Danke Firun, dass du mir in diesen schweren Stunden beistandest. Danke auch dir Praios, dass die Gerechtigkeit siegen konnte. Einen besonderen Dank gilt vor allem Adaque, der sich so tapfer schlug und mich vor dem Untergang bewahrte.
Mein Onkel ist gerettet, Sefira zur Rechenschaft gezogen, die Ehre verteidigt. Ein wenig schmerzt sie der Gedanke an ihre Dschadra. Die Bänder durfte sie abnehmen. Sie sollen nun Ihr Zeichen sein. Braun-weiß. Weiß-baun.
Kurz bevor sie die Augen schließt, durchlebt sie im Geiste noch einmal die Ereignisse des Tages, während Omar al alam bereits erschöpft im tiefen Schlaf versinkt. Ihr Gehirn malt wandelnde Bilder an die bunten Tücher.
Die untergehende Sonne wirft weite Schatten über den Balkon, als die Kontrahentinnen nacheinander vortreten, um eine Herausforderung im Kampf Mensch/Falke vs. Mensch/Falke auf Leben und Tod auszusprechen. Während das verschriene, in gewöhnliches braun gekleidete, Straßenmädchen an der Etikette kläglich scheitert, erntet die Edle Huldigung und Sympathie. „Sonne dich in deinem Ruhm solang du noch kannst“, scheint der Blick der Einfachen zu sagen.
Der fette Mondsilberwesir lässt bebend das reich bestickte Taschentuch fallen. Kaum berührte es den Boden des Balkons hoch über den Dächern von Fasar, der ersten Stadt der Menschen, grellt ein markerschütternder Schrei aus der Kehle von Sefiras Blaufalken. Schützend stellt sich Azina mit erhobener Dschadra vor Adaque. Die braun-weißen Bänder flattern im Wind. Erst spät bemerkt sie, dass es sinnlos ist, da der gegnerische Falke, wie aus dem Nichts auftaucht und sie angreift. Sie schickt nun ihren Falken ebenfalls in den Kampf, während sie sich mit Inbrunst und Hilfe des Axxeleratus aus ihrem Armreif in den Kampf stürzt, um jenen so schnell wie möglich zu beenden. Verwundert über die doch sehr starken Fähigkeiten ihrer Konkurrentin, tauscht Azina alsbald ihre Stangenwaffe gegen Khumschomer und Linkhand aus. Dabei bemerkt sie, was sie bereits ahnte. Auch Sefira steht unter Stärkungszaubern. Der Magus in der Ecke brabbelt die ganze Zeit seinen Händen gut zu. Intuitiv hetzt sie ihren treuen Jagthund Bakkus auf den Magier. Ein ziellos in die Luft geschossener Feuerball zeugt von dessen Erfolg, während der Kampf der Tierbändigerinnen ungehindert fortschreitet. Erbarmungslos schlagen die beiden Frauen, die sich noch aus Kindestagen kennen, aufeinander ein. Ihre Falken bekämpfen sowohl sich gegenseitig, als auch den jeweils menschlichen Gegner. Mehrfach rettet Adaque seiner Herrin das Leben, indem er sich in Sefiras Kopf festkrallt, ihr die Sicht nimmt, oder ihren Kopf nach hinten zieht. Nur einmal gelingt es dem anderen Falken, sich in Azinas Lederarmschiene festzukrallen. Dem Dolchstoß entgeht der Falke jedoch.
