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Von Ashlakand nach Khunchom

Als Delia an diesem Morgen erwachte war ihr als würde sie träumen. Sie lag in einem geräumigen Zelt, die kalte, klare, morgendliche Wüstenluft strich um ihre Nase, während ihr zarter Körper in warme Decken gehüllt war. Doch nicht nur das schützte sie vor den kalten Nächten in der Wüste. Der angenehm herb-männliche Duft von Kalkarib und seine Körperwärme hüllten sie ein, als sie in seinem Zelt erwachte. Die der erste Schimmer des Morgens verdrängte das Sternenzelt und schon bald würde sich die Sonne über den Rand der Welt erheben. Draußen schnaubte der edele Shadif und kündigte damit an, dass es zeit war ihn zu füttern. Kalkarib würde gleich das Zelt verlassen, zur Waschung und zum Morgengebet. Delia setzte sich auf und die Decken glitten herunter, um ihren von Satuaria gesegneten Körper zu enthüllen. Sie lächelte und warf ihrem Novadi einen glühenden Blick zu, welcher noch Stunden der sinnlichen Freuden verhieß. Doch der Wüstensohn atmete nur scharf ein und lies sich ansonsten nichts anmerken. „Bekleide Dich und versorge zuerst den Shadif bevor Du mir das Frühstück bereitest.“ sagte er rau und verschränkte dabei seine Arme, was seine harten Muskeln unter der makellos gebräunten Haut hervortreten lies. Dann wendete er sich ab und schritt hinaus. Delia war es noch nicht gestattet ihn, bei was auch immer er morgens tat, zu beobachten.

Also wusch sie sich im Zelt und zog sich an, besonders darauf bedacht, dass der Schleier gut saß. Sie lies die Zeltplane bei Seite gleiten und trat hinaus. Ihr Augen suchten Kalkarib, fanden ihn jedoch nicht. So beschloss sie zu dem edlen Roß zu gehen und dieses zu versorgen. Im Anschluss streichelte sie den Shadif und lies sich in seine Gedanken gleiten. Wie erwartet fühlte sich das Tier wohl. Kalkarib war zwar fordernd aber im Gegenzug konnte er auch viel geben, wenn er denn wollte

Seufzend, vor Erleichterung tätschelte sie das Pferd und mit leichten Schritten wandte sie sich zum Zelt. Sie sang, leise und lächelnd ein Lied als sie das Feuer schürte, um das Frühstück für ihren Mann zu zubereiten, so wie er es mochte und wie er es verlangte. Jedoch bereitete sie das Mahl nicht zu weil er es „befahl“ sondern weil sie ihm eine Freude machen wollte. Endlich war sie wieder bei ihm.

Auf nach Khunchom

19. Travia 1026 n.B.F.

Heute geschah nicht mehr allzu viel, meine Freunde und deren Begleiter setzten mich in kenntnis von den Dingen die da vor fielen, typisch da schläft man einmal ein paar Tage und schon gerät alles außer kontrolle.

20. Travia 1026 n.B.F.

Wir besprachen heute wie mit der Situation zu verfahren sei, leider wurde dem Vorschlag meiner Kollegin Delia nicht zugestimmt, dabei enthielt dieser definitiv am meisten Weisheit, ich scheine also zu ihr durchzudringen, demnächst sollte Sie auch in der Lage sein die von mir vermittelten Meditatiosntechniken zu nutzen um ihren Widerstand gegenüber Magie willentlich zu erhöhen.

