Button

Wiedersehen

Das Problem mit den Ferkinas war gelöst, und ich war gerade dabei einige Berechnungen anzustellen um ein neues gedankenkonstrukt von mir zu verifizieren, als ich von Assaf unterbrochen wurde, er berichtete mir das eine Frau namens Rashpatane mich zu sprechen wünschte, selbst in seinem eigenem Reich wird das Genie mit Nichtigkeiten gestört, dachte ich mir. Ich begab mich zum Audienzsaal, wo ich mich mit besagter Rashpatane unterhielt, Sie berichtete mir das Delia und Ihre Mutter Isaria ein Problem hätten, das ich lösen söllte. Ich stimmte schnell zu, würde es mir doch die Möglichkeit geben weitere Informationen über die Töchter Satuarias zu sammeln, weiterhin könnte sich meine Hilfe als notwendiges Element entpuppen, welches ich bedarf um das Vertrauen dieser labilen Gemeinschaft soweit zugewinnen, dass ich mehr über ihr Magiewirken lernen kann. Ich bat mir noch aus, dass ich meinen Bediensteten bescheid geben müsste und ein paar Dinge zupacken seien. Ich gab Assaf die notwendigen Anweiseungen und informierte ihn von meinen Reiseplänen, ich packte die Truhe, welche ich ihn Khunchom erworben hatte mit den verschiedensten, mir als nützlich erschienen Gegenständen. Wir hatten vor mit einer fliegenden pferdelosen Kutsche zu reisen, wahrlich ein Gefährt, welches meiner würdig wahr, viel praktikabler als ein fliegender Teppich, ich werde mir wohl auch so eins bauen, auch wenn ich das Problem wohl etwas anders lösen muss, zumindest bis ich die Flugsalbe, vollständig entschlüsselt habe. Um Miri, das Pferd von Collega Peddersen haben wir uns auch hgekümmert, es wurde kurzerhand mittels der Mutanda in einen Hasen verwandelt und mitgenommen. In der Luft unterhielten wir uns über die verschiedensten Themen, nur nicht über die Flugsalbe. Nach einigen Stunden hatten wir unser Ziel erreicht und dort auf einer Lichtung stehend traf ich auf meine alten Weggefährten Sieghelm, Jane und Azina, jene berichteten mir auch das ich knapp eine Neckerin mit der Sie gereist waren, verpasst hätte, das Gespräch mit ihr wäre bestimmt interessant gewesen. Wir begaben uns zu Isaria, Delia lag besinnungslos auf dem Boden, Kalkarib war pber Sie gebeugt. Isaria, war so freundlich uns kurz in schlichten Worten, so dass auch die anderen Sie verstanden, zu erklären weshalb wir hier seien, dabei meinte Sie natürlich den Advocatus Destinus spielen zu dürfen, indem Sie äußerte, dass es eigentlich nicht gedacht wahr, das sich unsere Pfade trennen würden, pah solange das Mysterium von Kha besteht, habe ich immer noch meinen freien Willen und da mich Travia in Khunchom verriet sah ich es nur als gerechtfertigt an, mich meiner Wege zuzuwenden, ich war nur hier, weil Delia soetwas wie ein Stück Familie für mich ist, was selbst schon etwas ironisch klingen mag, wenn ich bedenke das die kontakte zu meiner Familie sich vor allem auf Tulachim und Rashim beschränken, die anderen wollen entweder mit mir nichts zu tun haben, das wären dann vor allem meine Verwandten aus dem Yalaiad, oder sind für mich uninteressant oder wir wissen nichts voneinander. Jedenfalls ist Delia ein Stück ihrer Seele abhanden gekommen, ein Dämon namens „Liv“ erhob Anspruch auf diese, und wir sollten jetzt also Seelenstückchenjäger spielen, was auch immer von uns erwartet wird, ist doch nicht so als wäre ich ein Seelensammler, also ehrlich. Isaria hatte eine Welt erschaffen und dort den Teil von Delias Seele versteckt, den wir suchen sollten, diese Welt war durch Magie geformt und geschaffen, sollte ich jene verstehen, dürfte das, nunja interessant werden. Ich gab Sieghelm einen der Heiltränke, und befestigte mein Geschenk für Jane in ihrer Laterne, denn so wie Isaria von Prüfungen sprach erschien es mir naheliegend, davon auszugehen, dass Sieghelm einen Heiltrank und Jane eine zuverlässige Lichtquelle benötigen würde, um Azina müsste ich mir keine Gedanken machen. Ich sprach Isaria noch auf verschiedene Dinge zur Unterstützung unserer Aufgabe an, unter anderem erhielt ich daraufhin einen Zaubertrank, weiterhin wurden die Ängste der anderen gelindert, ich ließ er meine Willenskraft stählen. Weiterhin fertigte ich noch die notwendigen Sigillen an der Pforte an um „Liv“ draußen zu halten. Kalkarib bestand noch auf Schwur und Opfer von Blut, ich wieß ihn daraufhin das dies eher unklug sei, würde eine Gabe von unserem Blut uns doch nur schwächen, aber da es schneller ging, seinem Wunsch zu folgen schnitt ich mich, wobei ich zuerst mein eigenes Messer nehmen wollte, er bestand aber auf seine Klinge, nun gut also nahm ich ihm diese ab, schnitt mich und verbrannte das Blut auch Sieghelm opferte etwas, aber so wirklich habe ich nicht darauf geachtet, auch nicht ob die anderen geopfert haben, ich war mit wichtigerem beschäftigt. Nachdem wir uns vorbereitet haben wollten wir gerade durch das Tor schreiten, als Sieghelm noch meinte eine Rede halten zu müssen, und das obwohl ich schon im Ereignishorizont des Überganges stand, nachdem er geendet hatte rief ich Isaria noch zu Sie solle ein Pentagramm anfertigen. Auf der anderen Seite fanden wir uns in einer Höhle wieder, außerhalb der Höhle lauerten ungefähr 250 Orks, grob überschlagen, welche uns übles wollten, warum auch immer. Der elementare Diener der Luft aus meinem Thaumatursom hielt diese mittels einer Wand aus Luft ab, welche den Eingang verschloss, nur hielten es sowohl Sieghelm als auch Azina für eine gute Idee draußen zu stehen. Beide kämpften eine Weile, ich warf meine Turbanbrosche in die Luftwand und sprach die Worte der Macht, welche jene Brosche öffneten, während ich mich an das Gespräch mit Isaria unterhielt und einen genaueren Blick auf diese Welt war, und zwar einen Blick auf den Odem des Arcanen, wie zu erwarten war sah ich viel Magie, darunter um uns herum auch die gängigen Strukturen der Phantasmagorica, nachdem mir das bewusst war tippte ich Sieghelm mittels meines Stabes durch die Wand an und wies ihn daraufhin zurück zu kommen, durch die Wand. Die Orks hatten noch nicht bemerkt das es sich um eine Illusion handelten oder sie waren zu dumm oder willensschwach um damit richtig umgehen zu können, der einzige Ork der uns einen Besuch abstattete war ein großes Exemplar, auf das sich auch sogleich Sieghelm stürzte und ihn im Kampf bezwang, da er alleine streiten wollte, vertiefte ich mich in die Welt um durch die Illusionen hindurchzusehen, als nächstes werde ich mich auf die astralen Schwingungen der Welt konzentrieren. Es wäre doch gelacht, wenn ich nicht etwas von der Macht dieses Ortes für die kommenden Prüfungen abzuzweigen in der Lage wäre. Immerhin handelt es sich um einen Ort hoher Macht und ich muss nur beobachten und verstehen, wie sagte schon Rashman Ali, dein Wille ist die Grenze und da ich zu den Observatoren der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis gehöre, sollte das kein Problem für mich darstellen.

Die Flüche kommen und das Leben geht weiter

weitere Flüche:

Nachdem Zafia sich erholt hatte, begann Sie mit neuem Eifer ihre Flüche zu wirken nachdem Sie Goswin ein paar Flüche auf den Hals geschleudert hat, die zwar nicht in den Paraphernalia resultieren werden, die Sie braucht um sich an Sieghelm zu rächen, aber immerhin dazu führen werden das etwas Zwietracht gesät wird, und mit diesem Gift könne Sie auch leben, wendete Sie sich nun Delia zu. Wiedermal stand der Kessel bereit, eine tote und sehr unansehnliche Kröte wurde von ihr in den Kessel gelegt, etwas Extrakt vom Stinktier wurde beigemischt, es stank bestialisch aber für die eigene Rache müssen manchmal Opfer gebracht werden, dachte sich Zafia, Sie verdünnte das ganze mit etwas schlammigen Mhanadiwasser und entzündete das Feuerholz unter dem Kessel. Fischaugen, Fledermausflügel, und teile eines Tieres, das an Tollwut gelitten hatte folgten als nächstes. Unter ständigem rühren und rezitieren ihrer Verwünschungen erschuf Sie so eine sehr unappetitliche zähflüssige dunkle Masse, danach folgte noch etwas Belladonna und zum krönenden Abschluss führte Sie nun noch etwas Galle hinzu und mischte etwas Stierblut hinein, eine Alraune und das Haar Delias folgten als letztes. Oh meine Schwester im Geiste, gestraft sollst du sein mit der Erkenntnis das gutes Aussehen, normalerweise, nur von kurzer Dauer ist, kein Wesen wird dich mehr mit einem warmen Blick begrüßen und sich nach dir als Bettgefährtin verzehren, es sei denn du entschwörst dich deines Liebsten. Aber das ist noch nicht alles, dein Blut möge leicht in Wallung geraten, die geringste Kleinigkeit möge dich dazu zubringen Genugtuung zu fordern, ein jäher Zorn soll dich ergreifen, wenn du geschmälert bist, mit genügendem Auslauf, sollst auch du dich jedoch wieder beruhigen, wenn du die Städte Mengbilla, Fasar und Al’Anfa aufgesucht hast und dort lautstark im Borontempel gebetet hast, mag die Ruhe Borons sich deines heißblütigem Temperamentes erbarmen.

