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Der erste Streich

Spichbrecher-Wappen-WeißDas Blut schoss durch seine Adern, seine Hände umklammerten den Griff von „Custoris“ – seiner heiligen Klinge. Mit einem kräftigen Stoß trieb der Krieger die Spitze seines Schwerts in den felsigen Höhlenboden hinein, ging auf ein Knie und ging über in das Zwiegespräch mit seiner Göttin: „Herrin Rondra!“ stieß er voller Inbrunst aus. „Dein ist die Herrlichkeit des Kampfes, nach deinen Geboten überwand ich diesen Schwarzpelz, doch dir allein gebührt die Ehre des Sieges. Für Rondra!“ Und nur einen Lidschlag später, setzte er etwas ruhiger fort: „Ich rufe dich an Leomar der Löwengleiche – gib mir die Kraft nicht zu Verzagen und die Prüfungen zu bestehen die uns von der widernatürlichen Kreatur gestellt werden. Ich rufe dich an Hltûhar vom silbernen Speer, schenk mir deine Kraft durch die gegnerischen Reihen zu schreiten und dabei so unbesiegbar zu sein wie du es einst warst. Lasst mich nicht ohne euch wandern in diesem finsteren Tal, sendet mit Eure Kraft in euren und im Namen Rondras einen Donnerhall in dieses Tal zu bringen, auf das es daran erzittern möge. Für Rondra!“ Mit diesen Worten erhob sich Sieghelm wieder und ließ „Custoris“ schwungvoll in seiner Rückenscheide verschwinden.

Selten war Sieghelm so fokussiert wie heute, denn er wusste – nur der kleinste Fehler würde nicht nur seinen, sondern auch den Tod seiner Gefährten und der hilflosen Delia bedeuten. Er würde keinen Fehler machen, von jetzt bis zum Ende würde er funktionieren und ackern wie ein darpatischer Bulle. Die Götter stehen ihm und der Gruppe bei – er war sich sicher dass es keinen Zweifel daran gab hier zu bestehen. An die anderen Gewand sprach er mit pathetischer Stimme: „Ruht, meine Gefährten – morgen werden wir früh aufbrechen. Ich werde über euch wachen.“ Und mit diesen Worten, die keine widerrede duldeten, setzte er sich auf einen Stein sah den anderen dabei zu wie sie begann sich auf die Nachtruhe vorzubereiten.

Für Sieghelm war dies klar eine Queste der Götter. Delia war dabei nur ein  Strohpuppe – ein Mittel zum Zweck. Dahinter stand etwas viel größeres. Mit Custoris in seinen Händen gepaart mit seinem eisernen Willen, würde er vor nichts verzagen. Das Schicksal hat auch Nehazet wieder dazu gebracht. „Die Amulettträger gehören zusammen.“ – hatte die Hexe gesagt, und damit hatte sie wohl recht. Zusammen waren wir stärker als einzeln. An Azinas Seite zu kämpfen fühlte sich Sieghelm nicht nur wohl, sondern auch sicher. Sicherer als bei jedem anderen waffenfähigen. Genauso wie sich Sieghelm sicherer fühlte wenn er Nehazet und Jane hinter sich wusste. Doch was war mit den anderen Amulettträgern? Was wohl aus Matral, dem Träger des Boronamuletts geworden ist? Oder aus Niccolo, dem Träger des Tsaamuletts? Und wo waren die anderen? Praios, Ingerimm, Peraine, Phex …  ob sie wohl ebenfalls ein so Prüfungsvolles Leben führen mussten wie Sieghelm und seine Gefährten? Der Darpatische Krieger dachte über all dies nach während er zu dem Höhlenausgang blickte wo soeben eine Horde Orks durch das besiegen ihres Anführers in die Flucht geschlagen wurden. Sieghelm hatte es geschafft seinen eigenen Albtraum zu besiegen – was ihn umso mehr in seinem Glauben bestärkte dass nichts unmöglich war. Er würde noch einmal mit Jane sprechen müssen, sie hatte anscheinend den selben Traum wie er. Ob Bishdariel dafür Verantwortlich war? Oder vielleicht die Dämonin Liv? Sieghelm schätzte eher letzteres, denn es ist die Eigenart der Dämonen Angst und Zwietracht zu sähen. Geht ihr also nur in Ruhe schlafen, Liv wird euch in euren Träumen heimsuchen – doch dich Sieghelm wird sie nicht zu fassen bekommen.

Wiedersehen

Das Problem mit den Ferkinas war gelöst, und ich war gerade dabei einige Berechnungen anzustellen um ein neues gedankenkonstrukt von mir zu verifizieren, als ich von Assaf unterbrochen wurde, er berichtete mir das eine Frau namens Rashpatane mich zu sprechen wünschte, selbst in seinem eigenem Reich wird das Genie mit Nichtigkeiten gestört, dachte ich mir. Ich begab mich zum Audienzsaal, wo ich mich mit besagter Rashpatane unterhielt, Sie berichtete mir das Delia und Ihre Mutter Isaria ein Problem hätten, das ich lösen söllte. Ich stimmte schnell zu, würde es mir doch die Möglichkeit geben weitere Informationen über die Töchter Satuarias zu sammeln, weiterhin könnte sich meine Hilfe als notwendiges Element entpuppen, welches ich bedarf um das Vertrauen dieser labilen Gemeinschaft soweit zugewinnen, dass ich mehr über ihr Magiewirken lernen kann. Ich bat mir noch aus, dass ich meinen Bediensteten bescheid geben müsste und ein paar Dinge zupacken seien. Ich gab Assaf die notwendigen Anweiseungen und informierte ihn von meinen Reiseplänen, ich packte die Truhe, welche ich ihn Khunchom erworben hatte mit den verschiedensten, mir als nützlich erschienen Gegenständen. Wir hatten vor mit einer fliegenden pferdelosen Kutsche zu reisen, wahrlich ein Gefährt, welches meiner würdig wahr, viel praktikabler als ein fliegender Teppich, ich werde mir wohl auch so eins bauen, auch wenn ich das Problem wohl etwas anders lösen muss, zumindest bis ich die Flugsalbe, vollständig entschlüsselt habe. Um Miri, das Pferd von Collega Peddersen haben wir uns auch hgekümmert, es wurde kurzerhand mittels der Mutanda in einen Hasen verwandelt und mitgenommen. In der Luft unterhielten wir uns über die verschiedensten Themen, nur nicht über die Flugsalbe. Nach einigen Stunden hatten wir unser Ziel erreicht und dort auf einer Lichtung stehend traf ich auf meine alten Weggefährten Sieghelm, Jane und Azina, jene berichteten mir auch das ich knapp eine Neckerin mit der Sie gereist waren, verpasst hätte, das Gespräch mit ihr wäre bestimmt interessant gewesen. Wir begaben uns zu Isaria, Delia lag besinnungslos auf dem Boden, Kalkarib war pber Sie gebeugt. Isaria, war so freundlich uns kurz in schlichten Worten, so dass auch die anderen Sie verstanden, zu erklären weshalb wir hier seien, dabei meinte Sie natürlich den Advocatus Destinus spielen zu dürfen, indem Sie äußerte, dass es eigentlich nicht gedacht wahr, das sich unsere Pfade trennen würden, pah solange das Mysterium von Kha besteht, habe ich immer noch meinen freien Willen und da mich Travia in Khunchom verriet sah ich es nur als gerechtfertigt an, mich meiner Wege zuzuwenden, ich war nur hier, weil Delia soetwas wie ein Stück Familie für mich ist, was selbst schon etwas ironisch klingen mag, wenn ich bedenke das die kontakte zu meiner Familie sich vor allem auf Tulachim und Rashim beschränken, die anderen wollen entweder mit mir nichts zu tun haben, das wären dann vor allem meine Verwandten aus dem Yalaiad, oder sind für mich uninteressant oder wir wissen nichts voneinander. Jedenfalls ist Delia ein Stück ihrer Seele abhanden gekommen, ein Dämon namens „Liv“ erhob Anspruch auf diese, und wir sollten jetzt also Seelenstückchenjäger spielen, was auch immer von uns erwartet wird, ist doch nicht so als wäre ich ein Seelensammler, also ehrlich. Isaria hatte eine Welt erschaffen und dort den Teil von Delias Seele versteckt, den wir suchen sollten, diese Welt war durch Magie geformt und geschaffen, sollte ich jene verstehen, dürfte das, nunja interessant werden. Ich gab Sieghelm einen der Heiltränke, und befestigte mein Geschenk für Jane in ihrer Laterne, denn so wie Isaria von Prüfungen sprach erschien es mir naheliegend, davon auszugehen, dass Sieghelm einen Heiltrank und Jane eine zuverlässige Lichtquelle benötigen würde, um Azina müsste ich mir keine Gedanken machen. Ich sprach Isaria noch auf verschiedene Dinge zur Unterstützung unserer Aufgabe an, unter anderem erhielt ich daraufhin einen Zaubertrank, weiterhin wurden die Ängste der anderen gelindert, ich ließ er meine Willenskraft stählen. Weiterhin fertigte ich noch die notwendigen Sigillen an der Pforte an um „Liv“ draußen zu halten. Kalkarib bestand noch auf Schwur und Opfer von Blut, ich wieß ihn daraufhin das dies eher unklug sei, würde eine Gabe von unserem Blut uns doch nur schwächen, aber da es schneller ging, seinem Wunsch zu folgen schnitt ich mich, wobei ich zuerst mein eigenes Messer nehmen wollte, er bestand aber auf seine Klinge, nun gut also nahm ich ihm diese ab, schnitt mich und verbrannte das Blut auch Sieghelm opferte etwas, aber so wirklich habe ich nicht darauf geachtet, auch nicht ob die anderen geopfert haben, ich war mit wichtigerem beschäftigt. Nachdem wir uns vorbereitet haben wollten wir gerade durch das Tor schreiten, als Sieghelm noch meinte eine Rede halten zu müssen, und das obwohl ich schon im Ereignishorizont des Überganges stand, nachdem er geendet hatte rief ich Isaria noch zu Sie solle ein Pentagramm anfertigen. Auf der anderen Seite fanden wir uns in einer Höhle wieder, außerhalb der Höhle lauerten ungefähr 250 Orks, grob überschlagen, welche uns übles wollten, warum auch immer. Der elementare Diener der Luft aus meinem Thaumatursom hielt diese mittels einer Wand aus Luft ab, welche den Eingang verschloss, nur hielten es sowohl Sieghelm als auch Azina für eine gute Idee draußen zu stehen. Beide kämpften eine Weile, ich warf meine Turbanbrosche in die Luftwand und sprach die Worte der Macht, welche jene Brosche öffneten, während ich mich an das Gespräch mit Isaria unterhielt und einen genaueren Blick auf diese Welt war, und zwar einen Blick auf den Odem des Arcanen, wie zu erwarten war sah ich viel Magie, darunter um uns herum auch die gängigen Strukturen der Phantasmagorica, nachdem mir das bewusst war tippte ich Sieghelm mittels meines Stabes durch die Wand an und wies ihn daraufhin zurück zu kommen, durch die Wand. Die Orks hatten noch nicht bemerkt das es sich um eine Illusion handelten oder sie waren zu dumm oder willensschwach um damit richtig umgehen zu können, der einzige Ork der uns einen Besuch abstattete war ein großes Exemplar, auf das sich auch sogleich Sieghelm stürzte und ihn im Kampf bezwang, da er alleine streiten wollte, vertiefte ich mich in die Welt um durch die Illusionen hindurchzusehen, als nächstes werde ich mich auf die astralen Schwingungen der Welt konzentrieren. Es wäre doch gelacht, wenn ich nicht etwas von der Macht dieses Ortes für die kommenden Prüfungen abzuzweigen in der Lage wäre. Immerhin handelt es sich um einen Ort hoher Macht und ich muss nur beobachten und verstehen, wie sagte schon Rashman Ali, dein Wille ist die Grenze und da ich zu den Observatoren der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis gehöre, sollte das kein Problem für mich darstellen.