Sie können sich beide kaum noch auf den Beinen halten. Aus mehreren Schnitten blutend versetzt Azina Sefira schließlich einen Streich quer über die Brust. Stöhnend sackt Sefira zu Boden und bleibt schwer atmend liegen. Mit erhobenen Waffen steht Azina über ihr, unschlüssig, was sie tun soll. In der Zeit vor dem Kampf, ging ihr diese erhoffte Situation mehrfach durch den Kopf. Das Blut rauscht durch ihr Gehirn, wie das Abwasser der Kanäle dieser verfluchten Stadt. Zähflüssig und blubbernd. Ihre Schläfe pocht schmerzhaft. Die Menge beginnt verhalten zu rufen: „Töte sie, töte sie.“ Die Falken rauschen heran und setzen sich auf ihre Herrinnen. Der Mondsilverwesir – höchstpersönlich – erhebt sich schwerfällig von seinen Kissen. Er reckt den Arm nach vorne und deutet mit dem Daumen nach unten. Das Todesurteil. Ein Raunen geht durch die Menge. Azina zögert, scheinbar unschlüssig, was sie tun soll. Im Geiste geht sie noch einmal die Möglichkeiten durch:
- Sefira töten; Konsequenzen: Rachegelüste getilgt, Gerechtigkeit siegt, Familie vor ihr sicher, der Menge entsprochen, Rachegelüste ihrer Familie geweckt, Jagd zu Ende gebracht, Stärke bewiesen, jemand hilflosen gemeuchelt, schlechtes Gewissen
- Falken töten; Konsequenzen: Rachegelüste ungetilgt, hilfloses Tier gemeuchelt, Familie nicht sicher, der Menge widersprochen, Reguläres Ende, Sefiras Wut angeheizt; Schwäche gezeigt, schlechtes Gewissen
- niemanden töten; Konsequenzen: Rachegelüste ungetilgt, Gnade vor Recht, Familie nicht sicher, der Menge widersprochen, Schwäche gezeigt, sich selbst treu geblieben
Die Rufe der Menge werden lauter. Mit einem Ruck setzt Azina Sefira ihren praiosgeweihten Khumschomer an die Kehle. Entsetzen steht in Sefiras Antlitz geschrieben. Azina beugt sich zu ihr hinunter. Ihre Lippen beben als sie haucht: „Dein Leben für das meiner Familie!“ Erst als Sefira „ja“ flüstert, lässt die Siegerin von der Geschlagenen ab, erhebt sich und stellt sich entschlossen der raunenden Menge entgegen.
Entsetzt starrt der Wesir sie an. Azina kniet nieder und erwartet ihr Schicksal nachdem sie sagte: „Verzeiht euer Hochwohlgeborenen, aber ich vermag eine alte Freundin nicht zu töten.“. Die Menge tuschele aufgeregt. Gebannt starren alle auf den dicken Gastgeber. Schließlich nickt er zaghaft. Als keine weitere Reaktion erfolgt, erhebt sich Azina schwankend, sammelt ihre Habe ein und schreitet erhobenen Hauptes von der Plattform.
Ein Scharlatan erklärt sich bereit Azina bei der Versorgung ihrer Wunden zu helfen. Statt auf ihr Gemach geführt zu werden, lässt sie sich von einem Offizier eine Erlaubnis ausstellen, über die Erhabenenbrücke zur Gladiatorenarena zu gelangen.
So schnell ihr verletzter Körper sie trägt, überquert Azina die Erhabenenbrücke zum Stadtteil Keshal Isig. Es ist das Armenviertel der Stadt. Überall lungern Abscheulichkeiten herum. Geiern nach Ihrer Habe und Ihrem Körper. Unwirsch stößt sie das Ungeziefer mit der Dschadra davon und setzt erhobenen Hauptes ihren Weg fort. Schon in der Ferne kann sie die kleine Gruppe finsterer Gestalten erkennen, obgleich Mond und Sterne nur spärliches Licht im dunkelsten Stadtteil von Fasar spenden. Sie wappnet sich mental der unliebsamen Konfrontation und nickt den Männern nur respektvoll zu, als sie an ihnen vorbei zu schreiten versucht. Natürlich wollten sie sie nicht einfach so gehen lassen. Mit strenger kalter Miene beantwortet Azina all ihre Fragen. Zunächst fragten sie sie, ob sie etwas benötigte, Drogen oder dergleichen. Zeitverschwendung. Natürlich sind sie es, die etwas von ihr möchten. Ein Zeigen auf den abgeschnittenen Lederriemen ihres ehemaligen Geldbeutels, kann die Gauner zumindest davon überzeugen, dass sie kein Geld bei sich trägt. Zum Glück beschließen sie, ihr lediglich den Boron geweihten Säbel abzunehmen, da es eine „sehr schöne Waffe sei“. Natürlich war sie schön. Sie stammt von Borongeweihten aus den schwarzen Landen. Eine dunkle Aura geht von ihr aus. Nicht verwunderlich, dass sie ihnen gefällt. Zwar will einer der Männer noch mehr von ihr, aber ein anderer entlässt aus ihrer Gewalt. Einmal tief durchatmen.