Wir begaben uns zu dem Grabmal von Aslaban, ob er wohl noch lebende Verwandte hat, die hätten zumindest auf einen Teil seiner Gegenstände ein gewisses anrecht, zumindest auf das Szepter, schließlich sollte das an den nächsten in der reihe weitergegeben werden. Jane und ich begannen uns in den Tafeln hineinzulesen, jede Menge interessante Schriftstücke waren darunter, nur drängte die Zeit und Sieghelm, hmm eigentlich sollte es mir möglich sein das Wissen aus den Schrifttafeln zu rekonstruieren, meine Forschungen bezüglich einiger Canti sollten weit genug fortgeschritten sein. Jane nutzte meine Feder um einige Aufzeichnungen zu machen, wir bargen einen Texte bezüglich des Ritus des Vermächtnisses der Kopthanim, welches das Szepter vorbereiten sollte auf den nächsten Träger, also auf mich, es kann ja nicht so schwer sein ein über 1000 Götterläufe nicht mehr genutztes Artefakt, dessen Bindungsritual vermutlich ähnlich lange nicht durchgeführt wurde, an mich zu binden. Aslaban und ich führten also jenes Ritual durch, dafür setzte Jane ihn zuerst einmal zusammen, anschließend zeichnete ich einen Kreis,welcher versehen wurde mit diversen Zeichen der Macht, unseren Namen, dem Symbol des Madamals und weiteren geeigneten Symbolen. Wir gaben uns die Hand und begannen im Einklang ein Urtulamidisches Mantra zu singen. Den Part mit seinem Blut mussten wir improviseiren, da sich jenes aus naheliegenden Gründen nicht mehr zur Verfügung stand, wir benutzten stattdessen etwas von seinen Leinen und dem was sich an diesen Leinen befand, wickelten dies um das Szepter entzündeten jenes und anschließend strich ich noch eigenes Blut hinüber, wir teilten unsere Kräfte und lösten einen Teil seiner Persönlichkeit auf damit jene in das Szepter wandern konnte und Aslaban endlich ruhen könnte. Leider beschloss der selbsternannte Experte, ohne expertise, das das Szepter zu gefährlich sei, wahrscheinlich hätte er es am liebsten in einen aktiven Feuerberg geworfen und gesehen wie die Lava es verzehrte, jedenfalls werde ich wohl eine Zeit lang ohne mein Szepter auskommen. Aber ich habe zumindest die Hoffnung das die Hesindegewihten und Draconiter insofern mit sich reden lassen, das jene beschließen mir mein Szepter nach eingehender Untersuchung auszuhändigen, ich sollte noch einen Feqzgeweihten bei der Übergabe hinzuziehen, welcher uns alle durch einen Eid bindet. Es war schon spät, bzw. früh? als wir zurückkehrten, Kalkarib hatte mittlerweile Delia eingeholt, das wiederrum habe ich mir jedoch nicht beschaut, nein ich wandte mich zu Zafia, begleitet von Sieghelm, glücklicherweise versteht er kein Tulamidya. Zafia beschloss mich zu begleiten, ich habe ein gutes Gefühl bezüglich dieser Entwicklung.

21.Travia bis zum Ende dieses Mondes nach Bosparans Fall

Wir reisten nach Khunchom, meiner Heimstatt, wobei wir vorher ersteinmal in die andere Richtung reisten, nach Sameach, anschließend begaben wir uns über Brucken nach Bandur, von wo aus Wir per Schiff nach Khunchom reisten. Interessanterweise störte das geschaukel des Schiffes die Feder nicht, hmm ob die Feder wohl im Limbus funktioniert, näheres sollte ich bei meinem nächsten Aufenthalt im Nichtraum austesten. Für die Sehenswürdigkeiten hatte ich kaum Zeit bei der Schiffspassage, ich widmete meine Zeit lieber der Vertiefung der Bekanntschaft von Zafia, dem übersetzen und lesen weiterer Texte aus dem Grabmal und dem rekonstruieren entsprechender Texte, bzw. dem überlegen wie jene zu rekonstruieren seien.

