Gassi in Wehrheim – Teil I

Sieghelm Gilborn
von Spichbrecher
Ordensgroßmeister

Es war der frühe Morgen des 13. Peraine 1027 nach Bosparans Fall, als Sieghelm zusammen mit seinem Leutnant seine Stube auf Burg Karmaleth verließ. Es wehte ein seicht frischer Wind durch die Gassen der Stadt. Es war einer dieser Peraine-Tage, die eine Aussicht darauf gaben, dass der Frühling angekommen war und es bald wärmer werden würde.…

Weiterlesen

Protektorat

Es klebte noch Blut an seinen Händen, als sich Sieghelm von den Zinnen abwandte. Den abgeschlagenen Arm von Ser Geromar hielt er noch immer am Handgelenk fest, so dass das Körperteil des Paktierers schlaff herunter hing. Die Trennung vom Torso war noch nicht lange her, weshalb noch immer tiefrotes Blut aus der von Bothor grob abgetrennten Stelle am Oberarm auf die Steine sickerte.…

Weiterlesen

Verwandtschaft

„Sollten wir nicht Herrn Nehazet hinzuziehen?“ In Perainius Stimme schwang mehr Kritik mit, als es ihm lieb war. Er verlagerte nervös sein Gewicht ständig von einem auf das andere Bein. Der Ordensgroßmeister belegte seinen Knappen nur mit einem Blick, der so viel sagte wie: ‚Ich kann das auch alleine machen‘. „Er wäre bestimmt daran interessiert, dass ihr …“ „Ruhe jetzt!“

Weiterlesen

Die Auswahl eines neuen Gefährten

„Ich habe dich nicht nur mitgenommen, weil du ein Grünbacher bist“, sprach Sieghelm und klopfte seinem Knappen auf die Schulter, während er das Gatter zum Langstall passierte. Worauf der Ordensgroßmeister anspielte war das Gestüt, welches die Familie des Knappen seit vierzig Götterläufen führten. Perainius bekam kurz große Augen, konnte sich ein Prusten jedoch verkneifen. Wenn er sich selbst hätte einschätzen müssen, würde er sagen, dass er von Pferden kaum bis gar keine Ahnung hatte.…

Weiterlesen

Eine denkwürdige Begegnung

Der Bergkönig hatte gerade das Zelt verlassen und einen verstörten Gewinner des Turniers für Schwere Waffen zurückgelassen, als Schützer Rarik, der kauzige Krieger aus dem Hause Prutz, von seinem Posten vor dem Zelt hinein kam. Sieghelm hatte die Botschaft, dass das Bankett in die Thermen verlegt wurde, noch nicht ganz verdaut, da wurde er von seinem ergebenen Soldaten angesprochen: „Mein Herr, dort ist jemand vor dem Zelt, der euch sprechen möchte.“

Weiterlesen

Ein Brief über Bier, Pfade und andere frohe Kunde

Verehrter Traviahold,

der heilige Travinian möge auf dich herabblicken, mein geliebter Bruder. Ich wende mich an dich, um meine Gedanken zu Ordnen. Ich schreibe dir diese Zeilen gerade aus Punin, und zwar aus einem kleinen Anwesen unseres zaudernden Freundes Nehazet. Die Ereignisse zwangen uns rasch zu handeln und so schnell wie nur möglich hierher zu kommen.

Weiterlesen

Gassi im Nirgendwo

Im Phex 1027

An einer staubigen Straße im Nirgendwo ist nur das leise aber hastige Tapsen von kurzen Hundebeinen zu hören, welches nur vom gelegentlichen knarzen und metallenen Scheppern einer hochwertigen Metallrüstung übertönt wird. Ordensgroßmeister Sieghelm kneift die Augen zusammen, als er über die trockene und steinige Ebene schaut, während Pagol – sein treuester Begleiter – nach einem Ort ausschau hält den er bewässern kann.…

Weiterlesen

Den Blick stets nach vorn

Spichbrecher-Wappen-WeißDer Junker von Hochstieg saß auf einem alten Baumstamm und sah in das große Festfeuer. Der Waffenknecht des Edelmannes saß bei ihm, zusammen mit dem Dackel Pagol der sich großer Beliebtheit unter den zahlreichen Hexen erfreute. Der rondrianische Streiter hätte es niemals für möglich gehalten irgendwann zwischen knapp zwei dutzend Hexen zu sitzen und eindem ihrer seltsamen und vorallem ungöttlichen Rituale zuzusehen.…

Weiterlesen

Der erste Streich

Spichbrecher-Wappen-WeißDas Blut schoss durch seine Adern, seine Hände umklammerten den Griff von „Custoris“ – seiner heiligen Klinge. Mit einem kräftigen Stoß trieb der Krieger die Spitze seines Schwerts in den felsigen Höhlenboden hinein, ging auf ein Knie und ging über in das Zwiegespräch mit seiner Göttin: „Herrin Rondra!“ stieß er voller Inbrunst aus. „Dein ist die Herrlichkeit des Kampfes, nach deinen Geboten überwand ich diesen Schwarzpelz, doch dir allein gebührt die Ehre des Sieges.

Weiterlesen

Die Geburt eines Namens

Spichbrecher-Wappen-WeißSieghelm ritt zusammen mit den anderen in Richtung Firun, mit jedem Schritt den sie taten, wurde die Luft reiner und wohlriechender, denn der Weg führte in das Kaiserreich – bald würde er dieses für ihn leidlich gewordene Land verlassen. Sieghelm war froh, denn bald würde er wieder darpatische Wiesen unter seinen Füßen spüren können. Die Heimat war nicht mehr weit.…

Weiterlesen