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Kurz nach dem Tagebuch Eintrag

Jane legte gerade das Tagebuch weg in das sie geschrieben hatte als sie wie vom Blitz geschlagen erstarrte. „Bei Nandus Natürlich!“ Entfuhr es ihr als sie ein weiteres bisher unbenutztes Notizbuch aus ihrer Umhängetasche hervorholte. Sie schrieb mit sichere Hand das Wort gehen in Tulamdia nieder dahinter eine einfache Zeichnung einer gehenden Person. „Nicht zu kompliziert, hmm nur mit Bildern die sie können könnte.“ Murmelte sie wärend der Kohlestift gerade zu über das Papier Huschte. Das nächste war Rennen mit bildlicher Erklärung. Und danach Wort für Wort mehr des täglichen Gebrauchs. „Das Alphabet ist nutzlos für sie! Kein Wunder das sie kaum schreiben kann“ Nach den einfachen Verben folgten die Wichtigsten  Gegenstände. Jeder jeweils mit einem einfachen Symbol erklärt manchmal nur ein paar Striche um das Haus zu erklären manchmal eine Skizze mit Schatten um den Fuß zu verdeutlichen aber immer einfach simpel eindeutig. Nach den ersten zehn hielt sie inne. „Der Wortbau ist auch wichtig hm“ Sie nahm den Namen und malte dahinter das Symbol für gehen, dann ein Haus. Darunter fanden die einzelnen Wörter ihr heim das selbe wiederholte sie mit einem weiteren Beispiel dieses mal mit Rennen und dem Haus. Auf Feinheiten kam es erst mal nicht an. Das Buch füllte sich immer mehr. Immer mit Beispielen, bis sie bis zu 100 Wörter die wichtigsten des täglichen Lebens dort niedergeschrieben hatte. „Nun muss sie nur wollen“ Murmelte sie und verstaute das Notizbuch wieder.

((Ich erinner mich leider nicht an den namen Jane hat den aber schriftlich niedergelegt))

Das Leben geht weiter

2. Namenloser

Die Berufung als Karawanenführung ist definitiv kein Beruf den ich auf Dauer ausführen will. Die Händler sind überheblich uneinsichtig und hysterisch. Ich bin nur froh das größere Katastrophen vermieden werden konnten. Es gab eine kurze aber interessante Begegnung mit einem Novadi der Ben Shadif sowie einem Stamm der Novadis die ihn Verfolgt haben. Der uns eine Schatulle mit einer Schriftrolle als Inhalt zu Aufbewahrung übergab bevor er weiter gen Nahgila flüchtete. Kurz darauf kamen uns weiter vermutlich nahezu zwei Dutzend Novadis uns entgegen geritten. Es ist immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel an Reiterkunst und Kriegshandwerk wenn diese in Perfekter Formation auf ein Ziel zustreben. Allerdings wurden sie dieses Mal von einem gutes Dutzend Hobliten Gebremst. Immerhin hat keiner der Reisegesellschaft versucht zu fliehen die Novadis regieren da eher wie scharfe Hunde die erst mal zubeißen. Nun ja wie ich vermutete wollten sie den Reiter und die Schatulle aber ich hab mich entschlossen dass das Glück dem Mutigen holt sein sollte und hab die Schatulle verschwiegen. Ansonsten verlief die Reise recht ereignislos.

Am Abend wurde ich daran erinnert warum das Reisen als Frau in Regionen mit hohem Anteil an Novadis sehr anstrengend sein kann. Trotzdem konnte ich den Preis des Aufenthaltes auf ein normalem Niveau erhandeln. Auf Grund von Platzmangel Teilten wir Damen uns das Zimmer mit dem armen Sahib Selem. Ich hoffe die Nacht wird ruhig.

3.Namenloser

Nachtrag.

Die Nacht war alles andere als ruhig. Ich bin aufgewacht durch das laute Gebell des Hundes Backus. Er ist so gut erzogen das man oft nicht merkt das er im selben Raum ist. Trotz tiefster Nacht und absoluter Dunkelheit konnte ich vermutlich durch den schock angeheizt eine Bewegung vor dem Fenster erahnen. Später haben meine beiden Gefährtinnen mir erzählt das dort ein Seil hing. Ich weis nicht genau was passierte der Erzählung von Azina nach zu urteilen ging sie hinaus auf den Hof um die Wache zu benachrichtigen und wurde überfallen konnte aber ihren Gegner besiegen. Während dessen versuchte ich mich wieder zu beruhigen. Bei den Göttern warum musste es nur so dunkel sein. Nach mehrfachen aufzählen von alten werken im Geiste konnte ich auch etwas Schlaf finden. Delia hat mir auch ihre Hand zur Beruhigung gereicht ob sie ahnt welches Interesse sie in mir weckt?