Ah Yash-Hualay die Stadt, welche durch Bastrabunn zu großem Ruhm gelangte, Heimsitz der Adamantenen Sultane und der Ort an dem ich beinahe 10 Götterläufe als Kind verbrachte. Wie ich mich darauf freue Tulachim wiederzusehen, was er wohl von meinen Erfolgen halten wird, immerhin bin ich ein ausgezeichneter Absolvent der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis, welcher mehr als nur bewandert ist in der magica clarobservantia und magica theoretica, Herrscher über Khorestan, Erwählter Travias, Leser der Bibliothek Avalons und demnächst im Bunde stehend mit einer bezaubernden Tochter Satuarias, ach es ist beinahe so als wäre ich von einem wohligen Netz umfangen.

 

Ein Szepter seine folgen und weiteres

In den Höhlen des Ashubim:

Ein Szepter ergreift seine Chance

Endlich frei, nach jahrhunderten der Gefangenschaft kann ich nun zu meinem Meister zurückkehren, die Macht der Umgebung erfüllt mich stärker als je zuvor, ach für ein Gefühl ist das wieder, die Erschütterung der Erde, die mein Gefängnis aufbrach war ein wahrer Feqzens Streich, konnte ich doch so meinen Hunger nach Magie langsam stillen. Und das sich nun ein geeignetes Wesen, auch wenn es Weib ist, gefunden hat, welches mich zu meinem Meister tragen wird, so wie es sein sollte. Delias Geist wird von der machtvollen Präsenz des Szepters verdrängt, das Szepter ergreift ohne große mühe besitz von Delia, ihr einziges streben ist es das Szepter zu seinem Meister zu bringen. Den Begleitern Delias ist aufgefallen, dass Delia das Szepter in ihren Händen hält, auf die Anweisungen es wegzulegen stößt Sie nur einen Befehl auf Urtulamidya aus, welcher von den anwesenden nicht verstanden wird, ungehalten dadurch verwandelt Sie sich in einen Schwarm aus Fliegen und begibt sich flugs auf dem Weg zu ihrem Meister. Ihre Begleiter wollen Sie aufhalten, doch gelingt es ihnen nicht, selbst ein Hieb der mächtigen Klinge von Sieghelm gleitet durch den Schwarm der Fliegen, beinahe wirkungslos durch. Noch stark erschüttert durch den plötzlichen Sinneswandel verbleiben Goswin und Sieghelm eine Weile in der Ruhestätte des Szepters, währenddessen verfolgt Jane den Schwarm, verliert diesen doch rasch aus den Augen. Diese Narren dachten doch tatsächlich Yal’Burudh aufhalten zukönnen, meine Trägerin scheint über ganz annehmbare Fähigkeiten zu verfügen, das vereinfacht die Angelegenheit natürlich, bald bin ich wieder mit meinem Meister vereint. Der Schwarm wandelte sich zurück zu Delia und dem Szepter, um sich geschwind mittels Delias satuarischen Fluggerätes in die Lüfte zu erheben. Der Ashubim ist schnell überwunden und nach kurzer Zeit erreichen das Szepter und seine Trägerin die Ruhestätte des Kophta. So kurz vor meinem Ziel, werden mich ein paar Steine nicht aufhalten. Das Szepter bewegt sich mit Delia auf die verschlossene Tür zu, massives Gestein, wiezu erwarten war, aber meine Trägerin hat Erinnerungen daran wie Sie und Ihre Begleiter in das Grab eindrangen, das Holz des Baumes dorthinten soll mir als Keil dienen, beide bewegen sich auf den Baum zu, etwas skeptisch bezüglich des dargebotenen Materials bin ich zwar schon, aber was anderes ist momentan nicht in Sicht. Das Szepter nutzt die magischen Fähigkeiten der unterworfenen Delia um Holz des Baumes in die Luft zu erheben und selbiges als Keil zum herausstemmen der Steinblöcke zu verwenden. Endlich bin ich in der Ruhestätte meines Meisters, wiedereinmal, dieses mal wird niemand meine Vereinigung verhindern. Diese Hallen erfüllen mich mit Zuversicht, preisen sie doch die Herkunft meiner Meister, einzig und allein die Erinnerung an die eingedrungenen Mudramulim trübt meine Freude. Die nächsten Stunden ist das Szepter mitsamt Delia damit beschäftigt die verschlossenen Türen wieder zu öffnen, in Erinnerungen zu schwelgen und sich zum Sarkophag des Koptha aufzumachen, wo Delia dazu genutzt wird um die Siegl auf dem Sarkophag aufzubrechen. Meister gleich sind wir wieder vereint, was ist das schon wieder diese Störenfriede, wagen Sie es doch tatächlich Uns jetzt zu stören. Doch die Siegel sind gebrochen und der Deckel des Sarkophages ist weitgenug weggeschoben, nun benötige ich diese Trägerin nicht mehr, jetzt bin ich wieder mit Ihm verbunden.