Irgendwo in Khunchom:

Einer der „armen“ Entführer Tulachims und seiner Bediensteten, erwacht aus einem seltsamen Traum, in diesem wurde ihm gesagt das er einen gewissen Sieghelm aufsuchen und sich einer seiner Sachen bekräftigen müsste, der einzige Sieghelm von dem er wüsste, war der der ihn zu den Gardisten brachte, noch einmal würde er sich nicht mit ihm anlegen wollen, er ist doch nicht Lebensmüde. Er griff gerade nach seinem Teller, mit dem hießigen schlechten Essen und wollte sich auf seine Pritsche setzten um die reste des Mahles zu verspeisen, als er über eine Unebenheit im Boden stolperte, den Teller in die Luft schleuderte, über die Pritsche fiel und mit dem Hinterkopf auf dem Boden aufschlug, der Teller schlug auf sein Gesicht auf und nachdem er diesen zur Seite geräumt hatte viel das schleimige Essen, das sich ursprünglich auf dem Teller befand direkt auf sein Gesicht. Als er sich die Reste weggewischt hatte, sah er an der Decke noch ein paar vereinzelte Spuren des Breis. Auf den Schreck griff er nachdem Wassergefäß, welches ihm jedoch aus der Hand entglitt und seinen Inhalt dabei über seine Beinkleider und den Boden ergoss. Toll dachte sich der Schurke, dabei sickerte das Wasser gerade in den Boden ein und sorgte für weitere leichte Unebenheiten am Boden, die ihn beim versuch von der nassen Stelle wegzukommen, abermals Stolpern ließen, wobei er erneut in sein ehemaliges Mahl fiel, was ist nur los, nicht nur das ich meine Finger nicht mehr spüren kann, nein auch alles was ich anpacke scheint mir zu entgleiten, hat Phex mich etwa verlassen fragte sich der Schurke.

Bei Batuhzens:

Ich denke langsam wird es Zeit für die zweite Nachricht an den Phexensjünger, immerhin wollen wir doch die Foki so schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen, Zafia hat ja schon damit angefangen ihre Rache zu vollziehen.“ Meinte die junge Dame, welche auf den Namen Lyssia hörte zu ihrem älteren Gefährten, „dem stimme ich zu, würdest du dich darum kümmern, ich muss bald los, ein wichtiges Gespräch führen um das zusammenfügen, etwas lange entzweiten in die Wege zu leiten.“ Stimmte dieser ihr, in seiner verschrobenen Weise zu, „Das dachte ich mir schon, während du hinausziehst in die Welt um dich zu amüsieren, werde ich hier mit all diesen Büchern alleine gelassen“, meinte Sie gespielt enttäuscht, „ich werde wohl weiter lesen müssen, naja wenigstens hält mir der treue Rohaldor die Stellung, der verkriecht sich nicht so schnell wie du„, führte Sie weiter in ihrem gespielten Ton aus, wobei Sie je länger Sie es hinauszog immer mehr Probleme hatte, dabei ernsthaft in ihrem Ton zu bleiben, ihr Gatte erwiederte in einem ebenfalls gespielten mitleidigen Ton, „Ja du ärmste, während ich in die kalte und dunkle Natur hinaus muss, darfst du dich weiterhin dem Studium widmen, während ich alleine eine weite Reise unternehme, hast du Rohaldor hier, der dir Gesellschaft leistet, ganz abgesehen von den Anehmlichkeiten dieses Anwesen, ja ich bin wirklich und wahrhaftig der schlechteste Gatten, den Dere je gesehen hat“, meinte er mit einem schmunzeln ehe er sich verabschiedete und nach oben ging. Lyssia wusste er würde das Haus nicht über die Vordertür oder eine der anderen nach außen führenden Türen verlassen, nein er hatte vor langer Zeit für andere Reisewege gesorgt.

Lyssia begann damit ihre Nachricht anzufertigen, „Sehr geehrter Herr Hanert Groti, ich hörte von eurem Erfolg bei meinem Auftrag, wie versichert sollt ihr euren Ausstehenden Lohn für die vertauschten Objekte erhalten. Ihr findet euren Lohn im Drachentöter, dort wird ein Bote von mir warten und euch im Austausch für die Objekte das restliche Gold übergeben. Trefft ihn dort am nächsten Rohalstag zwischen der Efferds- und Boronsstunde.

Die nunmehr dunkelhaarige Schönheit war zufrieden mit ihrem kurzem Schreiben, über das Sie noch einmal mit ihren tiefen grauen Augen fuhr, während Sie sich eine vereinzelte Strähne roten Haares um ihren Finger wickelte und diese unbändige Strähne, die ihr schon das ein oder andere Mal über ihre Brille fiel hinter das Ohr zu legen.

Tulachims Anwesen:

Sulibeht und Nehazet saßen gerade zusammen in der Bibliothek, während Nehazet an einigen seiner Ideen werkelte, mit Zahlen und Gleichungen jonglierte, widmete sich Sulibeth einigen der Bücher aus der Bibliothek, heute galt ihr interesse großen Zauberkundigen der Vergangenheit, Leuten wie Rohal, Tharsonius von Bethana, besser bekannt als Borbarad, Basilius der Große, Jandora, Mondrazar, Durthan von Erkenstein, Assarbad, Sulman Al’Nassori, Raschtul al’Sheik, Bastrabun ibn Rashtul, Fran-Horas, Gandolf von Gareth, Drakhard der Geisterschmied und anderen großen der Zauberkunst. Leider gab es keine Bilder aus dieser Zeit, die Porträits in den Büchern waren so schlecht, man hätte beinahe auf den Gedanken kommen können, das Gandolf von Gareth und Nehazet ein und dieselbe Person seien, also zumindest äußerlich, dachte sich Sulibeth kopfschüttelnd, als sie sich vorstellte, wie dieser theoretisierende Stubenhocker ein Held in den Magierkriegen hätte sein sollen, er wäre wahrscheinlich die ganze Zeit in seiner Studierstube geblieben und hätte die Kriege verpasst, weil er über irgendeinem mathematischen Problem in seinen Theorien nachgrübelte, so wie jetzt.

Tage später, die letzten Flüche Zafias?

Zafia konnte nun endlich das über die Tage und Wochen hinweg gepflegte Gefühl der kalten Wut, freudig auskosten und ihre Rache ausleben, Sie würde ihm das Augenlicht nehmen, so dass er für ewig in der Dunkelheit schmoren würde, was ziemlich perfide war, da Sie um seine Dunkelangst wusste, weiterhin würde Sie seine Ängste vor dem arkanen mehren, damit würde seine innigste Leidenschaft für ihn zur größten Qual werden. Zafia setzte Wasser in ihrem Kessel auf und begann mit etwas in scheiben geschnittenen Kairanrohr, sie fügte eine Träne einer Fee, auf der Flasche stand Schwesterchen drauf, der alte Battuhzen wollte dazu nichts aussagen, es interessierte Sie auch nicht wirklich, etwas Diamantstaub, das Herz eines Hasen, eine Alraune und der Spruch des Horriphobus, dazu kammen noch die Augen eines Maulwurfes, Haar eines Blinden, Vampirblut, und weitere Zutaten, zum schluß wurde eine weitere Alraune mit dem Blut, dem Haar und den Zehen Nehazets hinzugefügt. Zafia rührte die Brühe gewissenhaft um und musste dabei immer an ihre baldige Rache denken, die anderen waren schon abgereist, aber an Nehazets leiden könnte Sie sich, wenn auch nur kurz erfreuen, dachte Sie hämisch. Sie würde am Tag darauf, dem Anwesen Tulachims, in einer anderen Gestalt, einen Besuch abstatten und sehen wie es ihrem ehemaligen beinahe Geliebten und Gatten erging. Sie sprach noch über den Trank „Auf ewig sollst du in Dunkelheit leben, es sei denn du findest zum immerwährenden Licht im Zentrum Aventuriens und kannst etwas davon für dich gewinnen. Deine Furcht vor der geheimen Kunst der Zauberei, die dich plagt soll erst erlahmen, wenn du ein magisches Wesen gefunden hast dem du drei Wünsche aus freiem Willen erfüllt hast.Wie passend dachte sich Zafia, das der vor der Dunkelheit sich ängstigende zur Stadt des Lichtes aufbrechen muss und um seine Furcht zu besiegen zu einem Drachen oder dergleichen sich begeben muss.

Anwesen Tulachims am darauffolgenden Tag:

Nehazet war gerade dabei ein frühes Mahl mit Tulachim und Rashim einzunehmen und auch eine alte Freundin der Familie, so alt sah sie gar nicht aus dachte sich Nehazet, nach einem kurzen Seitenblick, auf die Schönheit, aber so etwas interessierte ihn im moment nicht, nicht nach Zafia, da gab es wichtigeres zutun, wie sein  nächster Artikel für den aventurischen Boten. Lyssia, denn um diese handelte es sich bei der jungen Frau, bedachte Nehazet ebenfalls mit einem kurzen Seitenblick und musste leicht schmunzeln, ach Lechmin, schade das er nicht da ist um dies zu beobachten, das wäre bestimmt interessant für ihn, dachte sich Lyssia. Gerade als sich ein Gespräch über die Geschichte der Tulamidenlande zu entwickeln war, wurde die Gesellschaft von einem Diener gestört, am Eingang stünde ein alter Mann, der gekommen sei um Rat vom weisen und gütigen Herrscher Nehazet, dem Heren über Khorestan zu erbeten, da es in seinem Dorf ein Wasserproblem gäbe. Nehazet wollte gerade aufstehen und sich aus dem Raum begeben, als auch Lyssia sich erheben wollte und mit ihm zusammenstoß, dabei schob sie ihm eine kleine Münze in eine seiner Gewandstaschen, das war knapp dachte sie sich, Nehazet der nun auch noch leicht säuerlich war, begab sich schnellen Schrittes zum Empfangsraum in dem der alte Herr wartete. Kaum das er den Speisesaal verließ, versagte seine Sicht und er lief gegen eine Säule, Lyssia die dies aus den Augenwinkel beobachtet hatte, lief ihm hinterher und führte den verstörten Nehazet in das Empfangszimmer, wo ein alter Herr wartete, auf dessen Gesicht sich ein lächeln zeigte, beim anblick Nehazets.