Der Tag verlief für mich relativ ereignislos. Es gab aber eine sehr positive Entwicklung das Herr Selem dank dem werten Adeptus soweit genesen ist das er schon aus eigenen Kräften wenn auch mit Stütze wieder laufen kann. Auch der Angriff auf Azina am geistigen Abend scheint sich in wohl gefallen aufzulösen. Ich habe in einem sehr interessanten Gespräch mit Azina endlich herausgefunden das sie ebenfalls schon sehr weit gereist ist. Ich habe selten einen Menschen getroffen der in einem so jungen Alter schon soviel erlebt hat und es nicht in die Welt hinausposaunt. Obwohl die Verschwiegenheit wohl deutlich zu ihrem Gott Firun passt. Auch erzählte sie mir von einem Weißen Speer den sie anscheinend Verloren hatte. Ich habe auch wieder einmal hinweise gesehen wieso es Frauen gibt die das leben als Novadi sehr genießen auch wenn es größtenteils hinter verschlossenen Türen passiert. Doch der Umgang im allgemein die Abwertung und Geringschätzung als fühlendes Wesen führen mich immer wieder in Versuchung die Rondianischen Tugenden doch genauer kennen zu lernen. Allerdings ist das nur Gedankenspielerei. Und heute hat Delia bewiesen das eine Frau auch wenn sie komplett verhüllt ist erregender genauso erregend sein kann als wenn sie nackt vor einem steht.  Die Herrin Hesinde Möge mir verzeihen aber sie schafft es immer wieder mich zu reizen und wenn meine Gedanken wieder bei einem anderen Thema sind dann wirft sie sich erneut in Pose. Ob sie mein Interesse wohl verstehen kann? Vieleicht auch teilt? Aber .. nein vermutlich nicht. Sie wird … ich schweife ab. Das Bild von ihre gehört auf jeden Fall zu einem Meiner besten Werke. Auch wenn ich später noch Farbe hinzufügen werde. Nur zu gerne würde ich die Schönheit ihrer Haut mit dem Spiel des grünen Schleiers zeichnen. Die heutige Nacht verbringen wir wieder in Einzelzimmern. Das verwirrende an Novadis für die meisten reisenden Frauen ist das sie trotz der scheinbaren Ignoranz, der Unachtsamkeit und Überheblichkeit, sie die Perfekten Gastgeber sein können. Man kann einen Novadi nur schwer mehr beleidigen als das man eine Frau die sich im seinen Haus als Gast befand anzugreifen.

4.Namenloser

Wir sind wieder unterwegs. Es ist Herrlich wieder die Verantwortung der Führung an Herrn Selem abzugeben. Ich habe ein Gespräch zwischen Nehazet und Delia mitangehört. Es hat mich überrascht welche Möglichkeiten dem Adeptus offen stehen für die ein profanes Wesen erheblich mehr Kraft und Aufwand verwenden müsste falls es diesem Wesen überhaupt möglich wäre die Möglichkeiten nachzuahmen.  Auch hab ich nun die absolute Gewissheit das Delia wirklich eine Hexe ist. Dies vermindert allerdings ihre Faszination für mich nicht im geringsten. Im Gespräch konnte ich erfahren das Hexen sehr ähnlich wie Schamanen sind. Beide basieren darauf das man sie fürchtet und achtet und beide tun wesentlich mehr nützliches als ihr ruf vermuten lässt. Und beide werden dafür sorgen das jeder der ihnen oder ihren Freunden oder der Familie etwas übles will das bereuen wird. Auch habe ich herausgefunden warum die Junge Frau die uns als Söldner begleitet so schweigsam ist. Bei Nandus ich hätte schon früher meine Sorge vor Einmischung in fremde Kulturen überwinden sollen. Sie ist Taubstum. Und ihrer Schriftlichen Kenntnisse scheinen sich nur auf den Satz der ihren Namen vorstellt zu beziehen. Vielleicht fällt mir später ein weg ein wie ich die Sprachbarriere überwinden kann. Falls sie dies überhaupt zulässt. Immerhin wirkt sie im Gegensatz zu mir durchaus in der Lage für sich selbst zu sorgen. Nunja wir sind gen Abend am kleinen Dorf Quadanagar angekommen. Dort lebt anscheinend als Herrscher ein Troll. Ein faszinierender Anblick und eine weiter Sammlung für meine Skizze auch ein Beweis das ein Herrscher nicht sehr klug sein muss um einer guter Herrscher zu sein den dem Land und den Leuten Scheint es recht gut zu gehen.

5.Namenloser

Die Nacht war ruhig und ereignislos zumindest bin ich nicht wach geworden. Aber Azina wirkte merkwürdig angespannt war nur leider so verschlossen wie immer. Auf mich wirkte sie wie jemand der eine Schlaflose Nacht voller Sehnsucht verbracht hatte. Liebeskummer vermutete ich zu erst. Ich teilte meine Vermutung Delia mit und wir konnten beide es nicht vermeiden Azina hinterher zu gehen. Sie folgte einem alten Händler in ein Wirtshaus. Und setzte sich mit ihm an einen Tisch. Ich hab nicht genau heraushören können aber mir war da schon Klar das was immer sie von ihm begehrte er nicht so einfach abgeben würde. Wir sind dem Händler auf den Örtlichen Bazar gefolgt hatten ihn aber aus den Augen verloren. Allerdings wurden unserseits wir von Drei sehr Nachdenklich drein blickenden Novadis verfolgt die Delia und Azina einwandfrei als Sklavenhändler erkennen konnten. Doch als wir in der Nähe des Händlers stehen blieben bewies Delia welche Macht Hexen haben können. Sie murmelte eine Art Gedicht und scheinbar aus heiterem Himmel stützten sich alle Tiere auf diesem Markt auf die Novadis. Auch wenn es mir ein wenig Leid tat die Tiere leiden zu sehen so war ich sehr froh darüber das die Sklavenhändler wenigsten zu einem kleinem Teil erhielten was sie verdienten. Azina gestand uns darauf hin das sie den Speer in Besitz des Händlers wieder entdeckt hatte. Doch gerade als sie den Entschluss fassen wollte den Speer der rechtmäßig ihrer ist dem Händler durch List zu entwenden sprach uns eine alte Talishändlerin an. Für gewöhnlich halte ich nicht viel davon das Symbol der Hesinde wie einen Schild vor mir her zutragen. Eher bevorzuge ich es Ihr Wesen und Verständnis, sowie ihre Mission das Wissen zu mehren mit mir zu führen. Doch Delia lächelte mich an und riet mir dazu diesen Gegenstand zu erwerben. Ich gestehe ehrlich das, obwohl ich durch ihre plötzliche Unterstützung der Taliskrämerin schon eine Vermutung hatte, ich diesen Gegenstand vermutlich allein schon für dieses Lächeln erworben hätte. Ein gemurmeltes danke Schwester von Delia als sie von der Händlerin ein Amulett erhielt bestätigte meine Vermutung das es sich um eine weitere Vertreterin der Hexenzunft handelte. Für Azina hingegen gab sie den Rat sich in Gedult zu üben das sich alles fügen würde so wie die Götter es vorhergesehen haben.

