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Die Karten werden neu gemischt

Was für ein Tag! Zu erst in Kerker Mordpläne gegen Sieghelm geschmiedet und am Abend eine Auserwählte von Rahja… Alles hat sich verändert. Ich denke, dass Sieghelm und ich nun wieder ganz von vorne anfangen können. Dafür danke ich den Göttern! Ich hätte all das was passiert wäre nicht gewollt. Er ist tief im Inneren doch sicherlich ein feiner Kerl und guter Freund. Wir können es erneut versuchen.
Doch was nun? Sieghelm und ich haben eine neue Chance bekommen. Ich anscheinend einen göttlichen Auftrag, einen Platz im großen Ganzen. Doch was wird nun aus mir und Alhina? Ich war zu hart zu ihr. Habe ihre Lehren mit Füßen getreten, das tut mir leid. Ich will lernen und verstehen, doch ist auch vollkommen klar, dass ich nie vollkommen an den Alleinen glauben kann. Gerde nicht nach dem heutigen Tag. Eigentlich hängen sie alle doch alle zusammen oder? Rahja ist des Alleinen Frau, Levthan der Geliebte der Göttin und Satuaria, die Große Mutter ist ein Teil der Welt, des großen Lebensnetzes auf dem wir wandeln. Warum nicht alles in einander vereinen? Die Götter existieren! Soviel ist klar. Ich hoffe einen Weg zu finden.

Was ist mit Kalkarib? Wenn Alhina und ich uns entzweien? Ich liebe ihn und er auch mich. Was wird passieren wenn er all das hier erfährt? Ich hoffe so sehr, dass unsere Liebe stark genug sein wird, alles zu überwinden. Wäre er jetzt nur bei mir… Er fehlt mir. Bitte ihr Götter… helft ihm und mir… Ich flehe Euch an stärkt unsere Liebe und bringt ihn zu mir. So schnell es geht. Mein Herz verlangt ihm alles zu erklären. Er hat es verdient. Egal wie es für uns endet. Er hat nur die Wahrheit verdient. Gerade weil ich ihn so sehr liebe und begehre.

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Gedanken von Delia

Sieghelm!

Wie konnte er es wagen?! Nach allem was wir zusammen getan, erlebt haben? Nachdem ich dafür sorgte, dass er, soweit es ging, sein Gesicht bewahren konnte? Er hat mein Volk, das Land und auch mich auf das Tiefste beleidigt! Barbaren und schlimmeres nannte er uns. Er weis doch, dass für mich als Tochter Satuarias das Land das höchste Gut ist. Genau so gut hätte ich seine Titel, seine Feste beleidigen können. Und ich begann ihm zu vertrauen, ja ich mochte ihn sogar. Dann stellte er mich noch vor allen bloß als er mich beim essen nach draußen befehlen wollte, wie ein Kind. Verdammt Sieghelm warum tust Du soetwas? Ist Dir unsere junge Freundschaft so wenig wert?

Oh Mutter was soll ich nun tun? Ich kann nicht vor ihm in den Staub kriechen und wie ein Hund um die Aufmerksamkeit und seine Zuneigung betteln. Nein! Nun ist er dran! Ich erwarte ja nicht viel, aber eine kleine Entschuldigung oder der Versuch dessen wäre schon ein Anfang. Oh Du stolzer Krieger sei doch einmal nicht im Dienst und denke an die Freundschaft.

Wie soll das alles nur weitergehen?

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Das alles ging Delia durch den Kopf, als sie am Abend auf ihrem Zimmer auf und ab ging.

Hochzeit mit Hindernissen

Dieser Tag war mehr als erstaunlich. Wie freute ich mich auf die Hochzeit von Nehazet und Zafia, doch die Herrin des Herdfeuers hatte andere Pläne. Eine Schar Gänse trennte das Paar und der Segen wurde nicht gewährt. Tulachim lud trotzdem zur Feier und die Feier wurde noch merkwürdiger als die nicht stattgefundene Trauung.

