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Tag des Schicksals

Die Geschehnisse häufen sich. Das kann doch alles nicht wahr sein! Was geht hier nur vor?

Benommen steht Azina vor dem Erdloch. Lediglich sein Betteppich kündet von Kalkaribs vergangener Anwesenheit. Sie sieht wie ihre Freundin Delia in die Knie geht und fassungslos auf den leeren Fleck starrt. Ohnmächtig und unfähig etwas zu unternehmen, steht die Tierbändigerin einfach nur da. Die Ereignisse beginnen ihren Tribut zu fordern. Ihre Fassade bröckelt. Der Verlust so vieler Gefährten und anderer Menschen lässt niemanden kalt. Nicht einmal sie …

Sie legt die Hand auf Delias Schulter. Sie ist froh, dass sie ihr Gesicht nicht sehen kann während sie folgende Worte – sanft aber bestimmt – an sie richtet:

„Wir werden ihn zurückholen. Genauso wie Sieghelm. Wir werden das Rätsel lösen und die Geschehnisse aufklären und wenn es das Letzte ist, was wir tun!! Ich schöre dir Delia – bei Firuns eisigem Atem – ich werde nicht eher ruhen bis wir die Verantwortlichen zur Strecke gebracht haben!“

Sie merkt nicht, wie sich ihre Hand kräftig in Delias Schulter krallt, was ihr ein wenig schmerzen wird, sie jedoch nicht kümmert, da sich ein viel stärkerer Schmerz in ihrem Herzen ausbreitet.

Sie lässt die Hexe los und zieht ihre Keyfira hervor, um erneut ein wenig Erde einzusammeln. Sie legt ihre ganze Überzeugungskraft in ihre Stimme als sie mit entschlossener Miene zu Delia aufschaut.

„Wir schaffen das! Zunächst sollten wir versuchen mit den Trollzackern zu sprechen. Sie wissen mit Sicherheit genaueres über die hiesigen Vorfälle. Bestimmt werden auch einige ihrer eigenen Leute vermisst. Jane wird das Buch studieren bis ihr ein Schlangenschwanz wächst! Nehazet wird derweil das Rätsel studieren, die Bibliothek durchforsten und diese Erde untersuchen … Komm! Wir gehen zu den anderen zurück und berichten, was geschehen ist.“

Sie streckt ihr die Hand entgegen. Eine Antwort auf diese Geste ist zweideutig zu verstehen. Zum einen das schlichte Aufhelfen aus einer kauernden Situation und zum anderen das ergreifen der hilfreichen Hand in Zeiten der Not in der Gewissheit, dass man nicht allein ist.

Wir schaffen das Delia, sei gewiss! Sagt sie in Gedanken zu sich selbst.

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Azinas Gedanken

Der Schatz in greifbarer Nähe

Delia konnte den wilden Löwen in dieser Nacht nicht bändigen. Natürlich hatte sie das auch nicht vor. Besänftigen ja aber bändigen nein. Sie mochte ihren Kalkarib so voller Feuer und Leidenschaft. Darauf achtend in dieser Nacht etwas ruhiger und somit rücksichtsvoller den anderen Gruppenmitgliedern zu sein, gaben sie sich ihrem Liebesspiel hin.

Später in der Nacht lag die Hexe in den Armen ihres Wüstensohnes, welcher soeben glücklich und zufrieden eingeschlafen war. Nun war nichts mehr da, was ihre Gedanken ablenkte und so war Delia gezwungen an die Träume zu denken. In den letzten Nächten kamen stets die Träume zu ihr. So befürchtete sie, dass es auch in dieser Nacht wieder geschehen mag. So sehr Kalkarib sie auch beschützen wollte, dagegen konnte er nichts tun. Dies war ihre Aufgabe, ihr Schicksal dem sie sich stellen musste. So sprach sie in Gedanken ein Stoßgebet zur schönen Göttin und dankte ihr für ihre Zeichen und Beistand. In der Hoffnung mit dem Glauben und nicht nur dem Glauben an die Zwölfe die Träume besser bestreiten zu können. Je näher sie dem Ziel kamen, desto eindringlicher wurden die Träume. Würden sie enden sobald sie am Ziel waren? Sobald der Fluch des Schatzes aufgehoben wurde? Was war mit Nehazet? Er spielte eine zentrale Rolle in ihrem letzten Traum. Hoffentlich wurden diese Bilder nicht in die Wahrheit des derischen Lebens getragen. Doch etwas Lebensfreude lag auch in diesem Fluch. Sieghelm war so aufgeregt und neugierig wie ein kleines Kind. Delia war sehr erfreut ihren guten Freund auch auf diese Art und Weise erleben zu können und nicht immer nur als disziplinierten Hauptmann.

