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Bündelung der Kräfte

Wie können wir unsere Kräfte bündeln? Wie können wir der Lage Herr werden? Kaum haben wir Turnak’riin mit Hilfe der Vettel Kohlhütten vernichtet, stehen wir vor dem nächsten Problem: die befreiten Sklaven sind unzureichend versorgt. Die Stadt Hochstieg ist an ihrer Belastungsgrenze angelangt. Die Vorratskammern sind leer. Der Vogt und der ältere Bruder Sieghelms sind untätig. Sieghelm verliert vielleicht sein Lehen, wenn er die von Rabenmund nicht heiratet oder anderweitig bei seinem Vater in Ungnade fällt. Wir müssen etwas tun! Zunächst müssen die Menschen ausreichen versorgt werden, damit sie sich auf die beschwerliche Heimreise zu ihren Familien machen können. Zum Glück konnte Ifirn ihren Vater schließlich überreden seinen Griff um die Trollzacken zu lockern. Obgleich ich der Ansicht bin, dass der strenge Winter hier nur so lange anhielt, damit das Dämonengezücht den Roten Riesen nicht verlässt. Nicht auszudenken was passiert wäre, hätten sie zur Schneeschmelze Hochstieg überrannt. Der Alte vom Berg hat uns alle gerettet!

Als ihr diese Erkenntnis erfährt, betet sie in stiller Andacht gen Firun: „Wir danken dir für deine Weitsicht. Herr über Eis und Schnee. Gebieter des Winters. Dank deiner Strenge ist uns unser Sieg geglückt. Ich widme dir diesen Sieg über das dämonische Gezücht, auf dass du stolz auf uns ein mögest.“ Dabei umfasst ergriffen sie den abgetrennten Zahn des Achorhobai, der um ihren Hals baumelt. „Tod den Dämonen, wie es dein Wille ist.“

Noch einmal tief einatmend setzt sie sich wieder bequem hin und verfolgt ihren vorherigen Gedanken weiter.

Vielleicht können die Trollzacker uns helfen. Nicht nur die jetzige Hilfe für Hochstieg liegt mir im Sinne. Nein, ich fürchte, mit der Zeit könnte das Haus Spichbrecher zu der Ansicht gelangen, die Trollzacker bedrohen den Frieden in diesem Land und legen es auf eine Konfrontation an, die für beide Seiten verlustreich enden wird. Des Vogtes harsche Worte geben mir zu denken. Und dass es so wenig Wissen über sie gibt, ist bedenklich und gefährlich. Nichts ist unheimlicher als das Mysteriöse. Würden die Trollzacker nun entgegen allen Vorurteilen überraschend und Einmalig zur Hilfe eilen, würde die Bevölkerung Hochstiegs das wohlwollend stimmen.

Nur warum sollten sie uns helfen? Ich werde während der Jagd Ausschau nach ihnen und ihren Spuren halten. Vielleicht ergibt sich ja eine Chance. … Obwohl, wenn ich es recht bedenke … Boran war nicht sehr erpicht darauf, mein dargebotenes Proviantpaket anzunehmen. Auch Blut war unsere Hilfe nur Recht, weil wir ihm zu seinen Shakriin, seinem Schamanen, brachten, wo er durch dessen Hand sterben wollte. In Ehre sterben wollte. Ehre. Das scheint ihnen auf irgendeine merkwürdige Art und Weise wichtig zu sein. Nur auf welche Art? Wie packt man sie bei ihrer Ehre?

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Azinas Gedanken

Ein kühler Empfang

All das was, aktuell hier in Hochstieg passiert wäre bestimmt höchst fasznieriend, zumindest theoretisch, denke ich, wäre es nicht immens überschattet von den vergangenen Ereignissen.

Hinzu kommt noch das ich, wahrscheinlich, mehr Thaumatursome entwerfen und verzaubern darf, als menschen-/magisch- und mirmöglich ist (was also auch kein wirkliches Hindernis ist), weiterhin natürlich das weitere Studium der Vortexmagie, aber dazu bräuchte ich wohl meine Leihgaben an die AASAP, ich denk auch das ich meine ursprüngliche Hypothese bezüglich des Vortex etwas abändern muss, aber zum niederlegen meiner Gedanken werde ich wohl frühestens mit meiner, geplanten, Arbeit das „arkane Spektrum“ kommen.

Was geplante zukünftige arbeiten betrifft, so wollte ich noch eine Fortsetzung zu meiner Arbeit bezüglich optischer Optimierungen (ich weiß durchaus das sie so nicht hieß, ich hätte sie aber damals so nennen sollen, hmm vielleicht als dritter Teil, eventuell als Okkulte Optimierungen Optischer Opi?), hypothetischer, Arbeitsname das „Phantastische Licht“.

Und natürlich wäre dann noch die Arbeit, wahrscheinlich, eher für mich als zur Veröffentlichung über die diversen arkanen Traditionen, als „Vergleichende Riten und Traditonen“.

Ich denke das ich mehr als eine magische Feder brauche, wobei mich das natürlich vor andere Probleme stellen würde, also abgesehen davon das ich mehr als eine Abschrift mit einem Mal fertig stellen könnte, hmm ob der Zweistimmige Gesang der Elfen es diesen erlauben würde mehr als eine niederzuschreibende Information per magischer Federn zur gleichen Zeit zu fixieren?

Wenn ja, ließe sich dies reproduzieren (offensichtlich lautet die Antwort ja, die wichtigere Frage wäre also eher wie)?

Zumindest ist der Schlüssel zu der unzerstörbaren Schatulle für das erzelementare Drachenei schon partiell fertig, das wird ein Spaß die ganzen notwendigen Teile dafür zusammen zu bekommen…

Naja Sieghelm und Traviahold hätten jetzt ja genügend Gold um sich so ein Thaumatursom zu leisten…

Was war sonst noch, achja Sieghelm als Pate von Delias Kind/ern, damit wäre das wohl eine familiäre Angelegenheit, bedeutet dies nun das ich mich dort einmische(n sollte) oder nicht? Und selbst wenn ich mich einmische, brauchbare Alternativen kann ich nur bedingt anbieten, aus unerfindlichen Gründen, würde Kalkaribs Familie wohl etwas gegen mich einzuwenden, zumal ich mich auch nicht als Pate anbieten wöllte oder könnte, ich könnte nicht auch noch Zeit für das erziehen eines Kindes opfern, wenn ich doch schon ein ganzes Reich an kleingeistigen, nunja Geistern, also in den Bewohnern, habe, ganz zu schweigen von meiner Adoptivtochter(, welche sich mittlerweile wohl eingelebt haben dürfte, und ich weiß immer noch nicht wirklich was ich mit ihr machen soll, eventuell erweist sie sich als befähight genug mich in einer der geplanten Niederlassungen zu vertreten?) und all den anderen ermüdenden Tätigkeiten, welche von den wirklich relevanten Dingen, wie der Forschung ablenken.

