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Theorie und Praxis

Natürlich war die Gesandschaft der Rondrakirche schon in Hochstieg als wir in diese beschauliche Hochburg   mittelreichisch geprägter Zivilisation wieder zurückgekehrt waren, wenn das so weiter geht, werden die Zwerge vermutlich vorgestern erscheinen und der hiesige Baron wird übermorgen kommen oder so, ich meine bislang gab es mehr Abweichungen bei den Reisezeiten, wobei das natürlich auch bedeutet das alles schneller vorüber ist und ich mich wieder normalen Dingen, wie den restlichen unmöglichen Problemen widmen kann…

Sieghelm bat mich, nachdem der Vogt kurz in seinem Burghof mit ihm gesprochen hatte, die anderen zu ihm zuschicken, er wirkte dabei besorgt, vielleicht hatte dies etwas mit den Vorkommnissen der letzten Tage/Wochen zutun, aber aufgrund der Rondrianischen Neuankömmlinge, war die Besorgnis wohl eher auf diese zurück zuführen, ob wir ihm etwas Sorge nehmen würden, wenn wir den Rondrianern von seinen Heldentaten, wie den Kampf gegen Ashlakants Spinnen oder dergleichen berichten würden? Jedenfalls ging er kurz auf die angemessene Etikette für diese Situation ein, bemängelte den Reinlichkeitsgrad von Azinas Kleidung, was ich zum Anlass nahm diese einer arkanen Reinigung zu unterziehen, und „führte“ unsere farbenprächtige Gruppe zum Lager seiner Glaubensbrüder. Wir kammen auch ohne große Schwierigkeiten zum hohen Herold, welcher überraschend erträglich war, leider war seine Bildung vorwiegend in für mich nur sehr entfernt peripheren Interessensbereichen angesiedelt, aber immerhin stellte sich heraus das wohl auch zwei Gildenmagier, im weitesten gefassten Sinne dieses illustren Sammelbegriffes, im Lager vertreten waren, wobei ich mich von eventuellen Vorurteilen gegenüber meiner Andergaster Collegaea, wie sie bestimmt sagen würden, nicht abhalten sollte wenigstens einen Disput mit ihnen zu beginnen, möglicherweise überraschen Sie mich ja noch positiv. Aber zurück zu dem Gespräch mit seiner Heroldigkeit, er teilte uns mit das der Orden die Unterstützung von zwei Sennen der Rondrakirche hätte, die anderen müssten noch überredet werden, eine Aufgabe mit der bestimmt der gute Bruder betraut wird, wirde zu seinem Glück passen, ich habe ihm angeboten zur Überzeugung der verbliebenen Sennen meine Berichte, von gesammelten Erkenntnissen kann ich kaum schreiben, wenn alles relevante und interessante hinausgenommen wird, weil das notwendige Fundament zum Verständnis nicht einmal ansatzweise vorhanden ist, früher hätte ich alle Daten einfach in so einen Bericht gelassen, aber nachdem ich mehrmal schon erleben konnte, das magietheoretische Details, und das ganze fällt wohl unter „magietheoretisches Detail“, sich, unverständlicherweise, eingeschränkter Beliebtheit erfreuen, erspare ich mir dies, zumal eine gute Chance besteht, das nur weil ich ein Adeptus Minor bin, mein Bericht nicht als Gewichtig genug betrachtet wird…

Kurz nach einer Erwähnung von Bewegungen in Schwarztobrien habe ich mich dann auch aus dem Zelt des Herolds zurückgezogen, das Bild von Azzeroth werde ich wohl später noch fertigstellen, zumindest die Umrisse sehen schon akzeptabel aus, für den Anfang einer schnellen Skizze, wobei diese Art der ästethischen Zeichnerei eher etwas für Jane ist.

Zelt 41 war nach einiger Zeit auch zu finden, die beiden Andergaster Magier, waren gerade in einem Kartenspiel verwickelt, zuerst hatte ich noch die leichte Hoffnung das es wenigstens etwas intelektuell anregendes wie Inrah wäre, aber nein sie nutzen nur einen Teil der dafür notwendigen Karten und spielten etwas Namens Boltan. Besagte beide Magier waren die Adepten Depold Roskop und Marik Karden und es ist mir unbegreiflich wie diese beiden je zu Gildenmagiern wurden. Aber ich greife vorweg. Depold Roskop war von den beiden der drahtigere und besser durchtrainiertere, der Unterschied zu mir war deutlich, aber ich nehme an einen Vorteil musste die Ertüchtigung in Andergast ja haben, und das dieser sich in Richtung des physischen verlagert, war nicht überraschend, er trug eine Augenklappe, das ersichtliche Auge war blau und er hatte kurzgeschnittenes braunes Haar und trug einen Almadanischen Schnauzer. Der andere hieß Marik Karden, er war etwas kleiner als Adeptus Roskop, etwas beleibter, hatte kurze rote Haare und braune Augen. Ich hatte schnell den Eindruck das Adeptus Roskop dem Alkohol angetan war und Adeptus Karden mit Vorliebe spielte.  Beide waren Sie in leichte Rüstungen, welche auch immer, gewandet und kaum mehr als Gildenmagier zu erkennen, nun gut sich pragmatisch zu kleiden, dagegen ist durchaus nichts einzuwenden, aber dies ging dann doch ein Stück zu weit, ihre Stäbe lagen im Zelt herum, von Büchern und Schriftrollen, oder Federn und Tinte, konnte ich keine Spuren entdecken, aber gut, auch das ließe sich erklären, in ihrer Zeit abseits ihres Dienstes für den Müßigang mit ihrem Spiel, nehme ich an.