Flüche und anderes neues von der Perle am Mhanadi

Flüche und deren Auswirkungen:

Zafia konnte es kaum erwarten, heute würde Sie die letzten Zutaten aus dem Laden des allten Battuhzen erwerben und endlich damit anfangen können, ihre Rache zu bekommen, danach könnte Sie sich wieder neuem zuwenden, sobald ihre kalte Wut abgeklungen wäre. Die Ingredenzien die sie vor ein paar Tagen schon erworben hatte, waren schon vorbereitet. Nun war es an der Zeit die letzen Bestandteile zu erwerben, Zafia begab sich zum Dracheneiplatz und wendete sich schnurstracks dem ihr schon bekannten Laden zu, Sie hatte fieberhaft in den letzten Nächten überlegt welche Flüche Sie sprechen sollte, und nun dachte Sie etwas passendes gefunden zu haben. Der kleine Laden sah noch genauso aus wie vor ein paar Tagen, außen über dem Eingang hing ein altes Schild aus Holz in dem filigran in mehreren Sprachen der Name des Geschäftes stand, umsäumt wurde die Schrift von kunstvollen Darstellungen von Pflanzen- und Tierteilen auf beiden Seiten, darüber war das Madamal und einzelne Sterne, welche die Schriftrolle darstellen sollten, zu sehen und nach unten hin wurde das ganze durch die Darstellung von alchmistischen Apparaturen vollendet. Im Laden selbst standen mehrere Regale nebeneinander, in dem sich die verschiedensten Zutaten fanden, verschiedenste Pflanzen und Gesteine, einige Metalle, verschiedene Lösungen die in der Alchimie von nöten waren, auch unterschiedliche in Alkohol eingelegte Präparate und konservierte Ingredenzien waren zu erblicken. Der Raum war erleuchtet durch ein Zeichen an der Decke, welches weißes Licht ausstrahlte. Wenn man an der Theke stand, war noch ein weiterer Raum dahinter zusehen, in dem die wohl wichtigeren und wertvolleren Ingredenzien lagern mussten, das vermutete zumindest Zafia. „Ich hoffe die Alraunen um die ich sie gebeten habe sind immer noch zu haben?“ Fragte Zafia den alten Mann, welcher gerade über eine Zeitschrift schweifte, „Natürlich sind Sie noch da, auch die anderen Ingredenzien sind mittlerweile eingetroffen, Vampirblut, Molchaugen, Adlerkrallen, eine Unke, der Stachel einer Maraske und alles andere habe ich hier, moment ich hole es werte Dame„, damit ging der alte Mann kurz in sein Lager um ein paar Sachen zusammen zusuchen und kehrte dann beladen mit den genannten und mehr Ingredenzien zurück, „So dass sollte alles sein, denke ich.“ Zafia besah sich die noch fehlenden Zutaten für ihre Rache und nickte, „Ja es ist alles vollzählig, hier das sollte alle Schuldigkeiten begleichen“, damit übergab Zafia den Beutel mit dem ausstehenden Lohn für die erbrachte Leistung. Anschließend verließ Sie den Laden schnell wieder um sich einer Sache zuzuwenden, die ihr mehr Befriedigung verschaffen würde.

Nachdem Zafia den Laden verlassen hatte, ging auch der alte Tulamide abermals nach Hause, die Angestellten des Ladens waren es schon gewohnt, immer mal wieder von dem alten Meister alleine gelassen zu werden, insofern war es nichts ungewöhnliches. Der grauhaarige Tulamide wanderte gemütlich über den Dracheneiplatz und wandte sich von dort aus über die Brücke, welche ihn zur Diamantenen Allee führen würde, von dort aus schlenderte er die Khunchomer Prachtallee entlang und kamm schließlich zu einem alten Gebäude, mit gut gepflegtem Garten. In dem Anwesen fand er seine Gattin abermals in der Bibliothek vor, die Dame des Hauses schätzte das geschriebene Wort sehr, dass war eine Liebe die beide teilten, es war nicht die einzige, aber dennoch keine unbedeutende, führte dies doch zu einer recht ansehnlichen Sammlungen an Schriftstücken. „Gehe ich recht in der Annahme, Liebling, das Zafia die letzten Zutaten heute erworben hat?“ Fragte Lyssia, die gerade noch dabei war eine Seite in einem Buch zu beenden, ehe Sie aufblickte und in sein antlitz sah. „Ja die letzten Ingredenzien hat Sie gerade eben erworben, die Flüche wird Sie wohl in der Nacht sprechen, während das Madamal hoch am Himmel steht.“ Antwortete Ihr der alte Mann, während er sich eine Tasse Tee und etwas Gebäck bringen ließ. „Aus reiner Neugier, von wem stammen eigentlich die Alternativ Foki, die ich dem phexensjünger geschickt habe?“ Wollte seine Gattin wissen, während Sie das Buch zur Seite legte und sich ebenfalls um eine Tasse Tee bemühte. „Och die, lass mich mal überlegen, das Blut Nehazets habe ich durch Blut von einem gewissen Azad ersetzt, er ist auch Zauberkundig, der Unterschied dürfte Ihr also nicht auffallen, die Haare stammen ebenfalls von Azad, die Zehennägel stammen zwar von einer arkan begabten Person, aber die Probe war so alt, ich zweifle daran, dass diese noch lebt. Das Blut des Phexensjüngers habe ich ersetzt durch das Blut eines der Entführer Tulachims und die Haare von Delia habe ich gegen Haare von Sefira ausgetauscht, auch wenn ich jene erst färben musste, ich denke das müssten alle gewesen sein.“ Zählte Ihr Gatte auf, wessen Körperteile im austausch platziert wurden. „Warum ausgerechnet diese Personen?“ Brannte Lyssia darauf zu erfahren, schnell wurde Ihr geantwortet. „Sie alle haben anderen geschadet, Sefira zog sich durch ihr handeln den Zorn Delias und Azinas zu, der Entführer Tulachims war so töricht, nunja seine Tat zu begehen, und Azad raubte verschiedene Frauen aus Khorestan, wenn hättest du denn genommen, ich war ja am überlegen ob ich Proben von lange verstorbenen nehmen sollte, aber da war ich unsicher bezüglich der Möglichkeit des Anknüpfens der Matrix des Rituals, und es wäre halt ungünstig gewesen, wenn Zafia auf die schnelle darauf gekommen wäre, dass ihre Rituale nicht gewirkt haben.“ Lyssia nickte verständnisvoll, „Ich kann deine Entscheidung nachvollziehen, ich denke aber wir sollten bei dem nächsten Kontakt mit dem phexensjünger, diesen wissen lassen das es keine Unschuldigen traf.“ Nachdem er kurz überlegt hatte und dabei die Zeit mit einem Schluck Tee überbrückte, „Sollte er nachfragen, so stimme ich dir zu, es wird auch bald Zeit für ein persönliches Treffen, naht doch eine wichtige Angelegenheit.“ Meint er geheimnisvoll, „Du meinst wegen den Geschehnissen vor knapp einem dutzend Götterläufen?“ Erwiederte Sie kryptisch aber sicher. „Genaue deswegen, die Suche sollte sich langsam einem Ende neigen, ohne die bindenen Gesetze hätte ich schon eher eingegriffen, aber das wäre ein Frevel, und könnte unsere Zukunft gefährden, ansonsten hätte ich schon vor langer Zeit eingegriffen.“ Nickend und mit der freien Hand über das ergraute Haupthaar fahrend, wobei Sie mit den einzelnen schon weißen Haarsträhnen ihres Mannes spielt, spricht Sie nur verständnisvoll: „Das hatten wir doch schon vor langer Zeit besprochen, du kannst indirekt eingreifen, andere gestalten lassen und somit helfen, aber ein direktes eingreifen das steht erst noch aus in einiger Zukunft, das es dir nicht gefällt über diese lange Zeit daneben stehen zu müssen, das ist mir bewusst und du gehst gut mit der Situation um, außerdem lass ruhig andere Personen mal die Helden spielen, die letzten Dekaden mit dir waren dadurch viel angenehmer, als die stürmische Zeit in der wir uns kennenlernten.“ Der alte Mann ergreift die Hand seiner Gattin sanft und spürt die Wärme des Lebens durch diese pulsieren, „Ich weiß und es ist nicht so, dass ich nicht auch jeden Augenblick mit dir geliebt habe Lyssia, aber das Leid das ich hätte beenden können, zumindest kann ich schaden begrenzen in dem ich die Regeln beuge.“ Sie saßen noch lange in dem Raum und redeten gemeinsam bis tief in die Nacht.

Am Drachenei:

Hastig eilt ein junger Adept mit einigen Notizen über den Platz zu der Akademie, er hatte eine Idee, welche er unbedingt überprüfen musste, zuhause konnte er nicht nachdenken, nicht wo ihn alles noch an Zafia erinnerte, aber in der Stille der Bibliothek, zu der er sowieso musste um ein paar Quellen zusammen zutragen, würde er zur Besinnung kommen und endlich Licht ins Dunkel bringen.

Zur gleichen Zeit, saß eine junge Tulamidin mit anderen Kindern ihres Alters im Vorlesungssaal des Dracheneis zu Yash-Hualay, der alte Magister Rashim hielt einen Vortrag über die Möglichkeiten der Magica Moventia, Geist über Materie war der klangvolle Name der Vorlesung, aber was folgte war ein warten auf den alten Zausel, der in seinem Labor wohl eingenickt war, oder so, Sulibeth sehnte sich nach ihrer Lehrerin Jane zurück, nach einigen Minuten war eine andere Lehrkraft aufgetrieben, welche für Rashim einsprang, er hatte wohl gerade wichtigeres zu tun. Bei der neuen Lehrkraft handelte es sich um Nehazet, der mit einigen Folianten und Schriftrollen, im Prinzip war von seinem Oberkörper eigentlich nichts mehr zu sehen, den Saal betrat. Nein, bloss nicht Nehazet, er ist ja noch schlimmer als sein Großvater als Lehrer, seine Vorlesungen sind so trocken, da gegen könnte man in der Khom schwimmen gehen, dachte sich Sulibeth als sie sah was ihr und ihren Mitschülern dort drohte und ihr anlass genug war ihre braunen Augen zu verdrehen. Nehazet der erst nach einiger Zeit das Pult erreichte und die Schriftstücke so sanft es ihm möglich war, trotz der gewaltigen Last, niederlegte und sich nun erst umblickte um den Kurs zu betrachten, der aus einem Gutteil der hießigen Schüler bestand, das erinnert mich an die Vorträge in der Academia Arcomagica, dachte sich Nehazet. Er warf einen Blick auf das Vorlesungsverzeichnis, ah Magica Moventia, Geist pber Materie, den Vortrag habe ich zuletzt als Kind gehört, Rashim hatte ihn mir vorgetragen, da war ich fünf Götterläufe alt, den werde ich wohl nicht mehr komplett aus dem Gedächtnis zusammen bekommen, nun gut. „Schüler, die heutige Vorlesung trägt den Titel Magica Moventia, Geist über Materie, aber ich will euch nicht langweilen„, Sulibeth stütze sich auf ihre Elbogen und dachte sich, was bedeutet das er genauuu das jetzt tun wird… Aber bevor wir anfangen über die Magica Moventia zu reden. Ist es notwendig ein paar grundlegende Definitionen aufzustellen, diese Definitionen helfen uns dann mittels eines kleinen Exkurses zur Magica Theoretica, die Wirkweise der Canti der Magica Moventia zu verstehen und zu erklären, so dass der Geist tatsächlich über die Materie, der Magica Moventia zu obsiegen in der Lage ist, also ich notiere mal schnell ein paar Grundlegende einfache Gleichungen die zwar schon etwas vorweggreifen, aber die höheren Jahrgänge sollte eigentlich über das notwendige Wissen verfügen, so dass sich jene schon den Aufgaben die ich anschreibe zu wenden können, anschließend erläutere ich ein paar der gängigen Definitionen und dann können auch die niedrigeren Jahrgänge mit diesen einfachen fünfdimensionalen Kraftvektorgleichungssystemen beginnen. Nehazet schrieb eine ganze Weile, alls er fertig war, war kaum noch ein Stück der Tafel unbeschrieben. Die Schüler hinter ihm ächzten und seufzten leicht auf, was aber dem in seine Arbeit vertieften Nehazet nicht auffiel, es schien als hätte er für den Moment nur Augen und Ohren für seine Formeln, die er trotz hoher Komplexität geschwind an die Tafel brachte. Danach wandte er sich um und begann, „Also fangen wir mit etwas einfachen an, mit den Astralquanten, jene wurden erstmals von seiner Magnifizienz Robak von Punin als theoretisches Modell postuliert um die Wirkweise der vis arcana zu erklären, die Arbeit von ihm kann ich nur empfehlen, sie bescherte mir viele freudige Stunden an der Akademie, die ersten Ansätze der Quantifizierung der vis arcana finden sich allerdings schon früher, beispielsweise in der Basilius Skala oder der von dieser Akademie entwickelten Okharim Skala, die eine Skala wird genutzt zur Bestimmung der ungefähren Permanenten Impensation in der hohen Alchimie, was hier wohl hinreichend bekannt sein sollte… Die Vorlesung dauerte noch viele Stunden an in denen die armen Schüler des Dracheneis wohl mehr über die theoretische magica theoretica erfahren haben alls in ihrer ganzen akademischen Laufbahn davor.