WEiterhin wurde Sieghelm zum Held von allem möglichen erklärt, was beeindruckend gewesen wäre, wenn er dafür etwas getan hätte, also abgesehen vom herumtatschen an einem höchst fragwürdigem Thaumatursom, obwohl, wenn das ganze als Anstoß genommen wird, welcher sozusagen die Kugel zum rollen brachte, würde ihn das wohl, theoretisch, auf irgendeiner der höheren eher Metaphysikalischen Ebenen zum Helden der diversen Ereignisse machen. Hmm, wusste gar nicht das die Bevölkerung so bewandert in Philosophie ist, fasznieriend, irgendwas machen sie also in Darpatien auch nicht verkehrt (obwohl das war ja nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit und Darpatien grenzt ja immerhiin an Aranien…[ welches wiederrum an den Rest der Tulamidenlande, mehr oder minder grenzt…])

Rechne ich die phantasmagorische Fanfare nun mit in der Rechnung auf oder tue ich das nicht?

Naja das ist eines von vielen, kleineren Problemen, welchen ich mich später widmen kann, zuerst einmal sehe ich mir den Zustand der mineralisch intoxikierten Ingerimmgeweihten in dem Perainetempel an, eigentlich sollte das Antidot schon hergestellt worden sein, so kompliziert war dies ja nicht….

Die anderen können in der Zwischenzeit ja mit Sieghelm zurück in seine Burg gehen und keine Ahnung, wahrscheinlich Feiern oder so, was kann schon großartig in der Zwischenzeit passiert sein, wir waren ja nicht allzu lange weg.

Ich muss mich später unbedingt nocheinmal mit Gasparin unterhalten, gehört er doch zu den wenigen Menschen hier mit denen man sich intelligent verständigen kann.

Einblick in die Gedanken Azinas

Nun, betreten wir also wieder Hochstieg. Einst schlichen wir uns wie Diebe hinaus und nun kehren wir als Helden zurück. Nun ja. Sieghelm kehrt als Held zurück. Das Volk feiert ihn für seine Taten. Und er lässt es geschehen. Sollen sie, ich kann mir vorstellen, wie wichtig es ist, gerade jetzt für gute Stimmung zu sorgen, nachdem die Reiterin vorhin von dem ganzen Unmut in der Bevölkerung sprach. Soll das Volk seinen Helden haben. Mich stört das nicht. Nein.

Geben wir Sieghelm ein wenig Zeit die Angelegenheiten zu ordnen. Hey, er hat uns öffentlich als seine Familie bezeichnet! Das nenne ich einen Wandel! Wenn ich so zurück denke, ist das erstaunlich. Ich bin ganz überrascht. Ich wusste nicht, dass er so denkt. Ich fühle mich wirklich geehrt.

Aber ob er Torion in seinem Herzen aus als Familie bezeichnet? Das Aufeinandertreffen fiel zwar herzlich aus, aber die beiden anderen Spichbrechers haben bisher kein lobendes Wort über ihren Bruder verloren. Eher im Gegenteil. Zumindest spricht gegen ihn die Tatsache, dass er Weibel Gaspharin hingerichtet hat, noch bevor Sieghelm wieder da war. Formal hat er zweifelsohne das Recht dazu. Aber er hätte es nicht tun müssen. Außerdem setzt das voraus, dass er sich nach dem Verbleib des Schwertes erkundigt hat! Er wollte in Siehelms Abwesendheit das Schwert zumindest betrachten! Das wiederum stand ihm nicht zu! Unklar ist auch noch der Grund seines Besuches. Er scheint gleich nach seiner Rückkehr von der Jagd aufgebrochen zu sein. Sieghelms Verschwinden ist also nicht der Grund seines Besuches.

Was mir auch noch zu denken gibt, ist die Ankündigung Delias Sieghelm zum Paten ihres Kindes oder vielleicht ihrer Kinder zu machen. Sicher, er wäre in der Tat ein guter Pate. Zumindest aus mittelreichischer Sicht. Er ist von Stand und versteht sich auf Staatskunst und Kampf. Was braucht ein Mann mehr? Was mir jedoch zu denken gibt, ist der kulturelle Unterschied. Delia rennt geradezu ketzerisch von einem Konflikt zum nächsten. Sie sehnt sich förmlich nach ihnen. Auch sehe ich sie sich schon mit Torion anlegen. Vor nicht allzu langer Zeit, da haben sich Delia und Sieghelm selbst massiv gestritten, es war ein Kampf der Kulturen und ein Kampf der Persönlichkeiten. Und plötzlich wirft sie sich an ihn heran, schmeichelt ihm, umgarnt ihn. Wie kommt sie darauf, ihn als Paten einzusetzen? Was bezweckt sie damit? Sie wird sich damit Kalkaribs Zorn zuziehen. Zu Recht, wie ich finde. Sieghelm seinerseits stellt sogar Forderungen auf! Er will das Kind in seinem Ermessen erziehen. Vermessen nenne ich das. Das Kind ist tulamidischer Abstammung! Sogar zur Hälfe novadisch. Die beiden glauben doch nicht ernsthaft, dass Kalkarib oder seine Familie es zulassen, dass es zu Sieghelm nach Darpatien geht, um dort zu lernen, wie es ist ein Mittelreicher zu sein. Und was ist mit der Aranischen Kultur? Bedeutet sie ihnen – ihr – nichts? Wie stellt Delia sich das vor? Das arme Kind! Es wird hin und hergerissen sein. Keine richtigen Wurzeln haben. Unstet und rastlos sein. Erschwerend kommt hinzu, dass sie sich nicht angemessen um ein Kind kümmern können. Wir haben eine Aufgabe vor uns. Sie wird unser Leben fordern. Lebendig oder Tod. Vielleicht verdrängen sie noch die Tatsachen, die uns vor Augen liegen. Wir haben keine Zeit für Kinder … dieser Gedanke … ist traurig. Wie soll … ach … Shakriin …