Männer die Zweite

In der Nacht, als die Karawane vor Quadanagar streift Delia wiedermal umher. Allerhand Begebenheiten gehen ihr durch den Kopf. Es fällt der jungen Hexe sehr schwer die letzten Augenblicke mit Kalkalip, dem Sohn des Karawansereibesitzers aus El´Trutz aus ihren Gedanken zu verbannen. Immer wieder schleichen sich Bilder, Gefühle und Gerüche in ihren Geist. Sie wandert um die Karawane, so ziellos als wolle sie die Gedanken abhängen.

Sie schafft es schließlich ihre Gedanken wieder auf das Ritual des Schamanen zu richten und ihre Verhandlung mit ihm. Sie ist sehr froh, dass die Ferkinas an der bevorstehenden Schlacht teilnehmen. Delia ist sich noch etwas unsicher über den Ausgang der Schlacht am Staudamm, doch ihr Blut brennt schon darauf es diesem hinterhältigem Kameltreiber heim zu zahlen und dem Land den Frieden zu bringen. Diese Sache muss enden. Sie hatte sie zwar nicht begonnen, doch sie würde dazu beitragen sie zu beenden.

Die Hexe streift eine weitere Runde um die Karawane, immer noch in Gedanken um die Schlacht. Als auf einmal der Wind von Osten auf sie zurauscht, sie umspielt und ihre wiedergewonenen Haare um ihren Leib weht. Sie hält einen Moment inne und genießt dieses Naturschauspiel. Mit sanften Druck weht der warme Wind um sie und Delia schließt die Augen, für einen Moment fühlt sie sich frei… wie im Flug auf ihrem Besen. Lächelnd … verliert sie die Kontrolle über ihre Gedanken. Die Schlacht schwindet, als aus Ihren Haaren der Duft des athletischen Novadis in ihre Nase strömt. Nun ist sie nicht mehr im Kampf auf den Feldern vor dem Staudamm sondern in der kleinen Kammer allein mit Kalkalip, welcher sie fordernd und besitzergreifend küsst. Der Wind verebbt und ihre Haare kommen zur Ruhe. Ein letztes Säuseln des Windes klingt in ihren Ohren wie „Ihr wisst nicht was Ihr damit anrichtet“…

Sie gibt es diese Nacht auf die Gedanken abschütteln zu wollen… *Was ist nur Besonderes an diesem Novadi? Zugegeben er sieht gut aus, ist kultiviert, reinlich und sicherlich gebildet, da er die Karawanserei übernehmen wird als ältester Sohn. Doch er ist und bleibt ein Novadi, ein frauenverachtender und frauenhassender Wilder an dem jede ordentliche Kultur vorbei geht! Er ist nicht einmal ansatzweise mein Fall!*  denkt sich die junge Hexe. Ihre weiteren Gedanken strafen die vorherigen Lügen. „Mädchen Du hast auch immer ein Händchen für Männer“ hört sie ihre Mutter Isaria in ihren Gedanken. Dann schläft sie ein mit dem warmen Gefühl in starken, sonnenbegräunten Armen gehalten zu werden. Ihr letzter Gedanke ist *Ach… was solls, es sind nur Träume…*

Geduld ist eine Tugend

Weh dir Unglücklicher. Ich werde nicht eher von deiner Seite weichen, bis sich in meinem Besitz befindet, was für mich vorgesehen ist. Jane hat es gar passend als Jagt bezeichnet. Eine alte Hexe gab mir den Rat, erneut auf die Geduld der Jugend zu setzen und den richtigen Zeitpunkt abzuwarten … Standhaft zu bleiben, bis ich würdig bin, das Geschenk zu empfangen.

Es scheint eine weitere Prüfung auf dem Weg zur Reife zu sein, die Firun mir da in Form eines goldgierigen, schmierigen, alten, kleinen, novadischen Eselskrämers auferlegt hat. Der kleine Giftzwerg, weigerte sich, meine gesamte Barschaft anzunehmen. Sogar einen meiner – rar gesäten – Gefallen schlug er achtlos in den Wind. Und selbst die Drohung mit Ächtung durch die eisige Kirche, konnte ihn nicht dazu bewegen, das Prachtstück preiszugeben.

Ungemach soll er dir bringen bis du ihn mir aus freien Stücken überlässt. Bis dieser Tag schließlich kommt werde ich an deiner Seite ausharren und dich mit meiner allgegenwärtigen Präsenz schier erdrücken. Dich mit meinen strengen Blicken niederstarren und deine Selbstzweifel nähren. Ausdauernd werde ich dir folgen. Keinen einzigen Augenblick werde ich dich aus den Augen lassen. Du wirst der braunen Jägerin auf den weißen Pfaden nicht endkommen!

Er gilt nicht dir, oh du arme Seele! Der Runenspeer Firuns wählt seinen eigenen Weg! Du bist der Überbringer, so wie ich der Bote sein werde. Kenne deine Rolle, Wicht.

