Button

336787868584722

Wir waren also weiterhin, in diesem Höhlenraum ohne Ausgang gefangen, und Wut erfüllte mich weiter, beim betrachten der Überreste, am Boden, erkannte ich eine kleine Sammlung von Notizen, der Terminus Buch, oder etwas dergleichen, erscheint mir dafür nicht angemessen zu sein, zumal der Autor, ein Bergmann durchaus auch auf seine Rechtschreibung hätte achten können. Wie sich noch herausstellte, waren die paranoiden „Figuren im Schatten und aus den Augenwinkeln“, so etwas, wie „Echos“ der Verstorbenen, worauf auch unsere Symptome zurückzuführen waren, ein Segen von Bruder von Spichbrecher, wirkte besagten Symptomen entgegen, wodurch sich auch meine Wut milderte.

Wir erreichten das Lager gerade zur rechten Zeit, ein wilder Kampf tobte zwischen der Weibelin und dem Schwertgesellen auf der einen Seite, gegen einige der daemoniden Rattenwesen auf der anderen Seite, wären die anderen, mehr oder minder sich in den Kampf begaben, blieben Bruder von Spichbrecher und ich selbst, ersteinmal im Hintergrund, lag doch zumindest mir, und dem Bruder wahrscheinlich ebenfalls, nicht das kämpfen, vorher gab ich jedoch noch meinen Zauberstab an Delia, da es mir als ratsam erschien, wenigstens eine magische Waffe im Kampfe zu wissen, wobei natürlich argumentiert werden könnte, das die Daemoniden, ebenfalls als arkane Waffe gelten könnten, theoretisch zumindest. Der Kampf wendete sich dann auch zu unseren Gunsten, nachdem wir eintrafen, und zu guter Letzt taten auch der Bruder und ich selbst unseren Beitrag zum Kampfe bei, der Bruder stürzte sich mit seinem Kurzschwert in den Nahkampf und ich schlug eine der Ratten die mir entgegensprang zweimal mit dem Stab von Delia, eine Erfahrung auf die ich in Zukunft verzichten könne.

Danach war ich Wasser holen, vorher führte ich noch eine nicht arkane Untersuchung durch, bei der ich mich ganz auf meingroßes theoretisches Hintergrundwissen verließ, die Stunden hin und zurück zum Ausgang waren recht ereignislos, was mir die Möglichkeit gab etwas Nachzudenken, bei einem Blick auf den Sternenhimmel konnte ich erkennen, das wir uns wohl schon 7 Stunden in dem Höhlensystem aufhielten, 9 würden es bei meiner Rückkehr sein, ich führte draußen noch ein paar Experimente mit dem Blut des Rattenwesen durch, dabei bestätigte sich, das es radikal auf dem Element Eis und Wasser zugehörigen Manifestationen reagierte, der Esel frierte, ich begab mich mit einer akzetablen Mene Flüssigkeit zurück.

Anscheinend gab es ein Problem mit der Speise, wir ruhten eine weile, und begaben uns danach noch weiter in das Höhlensystem, diesesmal mit der kompletten Gruppe, ich wirkte noch schnell einen Xenographus Cantus auf die Karte um die Zeichen zu entziffern und wir wählten als nächstes den Bereich, welcher als Tür/Statue bezeichnet wurde. Dort fanden wir eine Statue, des Brückenbauers, Notelian Alrikorion Steinfest, dieses mal mit einem steinernen Instrument, damit ergab sich die Lösung der Zahlen auf der anderen Statue von selbst, nur an welcher Seite begann man die Seiten zu zählen und gab es irgendetwas wie einen gewisses temporales intervall zwischen der Eingabe der akustischen Information zu beachten, da Delia musizieren konnte, wurde ihr das Instrument gegeben, oder nahm sie es sich, ich suchte in der Zwischenzeit in meinen Unterlagen nach den Zahlen, jene musste ich wohl in Hochstieg liegen gelassen haben, nun was solls dachte ich mir, war ja nur eine kurze und recht einfache Ziffernfolge, also sagte ich jene auf und Delia zupfte die Seiten 336787868584722, wodurch sich die ür öffnete und uns ein Blick auf einen Erzdschinn in einem Studierzimmer freigegeben wurde. In dem Studierzimmer war dann auch Colegus Notelian Alrikorion Steinfest, mit gebürtigem Namen Nottel Alrik Flachkiesel, der sich auch dahingehend äußerte das das kennen des Liedes als Charakterprüfung diente, wer denkt sich so einen Blödsinn aus, ich meine ich kann mich dunkel erinnern das Zafir ein Lieb wo es um einen Zauberstab und einen Knauf ging an der Akademie komponierte, oder aufgeschnappt hat, keine Ahnung, hat mich ehrlich gesagt auch nicht so wirklich interessiert und aus Delias Erinnerungen kann ich mich difus an irgendwelche Tierlieder erinnern, irgendwas mit Igeln, denke ich war auch dabei, aber darüber hinaus, ich denke eine Prüfung des Geistes, wäre zielführender gewesen, vielleicht ein mathematisches Rätsel, was weiß ich, aber doch kein Lied, was kommt als nächstes, ich meine wir sind Gildenmagier und keine Elfen, nichts gegen Elfen versteht, sich ich bin ein großer Bewunderer der Schriften der Colega Finkenfarn und Nachtschatten, aber wirklich, ein Lied…