Die Flüche kommen und das Leben geht weiter

weitere Flüche:

Nachdem Zafia sich erholt hatte, begann Sie mit neuem Eifer ihre Flüche zu wirken nachdem Sie Goswin ein paar Flüche auf den Hals geschleudert hat, die zwar nicht in den Paraphernalia resultieren werden, die Sie braucht um sich an Sieghelm zu rächen, aber immerhin dazu führen werden das etwas Zwietracht gesät wird, und mit diesem Gift könne Sie auch leben, wendete Sie sich nun Delia zu. Wiedermal stand der Kessel bereit, eine tote und sehr unansehnliche Kröte wurde von ihr in den Kessel gelegt, etwas Extrakt vom Stinktier wurde beigemischt, es stank bestialisch aber für die eigene Rache müssen manchmal Opfer gebracht werden, dachte sich Zafia, Sie verdünnte das ganze mit etwas schlammigen Mhanadiwasser und entzündete das Feuerholz unter dem Kessel. Fischaugen, Fledermausflügel, und teile eines Tieres, das an Tollwut gelitten hatte folgten als nächstes. Unter ständigem rühren und rezitieren ihrer Verwünschungen erschuf Sie so eine sehr unappetitliche zähflüssige dunkle Masse, danach folgte noch etwas Belladonna und zum krönenden Abschluss führte Sie nun noch etwas Galle hinzu und mischte etwas Stierblut hinein, eine Alraune und das Haar Delias folgten als letztes. Oh meine Schwester im Geiste, gestraft sollst du sein mit der Erkenntnis das gutes Aussehen, normalerweise, nur von kurzer Dauer ist, kein Wesen wird dich mehr mit einem warmen Blick begrüßen und sich nach dir als Bettgefährtin verzehren, es sei denn du entschwörst dich deines Liebsten. Aber das ist noch nicht alles, dein Blut möge leicht in Wallung geraten, die geringste Kleinigkeit möge dich dazu zubringen Genugtuung zu fordern, ein jäher Zorn soll dich ergreifen, wenn du geschmälert bist, mit genügendem Auslauf, sollst auch du dich jedoch wieder beruhigen, wenn du die Städte Mengbilla, Fasar und Al’Anfa aufgesucht hast und dort lautstark im Borontempel gebetet hast, mag die Ruhe Borons sich deines heißblütigem Temperamentes erbarmen.

Irgendwo in Khunchom:

Einer der „armen“ Entführer Tulachims und seiner Bediensteten, erwacht aus einem seltsamen Traum, in diesem wurde ihm gesagt das er einen gewissen Sieghelm aufsuchen und sich einer seiner Sachen bekräftigen müsste, der einzige Sieghelm von dem er wüsste, war der der ihn zu den Gardisten brachte, noch einmal würde er sich nicht mit ihm anlegen wollen, er ist doch nicht Lebensmüde. Er griff gerade nach seinem Teller, mit dem hießigen schlechten Essen und wollte sich auf seine Pritsche setzten um die reste des Mahles zu verspeisen, als er über eine Unebenheit im Boden stolperte, den Teller in die Luft schleuderte, über die Pritsche fiel und mit dem Hinterkopf auf dem Boden aufschlug, der Teller schlug auf sein Gesicht auf und nachdem er diesen zur Seite geräumt hatte viel das schleimige Essen, das sich ursprünglich auf dem Teller befand direkt auf sein Gesicht. Als er sich die Reste weggewischt hatte, sah er an der Decke noch ein paar vereinzelte Spuren des Breis. Auf den Schreck griff er nachdem Wassergefäß, welches ihm jedoch aus der Hand entglitt und seinen Inhalt dabei über seine Beinkleider und den Boden ergoss. Toll dachte sich der Schurke, dabei sickerte das Wasser gerade in den Boden ein und sorgte für weitere leichte Unebenheiten am Boden, die ihn beim versuch von der nassen Stelle wegzukommen, abermals Stolpern ließen, wobei er erneut in sein ehemaliges Mahl fiel, was ist nur los, nicht nur das ich meine Finger nicht mehr spüren kann, nein auch alles was ich anpacke scheint mir zu entgleiten, hat Phex mich etwa verlassen fragte sich der Schurke.

Bei Batuhzens:

Ich denke langsam wird es Zeit für die zweite Nachricht an den Phexensjünger, immerhin wollen wir doch die Foki so schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen, Zafia hat ja schon damit angefangen ihre Rache zu vollziehen.“ Meinte die junge Dame, welche auf den Namen Lyssia hörte zu ihrem älteren Gefährten, „dem stimme ich zu, würdest du dich darum kümmern, ich muss bald los, ein wichtiges Gespräch führen um das zusammenfügen, etwas lange entzweiten in die Wege zu leiten.“ Stimmte dieser ihr, in seiner verschrobenen Weise zu, „Das dachte ich mir schon, während du hinausziehst in die Welt um dich zu amüsieren, werde ich hier mit all diesen Büchern alleine gelassen“, meinte Sie gespielt enttäuscht, „ich werde wohl weiter lesen müssen, naja wenigstens hält mir der treue Rohaldor die Stellung, der verkriecht sich nicht so schnell wie du„, führte Sie weiter in ihrem gespielten Ton aus, wobei Sie je länger Sie es hinauszog immer mehr Probleme hatte, dabei ernsthaft in ihrem Ton zu bleiben, ihr Gatte erwiederte in einem ebenfalls gespielten mitleidigen Ton, „Ja du ärmste, während ich in die kalte und dunkle Natur hinaus muss, darfst du dich weiterhin dem Studium widmen, während ich alleine eine weite Reise unternehme, hast du Rohaldor hier, der dir Gesellschaft leistet, ganz abgesehen von den Anehmlichkeiten dieses Anwesen, ja ich bin wirklich und wahrhaftig der schlechteste Gatten, den Dere je gesehen hat“, meinte er mit einem schmunzeln ehe er sich verabschiedete und nach oben ging. Lyssia wusste er würde das Haus nicht über die Vordertür oder eine der anderen nach außen führenden Türen verlassen, nein er hatte vor langer Zeit für andere Reisewege gesorgt.

