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Die letzte Stadt

Die neu erwählte Schwanenhüterin zu Hochstieg lehnte auf der Fensterbank und blickte in den dunklen Nachthimmel. Bald würde es soweit sein, sie würden die letzte Stadt vor Delias Heimat erreichen: Bab-ar-Rih oder auch Baburin genannt. Von dort aus würde es nur noch 1-2 Tagesreisen sein und sie wären in Mahtab. Dem kleinen Dorf zwischen der Burg Barbenwehr und der mittelreischen Grenzfeste. Delia hoffte ihre Freunde von diesem kleinen Umweg überzeugen zu können. Denn der weitere Weg würde wohl nach Hammerschlag führen. Auf jeden Fall deutete Hauptmann Sieghelm so etwas an. Ach es wäre zu schön wieder im heimischen Wald zu sein, bei der Familie und zusammen mit ihren Freunden. Sie hoffte, dass auch Nehazet und auch Kalkarib dasein würden, doch wusste nicht genau wie das alles zu bewerkstelligen war. Auf jeden Fall lag ihr viel daran, dass ihre Freunde ihre Familie und den Ort wo sie aufwuchs kennenlernten. Was würde, wenn er denn dort wäre, ihr geliebter Kalkarib zu dem Örtchen, ihrer Familie und vor allem Delias Mutter sagen? Es war unvermeidlich, dass er erfuhr wer und was sie und ihre Mutter waren. Entweder würden sich ab da an ihre Wege trennen oder gemeinsam verlaufen. Satinav würde es wohl entscheiden.

Tief in Gedanken blickte Delia über die Felder… Bald wäre sie wieder zu Hause… „Delia es wird Zeit sich zur Ruhe zu begeben.“ erklang Alhinas Stimme und Delia nickte. Sahiba Alhina hatte recht, sie sollte auch ins Bett gehen. Delia war froh, dass Alhina nach den schlimmen Ereignissen des Tages an Schlaf dachte. Delia hoffte, es ergehe der Sahiba nicht all zu schlecht. Die Hexe entledigte sich ihrer Kleider und bereitete sich auf die Nacht vor. Währenddessen flogen ihre Gedanken zu den Ereignissen des heutigen Tages. *Muhalla, dieser… hätte er nicht ehrlich sein können? Er hatte uns alle in Gefahr gebracht! Außerdem haben wir nun diesen stinkenden Tierkrieger am Hals… Nun ja seine Queste von der Großen Mutter mag wohl nobel sein, doch das ist nicht unser Weg. Er soll seiner Queste folgen. Ich wünsche ihm allen Segen und Erfolg dafür. Doch wir sollten uns eilen in Baburin zu sein. Azina wartet und auch ich kann es kaum erwarten sie wiederzusehen. Ach Azina… ich hoffe Dir geht es gut.* – dachte Delia.

Ihre Gedanken schlichen sich wieder nach Mahtab zurück und somit auch zu ihrer Familie und zu Kalkarib. Wie lange blieb er noch in der Wüste, auf Pilgerreise? Wie lange würde es dauern bis sie ihn wiedersah? War er wirklich der Richtige für sie? Gedankenverloren glit Delia zum Fenster, um es zu schließen. Es war genug frische Luft für die Nacht im Raum. Dabei fiel ihr Blick auf Hauptmann Sieghelm, der wohl tief in Gedanken Pagol streichelte und in die Nacht starrte und die Hexe spürte, dass den stolzen Krieger irgendetwas bedrückte. Delias Gedanken kreisten um Sieghelms Befinden. *Armer Kerl… er tut alles damit wir sicher sind und alles um seiner Göttin zu gefallen. Doch was tut er für sich? Ich hoffe sehr er wird nicht an alledem zerbrechen. Es wäre schade… Er hat viel Potenzial, wenn er es denn nur nutzen würde. Vielleicht sollte ich als „seine“ Schwanenhüterin mich etwas mehr um sein Wohl kümmern. Nun ja wir…* je wurden ihre Gedanken unterbrochen. „Delia!“ erscholl Alhinas Stimme. Erst jetzt gewahr Delia, dass sie ganz nackt am Fenster stand. Sie lächelte Sahiba Alhina entschuldigend zu und legte sich in ihr Bett. „Ruhet wohl Sahiba Alhina und möge der Alleine über Eure Träume wachen.“ wünschte Delia und blickte von ihrem Bett aus in den Nachthimmel.

Gedanken an die Heimat

Es war Nacht. Nur ein laues Lüftchen wehte über die Felder des Hofes, während der Darpate einsam auf einem Baumstumpf saß und in die Ferne blickte. Sein Blick war gen Firun gerichtet, wo seine Heimat – das Fürstentum Darpatien – nicht mehr allzu weit entfernt lag. Viele Götterläufe waren inzwischen vergangen seit er einst von dort aus aufgebrochen war um sich im Reich ein Namen zu machen. Sieghelm zog einen langen Atem durch die Nase ein, er glaubte die saftigen Wiesen seines Landes schon fast riechen zu können.

Zu seinen Füßen lag Pagol, der stolze Dackel des Junkers. „Kannst du das riechen, Pagol? Darpatien …“ und dabei sprach er den Namen auf eine Art und Weise aus, als wäre es das schönst auf ganz Dere. “ … es ist nicht mehr weit. Nachdem wir den Achtbaren Herrn Muhalla in Barburin an Azina saba Belima übergeben haben, ist es nur noch ein Katzensprung bis ins Fürstentum.“ Sieghelm Blick ging wieder in die Ferne. Er seufzte. Er musste an seine zwei Brüder denken, Torion und Traviahold – was ist wohl inzwischen aus ihnen geworden? Ob Torion wohl inzwischen die Staatsgeschäfte des Vaters weiter übernommen hat? Und ob sich Traviahold – ganz gemäß seines Namens – inzwischen weiter der Traviakirche zugewandt und Priester geworden ist? Sieghelm musste auch an sein Junkerngut denken. An Hochstieg, wie sich die Landschaft des kleines beschaulichen Dorfes im Tal der Berge sanft um den Fluss Hard schlengelt. Er dachte auch an seine kleine Festung, an die Hardpassmine, das Gasthaus „Schlägel & Eisen“ – ja ganz besonders an das Gasthaus, die ein oder andere Nacht hatte er sich dort um die Ohren geschlagen. Sieghelm hatte gerade erst seinen Ritter verloren und war noch mit der Verarbeitung der Dämonenschlacht beschäftigt, als sich die gute alte Wirtin Jadwina seiner annahm. Ohne sie – wenn man es so rückwirkend betrachtet – hätte er die Zeit wohl nicht überstanden. Sie war es auch die ihm als erstes auf die Idee gebracht hatte das Land zu bereisen um auf andere Gedanken zu kommen. Jadwina leistete wohl die Arbeit, die sonst ein Deuter Bishdariels getan hätte.