Der erste Fluch:

Das Madamal stand hoch am Himmel, der Kessel war erhitzt und ihm loderte ein knisterndes Feuer, Zafia stand mit ihren Zutaten bereit, ein lächeln zierte ihre dunkle Haut, nun wäre es soweit das Ritual kann beginnen. Im Lichte des Vollmondes mit ihrem Vertrauten an der Seite begann Sie unheil zu wünschen, „Shabra, nur an wem soll ich mich zuerst rächen, ah ich weiß, ich werde es auskosten, zuerst kommt der Mundschenk dran, danach meine Schwester Delia und schließlich mein geliebter Nehazet, so kann ich es vollkommen genießen.“ Die Vogelspinne signalisierte ihre Zustimmung auf eine weise die wohl nur Zafia zu deuten wusste. Sie begann damit eine Fledermaus zu köpfen und deren Blut in den Kessel zu gießen, als nächstes kammen die Molchaugen dran, gefolgt von etwas Pech und Galle, etwas schwefelsäure fand auch noch ihren Weg in den Kessel, zuletzt gelangten noch die Tatzen eines Bären, die Alraune und das Blute Goswins in den Kessel, Zafia rührte im Kessel herum und über düsteren Verwünschungen sprach Sie noch: „Auf das ihn das Glück verlassen, möge sich das Pech seiner bemächtigen, sodass die Strafe für ihn sei, für immerdar oder aber bis er mir vom Blute oder Haare des Kriegers Sieghelms bringen möge, solle Phexens Gunst ihn verlassen, darüber hinaus soll er des Gefühls in seinen Fingerspitzen verlustig werden, ehe er mir nicht das Szepter Nehazets bränge.“ Zafia lachte dabei hämisch auf, das sollte ihm eine Lehre sein, nun muss ich noch abwarten bis die Konstellationen richtig sind und ich mich erholt habe und meine wahre Rache kann beginnen, oh was werden die anderen leiden und wie wird mich das befreien.

Im Anwesen der Battuhzen:

Im Salon saßen einige Kollegen und alte Freunde von Lechmin, anwesend waren Magister Zuhal ibn Khorim, Magister Rashid ibn Reshim, Spectabilitas Khadil Okharim und seine Magnifizienz Rakorium Muntagonus, wegen letzterem hatte Lechmin seine Gattin gebeten doch bitte sicherzugehen das sich Rohaldor nicht durch besagten Salon schlängeln söllte. Lyssia die von Archomagus Muntagonus schon viel gehört hatte, akzeptierte dies, aus Sorge vor Rohalsdors Sicherheit, wenn sich die prächtige Königskobra in Anwesenheit eines alten Verschwörungstheoretikers, der hinter so gut wie allem das Werk von Echsen sieht, durch den Salon kriechen sollte, könnte das zu einer nicht gewünschten Reaktion von Seitens Muntagonus führen. Sie berieten die Erlebnisse der letzten  Tage und die neuesten Forschungsergebnisse, bis spät in die Nacht.

Parallel dazu – eine Geschichte der Geschicke II

— als Malzan Daske —

Als es geschah, überfiel ihn schlagartig die Erinnerung an jenen Auftrag vom Abend des 6. Boron 1026 n. BF. Ein junger Mann betrat damals sein Versteck. Rasch verschmolz Malzan mit den Schatten. Der Fremde sucht offensichtlich nach etwas. Oder nach jemanden. Da hört er ihn auch schon rufen: „Herr Groti? Hanert Groti?“ Malzan erschreckt. Bei Phex! Wie hat er mich gefunden und woher weiß er wie ich mich hier nenne? Bisher habe ich diesen Namen nur gegenüber Jamarl und seinen dummen Kumpanen erwähnt. Haben sie mich etwa verraten? Innerlich fluchend schleicht er sich an den ahnungslosen Jungen heran. Ein kurzer Sprung und der Kleine hat einen Dolch an der Kehle. Keuchend erschreckt dieser, sodass die Klinge sich leicht in seine Haut einschneidet. Blut fließt in einem schmalen Rinnsal auf seinen Kragen zu. Umso besser, dann weiß er worum es hier geht. Sein Leben. „Was willst du hier? Sprich!“ sagt der Dieb mit grunzender Stimme. „I-I-Ich h-habe eine N-Nachricht für euch …“ „Halt! Hände da lassen wo sie sind!“ Geschickt fischt er die schwere Nachricht aus der Tasche des Jünglings. Er stößt ihn von sich in den Staub und stellt sich in den Schatten. „Wer schickt dich?“ verlangt er zu wissen. „D-Das weiß ich nicht. Bitte lassen Sie mich gehen. Ich soll nur die Nachricht übergeben.“ War ja klar, ein unschuldiger Bote. „OK, geh Junge!“ Das lässt er sich kein zweites Mal sagen. Er springt auf und rennt hinaus. Zur gleichen Zeit schnappt sich Malzan sein Bündel gewinnt rasch an Höhe. Mit der Nachricht verlässt er sein Versteck und macht sich auf den Weg durch die belebten Straßen Khunchoms. Sein Ziel ist der Phextempel. Erst dort wird er die Botschaft öffnen.

Als er sich in einer Nische des Tempels in Sicherheit wähnt. Öffnet er vorsichtig die Schriftrolle. Zuerst fällt ihm das klimpernde Geld auf. Geld! Dann bemerkt er auch die anderen Utensilien. Es handelt sich dabei um menschliche Proben. Je eine Locke schwarzer und roter Haare, einige Fingernägel und zwei Phiolen Blut. Was soll das denn? Da er nur schlecht lesen kann, bittet er einen verschwiegenen Phexdiener gegen bare Münze ihm das Schriftstück vorzulesen:

„Eure Kunstfertigkeit in den Disziplinen des Fuchses beobachte ich nun schon länger, Herr Hanert Groti, ich habe einen Auftrag höchster Eile für euch, der auch in eurem Interesse sein wird, es geht um den phexgefälligen Tausch einiger Gegenstände, die Adresse und besagte Gegenstände liegen bei, sowie auch die Hälfte eures Honorars in blinkender Münze, wenn ihr die Gegenstände erfolgreich vertauscht habt, so werdet ihr für besagte Gegenstände den Rest  eures Lohnes erhalten.“

Er hört gut zu und bittet den Vorleser so oft zu wiederholen, bis er es sich eingeprägt hat. Dankend verzieht er sich erneut in eine Nische. Ich werde schon länger beobachtet? Erneut schaut er sich um. Es ist niemand verdächtiges zu sehen. Ein Auftrag von höchster Eile. Die Adresse sagt mir kenne ich. Zeugt sie doch von der Prachtstraße Khunchoms. Nun, einmal anschauen kann ich es mir ja, wenn ich schon beobachtet werde, dann wahrscheinlich auch jetzt.

Er macht sich also auf den Weg zu dem Haus von Tulachim ibn Rashim. Dabei gibt er sich auf gewohnte Art und Weise unnahbar. Als er am Haus ankommt, trifft ihn fast der Schlag. Nein. Schon wieder sie. Durch ein Fenster kann er die Gestalten Sieghelms, Janes, Delias, Sulibeths und Nehazet erkennen. Auch ein Mann und eine Frau mittleren Alters sitzt mit ihnen am Tisch. Vorsichtig überwindet er die Mauer und schleicht sich bis unter das Fenster, um zu lauschen. Sie sprechen vor allem von der Abreise nach Zorgan am nächsten Morgen. Ein Auftrag von höchster Eile. Also wahrscheinlich noch vor der Abreise nach Zorgan. Es muss also heute Nacht geschehen! Klasse. Und das Ganze ohne Vorbereitung. Hoffentlich hat Nehazet keine Zauberfallen aufgestellt. Was sollte ich noch gleich tun? Die Gegenstände tauschen. Er besieht sie sich noch einmal genau. Rote Haare … Delia! Und schwarze Haare. hm, da könnten mehrere Personen in Frage kommen. Die übrigen Gegenstände nicht zuordbar. Aber wozu braucht man denn so etwas?