Lyssia begann damit ihre Nachricht anzufertigen, „Sehr geehrter Herr Hanert Groti, ich hörte von eurem Erfolg bei meinem Auftrag, wie versichert sollt ihr euren Ausstehenden Lohn für die vertauschten Objekte erhalten. Ihr findet euren Lohn im Drachentöter, dort wird ein Bote von mir warten und euch im Austausch für die Objekte das restliche Gold übergeben. Trefft ihn dort am nächsten Rohalstag zwischen der Efferds- und Boronsstunde.

Die nunmehr dunkelhaarige Schönheit war zufrieden mit ihrem kurzem Schreiben, über das Sie noch einmal mit ihren tiefen grauen Augen fuhr, während Sie sich eine vereinzelte Strähne roten Haares um ihren Finger wickelte und diese unbändige Strähne, die ihr schon das ein oder andere Mal über ihre Brille fiel hinter das Ohr zu legen.

Tulachims Anwesen:

Sulibeht und Nehazet saßen gerade zusammen in der Bibliothek, während Nehazet an einigen seiner Ideen werkelte, mit Zahlen und Gleichungen jonglierte, widmete sich Sulibeth einigen der Bücher aus der Bibliothek, heute galt ihr interesse großen Zauberkundigen der Vergangenheit, Leuten wie Rohal, Tharsonius von Bethana, besser bekannt als Borbarad, Basilius der Große, Jandora, Mondrazar, Durthan von Erkenstein, Assarbad, Sulman Al’Nassori, Raschtul al’Sheik, Bastrabun ibn Rashtul, Fran-Horas, Gandolf von Gareth, Drakhard der Geisterschmied und anderen großen der Zauberkunst. Leider gab es keine Bilder aus dieser Zeit, die Porträits in den Büchern waren so schlecht, man hätte beinahe auf den Gedanken kommen können, das Gandolf von Gareth und Nehazet ein und dieselbe Person seien, also zumindest äußerlich, dachte sich Sulibeth kopfschüttelnd, als sie sich vorstellte, wie dieser theoretisierende Stubenhocker ein Held in den Magierkriegen hätte sein sollen, er wäre wahrscheinlich die ganze Zeit in seiner Studierstube geblieben und hätte die Kriege verpasst, weil er über irgendeinem mathematischen Problem in seinen Theorien nachgrübelte, so wie jetzt.

Tage später, die letzten Flüche Zafias?

Zafia konnte nun endlich das über die Tage und Wochen hinweg gepflegte Gefühl der kalten Wut, freudig auskosten und ihre Rache ausleben, Sie würde ihm das Augenlicht nehmen, so dass er für ewig in der Dunkelheit schmoren würde, was ziemlich perfide war, da Sie um seine Dunkelangst wusste, weiterhin würde Sie seine Ängste vor dem arkanen mehren, damit würde seine innigste Leidenschaft für ihn zur größten Qual werden. Zafia setzte Wasser in ihrem Kessel auf und begann mit etwas in scheiben geschnittenen Kairanrohr, sie fügte eine Träne einer Fee, auf der Flasche stand Schwesterchen drauf, der alte Battuhzen wollte dazu nichts aussagen, es interessierte Sie auch nicht wirklich, etwas Diamantstaub, das Herz eines Hasen, eine Alraune und der Spruch des Horriphobus, dazu kammen noch die Augen eines Maulwurfes, Haar eines Blinden, Vampirblut, und weitere Zutaten, zum schluß wurde eine weitere Alraune mit dem Blut, dem Haar und den Zehen Nehazets hinzugefügt. Zafia rührte die Brühe gewissenhaft um und musste dabei immer an ihre baldige Rache denken, die anderen waren schon abgereist, aber an Nehazets leiden könnte Sie sich, wenn auch nur kurz erfreuen, dachte Sie hämisch. Sie würde am Tag darauf, dem Anwesen Tulachims, in einer anderen Gestalt, einen Besuch abstatten und sehen wie es ihrem ehemaligen beinahe Geliebten und Gatten erging. Sie sprach noch über den Trank „Auf ewig sollst du in Dunkelheit leben, es sei denn du findest zum immerwährenden Licht im Zentrum Aventuriens und kannst etwas davon für dich gewinnen. Deine Furcht vor der geheimen Kunst der Zauberei, die dich plagt soll erst erlahmen, wenn du ein magisches Wesen gefunden hast dem du drei Wünsche aus freiem Willen erfüllt hast.Wie passend dachte sich Zafia, das der vor der Dunkelheit sich ängstigende zur Stadt des Lichtes aufbrechen muss und um seine Furcht zu besiegen zu einem Drachen oder dergleichen sich begeben muss.

Anwesen Tulachims am darauffolgenden Tag:

Nehazet war gerade dabei ein frühes Mahl mit Tulachim und Rashim einzunehmen und auch eine alte Freundin der Familie, so alt sah sie gar nicht aus dachte sich Nehazet, nach einem kurzen Seitenblick, auf die Schönheit, aber so etwas interessierte ihn im moment nicht, nicht nach Zafia, da gab es wichtigeres zutun, wie sein  nächster Artikel für den aventurischen Boten. Lyssia, denn um diese handelte es sich bei der jungen Frau, bedachte Nehazet ebenfalls mit einem kurzen Seitenblick und musste leicht schmunzeln, ach Lechmin, schade das er nicht da ist um dies zu beobachten, das wäre bestimmt interessant für ihn, dachte sich Lyssia. Gerade als sich ein Gespräch über die Geschichte der Tulamidenlande zu entwickeln war, wurde die Gesellschaft von einem Diener gestört, am Eingang stünde ein alter Mann, der gekommen sei um Rat vom weisen und gütigen Herrscher Nehazet, dem Heren über Khorestan zu erbeten, da es in seinem Dorf ein Wasserproblem gäbe. Nehazet wollte gerade aufstehen und sich aus dem Raum begeben, als auch Lyssia sich erheben wollte und mit ihm zusammenstoß, dabei schob sie ihm eine kleine Münze in eine seiner Gewandstaschen, das war knapp dachte sie sich, Nehazet der nun auch noch leicht säuerlich war, begab sich schnellen Schrittes zum Empfangsraum in dem der alte Herr wartete. Kaum das er den Speisesaal verließ, versagte seine Sicht und er lief gegen eine Säule, Lyssia die dies aus den Augenwinkel beobachtet hatte, lief ihm hinterher und führte den verstörten Nehazet in das Empfangszimmer, wo ein alter Herr wartete, auf dessen Gesicht sich ein lächeln zeigte, beim anblick Nehazets.

