte eine Studie aufsetzen. Nun Delia zog an ihrem Stab und wir zogen ebenfalls daran, es gelang uns Sie wieder in unser Spektrum zu ziehen, leider hatte Sie auf die wichtigen Begebenheiten keine Antwort, was jedoch seltsam erschien, war die Tatsache, dass Sie mit Kleidung entschwand und ohne Wiederkehrte, wo ist diese geblieben?

Der Rückweg, wie so oft gestaltete sich unkomplizierter, die Stange konnte zurückgebracht werden und unsere Wege trennten sich vor Demeyas Gemäuern. Anschließend begab ich mich zum Burdj des Erhabenen in dem ich nächtigte, morgen sollte ich endlich erhalten, weswegen wir nach Fasar eilten.

Weitere Erlebnisse in der Alt Erhabenen

Wir saßen also in besagter Teestube und berieten über Azinas Situation, schade, dass besagte Veranstaltung in so kurzer Zeit abgehalten werden wird, wäre mehr Zeit, könnte das ein oder andere, die Wahrscheinlichkeit anhebende Mittel konstruiert werden. Mittlerweile habe ich auch schon eine Idee, für eine Umsetzung meiner Trepanation, ich sollte einen Collegus und Spezialisten der Curativa consultieren, mir fiel auch eine Möglichkeit ein, lästige Schmerzen zu ignorieren, ohne meine Fähigkeiten einzuschränken. Meine Formeln für meine modifzierte Sphärentheorie sind beinahe komplett, sollte diese noch einmal überprüfen lassen von einem entsprechend gebildeten Collegus, ob dieser Omar geeignet wäre? Weiterhin brachte mich die Suche nach Mardul auf eine Idee, wie ich Collegus Eulertin bei seinen Pfeilen assistieren könnte, was für ein Schaden könnte schon durch seine Forschungen entstehen? Aber der Reihe nach.

Zur Nachtruhe trennten wir uns wieder. Verbrachte die Nacht wieder im Burdj des Erhabenen, für denn ich gerade dabei war eine Brücke zu errichten, sollte in bälde fertig gestellt sein, ob Tulachim mir gestattet einen Anbau in Khunchom errichten zu lassen, immerhin wird mein altes Zimmer nicht mehr meinen ansprüchen genügen. Fand eine neue Art der Verhandlung mit sturen erz Elementaren, leider wohl nur in speziellen Fällen geeignet.

Das herrschaftliche Rollsiegel sollte mich in kürze erreichen, damit wären alle Ritualgegenstände versammelt, müsste mir nur noch etwas überlegen um alle Figuren richtig zu platzieren.

Azina verpasste mich wohl im Burdj des Erhabenen, zumindest erfuhr ich dies später, auf nachfragen wurde ich zum Traviatempel geschickt, sic, also schon wieder zu diesem schrecklichen Ort. Erfurh das ein Gänslein fehlen würde, warum die gerade mich fragen? Als Folge davon sprach ich mich dem Teppichknüfer, welcher ihn zuletzt sah, ein gewisser Sahib Hairan, interessannter Name. Ihm zufolge, war dieses Gänslein Mardul, erstens eher eine Gans, um die dreißig Götterläufe, stattlicher Wuchs, Narben etc, nichts wichtiges, welcher ihm eine Depesche übergab und danach wieder entschwand, hmm möglicherweise schlechte Wortwahl, da er noch nicht wieder aufgetaucht ist. Ich suchte also als nächstes den Traviatempel auf, die Einwände, dass es Probleme in dieser Stadt gäbe, kann ich nicht nachvollziehen, wir kommen doch sehr gut durch diese Stadt, selbst die Bettler sind recht zuvorkommend. Im Traviatempel wurde mir bestätigt, das Mardul, entsprechend den Angaben von Sahib Hairan aussah und weiterhin dass er eine Vergangenheit mit einer Gruppe, genannt die Erzzwerge hätte, jene Gruppe werde ich wohl als nächstes aufsuchen, sollte das nicht weiterhelfen, werde ich seine Vitalsignatur mittels Exposami Cantus aufsuchen, hmm ob ich mir Delias Fluggerät entleihen darf? Eine Luftuntersuchung wäre immerhin am effektivsten, ob ich überhaupt mit einem Satuarischen Luft Vehikel umgehen kann, gut ich würde es wahrscheinlich schnell lernen, aber wenn ich an meine Erlebnisse mit dem fliegenden Teppich denke. Mal sehen ob ich es noch schaffe Azinas Vorstellung zu beobachten?