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Azinas Gedanken

Artefaktüberlegungen

So viel zu tun, eigentlich könnte ich das zu meinem Motto machen, Nehazet der chronisch arbeitende Adept arkaner Anwendungen, neben der Herrschaft über ein (sehr) kleines Reich, dem Aufbau eines florienden Alchimiehandels, dem weiteren Ausbau fliegender Nachrichten (obwohl das gibt mir eine weitere Idee), jetzt auch noch eine unzerstörbare, nicht auffindbare Schatulle, um ein Drachenei zu verbergen, welches in Obhut verschiedener Töchter Satuarias gelangen soll, zumindest konnte ich dafür sorgen, das ich besagte Schatulle konstruieren darf (das wird ein Spaß, vorher muss ich mein Wissen über verschiedene Bereiche der Magica Theoretica, Moventia, Temporalis, Phantasmagorica, Mutanda und Clarobservantia aufbessern, dann wäre natürlich noch die Konstruktion der Schatulle selbst, die Materialien wären auch noch von besonderer Wichtigkeit, ich denke das es beinahe sinnvoller sein könnte einen Dschinn des Erzes die aktuelle Obhut zu übertragen, bis ich genügend Zeit gehabt habe mit meinen Planungen entsprechend weit fortzuschreiten…), zumindest die Ringe der Geister der Luft wären, verhältnismäßig einfach, zusammen mit dem Kristallheiligtum Ifirns und Delias Unterstützung, könnte ich jene in relativ kurzer Zeit herstellen, die notwendigen Materialien könnten sogar dank Xindans Schatz schon alle hier sein, sollte ich bei nächster Gelegenheit mal nachsehen…

Was ist sonst noch, Delia brachte neue Nachrichten aus Hochstieg, schade das ich mein Händchen nicht an meinem, theoretisch erarbeitendem Antidot zur Behebung der mineralischen intoxikation der Ingerimmgeweihten ausprobieren konnte, naja vielleicht beim nächsten mal. (wie wird theoretische Alchimie überhaupt preislich eingestuft?)

Anonsten stellte sich noch heraus das ein weiterer von Spichbrecher auf Traviahold und Sieghelm wartete (ingewisserweise unfreiwilligerweise, nehme ich an), auch interessant das beide Angst vor Höhen haben (wäre es nicht sinnvoller Angst vor, ich weiß nicht, dem fallen, dem Aufschlag, tief gelegenen Böden zu haben? Ansonsten stelle ich es mir recht interessant vor in einem Gebirge zu leben, mit so einer Angst… Hmm, ob der Bruder der beiden auch diese Angst hat? Und was ist mit Sumudai, ich meine ich kann mich erinnern, das sie lieber auf dem Boden herum lief, aber eine Tochter Satuarias mit so einer Angst wäre bestimmt auch interessant, ich sollte bei nächster Gelegenheit mal nachfragen)

Es ist wirklich soviel zutun, wiedermal, hmm eine Unterkunft nahe der Kristallformation wäre bestimmt sinnvoll, könnte für Azina hilfreich sein und auch bei der Konstruktion der verschiedenen notwendigen Thaumatursome.

Zuerst wäre wohl ein Ring für Maednir notwendig, dann für Jane und Azina, um Igan, Sieghelm und Traviahold kann ich mich später bemühen.

Es hilft ja alles nichts, also kann ich mich auch gleich mit Ringkunde beschäftigen, später muss ich dann auch noch den Kristall untersuchen in dem Skar Zhts Seele gebannt war, vielleicht kann ich davon noch etwas gebrauchen…

Eine Nacht zum Nachdenken

Nehazet lag längere Zeit herum, das tuend was er meistens tat, denkend. Eigentlich sollte er Müde sein, doch so erschöpft, wie er eigentlich sein sollte, fühlte er sich nicht, bevor er niedergestreckt wurde war dies gänslich anders, der Raub von Teilen seiner Seele und die Herausforderung neue Zauberei, nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu verwenden, war anstrengend und ermüdend.

Doch nun lag er mit vollständiger Seele, ob die verlorengegangenen Teile von ihm stammten oder nicht, da war er sich noch nicht so ganz sicher, aber würde er denn unterschied überhaupt merken? Hier und sollte eigentlich schlafen, er wälzte sich hin und her, versuchte sich abzulenken, indem er Canti zählte, was ihn dann allerdings dazu führte zu überlegen, welche Canti wie kombiniert werden könnten um ihre Effektivität zu steigern, das führte ihn dazu, wie Canti verändert werden müssten mittels Magica Theoretica um neue Wirkungen oder potenzierte Wirkungen zu erzielen, was ihn schließlich zur Mathematik führte und spätestens ab diesem Punkt dämmerte ihm, dass er auf diese Weise keinen Schlaf finden würde.

Also tat er das logische und dachte weiter nach, wohlweislich bedenkend, das ihn das nachdenken erst in diese Situation gebracht hatte, was ihn kurz zum schmunzeln anregte, aber was sollte er tun, er konnte schließlich schlecht nicht nachdenken…

Oder, vielleicht ja doch, er beruhigte seinen Geist und achtete auf seine Atmung, er begann mit einfachen Meditationsübungen um schließlich seine Ruhe zu finden, doch auch das schien nicht zu helfen, er dachte noch, er würde wohl die ganze Nacht wach bleiben müssen.

 

Als nächstes fand er sich in einer Halle, einer großen Halle wieder, am Rande, lose, begrenzt von Säulen auf dem Boden ein Pentagramm das edle Material zierend. Er war nicht alleine, gewaltige Gestalten in dunklen, nein grauen Roben sahen auf ihn herab, ihr Ausdruck schien zu schwanken zwischen Unverständnis, Enttäuschung und anderen von Nehazet nicht weiter zuordnenbarenden Eindrücken, geholfen wurde dem nicht das er sich desorientiert fühlte…

Nach und nach erkannte er die Mitglieder des Mephalsrates, mit einiger Phantasie, weiter, es erschien falsch, aber doch so real…

Vor ihnen erschien ein Tisch oder war dieser schon immer dar gewesen?

Auf diesem stapelten sich Pergament über Pergament, so viele das der Tisch unter ihrem Gewicht zu ächzen schien, während die meisten Mitglieder des Mephalsrates sich durch die Pergamente wühlten, begann einer von ihnen, dem gebaren nach war es Sirdon Kosmaar, zu reden, er machte seine Enttäuschung über Nehazets Vernachlässigung seiner Verpflichtungen gegenüber der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis deutlich…

Er ging ins Detail, bezüglich der Gefährdung von nicht arkanen durch fragwürdigen Einsatz von Magica Combattiva (zum außerhäuslichen Gebrauch), der Verbrennung von Forschungsergebnissen mittels Magica Combattiva, dem verlieren eines wichtigen rohalschen Thaumatursoms an den LAIENORDEN der Bannstrahler (welche nur wissen wie Dinge verbrannt werden und auch dies nicht immer schaffen, wie die Vettel Kohlhütten bewies), oder das sich die Kollegen der Al’Achami über die Entwendung eines ihrer Bedientsten, irgendeiner Tulamidin, beschwert hatten, das er ein Treffen mit einem geschätzten Collegus des Dracheneis verschlafen hatte, das er ein wertvolles Thaumatursom an die Collegae des Dracheneis und des Hesindetempels zu Khunchom verloren hätte, das er die Zeit und Ressourcen der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis mit seinen Ammenmärchen über eine gläserne Sphäre vergeudet hätte, welche gänzlich unmagisch war, das er einen Handel mit der Chamib al’Cymie abgeschlossen hatte ohne die interessen der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis zu beachten, das er die Absurdität mit einer Welt außerhalb der siebten Sphäre einem (geschätzten) Collegus Drakonias gegenüber wiederholt hatte, das er einem Archomagus den Vogel gezeigt hatte und jenen von seinen wichtigen Forschungen abhielt, das er unerprobte und unerforschte Magie eingesetzt hatte, welche nicht vom Codex Albyricus behandelt wurde und noch einiger weiterer Anklagepunkte.