Flüche und anderes neues von der Perle am Mhanadi

Flüche und deren Auswirkungen:

Zafia konnte es kaum erwarten, heute würde Sie die letzten Zutaten aus dem Laden des allten Battuhzen erwerben und endlich damit anfangen können, ihre Rache zu bekommen, danach könnte Sie sich wieder neuem zuwenden, sobald ihre kalte Wut abgeklungen wäre. Die Ingredenzien die sie vor ein paar Tagen schon erworben hatte, waren schon vorbereitet. Nun war es an der Zeit die letzen Bestandteile zu erwerben, Zafia begab sich zum Dracheneiplatz und wendete sich schnurstracks dem ihr schon bekannten Laden zu, Sie hatte fieberhaft in den letzten Nächten überlegt welche Flüche Sie sprechen sollte, und nun dachte Sie etwas passendes gefunden zu haben. Der kleine Laden sah noch genauso aus wie vor ein paar Tagen, außen über dem Eingang hing ein altes Schild aus Holz in dem filigran in mehreren Sprachen der Name des Geschäftes stand, umsäumt wurde die Schrift von kunstvollen Darstellungen von Pflanzen- und Tierteilen auf beiden Seiten, darüber war das Madamal und einzelne Sterne, welche die Schriftrolle darstellen sollten, zu sehen und nach unten hin wurde das ganze durch die Darstellung von alchmistischen Apparaturen vollendet. Im Laden selbst standen mehrere Regale nebeneinander, in dem sich die verschiedensten Zutaten fanden, verschiedenste Pflanzen und Gesteine, einige Metalle, verschiedene Lösungen die in der Alchimie von nöten waren, auch unterschiedliche in Alkohol eingelegte Präparate und konservierte Ingredenzien waren zu erblicken. Der Raum war erleuchtet durch ein Zeichen an der Decke, welches weißes Licht ausstrahlte. Wenn man an der Theke stand, war noch ein weiterer Raum dahinter zusehen, in dem die wohl wichtigeren und wertvolleren Ingredenzien lagern mussten, das vermutete zumindest Zafia. „Ich hoffe die Alraunen um die ich sie gebeten habe sind immer noch zu haben?“ Fragte Zafia den alten Mann, welcher gerade über eine Zeitschrift schweifte, „Natürlich sind Sie noch da, auch die anderen Ingredenzien sind mittlerweile eingetroffen, Vampirblut, Molchaugen, Adlerkrallen, eine Unke, der Stachel einer Maraske und alles andere habe ich hier, moment ich hole es werte Dame„, damit ging der alte Mann kurz in sein Lager um ein paar Sachen zusammen zusuchen und kehrte dann beladen mit den genannten und mehr Ingredenzien zurück, „So dass sollte alles sein, denke ich.“ Zafia besah sich die noch fehlenden Zutaten für ihre Rache und nickte, „Ja es ist alles vollzählig, hier das sollte alle Schuldigkeiten begleichen“, damit übergab Zafia den Beutel mit dem ausstehenden Lohn für die erbrachte Leistung. Anschließend verließ Sie den Laden schnell wieder um sich einer Sache zuzuwenden, die ihr mehr Befriedigung verschaffen würde.

Nachdem Zafia den Laden verlassen hatte, ging auch der alte Tulamide abermals nach Hause, die Angestellten des Ladens waren es schon gewohnt, immer mal wieder von dem alten Meister alleine gelassen zu werden, insofern war es nichts ungewöhnliches. Der grauhaarige Tulamide wanderte gemütlich über den Dracheneiplatz und wandte sich von dort aus über die Brücke, welche ihn zur Diamantenen Allee führen würde, von dort aus schlenderte er die Khunchomer Prachtallee entlang und kamm schließlich zu einem alten Gebäude, mit gut gepflegtem Garten. In dem Anwesen fand er seine Gattin abermals in der Bibliothek vor, die Dame des Hauses schätzte das geschriebene Wort sehr, dass war eine Liebe die beide teilten, es war nicht die einzige, aber dennoch keine unbedeutende, führte dies doch zu einer recht ansehnlichen Sammlungen an Schriftstücken. „Gehe ich recht in der Annahme, Liebling, das Zafia die letzten Zutaten heute erworben hat?“ Fragte Lyssia, die gerade noch dabei war eine Seite in einem Buch zu beenden, ehe Sie aufblickte und in sein antlitz sah. „Ja die letzten Ingredenzien hat Sie gerade eben erworben, die Flüche wird Sie wohl in der Nacht sprechen, während das Madamal hoch am Himmel steht.“ Antwortete Ihr der alte Mann, während er sich eine Tasse Tee und etwas Gebäck bringen ließ. „Aus reiner Neugier, von wem stammen eigentlich die Alternativ Foki, die ich dem phexensjünger geschickt habe?“ Wollte seine Gattin wissen, während Sie das Buch zur Seite legte und sich ebenfalls um eine Tasse Tee bemühte. „Och die, lass mich mal überlegen, das Blut Nehazets habe ich durch Blut von einem gewissen Azad ersetzt, er ist auch Zauberkundig, der Unterschied dürfte Ihr also nicht auffallen, die Haare stammen ebenfalls von Azad, die Zehennägel stammen zwar von einer arkan begabten Person, aber die Probe war so alt, ich zweifle daran, dass diese noch lebt. Das Blut des Phexensjüngers habe ich ersetzt durch das Blut eines der Entführer Tulachims und die Haare von Delia habe ich gegen Haare von Sefira ausgetauscht, auch wenn ich jene erst färben musste, ich denke das müssten alle gewesen sein.“ Zählte Ihr Gatte auf, wessen Körperteile im austausch platziert wurden. „Warum ausgerechnet diese Personen?“ Brannte Lyssia darauf zu erfahren, schnell wurde Ihr geantwortet. „Sie alle haben anderen geschadet, Sefira zog sich durch ihr handeln den Zorn Delias und Azinas zu, der Entführer Tulachims war so töricht, nunja seine Tat zu begehen, und Azad raubte verschiedene Frauen aus Khorestan, wenn hättest du denn genommen, ich war ja am überlegen ob ich Proben von lange verstorbenen nehmen sollte, aber da war ich unsicher bezüglich der Möglichkeit des Anknüpfens der Matrix des Rituals, und es wäre halt ungünstig gewesen, wenn Zafia auf die schnelle darauf gekommen wäre, dass ihre Rituale nicht gewirkt haben.“ Lyssia nickte verständnisvoll, „Ich kann deine Entscheidung nachvollziehen, ich denke aber wir sollten bei dem nächsten Kontakt mit dem phexensjünger, diesen wissen lassen das es keine Unschuldigen traf.“ Nachdem er kurz überlegt hatte und dabei die Zeit mit einem Schluck Tee überbrückte, „Sollte er nachfragen, so stimme ich dir zu, es wird auch bald Zeit für ein persönliches Treffen, naht doch eine wichtige Angelegenheit.“ Meint er geheimnisvoll, „Du meinst wegen den Geschehnissen vor knapp einem dutzend Götterläufen?“ Erwiederte Sie kryptisch aber sicher. „Genaue deswegen, die Suche sollte sich langsam einem Ende neigen, ohne die bindenen Gesetze hätte ich schon eher eingegriffen, aber das wäre ein Frevel, und könnte unsere Zukunft gefährden, ansonsten hätte ich schon vor langer Zeit eingegriffen.“ Nickend und mit der freien Hand über das ergraute Haupthaar fahrend, wobei Sie mit den einzelnen schon weißen Haarsträhnen ihres Mannes spielt, spricht Sie nur verständnisvoll: „Das hatten wir doch schon vor langer Zeit besprochen, du kannst indirekt eingreifen, andere gestalten lassen und somit helfen, aber ein direktes eingreifen das steht erst noch aus in einiger Zukunft, das es dir nicht gefällt über diese lange Zeit daneben stehen zu müssen, das ist mir bewusst und du gehst gut mit der Situation um, außerdem lass ruhig andere Personen mal die Helden spielen, die letzten Dekaden mit dir waren dadurch viel angenehmer, als die stürmische Zeit in der wir uns kennenlernten.“ Der alte Mann ergreift die Hand seiner Gattin sanft und spürt die Wärme des Lebens durch diese pulsieren, „Ich weiß und es ist nicht so, dass ich nicht auch jeden Augenblick mit dir geliebt habe Lyssia, aber das Leid das ich hätte beenden können, zumindest kann ich schaden begrenzen in dem ich die Regeln beuge.“ Sie saßen noch lange in dem Raum und redeten gemeinsam bis tief in die Nacht.

Am Drachenei:

Hastig eilt ein junger Adept mit einigen Notizen über den Platz zu der Akademie, er hatte eine Idee, welche er unbedingt überprüfen musste, zuhause konnte er nicht nachdenken, nicht wo ihn alles noch an Zafia erinnerte, aber in der Stille der Bibliothek, zu der er sowieso musste um ein paar Quellen zusammen zutragen, würde er zur Besinnung kommen und endlich Licht ins Dunkel bringen.