Nunja es endete recht interessant, wir erfuhren das es wohl noch echte Dämonen in dem Bergwerk gab, darunter Arkhobai und Azzitai, beides mehrgehörnte Dämonen aus der Domäne Widharcals, das sich das Blutmarmor wohl in Höleneisen gewandelt hatte, aber wenigstens hatte Colegus Steinfest, noch ausreichende Proben des Blutmarmors für unsere Zwecke, er überließ uns auch die Erzeugnisse seines Steckenpferdes, welches praktikabler weise, die Alchimie war, weiterhin berichtete er uns von seinen Notfallvorkehrungen, welche in ausreichend Wasser bestand um das Höhlensystem zu fluten, etwas worauf wir bestimmt noch zurückkehren würden. Es kamm noch zu einer Untersuchung von Delias Schulter, er kamm, wie zu erwarten war, zu ähnlichen Ergebnissen wie ich selbst, wir beschlossen dahingehend in Kontakt zu bleiben, weiterhin würde er mich zu weiteren Studien in Drakonia empfehlen, also das ich dort weitere Studien durchführe, nicht das an mir studiert wird, dafür haben wir ja noch Delia…

Da fällt mir ein, ich sollte mal einen gewissen Tempel der Hesinde in Aranien aufsuchen, ich kann mich erinnern das es da gewisse Fortschritte bezüglich des Studiums der Necker gab.

Danach begaben wir uns zu dem, als Abbaugebiet, bezeichneten Ort auf der Karte, wo wir mehrerer Dutzend Sklaven und Rattendaemoniden ansichtig wurden, ich bin noch unsicher bezüglich der uns zur Verfügung stehenden Mittel, ich meine theoretisch sollte sich mit den Kraftlinien etwas interessantes anstellen lassen, oder man könnte versuchen mittels Umkehrung des Custodosigil Cantus Wasserladungen zu platzieren, von den elementaren Möglichkeiten ganz zu schweigen, eventuell wäre es auch Möglich die höheren Dämonen zu beherrschen und auf die Rattenwesen zu hetzen, so viele Möglichkeiten, de Verwandlung in die Daemoniden, könnte, theoretisch auch aufgehoben werden, oder zumindest behindert werden, vielleicht sollte ich sie auch noch weiter untersuchen um mehr über ihren Sinnesapparat herauszufinden, das könnte ebenfalls von Vorteil sein, vielleicht nehmen sie, wie Dämonen ihre Umwelt in arkanen Geflechten bei, diese ließen sich stören, und manipulieren.

Unglaublich

— als Grombasch —

Als Delia abgehoben ist, lässt sich Grombasch zu Boden plumpsen. Er holt sein Bierfass hervor und prüft dessen Inhalt. Enttäuscht zieht er eine Grimasse.

Verwirrend, diese Ereignisse. Da kommt man ja kaum hinterher! *grml*

Nach dem Gebet des Bruders lacht plötzlich ein Kind und der Tunnel ist wieder frei. Dann haut man einem Rattenvieh mit voller Wucht einen Hammer in den Nacken und es dreht sich um und sticht mit einem Messerchen zu!? Die Suppe! Die SUPPE! auf die ich so lange warten musste, konnte ich nicht Essen, weil sie vergiftet wurde! Dazu haust hier unten ein arroganter Magier, der von den Elementen selbst bewacht wird.? Und schlussendlich fliegt eine UNSICHTBARE Frau auf einer zusammengerollten, mit BLUTIGEM VERBANDSMATERIAL umwickelten, BASTMATTE über eine TEUFELSERZMINE, wo zahlreiche Sklaven von RATTEN AUSGEPEITSCHT werden. *kopfschüttel* Und ich dachte, ich hätte schon viel gesehen. Aber SO etwas in der tat noch nicht. Man! Ich bin ja selbst schuld, ich wollte ja unbedingt mit … Andererseits hätte ich das im Leben nicht verpassen wollen!!