Umso weiter Sirdon Kosmaar fortschritt umso mehr begannen die anderen Gestalten sich diesem anzuschließen, sie waren erstaunlich geeint in dieser Hinsicht…

Sie argumentierten das diese Versäumnisse den Codex Albyricus schwächten und damit alle Gildenmagier beträfen, das anbieten von Dienstleistungen ohne eine entsprechende Gegenleistung einzufordern, wie die plötzlich (oder schon immer) anwesenden Khunchomer Magier äußerten wäre schlecht für den Stand der Gildenmagie…

Sie drohten ihm sogar an, wenn er seinen Verpflichtungen nicht nachkämme ihn all seiner Titel und Ränge, die wenigen, welche er hatte, zu entheben und wieder zu einem Probanden zu machen…

 

Und das war der Punkt wo Nehazet aufwachte und ersteinmal wachlag…

 

Die schon dem Scholaren indoktrinierten Verpflichtungen gegenüber der AASAP machten ihm wohl doch, zumindest aktuell, mehr zu schaffen als sonst, doch was sollte er machen, es war wahr das er vorhatte einiges zu verschweigen, so wie er auch nicht alles, um nicht zu sagen kaum etwas über die Ereignisse in Mahtab der AASAP übermittelt hatte und das was er übermittelte war zwischen den Notizen zu neuen Theorien und Überlegungen zur Strukturierung des Sprüchekanons, Überlegungen zu, hypothetischen, Werteskalen, und anderen Gedankengängen eingeflossen. Selbst daran eine Rechnung zu stellen hatte er nicht gedacht, wurde er doch nicht wirklich, höchstoffiziell, mit der Untersuchung und Behebung der hiesigen arkanen Probleme beauftragt und selbst wenn, konnte er dies Sieghelms Land wirklich antun, die waren ja schon durch seine Abwesenheit und eventuell seine Anwesenheit mehr als gebeutelt, aber es half nichts, schon alleine um sich auf andere Gedanken zu bringen würde er nachdem Katalog Alchimistischer Produkte und Thaumatursome der AASAP Preisliste in seinem geiste eine Rechnung erstellen, er müsste diese ja nicht unbedingt einfordern…

Obwohl ihm dies natürlich seltsam vorkämme, aber es gäbe ja noch die Möglichkeit einen Traviatempel zu stiften und eine Kommunikationsmöglichkeit nach/von Hochstieg zu schaffen wäre ebenfalls vorteilhaft, eventuell wäre dies eine Möglichkeit um, einen Teil, der Verpflichtungen herumzukommen…

Ein Fehler?

Wo fange ich nur an…

Vielleicht mit so einem Spruch, wie „man lebt nur einmal“, oder etwas, was sich mit dem „leben nachdem Tod“ auseinandersetzt, nein, nein und nochmals nein, das erscheint mir als unpraktisch.

Also der Reihe nach…

Ich nutzte meine wiederhergestellten arkanen Kräfte, um von Spichbrecher (den mittleren) wieder etwas zu Kräften kommen zu lassen, in dem ich mittels magica theoretica einen Cantus der Combattiva so manipulierte, das dieser, wenn nicht curative, so doch zumindest, temporär restorative Wirkungen zeigte.

Weitere Canti zur Unterstützung schlugen, wahrscheinlich aufgrund der Umgebungsbedingungen fehl…

Um von Spichbrecher seinen Zweikampf zu geben, zu diesem Zeitpunkt noch in der Annahme das dies der gewünschte Pfad sei, begann ich mittels Nutzung des Vortex multiple modifizierte Versionen arkaner Wände um die beiden zu wirken, unter der Prämisse, das dies einem Zweikampf hilfreich wäre.

Allerdings wurde dieses Ansinnen bald zerschmettert, da Turnak’riin alsbald ebenfalls auf die magischen Möglichkeiten des Vortex zurückgriff um von Spichbrecher in die Luft gehoben zu tormentieren, ich löste die Vortexmatrix mittels einer eigenen Manipulation des Vortex auf.

Auf die Magie Turnak’riins versuchte ich angemessen zu reagieren, aber da mein Wissen über den Vortex doch beschränkt war und im Regelfall vollkommen neue Magie nicht einfach so aus dem Ärmel geschüttelt wird, gelang es mir nur bedingt diese einzudämmen. (Observatoren und selbst Invokatoren hätten, normalerweise, nicht so mit einer vollkommen fremden und potentiell, höchst gefährlichen Form der Magie gearbeitet, aber was war die Alternative?)

Ich tat mein möglichstes Turnak’riin angemessen zu platzieren, die Idee kamm mir, reichlich spät, nachdem er wiedermal versuchte sich zu teleportieren (naja, strenggenommen gelang ihm dies, nur fand er sich praktisch sofort darauf wieder an seinem Ausgangspunkt…), darunter waren so passende Platzierungen, wie ihn mit dem Rücken zu von Spichbrecher zurückzuschicken oder ihn auf den Boden der Tatsachen aufmerksam zu machen und ihn auf dem selbigen zu platzieren (wahrscheinlich nicht sonderlich Rondragefällig, wenn ich so darüber nachdenke, aber darüber hat sich bislang, interessanterweise, noch keiner beschwert, auf der anderen Seite könnte auch argumentiert werden, dass es, wenn nicht speziell Rondragefällig, dennoch Göttergefällig war).

Aber Turnak’riin hatte wohl endgültig genug von mir und er teleportierte sich hinter mir, die Matrix entglitt mir und er schlug zu, ich konnte mich gerade noch bei Bewusstsein halten, aber nachdem nächsten Hieb und einem Stich von saba Belima verlor ich das Bewusstsein (und starb, wie mir später berichtet wurde, aber inzwischen geht es mir wieder besser. Dank Travia, aber dazu später mehr).