Zur gleichen Zeit, saß eine junge Tulamidin mit anderen Kindern ihres Alters im Vorlesungssaal des Dracheneis zu Yash-Hualay, der alte Magister Rashim hielt einen Vortrag über die Möglichkeiten der Magica Moventia, Geist über Materie war der klangvolle Name der Vorlesung, aber was folgte war ein warten auf den alten Zausel, der in seinem Labor wohl eingenickt war, oder so, Sulibeth sehnte sich nach ihrer Lehrerin Jane zurück, nach einigen Minuten war eine andere Lehrkraft aufgetrieben, welche für Rashim einsprang, er hatte wohl gerade wichtigeres zu tun. Bei der neuen Lehrkraft handelte es sich um Nehazet, der mit einigen Folianten und Schriftrollen, im Prinzip war von seinem Oberkörper eigentlich nichts mehr zu sehen, den Saal betrat. Nein, bloss nicht Nehazet, er ist ja noch schlimmer als sein Großvater als Lehrer, seine Vorlesungen sind so trocken, da gegen könnte man in der Khom schwimmen gehen, dachte sich Sulibeth als sie sah was ihr und ihren Mitschülern dort drohte und ihr anlass genug war ihre braunen Augen zu verdrehen. Nehazet der erst nach einiger Zeit das Pult erreichte und die Schriftstücke so sanft es ihm möglich war, trotz der gewaltigen Last, niederlegte und sich nun erst umblickte um den Kurs zu betrachten, der aus einem Gutteil der hießigen Schüler bestand, das erinnert mich an die Vorträge in der Academia Arcomagica, dachte sich Nehazet. Er warf einen Blick auf das Vorlesungsverzeichnis, ah Magica Moventia, Geist pber Materie, den Vortrag habe ich zuletzt als Kind gehört, Rashim hatte ihn mir vorgetragen, da war ich fünf Götterläufe alt, den werde ich wohl nicht mehr komplett aus dem Gedächtnis zusammen bekommen, nun gut. „Schüler, die heutige Vorlesung trägt den Titel Magica Moventia, Geist über Materie, aber ich will euch nicht langweilen„, Sulibeth stütze sich auf ihre Elbogen und dachte sich, was bedeutet das er genauuu das jetzt tun wird… Aber bevor wir anfangen über die Magica Moventia zu reden. Ist es notwendig ein paar grundlegende Definitionen aufzustellen, diese Definitionen helfen uns dann mittels eines kleinen Exkurses zur Magica Theoretica, die Wirkweise der Canti der Magica Moventia zu verstehen und zu erklären, so dass der Geist tatsächlich über die Materie, der Magica Moventia zu obsiegen in der Lage ist, also ich notiere mal schnell ein paar Grundlegende einfache Gleichungen die zwar schon etwas vorweggreifen, aber die höheren Jahrgänge sollte eigentlich über das notwendige Wissen verfügen, so dass sich jene schon den Aufgaben die ich anschreibe zu wenden können, anschließend erläutere ich ein paar der gängigen Definitionen und dann können auch die niedrigeren Jahrgänge mit diesen einfachen fünfdimensionalen Kraftvektorgleichungssystemen beginnen. Nehazet schrieb eine ganze Weile, alls er fertig war, war kaum noch ein Stück der Tafel unbeschrieben. Die Schüler hinter ihm ächzten und seufzten leicht auf, was aber dem in seine Arbeit vertieften Nehazet nicht auffiel, es schien als hätte er für den Moment nur Augen und Ohren für seine Formeln, die er trotz hoher Komplexität geschwind an die Tafel brachte. Danach wandte er sich um und begann, „Also fangen wir mit etwas einfachen an, mit den Astralquanten, jene wurden erstmals von seiner Magnifizienz Robak von Punin als theoretisches Modell postuliert um die Wirkweise der vis arcana zu erklären, die Arbeit von ihm kann ich nur empfehlen, sie bescherte mir viele freudige Stunden an der Akademie, die ersten Ansätze der Quantifizierung der vis arcana finden sich allerdings schon früher, beispielsweise in der Basilius Skala oder der von dieser Akademie entwickelten Okharim Skala, die eine Skala wird genutzt zur Bestimmung der ungefähren Permanenten Impensation in der hohen Alchimie, was hier wohl hinreichend bekannt sein sollte… Die Vorlesung dauerte noch viele Stunden an in denen die armen Schüler des Dracheneis wohl mehr über die theoretische magica theoretica erfahren haben alls in ihrer ganzen akademischen Laufbahn davor.

Der erste Fluch:

Das Madamal stand hoch am Himmel, der Kessel war erhitzt und ihm loderte ein knisterndes Feuer, Zafia stand mit ihren Zutaten bereit, ein lächeln zierte ihre dunkle Haut, nun wäre es soweit das Ritual kann beginnen. Im Lichte des Vollmondes mit ihrem Vertrauten an der Seite begann Sie unheil zu wünschen, „Shabra, nur an wem soll ich mich zuerst rächen, ah ich weiß, ich werde es auskosten, zuerst kommt der Mundschenk dran, danach meine Schwester Delia und schließlich mein geliebter Nehazet, so kann ich es vollkommen genießen.“ Die Vogelspinne signalisierte ihre Zustimmung auf eine weise die wohl nur Zafia zu deuten wusste. Sie begann damit eine Fledermaus zu köpfen und deren Blut in den Kessel zu gießen, als nächstes kammen die Molchaugen dran, gefolgt von etwas Pech und Galle, etwas schwefelsäure fand auch noch ihren Weg in den Kessel, zuletzt gelangten noch die Tatzen eines Bären, die Alraune und das Blute Goswins in den Kessel, Zafia rührte im Kessel herum und über düsteren Verwünschungen sprach Sie noch: „Auf das ihn das Glück verlassen, möge sich das Pech seiner bemächtigen, sodass die Strafe für ihn sei, für immerdar oder aber bis er mir vom Blute oder Haare des Kriegers Sieghelms bringen möge, solle Phexens Gunst ihn verlassen, darüber hinaus soll er des Gefühls in seinen Fingerspitzen verlustig werden, ehe er mir nicht das Szepter Nehazets bränge.“ Zafia lachte dabei hämisch auf, das sollte ihm eine Lehre sein, nun muss ich noch abwarten bis die Konstellationen richtig sind und ich mich erholt habe und meine wahre Rache kann beginnen, oh was werden die anderen leiden und wie wird mich das befreien.

Im Anwesen der Battuhzen:

Im Salon saßen einige Kollegen und alte Freunde von Lechmin, anwesend waren Magister Zuhal ibn Khorim, Magister Rashid ibn Reshim, Spectabilitas Khadil Okharim und seine Magnifizienz Rakorium Muntagonus, wegen letzterem hatte Lechmin seine Gattin gebeten doch bitte sicherzugehen das sich Rohaldor nicht durch besagten Salon schlängeln söllte. Lyssia die von Archomagus Muntagonus schon viel gehört hatte, akzeptierte dies, aus Sorge vor Rohalsdors Sicherheit, wenn sich die prächtige Königskobra in Anwesenheit eines alten Verschwörungstheoretikers, der hinter so gut wie allem das Werk von Echsen sieht, durch den Salon kriechen sollte, könnte das zu einer nicht gewünschten Reaktion von Seitens Muntagonus führen. Sie berieten die Erlebnisse der letzten  Tage und die neuesten Forschungsergebnisse, bis spät in die Nacht.

Muttergefühle

Goblin Child2Auf dem Weg zur Mine trug Mara den kleinen Rotpelzsäugling dicht an ihrem Körper. Es war zwar nicht das schönste Kind und vielleicht auch nicht das schlauste. Dennoch war es ein kleines zerbrechliches Wesen, welches ihre Hilfe brauchte. In der jungen Heilerin wurden Gefühle wach, welche sie noch nie so tief fühlte.

*Irgendwie ist er schon niedlich. Wie ruhig er schläft und selbst die kleinen Hauer wirken niedlich. Ich hoffe meine Kenntnisse bei Menschenkindern kann ich auch auf dieses Rotpelzkind anwenden. Mögen Travia, Peraine und Tsa mir hold sein.*

Kurz zuckte das kleine Wesen es schien zu träumen. Ein kleiner krächzender Laut entfuhr seiner Kehle.

*hm… es ist frisch gewickelt und auch genährt. Vielleicht träumt er nur. Ach kleiner Kurgan… aus Dir wird einst ein stolzer Krieger werden, das spüre ich. Ihr Götter lasst die anderen und gerade Rondrigo mich dieses Kind behalten. Auch wenn ich hoffe eines Tages auch ein eigenes Kind zur Welt zu bringen. Ein Kind von Rondrigo… Sollte dieser Mensch dann ein Junge sein werde ich ihn Orestas nennen.

Doch zuerst gilt es diesem kleinen Geschöpf einen guten Start ins Leben zu geben. Ach kleiner Kurgan. Was wirst Du nur eines Tages über mich denken?*

So setzten die Heilerin und ihre Gefährten ihren Weg fort. Träumend lag Kurgan der Rotpelz in den behütenden Armen Maras.

Neuerungen im Forum

Moinsen,

ich habe unser Forum hier um eine Statistik-App erweitert, Jetpack. Zu finden im Dashboard. Nun können wir uns auch schöne Statistiken angucken. 🙂 Weiterhin bietet die App auch neue Benachrichtigungsmethoden (via EMail, Push für iPhones oder Androidhandys),  Rechtschreibkorrekturen , uvm. Die ganzen Socialmedia-Dinger und Facebook-Links-Likes-bla habe ich mal deaktiviert.