Ein Kophta erwacht:

Nach all dieser Zeit der Tormentur, die ich an diesem Ort gebunden, bin ich nun frei, doch was muss ich feststellen, kaum bin ich aus meinem Sarkophag befreit werde ich in meinem Grabmal angefallen, ich verlangte zu erfahren was hier vor sich ginge, doch meine schwere goldene Totenmaske erwies sich leider als der Kommunikation hinderlich. Somit bleib mir nur mich ersteinmal zu verteidigen, was er auch tat Mantra um Mantra wurde gesprochen, die Macht die mit der Einbalsamierung seinen Körper durchfuhr wurde genutzt, doch es half nicht allzu viel, oder war dieser alte Geist vielleicht nur des Konfliktes müde, als er einsehen musste, wie bemüht seine Gegner waren einen Sieg zu erringen, denn eigentlich wollte er nur ruhen, das Band zwischen ihm und dem Szepter sollte schon vor hunderten von Götterläufen durchtrennt werden, doch durch eine Intrige wurde sein Ritual vereitelt, ein Fehler band seine Seele hier, nur ruhen wollte er.

In Zafias Hütte:

Shabra sieh doch bei dem alten Grab nach ob unsere Freunde wieder da sind, ich werde mich in der Zwischenzeit weiter um unseren Gast kümmern. Somit begab sich Shabra auf Geheiß Zafias zu dem Grabmal Aslabans, in der Zwischenzeit verspon Zafia ihren Gast Nehazet in ein anregendes Gespräch. Ihre Bemühungen seine Aufmerksamkeit zu binden schien geglückt, aber Sie musste Delia in einem Punkt zustimmen, dieser Magus war wohl der seltsamste Vertreter seiner Art, welchen auch Sie jemals kennengelernt hatte, es gelang ihr zwar mühelos sein Herz zu berühren, aber das machte das ganze nur komplizierter. Andere drückten sich wenigstens verständlich aus, was bringt mir ein Quell neuer Erkenntnisse ohne ein Verständnis derselben fragte sich Zafia nun.

In der Karawanserei am Abend:

Nehazet unterhielt sich angeregt mit seinen Freunden und ließ sich erzählen was jene in den letzten Tagen erlebten. Dabei kamm er nicht umher sich wiedereinmal zu fragen, warum er so anfällig für Krankheiten sei, das erinnerte ihn doch wieder an sein vorletztes Jahr an der Akademie wo er die Prüfungen durch seine Krankheiten verpasste, was dazu führte das Praiowin von Drakkenberg vor ihm die Adeptenwürde erhielt und das Rohalsmal, dabei war sich Nehazet sicher, er hätte, wenn er damals an den Prüfungen teilgenommen hätte, das Rohalsmal anstelle von Drakkenberg errungen. Die Berichte über das Grabmal und das Szepter entfachten aber seine Neugier, die Nachricht von Delias erneutem Kontrollverlust erinnerten ihn daran die Bemühungen Sie in den Schutz ihres Geistes zu unterweisen zu verstärken.

