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Azinas Verbleib II

hier gehts zum ersten Teil

Was geschah

Azina erwacht. Sie befindet sich in einer einfachen aber soliden Holzhütte. Alles deutet darauf hin, dass hier ein Anhänger Firuns wohnt: Sie ist karg und zweckmäßig eingerichtet. Verschiedene ausgestopfte Tierköpfe zieren die Wände. Direkt über ihrem Bett hängt der Kopf eines Braunbären. Seiner Grimasse zu urteilen gefällt es ihm nicht, dass sie unter seinem Fell liegt. Sie schaut an sich herab. Ihre Brust ist umwickelt mit einem starken Verband. Jede Bewegung ihres Torsos schmerzt. Ihre Arme ruhen schwach neben ihrem Körper.

Wo bin ich? Wie lange liege ich hier schon? Sollen das hier Firuns ewige Jagdgründe sein?

Sie schüttelt sachte den Kopf, um den Blick wieder für die Realität zu schärfen. Sie hat überlebt! Aber wie? Sie versucht sich ein wenig aufzusetzen und umzusehen. In der Hütte kann sie eine kleine Küche, eine Werkbank, einen Tisch mit zwei Stühlen, drei abgehende Türen und einen Kamin erkennen. In dem Kamin prasselt ein wärmendes Feuer. Davor liegt etwas Großes. Etwas sehr Großes. SchwarzWolf2es. Das atmet. Bei genauerer Betrachtung sieht sie, dass es sich dabei um einen gigantischen Wolf handelt. Dieser scheint ihren Blick zu spüren und hebt kurz den Kopf, um sie einen kurzen Augenblick zu betrachten. Doch schnell verlischt sein Interesse wieder und er bettet sein mächtiges Haupt auf seine Pranken.

Eine Tür öffnet sich und ein alter weißhaariger Mann tritt gemeinsam mit einem weiteren großen Wolf ein. Im Gegensatz zum Anderen, ist dieser hier schneeweiß.

Der blinde Mann, der sich selbst als Garnan und seine Wölfe als Ebenholz und Elfenbein vorstellt, Garnanerzählt ihr bei einer Tasse Traschbarttee, wie er sie vor <<<Zeit-Spoiler>>> mit Hilfe seiner Gefährten gerettet hat. Er gibt offen zu, zu wissen, wer sie ist und welche Rolle sie in dieser Zeit spielen soll. Azina hält sich mit den Fragen, die ihr auf der Zunge liegen zurück. Nur die Frage ihres Herzens spricht sie laut aus: Sie fragt nach dem Wohl von Bakkus. Doch Bakkus ist tot. Er liegt im Schuppen bis Azina bereit ist, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Ihr vergeblicher Versuch, sich aufzurichten, zeigt ihr deutlich, dass sie dafür noch nicht bereit ist. Erschöpft lässt sie sich zurück auf das weiche Kissen sinken und lauscht den weiteren Ausführungen Garnans. Elfenbein schaut sie die ganze Zeit neugierig an, während Ebenholz sie keines Blickes würdigt. Gegen Abend versucht sie sich ihm anzunähern, während Garnan mit Elfenbein auf der Jagd ist. Doch sie kann ihm kaum eine Regung entlocken. So setzt sie sich einfach neben ihn vor den Kamin und starrt in das Feuer. Bald kehrt Garnan mit seinem Bogen und zwei erlegten Kaninchen zurück. Gekonnt weidet er sie an der Werkbank aus und kocht eine kräftigende Suppe. Azina schaut ihm interessiert zu und ahnt bereits, dass dieser alte Mann mehr sieht, als seine pupillenlosen Augen tatsächlich zu sehen vermögen.