„Wollt ihr nicht rein kommen, es ist schon spät?“ hörte Sieghelm eine Stimme hinter sich und fuhr herum, er war so sehr in seinen Gedanken versunken, dass er sie gar nicht hatte kommen hören. Es war Fadime, die Besitzerin des Hofes. „Ich …“ begann Sieghelm etwas stotternd. “ … komme gleich. Ich muss noch über die heutigen Ereignisse nachdenken und den morgigen Tag planen.“ antworte er ihr, wobei ihm für einen kurzen Moment ein Lächeln über die Lippen flog. „Natürlich, ich lasse euch eine Kerze an, damit ihr auf Euer Zimmer finden könnt – Gute Nacht.“ sprach Fadime und dreht sich dann um.„Gute Nacht, Fadime.“

Mit seinem Seufzer wandte sich der Junker wieder seiner Gedanken zu. Es war wirklich ein Ereignisreicher Tag. Es gab einen Kampf, der – den Göttern sei es gedankt – ohne Verluste auf eigener Seite verlief, die Gefährten wurden schwer verletzt, und das alles nur wegen der verschmähten Liebe zwischen dem Achtbaren Herrn Muhalla und dieser Scharlatanin Radajahna. Sieghelm schimpfte innerlich über den Händler, hätte er sich doch nur eher ihm anvertraut – dann hätte er besser darauf reagieren können. Dobra war nur ein Handlanger, der wohl mit Hilfe von Radajahne aus dem Gefängnis in Zorgan entkommen konnte. Doch warum wurde Muhalla dann von Dobras Leuten am heutigen Tage angegriffen? Wenn der Scharlatanin wirklich so viel an ihm läge, dann würde sie es nicht riskieren das er verletzten werden würde. Oder war es vielleicht nur Dobras persönliche Rache für den Misslungenen Entführungsversuch in der Karawanserei in Zorgan? Leider würden sie ihn nicht mehr fragen können, denn Dobra erlag seinen Verletzungen und weilt nun in Borons Hallen. Der Hauptmann dachte über das weitere vorgehen nach. Eine wirklich sehr interessante und überraschende Komponente bildete Hjaldar – der Gjalskerländer aus dem fernen Norden, der ehemals Adeptus Nehazet als persönliche Wache diente. Ihn hatte wohl niemand mehr auf der Rechnung, aber es war nur allzu klar das er irgendwann weiter ziehen würde. Immerhin war Adeptus Nehazet schon lange nicht mehr in Hammerschlag, und jemand wie Hjaldar würde nicht brav wie ein Haustier darauf warten das sein Herrchen zurückkommt.

Als sich Sieghelm vorstellte wie Hjaldar durch die Straßen von Hammerschlag marschierte, schoß es ihm durch den Kopf – Hammerschlag! Inzwischen mussten die Leute dort glauben das er tot sei, es sei denn der erste Brief den er verfasst hatte war inzwischen angekommen. Sieghelm hatte es bisher nicht geschafft einen zweiten Brief zu verfassen und nach Hammerschlag zu schicken. Sobald er Barburin erreichen würde, würde er einen Brief aufsetzen – Hammerschlag musste wissen, dass Hauptmann von Spichbrecher noch unter den Lebenden weilt und bald zurück sein würde!

Brief an den ehrenwerten und weisen Bey Nehazet ibn Tulachim

Ich Grüße euch, weiser und barmherziger Bey Nehazet ibn Tulachim, bringer des Wassers und hochgelehrter Magister der Yash-Hualay von Punin.

Ich habe mich Gewissenhaft um all Eure mir zugetragenen Weisheiten gekümmert, verehrter bringer des Wassers. Last mich euch von allen Dingen berichten, auf das ihr aufgeklärt werdet über die derzeitige Lage in Eurem Land.

Projekt Kräutergarten

Mit hilfe des Humusgeistes, haben wir begonnen im Vorhof der Krak al’Shirdar erneut Wirselkraut zu ziehen. Ich habe diesmal Wachen aufstellen lassen die das Feld bei Tag und bei Nacht bewachen – zudem hab ich ein befestigtes Gewächshaus in Auftrag gegeben um die Kräuter besser bewachen zu können. Das Gewächshaus soll laut des Dorftischlers Mitte Tsa fertig sein und es soll 5 Marawedi kosten. Ich hoffe eure Weisheit wird damit zufrieden sein? Nachdem wir den Humusgeist aufgestellt haben, hat er begonnen die Zöglinge wachsen zu lassen. Ich habe außerdem einen Gärtner eingestellt, sein Name ist Halef ben Achmed bân Benayman, er wird sich dann weiter um die Kräuter kümmern, es bleibt jedoch abzuwarten ob die neuen Zöglinge tatsächlich etwas werden, er hat sich bereit erklärt die ersten Monde umsonst zu arbeiten da ich ihm im austausch dafür eure andere Stele gegeben habe um sein eigenes Land besser bewirtschaften zu können. Er versicherte mir sofort zu berichten sobald sich ein Erfolg einstellen wird – wovon auszugehen ist, immerhin ist die Wachstumsstele ja von Euch, großer und barmherziger Bey.