Bisher ließ sich das ganze ja recht gut aushalten. War ja genug Bier da. Aber nun ist mein Fass gleich leer. Das heißt von jetzt an wird‘s ungemütlich. Dieses ganze Gequatsche ging mir schon die ganze Zeit auf die Nerven. Bei Angroschs Bart, da beißen einem die Läuse! Bei diesen speziellen menschlichen Exemplaren scheint das wohl völlig normal zu sein. Reden bis einem die Haare ausfallen. Dabei liegt auch hier wieder die Lösung klar auf der Hand! Wir gehen über die Brücke, kloppen die Viecher da runter, befreien die Sklaven aus ihren Unterkünften, formieren uns und gehen geordnet gegen das Gezücht vor! Aber naaaain, wir quasseln mal wieder wirres Zeug.

Er macht mit den Händen eine Geste der Beruhigung. Was mit dem Fass in der Hand so aussieht, als würde er das Bier schütteln wollen.

Gut, Recht haben sie, wenn wir zunächst einen Kundschafter losschicken, um die gegenüberliegende Seite zu erkunden. Wir wollen ja nicht blind dem Dämon in die Arme laufen. Warten wir also ab. Vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit und ich muss den Lockvogel spielen oder ein Ablenkungsmanöver starten. Jaaaa, das gibt ein Fest! Auf dich Väterchen!

Damit stürzt sich Grombasch den letzten Rest seines Bieres in den Rachen und wischt sich mit vor Vorfreude funkelnden Augen den Mund mit den Handrücken ab. Danach lehnt er sich zurück gegen die Felswand und legt die Füße auf das Fass, während er den Höhlengang ins Auge fasst.

______________________________

Grombaschs Gedanken

Licht im Dunkeln

Verloren! Verloren und im Dunkeln füllte sich Jane. Umgeben von dem schlimmsten was sie kannte. Der Dunkelheit der Ungewissheit dem grauen das da liegen mochte. Umgeben von ihrer eigenen Fantasie und dem Albträumen der Vergangenheit. Verstärkt durch das was auch immer in diese Höhlen lauerte. Der Strahl der Magischen Laterne Huschte wie ein Irrlicht über die Wände.

 Wo war der Ausgang?? Wo War der weg den sie gekommen waren?? Wo war der Pfad zur Helligkeit?? Doch eine kleine Mahnende Stimme in ihrem inneren Schrie quasi gegen den Sturm der Emotionen. „Berühig dich! Dies ist nicht echt! Du bist nur gefangenen in dem Albtraum eines Anderen! Berühg dich! Erinnere dich an den Blauen Himmel, an den Sommerwind, an den Wind des Winters! Berühig dich denke an deine Freunde!“ Freunde! Dehlia war so nah doch .. verloren in der Dunkelheit verloren wie Sieghelm! Wie Kalkerib wie alle andern auch. „Beruhig dich! Sie ist nicht verloren Das ist nicht Echt!“

 Das Irrlicht zuckte immer noch über die Wände während Dehlia immer wieder versuchte auf sie einzuwirken. Wo? WO? War der Ausgang? Wo war der Weg raus aus dieser Dunkelheit? Wo war er? Hesinde Hilf…

Emotionale Auswirkungen

Gefangen in dem Höhlensystem in dem roten Riesen begannen sich Gefühlswallungen ihren Weg frei zubrechen, an welchen der junge Magus lange Jahre seiner Ausbildung gearbeitet hatte, jene in produktivere rationalere Überlegungen zu transformieren, vielleicht waren es die Erinnerungen anderer, welcher sich hier einen Weg freibrachen oder gab es doch ein Phänomen, welches der Controllaria zuzuordnen sei, das hier mit den Emotionen der anwesenden ihr unwesen trieb. Unter anderen Umständen, mit kühlen Kopf unter rationalem Gesichtspunkt betrachtet, musste die Antwort wohl ja lauten, wäre es doch schwer das verhalten der anderen sonst zu erklären, aber es gab keine arkanen Spuren, oder zumindest keine, die aufzufinden waren, was meistens einerlei war, doch viel es schwer zu denken, so wie er es gewohnt war. Wie als würde ein dichter Nebel aufziehen, der verhindert seinen gewohnten, weitschweifenden Blick über die Landschaft werfen zu können.

Aber der reihe nach, vielleicht hilft es mir ja, dachte sich Nehazet, wenn ich mich auf die Ereignisse der letzten Tage zurückbesinne, beim Rückblick fältt mir bestimmt was auf.

Im Peraine Tempel, untersuchte ich die verschiedenen Proben, darunter waren San…., Blut, mit hoher Konz, großer Menge an Fe, Eisen, Tox, Giftig, Empfindlich gegenüber Kälte, irgendwie seltsam. Dämonisch, keine Chimäre, Restspuren von Wolfseisen im Haar des Kopfes.