„Wie seid ihr als Erwählte Firuns in eine solche Situation geraten?“ fragt Garnan unvermittelt während des Essens. „Weil ich noch am Anfang meiner Reise stehe.“ beichtet Azina ohne zu zögern ihre Schwäche. „Firun hätte euch sterben lassen. Dankt seiner Tochter Ifirn, dass sie es von Zeit zu Zeit vermag ihm ein wenig Milde abzutrotzen.“ Als er dies sagt, schaut er zu Elfenbein hinüber, der ihnen beim Essen zuschaut. „Bekommen sie nichts zu essen?“ fragt sie. Er lächelt: „Sie bekommen später etwas.“

Er berichtet ihr anschließend auf Ihre Frage von seiner eigenen Geschichte:

Der Geschichte eines Nivesen, der in der Armee von Darpatien zum Krüppel wurde. Er wandte sich einst von Rondra ab und Firun zu, der ihn auf eine harte Probe stellte. Er solle einen unmöglichen Kunstschuss vollbringen: Einen Pfeil, sollte er unter heftigen Böen in ein 200 Schritt entferntes Ziel schießen. Lange habe er geübt. Er wurde ein nahezu perfekter Bogenschütze. Und doch vermochte er diese unmögliche Aufgabe nicht zu erfüllen. Erzürnt über diese Unfähigkeit nahm Firun ihm sein Augenlicht, um ihn von der Last des Sehens zu befreien. Es ermöglichte ihm, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf das, was er fühlt, wenn er eins mit der Natur wurde.

Garnan führt sie zu der Klippe des windumspielten Felsplateaus, auf der sein bescheidenes Heim stand und schoss einen, von Azina markierten Pfeil, zwischen die entfernten die Bäume. Sie liefen anschließend durch den Schnee nach unten, um den Pfeil zu holen. Und tatsächlich! Er steckte in der Mitte einer Zielscheibe. Ehrfürchtig zieht Azina ihn heraus und dreht sich zu ihm um.

„Wie habt ihr das geschafft?“ Garnan lächelt wissend. „Ich kann dich lehren, wenn du es möchtest. Unter drei Bedingungen: Du musst eine Prüfung bestehen. Sie wird dich auf deine Tauglichkeit testen. Und du bleibst so lange bei mir, wie ich es für nötig erachte. UND du nennst mich ab sofort ‚Meister‘ … Bist du bereit?“

„Ja … Meister.“

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Azinas Gedanken

Ein sicherer Hafen, unter dem Meer

Im dunkeln der Nacht, unter der Wasseroberfläche des al’anfanischen Hafens, schwimmt eine blauhäutige Gestalt, umrungen von vier Elmentaren Wesen des Wassers, im still/stürmischen Zwiegespräch, verhandelt sie mit diesen Verkörperungen ihres Elementes, ihre Wünsche, diese Verhandlungen, erstreckten sich schon über die letzten zwei Wochen, während sie nach und nach immer mehr Wesen rief. Schließlich war sie bei vier Meistern des Wassers angelangt, einer zum Transport für jeden aus der kleinen Truppe.

Aber die Verhandlungen, waren aufgrund des sich ständig wandelnden Charakters der Wasserwesen nicht einfach, andererseits konnte Lunaluo, selbst als Wesen des Wassers und somit über eine besondere Nähe zu ihnen verfügend, sich in ihrem Element aufhaltend und als Druidin und somit Dienerin Sumus, mehr oder minder, sowie mit der emotional aufwühlenden Geschichte, ihrer Erlebnisse die Meister ihres Elementes zur hilfe bewegen.