Projekt Bibliothek

Die Bibliothek ist fertig, mein Bey, leider fehlt es ihr jetzt nur noch an Wissen! Ich kann Euch versichern, dass der Dorftischler gute arbeit geleistet hat – ihr werdet hoch erfreut sein seine Arbeit zu gesicht zu bekommen. Ich habe den Buch- und Pergamenthändler in Quadanagar kontaktet, Alam Seyshaban ben Cherek bân Rezzan. Er hat mir versichert, dass er mir guten Preis machen wird, allerdings bin ich – Euer bescheidenen Wesir – überfragt nach welcher Art von Wissen es euch verlangt, oh allwissender Alam? Wenn ihr mir ein paar Hinweise geben könnt, dann werde ich über Alam Seyshaban danach suchen lassen und sie günstig von ihm ankaufen! Darüber hinaus habe ich die Stele der Kälte wie von euch erwünscht in der fertigen Bibliothek aufstellen lassen, derzeit erfreuen sich jedoch nur die Kammerdiener daran, da die Bibliothek nun der kälteste Ort der Krak al’Shirdar ist.

Holz-Expedition entlang des Flusses

Wie von euch verlangt habe ich eine Expedition unter Kommando von Beybashar Sahil al’Ahjan ben Karmal gen Firun entsandt. Der Beybashar ist am 01. Hesinde zusammen mit zwei Bashar’as, vier Tschausch’s, einem Fährtenleser aus dem Dorf und vier Trägern losgezogen. Ich erwarte ihre Rückkehr spätestens Ende Hesinde, sobald ich wieder da sind werde ich euch natürlich sofort mitteilen!

Das Troll-Problem

Das Problem ist gelöst! Ich wünschte ihr hättet dabei sein können, verehrter Bey, als ich das Siegel der Schriftrolle brach und sich ein riesigen Abbild eures glanzvollen Gesichts sich vor Agha Kurum al’Rakshaz bildete! Zuerst war er ganz verdattert und zornig, doch dann wandelte sich der Zorn an Angst um. Immer mehr Dorfbewohner eilten herbei und sahen zu wie ihr, eure unendliche Weisheit, in Form einer magischen Illusion den herumärgernden Troll scheltet! Die Botschaft war kaum beendet, da schnappte sich Krumpelratsch sogleich seine letzten bunten Tücher und entschwand aus dem Dorf. Ein Bauer berichtete mir das er zuletzt irgendwo in den Hügeln im Firun des Dorfes gesichtet wurde, wie er immer wieder nach hinten blickend vor Angst wimmernd davon rannte. Ich denke das wir ihn wohl nie wieder sehen werden. Ich muss euch zu diesem gar genialen Kamelzug beglückwünschen, Eure ehrvolle Erhabenheit!

Tuluf ibn Harun

Wie von euch gewünscht, habe ich den Gefangenen Tuluf zu Medi- und Kontemplation in seiner Gefängniszelle angehalten. Er verweilt daher bei Wasser und Brot in seiner Zelle, bisher hat er sich jedoch noch nicht Reuig gezeigt, es bleibt abzuwarten wie lange er seinen Zustand in der dunklen Zelle noch aushält. Ich bin mir sicher, dass er alsbald einbrechen wird und sich wieder bereit erklärt zu arbeiten.

Die Goldlieferungen

Bezüglich der Goldlieferungen, welche von der Bevölkerung in Quadanagar entdeckt wurde, habe ich beschlossen am 07. Hesinde – am Tage von Rohals Verhüllung, mich nach Quadanagar zu begeben um dort mit Hilfe eures Aufzeichnungsthautatursoms eine Rede zu halten. Ich habe mir die Freiheit genommen speziell diesen Hochfeiertag der aller Magier und Nandusanhänger dafür aufzuwählen, um zu verdeutlichen, dass ihr keine Bösen Absichten im Sinn habt, Eure Hochwohlerhabenheit. Außerdem benötig ich, Euer bescheidenen Wesir, ein paar Tage Zeit um eine passende Rede vorzubereiten.

Als letztes, Eure Durchlaucht, möchte ich Euch berichten, dass in Eurer Abwesenheit immer wieder wehklagende Dorfbewohner an die Tore des Krak al’Shirdar geklopft haben, es geht immernoch um die von den Ferkinas gestohlenen Frauen. Viele Töchter und Schwestern der wichtigen und in Shirdar Einflussreichen Benaymani-Sippe wurden von diesen Wilden entführt. Fast 70 Personen gehören zur Sippe der Benaymani – ihr Oberhaupt hier in Shirdar ist Hairan Achtev al’Rashid ben Shafir bân Benayman. Er selbst kam erst gestern zu mir und trug seine Sorge um die Frauen an mich heran – insgesamt 10 Fehlen aus der Sippe, darunter sogar seine eigene Enkelin. Hairan Achtev al’Rashid äußerte mir Gegenüber die höfliche Forderung, dass der jetzige Bey – also Ihr, Eure Allwissenheit, Euch darum zu kümmern habe. Ich sicherte ihm zu, dass der ehrenwerte und barmherzige Bey, sich bald dieses Problems annehmen wird. Ich brauche Euch, Eure Durchlaucht ja nicht darüber in Kenntnis zu setzen, dass mit dem Wohlwollen der Benaymani-Sippe die Zustimmung des ganzes Dorfes hier steht und fällt. Ich erbitte in dieser Angelgenheit Euren weisen Rat!