„Schwarze Flüssigkeit“, hohe Vis, Zähflüssigkeit, keine reaktion zu beobachten, Nicht hergehörend.

Zaubertrank, vollendet und verwässert.

Vorbereitungen für Ausgleichsoperationen beendet, äußerstes Mittel, sollte vermieden werden.

Vorwürfe durch den 7er Rat, der geistigen Beeinflussung. Stimmte den Möglichkeiten zu, widersprach, bei der Notwendigkeit die Wahrheit sprechen zu müssen. Hellsichtsmagier aus Rommylis benachrichtigt, oder sollen benachrichtigt werden.

Am Tag darauf, Tag der Neuerung, Wunder, oder so, sowie Schriften aus einem Kloster, welche Situation erklären könnten. Machten uns auf den Weg zum roten Riesen, katastrophe, nach missgeschick…

Nach einigen Stunden, des stapfens durch die kälte, gelangten wir an eine Höhle, in deren Inneren, erst nach abstieg zu erreichen, wo überreste des Dämons zufinden waren, mitsamt Ausrüstung. Eine Karte gehörte dazu. Im Höhlensystem, welches sich unseren Augen eröffnete, waren Knochenhaufen und altes Berbarbeiter Material zufinden, Stein ohne wertvolleres Gestein, allerdings ohne Gewalt, im körperlichen Sinne, nun gefangen in einer Höhle.

Und das Geschrei des kleinen Mannes, macht mich Wütend! So voller Wut war ich noch nie, denke ich, aber das erinnern fällt schwer, Wut wächst, werden es nicht mögen…

 

Trollmist

oder besser Ogermist! Genau das gab es im Wald ohne Wiederkehr. Langsam beschlich Karan das Gefühl, dass an diesem Namen etwas dran sein könnte. Bei allem was in diesem Wald so lebte war es kein Wunder wenn viele nicht wiederkamen. Außerdem hatte er selten soviel Pech in einem Wald wie in diesem. Essen war schwer zu finden und fast jedes Tier wollte sie hier töten. Dereinst hatte Karan mal überlegt, ob er nach Maraskan gehen sollte, denn dies sollten die herausfordernsten Wälder von Aventurien sein. Doch angesichts diesen Waldes verschob der Halbfirnelf dieses Reiseziel auf … ganz weit weg.

Nun war auch noch sein Bogen zerbrochen. Die Gunst der Götter und sein geübter Blick ließen ihn schnell neues Holz für einen neuen Bogen finden, an dem er nun baute. Doch bis zur seiner Fertigstellung und Namensgebung würde es noch ein paar Tage dauern. Bis dahin war ihn das Glück jedoch auch hold gewesen. Einen Kurzbogen hatte er von Orks erbeuten können. Genauer gesagt vom Mittagstisch des Ogers und aus deren Eingeweiden. Hm… immerhin war es ein Bogen. Auch wenn sich dieser Bogen nicht so gut anfühlte wie sein Bogen. Dieser war irgendwie befleckt, schmutzig und er stank nach Ork. Jedesmal wenn Karan die Sehne einlegte oder den Bogen spannte weigerte sich etwas ihn ihm diesen Bogen zu nutzen. Er würde weiter an seinem Bogen arbeiten und dieses armselige Wesen im Wald zurücklassen. Für einen Besitzer der ihn gebrauchen konnte.

Gefangen in der eigenen Angst

Einsam und verlassen fühlte sich Delia als sie mit ihren Freunden in der Höhle stand. Mittlerweile wussten sie alle, dass die Empfindungen nicht ihre eigenen waren. Vermutlich war dies alles eine Falle der Gegenspieler. Doch, und das wusste sie als Hexe ganz genau, es war ein himmelweiter Unterschied, ob etwas empfunden oder gewusst wurde. Das Wissen lässt sich leicht verändern, die Empfindungen nicht. Delia versuchte sich abzulenken in dem sie in mitten des ganzen Chaos sich an Jane hielt. Sie versuchte Janes Angst etwas zu beruhigen und zeitgleich ihre Einsamkeit damit zu mildern. Doch diese gegnerische Macht war sehr stark und nicht mit ein paar einfachen Worten zu besänftigen. Dennoch wollte sie es versuchen.