Neben ihr drückte sich Kalkarib etwas enger an Delia und raunte etwas in ihr Ohr, das sie nicht verstand. Sie wollte schon nachfragen, doch dann viel ihr ein, dass er bereits schlief. Sie war jede Nacht in seinen Träumen, sagte er zu ihr und „In meinem Traum bist Du eine anständige Frau.“ Bei diesem Gedanken musste sie lächeln. Sie wusste genau, dass er sie allzu anständig auch nicht wollte. Sie streichelte über seinen Arm und schlief ein.

Barbarisch

In ihrem Zelt liegt sie noch einige Minuten Wach und überdenkt die Geschehnisse der vorherigen Tage. Neben ihr schläft Jane Pedderson.

Jane … schon wieder bist du mir zuvor gekommen. Überall mischst du dich ein. Alles weißt du besser.

Sie presst die Lippen unwirsch ein wenig zusammen.

Die Lehrerin steckt noch tief in ihr. Das geht mir noch immer auf die Nerven, obgleich ich mir vorgenommen habe drüber zustehen. Aber kaum hat man mal eine mysteriöse Begegnung im Schnee mit einem mächtigen Barbarenzauberer und möchte sich – hesindegefällig – ein wenig mit seiner (Sprach-)Kultur auseinandersetzen, da hat sie schon das weit und breit einzige Buch zu dem Thema in ihrer Gewalt. Und dann prahlt sie auch noch mit dem Wissen, welches ich ihr aus erster Hand verschafft habe.

Sie seufzt und dreht sich auf die andere Seite.

Gut, soll sie mal machen. Ist mir gleich. Ich werde sie ohnehin begleiten müssen, sollte Sieghelm sie auf diplomatische Mission schicken. Allein wäre sie verloren. Ich denke nicht, dass die Barbaren ihr viel Respekt entgegen bringen werden. Sprache hin oder her. Zwar sieht sie in ihrer Lederrüstung wenigstens nicht mehr aus wie eine Gelehrte. Aber noch ist sie zu neu und ungenutzt, das wird den Trollzackern auffallen. Eine Schmuckrüstung wird sie nicht beeindrucken … nur Taten.

Bisher sind wir auf dem Weg zu Sieghelms Schatz noch keinen Spuren der Trollzacker begegnet. – Schade eigentlich – Sie waren also jüngst noch nicht in diesem Teil der Berge. Alles ist seit langem unberührt. Ich verstehe seine Eile nicht. Zumal interessant sein wird, was Delia heute Nacht träumt. So nah an der Quelle. Sie erzählte ja, dass die Gestalten in ihrem Traum ihr sagten, dass sie näher kommt. Es scheint also einen Zusammenhang zwischen dem Gold und ihren Träumen zu geben. Nur, wo ist die Verbindung zwischen dem Gold und den Malen auf Delias und nun auch noch Nehazets Schulter – was ich im Übrigen erst gestern Abend so nebenbei erfahren habe – Und was hat der Zuspruch zu den Göttern damit zu tun?

… Ach was solls. Die anderen werden es schon herausfinden. Sie sprechen ja nicht mit mir nicht über so etwas. Scheinbar sehen sie in mir nur den tumben Waldläufer. Dazu noch jung und unerfahren. HA! Sie wissen nicht um meine geistigen Fähigkeiten. Woher auch? Und dabei kann es ruhig bleiben.

Immerhin sind wir endlich mal draußen in der Wildnis. Herrlich.

Erneut dreht sie sich auf die andere Seite und schläft lächelnd ein.

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Azinas Gedanken

Traviagefällig?

