Gerade hatten wir Sieghelm, so schien es zumindest, davon überzeugt das er zuerst mit einem Diener der Rondra sprechen sollte, da eskalierte die Situation zwischen ihm und diesen Herrn Muhalla auch schon. Ehe wir etwas unternehmen konnten befand er sich schon in einer Auseinandersetzung mit Muhalla, die sich zu einem bewaffneten Konflikt zuschärfte, Delia tat Ihr bestes um Sieghelm zu helfen, ich versuchte die Gemüter mittels eines Nebels zu beruhigen, was nicht klappte, und Jane konnte die Entwicklung nicht nachvollziehen, nehme ich jedenfalls an. So schnell es begann, so schnell endete es auch, kaum Augenblicke nach dem ersten Schlag waren die Träger am Boden, der Zwerg wand sich in Schmerzen und Muhalla war an einem Stuhl gebunden. In der Zwischenzeit hatte mein Versuch einen Nebel herbeizurufen, zu der Bildung eines silbern schimmernden Feldes um mich herum geführt, welches mich glücklicherweise aber nicht an der Befeuchtung meiner Haut hinderte. Während ich dies gerade feststellte, stürmten weitere bewaffnete Menschen in das Zimmer, dabei handelte es sich um Gardisten dieser Stadt. Nach einem kurzen Gespräch und nachdem Delia ihn zwei Münzen in der Farbe meiner Haare, nicht der meeresblauen Strähnen, der anderen, gab gingen diese auch wieder. Die Gardisten blickten während Ihres Aufenthaltes in dem Zimmer immer mal wieder zu mir herüber, dies würden nicht die einzigen Blicke sein die ich auf mich ziehen würde.
Sieghelm verblieb im Gasthaus um auf seine Schützlinge aufzupassen, Jane, Delia und ich wir begaben uns, erneut, zum Hesindetempel um nach Erkenntnis zu suchen. Schon im Gasthaus zog ich aufgrund meines glänzenden Aussehens weitere Blicke auf mich und auch außerhalb des Gasthauses, wurde dies nicht besser. Aber es gelang uns unbeschadet zum Hesindetempel zu gelangen, jener war abends viel stärker besucht als am zu vorherigen Stunden des Tages. Die Diener der Hesinde erklärten mir das es sich wohl um einen Spruch aus der theoretica oder Metamagie handeln würde, welcher mich wohl vor Sprüchen der Combativa und Mutanda, sowie der Controllaria behüten würde, normalerweise würde dieser nicht solange andauern, genaueres auch dazu wie es dazu kommen konnte, konnten Sie mir jedoch nicht sagen. Ich sagte doch schon, Magie ist etwas mysteriöses, das ich nicht untersucht und erfasst werden, nicht analysiert werden kann, zumindest mein Vater hat mir nichts dergleichen beigebracht. Nachdem ich mir eine weile die Bilder und Statuen im Tempel besah, erweckte ich wohl das interesse einiger umstehender Diener Hesindes, ich wurde gebeten, mich von Ihnen untersuchen zu lassen. Da ich auch neugierig war, stimmte ich dem zu, Jane war so freundlich und begleitete mich und die Diener der Schlange. Wir begaben uns in einen anderen Raum und dort wurde ich ersteinmal ausgiebig befragt, danach wurde meine Körpergröße ausgemessen, meine Schwimmhäute beschaut, die Wadenschleier untersucht, es wurden Zeichnungen angefertigt. Und noch viel mehr, es war ein sehr genauer Prozess. Danach begaben wir uns in den Efferdtempel, ein Diener des alten Gottes erzählte uns einiges über die Kunstwerke des Tempels. Ich begab mich in stiller Kontemplation und richtete ein Gebet an den ungestümen Gott. Ich erfrischte mich noch kurz und danach begaben wir uns wieder in das Gasthaus.
Im Gasthaus angekommen, verabschiedete sich Jane kurz, sie ging auf Ihr Zimmer und holte Ihre Staffelei, Delia und ich, wir setzten uns in der Zwischenzeit zu Sieghelm. Wir unterhielten uns noch eine weile. Die Nacht verlief ziemlich ereignislos, wobei das silberne Störlich bei der Sternenbeobachtung aus dem Brunnen heraus schon störend war.
Am Morgen begaben wir uns gen Baburin auf, da ich kein Pferd bei mir hatte, selbst wenn ich hätte auch nicht Reiten können, lief ich zu Fuß neben den anderen her, trotz meines langsamen Tempos an Land, kamm ich gut hinterher, da sich die Reisegruppe aufgrund der Kiste recht langsam bewegte. Eine halbe Tagesreise später erreichten wir eine Raststätte, an welcher wir unseren, nicht vorhandenen, Proviant auffrischten. Im Gasthaus selbst, wurde Delia dann noch zu einer Schwanenhüterin ernannt, was wohl nur getan wurde, damit Sieghelm wusste wie er sie ansprechen könnte, warum auch immer das so schwer sein sollte, bislang schien sie mir nicht durch die ansprache mit Delia gekränkt zu sein. Delia sollte infolgedessen ein Fest für Sieghelm ausrichten, dabei half ihr auch Jane. Delia nutzte Ihre Magie um es zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen, und zusammen mit vier anderen Tänzerinnen ergaben Sie sich den Strömungen der Musik und ließen Ihre Körper zu dem Rhythmus des Tanzes treiben. Auch Sieghelm wurde davon ergriffen, nachdem Delia etwas nachhalf. Im Anschluss tauschten wir noch verschiedene Geschichten aus, Jane erzählte von Ihrer Zeit im Ehernen Schwert, Delia von einem Besuch ihrer Tante Nahema, Sieghelm von dem Kampf um das Praiosschild, Muhalla von einem gelungenen Geschäft, Alhina von einem Freund vergangener Tage und ich von meiner Reise in dies Land.