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Das Tagebuch füllt sich

1 Praios 1026 BF

Ein neues Jahr beginnt. Relativ ruhig in diesen fremdartigen Ländern. Das vergangene Jahr hat mir einiges an neuen Erfahrungen geliefert aber abgesehen von der Reise nach Shirda war das meiste davon sehr mundan. Ich denke ich werde demnächst eine Depesche aufstellen um meine Zeichnungen und Briefe an meine Eltern zu senden. Ich bin sicher das Mutter gespannt auf Nachricht von mir wartet auch wenn mein letzter Brief aus Fasar sie mittlerweile erreicht haben sollte.

Wir haben die kleine Verschlafende Ortschaft Schirda erreicht. Laut meinen Reisegefährten wird es hier bald zu einem großen Poltischen Umbruch kommen. Ich habe mich trotz einer mahnend stimme im Kopf entschieden erstmal bei dieser Interessanten Gruppe zu verweilen. Ich verbrachte den Tag damit mir den Stausee anzuschauen und mit Delia zu reden. Meine Faszination für sie stieg eher als das sie sich abkühlen würde. Sie ist immer so voller Emotionen und trotzdem weise, wobei sie auch ohne Scheu von ihrer Zunge Gebrauch machen kann. Der Staudamm selbst ist ein interessantes Bauwerk die Oberfläche ist Glatt, ohne Fugen die Länge ist gut über zwei Kilometer die dicke wahrscheinlich mehr als drei an der dicksten stelle. Die Schleusen sind nur erkenntlich durch die Kanäle die dort wegführen ansonsten glatter Stein. Im laufe des Tages erreichte auch Azina das kleine verschlafende Dorf immer noch dem Händler folgend. Ich bezweifle das es einfach sein wird ihren Speer wieder zu erlangen. Der Händler gehört zu der Sorte Mensch der bei einem Unglück zu aller erst darüber nachdenkt wie er daraus Gewinn schlagen kann. Adeptus Nehazet hat sich in der Burg einquartiert nachdem er die von uns ausgearbeitete Version des Rituals vorgelegt hat. Der morgige Tag verspricht interessant zu werden.

2 Praios Nachmittag.

Interessant trifft es nicht. Nach einem gemächlichen Frühstück am morgen schlenderten wir hinauf zum Staudamm. Dort zeigte sich wie nervös der Potentat war. Überall standen Wachen mit bereitgehaltenen Armbrüsten oder Schwertern. Der Zugang zur Staumauer selbst war untersagt. Auch dort standen Wachen als ob irgendjemand über den See schwimmen könnte um den Emir anzugreifen. Delia begleite mich die gesamte zeit und wir unterhielten uns unschuldig über dies und jenes. Dann erblickte sie einen alten „bekannten“ einen Wächter der ihr geholfen hatten in die Burg des selbst ernannten Emirs zu kommen. Dann begann das Ritual. Eine äußerst beeindruckende Gestalt eines elementaren Meisters erhob sich bis zu zehn Schritt hoch über uns und hörte auf die Beschwörung des Emirs. Und dann fing das Chaos an. Das Erzelementar fragte in einem beleidigten Tonfall eines Schuljungen nach seinen Diamanten und als keine Antwort erfolgte regierte es auch genau wie einer in dem es mit all seiner Kraft auf den Staudamm einschlug. Das führte dazu das die Erde rund um den Stausee erbebte schlimm genug das nahezu alle anwesenden Personen hinfielen.

Dies alleine wäre schon ein Desaster gewesen den das Elementar wütete erbost gegen den Staudamm und trug mehr und mehr des beeindruckenden Bauwerks ab. Doch aus irgendeinem Grund fingen die wachen an untereinander zu kämpfen. Und dann trat Delia aus der ängstlichen Menge hervor und zeigte sich ihrem Bekannten. Die Wut im Gesicht des Wächters zeigte deutlich das seine Erinnerungen an Delia nicht nur fröhlicher Natur waren und so entschieden Azina und ich in stummer Übereinkunft Delia in die scheinbare Sicherheit der Menge zurück zu ziehen. Doch der große Wächter Schafte es ohne große Schwierigkeiten uns drei zierlichen Frauen einzuholen und griff ohne inne zuhalten und sich um das Gedränge zu kümmern Azina an. Ich entschloss mich einzugreifen und trat ihm kurzerhand in die empfindlichste stelle. Er war somit kurzerhand und schnell außer kraft gesetzt und erst mal bewegungsunfähig. Leider musste einer der Wächter Adleraugen gehabt haben den er und ein weiter steuerten direkt auf uns zu.

Die Menge war nun nicht mehr zu halten und floh weg vom Stausee. Ich erinnere mich das ich versuchte mich geduckt in der Menge zu halten als urplötzlich eine Frau neben mir einen Bolzen in der Schulter hatte. Einer der Wächter war so wahnsinnig gewesen in die Menge zu feuern vermutlich sogar um mich zu treffen da ich ja seinen Kameraden getroffen hatte. Ich entschloss mich die Frau in Sicherheit zu bringen. Travia sei dank bin ich schwere Arbeit gewohnt und es war kein Problem sie in Sicherheit zu bringen. Als sie in Sicherheit war entschloss ich mich von Rondra beseelt meinen Gefährten zu Hilfe zu eilen. Beide kämpften mit den Wächtern. Mein Entschluss bezahlte ich mit einem Bösen Treffer über meine Rippen. Danach wurde es alles etwas verschwommen ich weis nur noch das wir in einem Moment kämpften und im nächsten die Ferkinas angestürmt kamen. Die verbleibenden Wächter wurden chancenlos niedergemacht und dann als ich mich um die Wunde der durch den Armbrustbolzen verwundeten kümmerte schien es wieder in Ordnung zu kommen. Doch dann zeigte sich das manchmal die Heilung schlimmer ist als die Pest. Ich werde das Geschrei, die Trauer, die Wut und das Entsetzen nicht vergessen als die wilden Ferkinas plötzlich anfingen willkürlich junge Frauen aus den zusammen getriebenen Dorfbewohnern zu stehlen. Immer wieder trat einer der Ferkinas zwischen die bauern und zog ein armes Opfer brutal zu seinem Pferd und dann trat einer von diesen Lüsternen Kerlen auf mich zu. Im Nachhinein war meine Reaktion dumm doch ich konnte nicht anders als die Hand die nach mir Griff weg zuschlagen. Wäre Delia nicht gekommen würde ich jetzt berichten können was mit dem armen verschleppten Frauen passiert. Aber sie kam und stellte sich schützend über mich. Ich bin ihr sehr dankbar dafür und doch bleibt das Gefühl der Schuld. Schuld das die anderen Frauen davon getragen wurden während ich verschont geblieben war. Danach ebbte das rauben nach einer weile ab und plötzlich wie sie gekommenen waren verschwanden die berittenen wieder.