Die Brücke ist mittlerweile auch fertiggestellt.

Das kann nicht sein!

Nein! Das kann nicht sein! Er ist ein Gelehrter!

*Tränen rinnen Ihr über das Gesicht*

Da hat dieses Weibstück tatsächlich, meinen Onkel als Sklaven an die Gladiatorenarena verkauft. Und das, obwohl er ihr lange Zeit wertvolle Dienste leistete. Und das nur, um mich zu kränken und diesen albernen Wettstreit zu gewinnen. Wie kindisch und niederträchtig und …

*sie drückt den Schaft ihrer Dschadra so fest, dass ihre Knöchel weiß hervorstehen*

… und …UND … und so sinnlos. Ich hoffe Delia tut Alles, um ihn vor diesem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Ich vertraue ihr, sie wird es schaffen. Da bin ich sicher.

„Und nun sehen wir …“ Die Stimme des Ausrufers rückt für Azina in weite Ferne. An die Wand gelehnt überdenkt sie ihre Möglichkeiten.

Ich werde mich um Sefira kümmern müssen. Aber was soll ich nur tun?

Wenn ich jetzt gegen sie antrete und gewinne, wird sie meine Familie auf immer quälen oder sie gar töten lassen.

Wenn ich jetzt gehe, kann ich vielleicht das Leben von Onkel Omar selbst retten, aber meine Ehre und vor allem die Ehre meiner Familie wird endgültig zerstört. Ich darf sie nicht im Stich lassen, nicht schon wieder! Sefira wird meine Eltern so oder so quälen … aber sie wird sie vielleicht am leben lassen, wenn ich weg bin und nicht Zeuge ihres Triumphes werden kann. Sie wird warten, bis ich mit eigenen Augen sehe, was mit ihnen passiert.

Wenn ich sie gewinnen lasse, leidet Adaque darunter. Nicht er sollte diesen abscheulichen Kampf ausfechten, sondern …

„Straßenmädchen! STRAßENMÄDCHEN! AZINA!!!!“

… ich.

Sie fasst einen Entschluss.

 

to be continued in game

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Gedanken der Azina

Liebe Eltern

Liebe Mama, lieber Papa,

ich bin es, Azina, eure verlorene Tochter. Macht euch bitte keine Sorgen, denn mir geht es gut.

Es schmerzt mich, dass Ihr durch meinen Weggang so Vieles erleiden musstet. Es tut mir sehr sehr leid. Die Schande, die ich über euch und die Familie gebracht habe, war einfach zu groß, als dass ich es verdient hätte noch länger bei euch zu leben. Ich wäre euch nur zur Last gefallen. Nach unseren Sitten war ich wertlos und entehrt. Ich konnte meinen vorherbestimmten Weg nicht beschreiten. Also floh ich aus meiner geliebten Heimat, um in der Ferne ein neues Glück zu suchen.

In den letzten Jahren bin ich eine Andere geworden. Das kleine aufgeregte Mädchen mit einem Faible für Tiere und Pflanzen ist im Begriff in einer starken Kriegerin und Jägerin zu verschwinden. Die Liebe zu meinen tierischen Gefährten ist jedoch, nach wie vor, ungebrochen. Aus dem kindlichen Faible ist eine tiefe seelische Verbindung geworden. Anfangs Falkie und nun Bakkus, den ich nach einem verstorbenen Kameraden benannte, gaben mir den Halt die schweren Zeiten zu überstehen.

Am Anfang meiner Flucht, stand die Suche nach einer wohlhabenden Familie. Jedoch lehrten mich die harten Jahre der Unabhängigkeit eine andere Lebensweise. Um zu überleben musste ich sowohl körperlich als auch geistig härter und stärker werden, als ich es als vornehme Edelfrau je vermocht hätte. Schmutz und Schlamm entstellten mein Antlitz. Blut besudelte meinen Körper. Und ich war nicht mehr fähig und würdig, mich einem (wohlhabenden) Mann hinzugeben. Eine Schande! Ich traute mich nicht, euch zu schreiben. Ich konnte nichts, was für euch vom Wert war, vorweisen. So dachte ich traurig. Erst Onkel Omar, den ich dank glücklicher Fügung in Fasar antraf, belehrte mich eines Besseren. Mein Leben, meine Gesundheit und meine Freiheit, sind die Dinge, die ich vorweisen kann. Es ist nicht viel, aber mehr als Ihr, wie ich hörte, zu hoffen wagtet.