Ab und zu schaute sich Delia in dem Raum nach den anderen Streitern um. Der Zwerg versuchte hektisch eine militärische Ordnung zu schaffen und somit alles in seine kleine und kontrollierbare Welt zu bringen. Doch das würde er so einfach nicht schaffen. Sieghelm hätte es gekonnt, doch nicht dieser, der Gruppe unbekannte, Soldat. Doch wie kamen sie hier raus? Wie konnten sie Sieghelm und Kalkarib helfen? Sicherlich nicht in dem sie alle ihren eigenen Kessel rührten. Sie konnten nur gemeinsam diese Quest schaffen. War es nicht von Anfang an ihr Fehler gewesen, dass die Gefährten oft nicht eins waren? Verstärkt durch das eingegebene Gefühl der Einsamkeit suchte sie nach Halt in der Gruppe. Sie musste es schaffen irgendwie wieder alle zu einen.

Von den Göttern verlassen!?

-als Traviahold-

 

„Beim Heiligen Kessel der Herrin Mutter! Was geschieht hier an diesem dämonischen Ort? Aus dem anfänglichen Unwohlsein an diesem gespenstigen Ort wurde Panik. Eine Panik, die jeden beschlichen zu haben scheint. Nicht einmal der Zwerg oder der Nordmann scheint davon verschont zu bleiben. Und ich? Mutter! Ich habe einen unstillbaren Durst und Hunger! Bei Travia, das darf nicht sein! Dank der Hexe habe ich diesen Missstand wenigstens bemerkt. Bei den Zwölfen, was kann ich nur tun? Gefangen in einer Höhle ohne Ausgang, ohne Überlebenschance. Wäre doch nur Sieghelm hier, er wüsste sicher, was zu tun wäre. Ihr Götter! Helft uns zu sehen, dass wir nicht verloren sind! Hier sind eure Streiter versammelt, um für euch zu kämpfen! Verlasst uns nun nicht! Auferlegt uns jedwede Bürde und wir werden sie tragen, wenn ihr uns bei dieser Queste helft! Es geht doch nicht nur um unser kleines Leben! Mutter, du selber hast uns zu verstehen gegeben, dass es um mehr geht! Um die Welt, wie wir sie kennen, wie ihr sie geschaffen habt und noch immer gestaltet. Es geht auch um eure Existenz ihr Götter! So helft uns doch!“

Völlig in diese Gedanken vertieft streifte Traviahold durch die Dunkelheit der verschlossenen Höhle. Er bermerkte, dass er sich weit von der Gruppe entfernt hatte und machte sich auf den Weg zurück. Dabei entschloss er sich notfalls hier an diesem unwürdigen Ort eine Messe zu halten, wie sie die Dämonen unter der Erde noch nicht gesehen haben! Drei Auserwählte der Alveranen sind hier versammelt, auf der Suche nach zwei weiteren. Alle hier Anwesenden sind heute Zeugen eines großen göttlichen Wunders geworden und es ist der Tag der Erneuerung! Welche Mächte wollen die Dämonen schicken um diesen vereinten Glauben an Götter und Halbgötter zu brechen! Grimmigen Blickes und festen Schrittes ging er auf die anderen zu, um seinen Plan zu verwirklichen.

Das „Joint-Venture-Project“

Idee

Das „Joint-Venture-Project“ soll uns Spielern die Möglichkeit geben in beliebiger Konstellation zusammen zu finden um gemeinsam, oder mit neuen und interessierten Spielern, gelungene und erfüllte Rollenspielabende zu haben.  Es soll sowohl erfahrenen Spielern eine Abwechslung bieten, als auch neuen Spielern die Möglichkeit geben leicht einzusteigen ohne viel Vorwissen haben zu müssen.

Konzeption

Mitgestaltungsmöglichkeit & Spieltermine

Es wird keinen festen Meister geben, jeder Spieler soll die Möglichkeit haben an der Entwicklung mitzuarbeiten. Jeder Spieler wird zwar feste Charaktere haben, doch es müssen nicht immer jeder davon anwesend sein. Die Spieltermine sind darauf aufgelegt „One-Shots“ zu sein, d.h. das ein Abenteuer an einem (oder maximal zwei) Spieltermin(en) abgehandelt werden können um damit die Rotationsmöglichkeit und das Einbinden neuen Spieler gewährleisten zu können. Es wird auch keine festen Spieltermine geben, sondern eher gelegentliche Spieltermine alle paar Monate.

Inneraventurischer Spielort

Gespielt wird Hauptsächlich in und nahe dem kleinen Weiler Weidenau, welches auf dem Gut Beonfîrn in der Baronie Brachfelde, in der Grafschaft Bärwalde im Herzogtum Weiden liegt. Anfangs soll der Weiler noch recht klein sein. Der Ort ist so gewählt, dass alle möglichen Geländetypen in der Nähe sind: Wald, Gebirge, See, Steppe, Moor, Fluss, Stadt und Handelsstraße – um jeden Abenteuertypus zu ermöglichen. Weiden ist außerdem klassisch Mittelalterlich, weshalb das Einfühlen in diese Region auch Neulingen vereinfacht wird.