25. Tsa 1026 Götterläufe nachdem Falle Bosparans, Hochstieg

Die beiden ereignisreichsten Erlebnisse, an diesem Tage, waren eine unbegründete Rüge, bei einer ebenso unbegründeten Vorladung, als hätte ich nichts wichtigeres zutun, wenn von Spichbrecher wirklich die Gruppe schützen soll, dann sollte er ein größeres interesse in dieser nehmen, ich meine ich mir gelingt es ja auch, für meine Untertanen da zu sein, selbst wenn ich es nicht bin, immerhin habe ich für diesen Fall, extra eine Lösung ersonnen, aber von Spichbrecher fällt es ja noch nichteinmal auf wenn Teile „seiner“ Gruppe in andere Dimensionen entrissen werden, nein aber ein Gelage zur Feier der Rückkehr, Ankunft oder was auch immer ist wichtig, diese Arroganz, das er nicht einmal daran gedacht hat, das es eventuell einen triftigen und guten Grund geben mag, das ich nicht anwesend war, wie beispielsweise das ein verspätetes eintreffen ein schlechtes Licht auf ihn werfen könne, fallen doch die verfehlnisse der Diener auf ihren Herren zurück, weiterhin gab es meiner Meinung nach auch nicht wirklich etwas zu feiern, außerdem hätte mir halt niemand etwas von einer Bibliothek erzählen sollen, wenn nicht gewollt war das ich mich mit dieser auseinander setzte. Oder der absurde Vorwurf Travia gefrevelt zu haben, weil ich mich um eine warme Raststätte in der RUine Kohlhüttens bemüht habe, hätte er seine Pflichten wahrgenommen, so hätte wenigstens eines der Häuser noch getaugt als „Traviagefälliges“Heim. Das mir in diesem Zusammenhang die Natur nicht behagte, zumal ich, meiner Meinung nach schon mehr als genügend von der Natur gesehen habe und mich auch an ausreichend viel Natur erinnern kann, wenn auch nicht durch eigene Erinnerungen, ist eine andere Sache.
Das andere Erlebnis, war die, nach meiner Meinung, eher unweise Entscheidung an diesem Tage aufzubrechen, auf der Suche nach ein paar güldenen Münzen. Unweise, weil es bedeutend wichtigere Mysterien zu lösen gab, wie beispielsweise der Dimensionaletransfer von gewissen Bestandteilen, einiger Körper. Kleine Nebenbemerkung, ich wurde auf der Reise nach Hochstieg von einer Gans belästigt, Delia passierte heute ähnliches mit einem Packpferd, das kann heiter werden, wenn wir auf Bären oder Löwen treffen, bei Schlangen kommt es wohl auf die jeweillige Art an, aber Jane dürfte hier wohl ersteinmal sicher vor Hesindes Tieren sein.
Die Wucherung wuchs weiter an.

Wir stapften also durch die Wildnis und durften in selbiger auch die Nacht verbringen, zu allem Überfluss durfte ich mir das Zelt mit dem Traviani teilen. Und anscheinend ziehe ich nicht nur Gänse an.