Ich möchte euch nun, von Anfang an, von meinen Erlebnissen und Taten erzählen, damit ihr wisst, was mir in den letzten Jahren wiederfuhr.

Das erste Jahr verdingte ich mich als Viehtreiberin, Tierpflegerin, Zureiterin und ähnlichen. Es war das schwierigste Jahr, da ich kaum Erfahrung mit Menschen der verschiedenen Schichten hatte. Es war die Zeit in der ich lernte mit der Waffe umzugehen, um sich der zahlreichen Banditen und Schändern zu erwehren, die meiner bedrohten. Ich traf auf viele Personen unterschiedlicher Herkunft. Auf einen mittelländischen Rondrageweihten namens Tornado, auf Dara, eine mittelländische Bogenbauerin, auf den schmucken Waldmenschen Bakus und einem merkwürdigen Elfen, dessen Name mir leider entfiel. Von diesem Tage an, waren meine Zeiten als sklavenähnliche Dienerin vorbei. Ich schloss mich diesen Leuten an und erlebte viele aufregende und gefährliche Abenteuer.

Zunächst waren es nur Botendienste für wenig Kupfer und Heller. Später gesellten sich Aufklärungsmissionen und Händlerschutz für ein paar Silber hinzu. Wir zogen durch das ganze Mittelreich. Besiegten Harpyien, vereitelten Pläne niederträchtiger Magier, schlugen dreiste Strolche, verhandelten mit Trollen, erlösten einen ganzen Wald von dämonischer Pervertierung durch eine Druidenhexe und trafen andere fabelhafte Wesen.

Mich traf eine Vision, die mein Leben entscheidend verändern sollte. Die Sinne schwanden mir und in einem nebenumwaberten Steinreis erschien ein fremder Kaputzenmann, der einige unverständliche Worte an mich richtete. Als wir wieder zu uns kamen, trug ein jeder von uns ein göttlliches Amulett. Tornado erhielt das Amulett der Rondra, Dara unerwartet das Amulett des Phex. Ich selbst trug von nun an, ein weißes Amulett mit einem Bergkristall – das Zeichen Firuns – auf meiner Brust. Wir wussten nicht, was wir davon halten sollten und stellten Nachforschungen an. Jedoch konnte uns niemand sagen, was dies bedeutet. Die Spekulationen liefen darauf hinaus, dass wir in irgendeiner Form von den Göttern erwählt wurden. Aber das Zeichen Firuns in meinen Händen? Damals schien ich mir nicht würdig es zu tragen. Ich war noch recht kindlich zu mir und meiner Umwelt. Doch die Ereignisse stählten mich zusehends.

Mit der Zeit gesellten sich weitere Personen meiner Gemeinschaft hinzu, während einige andere verschwanden. Bakus wurde von heimtückischen Rassisten hinterhältig ermordet, während Tornado von Rondras Kirche beantsprucht wurde. Der mysteriöse Elf entschwand eines Tages ungesehen. Zu Bakus Ehren, nannte ich den kleinen nivesischen Steppenhund, den ich auf der Straße fand Bakkus. Ich bildete ihn mit der Zeit zum Jagdhund aus. Inzwischen ist er ein treuer Gefährte.

Dara und mir schlossen sich der edle Schwertgeselle Igan und ein verarmter ehemaliger Sklave aus Al’Anfa namens Conner an. Gemeinsam erklärten wir die mysteriösen Phänomäne um Burg Siegstein, in der Baronie Hammerschlag auf, tranken mit einer Kräuterfrau Tee und sprachen mit den ehrwürdigen Druiden des Eises, deren Sippe brutal geschlachtet wurde. In dieser Gegend und zu dieser Zeit, befand sich auf Burg Siegstein ein, mit Runen geschmückter, weißer Speer. Das Artefakt Firuns! Hell erleuchtete er den modrigen Keller, als ich ihn das erste Mal in den Händen hielt. Eine Welle der Kraft durchflutete meinen Körper. Ich fühlte mich vollständiger. Ich lernte diese mächtige Waffe zu führen.