Danach.. Der Emir fand sein endgültiges Ende durch die Hände von Delia der Verbleib von Nehazet war für den Moment unklar nur sein Stab war zurückgeblieben. Wir entschlossen uns ihn in der Burg zu suchen. Auf den Weg dahin mussten wir aber sehr bald rast machen um Azina zu versorgen. Sie hatte während des Kampfes mit den Wachen am meisten Schaden genommen hatte sich aber geweigert gehabt sich versorgen zu lassen. Ich hoffe nur das ihr Stolz sie nicht irgendwann in eine Situation bringt die ihr Vorzeitiges ende bedeuten würde. Müde betraten wir die Burg nur um zu unser erstaunen einen bleich aussehenden Nehazet vorzufinden der wie wir erfuhren Bey dieses Landes geworden ist. Ich war und bin immer noch etwas überrascht das dieser verwirrt wirkende Mann sich so gut auf politischen Parkett behaupten konnte. Als wir uns von der Last befreit Im Tronsaal des Beys ausruhten kam ein Wächter hinein der uns berichtete das der Harem des Beys sich zerfleischen würde. Neugierde packte mich und ich ging zusammen mit Delia zum Harem doch entschloss mich erst mal in einer ruhigen ecke diese Zeilen zu schreiben während der Lärm neben an langsam nachlässt.

Ein Fest um die Macht des Wassers zu feiern

02. Praios 1026 nach Bosparans Fall

Wir saßen gerade in meinem Thronsaal und ich unterhielt mich mit Azina saba Belima, ich denke Ihr gefiel der Vorschlag meinerseits ihrem Onkel Omar al’Alam eine neue Anstellung zu ermöglichen. Zwischenzeitlich wurde der Nachtwind umdisponiert. Als Delia wieder zurückkehrte, offensichtlich war Sie tatsächlich im Harem gewesen, wie vereinbare ich das nur mit Travias Erwählung? Jedenfalls berichtete Sie das die Damen wohl begierig darauf wären sich vorzustellen, möglicherweise mit Travias Aspekt auf Traditionen (?), ja das könnte funktionieren, da ich mich in der Zwischenzeit schon auf den Thron gesetzt hatte und Delia offensichtlich auch teilhaben wollte an dieser äh Vorstellung setzte Sie sich auf eine der Kissen vor dem Thron, die anderen taten es Ihr gleich.
Die Damen wurden hereingeführt und eine Dame welche sich als Abrizah al-Azila vorstellte gesellte sich in meine nähe und stellte die anderen Damen vor, diese anderen Damen begannen sich akrobatisch zu verrenken, ich denke diese Körperfertigkeit wird Tanz genannt, bin mir da jedoch nicht vollkommen sicher, überschreitet es doch alles was ich in diesem Zusammenhang ersichtig wurde bei weitem, gut das letzte mal tanzte ich in Khunchom, ist also schon etwas her, wo war ich, achja die anderen Damen.
Die zweitälteste mit 25 Götterläufen und bewandert im erzählen von Geschichten, vermute ich jedenfalls, wobei die umschreibende Wortwahl etwas seltsam anmutete, hmm wahrscheinlich so ein mhanadischer Ausdruck denn ich weder in Khunchom noch in Punin gewahr wurde, hie0 Isha az-Zahra. Die drittälteste mit 19 Götterläufen, welche wohl in der Kunst der Massage bewandert sei, hieß Nedime ash-Shabra. Und die jüngste unter ihnen war die 16 Götterläufe alte Renahban saba-es-Sulef, jene wurde als Kind in den Harem aufgenommen und von den anderen Damen unterrichtet.
Aber viel fesselnder als die akrobatischen höchstleistungen, von denen ich teilweise gar nicht wusste das jene möglich wären, war die tatsache das zwei der Damen über Thaumatursome verfügten, in dem Besitz von Abrizah al-Azila befand sich ein Diadem welches verzaubert war, eine der anderen Damen trug einen Armreif welcher verzaubert war, beide werde ich mir in nächster Zeit genauer beschauen müssen. Bevor ich so eine wichtige Entscheidung wie die der Shanja treffen wollte, erschien es mir sinnvoll die Damen genauer kennenzulernen, dies teilte ich dann auch Abrizah al-Azila mit.
Später erfuhr ich noch das die Damen um ihren Schutz besorgt waren, was nun wirklich nicht angehen konnte, es wurde schnell eine geeignete Wache, eine Achmad’Sunni, verpflichtet den Harem zu bewachen.
Auch Assaf, der ehemalige Wesir der beiden Vorgänger gesellte sich bald zu uns, er stellte sich als nützlich heraus, ich könnte ihn vielleicht als Assistenten nutzen, der Posten des Wesirs ist ja schon vergeben. Ich fragte ihn dann auch ob sich noch andere Gefangene in dem Kerker befänden und er wusste tatsächlich von dreien, einem Schmied der seine minderwertigen Waren zu überteuerten Preisen veräußerte und zwei Bauern, der eine um die 20 Götterläufe und der andere um die 40 Götterläufe, welchen beiden vorgeworfen wurde die Versorgung der Residenz ihres Herrschers vernachlässigt zu haben. Ich befahl ersteinmal man möge ihnen die Ketten abnehmen, es dauerte zwar etwas bis dies getan wurde, aber es wurde getan. Anschließend ließ ich mir vortragen was genau vorgefallen sei, der Schmied berichtete mir seine Geschichte und ich kamm zu dem Entschluß das es nichts war, was eine Verurteilung zu Kerkerhaft begründen würde, er wurde demenstprechend von mir freigelassen, ferner bot ich ihm an, in meine Dienste zutreten, sollte ihm danach sein. Die beiden Bauern berichteten, genauer gesagt der jüngere der beiden, mir das ihnen das hölzerne Tragestück der Wassereimer zerbrach als Sie Wasser holten und dass Sie dadurch unpünktlich waren, da ich auch dies als unverschuldet ansah, beschloss ich auch jenen die Freiheit zu schenken. Allen vormaligen Gefangenen wurde es gestattet sich vorher zu kräftigen.
Die Gesandschaft des Dorfes, bestehend aus dem Dorfältesten und einem Anverwandten von ihm, sowie der Tochter des Karawansereibesitzers wurde als nächstes vorgelassen. Der Dorfälteste erhielt zuerst das Wort, wir unterhielten uns über einige Dinge, uner anderem war er froh das ein weiser Herrscher nun das Land regieren würde, sei aber etwas verwundert, mit welchem Anspruch ich das Land beherrschen würde, da die Shanja doch vom Winde verweht wäre (gut das waren nicht exakt seine Worte). Ich erzählte ihm von Collegus Rafim Bey ibn Rizwan, welcher nun auch der Emir dieses Landes sei, und das jener mich zum Bey über dieses Land gemacht habe. Dann berichtete er noch wie erleichtert die Bewohner des Dorfes seien, dass das Wasser nun wieder fließe, das aus diesem Grund der heutige Tag ein Feiertag sein solle und jener meinen Namen tragen werde. Als nächstes sprach dann die Tochter des Karawansereibesitzers, Sie wollte versichert sein, dass die karawanserei unabhängig sei, dass es ihnen wieder gestattet sei eigene Wachen anzuwerben und das Sie die alten Abgaben (des vorherigen Emirs, also vor dem letzten Emir) nur zu leisten hätten, ich sah ersteinmal nichts was dagegenspräche, bat mir jedoch aus entsprechende Informationen durchsehen zu wollen um eine gerechte Entscheidung zu treffen. Sie verließ anschließend den Thronsaal. Ich wurde noch herzlich auf das Dorffest eingeladen und sagte auch zu jenes aufzusuchen, wies noch daraufhin, dass die Gefangenen der vormaligen Potentaten frei seien und bat ihn diese doch mit ins Dorf zu geleiten, bzw. umgekehrt.
Anschließend ließ ich nocheinmal nach Assaf schicken, ihm trug ich auf eine Inventurliste von Tulufs (ehemaligen) Karren zuerstellen, dann folgte noch ein geplänkel mit zwei Bey Barschas, welche beide zum Agha befördert werden wollten, ich teilte ihnen mit, dass ich mich alsbald darum kümmern würde, Sie sich jedoch noch zu gedulden hätten.
Nun erst sollten wir die Muße finden, uns umzukleiden, Delia zog sich dafür zurück, da ich wusste, dass ich mich nicht unangemessen entblößen würde entschied ich mich für eine schnellere Variante, ich wechselte von dem Festgewand in das Große Gewand, ersteres war ja etwas beschädigt, dabei bemerkte Collega Peddersen meinen Arm und besah sich auch prompt jenen, offenbar war der Verband nicht nach ihrem Geschmack, sie legte also einen neuen, morgen (oder übermorgen) sollte ich genügend Kräfte gesammelt haben um das eigenständig curieren zu können. Wie es Sitte war legte ich mir anschließend einen Turban an, was auch einige Zeit dauerte, da ich schon länger keinen Turban mehr trug und es beinahe genauso lang her ist das ich sah wie er gewickelt wurde, aber natürlich gelang es mir einen imposanten Turban zu aufzutürmen, ich entscheid mich noch jenen mit einer Saphirbrosche zu verzieren. Auf dem Hof wurde mir dann noch eine Eskorte zur Seite gestellt, der alte Emir musste wirklich ziemlich verhasst sein, Azina saba Belima und ich samt Eskorte begaben uns zum Fest. Assaf erhielt vorher noch frei, dass heißt, wenn er mit seiner aktuellen Aufgabe fertig sei. Collega Peddersen und Delia waren schon vorgeeilt. Unten begneten wir dann erneut Kalkarib dem Sohn des Karawansereibesitzers von El’Trutz, jener wollte wohl sowohl Delia ehelichen als auch Gespräche über Handelsbeziehungen führen, ich vertröstete ihn auf den nächsten Morgen, wollte ich das Dorf doch nicht beschämen und Ihr Fest durch schnöde Verhandlungen beleidigen. Delia sollte ihm das Land zeigen, so er das wünschte, ferner erhielt er ein Quartier in meiner Burg (zu einem Palast sollten noch einige Umbauten stattfinden).
Danach wollte die Dorbevölkerung eine Rede von mir hören, ich versuchte mein bestes, um zu verdeutlichen das ich es als notwendig ansah, dass alle hart arbeiten werden müssen um das Land wieder in ein Kleinod unter den Tulamidischen Staaten zu verwandeln, das es uns aber möglich sein wird, dies gleichsam wie eine Oase, die sich in der Khom erhebt, das Land wieder in einen fruchtbaren Garten zu wandeln, welcher uns Reichtum und Wohlstand brächte und das diesem Ort großes bevorstünde. Natürlich war es ein voller Erfolg. Diese Rede hielt ich noch einige male, mir fiel auf, dass die Damen, welche mir Tee und andere Erfrischungen reichten, ziemlich freizügig für so eine ländliche Region waren, meine arkane Visitation musste ich aufgrund meiner schon stark beanspruchten Kräfte abbrechen, nunja in den nächsten Tagen werde ich wohl genügend Zeit haben um entsprechendes durchzuführen.

