Ich sah mir die anmutig erstrahlenden Sterne an, als ich Geräusche aus dem Hof des Gasthofes vernahm. Neugierig lugte ich über den Rand des Brunnens, konnte jedoch keinen genaueren Blick erhaschen, einzig eine Gestalt die sich wphl aus dem Gasthaus schlich nahm ich wahr, nur um wenn es sich dabei handelte erschloss sich mir nicht. Ich tauchte also wieder unter und besah mir weiterhin den Nachthimmel.
Früh am nächsten Morgen kletterte ich aus dem Brunnen, dabei passte ich eine Gelegenheit ab, bei mich niemand sah. Meine Haut noch voll benetzt, vom kalten Nass, und ausreichend verhüllt, denke ich zumindest, wartete ich auf dem Hof, der auch in der Nacht hoch frequentiert war, die geheimnisvolle Gestalt kehrte am frühen Morgen zurück, diese Gestalt einbezogen verließen gestern über eine Hand das Gasthaus, vermutlich hatte es ihnen nicht gefallen und Sie wollten zum lebenmit der Natur zurückkehren.
Sieghelm wurde ich ansichtig, als er das Gasthaus verließ, ich grüßte ihn, er sah überrascht aus, warum nur, wurde er sonst nicht gegrüßt? Nachdem ich ihn also das Gasthaus verlassen sah, beschloss ich selbiges aufzusuchen, dort begegnete ich sowohl Jane als auch Delia. Dabei erfuhr ich das es zu einem Überfall gestern kamm, davon merkte ich in meinem Brunnen nichts, ich bot Jane an mir Ihre Verletzung anzusehen, jene war jedoch nicht allzu tief, insofern war meine Expertise nicht notwendig. Ein paar Leute erschienen und holten Delia ab, ich verblieb mit Jane im Gasthaus und dort warteten wir bis Sieghelm zurückkehrte. Anscheinend wurde Delia in einen Kerker gesteckt, ich frage mich ja warum, sie wawr doch so nett? Jane und ich begaben uns zum Kerker, ein wirklich unschöner Ort, ein paar Blumen und eine nette Wasserquelle könnten die Atmosphäre deutlich verbessern, das habe ich auch gleich vorgeschlagen und ich denke mein Vorschlag wurde wohlwollend zur kenntnis genommen, insgesamt brauchen diese Ansammlungen von totem Material, genannt Städte, deutlich mehr Pflanzen und auch ein paar gute Lagunen und Grotten wären nicht zu verachten, das würde diese Städte gleich viel heimischer machen. Dort wurden wir vorgelassen zu Delia die in einem kleinen Raum hinter Gittern aus Eisenstäben saß, schrecklich einem so netten Menschen so etwas anzutun, aber so teilte Sie uns mit, Sie würde am morgigen Tage wieder entlassen werden, zumindest dies war eine erfreuliche Nachricht. Jane und ich begaben uns anschließend zurück zum Gasthaus, unterwegs unterhielten wir uns noch über die Stadt, Sie zeigte mir ein riesiges Gebäude in dem nur zwei Personen wohnten, was für eine Platzverschwendung, wo soll das nur hinführen, wenn irgendwann jeder so ein Gebäude haben sollte?
Wieder zurück im Gasthaus nahmen Jane und ich an einem seltsamen Ritual teil, die ulkigen rechteckigen Bildchen wurden reihum ausgegeben, diesen Bildchen wurde wohl ein Wert beigemessen, diese seltsamen Metallplättchen die die Menschen so mögen, warum auch immer, jene glänzen zwar schön, zumindest, wenn Sie poliert sind, aber darüber hinaus sind Sie doch eher unpraktisch, wurde wohl ein variabler Tauschwert im Zusammenhang mit den Bildchen mitgegeben. Es sah interessant aus, also beschloss ich an diesem Ritual teilzunehmen, und die anderen schienen hocherfreut über meine Tauschgeschäfte zu sein, nur Jane war aus irgendwelchen Gründen dagegen das ich nach einigen Tauschgeschäften noch weiter an diesem Ritual teilnehme, vermutlich weil Sie so gut war, Ihre Bildchen wurden fast immer mit diesen metallischen Plättchen aufgewogen, und sie nicht wollte das ich irgendetwas falsches mache. Ich begnügte mich diesem Treiben weiter zuzusehen, konnte jedoch kein schlüssiges Muster erkennen.