Wo war ich, achja, das betreten der Tänzerin, da hatte ich in der Bucht aufgehört, ein nettes Schiff, mit hilfreicher Mannschaft, welches beinahe von Piraten angegriffen worden wäre, aber mir gelang es ihnen zu helfen diesem Schicksal zu entgehen, in dem ich einen dichten Nebel aufkommen ließ.“ Erzählte Luna unter dem Wasser, den Wesen aus Wasser, eines nickte, was relativ unsehbar war, aber die Veränderungen des Wassers, welches dies auslöste, transportierte die Botschaft, außerdem schmeckte Luna dabei sowohl Süß- als auch Salzwasser, die Meister hielten ihre Form, nunja flüssig, war ja auch genügend Wasser in der Umgebung. Stürmisch setzte ein anderer der Meister an, „Nebel ist noch viel zu gut, für den Angriff auf ein Wesen aus dem Wasser, noch dazu auf dem Wasser, ihr hättet das Schiff versenken sollen, dann hätten diese Landbewohner mal gesehen, das sie hier nichts verloren haben„, während melancholisch ein anderer Meister einstimmte, „Das hätte nur mehr Leid verursacht,“ um dann plötzlich sich in Stimme und Charakter zu wandeln,“und davon gibt es doch schon genug, nein der Ausweg, welche die junge Ozeanierin wählte, war weise, und sanft,“ schließt er letzlich wohlwollend. Selbst für Luna war es schwer dem stetigen Fluss zufolgen, der letzte Meister schwieg, vorerst, das war auch etwas was Luna aufgefallen war, es war selten das alle vier zusammen sprachen und wenn sie sprachen, dann waren sie ihr gegenüber zwar meistens, relativ wohlwollend, aber dennoch hatte es den Anschein als würden sie untereinander, miteinader streiten, um des Flusses ihrer Argumente wegen, sich gegenseitig ausbalancierend und zurückhaltend.

Doch, als sie noch dabei war, darüber zu sinnieren, erhob der letzte Meister der Elemente seine Stimme, momentan war sie alt und voller Würde, aber brach während seiner Worte in jugendlichem Ungestüm und Eifer, „Jetzt last die kleine doch ersteinmal weiter erzählen, ich will wissen wie es wweiterging, wie seit ihr dem Piratenschiff entkommen?

Luna erzählte wie sie, bangten und hofften, bis sich der Nebel schließlich verzog, und nur noch Trümmer des Piratenschiffes zu sehen waren, ein einziges Mitglied der Mannschaft des anderen Schiffes war noch zu sehen und sie war gerade dabei zu erzählen wie sie über Bord sprang um sich zu diesem zu begeben, als sie wieder unterbrochen wurde.

Unverständnis aus der Stimme strömend, mischte sich einer der Meister ein, „Warum habt ihr das getan, die Piraten hätten euch„, weiter kamm der Meister auch nicht. Weil dieser wiederum von einem der anderen Elementare unterbrochen wurde, welches sich aufgebracht mit seiner Wortwelle vor dem Strom der Sprache des zuerstgesprochenen begab, „Seht sie euch doch an, sie ist jung und sanft, erinnert euch doch an den Temepl in Mendlicum, die stürmische Seite, da braucht sie noch Hilfe.“ Als auch dieser, diesemal von einer schicksalsergebenden Stimme abgelöst wurde, „Es ist wahr, die Prophezeiung war notwendig, wäre sie vollends in ihrem Element, wäre die Hilfe nicht notwendig, aber wie sollte sie in ihrem Element sein, wenn sie solange über das Land laufen musste, auf der Suche nach ihrer Mutter?“ Mit brausender, aber alter Stimme mischte sich jetzt wieder ein anderer ein, „Jung und wissbegierig, sie wird ihrem, unserem Element noch näher kommen und ihre Mutter kann sie in Bereichen unterweisen und ihr Verständnis über das unsrige Element vermitteln, welches ihr Vater nicht konnte.

Voller Neugier und Ungeduld erklang die Stimme, eines weiteren, der anderen Elementare, durch die ständigen wechsel, war es schwer für Luna, sich vollends sicher zu sein, das es tatsächlich „nur“ vier Meister des Wassers waren, aber mehr hatte sie nicht gerufen, „Unterbrecht sie doch nicht immer, ich will endlich wissen wie es weitergeht, ich zerfließe vor Spannung noch!

Ehe Luna fortfahren konnte, sprach, diesesmal aufgebracht, „Sagt genau der richtige, du hast sie mindestens genau so oft unterbrochen wie wir anderen,“ sich aber ähnlich schnell wieder wandelnd um schließlich Luna zu ermutigen, sie nicht weiter auf dem Trocknen, sozusagen, zulassen und ihre Geschichte weiter fließen zulassen.