An der Arena angekommen, versperren ihr zwei ungemütliche Wachleute den Weg. Während der Eine ihr Begehr im Inneren des Gebäudes vorträgt, pult sich der andere gelassen mit einem Hakendolch den Dreck unter den Fingernägeln hervor. Mit allerhöchster Wachsamkeit betretet Azina den Vorraum, wo sie Adaque und ihre Waffen zurücklassen muss.
Die zähen Verhandlungen mit dem Buchhalter kosten Azina, ihre drei verbliebenen Waffen, ihre 5 Marawedi von Omar und den Schuldschein des Bannstrahlers aus dem Bornland für die Mission in den Schwarzen Landen. Letztlich kann sie die Freiheit für Omar al alam erkaufen und wird sogleich geschwind zu den Blutgruben geführt, um ihn vor dem Tode zu bewahren. Die fünfte Welle der Sklaven tritt jeden Augenblick gegen die kampferprobten Gladiatoren an. Der erste Gong ertönt. Verzweifelt sucht sie in dem Menschenhaufen nach ihrem Onkel. Auf ihren Ruf nach ihm, erhält sie von Angst gequälte Zusicherungen von den falschen Leuten, die sich nach ihr recken, um dem Gefängnis zu entkommen. Trotzig brüllt Azina sie an, sie mögen beiseite treten. Mehrfache Warnungen und Todesdrohungen werden ignoriert. Erst als sie einer armen Seele den geschenkten schartigen Säbel in den Bauch rammt, nehmen die Gepeinigten endlich Abstand vom Gitter, sodass der am Boden liegende Omar zu sehen ist. Der dritte Gong ertönt. Die Gatter öffnen sich. Schnell teilt sie den Wachleuten die Position des Freigekauften mit. Er rührt sich nicht. Das Gitter wird nach vorn geschoben, die Sklaven werden ins Freie getrieben. Spitze Schreie gehen durch Mark und Bein. Ihren Ekel zurück haltend, den Blick fest auf ihren Onkel gerichtet, feuert sie die Todgeweihten an, zu kämpfen. „Wenn ihr schon sterbt, dann sterbt ehrenhaft und kämpft! Für Rhondra!“ Ein Großteil der Sklaven greift zu den Waffen und rennt ins Freie, wo die erbarmungslosen Gladiatoren ihr blutiges Werk verrichten. Azina bedauert um die Toten. Jedoch kann sie nichts für sie tun. Beschämt wendet sie den Blick ab und hilft den Wächtern Omar aus der Zelle zu holen. Erst nachdem sie festgestellt hat, dass er noch lebt, schließt sie ihn endlich in die Arme.
Fort, nur Fort von den Schreien und dem Reißen von Fleisch, ist das einzige an was sie denken kann. Gemeinsam tragen sie den Bewusstlosen nach oben in den Vorraum. Dort reicht sie ihm etwas Wasser und hat Mühe ihn zu beruhigen. Zu groß sind seine Ängste über ihre Sicherheit.