Zu diesem luden Sie mich auch ein, aber für dererlei frivolitäten war an diesem Moment, natürlich, keine Zeit. Die nachfolgende Kommunikation war deutlich anstrengender als ich vermutet hätte, zumal sich herausstellte, das Sie neben Garethi, mit zwei Stark Andergastischen Dialekten, nur Bosparano, auf einem grauenhaften Niveau, beherrschten, zumindest von den Sprachen die mir bekannt waren. Mühsam konnten wir uns verständigen und kammen langsam ins Gespräch. Ich denke über die Zeit gelang es uns, etwas sich an die unterschiedlichen Dialekte zu gewöhnen. Doch dies führte nicht zu einem Ende der Enttäuschungen, wie sich herausstellte war ihr Verständnis von Magietheorie sehr eingeschränkt, um es freundlich zu formulieren, und sie ließen sich auch nicht für die Feinheiten der Analyse arkaner Matrizen begeistern, nein ihr Lieblingsthema schien eher in die Richtung der gezielten Entzündung von Zielen, möglichst solche die mit Nostria zutun hatten, auf jedwede praktische Art und Weise, zu gehen. Auf ihre überspitz formulierte Frage, wozu Theorie gut sein sollte, da langes Bücherstudium doch noch niejemandem geholfen hätte. Kamm eine Erwiderung meinerseits, das ich dies gänzlich anders sehe und es ein leichtes wäre, jedwede Anwendung von Magie in ihrer Effizienz zu steigern, das ich mich dabei auf theoretische und relative Rahmen bezog, erwähnte ich nicht.

Roskop in seinem angeheiterten Zustand, etwas was nicht gerade der Kommunikation förderlich war, äußerte sein Unglauben an dieser Aussage und Karden legte mir nahe meine Behauptung zu beweisen, da ich zu diesem Zeitpunkt doch etwas, nennen wir es ungehalten, war, ging ich schließlich darauf ein und verabredete mich zum späten Nachmittag des folgenden Tages vor den Toren der Stadt um meine Behauptung an einem ihnen nahegelegen Thema unter Beweis zu stellen.

Ich verließ auch promt das Lager und begab mich auf die Burg um mit den notwendigen Berechnungen anzufangen, wobei ich nicht viel zu berechnen hatte, hatte ich die Grundlegenden Berechnungen doch schon vor Monaten durchgeführt, die Zahlen mussten dem neuen Szenario etwas angepasst werden, aber das war keine große Herausforderung, ein paar Behälter, etwas Holz und genügend Lampenöl musste zusammengetragen werden, aber auch das war keine großartige Herausforderung, anschließend holte ich noch ein 30 Schritt langes Seil und ich begann damit einige Gefäße mit Öl zu befüllen und zu versiegeln und diese anschließend mit dem Custodosigil Cantus zu verzaubern. Nachdem ich meine Kräfte mittels einer Meditation wieder etwas erholt hatte legte ich mich schlafen.

Früh am nächsten Morgen brach ich auf um die Stadt zu verlassen und weitere Vorbereitungen zu treffen. An einer Stelle, welche mir ausreichend außerhalb gelegen erschien und wo sich die Gefahren für eine arkan induzierte Katastrophe vernachlässigbar waren, begann ich ein paar Pfosten aufzustellen, ein paar Leute, ich denke diese waren zu einem guten Teil aus dem roten Riesen befreit wurden, halfen mir beim aufstellen und vorbereiten des Platzes, nachdem dies zu meiner Zufriedenheit erledigt war, verzauberte ich zwei Pfosten, den ersten 7,5 Schritt vom Zentrum des gewählten Zieles entfernt, den zweiten 10 Schritt vom Zentrum, in gleicher Richtung, so dass der Abstand zwischen beiden also bei 2,5 Schritt lag. Ich wies deutlich daraufhin das diese Pfosten nicht berührt, verrückt oder beschädigt werden sollten. Andere Pfosten zum Tragen der Custodosigil Gefäße wurden auch noch aufgestellt, zwei vor dem ersten verzauberten Pfosten, eines zwischen den beiden und ein weiteres hinter dem letzten Pfosten. Die Gefäße selbst stellte ich noch nicht auf, waren diese doch zu leicht entzündlich. Ich dankte meinen eifrigen Helfern und einige blieben auch dort um zu verhindern das irgendjemand etwas dummes mit den vorbereiteten Material anstellte, anschließend begab ich mich zurück in die Burg um ein leichtes Frühstück einzunehmen, etwas zu meditieren und noch einige Dinge aus dem Perainetempel zu holen, ich dachte mir, wenn ich schon eine Demonstration ausrichte, kann ich auch ein bisschen Arbeit in diese stecken, mischte ein paar einfache profane Alchimika zusammen um den Flammen unterschiedliche Farben zugeben.