Ich war im Wasser und begab mich zu dem Matrosen, als er plötzlich unter Wasser gezerrt wurde ich tauchte ihm nach und dort sah ich einen Riesenkraken, ein beeindruckendes Wesen, das leider noch weiteren Hunger hatte, es begab sich zu mir, und nur dank der Lehren meines Vaters, konnte ich dieses Wesen davon überzeugen sich seinen Appetit woanders zu stillen, ich begab mich also schnellstens wieder zurück und erklomm das Schiff über mir dargebotene Hilfe als,“ Luna hielt kurz inne und lauschte dem Bild in ihrem Kopf, als sie mit stürmischem Enthusiasmus, plötzlich nach oben, an die Wasseroberfläche schwomm und ihre Hand aus dem Wasser streckte, zu den Elementaren rief sie nur, „Sie haben es geschafft, Mutter steht dort oben, ich erzähle euch später den Rest, aber hilft mir ersteinmal meine Freunde hier wegzubringen, soweit weg wie möglich und, am besten in der Nähe von Land, können zwei von denen doch nicht unter Wasser atmen.

Azinas Verbleib I

gleicher Zeitpunkt, wie im Artikel: Verwehrt und verweht

Kampf im Schnee

Der Wind pfeift um die angespannten Körper der beiden so unterschiedlichen Menschen. Eiseskälte fährt in ihre Glieder. Ihr warmer Atem wird von den schneidenden Winden fortgetragen. Die Maske des Zorns des Shakriins spricht Bände. Drohend hält er die Hand zur Faust geballt erhoben. Schwarze Energie sammelt sich darum.

Nein, Shakriin Boran tu es nicht. Wir sind keine Feinde, du täuschst dich. Es tut mir Leid, um deine Freunde. Ich tue dir nichts. Schau!

Um ihre friedlichen Absichten zu untermauern, die sich aufgrund der Sprachbarriere nicht auszusprechen lohnen, streckt sie beide Arme zu einer offenen Geste weit von sich. Doch der Schamane, blind vor rasender Wut, schleudert seinen Energieblitz auf sie. Sie kann ihm im hohen Schnee nicht mehr ausweichen und stöhnt schmerzverzerrt auf, als er sie in die Seite trifft. Noch während sie sich ihre Taille hält, kommt der Trollzacker mit schwingender schädelbesetzter Keule auf sie zu gestapft. Seine Absicht ist offensichtlich. Doch so leicht lässt sich die Botin Firuns nicht überwältigen – auch wenn sie nach dem langen Marsch und dem Zaubertreffer am Ende ihrer Kräfte ist – und so reckt sie dem Angreifer ihren Speer entgegen. Es entbrennt ein harter Kampf im verschneiten Tal der Sieben Winde.

Bakkus hat sich von seinem Lockzauber erholt und eilt herbei, um seiner Herrin beizustehen, als diese wankt. Die Wucht der Knochenkeule und ein darauf folgender erneuter Energieblitz schleudern den schwarzen nivesischen Steppenhund einige Schritt in den tiefen Schnee hinaus, wo er reglos liegen bleibt.

BAKKUS NEIN!!

Tränen der Wut sammeln sich in ihren Augen.

Neue Kraft erfüllt die junge Jägerin. Sie ist entschlossen ihren Gegner zu überwinden. In schneller Folge stößt sie ihren Speer in den Leib des Schamanen, der unterdessen eine weitere Energiekugel formt. Doch ihre Angriffe scheinen nicht die übliche Wirkung zu haben. Sie werden irgendwie gedämpft. Dennoch schwankt der große Mann ein wenig, um dann umso entschlossener anzugreifen. Gesprochen aus nächster Nähe ist es ihr unmöglich seinem Zauber zu entrinnen. Dumpfer Schmerz breitet sich in ihrer Brust aus. Sie taumelt. Ein wuchtiger Schlag von unten wirft sie in den weichen Schnee. Der Runenspeer Firuns entgleitet ihren Händen.