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Gedanken der Azina

Eine Blutfehde wird verhindert, der Würfel der Weisheit und weiteres

3. Namenloser 1025n.BF
Die Nacht war geruhsam, das einzige befremdliche war, dass ich mal wieder von Sezierung einer riesigen Biene träumte, bei der Untersuchung entwichen Pollen aus ihren Beinen, welche wohl aus dem weiten Radja stammten, möglicherweise den Zyklopeninseln. Was mir Bishdariel damit sagen wollte, entzieht sich meiner kenntnis, vielleicht hat er sich im adressaten geirrt?
Wie dem auch sei, es stellte sich heraus, dass dies nicht das einzige befremdliche war, welches sich gestern Nacht ereignete.
Azina saba Belima hat es wohl geschafft sich in einen Kampf in dieser häuslichen Atmosphäre verwickeln zu lassen und laut Meinung des Karawansereibesitzers soll ich für diesen Zwischenfall verantwortlich sein, verstehe das einer, wie ich für etwas verantworltich sein kann, was ich erstens nicht verschuldete, zweitens von der erwählten des wohl eigenständigsten Gottes des Pantheons verschuldeten und drittens ich nicht anwesend war. Zumal es doch wirklich eine Frechheit ist, dass jemand des Nachts in einer Karawanserei angefallen wird. Da ich weiteres, unnötiges, Blutvergießen vermeiden wollte, liegt mir doch nichts daran die komplette Sippe der Rashimin eine Passage über das Nirgendmeer anzubieten, täte sich dies doch schlecht in einer Vita, einmal davon abgesehen das es mir ziemlich fragwürdig erscheint, das ich mich meiner Haut erwehren muss, für etwas das meine Begleiter verschuldeten, wobei ich nur zum unbeteiligt leidenden gekürt werde. Ich ersann also einen Plan, um weiteres zu vermeiden, dazu holte ich Azinas Speer, den Säbel und den Waqqif des Verstorbenen, sowie den Verstorbenen, zusammen mit Delia convocierte ich einige Elementare Diener, einen des Humus, jener wurde gebeten sich um Delias Haarproblem zu bemühen und Sahib Selim Al’Harab ibn Saids Heilung zu unterstützen, zwei der Luft, um mich und den unglücklichen zu der anderen Leiche zu transportieren, an der anderen Leiche angekommen, arrangierte ich beide so wie ich es mir vorstellte, bedacht darauf die Totenruhe zu schonen. Anschließend begab ich mich mit einem der Luftwesen zurück nach El’Trutz, dort suchte ich die Familie des gestern verstorbenen aus, um mein Beileid ob ihres Verlustes zu bekunden, ich erwähnte das wir auf dem Hinweg des Todes ansichtig wurden und mir auffiel das ein Toter einen Waqqif der Sippe der Rashimin gehabt hatte, da dies der einzige Gegenstand war, der eine Identifizierung ermöglichte, beschloss ich ihn mitzunehmen und der Familie auszuhändigen. Ich denke, diese unnötige Blutfehde wurde verhindert, der Patriarch der Sippe sprach auch seinen Dank mir gegenüber aus.
Zurück in der Karawanserei bemerkte ich eine andere Karawane, welche sich ebenfalls in der Karawanserei eingefunden hatte.
Ich berichtete dem Karawansereibesitzer oder zumindest seinem Sohn vom Erfolg meines Planes. Ich bemühte mich das von Jane gestellte Mathematik Rätsel von neulich zu lösen, leider schlichen sich doch ein paar Ffehler ein, so dass die Lösung nur als marginal zufriedenstellend gelten kann. Ansonsten war der Tag recht ereignislos.

4. Namenloser 1025n.BF
Die Karawane brach Richtung Quadanagar auf, ich unterhielt mich während der Reisse ausgiebig mit Delia über unsere Möglichkeiten der Magie, weiterhin erzählten wir uns gegenseitig welcherlei Canti wir verrichten können, was für Rituale wir leiten können und weitere artverwandtes. Dabei erfuhr ich einiges über die satuarische Fluchmagie, zwar eher von bescheidenen Informationsgehalt, aber ich weiß mittlerweile das es diverse Flüche gibt, ein paar lauten „Beute“, „Kornfäule“ und „Unfruchtbarkeit“ und was jene bewirken. Die Karawane erreichte später noch Quadanagar, Sie nächtigte außerhalb der „Stadt“.