Am späten Nachmittag kehrte ich, begleitet von den beiden Andergaster Magiern zurück zu dem vorbereiteten Bereich. Unter ihren Augen vollführte ich letzte Vorbereitungen, stellte die Custodosigil Gefäße auf, tränkte mit alten Kleidungsstücken gestopfte Säcke, welche über die verzauberten Pfosten gestülpt waren mit Öl und den Vorbereiteten Färbemitteln, stellte noch etwas Öl in Gefäßen zwischen die Pfosten auf.

Und begab mich zu den Adepten Roskop und Karden, beide zauberten jeweils einen Ignisphaero, der eine wurde in ein vorbereitetes Gebiet gelenkt in dem sich keine meiner getroffenen Maßnahmen befand, mit dem erwarteten Ergebnis, von einem Radius von in etwa 6 Schritt, der andere war effizienter und weitaus farbenfroher zu betrachten, zumindest im Sinne der ausgedehnten Entfernung aufgrundlage der Kalkulationen und der Verwendung verschiedener anderer Canti und weiterer Ressorourcen zum Erhalt des sich ausbreitenden Feuers. Mit Genugtuung konnte ich feststellen das die Adepten Roskop und Karden ihre Lektion erteilt bekommen hatten, oder so dachte ich, aber kaum das Sie sich von ihrer kurzen Überraschung erholt hatten, begannen Sie schon laut darüber zu fantasieren, wie dies im Feldeinsatz gegen die Nostrianer, sie benutzten anderen Begriffe, für die Angehörigen dieser Kultur, einzusetzen wäre, ich konnte darüber nur ungläubig meinen Kopf schütteln, das es tatsächlich Leute gibt die so eine, potentiell, schreckliche Waffe gegen andere Leute einsetzen würden, in meiner Demonstration ging es lediglich um die Umsetzbarkeit eines theoretischen Konstruktes zur Maximierung der Feuerverteilung, ich erwähne den beiden gegenüber besser nicht, das ich andere destruktivere, bislang rein theoretische Konstrukte, durchaus in meinem Repertoire habe.

Was bleibt anderes als Gedanken

Nachdem alles relevant machbare in der hiesigen Situation erreicht wurde, gibt es wenig was ich hier in der Wildernis weiter tun kann, ich kann mich kaum der praktischen Umsetzung eines hoch theoretischen Thaumatursoms hier zuwenden, mangelt es doch nicht nur an den zu präferierenden physichen Komponenten zur Umsetzung des gleichen, Hochstieg ist alles andere als ideal für dieses Unterfangen, aber dieser Wildnis bei weiten vorzuziehen, wobei mir ad hoc mehr als ein Dutzend anderer, besser geeigneter Orte einfallen würden. Was mich zu einem anderen Problempunkt führt, ich muss dringend Delias, Kalkaribs und michselbst verschiedenen arkanen Visitationen untersuchen, nicht nur für das behebenden der aktuellen heptasphairischen Verwicklungen wäre dies notwendig, ich zweifle auch etwas ob besagte Verwicklungen meine Mobilität auf elementaren Wegen nicht deutlich einschränken könnten…

Wenn ich nach Punin oder Shirdar laufen muss, wegen dieser ganzen Sache, so wäre dies ziemlich ungünstig, schätze ich meine Zeit doch als wichtiger an, als durch die Gegend zulaufen, zumal ich der Meinung bin davon schon mehr als Genug zu machen, als Alternative zu dem allseits beliebten Dschinnentransport, bietet sich ein vertieftes Studium des Transversalis an, und nach allem was vorgefallen ist, sollte ich auch die Dämonologie nicht gänzlich unbeachtet lassen.

Bevor ich anfange meine Gedanken über mögliche arkane Lösungen für die vielzahl an diffizilen Problemen schweifen zu lassen, sollte ich meine Gedanken, wiedermal gen Khorestan richten, die Einmischung des Ordens dürfte recht interessant sein, vor allem, wenn die Contraheptasphairischelinie, tatsächlich umgesetzt werden sollte, Gespräche mit Collegus ibn Rizwan scheinen deutlich angeraten…

Natürlich wäre noch die kleine Umsetzung der Errichtung einer Oberstadt, zu deren Bestandteil das Ordenshaus und die Lehrstätte gehören mag, zu bedenken, ob Nandusstadt für das geplante Vornehmen, zumindest für ein etwaiges, mir zumindest logisch erscheinendes, Gelehrtenviertel akzeptabel wäre? Erinere ich mich doch daran das Hesinja etwas von einem Hesindedorf in Festum erzählt hat, aber das hat noch Zeit.