26. Tsa
Ein Schrei von Spichbrechers diente als Weckruf, ich hoffe man könne ihn modulieren, denn auf dauer, wäre dies nichts für mich.
Wir begaben uns weiter durch die Wildnis, Delia berichtete bei Gelgenheit später am Tage von ihrem Traum, wirklich faszinierend, ich hatte ja schon eine Vermutung in die Richtung das die Person mit der gläsernen Sphäre ein Gegenpart zu mir visualisieren soll, die neuerliche Beschreibung desselbigen durch Delia, nun eine dornenbewährte Zunge, von welcher ein Toxin tropfte, unterstützt diese Theorie nur. Außerdem wurde ich wohl in ihrem Traum gefoltert und starb, durch ein grooßes Seil, welches durch meine Brust drang, eventuel eine Metapher für den Energieverlust, das dieser lethal sein könne, wenn er zu viel Energie entreissen würde, sozusagen eine lethale Dosis für Energietransfers.
An diesem Tage teilten wir uns auch in zwei, respektive drei, Gruppen auf, weil beschlossen wurde wir seien an der richtigen Stelle und deshalb, wäre es notwendig uns aufzuteilen um die genaue Lokalisation des Goldes zu bestimmen, von Spichbrecher blieb tapfer mit den Pferden und dem Proviant im Schutze eines seiner bediensteten zurück. Wir während dessen teilten uns in zwei Gruppen die einerseits aus Delia, Azina, Kalkarib und eventuel noch einigen anderen bestand, was schon eine wahrlich interessante Aufteilung nahelegt, da mit Azina und Delia, die wahrscheinlich wildnistechnisch erfahrensten aus „unserer“ Gruppe zusammen losgeschickt wurden, während in der anderen Gruppe, mit Collega Peddersen und mir, nicht nur die überlegene Intelligenz vertreten war, nein wir hatten auch die bessere Beleuchtung, weil jene von mir konstruiert/verzaubert wurde, manchmal sind bestimmte Entscheidungen einfach nicht wirklich nachzuvollziehen. Nun wir fanden nichts von Bedeutung, die andere Gruppe fand eine Münze und eventuel etwas von Bedeutung, aber das wird sich erst am folgenden Tage herausstellen, obwohl es verlockend wäre in der Nacht aufzubrechen und möglicherweise den Schatz zu finden und zu bewegen, versprach von Spichbrecher, die alternative, doch in diesem Falle, vorausgesetzt es könne bewiesen werden, in die Armee, welche auch immer das wäre, einzutreten, aber den Gedanken verwarf ich aufgrund der Dunkelheit. Außerdem gab es an diesem Tag noch, von mir zubereitet, eine der Segnungen der menschlichen Zivilisation, echten, Tee.

„…aus den Fängen ihres Mannes…“

„Delia! Bleibst Du wohl hier! Du kannst doch nicht alleine durch diese vom Alleinen verlassene Burg gehen!? Schon gar nicht mit meinem Sohn in Dir. Was willst Du überhaupt mit diesem Magier?“ aufgebracht schnaubte der Novadi durch das Zimmer. Wären die Gesetzte der Gastfreundschaft nicht so streng hätte er sicherlich irgendetwas zerschlagen. Seine rothaarige Shanja entfernte sich wieder von der Tür und glitt auf ihren Mann zu. „Ach Kalkarib…“ leicht lustvoll hauchte sie diese Worte und lehnte sich an ihn. „… mein stolzer Löwe. Was soll mir denn hier schon widerfahren. Wir stehen unter dem Gastrecht und dem Schutz von Sieghelm und seinen Leuten.“ bevor er etwas erwidern konnte hob sie die Hand „Ja ich weiß. Es sind alles Gottlose, aber sie ehren die Gastfreundschaft, genau wie wir es tun… und ungeborenes Leben steht auch bei den Gottlosen unter besonderem Schutz. Daher sei ganz unbesorgt. Mir wird nichts passieren. Außerdem haben wir heute bei den Kampfübungen allen gezeigt, dass die Familie Rezzani sehr wehrhaft ist. Alle wissen, dass wenn sie mir zu nahe kommen, dann bekommen sie es mit dem Wüstensohn, zu tun.“ Zärtlich streichelnd schwebte ihre Hand über seine Brust. „Daher sorge Dich nicht mein Geliebter. Wer würde wagen mir etwas zu tun wenn Du über mich wachst. Mit einem Mann wie Dir legt man sich nicht an.“ Ihre Schmeicheleien bewirkten, dass er etwas ruhiger wurde, aber verflogen war sein Unmut nicht. Brummend setzte er zur Antwort an. „Das stimmt, meine Wüstenblume! Und das sollten diese …“ um die Gastfreundschaft nicht zu entehren schluckte er das novadische Schimpfwort hinunter „… diese Gottlosen auch nicht wagen! Aber Du willst Dich auch mit diesem Magier treffen. Er ist nicht gut für Dich. Nachher verwirren Dich seine Zauber und…“ Überrascht küsste Delia ihren Mann und unterbrach damit sein Gerede über Magier. „Aber nein Kalkarib. Wie könnte er? Glaubst Du er könne mehr Macht wirken als die Macht die uns verbindet? Nein… der Alleine selbst und die Sippe haben unseren Bund besiegelt und selbst der Bey von Shirrdar kann dies nicht ändern. Außerdem wäre dies niemals sein Ansinnen.“ dann lies sie ihre Stimme ein wenig gekränkt und traurig wirken. „Oder ist es nicht seine verwirrende Magie die Dich besorgt, sondern meine Treue zu Dir? Vertraust Du Deiner Shanja etwa nicht? Das ich ein paar Augenblicke allein sein kann ohne Dir untreu zu werden?“ Verwirrt, irritiert und überfordert mit ihren Worten, kam nur ein „Nein natürlich nicht… Ich meinte… nur… Ich… „ Bevor er sich wieder fangen konnte und sowas wie „hör mit Deinem weibischen Gewäsch“ auf sagen konnte, drückte sie sich fest an ihn und küsste ihn leidenschaftlich. So dann nutze sie die Gelegenheit um aus seinen Armen zur Tür zu fliehen. Sie warf ihm noch einen vielsagenden Blick zu und verschwand durch die Tür. Bevor die Tür ins Schloss viel Stand er schon auf dem Flur. „Wenn Du in einer Stunde nicht wieder da bist, dann komme ich Dich suchen! Hörst Du!“ warf er Ihr in Tulamydia noch hinterher. Mit dem Gefühl irgendwie doch gewonnen und seine widerspenstige Shanja ein Stück im Griff zu haben ging er wieder ins Zimmer. Schließlich musste er sich auf sein Abendgebet vorbereiten.