5. Namenloser 1025n.BF
Wieder eine ereignislose Nacht, seltsam war nur, dass meine Beglieter kollektiv verschwunden zu sein schienen, nachdem ich etwas gewartet hatte beschloss ich das Wirtshaus aufzusuchen, wo ich auch auf meine Begleiter traf, welche gerade gingen als ich das Wirtshaus betrat, glücklicherweise betrat ich es nicht aus Hunger oder Durst, ich begleitete meine Freunde zu dem Basar, begab sich doch der von Azina gesuchte Händler dorthin, wo hätte er sich sonst hin wenden sollen?
Auf dem Basar wurde ich von meinen Begleitern gefragt ob ich meinen Stab entzünden könnte, seltsame frage, ich meine so oft wie ich dies demonstrierte, sollte es doch mittlerweile bekannt sein, dass ich zu dazu in der Lage bin. Nun ich beschloss meine Freunde durch eine entsprechende, erneute, Demonstration zu erfreuen und entzündete den Stab, kurze Zeit später machte sich ein Händler bemerkbar, welcher mir wohl etwas verkaufen wollte, zumindest lassen das seine Worte „Benötigt Ihr“, danach brach er leider ab, als er mein Gesicht erkannte und ich das seinige, zumindest gehe ich davon aus, das dies die zutreffende Erklärung war, handelte es sich doch um jenen, welcher mir den purpunen Mantel vor einigen Wochen verkaufte, den einzigen dem es bisher gelang meine geistige Abwehr zu durchstoßen, leider rannte er davon. Ich hätte gerne mit ihm disputiert und mehr über ihn erfahren, ich rannte ihm hinterher, aber seine Ortskenntnis ermöglichte ihm zu entkommen. Die unterwegs neuerworbenen Bekanntschaften waren auch keine allzu große Hilfe, wussten Sie doch nichts als Verwirrung zu stiften.
Als ich den Basar danach wieder aufsuchte wurde ich gerade den letzten Momenten eines schwer zu beschreibenden Chaos ansichtig. Irgendwie hatte es jemand geschafft den Unmut sämtlicher umsich stehender Tiere aufsichzuziehen. Am Ausgangspunkt des Chaos, zumindest ließ die Schneise des freien Weges diese Vermutung zu, begegnete ich meinen Begleitern. Dort ging es in einem Gespräch um Azinas heißgeliebten, oder vielleicht doch eher kaltgeliebten ?, Speer, welcher wohl im Besitze jenes Händlers sei, nach welchem Sie sich erkundigte.
Ich nutze den disput um die matrices der Sapefacta Canti in meiner Bürste der Reinigung zu erneuern. Anschließend begab ich mich zu besagtem Händler um eine größere Menge Berkristall, dem kundigen als Fokus der Clarobservantia bekannt, zu erwerben, er war auch so freundlich mir den Speer zu zeigen. Leider hatte er, trotz Demonstration, keinerlei Interesse an einem Austausch des Speeres gegen meine Bürste der Reinigung. Dafür zeigte er mir allerlei Tand, einen Würfel der Weisheit, welcher wohl noch nie gelöst wurde, das hatte auch nur einige wenige Augenblicke bestand, durfte ich jenen doch anfassen, durch meine vorherige Examination wusste ich wie ich ihn zu drehen hätte, als er gelöst war ertönte eine metallenen Melodie ansonsten gab es keine weiteren Ereignisse von diesem Spielzeug, danach wollte er mir ein Monokel von Khadil Okharim anbieten, vollkommen unmagisch. Als ihm auffiel, dass ich auf seine Blendungen nicht hereinfiel versuchte er andere zu blenden, auch erneut mit seinem „Unmöglichen“ Würfel, konnte mir nicht verkneifen die Melodie des Würfels zusummen, als ich damit endete wies ich den aktuellen potentiellen Kunden an, wie der Würfel zu lösen sei, was ihm auch prompt gelang. Unverständlicherweise behauptete er, das er spüren könne, wie er merklich klüger geworden sei, darauf konnte ich nur erwidern, dass er dann vorher nicht sehr klug gewesen sein kann, da ich bei meiner Lösung vorhin keinen Unterschied bemerkte.
Ich zog mich von diesem Stand auch zurück.

Es begab sich…

Wieder eine Nacht in der Delia nicht schlafen kann. Sie setzt sich ans Fenster und beobachtet von dort aus den Mond und hängt ihren Gedanken nach.

*Auch nach Wochen in diesem merkwürdigem Land kann ich mich immer noch nicht ganz an die Männer hier gewöhnen. Einerseits sind sie unhöflich, abweisend und verfügen über wenig benehmen. Andererseits strahlen sie eine gewisse Faszination aus. Erst wollen sie Dich als Sklavin verkaufen, sagen Du seist ein „ungläubiges Weib“ und dann kommen sie auf edlen Pferden und retten Dein Leben. hm…. Sie verachten und begehren Dich gleichermaßen. Gerade ich mit meinen roten Haaren und der weißen Haut bin wohl „viele Kamele“ wert. Verstehe einer diese Leute…

Erst kürlzlich musste ich Azina helfen eine Leiche zu entsorgen. Die Leiche eines Mannes der einen „Ehrenduell“ oder soetwas machen wollte. Ich glaube es hat immer noch mit Rowin zu tun. Er hat damals ja dieses Missgeschick auf sich gezogen und wurde des Öfteren von solchen Kerlen bedrängt, die ein Duell auf Leben und Tod wollten. Ich weiß nicht ob das jemals wieder aufhört.

Wiederum traf ich zwei interessante Herren, der eine ritt auf einem schwarzen Shadiff an mir vorbei und wurde offenkundig verfolgt und der Andere ist wohl der Sohn des Karawansereibesitzers hier in El Trutz. Beide weisen Ähnlichkeiten auf mit dem Mann der uns damals das Leben rettete.  Aufgrund der Art und Weise wie die Herren mit uns Frauen umgehen ist es leider schwer direkt mit ihnen in Kontakt zu treten. Sie dürfen wohl nicht mit uns sprechen… oder wollen es nicht. Vielleicht schreibe ich dem Sohn mal einen Brief*

Sie erhebt sich vorsichtig von ihrem Lager und achtet darauf Jane und Azina nicht zu wecken. Sie stielt sich aus dem Zimmer. Auf einem Stück Papier schreibt sie in geschwungener Schrift

„Grüße Euch mein Herr,

ich kam nicht umhin Euch zu bemerken und zu bemerken, dass Ihr mich beobachtet habt. Ich vermute, dass Ihr nicht mit Damen sprechen dürft oder es stets vermeidet, daher hier ein paar Zeilen von mir. Geschriebenes Wort ist nicht gesprochenes Wort. Vielleicht ist es Euch erlaubt auf diesem Wege mit mir zu kommunizieren.
Ich würde gern den Grund erfahren, warum Ihr so interessiert an mir seit. Ich erkenne in Euch Ähnlichkeit mit dem edlen Herren der mich und meine Mitstreiter in einer Nacht vor kurzem vor El Trutz beschützte und uns allen das Leben rettete. Falls dem so sei, sei Euch mein Dank gewiss.