Die hochwohlgeborene Palmeya benötigte dringend Geleit und Schutz auf ihren steinigen Weg über den Rashtulswall nach Aranien. Ihr feindlich gesinnter Hofmagier erschwerte unseren Weg. In einem Kampf mit kreischenden Haryien an einem steilen Abhang verlor ich unglücklich den Runenspeer. Der starke Leibdiener Palmeyas hingegen verlor bei den Kämpfen sein Leben. Schwer angeschlagen, vollbrachten wir das Unmögliche und brachten Palmeya zurück in Ihre Residenz. Ich war der Heimat näher denn je und beschloss euch zu besuchen. Ich wusste nur noch nicht, was ich euch sagen sollte. Denn noch immer fühlte ich mich nicht bereit dazu. Die Schande lag noch greifbar in der Luft.

Die Entscheidung wurde mir abgenommen. Der erzürnte Hofmagier schickte uns mit einem Zauber in das Bornland. Falkie blieb dabei in Aranien zurück. Außer mir vor Zorn und Wut trat ich die Reise zurück gen Praios an. Ich hoffte, dass Falkie den Weg zurück zu euch finden würde und ich ihn bei meiner Rückkehr wieder sehen werde.

Im Bornland trafen wir auf den Horasier Nicolo de Castelani. Mit seiner Hilfe erhielten wir nun offizielle Aufträge von hohen Gesellschaften. Nach einigen kleineren örtlichen Gegebenheiten, schickte uns ein Bannstrahler in die schwarzen Lande, um einige geheime Schriften zu holen, die den Umbruch der Herrschaft in dem verfluchten Land bedeuten sollte. Noch auf dem Hinweg befreiten wir ein Dorf von einem blutrünstigen Vampir. Wir erbeuteten schließlich die geheimnisvollen Schriften und flohen aus dem Land.

Ein verwirrter Magier namens Melami entsprang direkt auf unserem Pfad aus einem Portal gefolgt von einem Eisgolem. Nachdem wir diesen niederstreckten, bot uns der Magus einen Auftrag in seiner Heimat an. Wir ahnten nicht, dass diese Heimat sich südlich des Dschungels befand. Al’Anfa war unser Ziel. Wir sollten einige Zutaten besorgen, die Melami benötigte, um uns für einen Kampf gegen einen Eisdrachen zu rüsten. Beinahe endete ich als Feld-Sklavin. Nur mit Glück entging ich diesem Schicksal. Mit Zaubertränken ausgestattet stahlen wir dem Drachen ein Ei, welches der Sphärenwanderer Melami benötigte. Am Ende schickte er uns zurück in die Mittellande in die Nähe von Hammerschlag. Nicolo bekam eine Stellung als Voigt für die Ländereien von Hammerschlag. Wir blieben einige Zeit in der Nähe. Unsere Wohnstatt war die Burg Siegstein. Die lokalen Phänomene ließen uns keine Ruhe. Ein Magier mit dem Kurznahmen Adeptus Nehazet ay Yashualay von Punin Alam el Ketab Rohaldor ibn Tulachim ibn Rashim ibn Reshim ibn Al’rik al’Fessir ibn Abu ibn Abdul ibn Rohal ibn Dschelef ay Yalaidim ibn Ali ibn Zulhamin al’Tulam ibn … usw. und der Hauptmann der Stadtwache Sieghelm Gilborn von Spichbrecher wurden uns von der Baronie zur Seite gestellt, um die merkwürdigen (magischen) Phänomene zu untersuchen.

Einen Djin, versteinert von einem Orkschamanen in einem zwergischen Bergwerk, der die Luft in den Kammern verseuchte, brachten wir nach Burg Siegstein, um ihn zu untersuchen. Wir überwältigten eine Horde marodierender Orks, welche die Gegend unsicher machten. Tote Elfen mit abgeschnittenen Ohren und Elfenpfeile in einer zerstörten Zwergensiedlung, entfesselten beinahe einen Krieg zwischen den Zwergen und den Elfen auf dem Boden Hammerschlags. Wir handelten einen Frieden aus. Dreiste Goldkistendiebstähle eines ganzen Banditenringes klärten wir auf. Ein orangegewandeter Blutmagier aus fremden Sphären ließ nicht mit sich reden. Verwitterte mit Ranken umwachsene Wächterstatuen vor einem blühenden Druidengrab griffen, von uns allarmiert, ein, aus einem Pferdeleichnam entsprungenes, Dämonengeschöpf an. Blutige Dämonenaustreibungen folgten mit Hilfe einer Hexe auf dem Fuße. Wir sammelten die herzzerreißenden Tränen einer kleinen Fee, um ein magisches Ritual zu vollziehen.