Der Abend klang für mich wieder im Brunnen aus, des nächtens beim beobachten der Sterne schlich sich wieder jemand aus dem Gasthaus hinaus. Am nächsten Morgen begab ich mich direkt in das Gasthaus dort angekommen beschlossen Sieghelm, Jane und ich uns die Stadt genauer anzusehen, dabei begaben wir uns zum Rosengarten, ein wirklich schöner Garten, und der Brunnen ist viel geräumiger. Vom Rosengarten aus wandten wir uns zum Rahjatempel, ein freundlicher Diener dieser Gottheit zeigte uns den Weg und geleitete uns zu besagtem Tempel. Dort entschieden meine Begleiter zu tanzen, ich bin leider nicht so bewandert in diesem Metier, vertändlich, wenn ich bedenke, dass ich meine Beine noch nicht allzu lange habe. Ein freundlicher Geweihter tanzte auch mit mir, im wörtlichen Sinne, denn meine Beine wollten tatsächlich nicht so wie ich, was zur folge hatte das mir geraten wurde mich treiben zu lassen, unter Wasser hätte ich das besser gekonnt, der Gottesdiener ließ sich durch meine unkenntnis in diesen Belangen nicht stören, ich wurde kurzerhand von ihm in die Luft erhoben, ein guter Gedanke, immerhin berührten so meine Beine nicht den Boden und ich konnte mit diesen kein Missgeschick mehr verursachen.
Nach diesem interessanten Erlebnis begaben wir uns zurück zu dem rotem Kamel. Delia war wieder dort, aber aus einem mir nicht nachvollziehbaren Grund setzte sich Sieghelm nicht zu Ihr, Jane setzte sich neben Sieghelm nieder, da ich nicht wusste wie ich verfahren sollte, ließ auch ich mich in der nähe Sieghelms näher. Delia gesellte sich später auch zu uns, im laufe des Abends und im rahmen der ganzen Ereignisse plagten mich schreckliche schmerzen im Kopfe, ich entschied jene durch etwas Eis zu lindern, Wasser herbeizurufen schaffe ich zwar fließender, aber solange es sich nicht um das heiße Element handelt, bin ich recht gut darin Elementare Manifestationen zu rufen. Das Eis linderte tatsächlich etwas meine Schmerzen. Jane zeichnete mich später auch noch, und Sie ist darin richtig gut, leider ist das Material nicht allzu wasserbeständig, aber naja was solls. Gerade als ich mir das Bild ansah verschwanden Jane und Delia einfach, aber kurz darauf kehrten Sie wieder zurück, ich hatte in der Zwischenzeit auf ihre Gegenstände aufgepasst. Beide trugen Amulette, jene waren mir vorher nicht aufgefallen. Der Abend klang anschließend noch bei Getränken und anderen Genüssen aus, wobei ich aufgrund meiner besonderen Umstände nur vom Tee kostete. Jane und Delia benahmen sich im Laufe des Abends immer ausgelassener.
In der Nacht, als ich im Brunnen war hörte ich sogar jemanden Singen, da es sich dabei wahrscheinlich um ein sehr bedeutsames Lied hielt, denn warum sollte zu dieser Zeit, die sonst meist durch Ruhe gekennzeichnet ist, jemand seine Stimme erheben, beschloss ich die Person zu ehren in dem ich in den Gesang einstimmte, eventuell lag ich einem Trugschluss auf, mehrten sich doch erbost klingende Stimmen, oder lag es an meinem Gesang, habe ich einige Worte falsch betont? Jedenfalls suchten auch ein paar Leute in der Nähe des Brunnens nach etwas, vermutlich nach mir, ich begab mich also weiter unter Wasser und verhehlte meine Präsenz durch eine Verdunkelung der Umgebung.