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Temporale Anomalien … oder der debile Humor der Götter

 11. Efferd 1022 n.BF

Auszug aus dem Diarium

Nur zu gerne würde ich einmal einen Disput mit dem Herrn über die Zeit haben, obwohl mir seine Töchter – Ymra oder Fatas – schon genügen würden. Erneut war ich ein Victim einer temporalen Anomalie, was mich nur noch mehr in meinem Bestreben unterstützt, meine Studien in die Chrononautik vorran zu bringen. Es drängt sich mir jedoch die Frage auf, wo – die Zwölfe mögen es mir verzeihen – beim Namenlosen es  dafür die notwendigen Pergamente oder Dokumente gibt, die mir bei meinen Forschungen weiterhelfen könnten. Vielleicht sollte ich einmal eine Reise nach Thalusien in Angriff nehmen, ich hörte mal von einem dort lokalisierten Tempel der Satinav gewidmet sein soll. Vielleicht vermag mir die dortige Geweihtenschaft einige meiner Fragen zu diesem Thema zu beantworten – oder meinen Geist dazu zumindest anderweitig zu erhellen.

Doch eines nach dem anderen, nach den Strapazen in Albenhus hab ich einen Brief zur Halle des Lebens in Norburg geschrieben, um zu berichten was nach mit mir, dem werten Edelmann Streitward von Menzheim und dem Rest der Reisegruppe seit unserem Aufbruch im Praios des Jahres 1021 in Nordburg geschehen war. Am 02. Rondra 1022 erhielt ich Antwort von meinem alten Freund und Weggefährten Magister Puschinske, der – wie er mir ebenfalls berichtete – sich gerade aufmachen würde um nach Olport zu Reisen um dort zur Halle des Windes zu gehen um mehr über die Runenmagie dieser Nordmänner zu erfahren und um diese eingehender zu studieren zu können. Aus dem Brief ließ sich außerdem concludieren, dass man an der Halle des Lebens erstaunt darüber war von mir zu lesen, da man inzwischen davon ausging dass ich zu Boron gegangen sei – was realiatisch betrachtet auch beinahe der Realität entspräche. Ich verfasste erneut einen Brief zu meiner Akademie um mitzuteilen, dass ich mich ebenfalls nach Olport begeben würde um dort Magister Puschinske zu treffen – denn auch für mich erschien es interessant mehr über die legendären Logogramme der Thorwaler ihrer Zauberzeichen in Erfahrung zu bringen. Ich beendete meinen Dienst bei den Anconitern in Albenhus, denn es waren nur noch wenige Patienten – welche vom Ausbruch der Zorganpocken betroffen waren – in Behandlung und brach dann gen Firun auf – eine weitere Reise stand mir bevor.

Die Reise verlief ungewöhnlich ruhig, bis an jenen Tag als ich in Kendrar, einer thorwalschen Siedlung am Meer, am 10. Efferd 1022 eintraf. Im hiesigen Gasthaus „Zum fliegenden Schiff“, lernte ich einen angenehm ruhigen, regional einheimischen Mann kennen – er stellte sich mir als Garen vor. Wie der listige es will, lernte ich nicht nur im selben Gasthaus und am selben Tag, nein auch am selben Tisch eine weitere Person kennen die mich für einige Zeit begleiten würde: Einen jungen, maximal pigmentierten Wilden aus dem tiefen Süden. Der – wie sich später herausstellte – gar nicht „Moha“ hieß, obwohl er sich so vorstellte. Noch am selben Abend wurden wir von einem Nordlandjungen namens Bjeri Toresson angeheuert um ihm als Reisegesellschaft und – gar Korgefällig – als bezahlte Eskorte bis nach Thorwal zu diesen, was ich nur aus dem einen Grund annahm, da ich eh in die Richtung wollte. Bei der Schlange, ich hätte nie gedacht dereinst mit einer Gruppe Thorwaler durch das Land zu ziehen und mich für die Reise auch noch bezahlen zu lassen!

„Viribus unitis!“ – Magistra Jylani von Norburg

In Lervik, einem kleinen Ort am Golf von Prem und noch am selben Abend lernten wir dann einen Skalden mit dem Namen Ture Guraldsson kennen, der uns corum publico ein Musikstück auf seiner Harfe vorspielte, welches von der Hetfrau Jandra Havalasdottir handelte. An dieser Stelle – geschätztes Diarium – setzte dann der mir xenophobe Cantus der Magica Chrononautis ein, der uns für den Zeitraum von fast einer Woche durch eine confecte Hermetik der Magica phantasmogarica suggerierte , die in der temporis praeteritum stattgefunden Ereignisse und Abenteuer der soeben genannten Frau samt ihrer Ottajasko mitzuerleben. Seltsamerweise verblieben, nachdem die Wirkungsdurata des Cantus finit wurde, alle während dieser Zeit gemachten Diariumeinträge erhalten, die während dieser Zeit von mir mittels der spagyrik hermetisierten Heylwasser waren jedoch verschwunden! Die Wege des Herrn Satinav sind wahrlich unergründlich … es lässt sich daraus concludieren, dass die Magica Chrononautis wohl ein schwer zu kontrollierender Ritus sein wird.