Sollte ich Euch mit diesem Brief beleidigt haben so verzeiht mir als Unwissende bitte.

Ruhige Träume

Delia“

Delia erinnert sich aus welcher Tür der junge Mann geeilt kam, als sie uns Azina vor wenigen Stunden hier blutverschmiert saßen. Unter dieser Tür schiebt sie den Brief hindruch.

So leise sie kam geht sie auch wieder. Noch lange wird sie in dieser Nacht wach liegen.

 

Reise Naggilah-El’Trutz

02. Namenloser 1025n.BF
Wir begaben uns heute von Naggilah aus Richtung El’Trutz, mir fiel auf, dass dieses geschaukel der Konzentration nicht gerade förderlich ist. Es müsste doch möglich sein einen Schwingungsfreien Wagen zu konstruieren, hmm vielleicht ließe sich etwas mit den Collegae Peddersen und Tsukasa entwickeln…
Während der Rast konnte ich dann doch meditieren…
Später stellte sich heraus, das Collega Peddersen in den, zeitweiligen, Besitz einer geheimnisvollen Schatulle gelangte, Sitten sind das hier, Reiteer werfen, vermutlich, wildfremden Schatullen zu und wollen Sie irgendwann mal abholen, naja an dem System sollte noch gearbeitet werden, denke ich.
Mit meinem, ganz, besonderen Durchblick und Scharfsinn gelang es mir zu eruieren, dass sich in der Schatulle eine Schriftrolle befand, beschrieben mit Tulamidischen Schriftzeichen, die Schriftrolle war praktisch zu sehen…
Nagut ich sah jene ja auch…
Etwas später, wir begaben uns weiter Richtung El*Trutz, ritten uns einige Reiter entgegen, um jedwede Art von Dummheit zu minimieren, beschloss ich eine kleine Phantasmagorie vorzubereiten, so ein gutes Dutzend mit Speeren bewaffneter und schwer gerüsteter Tulamidischer Krieger dicht vor der Karawane, sollte den Reitern den Spaß an einem möglichen Angriff nehmen, was es dann auch tat, anscheinend zumindest.

Erreichten El’Trutz am späten Abend, diesesmal wurden wir in die Karawanserei gelassen, sollte ich mir merken, beim nächsten sollte ich vielleicht eine Karawane herbei Phantasmagorieren…

In einem der Gespräche am Tage unterbreitete ich meinen Begleitern dann auch die Pläne Rafim Beys ibn Rizwan und unsere Möglichkeiten wie etwaiger Schaden für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten sei…

Interessantes Gespräch mit dem Karawansereibesitzer, darüber das eine Frau die Karawane führe und nicht ich, konnte ihm dahingehend aufklären, dass eine Karawane ja soetwas wie eine mobile Heimstatt sei und in der Tulamidischen Gesellschaftsordnung die Frauen ja für die Verwaltung der Heimstatt verantwortlich seien. Gut ich hätte auch konträr argumentieren können, da eine Karawane auch als Herde betrachtet werden könnte, welche dann wiederum in den Verwaltungsbereich der Männer fiele. Diese Verhaltensmuster sind echt so irrational…
Wer denkt sich so etwas nur aus.

Die Nacht zum dritten Namenlosen verlief ruhig, keiner störte, passierte also nichts, sonst bin ich gefühlt ja immer der erste, welcher bei irgendwelchen Kleinigkeiten aus, meinem doch so bitter benötigten Schlaf, gerissen wird.

Mein ist die Rache

Azina liegt auf ihrem provisorischen Lager im Zimmer des Sahib Selem auf einem bunt zusammen gewürfelten Kissenarrangement und lässt ihre Gedanken an den letzten Tag Revue passieren.

Es amüsiert mich schon ein wenig, dass Jane mit der Karawanenführung Schwierigkeiten hat. Sie kennt den Weg nicht. Weiß nicht um die Gefahren. Und traut sich nicht einmal mit einer Bande gerüsteter Strolche zu sprechen. Nein da schickt sie den überforderten Handlanger ins Feld, der ebenso wenig von Diplomatie versteht, wie ein Eisgolem. Nun zugegeben, ich bin mir nicht sicher, ob ich selbst das alles gewusst und gekonnt hätte. Für Jane spricht auf jeden Fall, dass sie selbstlos ihr eigenes Pferd zur Verfügung stellte, als das des Töpfers zusammenbrach. Und zumindest das Aushandeln der Preise kann sie eindeutig besser als ich.

Sanft übermannt der Schlaf die junge Falknerin. Als sie jäh durch Bakkus’ Gebell aufschreckt. Rasch springt auf und greift nach ihrem Speer. Sie lauscht in die Nacht, bereit den zu erstechen, der sie alle bedroht.

Nichts geschieht, kein Laut drang an ihre Ohren.

Die anderen Frauen entdecken ein Seil vor dem Fenster und schauten wagemutig hinab und hinauf. Delia meint, dass dort jemand weggelaufen sei. Sie fliegt auf ihrem Stab einige Kreise über der dunklen Karawanserei, kehrt jedoch ergebnislos zurück.

Nun gut, dann werde ich mal die Torwache alarmieren, damit sie die Wachen verstärkt. Und die Seile entfernt. „Wartet hier, ich gehe die Wache alarmieren.“

Gesagt, getan. Sie rüstet sich rasch aus und schleicht durch die menschenleeren Flure.