Zu erst begann alles mit freundlichen Tänzen und sehr guten Speisen. Sieghelm tanzte mit mir und das noch nicht einmal schlecht. Wir verstehen uns aufgrund des Tanzes und der Gespräche besser. Das allein hätte schon gereicht. Nun ja ich tanzte mit Lt. Pagol und musste sehen wie Sieghelm angetrunken von so einem kleinen Miststück verführt wurde. Diese … sie wollte ihn tatsächlich ausnutzen, wegen seines Ranges. Nein da konnte ich nicht dulden. Er ist und bleibt zwar ein schwieriger Kerl doch das hat er nicht verdient! Also zeigte ich der „Dame“ dass ich die bessren Waffen habe und verführte ihn. Natürlich konnte er mir nicht widerstehen. Doch auf den Kuss war ich nicht vorbereitet und wie er mich in seinen muskulösen Armen hielt… tat sehr gut. Leider sah auch Alhina das alles.

Sie führte mich zu Onkel Ali und ich offenbarte mich als das was ich bin. Die Familie ist sehr verständig… Ich bin wohl als Prüfung Rashtullhas zu sehen. Ich hoffe Kalkarib wird alles verstehen.

Ich liebe ihn wie keinen anderen Mann. Doch warum müssen Männer immer so kompliziert sein? Ich muss gestehen eine Nacht mit Sieghelm hätte seinen Reiz. Genau wie eine mit Kalkarib. Ich könnte mich an meinen stolzen Wüstensohn binden gerne sogar. Doch kann es nicht möglich sein den Rest etwas freier zu gestalten?

Alles zu seiner Zeit. Es steht fest, dass ich Kalkarib nicht enttäuschen werde. Weiterhin auch, dass ich Sieghelms Ehre gerettet habe. Oh ich bin auf seine Mine morgen beim Frühstück gespannt. Irgendwie tut er mir etwas leid. Aber nur ein bisschen.

Kalkarib wo bist Du?… Ich wünsche Dir viel Freude auf Deiner Pilgerfahrt und erwarte sehnsüchtig Deine Rückkehr.

*so saß Delia noch lange am Fenster und träumte von Kalkarib. Sie konnte es jedoch nicht verhindern, dass sich auch Sieghelm ab und an in ihre Gedanken stahl.*

Auf bald Geliebter

So saßen Sahiba Alhina und Delia beim Frühstück. Sie aßen das köstliche Mahl und Delias Gedanken schweiften ab, zu ihrem Kalkarib. Oh wie die anderen Frauen gegafft haben müssen. Sie lächelte ein wenig und aß noch ein Stück der mit Honig bestrichenen Köstlichkeit. Die aranische Schönheit leckte sich etwas über die Lippen, um den letzten Rest Honig zu genießen. Dann schloss sie die Augen und sog die Unterlippe ein. Sie dachte an den letzten Kuss den ihr der Mann gab den sie über alles begehrte. Er lies endlich, wenn auch nur kurz, seine verdammte Selbstbeherrschung fallen und küsste sie so besitzergreifend wie nur er es konnte. Damit schürte er das Feuer des Verlangens in ihr, dass nun zu einem Flächenbrand wuchs und sie zu verzehren drohte. Sie hatten eine Stunde… doch er nahm sie nicht… Obwohl sie auch in ihm die Leidenschaft und Erregung spürte. Wohl erst in der Hochzeitsnacht würden sie Levthans Feuer erst strahlend hell leuchten lassen und sich dann gegenseitig verbrennen. Mit tiefer, verführerischer Stimme sagte er „Vergiss mich nicht.“ als sein heißer Atem ihr Ohr streifte und sie zerschmolz. Hätten seine starken Arme sie nicht getragen wäre sie niedergesunken. „Oh Geliebter! Niemals werde ich Dich vergessen. Wie könnte ich“ hauchte sie kaum hörbar, als sie die Augen öffnete. Nur noch ein paar Wochen dann wäre er wieder bei ihr. Sie musste stark sein.

Ihre Hand strich über den Waqqif den er ihr gab. Stolz, schön und wohl geformt wie ihr wundervoller Wüstensohn war er. Nie würde sie ihn vergessen.

Daheim

„Warum muss nur immer alles schief gehen? fragte sich Delia, als sie am Abend des 01. Boron in ihrem Schlafgemach auf und ab schritt. Bis zum Auftauchen des Luftdschinn hatte sie alles unter Kontrolle. Doch führte es dazu, dass sie nicht einmal für Kalkarib tanzen durfte. Sie hatte seine Enttäuschung gespürt und schwor sich bald für ihn zu tanzen. Ihr wunderbar stolzer Wüstensohn hatte ihr sogar den Schmuck gekauft den sie wollte und er hatte sich sogar mit einigen Männern der Sippe gestritten wegen ihr. Damit stieg er noch mehr in ihrer Achtung als er eh schon war. Deshalb hatte sie auch zugestimmt diese paar Tage bei der „Lehrerin“ zu verbringen um mehr darüber zu erfahren was es ausmacht eine Shanja zu sein.