Während er lauscht, sucht er fieberhaft an einer Lösung des Rätsels. Aus den Gesprächen kann er heraushören, dass Nehazet, Sulibeth und Zafia zurück bleiben werden. Dafür wird die alte Frau, Alhina, sie begleiten. Zafia ist nicht mit am Tisch, offenbar ist sie verstimmt wegen der geplatzten Hochzeit mit Nehazet. Hä? Nehazet wollte heiraten. Das ging aber schnell. Und dann noch Zafia…. Zaifa! Das andere Hexenweib! Sie ist es. Sie ist das Ziel. Sie möchte sich an der Gruppe rächen und dafür braucht sie Haare von Nehazet und Delia, sowie Fingernägel von Sieghelm und Blut von Jane! Das ist es. Aber warum habe ich hier zwei Phiolen mit Blut? Hat sie es auch auf die Kleine oder die beiden Älteren abgesehen?“ Vor Schreck der Erkenntnis weiten sich seine Augen.  … der auch in eurem Interesse sein wird … Nein! Hat sie auch mir Blut gestohlen, als ich schwer verwundet bei ihr in der Hütte lag? Zafia …

Malzan wartet bis alle im Haus sich auf ihr Zimmer begeben haben. Er versucht herauszufinden, wer in welches Zimmer geht und wo sich Zafia befindet. Aber ohne Erfolg. Als es im Anwesen ruhig scheint, bricht er ein. Etwas ängstlich wartet er auf die Feuerbälle, denen er ausweichen muss. Aber nichts geschieht. Uff. Noch einmal Glück gehabt. Als er die Treppe hochschleicht stößt er in der Kurve mit jemand zusammen. Beide purzeln sie ineinander in die Ecke. Noch ehe die andere kleine Person einen Laut von sich geben kann, hält Malzan ihr den Mund zu. Sie windet sich in seinen Armen und versucht sich loszureißen. Doch er ist stärker und hält sie fest. „Psst. Ich bin es. Goswin. Ich lasse dich los, wenn du versprichst, nicht zu schreien oder anderweitig Lärm zu machen. Vertrau mir. Ich möchte euch nichts tun, ich muss nur etwas holen.“ Nach kurzem Zögern nickt Sulibeth. Er gibt sich ihr zu Erkennen und gemeinsam gehen sie runter in einen Raum, der sich als Bibliothek entpuppt. „Was tust du denn hier, und warum bist du weg gewesen?“ fragt die Kleine misstrauisch. Malzan schaut sie an und überlegt. Das Mädchen ist schlau. Vielleicht kann sie mir helfen. Er deutet ihr sich zu setzen und setzt sich in einen Schemel. Er legt seine komplette Überzeugungskraft in seine Worte und seine Stimme: „Du musst wissen Sulibeth; ich musste dringend fort. Ich hatte noch viel zu erledigen. Aber ich hasse Abschiede, weißt du. Da wird immer so viel geweint und alles. Das ist nichts für mich. Und nun ist mir eingefallen, dass ich bei Zafia etwas vergessen habe, als sie mich behandelt hat. Ich dachte, ich hole es schnell.“ Mit zusammengekniffenen Augen schaut sie ihn an und überdenkt seine Worte. „Nun gut, Goswin. Ich glaube dir. Aber du musst auch mir helfen, damit ich dir helfe.“ Kleines Biest! denkt er, sagen tut er jedoch: „Wobei soll ich dir denn helfen?“ „Ich suche ein Rätsel für Fräulein Peddersen. Ich werde hier in Khunchom bleiben, während sie weiterreist. Und ich möchte ihr ein Rätsel aufgeben, dass sie nicht so schnell lösen wird, damit sie an mich denkt.“ Schmunzelnd stimmt er der dem Handel zu. „OK, ich helfe dir bei der Suche. Also, wo ist Zafias Zimmer?“ Sulibeth hat ihm kaum den Weg beschrieben, als er sich schon auf den Weg macht. Aber nicht bevor er das Versprechen wiederholt hat, zurück zu kommen und ihr zu helfen. Erneut schleicht er die Treppe hoch. Dieses Mal darauf bedacht mit niemanden zusammenzustoßen. Eine weitere Bitte kann er nicht erfüllen. Als er das Schloss zu dem Zimmer der Hexe öffnet, sieht er sofort, dass Sulibeth Recht hatte. Das ist Zafias Zimmer. Hier sieht es aus, wie in einer Hexenküche. Sogleich macht er sich auf die Suche nach den Gegenständen. Lange muss er suchen, denn sie sind gut verborgen und offensichtlich sehr wertvoll. Vor dem Austausch zögert er. Warum sollte ich dem Auftrag entsprechen? Warum soll ich sie austauschen? Wem beschere ich damit Unheil? Das Ganze stinkt zum Himmel! Phex, was soll ich tun? Handel ist Handel oder? Egal, unter welchen Bedingungen. Ich bin nicht verantwortlich für ihre Taten. Außerdem würde sie es noch vor der Abreise der Gruppe merken und einen Weg finden, um sich neue … Zutaten … zu besorgen. Mit flinken Fingern tauscht er die Gegenstände. Er muss sich enorm zusammenreißen, um nicht ein paar von den verkorkten Fläschchen einzustecken. Sie würde es merken!

Ihm ist nicht bewusst, wie sehr Phex, ihm in dieser Nacht holt war. Im Dienste für das große Ganze.

Erleichtert zieht er die Tür zur Bibliothek hinter sich zu uns atmet ein paar Mal ruhig ein und aus. Handel ist Handel. Ich helfe der Kleinen bei ihrem Rätsel. Es stellt sich heraus, dass Malzan Sulibeth keine sonderlich große Hilfe ist, da er nicht gut lesen kann. Also wird er kurzerhand auf die Tätigkeit des Buchträgers reduziert. Der Morgen beginnt zu grauen und Malzan wird mulmig zu Mute. Als Sulibeth gerade dabei ist einige Bücher aufzuarbeiten läuft er nervös die Regale entlang. Ein glänzendes Buch mit kreisrunden Verzierungen erregt seine Aufmerksamkeit. Er fischt es heraus und legt es Sulibeth hin. Sie blättert ein paar Seiten durch und schreit irgendwann leise auf: „Das ist es! So etwas habe ich gesucht!“ Geschwind rennt sie mit dem Buch zum Schreibpult und verfasst eine Nachricht auf Bosparano:

„Wenn der Mann den Bären trifft, offenbart sich, dank heiliger Schrift, was weder Mensch noch Bärchen ist. – Sulibeth.“

Als sich das Mädchen freudestrahlend umdreht, um Goswin zu danken. Ist er bereits verschwunden. „Er mag also wirklich keine Abschiede.“ Sagt sie perplex.

Zurück in der Gegenwart.

Wachsame Augen in der niemals schlafenden

Traviabundsfeier, Nehazet und Zafia in Khunchom:

So langsam nähern wir uns dem ersehnten Zustand an, dachte sich eine schlanke Gestalt die in einem langen verhüllenden Gewand gekleidet war, ich muss vorsichtig mit dem ablauf der Dinge sein, noch dürfen Sie keine Verbindungen ziehen, besagte Gestalt näherte sich der feiernden Gemeinschaft, die zusammen gekommen war um den Traviabund zwischen Nehazet und Zafia zu feiern, welcher aus mysteriösen Gründen nicht gewährt wurde. Eine weitere verhüllte Gestalt stößt zu der ersten, diese ist älter und gebrechlicher, graue Haare lugen unter der Kapuze hervor, „Ich habe alles erledigt, ich denke nicht das mich jemand wahrgenommen hat, das wird eine Überraschung, wenn es denn an der Zeit ist, wie gefällt es dir bislang?“ Die erste Gestalt, wohl eine Frau schmiegt sich an den älteren Herren, „ich habe schon bessere Bundschlüsse gesehen, bist du dir sicher, mit deinem Plan Liebling?“ fragt die verhüllte Frau leicht unsicher ihren Begleiter. Ohne lange nachzudenken antwortet dieser, dabei das Geschehen auf dem Platz nicht aus den Augen verlierend, “ Ja das bin ich, es ist wichtig, auch wenn es zu diesem Zeitpunkt noch niemandem bewusst ist, es ist Notwendig diesen Zug durchzuführen, auch wenn er uns alle schmerzt, mich in doppelter weise, aber es muss getan werden.“ Mit diesen kryptischen Worten, die dennoch von  seiner Begleiterin verstanden wurden, zumindest nickte sie kaum merklich, schien das Gespräch zwischen den beiden vorerst beendet.

Die junge Frau die nun schon länger dem treiben mit wachsamen Augen zugeschaut hatte, reichte ihrem Begleiter unvermittelt ihren Kapuzenumhang, unter dem festlichere Kleidung bis gerade eben versteckt war. Dieser nahm den Umhang entgegen und beobachtete stumm wie seine Begleiterin sich unter die Feiernden mischte und sich zu einer gerüsteten Gestalt begab. Es dauerte nicht lange und die Frau hatte den gesuchten gefunden, war er doch der einzige mittelländische Krieger unter den Gästen, nachdem es ihr gelang auf sich aufmerksam zu machen, verwickelte sie den Krieger in ein gespräch in dessen Verlauf sie sich als eine gewisse „Deleya“ vorstellte und mit ihm tanzte. Die erwartete Reaktion setzte sich in gang, kurz darauf kamm eine rothaarige Frau dazugestoßen und mischte sich ein „Deleya“ gestand die Niederlage ein und verschwand wieder unter den feiernden, während der Krieger von einem Freund gestützt das Fest verließ, auch die rothaarige Frau war nicht mehr unter den feiernden. Der Begleiter der jungen Frau hatte sich in der Zwischenzeit auch unter die feiernden Menschen gemischt und unterhielt sich mit einigen der anwesenden Gelehrten über die verschiedensten Themen. Kurz darauf war Nehazet wieder auf dem Fest und tanzte dort auch mit verschiedenen Personen unter anderem auch der besagten „Deleya“, zu sehr noch unter Schock und in Trauer, wegen dem was erst vor kurzem geschah, und doch hätte es jahrhunderte zurückliegen können, es hätte keinen Unterschied gemacht, bemerkte er den Neuänkömmling unter den Collegen nicht als er „Deleya“ diesen vorstellte. Es dauerte nicht lange und er war, wieder alleine da sich seine Kollegen mehr für „Deleya“ als für ihn zu interessieren schienen, ihm war es recht, er wandte sich nun schlußendlich vollends von seiner geplatzten Feier ab um sich ins Anwesen von Tulachim zu begeben. Auch Deleya und der ältere Collegus verabschiedeten sich kurz darauf von den anderen gelehrten Herren. „Und du bist dir sicher, das es der richtige Weg war? Ich meine Delia darf sich jetzt als Tochter Satuarias gegenüber der Familie ihres Liebsten vorstellen, Nehazet leidet unter seinen Gefühlen, Sieghelm nunja ist Sieghelm und Zafia ist alleine in der Nacht verschwunden?“ Fragt ihn seine Begleiterin mit einem leicht zweifelnden Unterton, nachdem Sie schon einige Straßen weiter  weg waren. „Ja, es war der einzige Weg, Delia musste sich offenbaren, umso länger Sie gewartet hätte umso schwieriger wäre es geworden, was Nehazet betrifft, so gibt ihm dieses Erlebnis die notwendige Orientierung sich um seine Leute zu kümmern und weckt einen notwendigen Funken für die Vervollkommnung seiner Magie und auch Sieghelm wurde dadurch dazu getrieben sich seiner Gefühle für seine Freunde bewusst zu werden und sich dieser zu stellen und Zafia aufzuspüren ist ein leichtes, immerhin müssen Wir Sie noch eine weile beobachten um ganz sicher sein zu können, oder dachtest du ich hätte diesen wichtigen Punkt dabei streicht er sich über ein unter seiner Gewandung verborgenes Objekt vergessen mein Liebling?“.