Der Abend neigte sich dann auch rasch dem Ende zu, und ich schlief mit Gedanken und Plänen über das kommende ein.

Abschied naht

Herzhaft gähnt Azina in ihren linken Handrücken. Erschöpfung beginnt sich in ihren Gliedern breit zu machen. Dennoch bleibt sie standhaft auf ihrer Position.

Ach, ich bin es überdrüssig, noch länger hier zu verweilen. Das Fest war zwar ganz amüsant – vor allem die sichtliche Überforderung von Nehazets, der sich vor „Angeboten“ kaum retten kann – aber dennoch ist es an der Zeit diesen Gestaden den Rücken zu kehren.

Zu lang lastet diese Bürde … diese Schuld … diese Schande !! … bereits auf mir. Es wird Zeit sich dem zu stellen, wovor es mir seit zwei Götterläufen graut. Dem Heimweg und der Begegnung mit all dem Spott und all der Häme, welche mir noch bevorstehen. Das Treffen mit Sefira ist zuweilen offen. Ihre Reaktion auf ihre Schmach und ihre Demütigung steht noch aus sowie die Einhaltung des Versprechens, das sie mir über den Dächern von Fasar im Angesicht des Todes gab. Wird sie sich daran halten?

Hinzu kommt, dass Tante Tulmirya mir mitteilte, dass meine Mutter Belima erkrankt ist. Vielleicht sollte ich Jane bitten mich zu begleiten, eventuell weiß sie einen Rat.

Stumm schüttelt Azina über sich selbst verärgert den Kopf.

Nein, das geht nicht. Ich muss diesen Gang allein antreten. Mich selbst meiner Schuld stellen. Außerdem werden ja wohl fähige Heiler vor Ort sein, um das Nötige zu veranlassen. Und falls nicht, werde ich jemanden beauftragen, der es tut!

Des Weiteren habe ich eine offizielle Aufgabe des hiesigen Beys zu erledigen: Ich muss Omar al’Alam einen wichtigen Brief überbringen.

Kalkarib hinter sich her führend, schlendert Delia urplötzlich in das Sichtfeld der jungen Aranierin. Verträumt blickend zeigt die Hexe dem Karawansereissohn die Schönheit des Steppendorfes im späten Sonnenuntergang. Jane ist wieder einmal in eine konstruktive Debatte mit Bey Nehazet verstrickt. Beide ringen verbal wuchtig um den besseren Ansatz, während die Dorfbewohner den 1. Nehazet ausgelassen mit Tanz und Gesang feiern und betrinken. Nur drei Lichter fallen dem aufmerksamen Betrachter auf: Das Eine ist das flammende Ende eines Magierstabes, der wild den Gesten seines Trägers folgt. Die anderen beiden sind unscheinbar wie auffällig, da sie schwächer erstrahlen undeine andere Färbung aufweisen. Das kalte eisblau des einen der Zwölfen entströmt von Azina, die reglos hinter dem neuen Potentaten steht und ihren erhabenen Blick nun wehmütig in die Ferne gen Rahja schweifen lässt…

Es schmerzt mich … doch …, sie verlassen zu müssen. Wie sie leben und sich freuen. Die Lebensfreude dieser Menschen ist unglaublich. Wir werden uns wieder sehen, meine Freunde, da bin ich sicher.