In demütiger Bescheidenheit, Euer Wesir Assaf al’Fesari

Absendedatum: 02. Hesinde 1026 BF| Absendeort: Shirdar/Khorestan | Empfänger: Bey Nehazet ibn Tulachim | Empfangsort:Khunchom/Großfürstentum Khunchom | Entfernung: ca. 340 Meilen| Versandart: per Dschinn der Luft | Geschätzte Sendedauer unter zwei Stunden (bei Rückenwind), unter vier Stunden (ohne Beeinflussung durch Wetterbedingungen), unter acht Stunden (bei Gegenwind) | Geschätztes Empfangsdatum: 03. Hesinde 1026 BF

Schwanenhüterin

So so… nun hat er mich also. Irgendwie schon putzig, dass der Herr Hauptmann immer einen Titel und dergleichen braucht. Letztich zeigt dies nur seine eigene Hilflosigkeit und den lächerlichen Versuch die Welt in Gesetzte einzuteilen, um Kontrolle auszuüben. … den Versuch Sicherheit zu schaffen. Ganz in dem Bild seiner Göttin. Kontrolle und Sicherheit… so etwas gibt es nicht und wird es nie geben. Doch schließlich braucht der Mensch etwas für das er leben kann. Man kann ihm das nicht zum Nachteil reichen. Er meint es wirklich nur gut und zum Schutze seiner Kameraden und … Freunde. Im Herzen ist er doch gar nicht so ein Mistkerl wie ich immer dachte.

Na wird doch! Ich denke mit dieser… Auserwählten-Schicksals-Götter-Dämonen-Geschichte und meinem … anderen Ansehen bei Sieghelm wird das schon alles werden. Ich bin nun Schwanenhüterin zu Hochstieg, scheinbar ein Titel von großer Ehre. Wie mir auch Jane versichterte. Sieghelm nannte mich sogar „meine Schwanenhüterin“… ich kann mich irren aber ich war der Meinung etwas Stolz und auch einen gewissen männlichen Besitzanspruch aus der Stimme zu hören. Jetzt wo ich darüber nachdenke… Hat es Sieghelm nicht auch missfallen, dass ich Kalkarib liebe? So sagte er mir das auf Nehazets misslungener Hochzeit, wo Sieghelm etwas angetrunken war… Kann es sein das er so etwas wie neidisch auf Kalkarib oder so gar eiferüchtig ist? hm… ich werde das ganz vorsichtig prüfen. Ach Kalkarib… er wird Augen machen, ob des neuen Titels von mir, schließlich gereicht es ja auch ihm als meinen zukünftigen Ehemann zur Ehre. Ich hoffe ihn bald wieder sehen zu können. Doch nun muss ich erst einmal mit Sieghelm weiterhin gut auskommen … und wenn ich auf mein Herz höre dann will ich das auch.

hm… ich denke die Art mit und für ihn zu tanzen war angemessen. Um Alhina und auch Kalkarib nicht zu kränken, habe ich beim Tanz die Schellen die er mir schenkte,  für einem Tanz den ich ihm noch schuldig bin, nicht getragen. Dafür aber natürlich seinen Waggif. Der Tanz um und mit Sieghelm war zwar schnell und grausam schlecht improvisiert, was der Zeit und den Umständen zu schulden kam, ABER dennoch kam er scheinbar gut an. Sieghelms Blick war so… unglaublich unschuldig und schüchtern… als ich mich auf ihn setzte und fragte ob es ihm gefallen würde. Schade nur, dass er dabei seine Rüstung trug. Schöner wäre es gewesen wenn er so aussähe wie gestern bei den Übungen zum Ringen. Schön mit Körperöl und… ohne soviel störende Kleidung. Nun ja… alles zu seiner Zeit. Dann hätte es jedoch gut sein können, dasse er vor Scham und Erregung ohnmächtig geworden wäre. Ich sollte es daher viel langsamer angehen lassen… ABER es macht einfach zu viel Spass ihn aufzuziehen. Auch wenn wir uns nun besser verstehen werde ich wohl die kleinen Neckerein nicht lassen. Ich denke ihn amüsiert das auch wohl.

Es bleibt weiterhin spannend zwischen dem Krieger und der Hexe. Bald werden wir Azina wiedersehen und dann werde ich meinen Freunden vorschlagen meine Mutter zu besuchen, bevor wir … wohin auch immer reisen. Es wäre schön wenn Kalkarib auch dort sein könnte…

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Delias Gedanken

Gen Baburin

Gerade hatten wir Sieghelm, so schien es zumindest, davon überzeugt das er zuerst mit einem Diener der Rondra sprechen sollte, da eskalierte die Situation zwischen ihm und diesen Herrn Muhalla auch schon. Ehe wir etwas unternehmen konnten befand er sich schon in einer Auseinandersetzung mit Muhalla, die sich zu einem bewaffneten Konflikt zuschärfte, Delia tat Ihr bestes um Sieghelm zu helfen, ich versuchte die Gemüter mittels eines Nebels zu beruhigen, was nicht klappte, und Jane konnte die Entwicklung nicht nachvollziehen, nehme ich jedenfalls an. So schnell es begann, so schnell endete es auch, kaum Augenblicke nach dem ersten Schlag waren die Träger am Boden, der Zwerg wand sich in Schmerzen und Muhalla war an einem Stuhl gebunden. In der Zwischenzeit hatte mein Versuch einen Nebel herbeizurufen, zu der Bildung eines silbern schimmernden Feldes um mich herum geführt, welches mich glücklicherweise aber nicht an der Befeuchtung meiner Haut hinderte. Während ich dies gerade feststellte, stürmten weitere bewaffnete Menschen in das Zimmer, dabei handelte es sich um Gardisten dieser Stadt. Nach einem kurzen Gespräch und nachdem Delia ihn zwei Münzen in der Farbe meiner Haare, nicht der meeresblauen Strähnen, der anderen, gab gingen diese auch wieder. Die Gardisten blickten während Ihres Aufenthaltes in dem Zimmer immer mal wieder zu mir herüber, dies würden nicht die einzigen Blicke sein die ich auf mich ziehen würde.