Die Überlegung, wie mit den Nachbarn von Khorestan zu verfahren wäre, jedoch nicht wirklich, vor allem, da die Aufgabe als Prophet mir vermutlich wieder ein gutes Stück an Zeit, welche ich ansonsten anderweitig nutzen würde, rauben wird. Wobei dies zumindest endgültig ein militärisches vorgehen, gegen etwaige Nachbarn ausschließt, ich meine nicht das ich dies je ernsthaft in Erwägung gezogen hätte, wäre so ein vorgehen doch ziemlich brutal, unschön, unzivilisiert, tumb, unnötig Ressourcenintensiv, langweilig, wenig Herausfordernd und destabilisieriend. Naheliegend als nächste Möglichkeiten wären ein öffentlicher diskurs und starke Argumente in den Bereichen Sicherheit und Handel, dahingehend habe ich auch schon ein paar Ideen, für die genauen Umsetzungen benötige ich vorher jedoch weitaus bessere Karten, einen Kontakt zu Khattaq, Erkinstein und auch den Novadis der Umgebung könnten nicht schaden, ich bin gespannt was ibn Rizwan von der Idee halten wird, würden wir doch den tulamidischen Teil der Zedernstraße damit, wenn nicht kontrollieren, so doch stark beeinflussen können und mit meiner Bürgerschaft in Punin und als nunmehriger Prophet der Travia, sollte es auch leicht sein diesen Einfluss in Almada auszudehnen, und ich fange an wie Tulachim zu denken…

Ich sollte als nächstes vermutlich Divergenzpunkte untersuchen, könnte dies immerhin die Möglichkeit des disputs mit anderen verständigen Verstanden gewähren, hmm, wenn eine entsprechende Koordination gelingen würde, wäre dies tatsächlich eine faszinierende Idee um verschiedene Probleme zeitgleich anzugehen.

Azinas Geheimnis

Ich werde die anderen Großmeister nun in mein Geheimnis einweihen. Ich habe lange darüber nachgedacht und halte es für das Beste es ihnen zu erzählen. Vielleicht wird das noch wichtig oder gar gefährlich. Es darf auf jeden Fall nicht geheim bleiben. Nicht vor ihnen. Es ist zu wichtig. Wer weiß, was das noch für Folgen haben wird.

Auch soll Nehazet endlich das Zepter des Echsenkaisers bekommen. Das habe ich bei den vielen Ereignissen ganz vergessen. Ich denke, die Gefahr durch die feindliche Übernahme ist gebannt seit die Vettel Kohlhütten den Geist … oder die Seele? … des Kaisers verbraucht hat.

Sie bindet einen Brief an Adaques Kralle.

„Flieg zur Hütte Adaque und bring ihr den Brief. Sie soll herkommen, es wird Zeit das Versteckspiel zu beenden.“

Sie tritt ans Fenster des Rabenturms und überlässt den kleinen Falken dem Wind. Beschwingt stößt Adaque sich ab, breitet die Flügel aus und lässt sich elegant nach oben tragen. Er stößt einen spitzen Schrei aus, ehe er sich gen Effert wendet.

„Auf Bald.“

Wohlwollend nickt sie dem Rabenwart im Vorbeigehen zu. Dieser starrt sie nur an und scheint ein wenig enttäuscht zu sein.

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Diese Szene spielt sich ab, nachdem die neuen Großmeister des Ordens bestimmt wurden und alle Erwählten, sowie Traviahold noch auf Hochstieg verweilen.

Ergeben

Nun hat er mir seinen Sohn Gro’jesh mitgegeben. Dabei wollte ich doch … IHN! Aber offenbar möchte er nicht. Er tat zwar verwirrt, als ich mich anbot. So als ob er nicht verstünde, was ich von ihm möchte. Dennoch ich bin überzeugt davon, dass er mich auch begehrt. Warum sonst hat er mir seine Welt von Sumu gezeigt. Schama nannte er sie, die Lebenskraft der Natur, die in allem fließt. Er wanderte mit mir eine ganze Nacht unter dem Madamal durch diese verschneiten Berge, die gerade beginnen Ifirns Gnade zu empfangen.

Auch griff er mich bei unseren ersten beiden überraschenden Begegnungen nicht an und raubte mich nicht nach Kurgaart. Und bei unserer Dritten blendete ihn seine Wut und sein Schmerz. Haben wir doch einige seiner Leute getötet, die uns angriffen, weil sie dachten, dass wir Schuld am Verschwinden ihrer Stammesmitglieder seien. Ich habe noch versucht sie aufzuhalten, doch sie waren voller Hass. In Wahrheit hatte sie der mehrgehörnte Dämon Achorhobai entführt, den wir mit ihnen gemeinsam auf der Spitze des Berges vernichteten. Leider kamen wir unter Garnans Dach nicht mehr dazu, uns zu unterhalten. Vieles hätte man bereits dort teilen können.