Was diese Tage nur bringen mochten. Sie schritt zum Fenster und lauschte dem Treiben der Stadt und auch dem abendlichen Gebetsgesängen der Männern. Auch wenn sie wusste, dass er sie nicht nehmen würde bevor sie verheiratet waren, so hoffte sie auf seinen Besuch. Vielleicht würde er sie, wenigstens kurz in seinen Armen halten. Und schon sehr bald würden sie gemeinsam nach Aranien zu ihrer Familie reisen.

Von Ashlakand nach Khunchom

Als Delia an diesem Morgen erwachte war ihr als würde sie träumen. Sie lag in einem geräumigen Zelt, die kalte, klare, morgendliche Wüstenluft strich um ihre Nase, während ihr zarter Körper in warme Decken gehüllt war. Doch nicht nur das schützte sie vor den kalten Nächten in der Wüste. Der angenehm herb-männliche Duft von Kalkarib und seine Körperwärme hüllten sie ein, als sie in seinem Zelt erwachte. Die der erste Schimmer des Morgens verdrängte das Sternenzelt und schon bald würde sich die Sonne über den Rand der Welt erheben. Draußen schnaubte der edele Shadif und kündigte damit an, dass es zeit war ihn zu füttern. Kalkarib würde gleich das Zelt verlassen, zur Waschung und zum Morgengebet. Delia setzte sich auf und die Decken glitten herunter, um ihren von Satuaria gesegneten Körper zu enthüllen. Sie lächelte und warf ihrem Novadi einen glühenden Blick zu, welcher noch Stunden der sinnlichen Freuden verhieß. Doch der Wüstensohn atmete nur scharf ein und lies sich ansonsten nichts anmerken. „Bekleide Dich und versorge zuerst den Shadif bevor Du mir das Frühstück bereitest.“ sagte er rau und verschränkte dabei seine Arme, was seine harten Muskeln unter der makellos gebräunten Haut hervortreten lies. Dann wendete er sich ab und schritt hinaus. Delia war es noch nicht gestattet ihn, bei was auch immer er morgens tat, zu beobachten.

Also wusch sie sich im Zelt und zog sich an, besonders darauf bedacht, dass der Schleier gut saß. Sie lies die Zeltplane bei Seite gleiten und trat hinaus. Ihr Augen suchten Kalkarib, fanden ihn jedoch nicht. So beschloss sie zu dem edlen Roß zu gehen und dieses zu versorgen. Im Anschluss streichelte sie den Shadif und lies sich in seine Gedanken gleiten. Wie erwartet fühlte sich das Tier wohl. Kalkarib war zwar fordernd aber im Gegenzug konnte er auch viel geben, wenn er denn wollte

Seufzend, vor Erleichterung tätschelte sie das Pferd und mit leichten Schritten wandte sie sich zum Zelt. Sie sang, leise und lächelnd ein Lied als sie das Feuer schürte, um das Frühstück für ihren Mann zu zubereiten, so wie er es mochte und wie er es verlangte. Jedoch bereitete sie das Mahl nicht zu weil er es „befahl“ sondern weil sie ihm eine Freude machen wollte. Endlich war sie wieder bei ihm.