In die Berge

Nach dem die Gruppe den Ungado überquerte und dem Fluss in die Wälder folgten, schritt Delia am Ufer entlang. Sie genoss sichtlich das Gefühl frische Waldesluft zu atmen. Ihre Gedanken kreisten um die letzten Stunden.
Die Gruppe war schon wirklich herzlich. Was auf jeden Fall in Zukunft zu vermeiden sei ist das Sieghelm langweilig wird. Große Mutter war dieser Kerl unausstehlich wenn er nichts zu tun hatte. Er hielt die ganze Taverne auf Trab nur weil er sich nicht setzen und speisen konnte. Sogar der arme Goswin wurde als Mundschenk hin und her gejagt. Der Arme war sowohl verletzt als auch geistig etwas irritiert. Delia nahm sich vor nicht mehr so stark mit ihren Reizen ihn umgarnen. Anscheinend vertrug er das nicht. Tja und Jane und Sulibeth sind das was von ihren Freunden noch blieb. Wann wacht Nehazet wohl auf? Wie geht es Rowin und Demeya? Hat Azina ihre Aufgabe erfüllt? Was ist mit ihrem geliebten Kalkarib?
Hätte Kalkarib gesehen wie sie sich im Ungado erfrischt hatte, dann wäre sicherlich sein Temperament mit ihm durchgegangen. In seiner Nähe dürfte sie sich nicht so freizügig verhalten und den anderen Männern die Köpfe verdrehen. Sie vermisste ihn, seine Art, seine Nähe und sein feuriges Wesen. Sie würde beinahe alles tun, um ihn wieder zu sehen. Hatte er den Brief erhalten und folgte er ihr? So wie sie es erhoffte? Ihr Herz zog sich zusammen und Kälte breitete sich in ihr aus, bei dem Gedanken er könnte ihr nicht gefolgt sein. Kein Interesse mehr an ihr haben. Mit entschlossener Mine setzte sie ihren Weg fort.

Nehazets erwachen, sowie die Fortführenden Konsequenzen für Zafias Plan

In Zafias Hütte:

Ach Shabra, nun war Delia wieder hier, Sie suchte auch wissen von meinem schlafenden Magus, er scheint also tatsächlich akzeptabel für die Umsetzung meines Planes zu sein. Zafia streift mit ihrer Hand, in der schlecht ausgeleuchteten Hütte, durch das, größtenteils, dunkle Haar Nehazets, Zafia hält inne als Ihr die weiße Strähne in Nehazets Haar auffällt, Schau Shabra, unser Magus hat eine Hexensträhne, wie amüsant. Um Zafias Mundwinkel beginnt sich ein Lächeln auszubreiten.

Zafia, welche in tiefen Gedanken versunken war, bemerkte aus den Augenwinkeln das erwachen Nehazets, oh schau einer an, er erwacht, und seine Freunde zogen gestern, erneut, aus, Zafia bewegte sich schnell auf den noch liegenden Nehazet zu, ruhig, ruhig, schont euch, die Schlafkrankheit ist sehr auszehrend für euren Körper, hier trinkt diesen Tee. Zafia reicht dem noch liegenden Nehazet etwas Tee, welcher von diesem dankend angenommen wird. Bleibt liegen ich hole euch etwas zu essen derweil dachte Zafia schon daran inwiefern die Nutzung des Zaubers Satuarias Herrlichkeit Ihr nun von nutzen sei, gerade als sich Zafia zurück ziehen wollte, begann Nehazet zu sprechen, einige Gerätschaften zur verstärkten Illumination eurer Behausung wären auch von Vorteil, der fragende Blick Zafias entgang Nehazet allerdings.

