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Sicher wie in Efferds Hand

Nun bin ich meinem Element so nah, doch trennen mich die Planken der Perle des Perlenmeeres davon, ich könnte zwar hineinspringen und mich darin toben und das Wasser meine Haut umspülen lassen, aber die anderen würden vermutlich recht verwundert reagieren, dabei könnte ich es sogar wieder an Bord schaffen, nunja zumindest mit etwas Hilfe, aber der eine oder andere Elementar wäre im zweifel bestimmt freundlich genug, eventuell später. Aber der Reihe nach…

Am Morgen des letzten Tages in Zorgan bin ich früh aus dem Brunnen des Gasthauses geklettert, ich kann nicht behaupten das ich den Brunnen vermissen werde, er war wirklich unbequem, beim nächsten mal in Zorgan verweile ich entweder wieder im Rosengarten oder im Barun-Ulah, aber diesen kleinen Kasten tue ich mir nicht nocheinmal an, dachte ich zumindest. Das Schiff, welches wir zu nutzen gedachten hieß die Perle des Perlenmeeres, dabei handelte es sich um eine bauchige Kogge, ein gemütlicher Handelsfahrer, ich fragte mich ob ich mit dem Schiff mithalten könnte? Aber um zu vermeiden den Anschluss an meine Freunde zu verlieren beschloss ich auch auf dem Schiff mitzufahren, irgendwie ironisch, wenn ich so darüber nachdenke, ich auf einem Schiff, nunja zumindest gibt es hier genügend Wasser, also gibt es auch keinen wirklichen Grund sich zu beschweren. Der Tag auf dem Schiff verlief angenehm, ich heilte eine kleinere Verletzung Delias, nachdem diese mit Sieghelm eine Waffenübung durchgeführt hatte, der einzigen der es nicht so gut ging war Jane, Sie vertrug die Schiffsreise nicht so sehr, so im Nachhinein fällt mir ein, ich hätte Ihr entweder anbieten können, Ihr ein nicht schwankendes Schiff geistig vorzugeben, Ihre Widerstandskraft zu erhöhen, oder direkt einen netten Geist des Wassers oder der Luft bitten können Ihr bei Ihrer Stabilisierung zu helfen, eventuell Morgen. Das Schiff ist wirklich toll, die Mannschaft ist nett und zuvorkommend, ein Matrose war auch so nett und hat mir etwas Wasser besorgt, ich weiß gar nicht was die anderen haben, ich fand ihn sehr verständnisvoll und er schien genauso faszniert von mir zu sein, wie ich von den Landbewohnern. Gut ich gebe ja zu das ich etwas verwundert war über die große Menge die mir zusah wie ich Wasser trank und meine Haut mit diesem angenehmen, wohltuenden und kühlenden Nass aus dem Meer benetzte. Und so wirklich viel hatte ich nun auch nicht gezeigt, gut die Schwimmhäute, aber das liegt vor allen daran das ich noch keine passenden Handschuhe angefertigt habe, dann die Hautschleier an den Armen, meine Haut, meine Haare und das was sich sonst noch so zeigte, auch ohne Sieghelms eingriff fühlte ich mich sicher wie in Efferds Hand, immerhin war ich nur einen Sprung vom Meer entfernt. Nachdem Sieghelm sich eingemischt hatte, was dazu führte das ich mich wieder in meine langen Gewänder hüllte, zumindest waren diese nun wieder schön feucht und damit sehr angenehm zu tragen. Fragten wir nach einen Fass, das bot mir wenigstens die Möglichkeit mich im wohlgefallen meiner Freunde meinem Element hinzugeben, auch wenn das noch beklemmender war als der Brunnen, naja ist ja nicht so als hätte ich nie gelernt in ruhe mich der Kontemplation hinzugeben, mein Vater Altanan sagte mir immer unermüdlich das ich mich in Geduld und ruhe üben muss und nicht unstetig wie die Gezeiten sein soll, ich glaube das war für ihn leichter zu sagen, als es für mich zu leben ist. Aber nocheinmal zurück zur Mannschaft, die ist wie schon erwähnt, wirklich nett, ein Matrose war sogar so freundlich und dieser hat mir etwas Nahrung an das Fass in dem ich mich befand gebracht, und er bezeichnete mich auch als Meerjungfrau, irgendwie hat er damit ja auch recht, hmm ich denke ich sollte Jane nocheinmal befragen was Sie über mein Volk weiß, immerhin erscheint Ihr Wissen dem Ozean gleich. Apropos Ozean, als Jane später nocheinmal ans Deck kamm, bemerkte ich das sich das Wetter weiter veränderte und in kürze umschlagen würde, eine Wetteränderung hatte ich schon vorher vorhergesagt, nun war es deutlich zu spüren es würde einen Sturm geben, aber so schlimm wird er schon nicht werden, im zweifelsfall muss halt etwas nachgeholfen werden um das Schiff mit diesen netten Leuten weiter über Wasser zu halten. Zur Nacht begab ich mich dann auch unter Deck, ich meine ich wäre zwar auch im Fass auf dem Deck zurechtgekommen, aber das wäre unter Umständen recht schmerzhaft und sehr mühselig gewesen aus dem Fass dann wieder an Bord zu gelangen.

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