Nach der Feier:

Zafia in dessen begab sich verbittert, nachdem offenbar war, das der Bund nicht zustande kommen würde vom Platze und eilte in das Anwesen Tulachims. Dabei stieß Sie mit verschiedenen anderen Personen zusammen, schenkte diesen allerdings keine Aufmerksamkeit, nein für Sie war nur wichtig dem Zentrum dieser Schmach zu entkommen, Sie würde schon eine Möglichkeit finden Sich ihre Gerechtigkeit einzufordern, immerhin verdiente Sie doch diesen Traviabund, oder? Nehazet liebte Sie, dafür hatte Sie ja gesorgt und auch Delia war auf ihrer Seite, nur dieser sture Krieger, hatte ihre Pläne gestört, aber selbst er konnte wohl nicht dafür verantwortlich gemacht werden was passierte, ach wäre es nur so leicht den Schuldigen ausfindig zu machen, dann könnte Sie ihre Kräfte auf etwas positives konzentrieren und ihre Rache bekommen, dachte sich eine immer wütender und verbitterter werdende Zafia. Kaum das Sie im Anwesen Tulachims angekommen war, raffte Sie ihre Sachen zusammen, sah noch einmal nach ihren Foki, die ihr noch gute Dienste leisten würden und begab sich mit ihrem Besitz wieder nach draußen. Sie müsste wohl eine Bleibe für die Nacht in einem Gasthaus finden, was Sie auch tat, auf ihrem Zimmer angekommen brachen sich ihre aufgestauten Gefühle erstmals den Weg an die Oberfläche ihres Bewusstseins frei, sie weinte und tobte auf ihrer Schlafstatt nur um sich, nachdem Sie sich anfing zu beruhigen zu ihrer Spinne wandte:“ Ach meine liebe Shabra, was soll ich nur tun, jemand muss dafür bezahlen, aber wer Shabra kroch zu ihren Sachen und bewegte sich auf der Tasche mit Zafias Foki herum Du meinst Sie alle müssen büßen?“ fragte Zafia, deren Stimme von einem schwach verbitterten Ton sich gewandelt hatte über einen kurzen Moment der Verwunderung zu einem leicht getriebenen Rachsüchtigen Unterton, welcher nichts gutes verheißen würde. “ Dafür muss ich mich jedoch gründlich vorbereiten, ich brauche soviele Gegenstände dafür, meinen Kessel habe ich ja dabei und auch die notwendigen Foki sind in meinem Besitz, wo finde ich jetzt nur die restlichen Zutaten, ich werde mich in den nächsten Tagen in dieser Stadt mal umsehen müssen„. So begab sich die aufgebrachte Zafia spät in der Nacht zur Ruhe, noch lange brütend wie am besten ihre Gefühle zu besänftigen wären.

Vorbereitungen:

Am nächsten Tag wanderte die Hexe durch die Straßen Khunchoms auf der Suche nach einem geeigneten Laden, der das besaß, was Sie benötigte, Sie fand am Dracheneiplatz auch einen solchen Laden mit dem vielversprechenden Namen „Arkanes bei Battuhzen und Chymisches Allerlei„, geführt wurde er von einem alten Tulamiden mit langen grauem Bart und tiefen grauen Augen. Nachdem Sie sich etwas umgesehen hatte in dem Laden des alten Tulamiden fand Sie schließlich auch die meisten Sachen die Sie benötigte. Das was Sie noch brauchte könnte er auch in kürzester Zeit liefern, Sie müsste sich nur einige Tage gedulden. Widerwillig stimmte Sie dem zu, stellte er doch keine unnötigen weiteren Fragen, er bot sogar an es von einem Boten zu ihr liefern zu lassen, was Sie aber ablehnte, nein Sie würde in einigen Tagen für die letzten Zutaten noch einmal den Laden aufsuchen. Zufriedener begab sich Zafia wieder nach draußen mit einem Korb voller verschiedener alchmistischer Zutaten, Sie könnte Ihr Werk zwar nicht beenden aber schon einmal damit anfangen, die Zutaten könnten schon zubereitet und angerichtet werden, einig die Foki müssten später hinzugefügt werden, um ihre Wirkung entfalten zu können.

Kaum das Zafia den Laden verlassen hatte, übergab der alte Tulamide das Geschäft an einen Angestellten er müsse dringend etwas erledigen. Er eilte, so schnell es sein Körper aushielt zu seinem Anwesen um sich mit seiner Gattin zu beraten, jene Dame war gerade in der Bibliothek und las in einem der vielen Bücher, die der alte Tulamide über die Jahre angesammelt hatte. „Lyssia, wir müssen uns beeilen, wir müssen ihn einschalten für die nächste Phase, Sie war heute im Laden, und hat, ganz wie du vermutet hast wichtige Ingredenzien für ein Ritual erworben, einige Tage haben wir noch, bis dahin muss es geschehen sein.“ Die Frau blickte von dem Buch auf und erwiderte nur kühl, „ Du und deine Pläne, du solltest doch mittlerweile wissen das Gefühle sich nicht kalkulieren lassen, zumindest nicht ohne ein großes Fehlerintervall zu berücksichtigen, zu deinem Glück weiß ich schon wo sich die gesuchte Person befindet, ich setzte gleich ein entsprechendes Schreiben auf.“ Und so begann Sie auf einer Schriftrolle einen Brief zu verfassen.

Eure Kunstfertigkeit in den Disziplinen des Fuchses beobachte ich nun schon länger, Herr Hanert Groti, ich habe einen Auftrag höchster Eile für euch, der auch in eurem interesse sein wird, es geht um den phexgefälligen Tausch einiger Gegenstände, die Adresse und besagte Gegenstände liegen bei, sowie auch die hälfte eures Honorars in blinkender Münze, wenn ihr die Gegenstände erfolgreich vertauscht habt, so werdet ihr für besagte Gegenstände den Rest  eures Lohnes erhalten. Der Nachricht wurden noch einige Phiolen Blut, etwas Haare und Nägel und andere Gegenstände beigelegt, sowie der versprochene Teil des Honorars. „So das dürfte alles sein, ich verstehe ja nicht, warum du dir diesen Umstand machst, ich hätte eigentlich erwartet das du die Foki schon ausgetauscht hast, ich meine es war doch vorhersehbar? Und nun willst du einen Dieb mit soetwas wichtigem betrauen?“ Führte Lyssia besorgt ihre Gedanken aus, der wohl unwohl war, bei dem Plan, „ ich kenne und liebe dich lange genug umzu wissen, das da mehr dahinter steckt als du mir mitteilst, oder?“ Wandelte sich die besorgte Stimme in eine Neugierige Stimme um, ihr Gatte, der mittlerweile wieder zu Atem gekommen war ergriff nun das Wort, „ Du hast Recht es steckt mehr dahinter, aber wir müssen die richtigen Leute finden, und dafür lohnt sich der Aufwand meine Liebe, ich werde, wie versprochen alles zu seiner Zeit erklären,“ erklärte der ältere Herr ruhig.

Gut ganz wie du meinst, ich schicke einen Boten los um die Nachricht zu überbringen und danach werde ich mich etwas ausruhen,“ Der alte Tulamide nahm dies entgegen und begab sich in den Salon um eine Tasse Tee zu trinken, wäre die junge Dame einem Dienstboten die Nachricht übergab mit strikten Anwesiungen wo er diese zu deponieren hätte und das es, wenn überhaupt nur eine Person gäbe der er die Nachricht direkt übergeben dürfte. Damit wurde der Dienstbote auch schon in den Trubel der niemals schlafenden Entlassen um einen bestimmten Phexensjünger aufzusuchen.

Lyssia in dessen ging auf ihr Zimmer, wo eine prächtige Königskobra in einem Korb nahe ihres Bettes schlummerte, Sie legte sich auf das Bett und wandte sich an die Schlange die ihre Nähe gespürt hatte und auf das Bett kroch, “ Ach Rohaldor, mein Liebling mag zwar klug sein, aber manchmal denke ich übersieht er die naheliegendsten Dinge, das mag daran liegen, das sich unsere Zeit, wo nur wir zu Zweit waren sich bald dem Ende neigt, wie viel haben wir nur erlebt.“ Dabei schmiegt sie sich näher an die Schlange heran und versinkt in einem leichten Schlummer. Rohaldor bleibt bei mit ihr umschlungen, die Körperwärme Lyssias genießend.

Unterdessen im Salon des alten Tulamiden: „Trotz einer solangen Zeit der Vorbereitung habe ich kaum neue Erkenntnisse vorzuweisen, meine Beobachtungen waren nicht genug um deultiche und geplante Bewegungen und Beobachtungen anderer zu vernehmen.“ Seine wachsamen Augen blicken zu dem nächsten Fenster und werfen von dort aus ihren Blick auf die niemals schlafende Metropole.

Wieder daheim

Endlich war sie wieder zu Hause. Die Hexe Delia blickte auf das kleine Dorf hinab, als sie an dem Fenster ihres Ziummers im Gasthaus stand.

„Heimat… endlich bin ich wieder zu Hause. Ich hoffe meine Freunde fühlen sich hier wohl. Bei Luna, Azina und Jane hege ich da keine Bedenken, nur Sieghelm macht mir etwas Sorgen. Seine Vorurteile könnten ihm im Wege stehen, wenn er in Kontakt mit den anderen Geschwistern tritt. Mit der Dorfbevölkerung wird er sicherlich keine Probleme haben. Vorallem nicht mit Leomar und Espe. Die beiden sind ähnlich rondragefällig wie der Hauptmann. Ach die kleine Espe, schön und groß ist sie gewordern. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich sie als Neugeborenes in den Armen halten durfte. Damals als ihre Mutter mich fragte, ob ich nicht ihre Patin werden könne. Schön zu sehen, dass sich Leomar gut um sie kümmert. Ich denke sie wird in dem Jahr in dem ich auf Reisen war sich ganz ihrer Kriegerausbildung hingegeben haben. Vielleicht kann ich morgen mit ihr einmal sprechen.“

Delia trat von dem Fenster zurück und setzte sich auf das Bett, in den Händen hielt sie Kalkaribs Waqqif. Ihre Gedanken weilten bei ihrem Wüstensohn. Seufzend legte sie den Dolch neben ihr Kopfkissen. Kalkaribs „kleine Scharte“ zog ihre Bettdecke ein wenig enger um sich und glitt in einen ruhigen Schlaf.

