„Ich habe dich nicht nur mitgenommen, weil du ein Grünbacher bist“, sprach Sieghelm und klopfte seinem Knappen auf die Schulter, während er das Gatter zum Langstall passierte. Worauf der Ordensgroßmeister anspielte war das Gestüt, welches die Familie des Knappen seit vierzig Götterläufen führten. Perainius bekam kurz große Augen, konnte sich ein Prusten jedoch verkneifen. Wenn er sich selbst hätte einschätzen müssen, würde er sagen, dass er von Pferden kaum bis gar keine Ahnung hatte.…
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Reise nach Rommilys – Teil II „Im Kloster“
Den Galopp hielt Traviahold nur solange bei, bis er an einer Weide ankam, von der er wusste, dass er ab hier nicht mehr von der Stadt aus zu sehen war. Er würde natürlich heute im Kloster übernachten, aber je später er dort ankam, desto weniger Anliegen werden an ihn herangetragen. Er musste den Kopf schütteln, als er daran dachte, wer er von einem Götterlauf war – der drittgeborene Sohn eines Barons, der typischer Weise in ein Kloster abgeschoben wurde und sich nun darauf freute seine älteren Bruder wiederzusehen.…
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Teil II – Dämmerung
Mit einem zügigen Schwung beendet Ser Gneisor den Brief an seine Exzellenz Nehazet ibn Tulachim, welcher zurzeit in Gareth weilt. Der Informationsgehalt der Nachricht ist brisant und – so hofft der Krieger – für ihre Aufgabe nützlich. „Bringt dies dem Siegelmeister, er weiß, was zu tun ist“, befiehlt er dem dabeistehenden Kammerdiener, der nur zu diesem Zweck an der Seite des Schreibtischs des Marschalls in Hab-acht-Stellung gewartet hatte.…
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Reise nach Rommilys – Teil I „Der Abschied“
Traviahold seufzte, als er sich von seinem Schreibtisch erhob. Das Kloster war inzwischen zwar schon geweiht worden, doch außer dem Haupttempel, der Brauerei und einem Teil der Umfassungsmauer gab es noch keine Gebäude, nur Baracken. Und so verbrachte Traviahold noch sehr viel Zeit in Hochstieg, auch um in der Nähe von Darpatia zu sein. Seiner schwangeren launenhaften Frau, der er gleich erklären müsste, dass er dringend nach Rommilys reisen muss.…
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So viel zu tun
Mit eiligen Schritten eilte Jane den markt entgegen. So viel zu tun in so kurzer Zeit. Beim besten Schneider der zu finden war kehrte sie ein. „Hesinde zum gruße guter man ich habe leider einen eiligen Auftrag. Ich benötige zwei tuniken angemessen für die Therme gehalten in den Farben dieses Wappenrocks bis in zwei stunden. Eine für mich selbst und eine weiter für eine Begleiterin von mir deren maße ich hier niedergeschrieben habe. …
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Teil I – Ankunft
Sein strenger Blick ging über die gedrungenen Zinnen der Niederrungenfestung. Seine braunen Augen suchten die Ferne ab, so als würden sie ihm zu einer Erkenntnis verhelfen. Am Firmament hingen breite Wolkenfetzen, die im Licht der untergehenden Praiosscheibe selbiges in ein beeindruckes Farbenspektakel aus Orange- und Rottönen tauchten. Der lange Weg hinauf zur Festung war gewunden und zog sich durch eine flache Rodung, auf der nur kleine Hecken wuchsen.…
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10. Friskenmond – Avahütt
Es ist der Abend des 10. Friskenmonds 2655 nach Jurgas Landung. Magister Grönte sitzt am Mittelfeuer des Grasodenhauses des kleines Weilers. Selbst jetzt, eine Stunde nachdem sein Mündel begonnen hatte eine Orklende anbraten zu wollen, liegt der unangenehm beißende Geruch noch immer in der Luft. Jasper riecht kurz – ohne das es die anderen mitbekommen – an seinem weißen Reisegwand.…
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Schwarz wie die Nacht
Auf dem Tunierplatz konnte er noch die Fassung wahren, doch je weiter er sich von ihm entfernte, desto erschrockener wichen die Leute ihm aus. Sein grimmiger, wutgefüllter Blick vermied es, das sich jemand gemüßigt fühlte ihn anzusprechen. Als er in seinem Zelt ankam, warf Bothor wütend sein Pailos fort und legte fluchend seine Rüstung ab. Wie konnte es sein, dass ihn seine Mutter Rondra so sehr im Stich ließ?…
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Eine denkwürdige Begegnung
Der Bergkönig hatte gerade das Zelt verlassen und einen verstörten Gewinner des Turniers für Schwere Waffen zurückgelassen, als Schützer Rarik, der kauzige Krieger aus dem Hause Prutz, von seinem Posten vor dem Zelt hinein kam. Sieghelm hatte die Botschaft, dass das Bankett in die Thermen verlegt wurde, noch nicht ganz verdaut, da wurde er von seinem ergebenen Soldaten angesprochen: „Mein Herr, dort ist jemand vor dem Zelt, der euch sprechen möchte.“…
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Die Gedanken treiben
Angelegentlich stochert Azina mit einem Stock im Lagerfeuer herum und starrt in die Flammen, als sähe sie ein Bildnis von großer Schönheit. Elfenbein sitzt hinter ihr und wärmt ihr den Rücken, während es sich ausnahmsweise mal Adaque auf ihrem Schoß gemütlich gemacht hat. Versonnen streichelt sie ihm über die Federn.
Schade. Nach den ganzen packenden Vorkämpfen habe ich im Finale der schweren Waffen einen spannenderen Kampf erwartet.…
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