In die Berge

Nach dem die Gruppe den Ungado überquerte und dem Fluss in die Wälder folgten, schritt Delia am Ufer entlang. Sie genoss sichtlich das Gefühl frische Waldesluft zu atmen. Ihre Gedanken kreisten um die letzten Stunden.
Die Gruppe war schon wirklich herzlich. Was auf jeden Fall in Zukunft zu vermeiden sei ist das Sieghelm langweilig wird. Große Mutter war dieser Kerl unausstehlich wenn er nichts zu tun hatte. Er hielt die ganze Taverne auf Trab nur weil er sich nicht setzen und speisen konnte. Sogar der arme Goswin wurde als Mundschenk hin und her gejagt. Der Arme war sowohl verletzt als auch geistig etwas irritiert. Delia nahm sich vor nicht mehr so stark mit ihren Reizen ihn umgarnen. Anscheinend vertrug er das nicht. Tja und Jane und Sulibeth sind das was von ihren Freunden noch blieb. Wann wacht Nehazet wohl auf? Wie geht es Rowin und Demeya? Hat Azina ihre Aufgabe erfüllt? Was ist mit ihrem geliebten Kalkarib?
Hätte Kalkarib gesehen wie sie sich im Ungado erfrischt hatte, dann wäre sicherlich sein Temperament mit ihm durchgegangen. In seiner Nähe dürfte sie sich nicht so freizügig verhalten und den anderen Männern die Köpfe verdrehen. Sie vermisste ihn, seine Art, seine Nähe und sein feuriges Wesen. Sie würde beinahe alles tun, um ihn wieder zu sehen. Hatte er den Brief erhalten und folgte er ihr? So wie sie es erhoffte? Ihr Herz zog sich zusammen und Kälte breitete sich in ihr aus, bei dem Gedanken er könnte ihr nicht gefolgt sein. Kein Interesse mehr an ihr haben. Mit entschlossener Mine setzte sie ihren Weg fort.

Sehnsucht

Die Gruppe war bereits auf dem Weg nach Ashlakand als Delia immer noch mit dem Boringeweihten bei dem Grabmal stand. Während sich der alte Mann in die Gebete mit seinem Gott vertiefte, vertiefte sich Delia in ihre Gedanken.

Mit was für komischen Leuten reiste sie da? Dieser Goswin scheint wirklich Schmerzen zu lieben. Erst die Spinne und nun diese Falle. Delia konnte nicht anders. Sie musste sich vor Sieghelm offenbaren und mittels Besen zu Goswin fliegen und ihn einigermaßen stabilisieren. Als er aus der Falle befreit wurde vereinten sich Delias und Janes Kräfte und Goswin wurde von der Schwelle zurück gerissen. Nun war er auf dem Weg zu Zafia. Delia hoffte, dass sie und Jane ihn wiederherstellen konnten.

Delias Gedanken schweiften in der Ruhe der Wüste zu Kalkarib. Wo steckte er bloß? Vielleicht war der Brief und ihr plötzlicher Aufbruch zuviel für den stolzen Novadi gewesen? Sie würgte jeden weiteren Gedankengang in diese Richtung ab. Es würde sie zerreißen wenn er sie nicht mehr als seine Shanja ansah und sie einfach ziehen lies. Der Gedanke, dass ihm in diesem gefährlichen Land was passieren könnte war für Delia absurd. Nichts konnte ihrem starken Krieger gefährlich werden. Außer sein eigener Stolz. Sie hoffte bald wieder in seine Arme laufen zu können oder sollte er zu wütend sein würde sie sich auch damit begnügen auf Kissen neben ihm sitzen zu dürfen, bis er sich beruhigte. Ja dieser stolze Sohn der Wüste hatte Levthans Feuer bereits so sehr in Delia geschührt, dass sie so gar ein Platz zu seinen Füßen akzeptieren würde. Nur kurz und nur wenn die Kissen bequem waren, doch für ihn würde sie das tun. Bei dem Gedanken daran breitete sich die Hitze der Wollust in ihr aus. Lange würde sie nicht mehr warten … können… bis er sie endlich in Besitz nehmen musste.

Als der alte Geweihte endete. Schritten er und die Hexe zurück nach Ashlakand.

Träume

In jener Nacht als die Gefährten zum zweiten Mal aus der Höhle stiegen schlief Delia sehr unruhig. Träume suchten sie Heim. Der Erste Traum entstammte wohl ihrer eigenen Sehnsucht zu Kalkarib.