Es dauerte einige Zeit bis Zafia zu Nehazet zurückkehrte, Nehazet nutzte diese Zeit um sich von seiner Bettstatt aus umzusehen, durch die schlechte Ausleuchtung war die visuelle Ausbeute gering, die olfaktorische allerdings dank der diversen Kräuter sehr hoch. Nehazet überlegte wie er in dieses dunkle ensemble gelangte, ihm fielen die beiden Träume wieder ein. Zuerst befand er sich mit Delia auf einer Waldlichtung, Mada im vollem Glanze am Himmel stehend, Sie redeten einige Zeit, da erfuhr er das er selbst an der Schlafkrankheit litt. Danach befand er sich in einem dunklen Haus, es gab kaum Möglichkeiten nach draußen zu sehen, bei den wenigen Gelegenheiten blickte er auf eine Stadt die er selbst nicht kannte. Er unterhielt sich mit der Hausherrin, einer, ähnlich wie Raxxan Schattenschwinge, gänzlich in dunkle Stoffe gehüllte Dame, die Themen waren vielfältig.

Zafia begann als erstes damit den Zauber Satuarias Herrlichkeit zu wirken, Sie hatte zwar Vertrauen in ihre natürlichen Fähigkeiten, aber nachdem was Sie bislang hörte und wenn man bedenkt mit welchen Personen dieser Magus bislang reiste, Gedanken an Delia und Jane zogen vor Zafias Geistigem Auge vorbei, schien es ihr sinnvoll ihren Fähigkeiten geringfügig nachzuhelfen, dabei steigerte sich Zafia richtig in ihren Zauber hinein. Um dem Wunsch ihres Gastes nachzukommen, und ihre Anmut zur Geltung zu bringen, beschloss Zafia eine weitere Kerze in das andere Zimmer zu tragen. Sie deckte auf einem Tablett einige Speisen auf und plazierte die brennende Kerze vor diesen.

Als Zafia zu Nehazet zurückkehrte, konnte dieser zum erstenmal die anmutige Zafia in gänze sehen, ihr Gesicht erstrahlte durch das Licht der brennenden Kerze in herrlichem Glanz, Nehazet war sich sicher, so einer Schönheit noch nicht ansichtig geworden zu sein, sicher Delia und Jane waren ebenfalls sehr schön, wiesen diese doch die entsprechenden Indikatoren auf, die in den entsprechend zivilisierten Kulturen als schön gelten, aber irgendetwas war an Zafia, dass ihn einfach bezaubern zu schien, dass sich Nehazet aufgrund seiner Abneigung gegenüber dem dunklen auf Zafias gut beleuchtetes Gesicht konzentrierte könnte ebenfalls dazu beigetragen haben. Ihr seht schon etwas besser aus, hier ihr solltet etwas zu eurer Sättigung zu euch nehmen. Damit reichte Zafia Nehazet etwas von dem Essen, welches sie aus dem anderen Zimmer geholt hatte. Lasst uns doch unser Gespräch fortsetzen werter Magus, begann die lächelnde Zafia Nehazet in ein für diesen berauschendes Gespräch zu verwickeln. Mit jeder Silbe von Zafias Lippen schien sich im inneren des Magus ein ihm bislang nur durch Bücher und Magietheorie bekanntes Gefühl zu entwickeln.

 

Sehnsucht

Die Gruppe war bereits auf dem Weg nach Ashlakand als Delia immer noch mit dem Boringeweihten bei dem Grabmal stand. Während sich der alte Mann in die Gebete mit seinem Gott vertiefte, vertiefte sich Delia in ihre Gedanken.

Mit was für komischen Leuten reiste sie da? Dieser Goswin scheint wirklich Schmerzen zu lieben. Erst die Spinne und nun diese Falle. Delia konnte nicht anders. Sie musste sich vor Sieghelm offenbaren und mittels Besen zu Goswin fliegen und ihn einigermaßen stabilisieren. Als er aus der Falle befreit wurde vereinten sich Delias und Janes Kräfte und Goswin wurde von der Schwelle zurück gerissen. Nun war er auf dem Weg zu Zafia. Delia hoffte, dass sie und Jane ihn wiederherstellen konnten.