Sieghelm verblieb im Gasthaus um auf seine Schützlinge aufzupassen, Jane, Delia und ich wir begaben uns, erneut, zum Hesindetempel um nach Erkenntnis zu suchen. Schon im Gasthaus zog ich aufgrund meines glänzenden Aussehens weitere Blicke auf mich und auch außerhalb des Gasthauses, wurde dies nicht besser. Aber es gelang uns unbeschadet zum Hesindetempel zu gelangen, jener war abends viel stärker besucht als am zu vorherigen Stunden des Tages. Die Diener der Hesinde erklärten mir das es sich wohl um einen Spruch aus der theoretica oder Metamagie handeln würde, welcher mich wohl vor Sprüchen der Combativa und Mutanda, sowie der Controllaria behüten würde, normalerweise würde dieser nicht solange andauern, genaueres auch dazu wie es dazu kommen konnte, konnten Sie mir jedoch nicht sagen. Ich sagte doch schon, Magie ist etwas mysteriöses, das ich nicht untersucht und erfasst werden, nicht analysiert werden kann, zumindest mein Vater hat mir nichts dergleichen beigebracht. Nachdem ich mir eine weile die Bilder und Statuen im Tempel besah, erweckte ich wohl das interesse einiger umstehender Diener Hesindes, ich wurde gebeten, mich von Ihnen untersuchen zu lassen. Da ich auch neugierig war, stimmte ich dem zu, Jane war so freundlich und begleitete mich und die Diener der Schlange. Wir begaben uns in einen anderen Raum und dort wurde ich ersteinmal ausgiebig befragt, danach wurde meine Körpergröße ausgemessen, meine Schwimmhäute beschaut, die Wadenschleier untersucht, es wurden Zeichnungen angefertigt. Und noch viel mehr, es war ein sehr genauer Prozess. Danach begaben wir uns in den Efferdtempel, ein Diener des alten Gottes erzählte uns einiges über die Kunstwerke des Tempels. Ich begab mich in stiller Kontemplation und richtete ein Gebet an den ungestümen Gott. Ich erfrischte mich noch kurz und danach begaben wir uns wieder in das Gasthaus.

Im Gasthaus angekommen, verabschiedete sich Jane kurz, sie ging auf Ihr Zimmer und holte Ihre Staffelei, Delia und ich, wir setzten uns in der Zwischenzeit zu Sieghelm. Wir unterhielten uns noch eine weile. Die Nacht verlief ziemlich ereignislos, wobei das silberne Störlich bei der Sternenbeobachtung aus dem Brunnen heraus schon störend war.

Am Morgen begaben wir uns gen Baburin auf, da ich kein Pferd bei mir hatte, selbst wenn ich hätte auch nicht Reiten können, lief ich zu Fuß neben den anderen her, trotz meines langsamen Tempos an Land, kamm ich gut hinterher, da sich die Reisegruppe aufgrund der Kiste recht langsam bewegte. Eine halbe Tagesreise später erreichten wir eine Raststätte, an welcher wir unseren, nicht vorhandenen, Proviant auffrischten. Im Gasthaus selbst, wurde Delia dann noch zu einer Schwanenhüterin ernannt, was wohl nur getan wurde, damit Sieghelm wusste wie er sie ansprechen könnte, warum auch immer das so schwer sein sollte, bislang schien sie mir nicht durch die ansprache mit Delia gekränkt zu sein. Delia sollte infolgedessen ein Fest für Sieghelm ausrichten, dabei half ihr auch Jane. Delia nutzte Ihre Magie um es zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen, und zusammen mit vier anderen Tänzerinnen ergaben Sie sich den Strömungen der Musik und ließen Ihre Körper zu dem Rhythmus des Tanzes treiben. Auch Sieghelm wurde davon ergriffen, nachdem Delia etwas nachhalf. Im Anschluss tauschten wir noch verschiedene Geschichten aus, Jane erzählte von Ihrer Zeit im Ehernen Schwert, Delia von einem Besuch ihrer Tante Nahema, Sieghelm von dem Kampf um das Praiosschild, Muhalla von einem gelungenen Geschäft, Alhina von einem Freund vergangener Tage und ich von meiner Reise in dies Land.

Depesche des Bermhoin G. R. Ui Niamad

An: Professor Markandre ter Steegan, Zwölfgöttliche und Kaiserlich-Bosparanische Hohe Schule der Wissenschaften und Lehren der zwölfgöttlichen Lande, Firun-Schule, Fakultät der Zoologie, Institut der Seltsamen und Ungeheuerlichen, Methumis

 

 

Sehr geehrter Herr Professor ter Steegan,

 

im Folgenden möchte ich ihnen von einer Begebenheit schreiben, die gar abenteuerlich klingt. Seid gewiss, das war sie auch, jedoch auch vollkommen wahr.

Es ergab sich, dass ich als Teil einer Gruppe durch den Thuranaforst in Andergast reiste. Hierbei trafen wir auf einen Waldschrat – im folgenden Borkenholm genannt. Wenn ich mich nicht täusche sind diese der Wissenschaft gut bekannt, sodass ich mich nicht weiter hierzu äußere, außer zu dem Fakt, dass Borkenholm mehrere „Freundschaften“ zu pflegen schien. Einmal zu weiteren Waldschraten, andererseits, und an diesem Punkt beginnen meine eigentlichen Ausführungen, zu einer Quellennymphe.

Diese schien Hilfe zu benötigen, zumindest forderte Borkenholm unsere Hilfe als Preis für die Durchquerung seines Waldes. Unter seiner Führung erreichten wir einen Weiler, der von einem Wasserfall gespeist wurde. In diesem schwamm die erwähnte Nymphe, welche von Borkenholm „Aquarella“ genannt wurde. Sie schien verängstigt, zumindest erreichte mich und meine Begleiter jeweils eine starke Welle dieses Gefühls. Wie es sich für einen Forscher geziemt näherte ich mich dem Wasser. Da ich wusste, dass Feen nicht der Sprache mächtig sind, versuchte ich über Gedanken mit ihr zu kommunizieren. Ein Versuch der leider nur mäßig klappte. An dieser Stelle wechselte ich zum Beobachter. Eine Dame aus meiner Begleitgruppe, Mara mit Namen, versuchte nun ebenfalls Kontakt zur Nymphe aufzunehmen. Sie hatte deutlich mehr Erfolg dabei. Später erklärte sie mir, dass sie sich der Bildsprache bediente. Wollte sie die Nymphe beruhigen dachte die an einen Tümpel mit spiegelglatter Oberfläche etc.