In ihrem erschöpften Zustand ist es Azina unmöglich, ihren Onkel bis zur Erhabenenbrücke zu tragen. Außerdem sähe das Gesindel auf den dreckigen Straßen von Keshal Isig in den Beiden leichte Beute. Der Torwächter, der sie in die Arena ließ und der ihr half Omar dort raus zu holen, schaut sie schon die ganze Zeit mit einem merkwürdigen Blick an. Kälte und Brutalität sind aus seinen markanten Gesichtszügen verschwunden. Zweifel und Besorgnis sind dort nun zu lesen. Er fasst sich und seinem Stolz ein Herz und trägt den ehemaligen Sklaven zur Erhabenenbrücke. Azina musste ihm versprechen, dass sie niemanden erzählt, was er „weiches“ getan habe. Gerührt tut sie etwas, was sie noch nie getan hat…
Beim Abschied, am Aufgang der Brücke, spricht sie für ihn einen Segen Firuns. „Mögest du standhaft bleiben und dein selbst bewahren.“, fügt sie in Gedanken hinzu. Sie erfährt nicht, ob er den Segen zu würdigen weiß, denn er wendet sich ab und läuft zurück zur Arena. Leicht geknickt, wie ihr scheint. Vielleicht sieht man sich unter anderen Umständen wieder. Sei stark, mein brutaler Freund.
Die Wachleute unterstützen sie bei der Rückkehr zum Turm des Mondsilberwesirs. Auf dem Zimmer angekommen, legt sie Omar al alam vorsichtig nieder. Sie prüft noch einmal seine Atmung und seinen Zustand. Zufrieden nickend, legt auch sie sich in die weichen Kissen „Welch ein Glück.“ denkt sie.
______________________________
Gedanken der Azina
Kurze Zeit darauf ergab sich folgender Wortwechsel zwischen Azina und Nehazet:
Azina
4. Oktober 2011 at 14:28 · antworten
hm, ich merke gerade, dass Azina keinen Gedanken an Rowin, Delia und Nehazet vergeben hat:)
Hoffe, das ist nicht so schlimm. Die Ereignisse ließen sie alles Andere vergessen. Sie wird sicher, am nächsten Tag alle bekannten stellen absuchen, wenn es Omar besser geht. Je nachdem, wie lange das Gemach noch genutzt werden darf.
Nehazet ibn Tulachim
4. Oktober 2011 at 20:01 · antworten
Ich denke nicht, habe dich ja auch nicht übermäßig bedacht.
Azina
5. Oktober 2011 at 07:24 · antworten
so denkst du an mich:(
Nehazet ibn Tulachim
5. Oktober 2011 at 10:19 · antworten
Mir erschien es als frage, wenn auch indirekter Natur. Aufjene habe ich geantwortet. Zumal ich doch auch eine ähnliche Erklärung zur Verteidigung anführen könnte, du warst nicht die einzige beschäftigte Person…
Es hat also nichts damit zu tun, wie ich über euch denke, oder in diesem fall nicht.
Wahrscheinlich ähnlich wie bei euch, sondern ob genügend Zeit, respektive, zu wenig Ablenkung vorliegt, oder ihr anderweitig involviert seit, in jenem Bereich, welcher gerade erschlossen wird, ob oder ob nicht übermäßig an euch (oder eine beliebige andere Person) gedacht wird.
Ach da fällt mir ein, ich könnte meine Fähigkeiten anbieten, um Omar etwas von dem vergangenen Schrecken zu nehmen, vergessen soll manchmal ein wahrer Balsam für die Seele sein…
Azina
5. Oktober 2011 at 15:10 · antworten
Das mit dem vergessen, scheint Ihr in letzter Zeit häufiger zu sagen. Möchtet Ihr irgendwelche Experimente vornehmen? Ich werde erst einmal schauen, wie gut Omar den Schrecken übersteht. Wenngleich, es mit Sicherheit schrecklich war, so war er doch nur 2-3 Tage in Gefangenschaft. Der Schaden sollte auf natürlichem Wege überwunden werden können.
Ja, wenn die Ablenkung groß genug ist, scheint alles andere in den Hintergrund zu geraten.