Beyrounat Khorestan

Ich habe mich dazu entschlossen das >>Beyrounat Khorestan<< und somit auch die Verwaltung der Seite als Meister abzugeben. Ich hatte mir eigentlich mal gedacht daraus ein Dauerspiel werden zu lassen welches ich mit Jan fröhnen möchte. Allerdings muss ich wohl einsehen das mir sowohl  die Zeit als auch Lust fehlt dies aktiv zu betreiben – leider.

Ich nehme also hiermit meine Hand von dem Land und stelle es euch zur freien Verfügung und weiteren Verwendung. Entweder übernimmt Jan es selbst, oder eventuell sogar Christian.

Leider ist die Seite von mir seit unseren letzten Spiel dort auch nicht mehr aktualisiert worden.

Ich werde die Seite so belassen wie sie ist, ihr könnt dann ab jetzt alles daran ändern wie ihr es wollt. Sollten natürlich irgendwelche Fragen sein stehe ich dafür gerne zur Verfügung.

 

Im Zeichen der Wandlung

Wie die Zeit doch vergeht, wenn man mit wichtigem, wie dem Studium der verschiedensten Schriften beschäftigt ist, auf der Suche nach Hinweisen um die Probleme, welche uns plagen zu lösen, ach was würde ich im Moment nicht für Zugriff auf eine richtige Bibliothek, wie die in der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis geben, nun gut ich sollte dem hiesigen Angebot nicht unfair gegenüber sein, die Bibliothek hier stellt meine eigene in Khorestan, noch, leider in den Schatten, nun gut ich habe doch mehr und vor allem praktikablere Werke über die Magie, welche ich mein Eigen nennen darf. Ich war gerade mal zu einem drittel mit dem Studium des, doch eher kleinen, Bücherstapels fertig, nun gut, die Werke über Magie habe ich, aufgrund ihrer Informationen eher überblättert als tief studiert, wobei ich mir vorstellen könnte das die Bilder in den Grundlagen der thaumaturgischen Analyse etwas für Delia wären, ich fand die Bilder und die korrespondieren Textstellen eher verwirrend, weil die dargelegten Schlussfolgerungen einfach dem Verständnis der beschriebenen Technik entbehren. Jedenfalls war ich gerade in meinem Studium vertieft, als es, wiedermal, es ist gut zu wissen, das ich mal einen Ort gefunden habe, an dem ich in ruhe studieren kann, gestört wurde, die Magd betrat den Raum und brachte etwas zu essen, frühstück, neben dem was sie sonst noch so andeutete, war zu entnehmen das ich wohl etwas länger wachgeblieben war, was später auch seinen Tribut forderte. Nachdem ich mich bei einem kleinen Frühstücl gestärkt hatte und mit dem aktuellen Buch fertig war, beschloss ich den Schlaf, welchen ich versäumt hatte nachzuholen. Nicht das ich weit gekommen wäre, wurde selbiger doch, warum überrascht mich das eigentlich noch, wiedermal unterbrochen. Collega Peddersen suchte mich noch einmal auf. Die hiesigen Sagen, von denen ich las, waren nicht sonderlich hilfreich, es wurde ein Xindan, welcher ein Söldnerführer Tedescos war, für die aktuellen Probleme ziemlich irrelevant, erwähnt, weiterhin gab es ein paar Sagen zu der Vettel Kohlhütten, hilft momentan auch nicht weiter, könnte sich aber eventuell später noch als relevant entpuppen und dann gab es noch eine Geschichte über ein großes haariges, zotteliges Wesen, als würde das jemanden interessieren. Nachdem aufwachen stellte ich fest, das die „Wucherung“ an meiner Schulter gewachsen war, werde selbige weiter beobachten müssen. Da ich aus Sicherheitsgründen mich gegen eine Umwandlung von Lebenskraft in Astralkraft verwehrte, trug ich einer Magd später auf alles notwendige für einen Zaubertrank zusammen zusuchen, erstaunlicherweise gab es die meisten Zutaten sogar, wenn auch vor allem aus dem Perainetempel, an welchen ich mich eh wenden musste, weil die, vermutlich, die einzige, halbwegs, ordentlich ausgestattete Alchimistenstube hatten. Vorher musste ich allerdings noch ein paar Zutaten besorgen, was sich dank der Leute von Spichbrechers schwieriger gestaltete als es notwendig war.