Auch wollte er nicht, dass ich gegen seinen Sohn um das Tal kämpfe, weil er meine Niederlage fürchtete. Und er wollte nicht, dass ich verliere. Denn das hätte meinen Tod bedeutet, den er offenbar nicht wünscht.

Ich vermute, er konnte wohl nicht anders handeln. Er ist der Anführer seines Stammes. Er hat Verpflichtungen. Vielleicht hat er auch eine Frau, der er treu bleiben muss. Für seinen Stamm war ich unbekannt, fremd, ein … Geist. Er hat ihnen nichts von alledem erzählt, hat ihnen nichts von mir erzählt. Sie sollen es nicht wissen, brauchen es nicht wissen. Nun, jetzt kennen sie mich. Den Geist.

Wir werden uns wiedersehen, Shakriin Boran. Ja, das werden wir. Und so lange werde ich in deinen Träumen spuken, wie du es in meinen tust. Mögen unsere Wurzeln sich einst vereinen. Ich habe dir gesagt, wo du mich findest. Du wirst kommen und dir holen, was du begehrst.

Ich werde derweil gut auf deinen Sohn aufpassen. Ich glaube dir nicht, dass du ihn so bereitwillig verstoßen hast, wie du tust. Er ist dein. Für immer. Ich werde ihm die Welt zeigen und ihn durch viele Gefahren führen. Er wird mich mit seinem Leben beschützen und wir streiten gemeinsam für unsere Welt. Vielleicht kann er doch eines Tages wiederkehren, ehe unser aller Ende kommt. Dann ist er entweder ein großer Anführer oder ein Fremder.

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Azinas Gedanken

Traditionelle Möglichkeiten

Rückblickend betrachtet, hätte ich es mir wirklich sparen können aus dem Zelt mit den anderen auszutreten, die anderen Anwesenden hätten, vermutlich (wäre zumindest zu hoffen), alle aufkommenden Probleme durch ein paar Trollzacker bewältigen können, weswegen war ich also überhaupt draußen?

War es um zu vermitteln?

War es um zu helfen?

War es um zu beobachten?

War es aus anderen Gründen?

Letzlich gab es für mich nicht sonderlich viel zu tun, entschieden wurde das Problem auf traditionelle Weise mit einem Zweikampf, welcher auf noch traditionellere Weise von seinen physichen Fesseln entbunden wurde mittels mächtiger magischer Möglichkeiten, auf beiden Seiten.

Ob sich dies auch ergeben hätte, wenn Sieghelm anstelle von Azina gestritten hätte?

Wie zu erwarten war, gewann Azina, erfreulich war das Sie das Leben ihres Kontrahenten gerettet hat, eventuell ist Sie doch nicht ganz so kaltblütig, wie teilweise zu vermuten war?

Leider kamm ich nicht dazu mit dem Schamanen der Trollzacker zu reden, ich zweifle daran das sich wirklich neue Erfahrungen in magischer hinsicht für mich ergeben hätten, aber die andere Perspektive hätte eventuell zu einem interessanten Bllickwechsel für meine Forschungen führen können? Möglicherweise ergibt sich noch die Möglichkeit, irgendwann mit einem anderen Schamanen zu disputieren?

Hmm, ich sollte vielleicht an einem arkanen Fachlexikon arbeiten, das könnte zur besseren Verständlichkeit hilfreich sein.

 

Anschließend wurde getanzt, trotz der Möglichkeit sich mittels kalkulierter Schritte zu bewegen, ist es doch etwas, dem ich mich nicht desöfteren hingeben werde, außer vielleicht in einem Studium alter mudramulischer Texte oder in der Auseinandersetzung mit anderen entsprechend ausgerichteten Zauberrichtungen, jenseits davon sehe ich keine praktische Anwendungsmöglichkeit in dieser Tätigkeit.

Kampf um einen Pfad des Schicksals

Mit klopfendem Herzen stellt sich die Botin Firuns dem Kampf um das Tal. Dem Tal wo die Göttin Travia erschien, den Propheten der heiligen Mutter rettete und sie gemeinsam zwei Diener des Vortex vernichteten. Ihr Gegner ist der Sohn des Shakriin Boran vom Stamme der Mach’natûl. Sein Vater und Schamane verstärkt ihn vorab mit Zaubern, die seinen Leib hinter einer dicken Borke schützen. Dadurch scheinen seine Bewegungen jedoch etwas behäbiger zu sein, als sie es ohnehin bei einem sehr großen massigen Krieger sind. Azina selbst hat sich ebenfalls mit Zaubern verstärken lassen, die ihre körperlichen Attribute und vor allem ihre Geschwindigkeit erhöhen. Dazu kam der göttliche Beistand Firuns, der sie in eine glitzernde Aura aus Eis hüllt.

Firun gib mir die Kraft diesen Kampf zu gewinnen. Es geht um mehr, als nur dieses Tal. Es geht um das Symbol unseres Kampfes. Zeigen wir ihnen, was wir vermögen. Lass das Opfer nicht umsonst gewesen sein. Es lastet schwer auf meinen Schultern.