Eine weitere Theorie, welche ich jedoch derzeit nicht in der Lage weder zu dementieren noch zu mentieren, ist die Möglichkeit, dass es sich hierbei um ein göttliches Wirken handelt – was sich durch den Faktum unterstützen lässt, dass die Laute des Skalden – nachdem wir wieder in Lervig rematerialisierten und Ture vo meinen Augen dematerialisierte – ich mittels des Odem Cantus weder arkane Strukturen erkannte die selbiges Artefakt perfluktuierten, noch irgendeine mir bekannte Matrix die sich in meiner unmittelbaren Umgebung befand.

Resultatum: Noch mehr Fragen, und keine Antworten!

Vielleicht ergibt sich auf der Reise nach Thorwal eine Möglichkeit die verbannte Hetfrau Jandra Havalasdottir zu finden, denn durch sie wäre es bestimmt möglich den Skalden ausfindig zu machen, wer mir als Zentrum dieses ganzen Wirkens als am wahrscheinlichten erscheint meine Fragen beantworten zu können. Nur zu gerne würde ich erst Mal einer der Rätsel detectieren, bevor ich dazu komme noch weitere aufzuwerfen. Den Corpus delicti – die Harfe des Skalden – habe ich vorsichtshalber eingepackt.

– Adeptus Minor Jasper J. Ouvensen

5 Responses to Temporale Anomalien … oder der debile Humor der Götter

  • Schön mal wieder was neues von einem Collegus des Bundes des weißen Pentagrammes zu hören.
    Die Sache mit dem treffen zwischen Jasper und Nehazet wird wohl nicht so ohne weiteres funktionieren, wobei Jasper könnte zumindest an den Hesindedisputen in Thorwal teilnehmen. Wird er wenigstens am allaventurischen Konvent der Magie, also in knapp fünf Götterläufen, teilnehmen?
    War Jasper nicht auch schon mal auf einer anderen Zeitschiene? Er war doch auch in Hammerschlag angestellt, oder verwechsle ich ihn mit einem anderen Magier?

    Selem soll auch ein interessantes Reiseziel sein, um Ssad’Navv näher zu kommen…

  • Ich muss definitiv mehr mit ihm schreiben, nur bisher gab es noch keine Veranlassung. Ich bin großer Hoffnung das die neue Gruppe sich festigt und ich dadurch auch mehr Einträge machen kann.

    Ich denke schon, dass Jasper – der zu diesem Zeitpunkt inzwischen Magister sein sollte – am allaventurischem Konvent teilnehmen würde. Natürlich kann ich leider nicht sagen ob er bis dahin mit seiner Erforschung von Zeitphänomenten bereits vorrangekommen ist, oder ob er inzwischen zu Boron gegangen ist. DOch jetzt muss er erstmal die Thorwalergruppe überleben … denn die anderen drei Spieler spielen nämlich welche – und zu allem Überfluss befinden wir uns auch noch dort! 🙂

    Jasper wurde kurzzeitig in der Hammerschlag-Gruppe gespielt, das stimmt … das war jedoch nur kurz da ich ihn dann danach in der Spielsteinkampagne bei Ronnie gespielt hatte.

    Ein besonders schönes Ereignis hab ich im Diarium nicht näher beschrieben, ich kanns jedoch beim nächsten mal zum besten geben: Typisch eitler Magier eben 🙂

  • Ich hoffe es auch, da ich die Texte gerne lese. Das mit den unterschiedlichen Zeitebenen ist problematisch, ansonsten wäre immerhin die Möglichkeit gegeben ihn beispielsweise über Depeschen/Briefwechsel anzuspielen.

    Wobei mir gerade einfällt, wäre es nicht sinnvoll, wenn die Thorwal Gruppe auch die „standard Seiten“ erhalten würde, also „Antagonisten & Verbündete“, „Standort“, „Zeitspiegel“, „Forumspiel“ und „Zauberwerke und Andershärisches“?
    Gut bei einigen Sachen dürften noch nicht genügend Informationen vorhanden sein…

    Zumindest Adeptus Maior dürfte er ohne größere Probleme dann schon sein, der Magister ist ja eigentlich ein Akademischer Titel (welcher auch für Adepten offen steht, bei denen heißt das dann Magister Minores). Für den Magustitel müsste er eine Prüfung ablegen, wobei ich mich frage ob die nicht größtenteils durch die Behandlung der Zorganpocken obsolet wurde, immerhin wurden andere zur Großen Astralemanation geladen, weil jene Behandlungsmethoden gegen diese Krankheitfanden. Wenn also ein Adept ausreichend Wissen und können besitzt um dieser Krankheit Herr zu werden, wäre das doch schon ein Zeichen von entsprechendem geheimen Wissen, oder?
    Oder du könntest es auch so machen, wie ich es vorhatte, nach dem Jahr des Feuers (falls Nehazet das überlebt, aber ich bin da zuversichtlich…), einfach die Prüfung zum Magus einfordern.
    Bezüglich der Thorwaler würde ich mir ja überlegen ob der ein oder andere Ängste Lindern in der Variante Seele beruhigen im Zauberspeicher des Stabes nicht sinnig wäre.