„Ruhig Bakkus, wir wollen doch niemanden aufwecken.“ Den Stress möchte ich uns ersparen. Habe keine Lust endlose Diskussionen zu führen. Die Wache soll hier mal diskret aufräumen.

Schnurstracks geht Azina auf das Tor zu. Plötzlich erhebt ich sich zwischen den Kisten der Karawanenwagen eine Gestalt und schlendert auf sie zu.

„Hey da! Was wollt ihr zu nächtlicher Stunde hier draußen?“

Wüst beschimpft der Fremde die Aranierin. Einen Feigling nennt er sie. Und fordert sie zum Kampf um die Ehre für seinen ermordeten Bruder.

Oh man, nicht schon wieder einer aus dieser Familie. So langsam sollten sie es leid sein ihre Söhne zu opfern. Selbst wenn sie uns eines Tages erwischen, sind ihre Opfer doch in der Mehrzahl.

Ungestüm greift der Säbelträger trotz vorgestrecktem Speer an. Gekonnt hielt Azina Ihre längere Waffe dagegen und lässt ihn voll in den Speer rennen. Ihr Stoß war so heftig, dass er sich Flüche speiend seine üble Wunde hält. Völlig außer sich vor Zorn und Schmerz hebt er erneut den Säbel und versucht Azina direkt zu attackieren. Im Blutrausch gefangen, war es ihm nicht möglich den zweiten mächtigen Stoß abzuwehren. Seine eigene Wucht treibt den Speer tief in seinen Bauch. Blut spritzt aus der klaffenden Wunde. Stöhnend und fluchend geben die Knie des Mannes nach und lassen seinen Torso nach hinten kippen. Behände tänzelt Azina herum, um nicht mitgezogen zu werden. Der Speer steckt tief in seiner Brust. Mit einem Ruck befreit die Siegerin ihre besudelte Waffe und beginnt den Toten mit flinken Fingern zu durchsuchen.

Der auftauchende Wachposten der Karawanserei zieht sich aus Angst vor Familienrache in seinen Turm zurück. Mit vereinten Kräften hieven Delia und Azina die Leiche über die Außenmauer. Anschließend lassen sie sich von einem Jungen, der bei ihrem blutverschmierten Antlitz fast in Ohnmacht gefallen wäre, Wasser und Tücher bringen, um sich das Blut von Körper und Kleidung zu waschen. Anschließend zogen sie sich auf ihr Zimmer zurück, nachdem sie dem Hausherren Bericht über den Tumult erstatteten.

Hört das denn niemals auf? Wie viele Menschen müssen noch wegen dieser Narretei sterben? Es ist doch sinnlos. Sie können uns nicht überwinden!!!

Zufrieden gleitet Azina in einen erholsamen Schlaf über.

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Gedanken der Azina

Ein Tag Rast In Naggilah

30. Rahja. Nachtrag

Wir sind sicher und wohlbehalten in Naggilah angekommen. Dort habe ich die Leitung über die Karawane übernommen da sich kein andere gewillt gezeigt hatte. Es war das erste mal das ich für so viele Menschen für Unterkunft und Verpflegung verhandeln musste zum Glück hatte ich die alten Aufzeichnung des werten Herr Selem. Ich bin mir nicht sicher über diese Junge Azina mal ist sie erwachsen und weise und mal erscheint sie mir wie ein junges Kind. Die Rückkehr von Delia hat mich etwas überrascht aber ich denke im Prositiven Sinne. Vielleicht hat es etwas mit ihrem Hexischem Wesen zu tun aber die Hexen die ich bisher kennen gelernt hatte die eine im Swelttal war sehr zuvorkommen und Hilfsbereit gewesen wenn auch sehr alt und entstellt durch das Alter. Die anderen waren alles nur arme alte Frauen manchmal auch arme junge Frauen. Ich bin mir nicht sicher wie sehr ich dem Worten des Adeptus Nehazet da es sich bei ihr um eine Hexe handelt trauen kann. Auf jeden Fall versteht er sich gut auf den Grundsatz der Philosophie in den gebieten recht und Gerechtigkeit auch wenn ich nicht widerstehen konnte in seinem Monolog eine kleine Korrektur einzufügen. Ich bezweifle das viele den Genus eines Ordentlich geführten Disputs wirklich verstehen können. Die beiden Gefangenen Banditen die der Obrigkeit überstellt werden sollten auf jeden Fall nicht. Ich frage mich nur was er mit Geschenk meinte? Aber andere Länder andere Sitten, ich werde sehen welche Sorgen der nächste Tag bringen wird.

1. Nameloser

Auch wenn es ein verfluchter Tag ist so war er für sein Datum recht Ereignislos. Die Händler haben heute keine Stände aufgebaut. Die Leute waren viel zu Nervös um irgendetwas zu verkaufen. Ich habe mich aufgemacht um nach Söldner Ausschau zu halten. Und Heilkräutern für den armen Herr Selem zu finden, der sich zu allem Überfluss auch noch mit Dumpfschädel angesteckt hat. Zu meiner Überraschung habe ich sogar welche in dieser kleinen Stadt gefunden ansonsten hätte ich auf Hausmittel zurückgreifen müssen. Die neugierige Azina hat mich begleitet und ich habe mich durch ihre Gesellschaft durchaus etwas sicherer Gefühlt. Wir haben nach einer Weile eine Laster Höhle gefunden in der ich wirklich Söldner auftreiben konnte. Ich hatte die Wahl zwischen einer Gruppe Schäbig gekleideten Männern in Rüstung und Waffen und einer Gruppe der auch eine verschleierte, vermutlich junge, Frau angehörte. Ich entschied mich schlussendlich für die Gruppe mit der Frau da sie offensichtlich weit gereist und nicht so Arm erschienen wie die andere. Auch faszinierte mich die Ruhe der Frau. Die Kohrzeichen des Mannes sowie der Kohrgruss schienen auf echte Söldner hinzudeuten. Vielleicht hab ich mich auch durch meine Begierde zu Frauen verwirren lassen. Hesinde vergib mir ich weiß es nicht. Aber Jene Söldner erwecken auf mich einen guten ruhigen Professionellen Eindruck. Wobei ich mich frage welche Geheimnisse die Frau umgeben.