Das erstaunliche dabei ist, dass die Nymphe nicht ebenso „antwortete“, sondern wiederholt über Gefühlswellen… Sie ließ uns ihre Gefühle wahrnehmen. Ein etwas verwirrender Vorgang, wenn man nebenbei gegen wildgewordene Mindergeister kämpfen muss, doch das ist eine andere Geschichte. Als wir schließlich ihren Weier von dem Mindergeist befreit haben bedankte sie sich, zu erst mit einem Wangenkuss für Mara, danach durch einen bezaubernden Gesang in einer fremden mir nicht geläufigen Sprache, der uns alle erstarren ließ.

In diesem Zusammenhang kam sie etwas aus dem Wasser heraus, so dass ihre Erscheinung sichtbar wurde. Sie war weiblicher Natur, hatte jedoch schuppige Haut, seetanggrünes Haar, und Flossenhände. Beine konnte ich leider keine erkennen, jedoch auch keine Schwanzflosse, sodass ich in dieser Frage nicht weiterhelfen kann.

 

Das erstaunlichste folgte jedoch noch: In meiner Gruppe befindet sich ein Magier. Die Nymphe bot an den Mindergeist, den wir gefangen hatten in den Stab zu binden. Den Vorgang konnten wir nicht verfolgen, jedoch die Folgen sehen. Der Mindergeist war ein Wasserwesen und so illuminierte der Stab blau während des Verschmelzung, in der Folge glänzte er dauerhaft feucht, ohne es zu sein. Statt der „ewigen Flamme“ konnte der Stab nun wässrige Tentakel hervorbringen, deren Nutzen uns bis jetzt unbekannt blieb. Bedauerlicher Weise war dieser Effekt am nächsten Tag verschwunden. Die Frage, ob dies normal ist, vom Kampf herrührte oder vom Magiegebrauch konnte nicht geklärt werden.

 

An diesem Punkt enden meine Ausführungen. Ich hoffe ihnen in ihren Forschungen weitergeholfen haben und erbitte ein persönliches Treffen sobald ich wieder einmal an der Hohen Schule weile. Eine etwaige Antwort senden sie bitte an den Königlichen Palast zu Havena.

 

Ihr ergebener Bermhoin Guileagh Rwadh Ui Niamad, Absolvent der Tsa-Schule zur Universität zu Methumis, Edler des Albernischen Königshofes

Briefwechsel von Bermhoin Guileagh Rwadh Ui Niamad

Mit: Admiral Rateral XIII. Bedwyr Sanin

 

 

 

Efferd zum Gruße euer Hochwohlgeboren,

 

Ich hoffe Sie nicht in Verlegenheit gebracht zu haben ob meiner ungewöhnlichen Methode diesen Brief euch zukommen zu lassen, doch ließen mir die örtlichen Gegebenheiten bedauerlicher Weise keine anderen Möglichkeiten. Der zweite beiliegende Brief ist persönlicher Natur, ich bitte diesen weiterzuleiten.

Wie von ihnen erbeten sende ich ihnen einen ersten Zwischenbericht bezüglich meiner beauftragten Reise in das Königreich Andergast. Die Reise ist komplikationslos verlaufen, in der vortrefflichen Begleitung des Magus traf ich am 6. Hesinde in Thurana ein. Am folgenden Abend waren wir an die fürstliche Tafel geladen zwecks der Abschlussveranstaltung bezüglich der hiesigen Festspiele. Die Einheimischen feiern ihren Sieg in einem Gefecht auf dem Thuranasee, dem 15. Krieg nostrischer Zählung vermutlich. Sie tun nahezu so, als ob sie die Seeschlacht gegen die Thorwaler vor Havena 914 BF gewonnen hätten. Ich möchte noch anmerken, dass die Festivität gar frevelhaft war in meinen Augen, ich musste zwischen dem Meister der Fischerzunft und einem Scharlatan sitzen, der sich ein Professor der Graphologie schimpfte!

Nichtsdestotrotz verließen wir am folgenden Tag in weiterer erfreulicher Gesellschaft die Stadt zu einer Ortschaft namens Andrawald. In der Gegend soll es gar vortreffliche Ruinen geben zu denen wir uns am morgigen Tage aufmachen werden.

Im Zusammenhang dieser Ereignisse möchte ich erwähnen, dass ich außerplanmäßige Investitionen zu tätigen hatte, beispielsweise Dinge wie ein Zelt oder ein Schlafsack musste ich organisieren. Ich würde sie daher untertänigst bitten mir einen weiteren Wechsel zukommen zu lassen. Sollten sie die Güte besitzen mir eine Antwort zu senden, so würde ich sie bitten diese nach eben dem Dorf Andrawald zu schicken, zu Händern eines Herrn Plauter. In diesem Falle wäre der Empfang gesichert.

 

Mit untertänigen Grüßen

Bermhoin Guileagh Rwadh Ui Niamad – Andrawald/Andergast, 09. Hesinde 1029 BF

Studien in Khunchom und anderes 4.Teil

So langsam sollte ich mir wohl Gedanken machen, bezüglich einer Reise nach Aranien…

Aber vorher gehe ich nocheinmal meine Zahlen durch,

Eingenommen habe ich als Magister Minores der magica theoretica, hmm keine Ahnung, es floss ja direkt wieder in andere Projekte, Studium und Materialverbrauch an der Dracheneiakademie. Aber dazu kommt das Gold aus Khorestan, welches ich in barren schmelzen ließ, von denen Barren im Gewicht von 40 Unzen nach Khorestan zurückgeschickt wurden, die restlichen Barren im Gewicht von 80 Unzen ließ ich mir von meinem Vater umtauschen, dabei erhielt ich 40 Marawedi. Diese Gold brachte ich zu nutzen in verschiedenen Investitionen, dabei ergaben sich folgende Ausgaben:

5 Marawedi, für außergewöhnlich hochwertiges Zeichenwerkzeug (30 Unzen), welches ich in meinem Metier gut für das anfertigen von Thesen, verschiedenster Art, das anfertigen von Arkanoglyphen und weiterer technischer Skizzen, sowie zur Kartographie, gebrauchen könnte, enthalten waren ein dünnes Brett als Untergrund, ein Dutzend Bögen aus starkem Zeichenpapier, einige Federn, Tusche und Kohlestifte verschiedener Härte, weitere Metallfedern, verschiedenfarbige Tuschen, (weitere zusätzliche) Kohlestifte, Radierklingen und Federmesser, Messinglineale, Zirkel, Winkel, und Schablonen sowie eine höherwertig polierte und mit Harzlack geglätte Zeichentafel hinzu.

