Von Albträumen geplagt wirft sich Azina auf ihrem seidenen Himmelbett hin und her.
Falkie … wo bist du nur … geht es dir gut … ? Ach, ich mache mir was vor. Selbst wenn ich ihn finde, in diesem weiten Landstrichen. Selbst, wenn er noch lebt. Kaum wird er mich wieder erkennen. Zu lang dauerte unsere Trennung nun schon an.
Huch? Wo bin ich? … Ach ja, im Palast dieses eingebildeten Magiers. Er scheint ein gebildeter und mächtiger Mann zu sein. Und zu langweilen vermag er auch noch. Selbst seine Diener sind so spannend wie die Predigten Praiosgesannter. Einzig seine dressierten Blaufalken wecken mein Interesse. Erstaunlich, dass er gerade mich bat, sich um sein kleines Problem zu kümmern. Ich bin sicher, dass er oder sein Falkner sich darum kümmern können. Warum also fragt er mich? Sicher nur, um mich zu demütigen. Mir vorzuführen, wie gering meine Künste sind. Aber ich werde ihm zeigen wozu ich fähig bin! Und wenn ich damit einem kleinen Vögelchen einen Gefallen tue, bin ich bereit mich diesem Test zu unterziehen.
Zunächst ist es gut, einige Tage hier zu verbringen. Nehazet wird sich auch wohl kaum mit einem Abend zufrieden geben. Für ihn ist dieser Ort ein wahr gewordener Traum. Nur noch übertroffen von der verborgenen Bibliothek. Dass sein Gesprächspartner ein befremdlich gesinnter Magier ist, scheint ihn nicht zu stören. Andernfalls störte ihn das bei Malum auch nicht, und das, obwohl er offensichtlich etwas Unredliches im Schilde führte. Allem voran ist und bleibt er ein „Collegus“ des geschätzten Adeptus. Jedenfalls gibt uns allen der hiesige Aufenthalt die dringend benötigte Zeit uns zu erholen. Es scheint nicht sein Ziel zu sein uns zu töten, das hätte er längst getan. Er kann uns auf viel „amüsantere“ Art und Weise vernichten. Und wenn wir schon sterben, dann können wir vorher einmal diesen Traum vom unermesslichen Reichtum genießen. So schön flauschig das Bett und so schön die Dekoration. Aber so schrecklich sind diese Skulpturen. Was vermögen Ihre Augen zu sehen? Lieber nicht daran denken.
Ob es hier eine Möglichkeit gibt zu trainieren? Rowin spricht immer von der Angriffstaktik namens Finte. Aber vielmehr träume ich davon, wie man mehrere Gegner gleichzeitig abwehrt. Bewaffnet mit einem Speer kommt so schnell keiner an mich heran. Ideal, um Durchgänge zu verteidigen, während beispielsweise Nehazet allmächtige Magie wirkt. Die Gegner zu erledigen ist zweitrangig. Das tun andere schon ausgezeichnet. Aber es ist ein jemand von Nöten, der die Gemeinschaft gegen eine Übermacht zu verteidigen vermag. Außerdem erfreut es mich, andere an langer Waffe verhungern zu lassen. Mal sehen, wie ich ihn davon überzeugen kann, von seiner fixen Idee Abstand zu nehmen. Immerhin geht es ihm wieder viel besser. Nicht schlecht, was Magie so bewirken kann. Einen Schädelbruch innerhalb von zwei Tagen zu kurieren ist eine traumhaft gute Arbeit. So konnte er das Duell gegen die verfeindete Sippe persönlich führen. Selbstverständlich hätte auch ich den Herausforderer besiegt, auch wenn Rowin anderer Meinung ist. Aber er hätte sich nicht wohl dabei gefühlt, mich kämpfen zu lassen. Also ließ ich ihn gewähren, das stolze Kriegerherz, um mich armes Frauenzimmer zu beschützen. Nur Geduld Azina, deine Stunde wird kommen.
Aber nun sollte ich versuchen noch ein wenig zu schlafen.