Charaktertypen & Abenteuerart

Jeder Heldencharakter beginnt mit 100 anstatt mit 110 GP. Es wird keine klassischen Helden geben, sondern eher „normale“ Dorfbewohner, und zwar Jugendliche des Dorfes. Das heißt unter anderem der „Schmiedelehrling“, der „Bäckergeselle“, die Tochter der Schankmaid oder die junge Tempeldienerin. Damit einhergehend darf kein Charakter einen Wert höher als 6 haben. Sämtliche Charaktere sind noch Junghelden die eher einfachen Tätigkeiten nachgehen und eher zufällig oder aus Neugier in Abenteuer stolpern. Dem zur Folge werden auch die Abenteuer eher einfach, jedoch nicht anspruchslos zu sein. Ein Abenteuer könnte es z.B. sein eine verlaufene Person im Wald zu suchen. Oder das verloren gegangene Tagebuch des Geweihten wiederzufinden, welches er bei seinem Spaziergang durch die Wälder liegen gelassen hat – und wie es bei Abenteuern so ist, kommen dabei unterwegs immer Widrigkeiten auf.

Es wird also für die Helden etwas besonderes sein ein echtes Schwert zu finden, der Büttel des Dorfes ist eine Respektsperson und es wäre eine große Ehre mal dem Baron zu begegnen. Dinge, die für unsere normalen Helden selbstverständlich sind, müssen von den Helden dieser Gruppe erst erarbeitet werden. Gegner werden Primär auch nicht mit Muskelkraft besiegt, sondern eher mit List und Tücke.

Charakterentwicklung und Charakterhintergrund

Es wird nach jedem Abenteuer kleine bis größere Zeitsprünge geben, um die Charaktere altern zu lassen und damit eine Entwicklung in der Dorfgemeinschaft stattfinden kann. Die Helden werden die Möglichkeit haben an der Entwicklung des Dorf teilhaben zu können.

Jeder Spieler denkt sich zwar einen Charakter aus, doch den Hintergrund und die Geschichte des Charakters übernimmt jemand anderes, um somit Überraschungen gestalten zu können oder es interessant werden kann für jeden mehr über die Vergangenheit seines eigenen Charakters herauszufinden. Hierbei sollte natürlich darauf geachtet werden das nicht jeder Held einen übermäßig pompösen Hintergrund haben muss, es kann auch einfach ein anderer Vater sein als der gedachte, eine mögliche andere Blutlinie oder eine entfernte Verwandtschaft zu einer Hexe etc.

Mitgestaltungshilfe

Jeder Spieler der Interesse hat, kann an dem Konzept mitarbeiten und gewisse Teilbereiche ausarbeiten. Selbstverständlich sollte der Weiler Weidenau auch nicht zu sehr ausgearbeitet werden um noch Raum für kreative Ideen zu lassen.

Der Weiler Weidenau

Das nächste größere Dorf Beonfîrn hat ca 300 – 400 Einwohner. Der Weiler Weidanau sollte daher anfangs nicht mehr als 100 Bewohner haben. Daran ausgerichtete sollte es also folgende Beschreibungspflichtige Bereiche geben (Gerne können auch noch eure Ideen aufgenommen werden):

Vorausarbeitung:

  • Karte des Weilers Weidenau (Jörn)
  • Handelswaren (z.B. Gerste, Äpfel, Holzwaren, etc.) und Gewerke (z.B. Schreinerei, Bäckerei, Köhlerei, etc.) des Weilers

Details:

  • Baron von Brachfelde (Jörn)
  • Belehnter Ritter (Gutsherr) von Weidenau/Beinfîrn (Jörn)
  • Büttel von Brachfelde (Für Zölle und Sicherheit des Dorfes, und neben dem Ritter der einzige der Waffen tragen darf)
  • Taverne (Weniger ein Gasthaus, denn Weidenau ist kein Durchgangsort)
  • Alter niedergelassener Kriegsveteran
  • Schmiede (Bestehend aus Schmied und deren Gesellen und Lehrlingen)
  • Geweihte/r (Eine passende Gottheit, evtl. Peraine oder Ingerimm. Evtl. sogar mit Tempel o. Schrein)
  • Krämer (Zuständig für den Verkauf von Alltagswaren im Weiler)
  • Ein magischer Charakter (Entweder offen oder verdeckt und entweder im oder außerhalb des Dorf lebend)
  • Ein Kräuterkundiger (Muss keine Hexe sein)

Die Schlacht an der Trollpforte – Ein dunkler Schatten auf der Vergangenheit

— Grombasch —

Als er so in der Mitte einer Höhle im Roten Riesen steht, seine Arme kampfbereit erhoben, bereit jedwede Bedrohung zu zerschmettern – während die Dunkelheit immer stärkere Kreise um ihn zieht, sich verdichtet und nichts als schwarze Leere zurücklässt, die selbst er mit seinen Augen nicht durchdringen kann – schweifen seine Gedanken zurück an jenem schicksalshaften Tag vor nunmehr fünf Götterläufen im Jahre 1021 n. BF.