Mutter!

Halte durch, ich komme heim.

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Gedanken der Azina

Die Hexe und der Novadi

*Auf dem Weg von den Feierlichkeiten zur Feste*

Dieser Mann ist wirklich unglaublich! Wie mitten aus dem Nichts erschien er und mischte sich in meinen Kampf ein. Ich hätte diesen widerlichen Fettwanzt auch ohne seine Hilfe niederringen können. Dann besaß er noch die Frechheit auf meinen Stab zu treten und jenen mir zu entwenden. Gut er gab ihn mir zurück… ABER!
Doch dann wollte er mich noch vor aller Augen bloßstellen. Das kam aber anders als er dachte. Schließlich war es der große Krieger der kleinlaut um eine eher private Unterhaltung bat. Oh war mir das eine Freude.

Meine Gedanken sind uneins… einerseits ist seine ganze Lebensart, Weltanschauung … einfach alles… so gegen meine eigene… doch andererseits faziniert mich jede Geste und jeder Satz… Noch nie war ein Mann so dreist und noch nie so undurchschaubar für mich. Natürlich könnte ich mit einem Zauber seine Gefühle erspüren, doch das wäre langweilig… Reizvoll aber langweilig.
Er scheint sich stark zu mir hingezogen zu fühlen, verbrigt diese Gefühle doch sehr gut hinter einer eisernen Mine und verwirrenden Ausreden.

Ich mache mir auch Sorgen um ihn. Was ist mit seiner Familie… wie fast sie das alles auf. Er der älteste Sohn und eine Ungläubige. … Oh man… was passiert nur mit mir?…. und was passiert wenn er erfährt wer, was und wie alt ich bin…

— Delias Gedanken —

 

Der Emir ist tot, lang lebe der Bey

02.Praios 1026 n.B.F.