Nehazet ibn Tulachim
5. Oktober 2011 at 17:47 · antworten
Ich hatte eigentlich nur vor, daten zu erheben, in Bezug auf die Möglichkeiten, welche sich durch jenen Cantus ergeben, sowie auf die praktikabilität, jenes Cantus. Wobei Experimente natürlich eine vorzügliche Idee wären, hmm, der Cantus ist nur für die Seelenheilkunde Zertifiziert, vielleicht Persönlichkeitsrestrukturierung? Ja das könnte funktionieren, nun benötige ich nur noch Versuchspersonen…
Das erscheint mir sinnvoll. Ja, natürliche wege sind nicht zu verachten, wie zum Beispiel die magischen, ich könnte sein Gedaächtnis auch erst temporär manipulieren, nur so als Einwurf.
Muss mit unserer geistigen Aufnahmefähigkeit zu tun haben, hmm, wenn jene gesteigert würde, das sollte auch überprüft werden.
Azina
6. Oktober 2011 at 07:54 · antworten
Nehmt doch eine beliebige Person aus Keshal Isig. Bei euch kann sie es nicht schlechter treffen, als dort. Dann habt ihr euer Versuchsobjekt und er/sie vielleicht hinterher ein besseres Leben.
Wollt Ihr euch denn nebenbei mit anderen Gedanken beschäftigen, als mit dem, was euch gerade fasziniert? Es mag euch dann zwar nicht stören, aber es scheint mir im hohen Maße uninteressant.
Nehazet ibn Tulachim
6. Oktober 2011 at 13:52 · antworten
Könnte ich natürlich versuchen, dort ist die Informationslage nur nicht gesichert, außerdem könnte es sein, dass ich ein größeres Experiment der Al’Achami dadurch durcheinander bringen könnte, das würde ich meinen Collegi nur ungern antun. Wobei natürlich nichts gegen einen Versuch spricht, ich könnte mal nachfragen. Aber auch bei euren Onkel hätte ich vorher nachgefragt, dass könnte es also nicht gewesen sein, hmm ob ich meine eigenen Gedanken dadurch verändern könnte, dann könnte ich ein Experiement mit mir durchführen?
Aber wenn es mir gelingt, die aufnahme Fähigkeit rapide zu erhöhen, würde dies erlauben sich mit vielmehr, in viel weniger Zeit, zu beschäftigen, das erscheint mir schon praktikabel. Beispielsweise könntet ihr, ich äh weiß nicht, schnelllesen, mit Rowin kämpfen und Bakkus und Adaque trainieren, oder so, ihr könntet auch einen der art geschulten Geist nutzen, um die Beschleunigung des Axxeleratus auszugleichen.
Azina
7. Oktober 2011 at 07:20 · antworten
Ich glaube nicht, dass der Al’Achami anstoßt daran nehmen würde. Denn sonst hätte die Arena ein sehr großes Problem. Es verschwinden allerhand Leute hinter diesen Mauern. Ihr habt da eine vortreffliche Idee. Dank eurer außerordentlichen Willensstärke sollte es euch möglich sein, eure mentale Persönlichkeit zu spalten und so das Experiment mit euch selbst durchzuführen.
Ich denke eine weitere Angleichung an die Beschleunigung des Axxeleratus ist nicht notwendig. Ich komme inzwischen bestens zurecht. Einzig das mit der erweiterten Sinnesewahrnehmung muss ich noch ein wenig trainieren, um Störenfriede gedanklich zu dämpfen. Selbst wenn ich im Geiste alles gleichzeitig könnte, so könnte ich es körperlich nicht. Davon abgesehen, dass Rowin und meine Tiere sich leicht veräppelt vorkommen sollten.
Nehazet ibn Tulachim
7. Oktober 2011 at 09:15 · antworten
Das kann, aber muss nicht, sein, und was läge mir ferner als eine irgendwie geartete Manipulation einer groß angelegten Studie einiger Kollegen. Vielleicht arbeiten beide Institutionen zusammen? Hmm, spalten wäre tatsächlich eine fasznierende idee, der Schaden dürfte auch nicht allzu groß sein, ist der entsprechende Cantus doch in standardisierter Form nur temporär, hmm ich könnte mir vorher selbst einen Brief schreiben, um mich über mein Experiment aufzuklären, um ein Malheur bei dem wirken des Cantus zu vermeiden, könnte ich ein temporäres Thaumatursom konziperen und konstruieren, jenes müsste vorher natürlich untersucht werden, ja das dürfte funktionieren.
