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Der große Tag?

Wir erreichten am frühen Morgen das Anwesen Tulachims, langsam fühlte auch mich ermattert von den stundenlangen Diskussionen und Recherchen, aber es hatte sich gelohnt, noch ein paar Nächte mehr und die Limbusanomalie sollte als solche zu klassifizieren sein, hmm das zweite seltsame Phänomen, gut mit dem Amulett das dritte, welches sich mir zeigte, zuerst währen die dunklen Fäden der Kraft, oder Nichtkraft (?), des orangegewandeten Magus, nennen wir ihn Xeno Arcanos, zu nennen, dann die Amulette welche wir erhielten und die uns auf zutreffendere und weniger zutreffendere Weise zeichneten, ich meine bei Azina saba Belima und Herrn von Spichbrecher mag das Amulett zutreffend gewesen sein, aber bei, lassen wir das, und nun noch das fehlen von Zeit? Ich werde wohl ein paar Artikel für den Salamander und die Puniner Akademie verfassen während meines Aufenthaltes hier. Aber nun sollte ich mich ersteinmal für ein Stunden ausruhen, der Tag wird noch aufregend genug, dabei fällt mir ein, ich sollte noch einen Brief an Wesir Assaf al’Fessari schreiben und jenen in bälde von einem Dschinn der Luft nach Khorestan bringen lassen, die Bewohner dort brauchen unbedingt die Fürsorge eines weisen Herrschers, wie die meine. Ob, nein das kann nicht sein, ich sollte mich wirklich besser hinlegen und erst danach weitere Überlegungen anstellen.

Ich wurde jäh aus meiner wohlverdienten ruhe unterbrochen, als ich von Sieghelm von Spichbrecher davon unterrichtet wurde, dass mein Herr Vater Tulachim ibn Rashim gestern verschwand, und meine Freunde ihn nicht finden konnten, trotz ihrer Suche. Der Traviabunde würde wohl noch etwas warten müssen. Nachdem ich mich entsprechend gekleidet hatte, das leichte Gewand, genannt primo, schien mir für den Anlass am sinnigsten. Ich begab mich auf den Flur wo ich die Bekanntschaft von Delias Lehrerin Sahiba Alhina machte, Delia war in ungewohnt verhüllter weise auch anwesend. Wir unterhielten uns kurz. Der Wesir des Hauses, welcher voller gram gebeugt auf und ab lief durch die Hallen meines väterlichen Anwesens, wurde, nicht nur zu seiner Beruhigung, aufgetragen meinen Großvater, selbst auch ein Magus, Rashim ibn Reshim aufzusuchen, dessen Häuschen sich in der Dracheneigasse in der nähe des Dracheneis zu Yash-Hualay findet. Kurze Zeit darauf fand sich eine Nachricht, welche wohl am Eingang niedergelegt wurde, die in sehr schlampiger Schrift niederlegte, dass mein Vater entführt wurde und das die Entführer die Summe von 40 Marawedi verlangten. Wir unterhielten uns kurz, und natürlich musste ich mich mir wieder eine arkane Lösung für das Problem einfallen lassen, nun gut es handelt sich auch um meine Familie, somit erscheint dies fair. Während ich mich also auf mein Zimmer zurückzog um dort zu meditieren, meine Kräfte waren doch durch die letzten Tage etwas erschöpft, aber das sollte als Ausgleich funktionieren, trafen meine beiden Collegi Magister Manzanares und Adeptus Kulaf ein. Ich unterrichtete beide von der Situation und in windeseile begannen wir mit der Planung eines temporären Thaumatursoms, da wir alle versierte Magier waren, dauerte es auch nicht lange, bis es uns gelang einen Plan auszuformulieren. Das temporäre Thaumatursom wurde auf eine Dauer von einem Tag beschränkt, mehr schien nicht notwendig, aber eventuell erhält sich die Wirkung länger, weiterhin wurde in die Artefaktmatrix eine Verbindung zum Erschaffer des Thaumatursoms eingeflochten, welche es mir erlaubte zu erspüren wo das Thaumatursom ungefähr sei. Und letztendlich wurde ein Motoricus in der Variante Fesselfeld eingebunden, dieser sollte die Täter lange genug immobilisieren um Tulachim zu finden zu befreien, zu retten und die Täter zu stellen.  Gerade als wir fertig waren mit unserer Überraschung erreichte uns eine weitere Nachricht, die Entführer bestanden nun darauf, das weder die Wache noch die Magier eingeschaltet werden würden, reichlich spät, wenn bedacht wird, das mein Vater einer wichtigen Familie mit zahlreich arkan begabten Individuen in ihrem Stammbaum entspringt. Oh Gnade ihnen Travia, wenn ich Sie finde, und das werde ich, so springt niemand mit den meinen um, so nicht, vor allem nicht heute. Meine Collegi verabschiedeten sich, jene wollten die Situation durch ihre Anwesenheit nicht weiter in bedrängnis rücken lassen. Der Wesir war immer noch nicht wiedergekehrt. Ich suchte Zafia auf, um jene von den Vorfällen in kenntnis zu setzten. Sie war niedergeschlagen, verständlicherweise, aber Sie tat was in ihrer Macht stand um Tulachim zu finden, ihr Vertrautentier Shabra streifte durch die Gegend und suchte Tulachim, sie selbst blieb auf ihrem Gemach. Ich begab mich mit Collega Peddersen in den Keller des Gebäudes, dort fanden sich ältere Gegenstände, drei von Tüchern verhüllte Statuen, einige Gefässe, ein paar Andenken von Handelsreisen, ein alter Teppich, welcher wohl einen Teil eines Stammbaums zeigte und hinter einem weiteren Teppich verborgen war der Tresor des Hauses, verschlossen durch solide Zwergenarbeit. Tulachim muss in den letzten Götterläufen die Kombination geändert haben, mir gelang es jedenfalls nicht die Tür profan zu öffnen, andere Methoden hätten mir zwar zur Verfügung gestanden, aber ich hielt mich dahingehend zurück, galt es doch meine Kräfte zu sparen und mit meinen knappen Ressourcen zu haushalten. Collega Peddersen und ich suchten den Koch, anscheinend der letzte verbliebende Bedienstete in diesem Anwesen, auf und fragten nach weiteren hypotethischen Verstecken für entsprechende Zahlungsmittel. Wir fanden auch ein hypotethisches Versteck hinter einer Kommode in der Küche, mit gemeinsamen Kräften, einem unzerstörbaren Stab und den Gesetzen der Natur gelang es uns diese schwere Last zu verrücken. Dort fanden wir auch genügend Münzen. Ich begab mich in mein Zimmer und bereitete alles vor. Ich hatte noch bedenken bezüglich der lezten Nachricht, darum beschloss ich mich nach unten zu begeben und eine Nachricht beizufügen und die Entführer auf ihren Fehler hinzuweisen, in dem ich die Bedeutung Tulachims, seiner Sippe und deren arkanen Anteil erwähnte, ich gebe zu ich muss etwas abgelenkt gewesen sein, gelang es mir doch nicht auf Anhieb die Stelle zu treffen, welche ich auserkor und dies mit genügend Kraft im angemessenen Winkel. Sieghelm erschien etwas verwundert über diese Idee, jedenfalls riss er meine Nachricht ab und schickte mich wieder auf mein Zimmer, ich hörte nur auf ihn, da mir einfiel, das es sinnvoller wäre, die Nachricht um das Thaumatursom zu wickeln. Also machte ich auch das.