Endlich ist es soweit, dass sich nach Wasser verzehrende Land wird seinen Durst gestillt bekommen. Aber beginnen wir der Reihe nach, um meine Möglichkeiten zu erweitern zog ich es vor, erneut einen Teil meiner Vitalkraft in astrale Kraft umzuwandeln, dabei verkalkulierte ich mich wohl geringfügig, bezüglich der negativen Auswirkungen auf meine Konzentrationsfähigkeiten. Anschließend schloss ich noch letzte Vorbereitungen für den Beginn des Tages ab. Danach nutzte ich die Gelegenheit um die hiesige Küche näher kennenzulernen. Nach der Sättigung meines Corpus begab ich mich zur Karawanserei, Azina saba Belima harrte erneut wachend über ihren Speer aus. Im Inneren der Karawanserei fand ich Delia und Jane vor, wir berieten uns noch kurz. Anschließend näherte sich die Stunde des Rituals, die Gefolgsleute des Emirs begannen damit die Bewohner der Umgebung und die Gäste zu nötigen sich doch das Ritual, welches der „Ehrenwerte“ Emir durchführen würde um das Wasser wieder sprudeln zu lassen, anzusehen auf das Glanz und Glorie seiner Taten sich auch weiterhin mehrten, oder so ähnlich. Um meine Begleiter, vor allem die innig gesuchte Delia, nicht in Gefahr zu bringen beschloss ich mit einigem Abstand vorran zugehen. Der Aufstieg war wieder zehrend am Leibe, sollte unbedingt einen Aufzug installieren, ähnlich wie diese Konstruktionen in den Erhabenentürmen oder den sich selbstständig bewegenen Gegenständen in Punin, hätte ich nicht nach alternativen Möglichkeiten der Illumination der Umgebung gesucht, hätte ich mich damals wohl stärker mit der moventia beschäftigt. Wir erreichten also, gemäßigten, Schrittes den Staudamm, vor dem Ritualplatz war ein Pult, mit Stehfläche für den Emir errichtet, warum auch immer, ich konnte die Dorfbewohner, und ich stand unmittelbar neben dem Emir, nicht sehen, ich zweifelte doch stark daran, dass der Emir seine Bevölkerung durch diesen geringfügigen höhenunterschied bewundern, bzw. von diesen bewundert, werden könnte. Auf dem Pult wurde die Instruktionen für das Ritual ausgebreitet, die Siegel wurden bereitgehalten und das Ritual begann. Wie zu erwarten erschien tatsächlich ein, doch recht, beeindruckender Elementarer Meister des Erzes, welcher auch erst relativ gemächlich war, bis zu dem Punkt wo ihm einfiel, das er noch bezahlt werden müsse, war ja klar, alle 49 Götterläufe und kaum halten wir das Ritual ab, ist diese Frist vorbei, typisch, manchmal frage ich mich, ob wir nicht selbst einen gigantisch wuchernden karmatischen Kausalknoten um uns zu bilden beginnen, weiterhin verlangte er, natürlich, nach den Diamanten, welche der Emir zu seiner damaligen Freude so großzügig verprasste, was ja auch vorherzusehen war, ich fragte mich wirklich, wo dieser Herrscher war, als Hesinde und Nandus ihre Gaben verteilten. Von Zorn erfüllt über das nicht einhalten der Abmachung begann der Elementare Meister damit seinen Staudamm zu zerhauen, ich begann also mit meiner eigenen Darbietung, leider wurde auch ich nicht gesehen, was solls, ich forderte also, knapp, vom Wasser  zu fließen. Der Emir erschien erbost, warum auch immer, er wollte das das Wasser fließt und das tat es, dafür dass er zu blöd war, einige wichtige Dinge zu bedenken kann ich ja wohl nichts. Und beschloss als nächstes zu verschwinden und rief also den Luftdschinn. Vorher musste ich jedoch feststellen, dass ein ausdörren der Vitalkraft in einer Bedrohungssituation mehrere problematische Nebenwirkungen aufweisen kann, in meinem falle war dies ein Scheitern eines Cantus welchen ich zur Verteidigung meinerseits webte. Und da der Emir nicht reden sondern nur seinem Stahl das Wort oder eher den Streich gestattete, wurde ich schwer an meinem rechten Arm verletzt, wie das schmerzte, ich musste durch den Schock bessinungslos geworden sein, wie unpässlich, aber praktischerweise begann sich die Luft vorher um mich zu erheben, so dass ich noch nicht, es wäre auch ein gigantischer Verlust für Dere gewesen, ein (sehr) frühzeitiges Ende fand. Ich kann einige hundert Schritt über dem Boden zu mir, der Arm schmerzte stark, bei so einem Hemmnis der Konzentration kann ich verstehen, warum der Aktionsradius mit einer entsprechenden Beschädigung des Corpus rapide eingeschränkt wird. Der Dschinn berichtete mir das es knapp unter 3500 Kakteen in der Umgebung gäbe, meine Konzentration schweifte erneut ab, schade, die genaue Zahl hätte mich interessiert. Ich wurde auf dem Dach des Emirspalastes abgesetzt, ohne das die Wachen mich bemerkten, da ich im Moment doch etwas stark eingeschränkt war, trug ich dem Dschinn auf die Shanja in Sicherheit, also zu Collegus Rafim Bey ibn Rizwan, zu bringen. Er begann auch sofort mit der Umsetzung desselben, ich konnte nur noch geschrei und gezeter das dadurch folgte wahrnehmen. Ich probierte meine Schmerzen zu ignorieren und mittels der Wirkung eines Balsam Salabunde Cantus meine Wunde zu versorgen, aber die durch die geringe Vitalkraft geschwächte Konzentration versagte mir erneut ihre Dienstbarkeit, mein Cantus versagte, erneut. Mir blieb also wenig übrig als abzuwarten, erst jetzt fiel mir auf das mein Stab nicht bei mir war, ich muss ihm am Staudamm zurückgelassen haben, vermutlich als ich durch den Schlag des Emirs bessinungslos umstürzte. Ich beschloss mich auszuruhen, sofern das möglich war. Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass sich jemand dem Dach näherte, ich krammte meine Bürste hervor und nutze die letzte Anwendung um meine Kleidung zu reinigen, ein Gefolgsmann des, inzwischen vermutlich verstorbenen, Emirs gefolgt von zwei weiteren Söldnern trat auf mich zu, fragend ob ich Nehazet ibn Tualchim sei, was ich bejahte. Er begleitete mich nach unten, wobei seine Leute angewiesen wurden mir stützend zu helfen, ich konnte bemerken dass der Wachhabende Offizier in Selbstgesprächen verwickelt war, ohne es genauer zu überprüfen, aber ich vermutete dahinter das Werk von Collegus ibn Rizwan, genauer einen Diener Lolgramoths, Yel’Arizell gehießen, den Säer der Zwietracht. Spontan wurde dann doch beschlossen mich zuersteinmal nach unten in den Hof zu bringen. Dort dauerte es auch nicht lange, bis die Truppen Gäste bemerkten, auf die Frage, was nun zu tun sei, rief ich zurück das die Tore geöffnet werden sollten, es handle sich um Verbündete, der Beeinflusste stimmte zu. Nach einigen weiteren Momenten wurden die Tore tatsächlich geöffnet. Einige berittene Dienstleute des Beys von Naggilah ritten in den Hof hinein, kurz danach gesellte sich auch Collegus ibn Rizwan dazu. Von jenem wurde ich auch sofort als Bey von Khorrestan tituliert, es freue ihn mich wiederzusehen, seine Frau sei wohlbehalten angekommen und soweiter und sofort. Die verbliebenen Leute des ehemaligen Emirs, wurden vor die einfache Wahl gestellt, mir ihre Treue zu schwören oder, im besten Falle, sofort zu verschwinden. Sie entschieden sich für den Treueschwur. Danach verabschiedete sich Collegus ibn Rizwan, der Wesir, welchen er stellen würde, söllte in kürze ankommen. Ich verlangte als nächstes nach einen Stock, um mich zu stützen, danach wies ich meine Leute an, einige Personen, namentlich Azina saba Belima, Delia und Jane Peddersen, zu mir zu bringen, sollten Sie vor dem Palast erscheinen, anschließend wurde meine Wunde versorgt. Nachder Wundversorgung hatte ich auch das „Vergnügen“ mich mit Tuluf, den Verkäufer von Tand und überdies Bruder des verstorbenen und ungeeigneten Potentaten, zu befassen, jener forderte sein Recht ein, was genau worin bestand? Ach ja er wollte Emir an stelle des Emirs werden, er eiferte sich vieler Dinge, irgendwann war es mir einfach zu viel, ich hatte schließlich wichtigeres zu tun, ich stellte ihm einige wenige Bedingungen, Hesinde verzeih, aber du und Nandus ihr habt anscheinend der ganzen Familie eure Gaben verwehrt, oder? Das er erstens Azina saba Belima ihren Speer zurückgeben solle und, naja der Rest war eigentlich relativ egal, da er die Situation immer noch nicht erfasste, begann ich mich an seinen Söldner zu wenden, jener entschied sich für die weise Wahl sich mir anzuschließen und schlug Tuluf ersteinmal, prophylaktisch, ins Gesicht, danach ließ ich ihn in eine Kerkerzelle nach Wahl des abführenden Söldners führen. Weiterhin wies ich meine Leute an, doch den Wagen von Tuluf ibn Harun sicherzustellen, in diesem Moment tauchten Azina saba Belima, Delia und Jane Peddersen auf. Delias Reaktion war nach vorne zu stürmen, was wohl als Angriff gedeutet wurde, Feqz sei dank konnte schlimmeres vermieden werden, lediglich auf den gebührenden Abstand bestand mein Söldner. Wir begaben uns in das Palast innere um zu reden. Nach einiger Zeit erschien auch ein Söldner mit dem von mir beschriebenen Speer, er war viel schwerer als er aussah, lag vermutlich nur an meinem verletzten Arm, jenen übergab ich an Azina, welche, ungewohnterweise, begann mich zu umarmen, ich schlug ihr vor, weiterhin ihren Onkel Omar al’Alam zu fragen ob er nicht in meine Dienste als Wesir treten wölle, Delia und Jane sagten noch etwas bezüglich des Harems und einer Frau für mich und machten sich auf den Weg, vermutlich, in selbigen. Zum Ausklang des Tages, hielt ich es noch für sinnvoll den Dorfältesten davon unterrichten zu lassen, dass ein fähiger, weiser, gelehrter, machen wir es kurz das ein neuer Herrscher an der Macht sei, nämlich ich selbst.

Endlich

Endlich ist er mein! Ich fühle seine Kraft. ‚Sein’ eisiger Hauch durchströmt meinen Körper. Ich fühle, wie ‚er’ mich stärkt. Ich fühle ‚seine’ Präsenz. Kristallklar erstreckt sich vor mir mein Weg … ’sein‘ Weg. Ja Firun, ich folge dir! Von nun an, werde ich offen tragen, wozu ich auserwählt bin. Ich bin bereit!

Ein harter Kampf war das dort oben auf dem Staudamm. Mit ein wenig Pech, wären wir alle verloren gewesen. Danke für den göttlichen Beistand, der meine Waffenarme zum Sieg führte.

Stumm, kniet sich Azina – den Speer in aufrechter Position – nieder und murmelt ein stummes Gebet in Richtung seiner Herrlichkeit.