Delias Gedanken schweiften in der Ruhe der Wüste zu Kalkarib. Wo steckte er bloß? Vielleicht war der Brief und ihr plötzlicher Aufbruch zuviel für den stolzen Novadi gewesen? Sie würgte jeden weiteren Gedankengang in diese Richtung ab. Es würde sie zerreißen wenn er sie nicht mehr als seine Shanja ansah und sie einfach ziehen lies. Der Gedanke, dass ihm in diesem gefährlichen Land was passieren könnte war für Delia absurd. Nichts konnte ihrem starken Krieger gefährlich werden. Außer sein eigener Stolz. Sie hoffte bald wieder in seine Arme laufen zu können oder sollte er zu wütend sein würde sie sich auch damit begnügen auf Kissen neben ihm sitzen zu dürfen, bis er sich beruhigte. Ja dieser stolze Sohn der Wüste hatte Levthans Feuer bereits so sehr in Delia geschührt, dass sie so gar ein Platz zu seinen Füßen akzeptieren würde. Nur kurz und nur wenn die Kissen bequem waren, doch für ihn würde sie das tun. Bei dem Gedanken daran breitete sich die Hitze der Wollust in ihr aus. Lange würde sie nicht mehr warten … können… bis er sie endlich in Besitz nehmen musste.

Als der alte Geweihte endete. Schritten er und die Hexe zurück nach Ashlakand.

Zafias Plan, zweiter Teil

Und Shabra, was meinst du, es verläuft alles wie geplant, Mutter wäre stolz. Dabei betrachtet Zafia mit Stolz ihre Ausbeute der letzten Tage, Haare, Blut, Nägel und Tränenflüssigkeit des Magiers, Haare ihrer Schwester Delia, Blut des Mundschenks Torwin, sowie ein paar gueldene und silberne Münzen die ihren Weg zu ihr fanden. Schon seltsam wie es sich fügt, noch ein paar weitere Foki zur Absicherung währen schön, naja womöglich zieht sich der achso hohe Herr auch noch eine passende Verletzung zu, oder was denkst du Shabra? Ich sollte mich auch mal mit diesem Magus unterhalten, nicht nur das er interessante Gegenstände bei sich führt, wiewohl ich meine Kraft doch für sinnigere Anwendungen aufsparen würde, außerdem sollte ich mich langsam in sein Leben einbringen. Zafia holt eine kleine Phiole aus einem Regal an der Wand hervor, verdünnt diese mit etwas Wasser und entleert sie in eine Holztschale in nähe von Nehazet. Anschließend holt Zafia noch eine andere Phiole hervor, diese ist jedoch für Sie bestimmt. Nun ist beinahe alles fertig um ihn in meine Träume einzuladen, ah die Stütze um den Kopf in die richtige Position zu bringen darf ich nicht vergessen, ach Shabra, das wird aufregend. Nach dem Nehazets Kopf in der richtigen Position gestützt ist, legt sich Zafia auf ein vorher vorbereitetes Lager, schnippt mit dem Finger, woraufhin sich die Schale mit dem Trank in Bewegung setzt. Zafia selbst trinkt in der Zwischenzeit den anderen Trank und beginnt in kürze darauf einzuschlafen. Die Schale mit der Phiole schwebt auf magische weise zu Nehazet und neigt sich dort so, dass er den Trank eingeflößt bekommt.

In Zafias Träumen:

Zafia und Nehazet „erwachen“ in einem alten Gemäuer, draußen ist es dunkel, doch sporadischer Kerzenschein erhellt das Gebäude. Zafia wandert durch die Gänge bis Sie die Bibliothek findet, dort entschließt Sie auf den Magus zu warten.

Kaum das Sie sich gesetzt hat, betritt auch Nehazet die Bibliothek durch eine der Türen, wobei das eine Ende seines Stabes hell entzündet ist. Was ist hier nur los, erst bin ich auf einer Waldlichtung unter einem vollen Madamal und nun in einem Gebäude, ich kann mich nicht erinnern, das mir ähnliches beim letzten Mal wiederfuhr? Und das bei meinem Gedächtnis, Nehazet erblickt die sitzende Zafia, Guten Abend die Dame, Ihr könnt mir nicht zufälligerweise sagen wo ich mich hier befinde?