Wie es den anderen gelang Turnak’riin zu bezwingen, das bekamm ich dadurch nicht mehr mit, aber wahrscheinlich lag es größtenteils an von Spichbrecher, dessen göttliche Klinge erwies sich als einzige in der Lage Turnak’riin gefärhlich zu werden. Das könnte noch interessant werden…

 

Nach meinem (erneuten) Tod (vermutlich kann ich das verspeisen von einem Dämon [also von diesem verspeist werden {nicht selber einen zu verspeisen}] zählen, ebenfalls das fesseln der eigenen Seele an einen unbelebten Gegenstand und Zertrümmern der gleichen [gefesselte Seelen gehören immerhin zu den bekannteren Geisterarten, was ziemlich nach Tod klingt], das wäre dann also der dritte in drei Tagen, wird langsam zu einer schlechten Angewohnheit…) und der baldigen Genesung, begannen wir von Spichbrecher über ein paar der Erlebnisse der letzten Tage zu informieren, noch bin ich unsicher ob ich ihm mitteilen sollte, das wir herausfanden was Collegus Flachkiesel/Steinfest mit seiner ominösen Zahlenfolge (336787868584722) meinte, vielleicht später.

Viel interessanter sind die philosophischen Implikationen (unter anderem), Herr Bodiak äußerte das Delkar’reen der Vortexname von Isariasunny wäre, was immerhin bedeuten könnte das Nahasch’reen mein Vortexname sein könnte, wenn ich nun noch bedenke das Turnak’riin mir Teile meiner Essenz stahl und ich mich des Vortex bediente, muss ich befürchten (als eines der schlimmeren möglichen Szenarien, welche in aller Regel die sind, welche eintreffen, karmatische Kausalknoten und so…), die Ausbildung Nahash’reens vorran gebracht zu haben. (Eventuell ließe sich mit ihm reden, aber sollte er nicht mit sich [wären das eigentlich Selbstgespräche?] reden lassen, und wenn ich Turnak’riins Fähigkeiten in der Magie des Vortex bedenke, könnte er ein größeres Problem darstellen, vor allem, wenn er ähnlich profan und karmal sicher sein sollte, wie Turnak’riin und Irk’raan).

Collega Fuxfell kann wohl auch als gefallen angesehen werden, zumindest deutet Salkar’vaan darauf hin. Interessanterweise, scheint Niccolo nicht gefallen zu sein (unter der Prämisse, das es sich bei Nahasch’reen tatsächlich um mich handelt und die bisherigen Überlegungen zu den Namen korrekt waren und die Informationen Vollständig sind, was, wenn bedacht wird, das der Hauptteil der Informationen von den Aufzeichnungen eines Noioniten, welcher einem Patienten lauschte, stammte, nicht unbedingt zuversichtlich stimmt)

Aber ehe ich mich weiterhin in Spekulationen ergebe, sollte ich die mir hier gebotenen Möglichkeiten nutzen, es ist noch fragwürdiger als die bisherige Nutzung des Vortex, aber, rein theoretisch (noch viel weiter gestreckt, als ich den Begriff ansonsten schon nutze) sollte es möglich sein, auf den Vortex zuzugreifen und mit seiner außersphärischen Macht das Raumzeitgefüge zu verändern um Isariasunnys Familie wieder zusammenzufügen…

Ist überhaupt noch genügend vom Vortex da?

Nehazet streckte seinen Geist aus um nach den Fäden dunkler Energie zu greifen, sie zu sammeln und zu akkumulieren und fand nichts, der Vortex durzchzog die aktuelle Umgebung Aventuriens nicht mehr und töricht wie er war, hatte er auch keinen Teil der dunklen Energie mehr in sich.

Ein Seelensammler der Göttin der Familie, welcher nichteinmal eine befreundete Familie vereinen kann…

Vielleicht sollte ich es doch mit dem Kochen versuchen, ich meine was kann schon passieren, ist ja nicht so das ich von einer Gottheit erwählt wurde,  aus deren Aspekten ich entrissen und entwurzelt wurde, welche aktiv verhinderte einem ihrer Aspekte zu folgen, deren Aspekte sich im Prinzip, bezogen auf meine Kultur, widersprechen, deren Geweihte ich bislang eher als Fluch den als Segen empfunden habe, mit Ausnahme des aktuellen, er hat durchaus Potential, er sieht zwar nicht alles wie ich (aber das erwarte ich auch nicht).

Ich meine was bleibt sonst noch übrig, wofür steht Travia den noch? Hmm Gemeinschaft, offensichtlich, was gehört da eigentlich dazu? Vielleicht sollte ich mich mit den verschiedenen Schriften, es wird ja hoffentlich gute, möglichst objektive, Schriften zu dem Thema geben beschäftigen und dieses Mal nicht als Reaktion auf etwas oder um um die Bearbeitung eines Problemes herum zu kommen (oder jenes nach hinten zu verschieben).

Das sollte ich vielleicht wirklich tun und sei es auch nur, damit ich wieder sicher sein kann in meinen Gedankengängen, was ich aktuell nicht bin…

Hielt ich doch die Hinrichtung von Tornado (der Name der/des derischen Hülle/Kerns Turnak’riins) für übereilt, verständlich aber übereilt, wenn bei Igan eine Rehabilitierung möglich war und das Vergeben, Mitleid und andere dergleichen Konzepte zu den Zwölfen gehören, erscheint mir dies ein, mehrheitlich, ungünstiges Vorgehen zu sein, zumal es dem Vortex nicht per se schadet (nur insofern das der Vortex einen Streiter weniger hat, was, wenn bedacht wird, das des Vortex Streiters von außerhalb des Vortex kommen, von geringer Wichtigkeit ist), ihn aber am Leben zu lassen, ihm eine weitere Chance zu geben und ihn zu rehabilitieren, hätte dem Vortex schaden können (theoretisch).

Aber vielleicht irre ich mich auch und möglicherweise finde ich Antworten auf diese fragen in entsprechenden Büchern.

Was bleibt ansonsten noch, achja ich brauche, wieder, neue Kleidung…

Der Tod als Chance

Ich danke dir große Mutter!

Demütig und dankbar senkt Azina ihr Haupt. Eine schwere Last fällt von ihr ab. Die Last für den Tod ihres Kameraden, nein ihres Freundes Nehazet, verantwortlich zu sein.

Dabei wollte ich alles richtig machen! Während die anderen innerhalb dieser magischen Wand gegen Turnak’riin kämpften stellte ich mich zwischen Delia und Nehazet, um den Feind abzufangen und meine Freunde zu schützen, sollte er sich erneut teleportieren. Meine Rechnung ging auch auf. Nur dass ich, anstatt den tödlichen Hieb für Nehazet abzufangen, ihn noch schwerer verletzt habe. So schwer verletzt habe, dass meine … zitternden … Hände ihn nicht mehr zu helfen vermochten. Das Blut quoll in Sturzbächen aus ihn heraus. Er war tot!

