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Geduld ist eine Tugend

Weh dir Unglücklicher. Ich werde nicht eher von deiner Seite weichen, bis sich in meinem Besitz befindet, was für mich vorgesehen ist. Jane hat es gar passend als Jagt bezeichnet. Eine alte Hexe gab mir den Rat, erneut auf die Geduld der Jugend zu setzen und den richtigen Zeitpunkt abzuwarten … Standhaft zu bleiben, bis ich würdig bin, das Geschenk zu empfangen.

Es scheint eine weitere Prüfung auf dem Weg zur Reife zu sein, die Firun mir da in Form eines goldgierigen, schmierigen, alten, kleinen, novadischen Eselskrämers auferlegt hat. Der kleine Giftzwerg, weigerte sich, meine gesamte Barschaft anzunehmen. Sogar einen meiner – rar gesäten – Gefallen schlug er achtlos in den Wind. Und selbst die Drohung mit Ächtung durch die eisige Kirche, konnte ihn nicht dazu bewegen, das Prachtstück preiszugeben.

Ungemach soll er dir bringen bis du ihn mir aus freien Stücken überlässt. Bis dieser Tag schließlich kommt werde ich an deiner Seite ausharren und dich mit meiner allgegenwärtigen Präsenz schier erdrücken. Dich mit meinen strengen Blicken niederstarren und deine Selbstzweifel nähren. Ausdauernd werde ich dir folgen. Keinen einzigen Augenblick werde ich dich aus den Augen lassen. Du wirst der braunen Jägerin auf den weißen Pfaden nicht endkommen!

Er gilt nicht dir, oh du arme Seele! Der Runenspeer Firuns wählt seinen eigenen Weg! Du bist der Überbringer, so wie ich der Bote sein werde. Kenne deine Rolle, Wicht.

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Gedanken der Azina

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