6 Marawedi, für Goldschmiedewerkzeug (40 Unzen), ebenfalls zur Anfertigung von Arkanoglyphen außerdem gut geeignet um mein Wissen über die Feinmechanik zu erweitern, enthalten waren kleine Zangen und Pinzetten, zierliche Hämmerchen und Feilen, eine Lupe und einen Miniamboss mit Klammern, die als weitere Hände dienen können. Ich bin schon gespannt wie die Mechanismen dieses „Wunderwürfels“, welchen ich in Khorestan ließ, von innen aussehen, bei meinem nächsten Besuch in Khorestan werde ich ihn wohl auseinander nehmen.

10 Marawedi, für etwas das wohl als archaisches Labor (200 Unzen) durchgehen könnte, grausam primitiv, aber momentan für meine Zwecke, genauer gesagt, für die Zwecke des Studiums der niederen Al’Cymia auf den Reisen die da wieder kommen mögen, wohl unerlässlich, enthalten waren verschiedenste robuste Gerätschaften, wie Mörser und Stößel, Schalen, Tiegel und anderer Kleinkram, aber was will ich machen, bis ich keine Möglichkeit gefunden habe ein komplettes Laboratorium mit mir herumzutragen, ist das zumindest ein guter Anfang.

2,5 Marawedi für die Zutaten für einen Heiltrank, also ein Eidechsenschwanz, ein Bund Wirselkraut, ein Skrupel Gold und 10 Unzen Morgentau, wenn ich bedenke das ich das alles in Khorestan habe…

4,5 Marawedi, für drei Yagannüsse, ich erhoffe mir von diesen in Khorestan, welches sich wohl wieder erholt, sich dort einpflanzen und somit für das brauen entsprechender Erzeugnisse der Al’Cymia zur Verfügung zu stehen.

0,4 Marawedi, eine Transportkiste die mit Eisenbändern (200 Unzen, Kapazität 30 Stein, insgesamt Gewichtsreduktion um 1/3, bislang 12,175 Stein belegt durch in Khunchom erworbene Güter) verstärkt wurde,  durch die Glyphe der elementaren Attraktion Luft wurde das Gewicht selbiger Kiste verringert. Noch nicht perfekt aber ein guter Anfang die diversen Gegenstände, welche ich normalerweise benötige zu transportieren, ich werde wohl noch einen Animatio und Widerwille Cantus drauf legen um mir einerseits das tragen zu sparen und andererseits zu verhindern das sich jemand daran gütlich tun würde, wäre ich mit anderem beschäftigt bin.

0,5 Marawedi, für einen einfachen Abakus (20 Unzen), da ich ja am eigenen Leib erleben durfte wie störend das herumreisen sein kann, dachte ich mir etwas Unterstützendes Werkzeug beim Rechnen kann nicht schaden, auch wenn ich es nicht benötige, aber bei der Dichte an karmatischen Kausalknoten, kann es wohl nicht schaden. Allerdings muss ich mich erst daran, hmm ob es möglich wäre einen Animatio Cnatus so zu sprechen, das der Abakus, darüber sollte ich genauer nachdenken.

0,2 Marawedi, für eine Schiefertafel (20 Unzen) und fünf Stück Schreibkreide (je eine Unze, also insgesamt 5 Unzen), somit kann ich es mir sparen kostbares Pergament oder andere vergleichbare Materialien, wenn ich anderen Personen, wiedermal, etwas erkläre.

0,4 Marawedi, für 40 weitere Bögen Papier (je drei Unzen, insgesamt also 12 Unzen), da sich das schreiben mittlerweile wie von selbst, nagut wie von einer sich selbstbewegenden Feder, erledigt, kann weiteres Papier nie schaden.

0,5 Marawedi, für neuen Tee und Kandiszucker, ein guter Tee hat schon bei mancher Situation geholfen.

 

Darüber hinaus waren die letzten Tage wirklich inteeressant, auch ein gewisser di Vinuccio hat sich eingefunden, er ist recht interessiert an mechanischen Gerätschaften und verfügt auf diesem Gebiet über ein gewisses Wissen, seine Familie und meine haben wohl in der Vergangenheit das ein oder andere Handelsgeschäft abgeschlossen, wobei ich mir über Einzelheiten nicht sicher bin, für das Thema habe ich mich bis vor kurzem ja nicht wirklich interessiert. Der Tagesablauf am Drachenei ist etwas gewöhnungsbedürftig, die verhältnisse in der Academia Arcomagica waren zum forschen bessere, interessant ist es dennoch.

Ich bin gespannt wann der Traviabund geschlossen wird, mir wird vermutlich rechtzeitig bescheid gegeben, hmm ich bin gespannt ob sich das Amulett wie damals in Fasar bemerkbar macht? A pro pro Amulett, ich sollte einige Experimente bezüglich des Amulettes durchführen. Ich dachte dabei an verschiedenes, eine genaue Untersuchung auf arkane Strukturen, Informationsgewinnung durch Befragung des Amulettes, weiterhin könnte ein Humuselementar auch die ein oder Einsicht geben, eine Untersuchung im Tempel, sowohl die Reaktion auf verschiedene das profane Mterial angriefende Zauber sollte ich ebenfalls untersuchen, darüber hinaus denke ich sollte ich einen Vergleichstest starten um zu sehen ob das Amulett in ungewöhnlicher weise mit Essenzen aus der heptasphärischen Domäne des Lolgramoth/Thesephai interagiert. Also alles wie je, zuviel in zu kurzer Zeit zu tun, ach gäbe es doch mehr von mir, obwohl das würde mir auch nur bedingt helfen, hmm aber ich sollte meine studien wirklich vorantreiben, die anderen werden mir schon bescheid geben, ist ja nicht so als würde eine Nachricht aus Aranien lange benötigen.