Wichtige Geschäfte führten uns gen Firun nach Ferdok, wo wir an einem hochherrschaftlichen kultivierten Ball teilnahmen. Auf jenen Ball entlarvten wir einen diebischen maskierten Verräter. Der Kopf der Bande, ein intelligenter Papagei, entkam uns leider. Wir freundeten uns mit einer süßen Schelmin an, die auf dem Ball einiges an Schabernack trieb. Einen göttlichen Gegenstand befreiten wir aus unwürdigen Händen und übergaben ihn der Kirche.

Im Keller der einer untergegangen Magierakademie verfolgte uns ein Steingolem, so hoch wie die Mauern der Tunnel und so hart wie der Fels der Erde. Von ihm getrieben gelangten wir durch phantastische Limbusreisen zu unglaublichen Orten. Auf der Lichtung der schluchzenden Fee betraten wir wieder aventurischen Boden. Die Erinnerung an jene Orte verschwimmt allmählich im Nebel der Vergessenheit.

Wir verteidigten ein Gasthaus gegen den Angriff dämonenbeeinflusster Vögel und erneuerten den Bann auf einem der Gefäße Rohals.

Nach einiger Zeit nahmen Nehazet und ich eine Karavane nach Khorestan. Mit dabei diente als Wachschutz der Schwertgeselle Rowin. Der regierende Emir beauftragte Nehazet, den Staudamm dazu zu bringen, erneut Wasser zu spenden. Die Hexe Delia und der Schwertgeselle Rowin schlossen sich uns an. Der Damm wurde einst magisch versiegelt. Die Suche nach den verlorenen Ritualgegenständen führte uns bis nach Fasar, wo ich Onkel Omar traf, der mir von eurem Unglück erzählte. Ich entschloss mich mit unendlichem Wehmut, diese Zeilen zu schreiben, um euch nicht länger mit Ungewissheit zu quälen.

Stets traf ich auf meiner Reise wohlhabende Männer. Doch die teils grausamen Ereignisse und die Lehren Firuns ließen mich erhärten. Es ging so weit, dass ich in Khorestan als Achmad Sunni gehandelt werde. Die Dschadra, die ich einem Sklavenhändler im Kampf abnahm, tat ihr Übriges zu dem Erscheinungsbild dazu. Mit solch einem Ruf und Ansehen verdingte ich mich als Wächterin für Marktstände und Begleitschutz für Karavanen.

Meine Reise ist noch nicht beendet, meine Mission noch nicht erfüllt. Große Aufgaben liegen noch vor mir. Firuns Wille wird mich leiten. Macht euch bitte keine Sorgen. Ich habe mächtige Verbündete, die mir in der Not beistehen. Vergrämt euch nicht meine geliebten Eltern, ich bin in Gedanken stets bei euch. Werde wieder gesund Mama, damit ich dich bei meinen baldigen Besuch in die Arme schließen kann.

Firun zum Gruße.

in Liebe eure,

Azina saba Belima

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Brief von Azina an ihre Eltern

Fasar, die alt erhabende erste Stadt der Menschen, erster Tag…

Am Abend erreichte ich den hiesigen Traviatempel, eine fragwürdige Entscheidung, wie sich im laufe des nächsten Tages herausstellen sollte.

Ich wurde von der typisch, heimischen, Atmosphäre eines Traviatempels empfangen, es wurden gerade die Vorbereitungen für das Abendmahl getroffen, an denen ich mich, natürlich, beteilligte. Als Mahl wurde uns eine schwere Suppe, wohl Hausmannskost, ich vermisse doch manchmal die Academia, genannt, kredenzt. Azina und Delia trafen später auch ein, zumindest müssen sie irgendwann eingetroffen sein, Delia saß plötzlich neben mir, während ich mich noch mit einem Traviadiener, oder etwas dergleichen, über die Frage unterhielt, wo ich denn herkämme, mir immer noch unverständlich, dass dieser sich einfach, während meiner Ausführungen wegdrehte. Nachdem Abendessen wurde ich noch unterwiesen, in der Kunst, äh kunstvolle Kalligraphien auf Stoff einzuweben/-sticken oder wie auch immer die dies nannten, seltsamen Geschmack haben die hier, mir war keine der von ihnen erzählten humoresken Anekdoten bekannt, meine schienen wohl bekannt zu sein, zauberten diese doch stets ein Lachen aus den Mündern meiner, äh “Colleginnen?”, wirklich fasznierend.