Parallel dazu – eine Geschichte der Geschicke I

— als Malzan Daske —

Ab 21. Travia 1026 n. BF

Ungesehen verschwindet er in der khunchomer Menschenmenge. Seine Kameraden Jane Peddersen, Sieghelm von Spichbrecher, Delia und Nehazet ibn Tulachim lässt er sich zusammensammelnd am Hafen zurück. Er sieht sich nicht um. Keine Träne des Abschieds verlässt seine starren Augen. “Nein Leute. Es ist zu gefährlich für euch mit mir gesehen zu werden. Ihr seid tapfere und aufrechte Frauen und Männer. Ihr verdient die Unbescholtenheit. Ich habe Großes vor und ihr währt nur eine Last für mich. Euer Gerechtigkeitswahn gereicht Praios zur Ehre. Ich aber bediene mich Phexens Pfaden.“ denkt er sich während er zum nächstbesten Gasthaus schlendert.

Zum Drachentöter. Eine recht heruntergekommene Spelunke direkt am Hafen. Der Wirt Tuluf ibn Taref schenkt ihm auf Anfrage ein Garetisches Helles ein. Provokativ stellt er sich mit seinem Bier mit dem Rücken zum Tresen und begutachtet das Gesindel. Bereit jederzeit seinen Dolch zu ziehen, ein paar Kehlen durchzuschneiden und zu verschwinden, sollte ihm einer ungemütlich werden. Er hält Ausschau nach passendem Material. Einer unterbelichteten Kontaktperson zum Khunchomer Untergrund. Und er findet einen, der von den anderen mit Jamarl angesprochen wird. Sie reden über belanglose Angelegenheiten, wie die Brüste der Frauen auf dem Markt, die geradezu zum Stehlen einladen, und spielen irgendein Kartenspiel. Er bestellt noch ein Bier und wartet ab. Vom Wirt weiß er, dass die Männer oft hier herkommen, um ihren „Verdienst“ zu versaufen. Harmlose Strolche nennt er sie. Interessant.

Malzan drückt Tuluf einige Münzen in die Hand und geht auf sein Zimmer ein Stockwerk höher und überdenkt seine Situation. Sein tulamidisch ist sehr schlecht. Er nimmt sich vor, es zunächst so schnell wie möglich zu verbessern, um hier zu Recht zu finden. Er verbringt die nächsten Tage damit sich in der Stadt und vor allem auf dem Basar umzuschauen und alle Eindrücke aufzunehmen, Gassen zu erkunden und nach Nützlichem Ausschau zu halten. Bei einer guten Gelegenheit stielt er zur Stadt passende unauffällige Kleidung. Dank seiner herausragenden Anpassungsfähigkeiten gelingt es ihm schnell sich zu Recht zu finden.

Irgendwann wagt er sich an den Münzhändler, den er bereits vor einigen Tagen ausgemacht hat. Er möchte die Münzen aus der Krypta versilbern oder besser gesagt, vergolden. Ärgerlich ist, dass bereits Fräulein Peddersen da war und ihre geschenkten Münzen verkauft hat, sodass Malzan nur noch einen Bruchteil des ehemaligen Wertes annehmen muss. “Argh! So viel Mühe umsonst, ich hätte sie ihr stehlen sollen!“ flucht er innerlich. Aber dennoch kann er seine Barschaft erheblich aufbessern. Nicht, dass es ihm irgendwie an etwas mangeln würde. Aber so kann er seiner zweitliebsten Beschäftigung nachgehen: Geld ausgeben! Er spendiert Lokalrunden in verschiedenen Tavernen, kauft sich wertvolle Duftöle und Speisen, nimmt die Dienste der exklusiven Freudenhäuser in Anspruch und spendet den Bedürftigen. Als sich seine Barschaft langsam dem Ende neigt, beschließt er Jamarl in gebrochenen tulamidisch anzusprechen und seine Dienste anzubieten. Überzeugen konnte er ihn, als er ihm eröffnete, dass er wisse, wo sich ihr Versteck befindet, zu dem sie in der Nacht trunken torkeln. Dass er sie nicht verraten habe, sei Beweis genug für seine … Gesinnung. Misstrauisch, aber zufriedengestellt, darf er die Bande begleiten.

Als sie in dem Versteck ankommen bemerkt er schnell, dass zwei Gefangene vor Ort sind. Für sie soll Lösegeld erpresst werden, das am nächsten Tag bezahlt würde. Um die Aktion nicht zu gefährden, wird Malzan, der sich inzwischen Hanert Groti nennt, angewiesen doch im Schlafsaal zu warten, bis die Sache beendet ist. Am Abend des nächsten Tages streiten sich die Strolche gerade über die Verteilung der Beute, als die Geräusche abrupt verstummen. Alarmiert schaut er aus dem Schlafsaal und findet seine neuen Kameraden erstarrt im Hauptraum stehen. Vom Südeingang hört er Geräusche und zögert keine Sekunde. “Tut mir Leid Leute, Phex sei euch hold.“ Und schleicht am Rande der Wand entlang zum anderen Ausgang. Keinen Augenblick zu früh, denn sogleich betritt eine wohlbekannte Gruppe von Helden den Hauptraum und überwältigt die Schurken. Malzan hat genug gesehen und verschwindet aus der Kanalisation.

Nach diesem Fiasko entscheidet er sich, seine Vorgehensweise zu ändern. Zunächst sucht er sich ein geeignetes Versteck. Er muss lange danach suchen. Ganz Khunchom scheint bereits belegt zu sein. Das anhaltende Gauklerfest mit seinen vielen Feiernden erschwert die Suche nach einem geeigneten leeren Platz zusätzlich. Doch er wird schließlich fündig und richtet sich ein. Von nun an unternimmt er kleinere Raubzüge am Tage, indem er in der Menschenmenge die Kaufleute bestielt. Nebenbei holt er weitere Erkundungen ein, die er nutzt, um nachts in Villen und Anwesen einzubrechen und kostbare Gegenstände zu rauben. Normalerweise nimmt er lediglich, was er zum Leben benötigt, aber er sucht die Herausforderung und einen Sinn in seinem Leben. Ewig wird er sich hier sowieso nicht aufhalten. Er hat noch mehrere offene Rechnungen in Gareth zu begleichen. Doch dafür muss er noch viel trainieren und das tut er.

Die geraubten Wertgegenstände verbirgt er einige Tage lang in seinem Versteck und bringt sie anschließend zurück zu ihren Besitzern. Das beschert ihm innerhalb kürzester Zeit einen gemischten Ruf in ganz Khunchom überall wird über den mysteriösen Dieb gesprochen. Er selbst schürt bei seinen Einkäufen die Gerüchte noch zusätzlich. Sowohl Stadtgarde als auch Untergrund sind auf der Suche nach ihm, um ihn entweder zu verhaften oder zu Diensten zu machen. Malzan genießt das gefährliche Spiel. Bis eines Tages etwas Unerwartetes geschah.

Eine ungewöhnliche Begegnung

Es war schon seit einigen Stunden dunkel als Lunaluo endlich ihren Entschluß gefasst hatte, Sie werde die Nacht draußen im Barun-Ulah verbringen und nicht in diesem kleinen Zuber, es war wie als würde der Fluss nach Ihr rufen, Ihr ganzer Leib und ihr Geist sehnte sich nach dem kühlen dem befreienden Nass des mächtigen Stromes der sich durch Aranien ergoss. Sie war ein Wesen des Meeres und obwohl es ihr möglich war hier zu ruhen, so gab es doch angenehmere Quellen der Erholung für Sie, was musste Sie nicht alles bislang auf ihrer Queste, ihre geliebte Mutter zu finden erdulden, Fässer, Brunnen, Feldtümpel und mehr, wie verlockend erschien Ihr da der Barun-Ulah. So begab es sich das Sie ihre Sachen packte und den Zuber verließ um sich nach draußen zu begeben, Sie fand ihren Weg, wie der Fluss sich den seinen sucht. Dabei streifte Luna durch den Wald am Rande des Dorfes bis Sie am Ziel ihrer kleinen Reise angekommen war. Schnell entledigte Sich die junge Neckerin ihres Gewandes und sprang in die Fluten. Das belebende Wasser in jeder Pore ihres Körpers spürend tauchte Sie nach einiger Zeit wieder auf um ihr Gewand ebenfalls im Wasser zu tränken, denn Sie würde nur bis zur Dämmerung hier bleiben, wollte Sie doch nicht ihre Freunde in Angst ob ihrer plötzlichen Abwesenheit versetzen. Luna ließ sich in dem Strom eine Weile treiben und schwamm dann wieder zurück. Sie Schwamm schließlich etwas weiter und ließ sich von dort aus zurück treiben. Als nach oben aufblickte ins Firmament wurde Sie der Sterne gewahr und Sie begann ein altes Lied, das Sie in ihrer Kindheit gehört hatte, was sich irgendwo in den tiefen ihrer Erinnerungen versteckt hatte zu singen, nachdem Sie ihr Lied beendet hatte rann ihr eine Träne das Gesicht hinunter, ob der alten Erinnerungen. Erst jetzt wurde Sie der Geräusche die aus dem Wald kammen gewahr, ein einzelner alter Tulamide im Schein eines kleinen Lichtes trat aus dem Wald. Gehüllt in schlichten Gewändern, auf einen Stab gestützt, mit einer ledernen Umhängetasche die von Kräutern gefüllt war trat er an das Ufer zu der jungen Neckerin und sprach mit ruhiger Stimme. „Wahrlich eine schöne Nacht, oder Geschöpf Efferds? Ah wo sind meine Manieren, oh Ihr wunderschönste aller Seerosen, mein Name ist Lechmin ai Battuhzen, ein Kräuterkundiger und Reisender, ich komme schon seit Jahren in diese und andere Wälder um das Wachstum von Sumus Gaben zu beobachten und nutzbringend anzuwenden.“

Luna war schlicht überrascht von dieser nächtlichen Begegnung und erwiederte zögernd nach einiger Zeit:“ Freut mich euch kennen zu lernen Lechmin, ich bin Lunaluo Saari Tuadh Gwenlian von Quell und ja es ist wahrlich eine schöne Nacht, das widerspiegeln der Sterne am Firmament auf der fließenden Oberfläche des Barun-Ulah bildet einen schönen Kontrast zu der dunklen Umgebung.“

Lechmin der sich mittlerweile hingesetzt hatte und seine Lichtquelle, ein kleines Stück Holz mit verschiedenen sehr komplexen Schriftzeichen, die an das Tulamidische erinnerten aber unlängst komplizierter waren, dessen Linien in einem warmen Orange leuchteten. „Lunaluo, ein ungewöhnlicher Name, für ein ungewöhnliches Individuum“, merkte der alte Tulamide aus seinen grauen Augen an, während ein lächeln unter seinem grauen Bart erkenntlich war.

„Nun Lechmin, klingt aber auch nicht sehr tulamidisch, oder?“ Fragte die junge Druidin, aus dem Wasser. „Nein, nicht wirklich, aber das hängt vielleicht damit zusammen, das es kein tulamidischer Name ist? Nun was ist von einem Kind das zwischen den Welten verschiedener Kulturen aufwuchs auch zu erwarten, da passt kein gewöhnlicher Name mehr, so wie das auch bei euch der Fall ist. Denn wenn ich mich recht erinnere, befinden sich Namen aus drei verschiedenen Kulturen in eurem Namen, oder?“ Erklang, freundlich aber doch etwas heiter die Erwiderung Lechmins auf Lunas Frage.