Dann eben nicht, ich dachte nur eine praktisch/pragmatische Anwendung eventueller Forschungsergebnisse würde euch erfreuen. Bezüglich der Sinneswahrnehmung, habt ihr schon einmal daran gedacht, bestimmte Sinne einfach für die Wirkungsdauer auszuschalten, ich meine, wenn ihr euren Sehsinn verstärkt, benötigt ihr euer gehör doch nicht, und so weiter, es gäbe da einen Cantus, mit dem ich teile eurer Sinne temporär ausschalten könnte, also falls ihr interesse haben solltet. Und nein, ihr würdet nicht alles gleichzeitig können, ihr würdet, dass was ihr könnt, beschleunigt hintereinander ausführen. Es geht ja lediglich um den Versuch, eure mentalen Fähigkeiten zu axxelerieren, aber gut, dann eben nicht.
Azina
7. Oktober 2011 at 10:20 · antworten
Bitte sagt uns bescheid, wenn Ihr dies Selbstexperiment vollzieht, nicht dass wir uns über euer unkontrolliertes Verhalten wundern und wir euch vor den Praiosdienern, die euch der Ketzerei beschuldigen, zu erretten.
Axxelerieren, interessante Wortschöpfung.
Ich denke, ich werde einfach öfter die Sinneswahrnehmung stärken müssen, um herauszufinden, wie ich am besten damit fertig werde. Übung macht den Meister.
Nehazet ibn Tulachim
7. Oktober 2011 at 13:50 · antworten
Seltsam, aber nagut.
ganauer wäre in diesem fall wohl eine kognitive oder mentale Axxelerierung, da ihr physisch schon anderweitig axxeleriert werden könnt. Es ist einfach der passende neologismus, wobei ich mir bezüglich des neo- nicht alzu sicher wäre.
Das wäre auch eine Methode, hmm, wir könnten natürlich ersteinmal austesten, wie fein eure Sinneswahrnehmung tatsächlich ist. Anschließend, dann wie fein diese mit Nahema ai Tamerlains Thaumatursom ist, darauf folgend, würde ich dann noch einmal probieren eure Wahrnehmung zu steigern, mich würde interesserieren, wo die letzte Grenze liegt. natürlich müsste dies wiederholt werden, aufgrund des “Übungseffektes”.
Azina
10. Oktober 2011 at 08:12 · antworten
Ich kann euch nicht folgen, Adeptus. Aber ihr werdet schon Recht haben.
Wenn ihr mögt, können wir gern testen, inwiefern die Wahrnehmungen verstärkt werden. Üben kann man währenddessen auch sehr gut. Aber lasst uns dies außerhalb eventueller Störungen tun.
Nehazet ibn Tulachim
10. Oktober 2011 at 09:28 · antworten
Dann erklären wir es doch, neologismus, ein fachsprachlicher Begriff, welcher beschreibt, dass, vorraussichtlich aus vorhandenen Wörten, oder Wortteilen, ein neues Wort, in diesem fall eher ein Wörterpaar, welches einen neuen, da erweiterten Begriff, bildet. Übrigens erachte ich eine kognitive/mentale Axxelerierung für erstrebenswerter, als eine physische Axxelerierung. Davon gehe ich folgich aus.
Es wäre zumindest von hohem interesse. Ich dachte wir könnten zuerst eure minimal Wahrnehmung untersuchen, anschließend wäre eure Fähigkeit zur Analyse und Aufspüren der entsprechenden Wahrnehmungsquelle zu testen. Störungen sind, sowieso, kategorisch, auszuschließen, würden diese doch die Ergebnisse verfälschen.
Azina
12. Oktober 2011 at 07:45 · antworten
Ah ja. Die angestrebte Axxelerierung wird mit dem normalen Zauber nicht funktionieren, oder? Es stärkt die Gedanken nicht, sondern nur den Körper.