Der Abend klang langsam aus, der morgige Tag begann auch einigermaßen vielversprechend, doch diese “Umsorgung” durch die älteren Personen, welche meinten ich söllte an Masse zulegen, erschien mir, doch etwas sehr befremdlich, söllte ich je einen entsprechenden Leibesumfang einnehmen, so müsste ich mir wohl einige neue Sachen in Bezug auf meine Fähigkeit in der Bibliothek der Academia Arcomagica an die wichtigeren Bücher, also eigentlich beinahe alle, zugelangen einfallen lassen. Umso länger ich mich mit diesen beschäftigte, umso weltfremder erschienen mir diese, Travia, warum gerade ich, was habe ich dir getan?

Während der Mittagszeit gelang es mir mittels überzeugender Argumente, unter der Nachhilfe einer simplen controllaria, muss mit Delia unbedingt über ihren, nicht vorhandenen Schutz vor arkanen Wirken disputieren, schlimmer als bei Azina und von Spcihbrecher, die älteren Damen und Delia davon zu überzeugen mich zu der Al’Achami gehen zu lassen.

Ich denke nicht, dass ich den Tempel noch einmal aufsuchen werde, oder einen anderen dieser Gottheit, nicht bevor ich nicht ein klärendes Gespräch hatte.

Der Weg zur Al’Achami war kurz, es gab keinen allzu wichtigen Gegenverkehr, ich weiß gar nicht was die anderen haben, ist doch ein wunderbare Stadt, vor allem die Brücken sind praktisch, ich meine wir beschweren uns doch auch nicht darüber, dass Delia mit ihrem Stecken fliegen kann. Ich muss der Al’Achami neidlos zugestehen, dass größte, prozigste und überdiemnsionierteste Gebilde, welches sich Ausbildungsstätte der Magie nennt, zu sein. Definitiv kein Vergleich zu Punin, wobei ich sagen muss, dass ich doch gewisse bedenken, wegen einiger baulicher Entscheidungen habe, aber naja so ist bei Dschinnen- und Dämonenwerk, Statik ist da doch etwas ausgefeilter, als bei profanen Bauten. Das Tor wollte mich ja erst nicht reinlassen, und das mir, doch ich besann mich auf die zugrundeliegende Philosophie der Al’Achami und klopfte erneut. Als ich mich vorstellte und mitteilte, dass ich meine Macht mehren wöllte, wurde ich auch eingelassen, der illusionäre Höllenschlund, naja, nett anzusehen, aber es war offensichtlich, alles andere wäre doch sehr dämlich, gewesen, das es sich um eine Phantasmagorie handelte, als ich diese durchschritt, entschwand sie auch. Der Wesir der Al’Achami begrüßte mich, nachdem ich mein Begehr vorgetragen hatte, und erfuhr dass Collegus Atherion nicht anwesend sei, sich um dass Herrschaftliche Rollsiegel gekümmert werden würde, ich noch nicht bereit sei für ihre Lehren, was weiß der schon, ich bin bereit, wahrscheinlicher sogar reifer als deren Adepten, schließlich habe ich ein weitaus tieferes Verständnis, ach lassen wir das hier, wartet nur, ihr werdet mich noch einladen…

Achja, für das Rollsiegel helfe ich bei einem kleinen Bauprojekt, eine neue Brücke, sehr vernünftigt, verkürzen diese doch die Wege ungemein. Nur an diese fliegenden Teppiche müsste ich mich noch gewöhnen, ob es die auch mit Stuhl gibt?

Der Bau geht gut voran, meine Briefe sind fertig, und ich habe eine neue Schlafstatt gefunden, ich konnte einen gemütlichen Raum im Turm eines Erhabenen beziehen.

Abends spürte ich das verlangen nach einem heißen Tee in geselliger Runde, ich musste an meine Gefährten denken, ich bemerkte, dass mich dass Amulett in eine bestimmte Richtung wies, interessannt, meine Theorien scheinen zu stimmen, ob meine Gefährten mir gestatten einige Studien anzustellen. Zumindest weiß ich nun, dass das Amulett zu mehr als einem Donarium gut sein kann.

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