Delia saß mit angewinkelten Beinen auf einer Decke aus feinem Stoff. Ihr Blick schweifte über die wunderschöne Szenerie einer Wüste bei aufgehender Sonne. Die Kühle der Nacht wich nach und nach der Wärme des Tages. Die Sterne wichen einem bezaubernden Farbenspiel, welches sich an den Himmel malte. Der angehme Wind streichelte ihren makellosen Körper und spielte mit dem seidig, leichten Stoff ihrer Kleidung. Ein Falke flog über die Dünen und kurz erfasste Delia ein Anflug von Trauer. Der Falke erinnerte sie an Adaque und Azina… Wie es ihnen wohl ergeht? Wie lange wird es dauern sie wieder zu sehen?
Dann wurden die Gedanken der Hexe wieder in die Gegenwart gelenkt, als das Zelt hinter ihr sich raschelnd öffnete. Bevor sie ihn sah oder spürte trug der Wind seinen Duft zu ihr. Sie schloss die Augen, um ihn tief atmend in sich auf zu nehmen. Der Novadi schien sein Morgengebet wohl beendet zu haben. Still ließ der Krieger sich neben Delia nieder. Seine geschmeidigen Bewegungen liesen den Boden dabei kaum erzittern. Instinktiv lehnte sie sich gegen seinen athletischen Körper und genoss seinen beschützenden Arm auf ihrer Schulter. Sie wusste, dass dieser Moment nur sehr kurz anhalten würde. … und schon war er vorbei, als sich Kalkarib erhob und auf sie hinab blickte. „Wir werden bald aufbrechen. Ich habe Anweisungen gegeben das Zelt abzubrechen und die Pferde bereit machen zu lassen. Es wird Zeit Shanja, den Segen Deines Vaters einzuholen“
Delia erhob sich und faltete die Decke zusammen. Wie würde ihr Geliebter reagieren, wenn sie in Aranien eintreffen würden? Wenn sich dort Menschen vor ihr verneigten? Sich herausstellte, dass sie nie einen Vater gehabt hatte? Sie 55 Jahre alt war? Eine Hexe war? Isaria, ihre Mutter, mehrere hundert Jahre alt war und sie in einem Ei empfing?
Sie wusste es nicht… sie hoffte er könne sie dann immer noch lieben und akzeptieren…

Dann umfing sie Schwärze…

Als sie wieder zu sich kam fand sie sich in einem anderen Traum wieder. Einem realeren Traum… einen fremd gesteuerten Traum. Soviel wusste sie als Hexe. Jemand oder etwas sendete ihr im Traum eine Nachricht. Es war Nehazet! Der Magus bat sie direkt um Hilfe. Sein Körper ruhe aber sein Geist sei aktiv und rufe nach ihr. Ihre Schwester Zafia braucht ihre Hilfe um Nehazet zu erwecken. Sie hat einen Weg gefunden!

Schweiß gebadet erwacht Delia. Sowohl die letzten Worte Nehazets hallen noch in ihrem Geiste nach, als auch die Erinnerung an Kalkaribs Berührung. Leise erhebt sie sich, um sich am Fenster nieder zu lassen und den Sonnenaufgang zu beobachten. Wo war ihr stolzer Novadi nur? Würde es ihr gelingen Nehazet zu helfen? Dieser Tag wird Antworten bringen. Soviel war gewiss!

Schon wieder so ein Kerl.

Vor der Reise nach Ashakant hat Delia noch einen Brief an Kalkarib auf gesetzt. –> Abschiedsbrief von Delia an Kalkarib

In der zweiten Nacht, als Jane in ihr Tagebuch, sitzt Delia wieder am Fenster und schaut hinaus in die Nacht.

*Wie aufregend doch diese Reisen sind. Riesige Spinnen, uralte unterirdische Katakomben, Schwestern die hier offen leben und arbeiten… ach ist das schön… nun ja alles… bis auf dieses Junker Sieghelmlangsam glaube ich, dass ich solche Männer anziehe. Gut es ist nicht schwer, das ganze Land ist voll von ihnen. Doch nun kommt auch noch einer aus dem Mittelreich her, der genau so furchtbares Benehmen hat. Wäre er nicht so menschenverachtend könnte er ganz nett sein. Seine Ansichten indes widerstreben mir. Vielleicht irre ich mich aber auch. Die Art wie er mit seinem unglaublich süßen Dackel Pagol umgeht und wie er ihn ansieht, lässt darauf deuten, dass sein oberflächliches Verhalten nur Fassade ist. Wir werden sehen. Bisher sinkt er noch in meiner Gunst und ich bin gespannt was er auf dieser Reise so tut. Vielleicht fällt ja seine Maske und offenbart einen zwar etwas beschränkten aber angenehmeren Herren als diese Junker-Maske die er trägt.*

Delias Blick wandert hinauf zum Mond und dann in die Weiten der Steppe. Dort irgendwo ist Kalkarib… wie sehr sehnt sie sich doch nach ihm, gerade jetzt wo die Nächte etwas kälter werden.

Als Jane ihren Tagebucheintrag beendet und sich auf Sulibeth bettfertig gemacht hat, legt sich Delia auch zur Ruhe und hofft im Schlafe in die Arme ihres Geliebten zu gleiten.