An welche Art Experimente denkt Ihr dabei? Etwas aus der Entfernung sehen und der gleichen? Meine Wahrnehmung ist auch ohne den Zauber sehr gut. Bedenkt, dass ich teils Jäger bin. Ich bin geschult darauf, Dinge wahr zu nehmen. Also legt die Latte von Anfang an, recht hoch.
Nehazet ibn Tulachim
12. Oktober 2011 at 08:33 · antworten
Theoretisch, schon, da eine Modifizierung des Ausgangscantus des Thaumatarsoms, zwar interessant wäre, doch eher schwer zu realisieren. Ich dachte für das Experiment an etwas eher zielführenderes, welches den Axxeleratus Cantus jedoch nicht behindern sollte. Ja ihr habt recht, die vorliegende Variante des Axxeleratus gewährt euch nur eine physische Beschleunigung, keine mentale.
Das wäre durchaus ein mögliches Experiment, weiterhin könnte ich mir vorstellen, den Hörsinn zu testen, beispielsweise indem in einem abgeschlossenen Raum in unterschiedlicher Entfernung und intensität gesprochen wird, euren Gerruchssinn, indem in einem abgeschlossenen, möglichst geruchlosen Raum ein präparierter Geruch in unterschiedlicher Entfernung von euch zu verstecken, wobei ihr dies dan aufspüren müsstet. Für den Sichtsinn habt hir ja schon eine Variation vorgeschlagen, ich denke das sollte der erste versuch sein. Der Tastsinn erscheint mir schwieriger, einfach aufgrund der filigranen Oberflächenstrukturen. Recht hoch, hmm, welche Entfernung würdet ihr vorschlagen?
Azina
13. Oktober 2011 at 13:52 · antworten
Das kommt darauf an, was ich sehen soll. Je kleiner der Gegenstand, desto näher ran müssen wir. Fragt sich, ob wir hier für genügend freie Sicht sorgen können. Die Entfernung ist sicherlich nicht das Problem, nur die ganzen Störfaktoren hier. Eine gute Möglichkeit bietet sich im Keller der Festung von Shirdar. Da war es auch sehr ruhig.
Wenn wir mit Hilfe der Ferkina da aufgeräumt haben, sollte dort genug Platz und Zeit vorhanden sein.
Nehazet ibn Tulachim
13. Oktober 2011 at 20:17 · antworten
Also ich dachte, in etwa an folgendes, nur ein kleiner abris, versteht sich, wir testen eure Fähigkeit der Objekterkennung, der Farberkennung, der Entfernugserkennung und möglicherweise der Intensitätserkennung. Zuert würde es darum gehen eine bestimmte Anzahl an Objekten zu erkennen, am besten gestaffelt nach Größe und Entfernung, anschließend die Farberkennung, wieder gestaffelt nach Größe und Entfernung, sowie danach die Intensität der Farbe bzw. Leuchtkraft. Dazu werden jeweils fünf bis zehn Versuchsreihen durchgeführt, anschließend wird das ganze wiederholt, jedoch mit Unterstützung. Ähnliches würde ich auch gerne für Gehör und Geruch, möglicherweise auch für euren Tastsinn. Bezüglich Entfernung, vielleicht kann uns Delia helfen, verlagern wir die Entfernung einfach nach oben.
Äh ja,…, genau, was das betrifft, haltet es ihr wirklich für eine gute idee, ich meine, wir wissen, dass die Ferkina nur aufrund des Trolles so “zivilisiert” waren…
Azina
18. Oktober 2011 at 11:16 · antworten
Gut, dann lasset uns einen geeigneten Ort finden, lasst es mich wissen, wenn ihr bereit seid.
Na ja, Delia wird sie schon unter Kontrolle halten. Außerdem haben sie ein Interesse daran, den das Tal zu säubern. Ich denke, das ist möglich.
Nehazet ibn Tulachim
18. Oktober 2011 at 19:48 · antworten
Das werde ich, aber vorher werde ich Delias Erinnerungen helfen, hmm also werde ich wahrscheinlich erst in Shirdar wieder Zeit für die Umsetzung von Experimenten haben.