Zur Eröffnung des Kampfes schleudert Azina ihren Speer aus nur fünf Schritt Entfernung auf Ihren Gegner. Unfähig dem auszuweichen schlägt er wuchtig in die Borke. Kurzerhand packte er den Speer, zog ihn aus seinem Panzer und warf ihn achtlos beiseite.

Doch sein siegessicheres Lächeln gefror ihm, als der Speer, noch ehe er den Boden berührte, in Azinas Hand zurück flog. Anerkennend nickte er und geht zum Angriff über. Doch die Aranierin wich geschickt nach hinten aus und warf den Speer erneut mit aller Kraft auf den Borkenleib. Wieder blieb er stecken. Und erneut zog er ihn heraus, behielt ihn dieses Mal jedoch fest in der Hand. Da war es an ihr überrascht zu starren. Verkniffen schallt sie sich selbst für ihre Dummheit.

Ohne jedoch weiter zu Zögern zog sie noch im vollem Lauf Khunschomer und Linkhand, unterlief seinen Speer und griff seinen linken Arm an. Sie lieferten sich ein entscheidendes Nahkampfgefecht. Er mit dicker Rinde, langsam und unnachgiebig wie eine Eiche. Sie wie ein tosender Wirbelsturm aus Klingen. Immer wieder traf sie seinen Arm empfindlich. Zwei Mal gelang es ihm, sie zu treffen, doch die Barriere aus göttlichem Eis, verhinderte Schlimmes. Schließlich konnte sie den entscheidenden schweren Treffer landen. Einen Augenblick schwächte sich sein Griff um den eiskalten Runenspeer, den sie sofort mit beiden Händen an sich zog. Noch direkt vor ihm stehend, unterhalb seiner mächtigen Brust, fuhr sie ihn mit einer schnellen Bewegung einmal quer über den Bauch, um nach einer halben Drehung, das stumpfe Ende mit einem gewaltigen Schlag unter das Brustbein zu hämmern.

Erschüttert, wankte er ein paar Schritte rückwärts und hielt sich schwer atmend den Bauch. Doch er gab nicht auf. Erneut hob er seinen Speer zum Angriff. Azina folgte der Aufforderung und griff ihn mit ihren eigenen Speer an, mehrere Treffer musste er einstecken, bis sein Blut den Boden tränkte, während es ihr immer wieder gelang seinen Angriffen zu entgehen. Die Borkenhaut löste sich langsam auf. Schließlich stand vor ihr nur noch er selbst. Ein hünenhafter Trollzacker mit nackter breiter Brust. Keuchend und verwundet. Doch noch immer gab er nicht auf. Erst nach einem erneuten schweren Treffer in die Brust, entfährt ihm ein tiefer Schmerzensschrei. Er sackte nach vorn auf die Knie, ehe er mit dem Gesicht voran in sein eigenes Blut fiel.

Azina reckte die rechte Faust mit ihrer Waffe in die Höhe und vergewisserte sich in den fassungslosen Blicken der Umstehenden des Sieges. Erst dann ließ sie den Speer fallen, ging vor Ihrem Gegner auf die Knie und drehte ihn auf den Rücken. Rasch entkorkte sie zwei der Einbeerensäfte von Jane und schüttete ihren Inhalt in den Mund des Trollzackers.

Erschrocken eilt Boran zu ihnen und packt sie am Arm. „Was tust du da?“ Herrscht er sie an. „Ich rette sein Leben! Das Land hat Blut getrunken. Die Vereinbarung ist erfüllt.“ Entgegnet sie ihm. Kopfschüttelnd möchte er wiedersprechen, doch sie setzt nach: „Das ist meine Tradition. Ich töte meine Freunde nicht! Verfahrt mit ihm wie ihr wollt. Doch er stirbt nicht durch meine Hand!“ Skeptisch mustert er sie. Schließlich nickt er ergeben und erwidert bedächtig: „Ihr habt unsere Tradition gewürdigt und nun würdigen wir die eure. Die Vereinbarung ist erfüllt. Das Tal ist euer.“

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Später in ihrem Zelt spuken die Worte des Shakriin Boran in ihren Träumen: „Was? Du? Aber …“ Sein fassungsloser Blick lässt ihr keine Ruhe. Er wollte nicht, dass ich kämpfe. Warum nicht?

Früh am Morgen, als die ersten Hochzeitsgäste schlaftrunken ihre Zelte verließen, packt Azina ihre Sachen ein. Dazu nimmt sie sich noch etwas von den Resten des Hochzeitsmals. Dem nächsten ihrer Gefährten sagt sie: „Ich habe in diesen Bergen noch etwas persönliches zu erledigen. Bitte sag den anderen, dass ich in ein paar Tagen nach Hochstieg zurückkehren werde. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.“

Damit schultert sie ihren Rucksack, verlässt mit Elfenbein an ihrer Seite das Lager und folgt den deutlichen Spuren ihres Schicksals im Schlamm der Schneeschmelze.