Über sich sieht sie die Eiszapfen an einem Felsvorsprung hängen, als sich plötzlich  zwei von ihnen lösen und sie direkt in die Brust treffen! Sie kann einen Schmerzensschrei nicht unterdrücken, der jedoch rasch vom eisigen Wind fortgetragen wird. Die Eiszapfen ragen nun gefährlich aus ihrer Brust heraus. Jeglicher Versuch sich zu bewegen ist vergebens. Kraftlos spürt sie, wie ihre kostbare Lebensenergie, einem Malstrom gleich, aus ihrem Körper fließt. Ihr wird kalt. Sehr kalt.

Mit einer Mischung aus Schmerz, Trauer, Genugtun und Entschlossenheit im Gesicht, schiebt sich Boran in ihr Blickfeld. Er sagt noch etwas in seiner Sprache, als auch ihn unvermittelt ein Eiszapfen trifft und sich tief in seine Schulter gräbt!

Azinas Blick schweift unterdessen nach links, wo sie einen riesigen weißen Wolf langsam auf sie zu tapsen sieht.Wolf

Der Trollzacker hat den Wolf noch nicht bemerkt, den Einschlag jedoch überwunden und formt einen weiteren Energieblitz, um ihr endgültig den Rest zu geben. Verzweifelt versucht sie sich von den Eiszapfen zu befreien, die sie am Boden festnageln. Doch es gelingt ihr nicht. Ihre Hände sind taub und fallen kraftlos zu Boden. Ihr letzter Blick gilt dem mystischen weißen Wolf.

Ist dies dein Plan, oh Weißer Jäger?

Dunkelheit umfängt sie.

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Azinas Gedanken

Erster Termin nach der Sommerpause

Praios zum Gruße! Die Sommerpause ist fast vorbei, weshalb ich euch darum bitte euch schleunigst in den Doodle-Kalender einzutragen. Der erste Termin nach der Sommerpause wird natürlich in unserem neuem Heim stattfinden. Ich habe ersteinmal 17:30 als Uhrzeit angesetzt, falls ihr erst etwas später könnt gebt bitte Bescheid.

Die Adresse der neuen Wohnung lautet: Blankenburger Straße 48 in 13156 Berlin (Bushaltestelle Idastraße [150er])

 

—> KLICK MICH <—

Fehler, Fehler… die gewünschte Person ist im Moment nicht zu erreichen…

Interessant, um das mindeste zusagen, Dämonenbeschwörer in einer zwergischen Stätte, welche ein Hesindeheiligtum hat, was es nicht alles gibt, wir sollten vielleicht mal eine Stätte der Achaz aufsuchen, würde mich interessieren was wir da fänden. Aber der Reihe nach.

Ich war auf dem Weg zu Collegus Alrikorion Steinfest, früher auch unter dem Namen Nottel Flachkiesel bekannt, naja es hötte schlimmer kommen können, er hätte ein Luftelementarist werden können, so passte der Name wenigstens halbwegs. Unterwegs unterhielt ich mich weiter mit dem von mir gerufenen Luftdschinn, wir unterhielten uns, obwohl ich sagen muss, das die aufgewühlte, stürmisch quirliege Art, in der er sprach, es nicht immer leicht machte ein kohärentes Gespräch zu führen, zumal er auch allzu gerne von einem Punkt zum anderen sprang, ähnlich einer plötzlichen Änderung von Luftströmungen, aber ich denke es sollte kein, allzu großes, Problem sein, dies bei der Entwicklung meines Elementarenmodells zu berücksichtigen. Auf den Weg trafen wir noch einige andere Individuen, die steinerne Pforte zur temporären heimstatt meines Collegus, wurde rasch geöffnet, wie praktisch das ich die Kombination noch kannte, wobei so schwer war das ja nicht, waren ja nur 15 Ziffern, ich denke ein Gedicht hätte mich vor mehr Problemen gestellt, irgendwie habe ich nie gelernt etwas mit denen anfangen zu können, aber Zahlen, ja damit kann ich arbeiten.