Zum Glück hat die große Mutter Travia unsere Gebete erhört und ihm eine zweite Chance gegeben, sich ihr als würdig zu erweisen. Ich hoffe, du nutzt sie weise Adeptus.

Emotional und körperlich am Ende ihrer Kräfte angelangt, setzt sie sich an das Feuer und bettet Elfenbeins Kopf in ihren Schoß. Sie krault ihn geistesabwesend und beobachtet Sieghelm, wie er sich ebenfalls setzt.

Sieghelm hat Turnak’riin mit Hilfe der anderen besiegt. Nichts Anders habe ich von ihm erwartet. Sehr gut! Nur die Hinrichtung von Tornado kann ich nicht gutheißen. Ich weiß, du bist anderer Meinung Firun. Aber deine Tochter würde mir beipflichten. Tornado hätte die Chance bekommen müssen, sich zu erklären, um Verzeihung zu bitten. So starb er ohne die Möglichkeit zur Buße. Nun, Rondra wird schon mit ihm zu verfahren wissen. Noch ist er nicht verloren.

Zumindest haben wir zunächst einmal ein wenig Ruhe vor den Vortexwesen. Irk’raan wurde ja ebenfalls vernichtet, sodass uns der Feind nicht mehr so leicht aufspüren kann. Nun können uns ein wenig erholen und überlegen wie es weitergehen soll. Sieghelm hat Recht mit seiner Erkenntnis: Wir dürfen nicht warten bis die Gefahr zu uns kommt. Wir müssen die anderen Anker finden und sie unterstützen. Nur wie stellen wir das an? Wie erreichen wir sie und wie erkennen wir sie, wenn wir ihnen begegnen?

Und was ist aus Saria, Nicolo und Matral geworden. Anker der Hesinde, Tsa und Boron. Ich fürchte, Saria und Nicolo sind gefallen.

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Azinas Gedanken

Kuh Elsa ist tot!

Vorerst ist es vorbei! Der Seelenfresser ist bezwungen und sein Wirt, der sich ihm ergab ist durch Sieghelm gerichtet worden. Ist es wirklich vollbracht? Nach all den Mühen und qualvollen Tagen ist Sieghelm endlich gerettet? Mir kommt es wie ein Traum vor. Dennoch sitzen wir hier am Feuer und laben uns am Essen, welches Jane bereitete.

Nun gilt es noch meinen Mann aus den Fängen des Limbus zu retten. Ich hoffe wir finden einen Weg. Doch wenn die Rettung Sieghelms uns eins gezeigt hat dann ist es, dass wenn wir zusammenhalten wir alles schaffen können. Die Auserwählten sind eine Familie. Gemeinsam im Bund der Gänsefeder. Ich sollte Traviahold erinnern, dass er Sieghelm auch eine Feder gibt. Wenn er das nicht schon getan hat.

Doch nun ist es an der Zeit unseren Siggi auf Stand zu bringen.

„Sieghelm? Kuh Elsa ist tot!“

Erzählungen von Feen, Echsen, Dämonen, Vortexwesen, Hexen, Echsen, Rissos, Schlingern, untergegangenen Städten und Kulturen, Hesinde-Heiligtümern und vieles mehr wurde dem armen Sieghelm erörtert. Nur der arme Drache fand keine Erwähnung.

Turnak’riin der Seelenfresser und Irk’raan die Dornenzunge

Der geschwärzte Boden reißt auf. Ein Riss in Form eines großen Ringes, der sich um die Helden legt, hindert sie an der Flucht. Doch an Flucht denken sie nicht. Sie sind bereit für den Kampf. Den ersten direkten Kampf gegen den Vortex. Sollten sie hier siegreich sein, werden weitere folgen, bis der welthungrige Blutkaiser von seinem Vorhaben abrückt, sich diese Sphäre einzuverleiben.

Aus dem Riss entsteigt der erste gefallene Anker Rondras – Turnak’riin, der Seelenfresser – zusammen mit Irk’raan, der Dornenzunge, dem zweiten gefallenen Anker der Donnernden. Ihnen gegenüber, einen schützenden Kreis um den bewusstlosen Sieghelm, Junker von Hochstieg, Erwählter der Leuin, positionieren sich die Helden dieses Zeitalters: Mædnir der Bär, bewaffnet mit dem Dreizack Efferds und seinem großem Thorwalerschild. Seine Haut ist überzogen mit einer Schicht aus Muscheln und Algen und seine Haare ‚wehen‘ unterwassergleich über seinem angespannten Körper. Hinter ihm, steht Delia al Cumrat bân Rezzan, Hexe Satuarias, Erwählte der Rahja mit erhobenen Stab über Sieghelm. Ihr Blick verrät ihre Abscheu und doch ihre Liebe zum Leben. Und mit einem leuchtenden geschlossenen Buch in der Hand starrt Jane Peddersen, Erwählte der Hesinde, interessiert zu den beiden schwarzen Gestalten hinüber und wartet angespannt auf ihre Reaktion, bereit ihr Buch aufzuschlagen, während sich Azina saba Belima, Erwählte Firuns, grimmig und wütend über den schlimmen Verrat ihres ehemaligem Mitstreiters Tornado, mit einer dünnen, blassen, schimmernden Schicht aus Eis überzieht. Eiskristalle hängen vereinzelt in ihrem schwarzen Haar. Traviahold orangegewandeter Bruder von Travia und Sieghelm, bittet die Götter stumm um Beistand, während er einmal mehr erfolgreich um seine Fassung ringt. Vitus, Korporal von Hochstieg steht verunsichert Delia zur Seite. Igan, der geläuterte Teil von Irk’raan, der Dornenzunge, schaut furchtsam auf seine dunkle Seite. Er selbst hat eben erst zu den Göttern, zu Rahja, zu Delia, zurückgefunden, während sein Dunkles ich Rondra abtrünnig wurde und den es nun zu bekämpfen gilt. Sie alle umgibt, ihren unterschiedlichen Gefühlen zum Trotz, eine Aura der Entschlossenheit. Sie halten Ihre Waffen griffbereit, um Sieghelm – um Dere – zu verteidigen.

Einzig Adeptus Nehazet ibn Tulachim, Erwählter der Travia wider Willen, schickt sich an, auf die Entgegnung Turnak’riins „Wenn ihr euch ergebt, verspreche ich euch einen raschen Tod. Solltet ihr euch hingegen wehren werden ihr unendlich leiden!“ einen entspannten Dialog mit dem Finsteren zu führen. Denn so könnte ein kollegialer Austausch zwischen zwei Weltenwanderern doch interessantes Wissen zu Tage fördern. Schließlich hat es schon einmal nicht geklappt. Und auch diesmal ist ein Diener des Blutkaisers nicht gewillt mit den engagierten Magier zu sprechen: Mit einer wegfegenden Geste schleudert Turnaak’iin Nehazet an den hinteren Rand des Ringes.

