Als Lunaluo im Brunnen der Taverne zum roten Kamel lag und durch das Wasser nach oben in den Sternenhimmel schaute, dachte Sie an die Ereignisse der letzten Wochen zurück. Sie hatte ja schon vor einigen Monden erfolgreich einen der Bekannten Ihrer Freundin Lotte gefunden, nur war diese Person, ein gewisser Sieghelm, nicht dazuzubewegen Ihr damals zu helfen, nun da es ihn auch in diesen Landstrick verschlagen hatte, war zumindest die Möglichkeit gegeben ihr anliegen erneut vorzutragen. Auch wenn er bislang nicht allzu offen demgegenüber war, aber seine Begleiter waren Nett.
Aber von vorne, Lunaluo brach vor einigen Monden von dem Hain ihres „Vaters“ Altanan Gwenlian auf, um sich auf die Suche nach Ihrer Mutter Yanu’a zu machen, jene wurde vor vielen Götterläufen von Neckersklavenjägern gefangen, das war noch zu den Zeiten wo es in Albernia schicklich war einen Necker als Sklaven zu halten. Wie Lunaluo in Havena erfuhr, von einem überaus hilfsbereiten Efferddiener, auch die sind Nett dachte sich Lunaluo dabei, wurde das fangen und halten von Neckersklaven auf betreiben eines gewissen Efferddieners mit namen Efferdan ui Bennain, verboten. In Albernia würde also folglich niemand mehr Neckersklaven halten, der Diener Efferds in Havena riet Lunaluo sich nach Süden zu begeben, dort würde der Sklavenhandel florieren, eventuell hatte ein reicher südländer Yanu’a erworben. Also begab sich Lunaluo, nicht ahnend auf was Sie sich da einließ, gen Praios. Eine Freundin die Sie in Havena kennenlernte, eine Schelmin mit feuerrotem Haar, welches Ihr Angst bereitete, aber Sie gewöhnte sich an diese ungewöhnliche Person, mit Namen Lotte Drut erzählte Ihr von ein paar Abenteurern, die Lunaluo bestimmt helfen könnten. Darunter war ein drolliger Krieger, eine stolze Tierbändigerin und ein, zwar netter Magier, dessen Name aber viel zu lang war. Lunaluo begab sich, schwimmend durch den groen Fluß bis nach Hammerschlag. Dort traf Sie auch auf jenen drolligen Krieger, der gar nicht so war, wie Sie ihn sich vorstellte, er verwies Sie, da er zu beschäftigt war. Von einem gewissen Pepe Laubbaum konnte Sie dann allerdings noch erfahren das die Tierbändigerin und der Magier sich weiter gen Praios begaben hatten. So folgte Lunaluo diesen Spuren, wobei Sie nach Möglichkeit den Wasserweg wählte. Die Reise über das Land zwischen dem Großen Fluss und dem Yaquir war eine wahre Tortur für Sie, doch dank der reichhaltigen Wasservorkommen und ihrer arkanen Begabungen gelang es Ihr unbeschadet nach Punin zu kommen, dort traf Sie auf ein paar Händler die von dieser Tierbändigerin und dem Magier gehört hatten, doch jene hatten sich wohl getrennt. Lunaluo beschloss die Tierbändigerin aufzusuchen, da so dachte Sie, jemand der es vermag das vertrauen der Tiere zu gewinnen bestimmt auch ihrem anliegen lauschen würde. Sie begab sich also auf die beschwerliche Reise über den Pass im Raschtulswall, durch eine glückliche Fügung, setzte allerdings die Regenzeit auf der anderen Seite des Gebirges ein, was Lunaluo das Leben und damit das Fortkommen massiv vereinfachte. Von nun schwamm Sie durch den Erkin, bis dieser mit dem Mhanadi und später dem Gadang zu einem mächtigen Fluss wurde. Als Sie sich später erkundigte stellte Sie fest das es für Sie sinnvoller wäre eine Weile an Land oder durch die Luft reisend sich zum Barun Ulah zu begeben. Diesem folgte Sie bis zur Mündung, womit Sie in Zorgan landete. In Zorgan erholte Sie sich ersteinmal von Ihren Strapazen, was Ihr im Rosengarten, dem einzigen Ort in dem Sie etwas Ruhe und Entspannung von der viel zu chaotischen und hektischen Stadt erlebte, die Geister des Gartens waren freundlich und zuvorkommend. Die Menschen guckten zwar seltsam, aber das war Sie mittlerweile gewohnt und auch in dieser Stadt gab es wieder sehr nette Diener des Efferd.
Und am heutigen Tage, dem 24.Boron, traf Sie dann doch tatsächlich auf Freunde der Bekannten von Lotte. Eine sehr nette Frau mit Namen Jane und eine weitere, ebenfalls nette Frau mit Namen Delia, Sie unterhielten sich und begleiteten Lunaluo zu Sieghelm von Spichbrecher. Der Sie nicht wiedererkannte, was Lunaluo schon etwas verwunderte. Als Lunaluo erfuhr das ihre neugefundenen Freunde ebenfalls vorhatten die Tierbändigerin aufzusuchen, wurde Ihr angeboten sich ihnen anzuschließen, das Angebot nahm sie gerne an. Und nun liegt Sie die Sterne bewundernd im Wasser des Brunnens der Taverne in der Ihre neuen Freunde sich ausruhen, Lunaluo dachte sich noch, eigentlich hätte ich auch woanders warten können, ich schlaf ja sowieso nicht, und gemütlichere Orte als diesen Brunnen gibt es auch, aber ich will unbedingt mit Ihnen reisen, erhoffe ich doch weitere Anhaltspunkte oder gar Hilfe bezüglich des Aufenthaltsortes meiner Mutter.