Die Tür wurde auch von dem treuen Erzdschinn meines Kollegen geöffnet, wir unterhielten uns etwas, ich berichtete ihn von den wichtigsten Neuerungen.

Darunter natürlich, das meine Tee Vorräte verbraucht waren, das die ersten Kämpfe geschlagen waren und das sich nun die Abbaukammer und die Zwergenschmiede unter unserer Kontrolle befanden, das es ein über 3000 Götterläufe altes Hesindeheiligtum in den Hallen der Zwerge gab, das es auf dem Berg keinen Schnee mehr gab, das der Azzitai vor einer Bedrohung von außerseits des Sphärengefüges warnte und natürlich noch ein paar Elementarrelevante Gleichungen, welche die Verhältnisse und Beziehungen der Elemente untereinander, mittels logischem denken und durch Beobachtungen bewiesen, zu erklären trachten. Es war noch weit davon entfernt Präsentations- oder Publikationsfertig zu sein, vielleicht sollte ich eine Möglichkeit finden, meinen Schlaf nutzbringender anzuwenden, was ich alles machen könnte, wenn ich nicht mehr schlafen müsste, natürlich nur unter der prämisse, das sich dies nicht auf meine Fähigkeiten auswirken würde, wenn das hier vorbei ist, soltte ich mich dahingehend mal informieren. Collegus Steinfest und ich tranken noch eine Tasse Ongalohochland, während er seine Sachen packte und ich begab mich dann alsbald auch wieder zu den anderen, unter der annahme das die mit den trägsten disputatinsanteil schon durch wären,  ich meine den anderen was beizubringen, fällt wohl eher in Collega Peddersens bereich, zumal ich manchmal das gefühl habe, als würden sie mir nicht wirklich zuhören, zumindest habe ich kaum Erinnerungen von Delia, wie ich etwas erklärt habe, dabei bin ich mir sicher, das ich oft und ausgiebig arkane Sachverhalte erkläre, oder warum hole ich dabei sonst so viel Luft?

Als ich den Weg in das Zwergengebiet wieder zurücklegte, war ich gerade dabei, mental, die Elemente zu zerlegen, das verhalten der Elemente zueinander ergab nur bedingt sinn, was mich zu der Idee führte, das es eventuel sinnvoll wäre die Elemente in reale und okkulte Bestandteile zu unterteilen, weiterhin, erscheinen mir die Elementare eher als extrema eines eigenständigen zweidimensionalen Systems, so das die elementaren wechselpaare, möglicherweise auch besser als eigenständige Elemente gälten sollten. Faszinierend wird es dann natürlich erst, wenn diese zwei Elemente Systeme von allen Elementen zueinander in korelation gesetzt werden, so hätten wir beispielsweise Luft und Erz als positive und negative Beschleunigung, noch weiter von Luft, als von Erz entfernt, müsste auch Eis, die Linie schneiden, steht Eis doch für völligen Stillstand. Natürlich gilt ähnliches auch für das dreigespann Luft, Wasser und Eis, welche, momentmal, müsste das nicht eher Luft, Wasser, Erz und Eis sein, hmm, schade das, obwohl, vielleicht wäre Feuer, Luft, Wasser, Erz und Eis besser, wenn ich jetzt noch eine passende Zuordnung für Humus finde, hätte ich alle sechs Elemente in einer Zuordnung ihres, nennen wir es mal „Bewegungszustandes“, wobei über die Platzierung von Luft und Feuer gestritten werden kann, aber für erste Gedankengänge in einer Zwergenstätte und einem verfluchten Berg, denke ich ist es halbwegs akzeptabel. Natürlich habe ich in diesen Zusammenhang auch über das sogenannte siebte Element die arkane Kraft nachgedacht. Genau genommen bietet Kraft kontrolle, ist somit also Ordnunsfördernd, theoretisch, als Gegenelement erscheint es mir da eigentlich nur eine logische wahl zu geben, und nein ich meine nicht Chaos, obwohl das naheliegend wäre, aber Chaos ist ja eher ein Gegensatz zu Ordnung, was zwar auch Urkräfte, aber nicht elementarer Natur sin, womit die Umwandlung arkaner KRäfte in karmatische, wirklich schwer werden dürfte, wo war ich, achja das Gegenelement zu Kraft, ich wäre dafür dieses hypothetische Gegenelement Überraschung zu nennen, da dies wohl für die plötzliche, unkontrollierte Veränderung spezifischer Vorkommnisse gilt. Natürlich bin ich noch nicht dazu gekommen dies näher zu untersuchen, aber ich halte es durchaus für möglich, das beide Elemente in einander auf spezielle Art und Weise verwoben wurden, nachdem die Zitadelle der Kraft, und wahrscheinlich damit auch die Zitadelle der Überraschung, zerstört wurden. Durch den überraschenden Aspekt, ließe sich auch der chaotische Anteil der Kraft erklären. Aber diese Theorie bedarf mehr Tee und weiterer Gedanken, schade das wir hier wegen solcher Nichtigkeiten von wichtigen Forschungen abgehalten werden.