Das schwarze Blut tropft von seinem angroschgeweihten Hammer. Eine schöne Waffe, wie er immer wieder feststellen muss. Sie funkelt in der Sonne, selbst wenn das schwarze Öl daran herunterrinnt, unfähig an dem Glanz zu haften. Echte Zwergenarbeit aus alter Zeit, handgeschmiedet in den geheimen Hochöfen des Amboss – seiner Heimat. Weit scheint sie entfernt und doch verteidigt er sie. Hier auf den verheerten Feldern eines gebeutelten Darpatiens. Seine Einheit rückt den Horden aus den schwarzen Landen an seiner Südflanke nahe der Trollpforte zu Leibe, wo sich einzelne Verbände der widerwärtigsten Kreaturen aus dem Marsch lösen, um die umliegenden Gehöfte zu plündern. Wieder und wieder fährt der Hammer seines Heerführers auf die Kreaturen nieder. Zersplitterte Schädel, zerrissene Rüstungen, nichts kann seiner unendlichen Wut wiederstehen.

Gerade eben noch nahm er den kostbaren Hammer aus den erschlafften Händen seines Anführers. Jener reichte ihn, am Boden liegend und mit glasigen Augen, an den nächstbesten Angroschim weiter, ehe sein Lebenslicht erlischt, in der Hoffnung, dass dieser sein Werk fortführen möge. Grombasch war der erste. Grombasch war zur Stelle als er fiel. – Väterchen möge ihn in seinen hohen Hallen willkommen heißen. Er starb für sein Werk. So wie es sein soll. – Der Sohn Dramoschs erhob sich grimmig. Den Hammer hoch erhoben schrie er seine Wut in die flache Ebene hinaus, ehe er mit brutaler Gewalt inmitten der feindlichen Horde wie von Sinnen um sich schlug.

Er wütete noch als ihre Feinde bereits geschlagen waren. Seine Kameraden wichen vor ihm zurück. Kaum kam er ein wenig zur Ruhe, erblickten seine getrüben Augen in der Ferne eine weitere kleine Gruppe Gegner. Kurzerhand spurtete er los, um sie zu stellen. Die Rufe seiner Gefährten drangen nicht in sein Gehirn vor. Er merkte auch nicht, wie sie fluchend hinter ihm her spurteten. Er rasselte in die Gruppe feindlicher Söldner hinein und erschlug sie alle. Seine Mitstreiter jedoch wurden abgefangen und umzingelt. Sie konnten sich nur mühevoll gegen eine Übermacht verteidigen.

Als seine überraschten Feinde tot am Boden lagen und er sich schwer atmend umschaut, sieht er das Grauenhafte: Seine Brüder. Umzingelt vom Feind. Weit von ihrer Stellung entfernt. Seine Augen weiteten sich vor Angst. Seine Brüder. Er kannte jeden von ihnen. Hatte mit jeden einzelnen auf ihren gemeinsamen Vater gesoffen.

Hastig blickte er sich um. Weiter vorne entdeckte er eine Gruppe darpatischer Kämpfer. Er rannte auf sie zu und schrie sich die Seele aus dem Leib. Seinen Fingerzeig in Richtung seiner Gefährten folgend, setzte sich die Gruppe in Bewegung. Grombasch machte kehrt und stürmte brüllend auf das Gefecht zu. Mit der Urgewalt eines Schmiedehammers prallte der Ambosszwerg in die Reihen der Gegner. Noch nie hat er so heftig und verbissen gekämpft. Er machte sich nicht die Mühe seine Gegner endgültig zu erschlagen. Er wollte nur eine Breche reißen, um zu seinen Brüdern zu gelangen. Hinter ihm rückten die menschlichen Verbündeten heran. Gemeinsam schlugen sie die Front nieder.

Als der Staub sich legte fiel Grombasch auf alle viere. Der Hammer lag neben ihm im Dreck. „Es tut mir so leid.“ stammelte er. „So leid.“ Und zum ersten und vorerst letzten Mal gab er sich seinen Tränen hin, als ihm gewahr wurde, dass nicht jeder seiner Brüder überlebt hatte. Der Hammer wurde von einem kräftigen Arm aufgehoben. Eine Hand legte sich kurz auf seine Schulter. Als die Berührung endete, blickte er auf und sah, dass sein Trupp wieder an seiner ursprünglichen Position Stellung bezog. Grombasch blieb zurück und schaute seinen Leuten nach.