Wurzeln. Ja.

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Azinas Gedanken

Ansprache Azinas zur Vereinbarung der Talnutzung

Ich trage einen magischen Gegenstand, der es mir heute erlaubt, beide Sprachen zu sprechen.

Dies ist ein geschichtsträchtiger Ort in einer geschichtsträchtigen Zeit. Hier an genau dieser Stelle, ist der erste Diener des Vortex gefallen. Das Land darunter war verdorben. Der Vortex trachtet danach uns alle zu vernichten. Es gibt jedoch einige Auserwählte, die dies verhindern können. Unsere Göttin Travia ist hier erschienen, um einen dieser Auserwählten zu retten.

Diese Erwählten haben den Kampf aufgenommen. Doch wir allein können den Vortex nicht vernichten. Wir allein sind der Aufgabe alle Menschen auf Dere zu beschützen, nicht gewachsen! Wir brauchen die Unterstützung aller Stämme und aller Reiche.

Es wird der Tag kommen an dem wir Seite an Seite kämpfen werden, so wir es in diesem Winter bereits einmal getan haben. Unter dem Roten Riesen und auf dessen Spitze, kämpften wir gemeinsam gegen zwei mehrfahrgehörnte Dämonen und ihre unheiligen Krieger. Viele ließen dafür ihr Leben.

Ich rufe heute nicht zu den Waffen, denn wir wissen noch zu wenig über den Feind, wir können heute noch gegen niemanden zu Felde ziehen. Stattdessen rufe ich heute dazu auf, uns nicht gegenseitig zu bekämpfen. Lasst uns den Frieden bewahren. Geben wir dem Bösen durch unseren Zwist keine Nahrung. Lasst uns einfach leben!

Es werden einige Menschen hier her kommen, um das heilige Haus zu betrachten und unserer Göttin Travia nahe zu sein. Und um Zeuge der Zerstörung durch den Vortex zu werden. Aber diese Menschen werden wieder fort gehen. Mach’natûl, folgender Vorschlag: wir jagen euch und euer Wild nicht. Und ihr jagt uns nicht.

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Rede von Azina saba Belima bei der Verhandlung zwischen Shakriin Boran und Sieghelm von Spichbrecher um die Nutzung eines Tals im Gebiet der Trollzacker für einen Schrein der Travia zum Gedenken an den Kampf gegen den Vortexdiener Turnak’riin und zu Ehren der Erscheinung Travias.

Seine Vorsicht – oder Probleme in der Nomenklatur?

Nachdem ein weiterer Bund ohne größere Probleme, eventuelle Störfälle durch horden wilder indigener Individuen zähle ich mal als nicht dazu, vonstatten ging, dachte sich Nehazet bei der Tafel, er könne sich anderen Problemen zu wenden, etwas was ihn schon seit einiger Zeit vor ein kleines Problem stellte war, welche Anrede ist für einen Propheten, die korrekte Anrede.

Gibt es eine sakrale Hierarchie? Wenn ja, in welcher Ordnung wäre diese? Und dies wäre für das Problem auch nur relevant, wenn die Anrede ähnlichen Regeln folgen würde, wie im arkanen und profanen?

Hmm, unter der Prämisse, wenn wir davon ausgehen das Propheten über Geweihten (laut Bezeichnung stehen) und die Anrede von Geweihten euer Gnaden ist, eventuell euer Wohlgnaden (nein das macht keinen Sinn), euer Hochgnaden (seltsam aber vielleicht nutzbar?).

Vielleicht eher etwas deskriptiverer Natur, der relvante Aspekt bei Propheten scheint die Prophetie zu sein, deswegen auch der Name, eure Vorsicht?

Möglicherweise findet sich in der nächsten Bibliothek ja ein passendes Buch.

Der Bundschluss, wie schon erwähnt, verlief ohne große Probleme, etwas Ungünstig waren die beiden vorhandenen Bänder, aber etwas elementare Manipulation machte schnell aus beiden eins, und konnte immer noch gut um beide zubindenen Partner gebunden werden, hätte ich vorher gewusst das dieses Band nicht gelöst werden sollte, so hätte ich mir etwas praktikableres ausgedacht, aber über relevante Details solcher Veranstaltungen werde ich ja nicht informiert.

Bezüglich der nicht zu zählenden Störfälle, so mag sich ein solcher ergeben, wenn die Situation im freien (weiter) eskaliert. Die Trollzacker brachten ein Geschenk, inform eines Menschenopfers, welches sie opferten. Interessant wird dieser Sachverhalt noch dadurch das, Azina und ich denke Jane, die einzigen von uns sind, welche mit den Trollzackern kommunizieren können und ausgerechnet diese beiden sind sich im Moment uneins, was sich auf besagte Kommunikation auswirken könnte.

Weswegen ich beschlossen hatte, noch eine weitere Stimme dem diskurs beizufügen, in der Hoffnung den ausbruch eines weiteren Problems zu verhindern.