Im Gasthaus Angekommen stellte ich die Söldner den Kaufleuten vor und lies sie zur Wache einteilen. Danach begab ich mich nach oben um die Salbe für Selem anzufertigen. Die schöne Delia und der Adeptus Nehazet hatten anscheinend die Ruhe meines Zimmers aufgesucht und waren fertig womit auch immer sie Beschäftigt gewesen waren. Sie wirkte auf jeden Fall erheblich ruhiger als ich das Zimmer betrat. Die Salbe ein einfaches Rezept war recht schnell mit Hilfe des Adeptus angefertigt und aufgetragen. Delia verblieb derweil in meinem Zimmer, wo ich nach meiner Rückkehr nicht der Versuchung widerstehen konnte sie zu porträtieren. Sie lass dort in dem Leitfaden für Wandelnde Adepten ein Werk das ich noch nicht wirklich studieren konnte mich aber stark an die Lehrbücher über den Handel und den Umgang mit der Buchführung erinnerten zumindest waren es im selben alles absichernden Tonfall geschrieben. Als sie dort nicht weiter kam erklärte ich ihr die Bedeutung der Verschieden Absätze die sie Interessierte während ich die Zeichnung fortsetzte. Es ging über die Magiegildeninterne Abhandlung von Verbrechen gegenüber andern Gilden Magiern. Anscheinend hatte ihr irgendjemandem Schaden zugefügt. Allerdings wie nicht anders zu erwarten war eine Anklage eines nicht Gilden Magiers gegen über eines Gilden Magiers nicht vorgesehen. Auch unklar ist es wie es aussieht wen der Magier der die Tat begeht nicht der Grauen Gilde Angehört für dieses Buch geschrieben wurde. Der Prozess an sich schien aber darauf aus gelegt zu sein das eine anklage nur in Falle einer eindeutigen Beweislast auch Erfolg hat. Ansonsten sind Tausende von Revisionen und Rechtlichen Tricks möglich die ich, mit meiner Bescheiden Rechtskunde und dem Wissen über Akademische Vorgehensweise, selbst aus diesem einfach vermutlich nicht kompletten Werk erlesen konnte. Das die Bestrafung vermutlich nur eine Kleine spende an die Gilde oder ähnliches sein würde konnte ich noch nicht Erlesen aber die Wahrscheinlichkeit ist recht Hoch.

Ich bin gespannt was der Morgige Tag bringen wird.

Alles auf Anfang

Azina seufzte schwer als Jane mit strenger Selbstachtung sprach: „Tja, wer wollte wohl sonst die Führung übernehmen?“ Die junge Falknerin zieht sich zurück und beobachtet das geschäftige Treiben der Menschen auf dem Platz der, in ein mildes Licht gehauchten Karawanserei. Vor allem die verschleierte Söldnerin hat es ihr angetan. Sie folgt ihren eleganten Bewegungen während sie über ihre eigene Situation nachdenkt.

Wieder einer mehr, der meint mich herumkommandieren zu können. Dabei rühmt sie damit, die Menschen richtig einzuschätzen. Sie widerspricht Frauen verachtenden Novadis nicht – hat ja eh keinen Sinn -, bandelt mit waffenstarrenden Söldnern an und verhandelt die Preise mit Karawansereibesitzern aus – Kunststück, aus dem Buch ablesen kann ich auch – . Nur mich scheint sie nicht als das wahrzunehmen was ich bin.

Azina seufzte erneut.

Nun gut. Wie alle anderen zuvor, wird auch sie lernen, wie die Dinge laufen. Ich habe Zeit.

Immerhin war sie erfolgreich bei der Suche nach Begleitschutz, während ich mir ne ordentliche Portion Zittabar zu Gemüte zog. Daher können wir am morgigen Tag weiterziehen. Ich denke, ich werde mal versuchen Adaque frei fliegen zu lassen. Wenn ich das richtig beurteile, wird er mir folgen oder mir, auf meiner Schulter sitzend, Gesellschaft leisten. Oder beides abwechselnd.

Ich schätze heute passiert nicht mehr viel. Da kann ich ja ein paar Waffenübungen durchführen. Hauptsache es schaut elegant aus, damit ich mich nicht blamiere, wenn ich den Speer so und so schwinge.

Vermeintlich elegant schwingt Azina ihren bänderbehafteten Speer durch die Lüfte und vollzieht dabei ein paar mehr oder weniger gezielte Stiche auf eine bestimmte Stelle. Dabei achtet sie darauf, dass sich die Bänder nicht verheddern.

Ich bemerkte neulich, dass sich meine ursprüngliche Strategie nicht auszahlen wird. Man kann mit dem Speer nicht wirklich parieren. Es ist mehr ein zurückweichen, denn gegenhalten. Das verkompliziert die Sache ein wenig. So kann ich einen Gegner nicht wirklich bekämpfen. Zurückweichen und Waffen abfangen kann ich recht gut, aber sonst? Ich treffe einfach nicht gut genug. DA!!!

Schnell sticht Azina zu … und verfehlt ihr anvisiertes Ziel

Mist!

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Gedanken der Azina