Zeitgleich setzen sich die schwarzen Vortexwesen in Bewegung. „BEI SWAFSKARI!“ brüllt Mædnir und stürmt ihnen todesmutig entgegen. Igan folgt ihm nur zögerlich, während Jane längst ihr Buch geöffnet und auf Urtulamidia eine Lichtgestalt in Form einer jungen Tulamidin mit einem großen Doppelkhunchomer hinter den Gegner hat erscheinen lassen. Die ersten zwei Schläge vom Geist und von Mædnir treffen Turnak’riin ohne auch nur einen einzigen Schaden zu verursachen. Sein zweihändiges Schwert schwingt er schnell wie ein biegsames Rapier zwischen den Helden hin und her.

Azinas anfangs geworfener Speer ist ebenfalls an der schwarzen Rüstung funkensprühend abgeprallt ohne einen einzigen Finger einzudringen. Daraufhin ist sie unschlüssig, was zu tun ist. Wie kann das schreckliche Schicksal gewendet werden, wenn normale Angriffe wirkungslos verpuffen? Traviahold betet Travia an, sie möge ihm beistehen und sie und Sieghelm mit ihrem Schutz belegen. Azina und Vitus stimmen in das Gebet mit ein, unterstützen ihn. Unterdessen wirkt Delia den Zauber Satuarias Herrlichkeit und überstrahlt das Schlachtfeld mit ihrer lieblichen Präsenz. Sie pumpt ihre Kraft in Sieghelm und versucht die Feinde zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Nehazet, entrüstet von der Feinde Unvernunft, beginnt in die Untiefen der Vortexmagie vorzustoßen. Seine Gedanken greifen nach der übermächtigen Präsenz der fremdartigen Zauberstruktur. Er beobachtet auch, wie sich Turnak’riin, blitzartig vor Sieghelm teleportiert. Nur mit magischem Blick ist eine Fokussierung der Matrix in seiner Umgebung kurz vor Ausübung des Zaubers zu erkennen. Der junge Adeptus versucht die verschiedenen Zauber zu imitieren. So schickt er den Seelenfresser zurück zu seinem Ursprungsort, wo er weiter von Janes Geist und von Mædnir beschäftigt wird. Doch sind Nehazets Tätigkeiten nicht unbemerkt geblieben. Denn Turnak’riin beginnt nun Nehazet in ein magisches Duell zu verwickeln. Er greift gedanklich nach ihm und entzieht ihm stückweise die Lebensenergie. Tulachims Sohn verlassen die körperlichen Kräfte, doch sein Geist ist stark und wehrt sich gegen den Andrang. Er begreift die Matrix des Zaubers und schafft es, ihn aufzuhalten. Erbittert tobt hier eine zweite Schlacht auf Leben und Tod parallel zur Physischen.

Igan sieht sich inzwischen allein seinem dunklen selbst gegenüber. Er schlägt sich wacker. Viele Schläge tauschen sie miteinander. Igan gelingt es Irk’raan am rechten Bein zu verletzen. Doch einige schnelle Hiebe später kippt der Schwertgeselle ohnmächtig nach hinten über und Irk’raan wendet sich Mædnir zu, der Zusehens in Bedrängnis gerät und bereits einige Fleischwunden hat hinnehmen müssen.

Delia beginnt unter dessen wieder mit der Reanimation von Sieghelm. Sie massiert ihm die, von der Folter angespannten, Muskeln. Ganz langsam kehrt die Farbe in sein Gesicht zurück. Er entspannt sich. Ist jedoch noch immer ohnmächtig.

Azina hat eine Idee nachdem sie die Umgebung mit ihrer zweiten Sicht untersucht hat: Sie rammt Firuns Speer in die Mitte des schwarz verseuchten Bodens und bittet Firun, den Gott des Winters und der Jagd, die unseelige Magie zurückzudrängen, den Boden zu läutern, die Feinde zu schwächen. Nach einigen stummen Gebeten und immenser Konzentration, muss sie jedoch feststellen, dass sich keinerlei Veränderung einstellt, dass sie scheitert. Geradezu verzweifelt, ersinnt sie einen neuen Plan: sie begibt sich in den Rücken Turnak’riins und versucht ihn ihren Speer unter die Rüstung zu schieben, um dort sein Fleisch zu verletzen und ihn zu behindern, während er noch mit Jane und Mædnir kämpft. Doch auch dies misslingt.

Traviahold hat sein Gebet inzwischen beendet und marschiert, strotzend vor karmaler Kraft, einen Bogen schlagend, auf Turnak’riin zu. Er ignoriert Irk’raan und umarmt Turnak’riin von hinten, wirft sein karmales Selbst auf den Seelenfresser. Doch die Dornenzunge zieht ihm zweimal das gezackte Schwert über den Rücken, sodass er blutend und besinnungslos zu Boden sackt.

Turnak’riin beachtet das Treiben in seinen Rücken nicht und schlägt mit einer heftigen Kombination auf Janes Geist ein. Jeder schwere Treffer schlägt sich direkt in ihren Gedanken nieder bis sie schließlich schwankt und ihr Hesindes Buch aus den Händen fällt. Der Geist verschwindet. Auch Mædnir kann sich kaum mehr länger gegen die zwei Vortexwesen erwehren. Die Helden sehen, was noch nie vorher geschah. Der mächtige Hüne von Torwaler geht in die Knie und hält nunmehr nur noch sein Schild gegen die Irk’raans Hiebe erhoben. Turnak’riin wendet sich der Botin Firuns hinter ihm zu. Diese aktiviert ihre letzten Reserven. Obwohl sie weiß, dass sie hoffnungslos unterlegen ist, ist sie nicht bereit sich abschlachten zu lassen. Vielleicht, ja nur vielleicht, wacht Sieghelm doch noch rechtzeitig auf, wenn sie ihn nur lange genug beschäftigen kann. Sie spürt förmlich, wie er sein Gesicht unter dem Helm zu einem bösartigen Grinsen verzerrt, als ihm der erste schwere Treffer gelingt, der ihr sie beinahe aus den Stiefeln wirft. Schmerz durchflutet trotz der Eisrüstung ihren geschundenen Körper. Sie weiß nicht, wie sie es geschafft hat, aber es gelingt ihr tatsächlich, die nächsten gewaltigen Schläge zu parieren, von denen sie weiß, dass sie ihr Leben vorzeitig beendet hätten. Sie taumelt unter dem trügerischem Triumpf als plötzlich aus der Ferne, vom Hügel her, eine kreischende Stimme ertönt:

„HEHEHE, DIES IST NICHT DEIN LAND! WARUM LEGST DU DICH NICHT MIT JEMANDEN VON DEINER MACHT AN, HEHEHE?“ Verhöhnt die alte Vettel Kohlhütten den Seelenfresser. Turnak’riin, meint nur, dass er das erledige, teleportiert sich aus dem Kreis heraus und schreitet gemächlich auf sie zu. Die Hexe schickt ihm kreischend einen mächtigen Strahl aus den schwarzen Raben entgegen, die zu hunderten an seiner Rüstung zerschellen. Sein Vormarsch wird dadurch deutlich verlangsamt.