Ich muss noch viel stärker werden! So ein lächerlicher Hieb über die Brust, darf mich nicht derartig schwächen! Muss noch viel stärker werden! Wie sonst soll ich meine geliebten Kameraden beschützen? Ich darf nicht zulassen, dass sie sich einer solchen Gefahr aussetzen. Ohne ihre Hilfe, wäre ich gegen die Soldaten gefallen. Das darf mir nicht noch einmal passieren. Die beiden Frauen dürfen und sollen ihr Augenmerk auf ihr eigentliches Handwerk richten und nicht mir im Kampf beistehen müssen. Eine Schmach. Dennoch bin ich dankbar, dass sie es taten und mir so das Leben retteten, so wie ich bereit bin mein eigenes für sie zu riskieren.

Nehazet hat es geschafft! Er hat Shirdar befreit und ihm Ferkina und einen Dämonologen gebracht … hm … nun ja, es war dennoch ein Gewinn, auch wenn ich nicht gut heißen kann, was die groben Kerle mit den Frauen taten. Doch was sollte ich tun? Unfähig irgendetwas auszurichten, konnte ich nur stumm zusehen, wie sie verschleppt wurden. Barbarisch. Sollen sie das jäh noch einmal mit mir versuchen werden sie sehen, wozu eine Frau im Stande ist.

Wütend ballt Azina die Fäuste. Um daraufhin vor Schmerz zusammen zu zucken. Mit der flachen Hand drückt die das eisblaue Amulett auf ihre Brust und atmet ein einige Male schwer ein und aus.

Grrrrmmmm, ich sollte mich ein wenig ausruhen. Vielleicht wohne ich Janes und Delias Auswahl der Frauen für Nehazet bei. Das könnte interessant werden. Und ein wenig Zerstreuung wird mir gut tun.

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Gedanken der Azina

Letzte Vorbereitungen für das Ritual des Wassers

05. Namenloser 1025 nach dem Falle der Capitale der Gueldenlaender
Das einzige weiterhin interessante, was sich heute ergab, war die Tatsache das ich beim örtlichen Händler für Schriftgut ein ein Epitom des Al-Rashida Naurayan Schah Tulachim, ein Werk unserer geschätzen Vorfahren, leider fehlten mir die Mittel dieses Werk zu erwerben, möglicherweise beim nächsten Mal, schließlich ist der Händler in diesem Ort wohnhaft, ich muss mich also nur in Geduld üben. Azina schien ihren restlichen Tag mit der Observation des Tandverramschers zu verbringen.

01. Praios des Jahres 1026 seit dem Untergang der Haputstadt der versegelten Gueldenlaender
Erreichten Schirdar, das Wasser wird bald fließen, dessen bin ich mir bewusst. Musste gestern noch über einige Worte Delias und einiges des Erlebten nachdenken. In früheren Zeiten wäre ich wahrscheinlich ein Angehöriger der Tradition der Kophtanim geworden.
Überbrachte dem Emir die erfreulichen Nachrichten, das das Drama des Landes in bälde sein Ende finden werde, das sozusagen eine neue glorreichere Aera des Landes anbrechen wird. Aber dieser Herrscher ist mir ein Rätsel, erst droht er mir, um mir kurz darauf eine Stelle als Hofzauberer anzubieten und mich als fähigste Person zu bezeichnen, ob ihm auffiel, dass er mich damit als fähiger bezeichnete als er selbst war? Das Ritual wird am morgigen Tag, dem 02. Praios abgehalten werden, die an den Emir angepasste Variante, bei dessen Zusammentragung mir die Collega Peddersen und Delia hielfen, wurde auch postiv angenommen. Die Tatsache das eines der Siegel in Besitz des Gesandten von Sahib Hairan war erweckte auch keinen Unmut, im Prinzip schien das einzige ungehaltene Wesen in diesem Raum der Nachtwind zu sein. Delia scheint immer noch gesucht zu werden, zumindest verstand ich die Frage nach meinen Begleitern und insbeondere einer rothaarigen Frau so, dass meine Begleiter immer so viel Unmut auf sich ziehen müssen, warum können Sie sich nicht normal verhalten, kann doch nicht so schwer sein. Wurde im Palast einquartiert.
In der Karawanserei konnte ich eine Vorteilsnahme des Emirs, durch meine Arbeit, noch blockieren, in dem ich den anwesenden Boten auf eine besondere Kräuterjagd schickte, da jene nutzbringend für das Ritual wären. Im laufe dieses Tages benachrichtete ich noch den Dorfältesten um ihn von meinem Erfolg zu berichten und davon zu unterrichten, das am morgigen Tage das Ritual abgehalten wird und das Wasser fließen wird, von der vorgeschlagenen Positionierung der Dorfbewohner, riet ich ab, stattdessen schlug ich vor, dass sich die Dorfbewohner auf dem Plateau des Stausees sammeln sollten, so dass jene nicht unter eventuellen Problemen zu litten hätten. Damit wären beinahe alle Kamele in der Oase, um einen entsprechenden Terminus aus dem Brettspiel Rote und weiße Kamele zu verwenden. Um die letzten Steine zu setzen begab ich mich noch zum Staudamm, auf dem Weg dorthin begegnete ich Delia und Jane, beide haben wohl Kräuter gesucht. Zusammen mit Delia nutzte ich unsere gemeinsame Kraft und convocierte einen Dschinn der Luft, der mir ähnlich sah, hmm hatte Finkenfarn recht mit der propagierten Individualität der Dschinne, ich meine mich auch an entsprechendes aus den alten Märchen meier Kindheit zu erinnern, nun der Dschinn folgte meinen Bitten, nur die Freizeit wusste er nicht zu nutzen, aber da er unbedingt die Kakteen und Menschen zählen wollte, warum nicht, ich weiß ja das zählen spaß macht. Anschließend wurden noch zwei Elementare Diener des Wassers convociert, jene zeigten sich als perfekte Sphären aus Wasser, diese wurden von mir in den Stausee gebunden und sollten am morgigen Tage auf ein Zeichen von mir, ich dachte an ein Arme nach oben recken und das, lautstarke, sprechen von etwas wie:“ Oh Geister die ihr im Wasser innewohnt, schenkt uns die Gunst eures Elementes auf das der Durst des Landes gestillt wird, dies das begehren von Nehazet ay Yash-Hualay von Punin alam el Ketab Rohaldor ibn Tulachims“, oder so ähnlich. Darauf folgend solte eine mannshohe Welle welches sämtliches Erz, getragen von den Wesen aus Humus, auf dem Staudamme fortragen sollte. Auch jene Geister schienen sehr wechselhaft, also erlaubte ich ihnen zu spielen.

Mantra

Ähnlich einem Mantra wiederholt Azina ihre eigenen Antriebe. Sei stark, Hab Geduld, bleib Standhaft.

Sei stark Azina, du schaffst es. Lass die Leute gaffen. Was kümmern sie dich? Hab Geduld. Deine Stunde wird kommen.