Kurze Gedanken von Azina

Azina stellt sich in die Mitte der Kontrahenten. Ein Zeichen ihrer Neutralität. Ein Zeichen, dass der der die Verhandlung stört, es mit ihr zu tun bekommt.

Hm, sieht er wieder gut aus. Das grimmige steht ihm echt gut. Aber wozu haben Sie diesen Mann dabei? Er scheint mir mehr Tod als lebendig. Er ist ein Geschenk, sagt Boran. Was meint er damit? Möchte er ihn als Zeichen seines guten Willen freilassen?

Die Verhandlung beginnt. Die beiden Anführer stellen sich vor. Auf der einen Seite steht Shakriin Boran, der Schamane der Machnatul und auf der anderen Seite Sieghelm Gilborn von Spichbrecher. Der Shakriin tritt vor und bietet einen alten abgeranzten Mann als Geschenk an. Er zieht einen Dolch. Einer seiner Männer entblößt des Mannes Kehle.

Oh nein. Solch ein Geschenk! Die Gänseritterin hat ja heute Nacht davon fabuliert. Jetzt erinnere ich mich auch, dass er mir schon bei unserer ersten Begegnung Bakkus opfern wollte als Schutz vor dem Bösen. Auch das war ein Geschenk und ich habe es ausgeschlagen. Was für ein Trottel! Er muss doch mitbekommen haben, dass bei uns Ofer nicht gewollt sind. Das ist eine Provokation! Das wird er noch bereuen!

Boran nähert sich mit erhobenen Dolch dem Mann.

Es ist zu spät. Nun, der Mann war eh schon so gut wie tot. So hat sein Leid ein Ende, lebend kommt er sowieso nicht hier heraus. Hier und jetzt gilt es ein Blutbad zu verhindern. Ich hoffe, es tut jetzt keiner etwas unüberlegtes. Dieser Mann ist leider nicht zu retten.

Gerade als der Schamane den Dolch an die Kehle des Mannes setzt, öffnet Jane Pedderson ihr Buch der Hesinde und beschwört hinter Shakriin Boran ihren Geisterkrieger, der auch sofort zum Schlag ausholt.

JANE NEIN!! Ist sie von Sinnen? Es werden vielleicht viele Menschen sterben, jetzt und zukünftig.

Sie reißt ihren Speer aus dem Boden und pariert den Angriff des Geistes. Es sprühen blau-weiße Funken, als die heiligen Waffen zum ersten Mal aufeinandertreffen.

 

Der Kleine heiratet

Das Feuer im Kamin brannte bereits, als Delia an jenem Abend in Kalkaribs Turm kam. Diesen Abend war sie später als sonst erschienen. Weshalb sich ihr Wüstensohn schon Sorgen um sie machte. Während Kalkarib sich im oberen Teil des Turmes zum Nachtgebet befand, saß Delia in dicken Decken gehüllt und mit einem Bettstein im gemeinsamen Bett.

Sie dachte über den morgigen Tag nach. Traviahold würde heiraten, soweit nicht einmal ungewöhnlich für einen Geweihten der Travia. Zusätzlich sollte er noch seine zweite Weihe empfangen. Angesichts seiner Leistungen und Erfahrungen der letzten Wochen auch verständliche. Um einen gewissen Einfluss auf die Hochzeit und die künftige Braut zu bekommen, bot sich Delia als Brautjungfer an. Am heutigen Abend backte sie mit Jane noch eine Art Notfallhochzeitstorte (darin enthalten zwei antike Münzen) und organisierte einen Baumstamm, welchen das Brautpaar dann zersägen sollten. Dieser merkwürdig rusikale Brauch schien jedoch zu Hochstieg zu passen.

Morgen früh würde sie mit samt Schimke, Körperölen und weiteren Dingen in das Zelt der Braut einfallen und sie in einen ansehnlichen Zustand versetzten. Vielleicht sogar mit einem kleinen Schuss Magie, Satuarias Herrlichkeit bot sich nahezu an. Leider war die Braut etwas zimperlich mit Magie. Was Delia als äußerst schade empfand, denn sie war der Meinung, dass Levthans Feuer die Hochzeitsnacht erheblich bereichert hätte. Vor allem da das Brautpaar noch jungfräulich zu sein schien. Die Hexe dachte bei sich, wie sowas nur passieren konnte. Beide waren seit mehreren Jahren schon erwachsen und hatten immer noch nicht die körperlichen Freuden erfahren? Nun ja, da beide auf Hilfsmittel verzichten wollten bot sie Beratung an. Obwohl sie sich schon vorstellen konnte wie beide bei den kleinsten Andeutungen vor Scham erröten würden.

Ihre Gedanken wurden jäh unterbrochen, als Kalkarib die Treppen und zu Ihr ins Bett kam. Er fühlte sich kalt an und so beschloss Delia ihm etwas einzuheitzen. Wofür betete er denn ständig, wenn nicht um die Vergebung der Sünden und hierfür wollte sie ihm als gute Ehefrau behilflich sein.