„Damit habt Ihr schon recht, als jemand der weit gereist ist könnt ihr mir eventuell helfen?“ Fragte nun tapfer die junge Druidin, den alten Herren. „Ihr sucht nach jemanden, oder, eure Mutter würde ich vermuten?“

Wieder überrascht und doch davon überzeugt nun endlich etwas zum verbleib ihrer Mutter zu erfahren, bejahte Sie es beinahe schon stürmisch, während der alte Tulamide gelassen wie ein Stein blieb, „ja, aber woher wisst ihr das“, wollte die junge Druidin überschwenglich wissen? „Nun wie ich schon sagte, ich reise viel und erfahre dabei auch viel über Sumus Geschöpfe, unter anderem hörte ich von einem Wesen aus dem Volke der Necker das nach seiner Mutter suchte, da ich hier noch nie auf einen aus eurem Volke gestoßen bin, ging ich davon aus, als ih euer Lied hörte, das Ihr ein und dieselbe Person seit, was ja nun bewiesen wäre. Was nun eure Mutter betrifft, so kann ich euch leider nicht allzu viel mitteilen, außer das ihr in Khunchom hilfe finden werdet, auch wenn es andere hilfe ist als die Ihr euch erhofft habt und auch das Gespräch mit Isaria solltet Ihr abwarten.“

Sie redeten noch lange und tranken dabei auch den ein oder anderen Tee und tauschten Geschichten miteinander aus, kurz bevor es anfing zu dämmern verabschiedete sich Lechmin von Luna und murmelte bei erblicken der ersten Anzeichen der Dämmerung, was für Luna kaum noch zu hören war, „Endlich geht die Sonne auf, die Finsternis lässt mir immer noch, nach all den Götterläufen, einen kalten Schauer über den Rücken laufen, dankenswerter Weise habe ich mehr als eine Methode um Licht zu machen.“

Nachdem Lechmin nicht mehr zu sehen und zu hören war, stieg Luna aus dem kalten Nass und fing an sich anzukleiden. Im Schein der ersten Lichtstrahlen fand Sie schnell den Weg zurück ins Dorf.

Eine kleine Jagd

Ein hübsches Dörfchen dieses Mathab. Vor allem die Häuser um die Bäume sehen interessant aus. Ob hier Elfen wohnen oder die Häuse von Elfischer Bauweise inspiriert wurden? Zumindest liegt das Dorf mitten im Wald. Das gefällt mir gut. Hier lässt es sich bestimmt wunderbar leben. Ich sehe schon, die anderen gehen ins Gasthaus; da werden sie in Sicherheit sein. Nun kann ich mich in Ruhe hier umsehen. Noch etwa drei Stunden bis es dunkel wird, also ausreichend Zeit, um eine kleine Pirsch zu wagen.

Azina pfeift einmal kräftig und signalisiert Adaque und Bakkus den Beginn der Jagd. Vorsichtig schleicht die junge Jägerin durch den Wald zu dessen Randgebiet und hält Ausschau nach kleiner Beute. Nachdem sie sich orientiert und mit der Umgebung vertraut gemacht hat, findet sie mit Leichtigkeit die hiesigen Wildwechsel und folgt ihnen zu einem Kaninchenbau. Sie schaut sich sorgfältig um und wirft Adaque kräftig in die Luft. Er kreist ein paar Mal lautlos über der offenen Feldfläche und stößt mit einem schrillen Schrei steil nach unten. Seine scharfen Krallen bohren sich in das ahnungslose Kaninchen und halten es fest. Aufgefordert von seiner Herrin rennt Bakkus zu der überwältigten Beute. Die Aranierin schaut dem kleinen Showkampf zwischen dem Blaufalken und dem schwarzen Nivesischen Steppenhund einen Augenblick zu. Ein verstohlenes Lächeln umspielt dabei ihre Lippen. Ein weiterer Pfiff ertönt und Adaque erhebt sich anmutig in die Luft. Sanft lässt er sich auf den ausgestreckten Arm der Tierbändigerin nieder und empfängt seine Belohnung, während Bakkus das Kaninchen zu ihr trägt. Stumm vollzieht sie den Jagdritus, Ehrt die Beute und dankt für das Opfer.

Vielen Dank, kleines Wesen. Möge deine Seele in Firuns Jagdgründe eingehen und dort Vollkommenheit vorfinden.

„Kommt meine Freunde, gehen wir zurück. Ein Festmahl erwartet uns.“

Vor dem kleinen knisternden Feuer am Rande des Dorfes hängt das Kaninchen an einem Stock. Sorgfältig wendet sie es bis Bakkus dem wunderbaren Duft kaum noch widerstehen kann. Das grob abgezogene Fell liegt unverarbeitet daneben auf dem Boden. Kritisch mustert Azina den Pelz.

Welch Schande es verkommen zu lassen. Das kann man doch bestimmt besser abziehen und nutzen. „Hier Kleiner, nimm die Vorderläufe.“ *ratsch* Delia hat vorhin etwas von einer Jägerin namens Fiona gesagt. *kau* Ich werde sie morgen in aller Früh aufsuchen und um Rat fragen. „Hier Adaque, du hast es dir verdient!“ Vielleicht zeigt sie mir ein paar Dinge in Sachen Beutenverarbeitung. Eine Einnahmequelle ist wichtig, um unser Überleben zu sichern.

Nun sollten wir versuchen ein wenig zu schlafen. Wer weiß, was morgen alles passiert. Welche Überraschung Delia und Isaria für uns bereithalten. „Komm her Bakkus, die Nächte sind kühl.“

Im Licht der Sterne sieht Azina, noch bevor ihr die Augen zufallen, wie die inzwischen allzu bekannte gestreifte Katze durch das ruhige Dorf zum Gasthaus schleicht und in einer Nische hineinschlüpft.

______________________________

Azinas Gedanken

Die Geburt eines Namens

Spichbrecher-Wappen-WeißSieghelm ritt zusammen mit den anderen in Richtung Firun, mit jedem Schritt den sie taten, wurde die Luft reiner und wohlriechender, denn der Weg führte in das Kaiserreich – bald würde er dieses für ihn leidlich gewordene Land verlassen. Sieghelm war froh, denn bald würde er wieder darpatische Wiesen unter seinen Füßen spüren können. Die Heimat war nicht mehr weit. Doch vorher galt es einen Abstecher zu Delias Heimat zu machen. ‚Nur einen Tag Umweg‘ hieß es. ‚Was sollte schon groß passieren?‘ dachte sich der Krieger. Mit vor Stolz angeschwollener Brust und Rondras ehrbarem Schwert mit dem bosparanischen Namen ‚Custos tonitrus honoris‘ auf dem Rücken, würde sich nichts und niemand mehr freiwillig in Sieghelms Weg stellen.

Die letzten Tage waren denkwürdige Tage – Sieghelm war nicht nur Sieger der Turnei, sondern auch noch Empfänger des prächtigen Anderthalbhänders, welches von der Donnernden selbst nach Dere gesandt wurde um nun endlich in den Händen des tapferen Streiters gehalten zu werden. Auch wenn er den finalen Kampf gegen den Rondrageweihten verloren hatte, so war es dennoch ein guter und ehrvoller Zweikampf zu Ehren der streitenden Göttin. Sieghelm hatte ihr seinen Mut, seine Stärke und seinen schier unerschöpflichen Willen nach einem ehrvollem Kampf unter Beweis gestellt. Sein Geist war rein, er war bereit ihr Schwert und Schild auf Dere zu werden und so lange zu Kämpfen bis das der letzte Tropfen Blut in ihren Namen vergossen wurde. Junker Sieghelm Gilborn von Spichbrecher war bereit – neuer Mut floss durch seine kampfgestählten Muskeln – bereit sich jedem Gegner entgegenzustellen den die Diener des Bösen ihm wagten entgegen zu stellen. Mit dem Anderthalbhänder in der Hand und dem Mut von hundert Kriegern in den Adern würde er stets vorrangehen, Sieghelms Rolle in dieser Welt war gezeichnet, sein Schicksal geschrieben. Nun war es an der Zeit diesen Weg zu beschreiten und dabei Ruhm und Ehre zu mehren, doch nicht im Namen des Hauses Spichbrecher – sondern im Namen Rondras!

„Ich brauche einen neuen Namen … „ flüsterte Sieghelm seinem Dackel Pagol zu als die Reisegruppe Unterwegs eine Rast machte. Die Heimat von Delia sollte nur noch wenige Stunden entfernt sein. Sieghelm saß auf einem Stein und strich mit der Hand andächtig über die Klinge des Schwerts. Die anderen waren gerade zu sehr mit sich selbst beschäftigt um den Monolog des Kriegers mitzubekommen. Selbst Rondrian, der neue Waffenknecht des Herrn war gerade etwas Abseits mit der Waffenpflege beschäftig. Pagol schnüffelte an der Klinge. „Nein, nicht für das Schwert … Pagol.“ raunte er leise. „Für mich!“ Pagol sah etwas verwirrt zu seinem Herrchen auf und legte den Kopf schief. „Mit dem ‚Donnernden Wächter der Ehre‘ in meinen Händen, werde ich nicht mir oder meiner Familie, sondern der Leuin Ehre bringen, und das kann ich nur wenn ich einen Kampfnamen habe und den Namen Spichbrecher ablege …“ Sieghelm strich wieder über die Klinge und schloss die Augen. Seine Hände umschlossen dabei die Schneide, er erspürte seine innewohnende Kraft, sein loderndes Feuer und seine donnernde, bebende Stärke. Mit diesem Schwert würde er über all jene die es Wert waren wachsam sein, bis die Leuin beschloss ihn zu sich zu holen. Ein Geistesblitz durchzuckte ihn – das war es! Sein neuer Name, er würde ihn fortan tragen. Mit ihm würde er der Herrin Ruhm und Ehre bringen: Heute war er geboren, hier auf diesem kalten Stein irgendwo im Nirgendwo zwischen dem Beyrounat Baburin und dem Königreich Perricum. Sieghelm stand auf und ging zu seinem Pferd, es war noch früh den Namen seinen Gefährten mitzuteilen, denn er würde ihn nur im Gefecht annehmen – doch dafür war es noch nicht an der Zeit. „Wir gehen weiter.“ rief er seinen Gefährten zu, die sich sofort aufmachten ihr Gepäck zusammenzutragen. Was zurück blieb war ein in den Sand gekritzelter Name: DONNERWACHT