Ein Sturm zieht herauf

Der heutige Tag in Mendlicum war recht interessant, die Zeit im Efferdtempel hat mir sehr gut getan. Aber der reihe nach, ich verließ die aquatisch angehauchten Hallen des Efferdtempels und begab mich auf den Weg zurück ins Gasthaus, im Tempel selbst konnte ich mich etwas erfrischen und meine Haut war wieder mit ausreichend Wasser benetzt. So wohlig mich das auch in meinem inneren stimmte, so wenig half es mir doch den richtigen Weg zu finden, dafür führte mich der Weg. der Strömung eines Flusses gleich, zum Meer, genauer gesagt zum Hafen Mendlicums, ich beschloss also zuerst meine Wasserschläuche wieder mit neuem Wasser zu füllen. Dabei wurde ich in ein kleineres Gespräch mit einem Fischer verstrickt, irgendwie hielt er es wohl für keine gute Idee das Wasser zu trinken, aber nachdem er meiner Ansichtig wurde, schienen seine vorbehalte wie weggespült gewesen zu sein. Dies änderte allerdings wenig daran, vermutlich war dies eher noch der Auslöser, das ich danach von einigen Menschen gebeten wurde meine Ernsthaftigkeit, bezüglich des vorhabens das Meereswasser als Trinkwasser zu nutzen zu demonstrieren. Nun gut ich sah zwar eher wenig Sinn darin aber ich tat dies, anschließend fragte ich noch nachdem Weg zu dem Gasthaus in dem die anderen, wohl mittlerweile sein sollten. Mir wurde auch der Weg zum grünen Spiegelkarpfen genannt, es dauerte zwar dennoch eine ganze Weile bis ich den grünen Spiegelkarpfen erreichte, aber schlussendlich fand ich den richtigen Weg. Wie sich herausstellte waren Jane und Delia auch wieder aus dem Tempel der Rahja zurückgekehrt. Ich nutzte die Zeit um mich nocheinmal etwas in einem dargebotenen Wasserzuber zu erfrischen. Danach beschlossen wir erneut durch die Stadt zu treiben. Sieghelm wollte die Belagerungseinrichtungen sehen, wieso eigentlich, dabei handelt es sich doch nur um Gestein Sumus? Wir besuchten einen Marktplatz, ein recht interessantes Gebilde aber jeder will mit einem Münzen gegen andere Sachen tauschen. Verhehlen kann ich wohl kaum, das ich auch an einem besonderen Gegenstand ein interesse erwarb. Es stellte sich nämlich heraus, das es auf dem Markt auch eine Creme gab, welche meine Haut Feucht halten soll, diese habe ich gegen drei silbernen Münzen eingetauscht. Ich hoffe das mir dadurch der Aufenthalt an Land erträglicher wird. Es wurden auch noch andere Gegenstände erworben, vornehmlich Gerüche, das überhaupt jemand auf die Idee kommt Gerüche zu verkaufen? Danach suchten wir, erneut, den Rahjatempel auf, wobei ich mitsamt Jane, weil jene zuerst nach draußen eilte, die meisten Zeit vor dem Tempel verbrachte, Ihre inneren Strömungen schienen im Widerstreit zu sein. Anschließend begaben wir uns zum Hesindetempel, das bestaunen der in Form gehauenen Steine lässt sich wohl kaum als wichtiger eigenständiger Punkt betrachten, dort wurde mir eindrücklich mitgeteilt das ich keine Bücher anfassen sollte, was ich nicht sonderlich nett fand, ich meine ich würde diese schon nicht zerreißen oder dergleichen, abger gut da mir die Schriftzeichen in denen eh nichts mitteilen konnten, hält sich der Schaden für mich in grenzen, dabei fällt mir ein, Jane hatte etwas geäußert in der Richtung das Sie mir da etwas beibringen könne, ich sollte Sie bei nächster Gelegenheit noch einmal darauf ansprechen. Ach, dazwischen gab es noch eine interessante Anekdote über einen ungewöhnlichen Bären der im Wald der milden Schwestern gesehen wurde und nachdem wohl einige Leute suchten, auch Jane erinnerte sich an ein Rätsel das eine Ihrer Schülerinnen Ihr gab, welches einige paralellen zu der Geschichte mit dem Bären aufwies. Aber wie kann das sein? Ob und wie damit zu verfahren sei, bot einiges an Streitmöglichkeiten, wie sich herausstellte. Zuerst wurde der Fluss der Gemeinschaft unruhiger, als die Stromschnellen, der ersten Auseinandersetzungen zwischen Sieghelm und Muhalla durchflossen wurden. Dies führte zu einer Gabelung dieses Flusses. Einem Sturm gleich, der das Land verwüstet, welchem jedoch durch einem Felsen in der Brandung getrotz wird, scheint sich dieser konflikt durch die Gemeinschaft zu ziehen und die beiden Hauptverantwortlichen nehmen sehenden Auges kurs aufeinander.

Auswertung & Neues Interludium

Liebe Gruppe Andergast …

Ich habe das letzte Interludium ausgewertet und das neue bereits erstellt, welches dazu dienen soll gemeinsam zu überwintern. Ich wünsche euch viel Spaß beim spielen und hoffe auf rege Beteiligung! Bis dahin wünsche ich euch allen Frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage!

Hier der Link zum neuem Interludium: -Klick mich-

 

Euer Schicksal

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