Das ist möglich, aber was passiert, wenn Delia nicht mehr vor Ort ist? Ja das haben Sie tatsächlich, nennt sich wohl Expansion des Einzugsbereiches ihrer Macht, nicht unähnlich dem was andere Herrscher davor taten. Ich bleibe vorerst skeptisch, aber stimme zu, dass es eine der besten Vorgehensweisen ist.
Azina
19. Oktober 2011 at 11:25 · antworten
Das ist kein Problem, sebstverständlich geht das Seelenheil von Delia vor. Überdies nannten wir ja bereits Shirdar als perfekten Ort hierfür.
Ob die Ferkina rege Absichten haben, ist auch mir unbekannt. Aber zumindest haben Region und Bewohner wieder Wasser zur Verfügung. Der Rest wird sich finden. Mir scheint, als habe Delia zusätzlich noch eine persönliche Rechnung mit dem Emir offen.
Und sollte mir einer der Ferkina ungewollt zu nahe kommen, wird er mich kennen lernen! Bei Firun, das wird er.
Nehazet ibn Tulachim
19. Oktober 2011 at 20:02 · antworten
Zumal Sie uns mit wiederhergestelltem Seelenheil auch eher von nutzen sein dürfte.
Ich hatte eigentlich vor, dass Wasserproblem so oder so zu lösen…
So wie ich auch, ich hätte mich nach Arbeitsaufwand bezahlen lassen sollen, sowie Spesen wären sinnvoll gewesen, naja nächstes Mal.
Ach wird er das, natürlich wird er das, vor allem, wenn er Probleme mit seiner Sicht haben sollte, was nicht auszuschließen ist, bei so einem Volk.
Azina
20. Oktober 2011 at 07:38 · antworten
Irgendwie bezweifle ich, dass der Emir uns ungehindert das Wasser zum Fließen lassen wird. Er profitiert ja von der Situation. Die Schwefelquellen, die sonst überschwemmt würden, wären nicht länger nutzbar. Es besteht die Möglichkeit, dass er euch die Aufgabe nur zum Schein übertrug, um interne Streitigkeiten zu aufzuschieben. Seid vorsichtig bei der Erfüllung des Auftrages, Adeptus.
Mit seiner Sicht? Welche Sicht meint Ihr? Die Weltanschauung oder die physische Sicht? Und welches Problem, ich sehe keines. Für Ihn scheint alles in bester Ordnung, denk ich.
Nehazet ibn Tulachim
20. Oktober 2011 at 14:49 · antworten
Was für ein idiotischer Plan, und was für eine grandiose Zeitverschwendung, wäre das denn, so unvernünftig kann doch nicht einmal, obwohl, hmm, mehrere seiner Entscheidungen sprengten schon die Grenze zur Unvernünftigkeit, also rational handelt er wirklich nicht. Andererseits, könnten sie auch einfach Siebe an den Kanälen anbringen und in regelmäßigen Abständen das eingeschwemmte Schwefel herausholen, das dürfte recht gut nebenbei gehen, dadurch könnten sie ihr Einkommen erhöhen und ihre Kosten senken, der Emir wäre ziemlich beschränkt, wenn er auf so eine simple Idee nicht kommen würde, problematisch könnte nur sein, falls das Schwefelvorkommen zu stark ausgebeutet wurde, könnte es länger dauern bis es sich wieder in ertragreichen Konzentrationen sammelt, aber selber schuld würde ich sagen. Worauf sollte ich denn achten? Ich meine bislang waren unsere größten hindernisse, nicht vom Emir gestellt, oder es erscheint mir zumindest unwahrscheinlich.
Na ich dachte, ihr meintet, falls er eine schlechte Auflösung des visuellen Spektrums wahrnimmt, müsste er näher an euch heran, um euch kennenzulernen, was nicht ungewöhnlich wäre, bei vielen Wunden und schlechten Ideen für Zeitvertreibungen, da kann bestimmt das eine oder andere Sinnesorgan in Mitleidenschaft gezogen werden. Das meinte ich damit.