Zafia beginnt zu sprechen: „Ich lud euch ein in meinen Traum, werter Magus, wie Ihr bestimmt schon dem Gespräch mit eurer Freundin Delia entnehmen konntet, sorgen sich eure Freunde um euch, deswegen gaben Sie euch in meine Obhut, da mich die Neugier packte wollte ich nicht warten bis Ihr aus eurem Schlaf erwacht, also beschloß ich euch hier aufzusuchen. Auch um dafür Sorge zu tragen, dass Ihr euch nicht wundert wo ihr erwachen werdet“, Zafia deutet auf einen Tisch, welcher mit einem Tablett einigen Tassen dampfenden Tees und etwas Gebäck bedeckt ist, „bedient euch, es ist zwar nur ein Traum, aber schaden kann es euch nicht, wir müssen uns unterhalten Wohlgelehrter Herr und Bey von Khorrestan, mich dürstet es danach mehr über euch zu erfahren.“

Nun entsponn sich ein lebhaftes Gespräch zwischen den beiden, welches vielleicht zu späterer Stelle wiedergegeben werden mag.

In Zafias Hütte:

Shabra, das war höchst aufschlußreich, dieses Gespräch, ihn einzuwickeln wird ein leichtes, vor allem, wenn ich mich seiner beiden großen schwächen bediene, ein amüsiertes Lächeln zierte die zarten Lippen der Hexe, fast schon zu einfach…

Zafias Plan, Einleitung

Soll ich es wagen Shabra, es mag mir gelingen, mein Netz ist gesponnen und wie kunstvoll es wurde, doch ist er tatsächlich der richtige dafür, Delia lobte ihn zwar in hohen Tönen, aber er ist ein Magus, ich sollte mich erneut mit ihr beraten mehr über ihn erfahren. Die Beute will geduldig ausgewählt werden meine liebe Shabra, sollte er tatsächlich geeignet sein, wird mein Plan bald keimen und ich kann meinen Schwestern aus meinem alten Zirkel beweisen, das Sie sich irrten. Ah der Trank ist fertig, bald werden seine Gedanken und Geheimnisse mir offenbar. Jetzt kann ich mich meiner Schwester Delia widmen, es ist tief in der Nacht ich werde Sie wohl in ihren Träumen finden.

Zafia begibt sich an das Lager auf dem Nehazet unter seiner Krankheit ruht, entzündet einige Kerzen und beginnt ein paar Kräuter über einer Schale zu verbrennen, am besten ich lass jemand anderen zu Ihr sprechen, jemanden der Ihr Vertrauen genießt, die Kräuter landen in der Schale, Zafia beginnt zu meditieren und sich auf einen Zauber zu konzetrieren.

In Delias Träumen:

Delia wandelt auf einer Wiese entlang des Barun-Ulah, du bist Zuhause. Im Hintergrund summen einige Bienen, doch das ist nicht alles was deine Aufmerksamkeit erregt, eine Gestalt in einer grauen Leinenrobe, mit Spitzhut und Stab schlendert auf dich zu. Du erkennst das es sich nur um Nehazet handeln kann. Als Ihr nah genug beieinander seit um eure Worte zu hören beginnt er zu sprechen, Delia ich bin gekommen um deine Hilfe zu erbitten, deine Schwester Zafia braucht dich, um mich zu wecken, Ihr ist ein möglicher Weg eingefallen, frage nicht woher ich dies wissen hab, nur weil mein Körper ruht muss dies mein Geist nicht tun, mit diesen Worten verschwindet die Gestalt Nehazets wieder.

Zurück bei Zafia:

Das sollte genügen Ihr interesse zu wecken Shabra, spricht die aus der Trance wiedererwachte Zafia.