Sieghelm lieh sich den präparierten Beutel aus, als er zurückkehrte roch dieser strenger als zuvor, mein Vorschlag diesen zu reinigen wurde brüsk von Sieghelm zurückgewiesen, er dachte sich wohl dem geruch folgen zu können, naja ich bin da mehr als skeptisch. Wiedereinmal wurde der Beutel präpariert, und diesesmal wurde er dann auch an vereinbarter Stelle deponiert, ich besah mir die Stelle vom Haus aus, Delia kreiste wohl über dem Dach, Jane wartete vorne und Sieghelm wartete draußen. Es dauerte nicht lange und ich sah eine Gestalt, einem Gaukler ähnlich, der sich den Beutel schnappte und gen Praios lief, Praios, soviel also dazu. Ich begab mich sofort nach unten, dort traf ich auf Sieghelm und Jane. Wir verfolgten den Flüchtigen, dabei konnte ich spüren wie sich der flüchtende durch das Basarviertel, Richtung Feterdhinplatz und schlußendlich zum Schmiedeviertel begab. Unterwegs verlor Delia wohl den verfolgten aus ihren Augen, bei der Dunkelheit auch kein Wunder, wäre ich nicht so sehr in Eile und Sorge gewesen, hätte ich mich, aus diversen Gründen, der ewigen Fackel bedient. so aber mussten wir auf diese langsame Weise, wie es in so einer Menschenmenge nur möglich ist, durch die Straßen oder eher Gassen Khunchoms laufen. Delia die inzwischen wieder auf dem Boden der Tatsachen war, verursachte erneut einen Tumult, dazu mischte sich noch Sieghelm ein, damit das ganze nicht weiter ausartete, wirkte ich kurzerhand einen Silentium Cantus, anschließend bedeutete ich allen Personen durch vorzeigen meines Magiersiegels sich ruhig zu verhalten und sich woanders hinzubegeben, außerhalb der Zone der Lautlosigkeit, erwähnte ich das es freibier im Hafenviertel gäbe, nun ich sagte nicht wann oder in welchem.  Wir folgten weiter der Spur, des Gespürs. Dieses führte uns zu einem Haus, in welchem nach ersten Exposami Beschauungen, kein Lebewesen zufinden sei. Die Türe wurde geöffnet, allerdings erneut unter Wirkung eines Silentium Cantus.

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