Viel Spass damit.

Eure Forumshexe

Parallel dazu – eine Geschichte der Geschicke II

— als Malzan Daske —

Als es geschah, überfiel ihn schlagartig die Erinnerung an jenen Auftrag vom Abend des 6. Boron 1026 n. BF. Ein junger Mann betrat damals sein Versteck. Rasch verschmolz Malzan mit den Schatten. Der Fremde sucht offensichtlich nach etwas. Oder nach jemanden. Da hört er ihn auch schon rufen: „Herr Groti? Hanert Groti?“ Malzan erschreckt. Bei Phex! Wie hat er mich gefunden und woher weiß er wie ich mich hier nenne? Bisher habe ich diesen Namen nur gegenüber Jamarl und seinen dummen Kumpanen erwähnt. Haben sie mich etwa verraten? Innerlich fluchend schleicht er sich an den ahnungslosen Jungen heran. Ein kurzer Sprung und der Kleine hat einen Dolch an der Kehle. Keuchend erschreckt dieser, sodass die Klinge sich leicht in seine Haut einschneidet. Blut fließt in einem schmalen Rinnsal auf seinen Kragen zu. Umso besser, dann weiß er worum es hier geht. Sein Leben. „Was willst du hier? Sprich!“ sagt der Dieb mit grunzender Stimme. „I-I-Ich h-habe eine N-Nachricht für euch …“ „Halt! Hände da lassen wo sie sind!“ Geschickt fischt er die schwere Nachricht aus der Tasche des Jünglings. Er stößt ihn von sich in den Staub und stellt sich in den Schatten. „Wer schickt dich?“ verlangt er zu wissen. „D-Das weiß ich nicht. Bitte lassen Sie mich gehen. Ich soll nur die Nachricht übergeben.“ War ja klar, ein unschuldiger Bote. „OK, geh Junge!“ Das lässt er sich kein zweites Mal sagen. Er springt auf und rennt hinaus. Zur gleichen Zeit schnappt sich Malzan sein Bündel gewinnt rasch an Höhe. Mit der Nachricht verlässt er sein Versteck und macht sich auf den Weg durch die belebten Straßen Khunchoms. Sein Ziel ist der Phextempel. Erst dort wird er die Botschaft öffnen.

Als er sich in einer Nische des Tempels in Sicherheit wähnt. Öffnet er vorsichtig die Schriftrolle. Zuerst fällt ihm das klimpernde Geld auf. Geld! Dann bemerkt er auch die anderen Utensilien. Es handelt sich dabei um menschliche Proben. Je eine Locke schwarzer und roter Haare, einige Fingernägel und zwei Phiolen Blut. Was soll das denn? Da er nur schlecht lesen kann, bittet er einen verschwiegenen Phexdiener gegen bare Münze ihm das Schriftstück vorzulesen:

„Eure Kunstfertigkeit in den Disziplinen des Fuchses beobachte ich nun schon länger, Herr Hanert Groti, ich habe einen Auftrag höchster Eile für euch, der auch in eurem Interesse sein wird, es geht um den phexgefälligen Tausch einiger Gegenstände, die Adresse und besagte Gegenstände liegen bei, sowie auch die Hälfte eures Honorars in blinkender Münze, wenn ihr die Gegenstände erfolgreich vertauscht habt, so werdet ihr für besagte Gegenstände den Rest  eures Lohnes erhalten.“

Er hört gut zu und bittet den Vorleser so oft zu wiederholen, bis er es sich eingeprägt hat. Dankend verzieht er sich erneut in eine Nische. Ich werde schon länger beobachtet? Erneut schaut er sich um. Es ist niemand verdächtiges zu sehen. Ein Auftrag von höchster Eile. Die Adresse sagt mir kenne ich. Zeugt sie doch von der Prachtstraße Khunchoms. Nun, einmal anschauen kann ich es mir ja, wenn ich schon beobachtet werde, dann wahrscheinlich auch jetzt.

Er macht sich also auf den Weg zu dem Haus von Tulachim ibn Rashim. Dabei gibt er sich auf gewohnte Art und Weise unnahbar. Als er am Haus ankommt, trifft ihn fast der Schlag. Nein. Schon wieder sie. Durch ein Fenster kann er die Gestalten Sieghelms, Janes, Delias, Sulibeths und Nehazet erkennen. Auch ein Mann und eine Frau mittleren Alters sitzt mit ihnen am Tisch. Vorsichtig überwindet er die Mauer und schleicht sich bis unter das Fenster, um zu lauschen. Sie sprechen vor allem von der Abreise nach Zorgan am nächsten Morgen. Ein Auftrag von höchster Eile. Also wahrscheinlich noch vor der Abreise nach Zorgan. Es muss also heute Nacht geschehen! Klasse. Und das Ganze ohne Vorbereitung. Hoffentlich hat Nehazet keine Zauberfallen aufgestellt. Was sollte ich noch gleich tun? Die Gegenstände tauschen. Er besieht sie sich noch einmal genau. Rote Haare … Delia! Und schwarze Haare. hm, da könnten mehrere Personen in Frage kommen. Die übrigen Gegenstände nicht zuordbar. Aber wozu braucht man denn so etwas?

Während er lauscht, sucht er fieberhaft an einer Lösung des Rätsels. Aus den Gesprächen kann er heraushören, dass Nehazet, Sulibeth und Zafia zurück bleiben werden. Dafür wird die alte Frau, Alhina, sie begleiten. Zafia ist nicht mit am Tisch, offenbar ist sie verstimmt wegen der geplatzten Hochzeit mit Nehazet. Hä? Nehazet wollte heiraten. Das ging aber schnell. Und dann noch Zafia…. Zaifa! Das andere Hexenweib! Sie ist es. Sie ist das Ziel. Sie möchte sich an der Gruppe rächen und dafür braucht sie Haare von Nehazet und Delia, sowie Fingernägel von Sieghelm und Blut von Jane! Das ist es. Aber warum habe ich hier zwei Phiolen mit Blut? Hat sie es auch auf die Kleine oder die beiden Älteren abgesehen?“ Vor Schreck der Erkenntnis weiten sich seine Augen.  … der auch in eurem Interesse sein wird … Nein! Hat sie auch mir Blut gestohlen, als ich schwer verwundet bei ihr in der Hütte lag? Zafia …

Malzan wartet bis alle im Haus sich auf ihr Zimmer begeben haben. Er versucht herauszufinden, wer in welches Zimmer geht und wo sich Zafia befindet. Aber ohne Erfolg. Als es im Anwesen ruhig scheint, bricht er ein. Etwas ängstlich wartet er auf die Feuerbälle, denen er ausweichen muss. Aber nichts geschieht. Uff. Noch einmal Glück gehabt. Als er die Treppe hochschleicht stößt er in der Kurve mit jemand zusammen. Beide purzeln sie ineinander in die Ecke. Noch ehe die andere kleine Person einen Laut von sich geben kann, hält Malzan ihr den Mund zu. Sie windet sich in seinen Armen und versucht sich loszureißen. Doch er ist stärker und hält sie fest. „Psst. Ich bin es. Goswin. Ich lasse dich los, wenn du versprichst, nicht zu schreien oder anderweitig Lärm zu machen. Vertrau mir. Ich möchte euch nichts tun, ich muss nur etwas holen.“ Nach kurzem Zögern nickt Sulibeth. Er gibt sich ihr zu Erkennen und gemeinsam gehen sie runter in einen Raum, der sich als Bibliothek entpuppt. „Was tust du denn hier, und warum bist du weg gewesen?“ fragt die Kleine misstrauisch. Malzan schaut sie an und überlegt. Das Mädchen ist schlau. Vielleicht kann sie mir helfen. Er deutet ihr sich zu setzen und setzt sich in einen Schemel. Er legt seine komplette Überzeugungskraft in seine Worte und seine Stimme: „Du musst wissen Sulibeth; ich musste dringend fort. Ich hatte noch viel zu erledigen. Aber ich hasse Abschiede, weißt du. Da wird immer so viel geweint und alles. Das ist nichts für mich. Und nun ist mir eingefallen, dass ich bei Zafia etwas vergessen habe, als sie mich behandelt hat. Ich dachte, ich hole es schnell.“ Mit zusammengekniffenen Augen schaut sie ihn an und überdenkt seine Worte. „Nun gut, Goswin. Ich glaube dir. Aber du musst auch mir helfen, damit ich dir helfe.“ Kleines Biest! denkt er, sagen tut er jedoch: „Wobei soll ich dir denn helfen?“ „Ich suche ein Rätsel für Fräulein Peddersen. Ich werde hier in Khunchom bleiben, während sie weiterreist. Und ich möchte ihr ein Rätsel aufgeben, dass sie nicht so schnell lösen wird, damit sie an mich denkt.“ Schmunzelnd stimmt er der dem Handel zu. „OK, ich helfe dir bei der Suche. Also, wo ist Zafias Zimmer?“ Sulibeth hat ihm kaum den Weg beschrieben, als er sich schon auf den Weg macht. Aber nicht bevor er das Versprechen wiederholt hat, zurück zu kommen und ihr zu helfen. Erneut schleicht er die Treppe hoch. Dieses Mal darauf bedacht mit niemanden zusammenzustoßen. Eine weitere Bitte kann er nicht erfüllen. Als er das Schloss zu dem Zimmer der Hexe öffnet, sieht er sofort, dass Sulibeth Recht hatte. Das ist Zafias Zimmer. Hier sieht es aus, wie in einer Hexenküche. Sogleich macht er sich auf die Suche nach den Gegenständen. Lange muss er suchen, denn sie sind gut verborgen und offensichtlich sehr wertvoll. Vor dem Austausch zögert er. Warum sollte ich dem Auftrag entsprechen? Warum soll ich sie austauschen? Wem beschere ich damit Unheil? Das Ganze stinkt zum Himmel! Phex, was soll ich tun? Handel ist Handel oder? Egal, unter welchen Bedingungen. Ich bin nicht verantwortlich für ihre Taten. Außerdem würde sie es noch vor der Abreise der Gruppe merken und einen Weg finden, um sich neue … Zutaten … zu besorgen. Mit flinken Fingern tauscht er die Gegenstände. Er muss sich enorm zusammenreißen, um nicht ein paar von den verkorkten Fläschchen einzustecken. Sie würde es merken!

