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Tag des Schicksals

Die Geschehnisse häufen sich. Das kann doch alles nicht wahr sein! Was geht hier nur vor?

Benommen steht Azina vor dem Erdloch. Lediglich sein Betteppich kündet von Kalkaribs vergangener Anwesenheit. Sie sieht wie ihre Freundin Delia in die Knie geht und fassungslos auf den leeren Fleck starrt. Ohnmächtig und unfähig etwas zu unternehmen, steht die Tierbändigerin einfach nur da. Die Ereignisse beginnen ihren Tribut zu fordern. Ihre Fassade bröckelt. Der Verlust so vieler Gefährten und anderer Menschen lässt niemanden kalt. Nicht einmal sie …

Sie legt die Hand auf Delias Schulter. Sie ist froh, dass sie ihr Gesicht nicht sehen kann während sie folgende Worte – sanft aber bestimmt – an sie richtet:

„Wir werden ihn zurückholen. Genauso wie Sieghelm. Wir werden das Rätsel lösen und die Geschehnisse aufklären und wenn es das Letzte ist, was wir tun!! Ich schöre dir Delia – bei Firuns eisigem Atem – ich werde nicht eher ruhen bis wir die Verantwortlichen zur Strecke gebracht haben!“

Sie merkt nicht, wie sich ihre Hand kräftig in Delias Schulter krallt, was ihr ein wenig schmerzen wird, sie jedoch nicht kümmert, da sich ein viel stärkerer Schmerz in ihrem Herzen ausbreitet.

Sie lässt die Hexe los und zieht ihre Keyfira hervor, um erneut ein wenig Erde einzusammeln. Sie legt ihre ganze Überzeugungskraft in ihre Stimme als sie mit entschlossener Miene zu Delia aufschaut.

„Wir schaffen das! Zunächst sollten wir versuchen mit den Trollzackern zu sprechen. Sie wissen mit Sicherheit genaueres über die hiesigen Vorfälle. Bestimmt werden auch einige ihrer eigenen Leute vermisst. Jane wird das Buch studieren bis ihr ein Schlangenschwanz wächst! Nehazet wird derweil das Rätsel studieren, die Bibliothek durchforsten und diese Erde untersuchen … Komm! Wir gehen zu den anderen zurück und berichten, was geschehen ist.“

Sie streckt ihr die Hand entgegen. Eine Antwort auf diese Geste ist zweideutig zu verstehen. Zum einen das schlichte Aufhelfen aus einer kauernden Situation und zum anderen das ergreifen der hilfreichen Hand in Zeiten der Not in der Gewissheit, dass man nicht allein ist.

Wir schaffen das Delia, sei gewiss! Sagt sie in Gedanken zu sich selbst.

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Azinas Gedanken

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