Die Kämpfe um sie herum waren zum Erliegen gekommen. Ein junger Knappe trat zu ihm heran. Er hatte die Situation sofort erfasst. Und als Grombasch sich erhob, jedoch keine Anstalten machte, seinen Kameraden zu folgen, schlug er ihm vor, er solle, wenn er es denn wünsche auf das Lehen seiner Familie kommen. Es gäbe dort einen Platz für ihn.

Als die Kämpfe endlich ein Ende fanden, wandte er sich gen Rahja. Auf Hochstieg bekam er eine einfache Anstellung beim Militär der Burg und fristete sein weiteres Dasein im Exil. Der Junker hatte unterdessen seine eigenen Sorgen und kümmerte sich wenig um den gefallenen Angroschim. Dennoch war er ihm dankbar, dass er half seine Brüder zu retten und ihm eine zweite Chance, ein zweites Leben gab. Und vielleicht, vielleicht heilt die Zeit tatsächlich alle Wunden und er wird eines Tages endlich wieder in den Amboss zurückkehren, vielleicht.

Der gequälte Fels

— als Grombasch —

Sachte legt er seine Hand auf das furchige Gestein. Es schweigt. Seine Qualen müssen es Verstummen lassen haben. Sie haben das rote Gestein scheinbar ‚abgesaugt‘.

Der arme Berg. Kein Stein sollte so leiden müssen. Bei Angroschs Werk, wir werden den Berg heilen!

Sorgenvoll dreht er sich zu seinen neuen Kameraden um. Seine Braunen bilden eine einzelne kupferrote Linie.

Ich habe ja schon die ganze Zeit gesehen, dass dies ein völlig unkoordinierter undisziplinierter Haufen ist. Wie konnte Thornia mich mit diesem Gesindel nur allein lassen? Sie weiß doch, dass ich das nicht kann. Sonst wär ich hier ja wohl der Weibel! Hat sie denn vergessen, was damals geschah?

Wir waren von vornherein verloren ohne Thornia. Nur die Aussicht auf ein paar zünftige Prügelleien, um endlich mal Dampf abzulassen, lies mich weiter machen. Und vielleicht erwischt es im Kampfgetümmel auch diese freche Zauberin. – Hey, ich habe sie gewarnt oder?

Warum wirkt die Dunkelheit in dieser Mine nur so bedrohlich? Seit wann habe ich denn Angst im Dunkeln? HarHar. Angrosch hat diese Welt aus Stein errichtet. Wir sind seine Söhne. Wir behüten sein Werk. Wir fürchten nichts! Ein Fels fürchtet nichts. Auch nicht diese verfluchte ~bedrohliche~ Dunkelheit. Hörst du? Verschwinde!

Die Haufen abgenagter menschlicher Knochen und des Thorwalers Paranoia – von den gestammelten Angstgeschwafel der Helden ganz zu schweigen – schockieren ihn nicht annähernd so sehr, wie das Verschwinden des einzigen Ausganges. Zunächst vorsichtig klopft er die Wand ab. Dann haut er mit seinem Hammer kräftig dagegen. Klonk. Eine Wand aus Stein. Sie saßen wie Ratten in der Falle. Und die Dunkelheit verdichtet sich Zusehens.

„INS GLIED, LOS ALLE MANN IN DIE MITTE. ANGRIFFSLINIE BILDEN!!!“

Fassungslos starrt er auf seine ‚Mitstreiter‘, die sich gegenseitig und seelenruhig ihre Zipperlein bemuttern und – ihn ignorierend – kreuz und quer durch die Höhle umherwuseln.

Wo bin ich denn hier nur reingeraten? Narren, alle samt! So! Ich stell mich jetzt hier hin! Sollen die Ratten doch kommen. Dunkelheit hin oder her. Ich warte. Kommt nur, kommt nur. Klick. Klick.

Der griesgrämige, sonst so unerschütterliche, Angroschim stellt sich breitbeinig mit erhobenem Rabenschnabel in der Rechten und der brennendenden Fackel in der Linken, in die Mitte der Höhle; bereit jederzeit zuzuschlagen oder loszulaufen und harrt ihres gemeinsamen Schicksals. Er hat jedoch mehr Angst, als er zuzugeben bereit ist. Angst,  um ihrer aller Leben.

______________________________

Grombaschs Gedanken

Neueste Kommentare

Archiv