Ihm ist nicht bewusst, wie sehr Phex, ihm in dieser Nacht holt war. Im Dienste für das große Ganze.

Erleichtert zieht er die Tür zur Bibliothek hinter sich zu uns atmet ein paar Mal ruhig ein und aus. Handel ist Handel. Ich helfe der Kleinen bei ihrem Rätsel. Es stellt sich heraus, dass Malzan Sulibeth keine sonderlich große Hilfe ist, da er nicht gut lesen kann. Also wird er kurzerhand auf die Tätigkeit des Buchträgers reduziert. Der Morgen beginnt zu grauen und Malzan wird mulmig zu Mute. Als Sulibeth gerade dabei ist einige Bücher aufzuarbeiten läuft er nervös die Regale entlang. Ein glänzendes Buch mit kreisrunden Verzierungen erregt seine Aufmerksamkeit. Er fischt es heraus und legt es Sulibeth hin. Sie blättert ein paar Seiten durch und schreit irgendwann leise auf: „Das ist es! So etwas habe ich gesucht!“ Geschwind rennt sie mit dem Buch zum Schreibpult und verfasst eine Nachricht auf Bosparano:

„Wenn der Mann den Bären trifft, offenbart sich, dank heiliger Schrift, was weder Mensch noch Bärchen ist. – Sulibeth.“

Als sich das Mädchen freudestrahlend umdreht, um Goswin zu danken. Ist er bereits verschwunden. „Er mag also wirklich keine Abschiede.“ Sagt sie perplex.

Zurück in der Gegenwart.

Wachsame Augen in der niemals schlafenden

Traviabundsfeier, Nehazet und Zafia in Khunchom:

So langsam nähern wir uns dem ersehnten Zustand an, dachte sich eine schlanke Gestalt die in einem langen verhüllenden Gewand gekleidet war, ich muss vorsichtig mit dem ablauf der Dinge sein, noch dürfen Sie keine Verbindungen ziehen, besagte Gestalt näherte sich der feiernden Gemeinschaft, die zusammen gekommen war um den Traviabund zwischen Nehazet und Zafia zu feiern, welcher aus mysteriösen Gründen nicht gewährt wurde. Eine weitere verhüllte Gestalt stößt zu der ersten, diese ist älter und gebrechlicher, graue Haare lugen unter der Kapuze hervor, „Ich habe alles erledigt, ich denke nicht das mich jemand wahrgenommen hat, das wird eine Überraschung, wenn es denn an der Zeit ist, wie gefällt es dir bislang?“ Die erste Gestalt, wohl eine Frau schmiegt sich an den älteren Herren, „ich habe schon bessere Bundschlüsse gesehen, bist du dir sicher, mit deinem Plan Liebling?“ fragt die verhüllte Frau leicht unsicher ihren Begleiter. Ohne lange nachzudenken antwortet dieser, dabei das Geschehen auf dem Platz nicht aus den Augen verlierend, “ Ja das bin ich, es ist wichtig, auch wenn es zu diesem Zeitpunkt noch niemandem bewusst ist, es ist Notwendig diesen Zug durchzuführen, auch wenn er uns alle schmerzt, mich in doppelter weise, aber es muss getan werden.“ Mit diesen kryptischen Worten, die dennoch von  seiner Begleiterin verstanden wurden, zumindest nickte sie kaum merklich, schien das Gespräch zwischen den beiden vorerst beendet.

Die junge Frau die nun schon länger dem treiben mit wachsamen Augen zugeschaut hatte, reichte ihrem Begleiter unvermittelt ihren Kapuzenumhang, unter dem festlichere Kleidung bis gerade eben versteckt war. Dieser nahm den Umhang entgegen und beobachtete stumm wie seine Begleiterin sich unter die Feiernden mischte und sich zu einer gerüsteten Gestalt begab. Es dauerte nicht lange und die Frau hatte den gesuchten gefunden, war er doch der einzige mittelländische Krieger unter den Gästen, nachdem es ihr gelang auf sich aufmerksam zu machen, verwickelte sie den Krieger in ein gespräch in dessen Verlauf sie sich als eine gewisse „Deleya“ vorstellte und mit ihm tanzte. Die erwartete Reaktion setzte sich in gang, kurz darauf kamm eine rothaarige Frau dazugestoßen und mischte sich ein „Deleya“ gestand die Niederlage ein und verschwand wieder unter den feiernden, während der Krieger von einem Freund gestützt das Fest verließ, auch die rothaarige Frau war nicht mehr unter den feiernden. Der Begleiter der jungen Frau hatte sich in der Zwischenzeit auch unter die feiernden Menschen gemischt und unterhielt sich mit einigen der anwesenden Gelehrten über die verschiedensten Themen. Kurz darauf war Nehazet wieder auf dem Fest und tanzte dort auch mit verschiedenen Personen unter anderem auch der besagten „Deleya“, zu sehr noch unter Schock und in Trauer, wegen dem was erst vor kurzem geschah, und doch hätte es jahrhunderte zurückliegen können, es hätte keinen Unterschied gemacht, bemerkte er den Neuänkömmling unter den Collegen nicht als er „Deleya“ diesen vorstellte. Es dauerte nicht lange und er war, wieder alleine da sich seine Kollegen mehr für „Deleya“ als für ihn zu interessieren schienen, ihm war es recht, er wandte sich nun schlußendlich vollends von seiner geplatzten Feier ab um sich ins Anwesen von Tulachim zu begeben. Auch Deleya und der ältere Collegus verabschiedeten sich kurz darauf von den anderen gelehrten Herren. „Und du bist dir sicher, das es der richtige Weg war? Ich meine Delia darf sich jetzt als Tochter Satuarias gegenüber der Familie ihres Liebsten vorstellen, Nehazet leidet unter seinen Gefühlen, Sieghelm nunja ist Sieghelm und Zafia ist alleine in der Nacht verschwunden?“ Fragt ihn seine Begleiterin mit einem leicht zweifelnden Unterton, nachdem Sie schon einige Straßen weiter  weg waren. „Ja, es war der einzige Weg, Delia musste sich offenbaren, umso länger Sie gewartet hätte umso schwieriger wäre es geworden, was Nehazet betrifft, so gibt ihm dieses Erlebnis die notwendige Orientierung sich um seine Leute zu kümmern und weckt einen notwendigen Funken für die Vervollkommnung seiner Magie und auch Sieghelm wurde dadurch dazu getrieben sich seiner Gefühle für seine Freunde bewusst zu werden und sich dieser zu stellen und Zafia aufzuspüren ist ein leichtes, immerhin müssen Wir Sie noch eine weile beobachten um ganz sicher sein zu können, oder dachtest du ich hätte diesen wichtigen Punkt dabei streicht er sich über ein unter seiner Gewandung verborgenes Objekt vergessen mein Liebling?“.

