Endlich ist er mein! Ich fühle seine Kraft. ‚Sein’ eisiger Hauch durchströmt meinen Körper. Ich fühle, wie ‚er’ mich stärkt. Ich fühle ‚seine’ Präsenz. Kristallklar erstreckt sich vor mir mein Weg … ’sein‘ Weg. Ja Firun, ich folge dir! Von nun an, werde ich offen tragen, wozu ich auserwählt bin. Ich bin bereit!
…
Ein harter Kampf war das dort oben auf dem Staudamm. Mit ein wenig Pech, wären wir alle verloren gewesen. Danke für den göttlichen Beistand, der meine Waffenarme zum Sieg führte.
Stumm, kniet sich Azina – den Speer in aufrechter Position – nieder und murmelt ein stummes Gebet in Richtung seiner Herrlichkeit.
Ich muss noch viel stärker werden! So ein lächerlicher Hieb über die Brust, darf mich nicht derartig schwächen! Muss noch viel stärker werden! Wie sonst soll ich meine geliebten Kameraden beschützen? Ich darf nicht zulassen, dass sie sich einer solchen Gefahr aussetzen. Ohne ihre Hilfe, wäre ich gegen die Soldaten gefallen. Das darf mir nicht noch einmal passieren. Die beiden Frauen dürfen und sollen ihr Augenmerk auf ihr eigentliches Handwerk richten und nicht mir im Kampf beistehen müssen. Eine Schmach. Dennoch bin ich dankbar, dass sie es taten und mir so das Leben retteten, so wie ich bereit bin mein eigenes für sie zu riskieren.
Nehazet hat es geschafft! Er hat Shirdar befreit und ihm Ferkina und einen Dämonologen gebracht … hm … nun ja, es war dennoch ein Gewinn, auch wenn ich nicht gut heißen kann, was die groben Kerle mit den Frauen taten. Doch was sollte ich tun? Unfähig irgendetwas auszurichten, konnte ich nur stumm zusehen, wie sie verschleppt wurden. Barbarisch. Sollen sie das jäh noch einmal mit mir versuchen werden sie sehen, wozu eine Frau im Stande ist.
Wütend ballt Azina die Fäuste. Um daraufhin vor Schmerz zusammen zu zucken. Mit der flachen Hand drückt die das eisblaue Amulett auf ihre Brust und atmet ein einige Male schwer ein und aus.
Grrrrmmmm, ich sollte mich ein wenig ausruhen. Vielleicht wohne ich Janes und Delias Auswahl der Frauen für Nehazet bei. Das könnte interessant werden. Und ein wenig Zerstreuung wird mir gut tun.
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Gedanken der Azina