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Ergeben

Nun hat er mir seinen Sohn Gro’jesh mitgegeben. Dabei wollte ich doch … IHN! Aber offenbar möchte er nicht. Er tat zwar verwirrt, als ich mich anbot. So als ob er nicht verstünde, was ich von ihm möchte. Dennoch ich bin überzeugt davon, dass er mich auch begehrt. Warum sonst hat er mir seine Welt von Sumu gezeigt. Schama nannte er sie, die Lebenskraft der Natur, die in allem fließt. Er wanderte mit mir eine ganze Nacht unter dem Madamal durch diese verschneiten Berge, die gerade beginnen Ifirns Gnade zu empfangen.

Auch griff er mich bei unseren ersten beiden überraschenden Begegnungen nicht an und raubte mich nicht nach Kurgaart. Und bei unserer Dritten blendete ihn seine Wut und sein Schmerz. Haben wir doch einige seiner Leute getötet, die uns angriffen, weil sie dachten, dass wir Schuld am Verschwinden ihrer Stammesmitglieder seien. Ich habe noch versucht sie aufzuhalten, doch sie waren voller Hass. In Wahrheit hatte sie der mehrgehörnte Dämon Achorhobai entführt, den wir mit ihnen gemeinsam auf der Spitze des Berges vernichteten. Leider kamen wir unter Garnans Dach nicht mehr dazu, uns zu unterhalten. Vieles hätte man bereits dort teilen können.

Auch wollte er nicht, dass ich gegen seinen Sohn um das Tal kämpfe, weil er meine Niederlage fürchtete. Und er wollte nicht, dass ich verliere. Denn das hätte meinen Tod bedeutet, den er offenbar nicht wünscht.

Ich vermute, er konnte wohl nicht anders handeln. Er ist der Anführer seines Stammes. Er hat Verpflichtungen. Vielleicht hat er auch eine Frau, der er treu bleiben muss. Für seinen Stamm war ich unbekannt, fremd, ein … Geist. Er hat ihnen nichts von alledem erzählt, hat ihnen nichts von mir erzählt. Sie sollen es nicht wissen, brauchen es nicht wissen. Nun, jetzt kennen sie mich. Den Geist.

Wir werden uns wiedersehen, Shakriin Boran. Ja, das werden wir. Und so lange werde ich in deinen Träumen spuken, wie du es in meinen tust. Mögen unsere Wurzeln sich einst vereinen. Ich habe dir gesagt, wo du mich findest. Du wirst kommen und dir holen, was du begehrst.

Ich werde derweil gut auf deinen Sohn aufpassen. Ich glaube dir nicht, dass du ihn so bereitwillig verstoßen hast, wie du tust. Er ist dein. Für immer. Ich werde ihm die Welt zeigen und ihn durch viele Gefahren führen. Er wird mich mit seinem Leben beschützen und wir streiten gemeinsam für unsere Welt. Vielleicht kann er doch eines Tages wiederkehren, ehe unser aller Ende kommt. Dann ist er entweder ein großer Anführer oder ein Fremder.

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Azinas Gedanken

6 Responses to Ergeben

  • Wow – sehr schöne Gedanken von Azina. Die ganze Sache scheint sie wirklich sehr aufzuwühlen. Unter ihrer eisigen Oberfläche, ist sie halt auch nur eine heißspornige Tulamidin 😀

    Das Spiel mit Gro’jesh und dem was daraus wird, bietet viel Raum für Spiel. Ich bin schon gespannt wie sich das entwickelt.

  • Ja, das tut es. Sie begehrt ihn. Sie will ihn. Unbedingt. Nur hat sie keinerlei Erfahrungen. Sie macht einfach, was sie fühlt.

    Sie ist ja nicht mit Eis in den Adern geboren, sondern tatsächlich eine heißblütige Tulamidin. Du kennst die Anfänge. Sie konnte nichts, war niemand. Was wurde sie nicht schon geschlagen und gefesselt, weil sie etwas freches sagte. Den Respekt musste sie sich hart erarbeiten und sich dafür verändern. Durch die Erwählung Firuns liegt ihr Weg klar vor ihr. Doch in ihrem Inneren bleibt sie eine gute und freundliche Person, die ungern tötet, aber tut, was getan werden muss. Das steht auch weiterhin in ihrem Steckbrief, und geht mit der Lehre Firuns einher: kein Leben ist unnötig zu nehmen. Es ist Verschwendung. Auch wenn sie es bisweilen mit ihren Aussagen übertreibt. Aber das ist wichtige Fassade:) Außerdem ist sie eitel. Das spiele ich sehr stark aus (ist ja auch ihr einziger wirklicher Nachteil), aber nicht im Sinne der Schönheit, sondern des allgemeinen Charisma, des erhabenen Auftrittes.

    Ja, das mit Gro’jesh wird interessant. Ich habe in der Zwischenzeit einige Konzepte überdacht und wieder verworfen. Ich bin mir noch nicht sicher, was sie genau mit ihm anstellen möchte. Eine Möglichkeit wäre ihm ein Schild zu geben und ihn zu ihrem persönlichen Leibwächter zu machen ggf. sogar Leibwächter+. Das hätte doch was.

  • Ja sehr schön in die Gedankenwelt von Azina eintauchen zu dürfen.

    „Nur hat sie keinerlei Erfahrungen…“ Also dabei kann Delia ihr durchaus helfen 😉

  • Ich denke, Azina ist nicht so erpicht darauf, von Delia Hilfe zu erhalten. Sie hat ja durchaus mitbekommen, wie manipulativ Delia vor allem in dieser Hinsicht sein kann und ist froh, dass sie von ihr übersehen wurde. Sie möchte ihre eigenen Erfahrungen machen. Aber du kannst es ja mal versuchen:) Das gibt eine schöne Interaktion, die wir ja zuletzt selten hatten. Zumindest hat sie ja Delia verboten sich Gro’jesh zu schnappen.

  • Ach Azina hat es Delia verboten? hm… muss Delia wohl entgangen sein 😉

    Außerdem spielt sie nur damit. Seit dem sie mit Kalkarib verheiratet ist versucht sie ihm treu zu sein. Das heißt ja nicht, dass sie nicht flirten und mit Rahjas Gaben spielen darf 😉

  • Waaas? Oh je, das gibt ja dann noch einige Komplikationen, haha. Aber ja, das hat sie. Sie hat ihr persönlich deutlich gemacht, dass er ihr gehört.

    Nein, natürlich nicht. Das soll sie ja auch. Ist ja Teil ihres Wesens. Aber Azina wird das nicht gerne sehen^^. Zumindest bei ihm nicht. Und in Sachen Sex und Liebe allgemein traut sie ihr mittlerweile so ziemlich alles zu. Dafür war sie zu oft Zeuge von Delias Ränke. Wobei es meinem Gedächtnis gerade schwer fällt, an dieser Stelle Spieler- und Charakterwissen zu trennen. Aber Delia macht ja aus ihrem Wirken kein Geheimnis. Sie grinst immer nur verschmitzt:)

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