Langsam und sanft gleitet Azina in die Welt der Träume über. Umringt von tausenden Vögeln gleitet sie mit Falkie durch die tiefschwarze Nacht … die Vögel … sie greifen an … das Gefäß des Rohal … ist … NEIN … FALKIE … FLIEH … NEEEEIIINNNN … … …
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Gedanken der Azina
Weitere Gespräche zwischen Nehazet und Azina:
Nehazet ibn Tulachim
3. August 2011 at 20:25 · antworten
Habt ihr eigentlich noch etwas von Falkie, eine Feder oder dergleichen?
Ich hätte da so eine Idee…
Ach einige der Statuen weisen arkane Signaturen auf.
Nun jemanden aufgrund seiner Philosophien, Vorstellungen oder Glaubenidealen zu verurteilen liegt mir nicht, Taten sind da etwas ganz anderes.
Insofern respektierte ich Malum als Collegus, doch seine Taten, welche bis zum ersten Gespräch, nur von unkundigen Berichten belastet wurde, konnte ich nicht gutheißen. Habe ich nicht genügend Überlegungen angestellt, um dieses Problem zu lösen.
Oder sollte ich die Leute nach ihren Gedankengängen richten?
Soll ich meine Aufzeichnungen nach einem Schlaftrunk durchsuchen?
Azina
4. August 2011 at 07:33 · antworten
Nein leider nicht. Ich konnte mich beim Abschied damals nicht wirklich verabschieden. Auch meine Falknersachen (Handschuh, Haube) besitze ich nicht mehr.
Das dachte ich mir schon, aber welcher Zauber verbirgt sich dahinter? Nur Abwehr, Spionage oder gar tötliche Gefahr?
Ich weiß, wie Ihr darüber denkt Nehazet, ich verurteile euch auch nicht mehr dafür. Hatten wir ja damals lang diskutiert. Ich verstehe jetzt, wie Ihr es meint. Solang der hiesige Meister uns nicht schadet, soll auch mir seine Gesinnung egal sein.
Nein, danke. Ich denke die nächste Nacht wird angenehmer.
Nehazet ibn Tulachim
4. August 2011 at 07:55 · antworten
Das ist unpraktisch, schade, mit einem entsprechenden Fokus, wäre es vergleichsweise simpel.
Oh Aufgrund meiner Erschöpfung konnte ich nur einen marginalen Blick auf die Welt werfen, mitels mehrfach modifizierten Odem Cantus, sobald ich etwas erholt bin, werde ich eine genauere Examination beginnen.
Akzeptabel, nun denn, ich wünsche euch viel Erfolg, oder wäre euch Vergnügen lieber(?), mit euren gefiederten Freunden.
Gut, dann nicht, ich hätte mir wahrscheinlich sowieso etwas bezüglich der Zubereitung überlegen müssen und denn Zutaten.
Azina
4. August 2011 at 09:17 · antworten
Beides denke ich, mal schaun, wie sich meine gefiederten Freunde so präsentieren.
Nehazet ibn Tulachim
4. August 2011 at 14:16 · antworten
Dann beides, habt ihr schon eine Vermutung, was den Vögeln das gemüt erschwert?
Azina
5. August 2011 at 07:59 · antworten
Noch nicht so richtig, ich habe sie ja erst einmal gesehen. Aber ich kann mir vieles vorstellen:
– es ist kein Vogel sondern ein Mensch, der unglücklich über sein Vogeldasein ist
– er hat nicht genügend Ausflug
– er wurde misshandelt
– er hat etwas traumatisches Erlebt
– ihn wird nicht genug Zuwendung zu Teil
– er wurde geraubt
An rein körperlichen Gründen kann es auf dem ersten Blick nicht liegen.
Nehazet ibn Tulachim
5. August 2011 at 08:40 · antworten
Der erste Verdacht lässt sich relativ schnell entkräften, oder bestätigen, falls er korrekt sein sollte.
Zu den anderen Punkten, nun ich denke das fällt eher in euer Ressort.