Nach der Feier:

Zafia in dessen begab sich verbittert, nachdem offenbar war, das der Bund nicht zustande kommen würde vom Platze und eilte in das Anwesen Tulachims. Dabei stieß Sie mit verschiedenen anderen Personen zusammen, schenkte diesen allerdings keine Aufmerksamkeit, nein für Sie war nur wichtig dem Zentrum dieser Schmach zu entkommen, Sie würde schon eine Möglichkeit finden Sich ihre Gerechtigkeit einzufordern, immerhin verdiente Sie doch diesen Traviabund, oder? Nehazet liebte Sie, dafür hatte Sie ja gesorgt und auch Delia war auf ihrer Seite, nur dieser sture Krieger, hatte ihre Pläne gestört, aber selbst er konnte wohl nicht dafür verantwortlich gemacht werden was passierte, ach wäre es nur so leicht den Schuldigen ausfindig zu machen, dann könnte Sie ihre Kräfte auf etwas positives konzentrieren und ihre Rache bekommen, dachte sich eine immer wütender und verbitterter werdende Zafia. Kaum das Sie im Anwesen Tulachims angekommen war, raffte Sie ihre Sachen zusammen, sah noch einmal nach ihren Foki, die ihr noch gute Dienste leisten würden und begab sich mit ihrem Besitz wieder nach draußen. Sie müsste wohl eine Bleibe für die Nacht in einem Gasthaus finden, was Sie auch tat, auf ihrem Zimmer angekommen brachen sich ihre aufgestauten Gefühle erstmals den Weg an die Oberfläche ihres Bewusstseins frei, sie weinte und tobte auf ihrer Schlafstatt nur um sich, nachdem Sie sich anfing zu beruhigen zu ihrer Spinne wandte:“ Ach meine liebe Shabra, was soll ich nur tun, jemand muss dafür bezahlen, aber wer Shabra kroch zu ihren Sachen und bewegte sich auf der Tasche mit Zafias Foki herum Du meinst Sie alle müssen büßen?“ fragte Zafia, deren Stimme von einem schwach verbitterten Ton sich gewandelt hatte über einen kurzen Moment der Verwunderung zu einem leicht getriebenen Rachsüchtigen Unterton, welcher nichts gutes verheißen würde. “ Dafür muss ich mich jedoch gründlich vorbereiten, ich brauche soviele Gegenstände dafür, meinen Kessel habe ich ja dabei und auch die notwendigen Foki sind in meinem Besitz, wo finde ich jetzt nur die restlichen Zutaten, ich werde mich in den nächsten Tagen in dieser Stadt mal umsehen müssen„. So begab sich die aufgebrachte Zafia spät in der Nacht zur Ruhe, noch lange brütend wie am besten ihre Gefühle zu besänftigen wären.

Vorbereitungen:

Am nächsten Tag wanderte die Hexe durch die Straßen Khunchoms auf der Suche nach einem geeigneten Laden, der das besaß, was Sie benötigte, Sie fand am Dracheneiplatz auch einen solchen Laden mit dem vielversprechenden Namen „Arkanes bei Battuhzen und Chymisches Allerlei„, geführt wurde er von einem alten Tulamiden mit langen grauem Bart und tiefen grauen Augen. Nachdem Sie sich etwas umgesehen hatte in dem Laden des alten Tulamiden fand Sie schließlich auch die meisten Sachen die Sie benötigte. Das was Sie noch brauchte könnte er auch in kürzester Zeit liefern, Sie müsste sich nur einige Tage gedulden. Widerwillig stimmte Sie dem zu, stellte er doch keine unnötigen weiteren Fragen, er bot sogar an es von einem Boten zu ihr liefern zu lassen, was Sie aber ablehnte, nein Sie würde in einigen Tagen für die letzten Zutaten noch einmal den Laden aufsuchen. Zufriedener begab sich Zafia wieder nach draußen mit einem Korb voller verschiedener alchmistischer Zutaten, Sie könnte Ihr Werk zwar nicht beenden aber schon einmal damit anfangen, die Zutaten könnten schon zubereitet und angerichtet werden, einig die Foki müssten später hinzugefügt werden, um ihre Wirkung entfalten zu können.

Kaum das Zafia den Laden verlassen hatte, übergab der alte Tulamide das Geschäft an einen Angestellten er müsse dringend etwas erledigen. Er eilte, so schnell es sein Körper aushielt zu seinem Anwesen um sich mit seiner Gattin zu beraten, jene Dame war gerade in der Bibliothek und las in einem der vielen Bücher, die der alte Tulamide über die Jahre angesammelt hatte. „Lyssia, wir müssen uns beeilen, wir müssen ihn einschalten für die nächste Phase, Sie war heute im Laden, und hat, ganz wie du vermutet hast wichtige Ingredenzien für ein Ritual erworben, einige Tage haben wir noch, bis dahin muss es geschehen sein.“ Die Frau blickte von dem Buch auf und erwiderte nur kühl, „ Du und deine Pläne, du solltest doch mittlerweile wissen das Gefühle sich nicht kalkulieren lassen, zumindest nicht ohne ein großes Fehlerintervall zu berücksichtigen, zu deinem Glück weiß ich schon wo sich die gesuchte Person befindet, ich setzte gleich ein entsprechendes Schreiben auf.“ Und so begann Sie auf einer Schriftrolle einen Brief zu verfassen.

Eure Kunstfertigkeit in den Disziplinen des Fuchses beobachte ich nun schon länger, Herr Hanert Groti, ich habe einen Auftrag höchster Eile für euch, der auch in eurem interesse sein wird, es geht um den phexgefälligen Tausch einiger Gegenstände, die Adresse und besagte Gegenstände liegen bei, sowie auch die hälfte eures Honorars in blinkender Münze, wenn ihr die Gegenstände erfolgreich vertauscht habt, so werdet ihr für besagte Gegenstände den Rest  eures Lohnes erhalten. Der Nachricht wurden noch einige Phiolen Blut, etwas Haare und Nägel und andere Gegenstände beigelegt, sowie der versprochene Teil des Honorars. „So das dürfte alles sein, ich verstehe ja nicht, warum du dir diesen Umstand machst, ich hätte eigentlich erwartet das du die Foki schon ausgetauscht hast, ich meine es war doch vorhersehbar? Und nun willst du einen Dieb mit soetwas wichtigem betrauen?“ Führte Lyssia besorgt ihre Gedanken aus, der wohl unwohl war, bei dem Plan, „ ich kenne und liebe dich lange genug umzu wissen, das da mehr dahinter steckt als du mir mitteilst, oder?“ Wandelte sich die besorgte Stimme in eine Neugierige Stimme um, ihr Gatte, der mittlerweile wieder zu Atem gekommen war ergriff nun das Wort, „ Du hast Recht es steckt mehr dahinter, aber wir müssen die richtigen Leute finden, und dafür lohnt sich der Aufwand meine Liebe, ich werde, wie versprochen alles zu seiner Zeit erklären,“ erklärte der ältere Herr ruhig.

Gut ganz wie du meinst, ich schicke einen Boten los um die Nachricht zu überbringen und danach werde ich mich etwas ausruhen,“ Der alte Tulamide nahm dies entgegen und begab sich in den Salon um eine Tasse Tee zu trinken, wäre die junge Dame einem Dienstboten die Nachricht übergab mit strikten Anwesiungen wo er diese zu deponieren hätte und das es, wenn überhaupt nur eine Person gäbe der er die Nachricht direkt übergeben dürfte. Damit wurde der Dienstbote auch schon in den Trubel der niemals schlafenden Entlassen um einen bestimmten Phexensjünger aufzusuchen.

Lyssia in dessen ging auf ihr Zimmer, wo eine prächtige Königskobra in einem Korb nahe ihres Bettes schlummerte, Sie legte sich auf das Bett und wandte sich an die Schlange die ihre Nähe gespürt hatte und auf das Bett kroch, “ Ach Rohaldor, mein Liebling mag zwar klug sein, aber manchmal denke ich übersieht er die naheliegendsten Dinge, das mag daran liegen, das sich unsere Zeit, wo nur wir zu Zweit waren sich bald dem Ende neigt, wie viel haben wir nur erlebt.“ Dabei schmiegt sie sich näher an die Schlange heran und versinkt in einem leichten Schlummer. Rohaldor bleibt bei mit ihr umschlungen, die Körperwärme Lyssias genießend.

Unterdessen im Salon des alten Tulamiden: „Trotz einer solangen Zeit der Vorbereitung habe ich kaum neue Erkenntnisse vorzuweisen, meine Beobachtungen waren nicht genug um deultiche und geplante Bewegungen und Beobachtungen anderer zu vernehmen.“ Seine wachsamen Augen blicken zu dem nächsten Fenster und werfen von dort aus ihren Blick auf die niemals schlafende Metropole.