Zwischen den Helden erscheint aus dem Nichts ein kleiner Kristall. Der Boden färbt sich unter Azinas geschlossenen Augen weiß. Die Magie Deres. So sieht sie also aus! Fantastisch! In die Helden kehrt die Kraft zurück. Sie richten sich auf. Sogar Igan und Traviahold erholen sich. Irk’raan schaut verunsichert in die Runde der Erwählten, die ihren entschlossenen Blick nun gemeinsam auf ihn richten. Sofort stürmen Mædnir und Janes Geist auf ihn los. Iran setzt an: „E-Er lebt nur durch mich. Wenn ich …“ Weiter kommt er nicht, denn da hat ihn Azina bereits an der Schulter herumgerissen. Sie starrt ihm fest in die Augen. „Los kämpfe! Nur du kannst ihn besiegen.“ Herrscht sie ihn an. „A-Aber ich habe mich von Rondra abgewandt.“ „Dann streite für die Rose. Für Delia!“ Hilfesuchend schaut Igan zu Delia. Diese entgegnet aufmunternd: „Igan, Kampf kann auch Tanz sein. Kämpfe nun!“ Neue Entschlossenheit flutet seinen Körper. Er bittet seine Kameraden, Irk’raan ihm zu überlassen. Nur widerwillig lassen Jane und Mædnir von ihm ab. Igan stellt sich. Die Helden bilden posend einen Halbkreis um die Beiden und wünschen Igan mehr als Erfolg.

In einem harten Schlagabtausch, dem Kampf zweier ebenbürtiger Gegner, gelingt es Igan seine dunkle Hälfte in Bedrängnis zu bringen. Er könnte zum finalen Schlag ausholen, breitet jedoch deutungsscher „Ich vergebe dir!“ sagend, die Arme aus und fängt sich einen kraftvollen Hieb tief in die Schulter ein. Irk’raan leuchtet auf einmal von innen heraus hell auf. Seine schwarze Schattenrüstung bläht sich unter dem hervorquellenden Licht. Schließlich sprengt das Licht die unselige Rüstung und lässt von Irk‘raan nichts als Asche, die vom sofort vom Wind erfasst und fortgeweht wird, übrig. Igan bricht zusammen. Sofort springen alle Helden auf ihn zu und beglückwünschen ihn. Azina ist als erstes bei ihm, drückt seine schwere Wunde zusammen und flüstert ihm unhörbar für die anderen zu. „Das hast du gut gemacht. Ich verzeihe dir!“ Als die anderen ihn erreichen verlässt sie die Szenerie und wendet sich Sieghelm zu, der nun unbewacht ist.

Als sie ihn erreicht beginnt er sich zu regen. „W-Was? Wo bin ich?“ fragt er schwach. „Sieghelm, du bist frei.“ Antwortet sie ihm. Sie kniet sich nieder und bettet seinen Kopf auf ihren Schoß. Seinen Kopf dreht sie in Richtung der Szenerie um Igan:

Sein Bruder und seine Freunde knien sorgenvoll bei einem schwer verletzten Mann innerhalb eines kreisförmigen Risses in seinem geliebten Land. Geradezu – vom Hügel herunter – marschiert ein dunkler schattenhafter grausamer Ritter ihnen entgegen. Unzählige Raben stoben in alle Himmelsrichtungen davon. In der Hand hält Schlächter den Kopf einer alten Frau, der Frau aus der lokalen Legende um die Vettel Kohlhütten. Jener so mächtigen Hexe, die ihnen eine zweite Chance gegeben hat. „Jedoch wirst du gleich kämpfen müssen.“

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Azinas Erinnerungen

Kreis der Verdammnis

‚Sieghelm! Nun wach endlich auf! Musst Du Dich denn immer bitten lassen?!‘ dachte Delia sich. Neben dem verzweifeltem und offensichtlich nutzlosen Versuch ihre Gefährten mittels Rahjas Gaben zu stärken und den Feind zu schwächen, konzentrierte sich die Hexe wieder auf ihren Freund Sieghelm. Es war schon etwas her, als sie ihn das letzte Mal massierte. Dieses Mal war es jedoch weniger erotisch und entspannend. Ihre Arme und Hände schmerzten, da die verkrampften Muskeln Sieghelms sich nur schwer lockern ließen. Was auch verständlich war. Delia war sehr froh, dass ihr Freund noch am Leben war. Die Götter mussten ihn und ihre Gruppe wahrlich lieben, wenn sie alle solche Strapazen überstehen konnten.

Nicht nur der Liebe der Götter wegen, sondern hauptsächlich für ihre Freunde machte sie weiter. Selbst wenn die Vortexwesen über sie herfallen würden, würde sie nicht aufgeben. Sieghelm würde bald wieder aufstehen und sie beschützen, wie er es immer tat. Auch seine Abwesenheit konnte ihr diese Zuversicht nicht nehmen. Der Streiter Rondras würde immer da sein, um sie in der dunkelsten Stunde zu beschützen. Falls er nicht da war (wie letztens unter dem Berge), dann war die Stunde noch nicht dunkel genug!

Dann hörte sie Igans Zweikampf mit seinem dunklen Selbst. Delia bewunderte Igan. Er hatte sich wahrlich gut gemacht. Selbst wenn er nun sterben würde, hätte er den Frieden mit den Göttern gefunden. „Ich vergebe Dir!“ rief der Streiter der Rose und die Dornenzunge besiegte sich selbst. Sie ließ von Sieghelm ab, um sich den lebensbedrohlichen Verletzungen von Igan zu widmen. Während sie den Hexenspeichel, mit einem innigen Kuss verabreichte, hörte sie die Stimme Traviaholds. „SIGGI!“ rief er. Immer noch Igan küssend blickte sie hinüber zu Sieghelm. Dort stand er, noch etwas wackelig, aber er war wieder da. Seine Freunde hatten ihr Möglichstes getan. Heilzauber, Segen und Gebete lagen auf Sieghelm und Flüche auf seinem Gegner. Nun würde der Seelenfresser sein blaues Wunder erleben und endgültig besiegt werden. Da war sich die Rose Alverans sicher.