Der Tag neigt sich dem Ende zu. Erstaunlich, wie viel er von seinem Tant verkauft hat. Jetzt, wo ich Gelegenheit hatte ihn zu beobachten, ist in dem Chaos auf seinem Stand durchaus eine Ordnung zu erkennen. Faszinierend … hm, er scheint ein wenig nervös aufgrund meiner Anwesenheit zu sein. Gut so. Habe Furcht und vor Allem: habe Respekt.

Nun packt er seine Sachen und geht zum Gasthaus. Ein wenig Schlaf wird meine Sinne erfrischen, auf dass ich die nächsten Tage überstehe. Ah, habe ich einen Durst. Sei stark Azina.

Mit der Wache drohte er mir, HA. Angst Wicht? Nun, sollte er es wagen Hand an mich zu legen … seinen Lebtag bereuen würde er es! Ja bereuen. Bleib standhaft Botin Firuns.

Ich gab ihm mein Wort. Keine finsteren Machenschaften werde ich erwägen. Sei stark.

Ah, er reist in Richtung Shirdar. Das trifft sich gut. Vielleicht zeugt nicht nur der Name von einer Verbindung zum Emir. Zum Glück sind Bakkus und Adaque bei mir. Sei Stark Azina.

Endlich. Shirdar. Lange hast du auf mich warten müssen. Nun wollen wir beenden, was wir anfingen. Hab Geduld.

Oh, er geht hoch zum Palast. Das könnte interessant werden. Ich werde mich am besten zum Karren begeben und den Speer bewachen.

Ich bin Jane und Delia zu Dank verpflichtet, sie ließen mich in ihrem Zimmer schlafen. Obwohl ich gern auf dem Hof Wache gehalten hätte. Nur ließe das die Karawansereiwache nicht zu, dass ich mich des Nachts dort aufhalte. Sei stark. Du schaffst es!

Erschöpft schließt Azina die Augen in dem Wissen, dass sie am nächsten Morgen die Jagt unermüdlich fortsetzen wird.

Kurz nach dem Tagebuch Eintrag

Jane legte gerade das Tagebuch weg in das sie geschrieben hatte als sie wie vom Blitz geschlagen erstarrte. „Bei Nandus Natürlich!“ Entfuhr es ihr als sie ein weiteres bisher unbenutztes Notizbuch aus ihrer Umhängetasche hervorholte. Sie schrieb mit sichere Hand das Wort gehen in Tulamdia nieder dahinter eine einfache Zeichnung einer gehenden Person. „Nicht zu kompliziert, hmm nur mit Bildern die sie können könnte.“ Murmelte sie wärend der Kohlestift gerade zu über das Papier Huschte. Das nächste war Rennen mit bildlicher Erklärung. Und danach Wort für Wort mehr des täglichen Gebrauchs. „Das Alphabet ist nutzlos für sie! Kein Wunder das sie kaum schreiben kann“ Nach den einfachen Verben folgten die Wichtigsten  Gegenstände. Jeder jeweils mit einem einfachen Symbol erklärt manchmal nur ein paar Striche um das Haus zu erklären manchmal eine Skizze mit Schatten um den Fuß zu verdeutlichen aber immer einfach simpel eindeutig. Nach den ersten zehn hielt sie inne. „Der Wortbau ist auch wichtig hm“ Sie nahm den Namen und malte dahinter das Symbol für gehen, dann ein Haus. Darunter fanden die einzelnen Wörter ihr heim das selbe wiederholte sie mit einem weiteren Beispiel dieses mal mit Rennen und dem Haus. Auf Feinheiten kam es erst mal nicht an. Das Buch füllte sich immer mehr. Immer mit Beispielen, bis sie bis zu 100 Wörter die wichtigsten des täglichen Lebens dort niedergeschrieben hatte. „Nun muss sie nur wollen“ Murmelte sie und verstaute das Notizbuch wieder.

((Ich erinner mich leider nicht an den namen Jane hat den aber schriftlich niedergelegt))

Das Leben geht weiter

2. Namenloser

Die Berufung als Karawanenführung ist definitiv kein Beruf den ich auf Dauer ausführen will. Die Händler sind überheblich uneinsichtig und hysterisch. Ich bin nur froh das größere Katastrophen vermieden werden konnten. Es gab eine kurze aber interessante Begegnung mit einem Novadi der Ben Shadif sowie einem Stamm der Novadis die ihn Verfolgt haben. Der uns eine Schatulle mit einer Schriftrolle als Inhalt zu Aufbewahrung übergab bevor er weiter gen Nahgila flüchtete. Kurz darauf kamen uns weiter vermutlich nahezu zwei Dutzend Novadis uns entgegen geritten. Es ist immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel an Reiterkunst und Kriegshandwerk wenn diese in Perfekter Formation auf ein Ziel zustreben. Allerdings wurden sie dieses Mal von einem gutes Dutzend Hobliten Gebremst. Immerhin hat keiner der Reisegesellschaft versucht zu fliehen die Novadis regieren da eher wie scharfe Hunde die erst mal zubeißen. Nun ja wie ich vermutete wollten sie den Reiter und die Schatulle aber ich hab mich entschlossen dass das Glück dem Mutigen holt sein sollte und hab die Schatulle verschwiegen. Ansonsten verlief die Reise recht ereignislos.

Am Abend wurde ich daran erinnert warum das Reisen als Frau in Regionen mit hohem Anteil an Novadis sehr anstrengend sein kann. Trotzdem konnte ich den Preis des Aufenthaltes auf ein normalem Niveau erhandeln. Auf Grund von Platzmangel Teilten wir Damen uns das Zimmer mit dem armen Sahib Selem. Ich hoffe die Nacht wird ruhig.

3.Namenloser

Nachtrag.

Die Nacht war alles andere als ruhig. Ich bin aufgewacht durch das laute Gebell des Hundes Backus. Er ist so gut erzogen das man oft nicht merkt das er im selben Raum ist. Trotz tiefster Nacht und absoluter Dunkelheit konnte ich vermutlich durch den schock angeheizt eine Bewegung vor dem Fenster erahnen. Später haben meine beiden Gefährtinnen mir erzählt das dort ein Seil hing. Ich weis nicht genau was passierte der Erzählung von Azina nach zu urteilen ging sie hinaus auf den Hof um die Wache zu benachrichtigen und wurde überfallen konnte aber ihren Gegner besiegen. Während dessen versuchte ich mich wieder zu beruhigen. Bei den Göttern warum musste es nur so dunkel sein. Nach mehrfachen aufzählen von alten werken im Geiste konnte ich auch etwas Schlaf finden. Delia hat mir auch ihre Hand zur Beruhigung gereicht ob sie ahnt welches Interesse sie in mir weckt?