Nachdem ich alles zusammenhatte begab ich mich zum Perainetempel um die Elixiere zuzubereiten, was mir, wie zu erwarten war, auch gelang, mit dem Ergebnis des Schlaftrunkes, war ich etwas enttäuscht, aber der Zaubertrank gelang in einer ausreichend hohen Qualität, zur Kompensation der Kosten entschied ich dem Perainetempel vier meiner Heiltränke zu vermachen, auch wenn ich dazu erst einen meiner Heiltränke verdünnen musste, nun jener war mir in Khorestan so gut gelungen, das ich zuversichtlich bin, das die Qualität der Heiltränke ausreichend hoch sein sollte. Den Zaubertrank verdünnte ich später ebenfalls. Nun sollte ich wieder über genügend Ressourcen verfügen um die Wucherungen ordnungsgemäß zu untersuchen. Als nächstes muss sich dafür nur eine Gelegenheit bieten.

 

Begegnung im Schnee

Die ersten Tage waren ereignisreich. Kaum ist der Junker wieder auf seinem Gut, schon sind allerhand aufgeschobene Probleme zu lösen. Als hätten sie auf uns gewartet, versetzen sie das Land in eine Starre der Ungewissheit. Das Verschwinden der zwei Grenzgardisten aus dem Warnturm macht mir besonders sorgen. Wohin ist der zweite Gardist verschwunden? Die Türe war von innen verriegelt. Da stimmt etwas nicht. Und dann diese Spur, die unseren Weg kreuzt. Immer wieder diese Spur. Nun hat sie mich hier her geführt. Lass sehen, was das Schicksal von mir erwartet.

Azina schleicht sich gebückt, in weiße Felle gehüllt und den Runenspeer in den Händen, an ihr Ziel, ein großes zotteliges weißfelliges Wesen mit einem widderköpfigen Stab in der Hand, heran. Unmerklich knirschen ihre Stiefel im feinen Pulverschnee. Ihr trainierter Körper ist angespannt, bereit zuzuschlagen. Doch sie weiß noch nicht, was sie tun wird. Sie reagiert instinktiv. Sie ist in ihrem Element. Sie ist erfreut und doch aufgeregt, ob der mysteriösen Wesenheit. Doch niemals vergisst sie die Gefahr.