    Auf das Ereignis bin ich schon gespannt.
    Ach was übrigens interessant wäre, wäre wenn Jasper und Puschinske die jenigen wären die den ODL auf die Verbindung Runenmagie-Blutmagie hinweisen würden, was letzlich ja zum ausscheiden der Runajasko aus der gGGdG führt.

  • Theoretisch könnte Jasper dies schon einfordern, und ich weiß auch das man sich schlichtweg so nennen darf, aber als Mitglied der weißen Gilde gehe ich davon aus das Jasper das ganze etwas ganauer nimmt. Adeptus Maior sollte er bis dahin wirklich mindestens sein, ich hoffe ja das irgendwann mal im Abenteuerverlauf einbauen bzw bespielen zu können. Doch derzeit ist noch nicht daran zu denken.

    Ich hatte auch schon über einen Briefwechsel nachgedacht, allerdings muss Jasper dafür mehr über Zeitreisen bzw Zeitmanipulation erfahren …

    Es gibt derzeit absichtlich noch keine Unterkathegorien in der Gruppe, da die Thorwal-Gruppe noch nicht offiziell ist, erst am nächsten DSA Termin werd ich alle Teilnehmer ansprechen ob sie überhaupt an dieser Seite teilnehmen möchten um so zum einen die Kosten der Seite weiter verteilen zu können, und zum anderen um so zu schauen ob die anderen überhaupt Interesse daran haben das Forum zu nutzen.

    Nunja, er hat die Zorganpocken ja nicht wirklich geheilt wenn man es genaunimmt, ich hab es leider nie ins Diarium eingetragen, da ich den Abschluss des Abenteuers als Spieler ziemlich geladen war da am Ende viel schiefgelaufen war (Also OOC). Die Pocken wurden durch Artefakte des Namenlosen ausgelöst und konnten durch deren entfernung an den kritischen Orten der Stadt eingedämmt werdem … bzw wurden sie dann im Tempel „zerstört“. Jasper handelte im Auftrag der Anconiter und hat auch ein Belobigungsschreiben dafür sicherstellen können – was er in Norburg dereinst vorlegen wird.

    Es ist ehrlich gesagt recht lustig Jasper zwischen all den hühnenhaften Thorwalern zu spielen, da er recht schmächtig ist und oft allen Mut zusammennehmen muss um sich Gehör zu verschaffen.

    Die Sache mit dem ODL ist ne coole Idee, da bin ich selbst noch gar nicht drauf gekommen obwohl ich den Meister schon mehrmals darauf hingewiesen habe das die Halle des WIndes aktuell noch Mitglied der Grauen Gilde ist, jedoch bald nicht mehr … und auch das wir uns beide mit der Runenmagie beschäftigen. Ich werd die Idee mal weitertragen 🙂

  • Sich Magister zu nennen ist eigentlich bedenklich, wie gesagt da wäre das Problem mit dem akademischen Titel, Magier könnte man sich nennen, da dies auch eine allgemeinbezeichnung ist, aber ja der Bund des weißen Pentagrammes ist da entsprechend bedacht.

    Oder wir machen den Chronoautos oder Chronoklassis für Nehazet zugänglich und setzen fest, das keines der entsprechenden Wesen ein Problem damit hat, das a) Nehazet in die Vergangenheit reist um Jasper kennenzulernen oder b)diesen aus der Vergangenheit holt…
    Die regeltechnische Reise in die Zukunft ist ja problematischer als die in die Vergangenheit.

    Achso, ich hatte mich nur gewundert, da entsprechende Einträge ja schon länger gegeben waren (also bei Rollenspielgruppen und beim Scriptorium).

    Achso, ansonsten wäre die der Magustitel wohl sicher und du hättest dich in Lowangen mit dem passenden Archomagus gut unterhalten können (Du darfst raten welchen ich meine:)

    Das Problem mit der physischen Präsenz, du könntest Sie ja mal zum Armdrücken herausfordern (vorher jedoch mittels Attributo die Körperkraft anheben)…

    Du hast noch ungefähr drei Götterläufe Zeit, wobei natürlich umso schneller Punin davon erfährt, umso schneller kommt es zu den Bruch zwischen der Gilde und der Akademie. Aber ja die Idee ist toll, weil damit die Spielwelt und die Handlung der Charaktere gut verzahnt wird, zumal gerade ein (oder zwei) weißmagische Heilmagier gut geeignet sind auf das Problem aufmerksam zu machen. Auf den Ausgang bin ich gespannt, ich wäre allerdings noch mehr an den Hesindedisputen in Thorwal interessiert.

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