Mein ist die Rache

Azina liegt auf ihrem provisorischen Lager im Zimmer des Sahib Selem auf einem bunt zusammen gewürfelten Kissenarrangement und lässt ihre Gedanken an den letzten Tag Revue passieren.

Es amüsiert mich schon ein wenig, dass Jane mit der Karawanenführung Schwierigkeiten hat. Sie kennt den Weg nicht. Weiß nicht um die Gefahren. Und traut sich nicht einmal mit einer Bande gerüsteter Strolche zu sprechen.…

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Alles auf Anfang

Azina seufzte schwer als Jane mit strenger Selbstachtung sprach: „Tja, wer wollte wohl sonst die Führung übernehmen?“ Die junge Falknerin zieht sich zurück und beobachtet das geschäftige Treiben der Menschen auf dem Platz der, in ein mildes Licht gehauchten Karawanserei. Vor allem die verschleierte Söldnerin hat es ihr angetan. Sie folgt ihren eleganten Bewegungen während sie über ihre eigene Situation nachdenkt.

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Der Weg zurück

„Folgt mir!“

Mit einer Fackel in der einen und die Zügel von Janes Pferd in der anderen Hand reitet Azina gen Naggilah. Der Tross der Karavane des verletzten Sahib Selim folgt ihr dicht auf den Fersen. Angestrengt späht sie in die Dunkelheit und versucht Weg, Ziel und Gefahr gleichermaßen im Blick zu behalten. Die Silhouetten der verräterischen Söldner verblassen bereits am Horizont.

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Ewig seid verbunden

Nehazets Untersuchung bei Delia schien von Erfolg gekrönt zu sein. Zumindest konnte ich das auf seinem Gesicht lesen. Eine Verstimmung über ein unlösbares Problem sieht anders aus. Wobei, wenn ich es mir recht überlege, konnte er bisher alles lösen. Im akutem Fall fehlten ihm wohl erneut die Ressourcen, sodass er den feindlichen Zauber nicht sofort brechen konnte.…

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Zurück im Kreise

[fluid][html typography=“Text {color: #000000;}TextLinkPassive {color: #000000;}“]Nach den ganzen Anstrengungen und Strapazen der letzten Tage, dachte ich, ich kann mir nun ein wenig Ruhe gönnen und Adaque und mich pflegen. Es gibt auch Einiges mit Onkel Omar zu besprechen. Ich möchte ihm einen Brief mitgeben, bevor er nach Aranien reist. Das heißt, falls er nach Aranien reist.…

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Schwer erkämpfte Siege

Danke Firun, dass du mir in diesen schweren Stunden beistandest. Danke auch dir Praios, dass die Gerechtigkeit siegen konnte. Einen besonderen Dank gilt vor allem Adaque, der sich so tapfer schlug und mich vor dem Untergang bewahrte.

Mein Onkel ist gerettet, Sefira zur Rechenschaft gezogen, die Ehre verteidigt. Ein wenig schmerzt sie der Gedanke an ihre Dschadra.…

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Das kann nicht sein!

Nein! Das kann nicht sein! Er ist ein Gelehrter!

*Tränen rinnen Ihr über das Gesicht*

Da hat dieses Weibstück tatsächlich, meinen Onkel als Sklaven an die Gladiatorenarena verkauft. Und das, obwohl er ihr lange Zeit wertvolle Dienste leistete. Und das nur, um mich zu kränken und diesen albernen Wettstreit zu gewinnen. Wie kindisch und niederträchtig und …

*sie drückt den Schaft ihrer Dschadra so fest, dass ihre Knöchel weiß hervorstehen*

… und …UND … und so sinnlos.…

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Liebe Eltern

Liebe Mama, lieber Papa,

ich bin es, Azina, eure verlorene Tochter. Macht euch bitte keine Sorgen, denn mir geht es gut.

Es schmerzt mich, dass Ihr durch meinen Weggang so Vieles erleiden musstet. Es tut mir sehr sehr leid. Die Schande, die ich über euch und die Familie gebracht habe, war einfach zu groß, als dass ich es verdient hätte noch länger bei euch zu leben.…

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Verwirrt und Eiskalt mit erhitztem Gemüt

Wie lange denn noch? Wenn man bedenkt, dass wir die gleiche Strecke noch einmal zurücklegen müssen, wird mir ganz trist zumute.

Leider konnten wir nicht länger im Hause des Rafim bleiben. Das Essen war vorzüglich und das Nachtlager weich und bequem. Aber irgendwie haben wir es geschafft, seinen Unmut auf uns zu ziehen. Delia meinte, es liegt daran, dass wir den Ostflügel verwüsteten und eines seiner Schoßtierchen töteten.…

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