So bedrohlich das Wesen auch ist, es scheint intelligent zu sein. Und offenbar friedlich. Denn ich bin … ihm … schon einmal begegnet. Es muss Schicksal sein, dass wir uns erneut über den Weg laufen. Es wäre nicht recht, ihn nur aufgrund seiner Andersartigkeit zu töten. Ich begnüge mich zunächst damit, ihn zu beobachten, vielleicht offenbart er ja sein Ansinnen. Es muss einen Grund geben, warum er hier so offen und allein durch die Wälder streift. Eigentlich müsste ihn doch jemand gesehen haben. Im ganzen Land müssten Gerüchte umgehen. Anschläge an Brettern sollten Aussicht auf Beute verheißen. Viele Jäger könnten nicht widerstehen. Solch ein Fell wäre vielen ein Leben wert. … Es sei denn die Personen, die ihn sahen, sind verschwunden. Vornehmlich Jäger, die der verheißungsvollen Spur folgten …

Mit einer Ruckartigen Bewegung dreht sich das Wesen um und blickt der nahenden Jägerin direkt in die Augen. Überraschung blitzt in beider Augenpaaren auf. Beide halten eine ewigwährende Sekunde inne, in der Azina eine wichtige Entscheidung trifft: Sie richtet sich auf und breitet die Arme zur Wehrlosigkeit aus. Das Wesen zögert kurz, ehe es sich langsam und bedrohlich auf sie zubewegt. Sie beginnt rückwärts zurück zu weichen als Zeichen der Entschuldigung ihn gestört zu haben. Doch das Wesen reißt ruckartig den Stab nach vorn. Ehe Azina zur Seite hechten konnte, hatten bereits grüne Ranken ihre Beine umschlungen und arbeiten sich zu ihrer Hüfte vor. So gefesselt stellt sie den Speer auf dem Boden ab und harrt des nun näher rückenden Wesens. Sie ist bemüht nicht aggressiv zu wirken. Bakkus jedoch wird nervös und kann sich nicht mehr halten. Er greift, wider dem rasch gebellten Befehl, an, um seine Herrin zu verteidigen. Ein kurzer Blitz aus der nackten Hand des Wesens bringt ihn verletzt zum Schweigen. Azina schluckt.

Bakkus nein … es ist ihm nicht zu verübeln. Ich hoffe er ist nicht allzu schwer verletzt. Ich sehe, er atmet noch. Auch dem Wesen kann ich nicht böse sein. Er hat sich nur verteidigt. Aber wie geht es weiter? Was hat er vor. Vielleicht kann man mit ihm reden, ihn fragen, was er hier unten sucht. Und er muss etwas suchen, sonst wäre er nicht hier.

Nun beginnt das Wesen zu sprechen. Gebrüllte Worte verlassen seinen Mund. Seine kräftigen Arme gestikulieren wild. Die Falknerin ist verdutzt. Sie ist unfähig mit ihm zu kommunizieren. Immerhin gelingt es, dass sie seinen Namen erfährt. Er heißt Shakling Boran. Aber sonst ist alles vergebens. Kopfschüttelnd greift er nach dem bewusstlosen Bakkus. Eine Hand führt plötzlich ein Messer, sie fährt hoch und … wird von einem „NEIN!!!“ Azinas unterbrochen. Zornesfalten ziehen sich durch ihr Gesicht. Sie hebt den Speer und verheißt ihm einen blutigen Kampf, sollte er sein Vorhaben vollenden. Er hält inne und schaut sie verwundert an.

Nein! Das wirst du schön bleiben lassen! … Wieder spricht er. Was will er mir bloß sagen? Warum macht er sich die Mühe mit mir zu sprechen. Es muss einen Grund geben. Oh Hesinde, gibt mir Wurm Erleuchtung, ich bitte dich.

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Azinas Gedanken

 

Hier geht’s weiter:  Forenspiel, Ruhe vor dem Sturm

Neues Interludium

Das neue Interludium der Gruppe Teehaus steht und ist hier zu finden: KLICK MICH

Delia, Nehazet und Jane sind zusammen im Kaminzimmer. Azina und Traviahold in Wald, weshalb die zwei Gruppen getrennt sind. Derzeit gibt es nur einen NSC, und zwar den seltamen Typen im Wald der gerade gegenüber von Azina steht und ihren Hund in den Händen hält. Insofern die anderen drei einen NSC oder GSC (Sieghelm) haben möchten, müsst ihr sie entsprechend anspielen bzw. holen lassen. Vor der Tür werkelt eine Magd herum die dafür prädestiniert ist 🙂

Ich freu mich schon auf schönes Spiel mit euch und bin gespannt ob ihr die ganzen Ereignisse zusammentragen könnt 🙂

 

Euer Spielleiter/Meister/Schicksal