Der Tag verlief für mich relativ ereignislos. Es gab aber eine sehr positive Entwicklung das Herr Selem dank dem werten Adeptus soweit genesen ist das er schon aus eigenen Kräften wenn auch mit Stütze wieder laufen kann. Auch der Angriff auf Azina am geistigen Abend scheint sich in wohl gefallen aufzulösen. Ich habe in einem sehr interessanten Gespräch mit Azina endlich herausgefunden das sie ebenfalls schon sehr weit gereist ist. Ich habe selten einen Menschen getroffen der in einem so jungen Alter schon soviel erlebt hat und es nicht in die Welt hinausposaunt. Obwohl die Verschwiegenheit wohl deutlich zu ihrem Gott Firun passt. Auch erzählte sie mir von einem Weißen Speer den sie anscheinend Verloren hatte. Ich habe auch wieder einmal hinweise gesehen wieso es Frauen gibt die das leben als Novadi sehr genießen auch wenn es größtenteils hinter verschlossenen Türen passiert. Doch der Umgang im allgemein die Abwertung und Geringschätzung als fühlendes Wesen führen mich immer wieder in Versuchung die Rondianischen Tugenden doch genauer kennen zu lernen. Allerdings ist das nur Gedankenspielerei. Und heute hat Delia bewiesen das eine Frau auch wenn sie komplett verhüllt ist erregender genauso erregend sein kann als wenn sie nackt vor einem steht.  Die Herrin Hesinde Möge mir verzeihen aber sie schafft es immer wieder mich zu reizen und wenn meine Gedanken wieder bei einem anderen Thema sind dann wirft sie sich erneut in Pose. Ob sie mein Interesse wohl verstehen kann? Vieleicht auch teilt? Aber .. nein vermutlich nicht. Sie wird … ich schweife ab. Das Bild von ihre gehört auf jeden Fall zu einem Meiner besten Werke. Auch wenn ich später noch Farbe hinzufügen werde. Nur zu gerne würde ich die Schönheit ihrer Haut mit dem Spiel des grünen Schleiers zeichnen. Die heutige Nacht verbringen wir wieder in Einzelzimmern. Das verwirrende an Novadis für die meisten reisenden Frauen ist das sie trotz der scheinbaren Ignoranz, der Unachtsamkeit und Überheblichkeit, sie die Perfekten Gastgeber sein können. Man kann einen Novadi nur schwer mehr beleidigen als das man eine Frau die sich im seinen Haus als Gast befand anzugreifen.

4.Namenloser

Wir sind wieder unterwegs. Es ist Herrlich wieder die Verantwortung der Führung an Herrn Selem abzugeben. Ich habe ein Gespräch zwischen Nehazet und Delia mitangehört. Es hat mich überrascht welche Möglichkeiten dem Adeptus offen stehen für die ein profanes Wesen erheblich mehr Kraft und Aufwand verwenden müsste falls es diesem Wesen überhaupt möglich wäre die Möglichkeiten nachzuahmen.  Auch hab ich nun die absolute Gewissheit das Delia wirklich eine Hexe ist. Dies vermindert allerdings ihre Faszination für mich nicht im geringsten. Im Gespräch konnte ich erfahren das Hexen sehr ähnlich wie Schamanen sind. Beide basieren darauf das man sie fürchtet und achtet und beide tun wesentlich mehr nützliches als ihr ruf vermuten lässt. Und beide werden dafür sorgen das jeder der ihnen oder ihren Freunden oder der Familie etwas übles will das bereuen wird. Auch habe ich herausgefunden warum die Junge Frau die uns als Söldner begleitet so schweigsam ist. Bei Nandus ich hätte schon früher meine Sorge vor Einmischung in fremde Kulturen überwinden sollen. Sie ist Taubstum. Und ihrer Schriftlichen Kenntnisse scheinen sich nur auf den Satz der ihren Namen vorstellt zu beziehen. Vielleicht fällt mir später ein weg ein wie ich die Sprachbarriere überwinden kann. Falls sie dies überhaupt zulässt. Immerhin wirkt sie im Gegensatz zu mir durchaus in der Lage für sich selbst zu sorgen. Nunja wir sind gen Abend am kleinen Dorf Quadanagar angekommen. Dort lebt anscheinend als Herrscher ein Troll. Ein faszinierender Anblick und eine weiter Sammlung für meine Skizze auch ein Beweis das ein Herrscher nicht sehr klug sein muss um einer guter Herrscher zu sein den dem Land und den Leuten Scheint es recht gut zu gehen.

5.Namenloser

Die Nacht war ruhig und ereignislos zumindest bin ich nicht wach geworden. Aber Azina wirkte merkwürdig angespannt war nur leider so verschlossen wie immer. Auf mich wirkte sie wie jemand der eine Schlaflose Nacht voller Sehnsucht verbracht hatte. Liebeskummer vermutete ich zu erst. Ich teilte meine Vermutung Delia mit und wir konnten beide es nicht vermeiden Azina hinterher zu gehen. Sie folgte einem alten Händler in ein Wirtshaus. Und setzte sich mit ihm an einen Tisch. Ich hab nicht genau heraushören können aber mir war da schon Klar das was immer sie von ihm begehrte er nicht so einfach abgeben würde. Wir sind dem Händler auf den Örtlichen Bazar gefolgt hatten ihn aber aus den Augen verloren. Allerdings wurden unserseits wir von Drei sehr Nachdenklich drein blickenden Novadis verfolgt die Delia und Azina einwandfrei als Sklavenhändler erkennen konnten. Doch als wir in der Nähe des Händlers stehen blieben bewies Delia welche Macht Hexen haben können. Sie murmelte eine Art Gedicht und scheinbar aus heiterem Himmel stützten sich alle Tiere auf diesem Markt auf die Novadis. Auch wenn es mir ein wenig Leid tat die Tiere leiden zu sehen so war ich sehr froh darüber das die Sklavenhändler wenigsten zu einem kleinem Teil erhielten was sie verdienten. Azina gestand uns darauf hin das sie den Speer in Besitz des Händlers wieder entdeckt hatte. Doch gerade als sie den Entschluss fassen wollte den Speer der rechtmäßig ihrer ist dem Händler durch List zu entwenden sprach uns eine alte Talishändlerin an. Für gewöhnlich halte ich nicht viel davon das Symbol der Hesinde wie einen Schild vor mir her zutragen. Eher bevorzuge ich es Ihr Wesen und Verständnis, sowie ihre Mission das Wissen zu mehren mit mir zu führen. Doch Delia lächelte mich an und riet mir dazu diesen Gegenstand zu erwerben. Ich gestehe ehrlich das, obwohl ich durch ihre plötzliche Unterstützung der Taliskrämerin schon eine Vermutung hatte, ich diesen Gegenstand vermutlich allein schon für dieses Lächeln erworben hätte. Ein gemurmeltes danke Schwester von Delia als sie von der Händlerin ein Amulett erhielt bestätigte meine Vermutung das es sich um eine weitere Vertreterin der Hexenzunft handelte. Für Azina hingegen gab sie den Rat sich in Gedult zu üben das sich alles fügen würde so wie die Götter es vorhergesehen haben.