Die anderen waren noch am Reden, anscheinend gab es immer noch genügend Leute die unbedingt, ein großangelegtes Experiment, bezüglich Golgarismaximallast, durchführen wollten. Da ich mit wichtigerem beschäftigt war, habe ich nicht alles mitgekommen, ich habe mich unteranderem Delias Schulter und den vorhandenen Zhayadzeichen gewidmet, es stellte sich heraus das der Dämon so freundlich war und uns seinen wahren Namen in Delias Fleisch gezeichnet, überlassen hatte, hätte ich ja nicht gedacht, aber wenn er es für eine gute idee hielt? Weiterhin stellte sich heraus, das Kalkarib unter einem „Zauber“, darüber muss ich unbedingt schreiben, ach wenn doch nur die Zeit dafür wäre, des Dämonen „litt“, welcher es diesem erlaubte uns zuzuhören oder zuzusehen, oder anderweitig unsere, oder zumindest Kalkaribs, Schritte und das umgebende wahrzunehmen.

Später kamm noch eine spannende Nachricht von dem Zwergen hinzu, es gab hier wohl eine Beschwörungskammer, zu dem Zeitpunkt hatte ich zwar nicht daran gedacht, aber später habe ich mich dann doch gefragt, ob dies auch heißt, das es hier noch weitere arkane Laboratorien gäbe? Von dem Opus der Invocation, dem Werk aus dem das wissen der Beschwörung stammte, war leider nicht mehr viel erhalten, aber vielleicht gelingt es mir dennoch, wenigstens zu bestimmen um welches Werk es sich ursprünglich handelte? Ich begab mich mit einigen Leuten, darunter der Angroschim, Collega Isariasunni, Kalkarib und zwei wachen Wachen auf den Weg zu der Beschwörungskammer, gab es doch verschiedene Möglichkeiten dem Dämon seine drittsphärige Präsenz schwer zu machen, und welcher Dämonologe hat nicht auch die passenden Mittel um seine gerufenen Schrecken wider zu bannen, ich meine es ist ja nicht so als würde sich jemand darauf einlassen und beispielsweise Geister rufen und sich vorher nicht überlegen wie er diese loswerden würde, hmm habe ich mich eigentlich um die Knochen des Praiosgeweihten gekümmert? Nun gespukt hat er noch nicht, oder, ich meine wenn doch Assaf hätte es wohl erwähnt?

Aber es verlief natürlich anders als geplant, wir waren nicht allzu weit gekommen, ich hatte den anderen eine leicht verständliche, kurze Nachricht, der großteil des Pergamentes war mit meinen Ideen über die elementaren zusammenhänge beschrieben, zukommen lassen in denen ich auf Kalkaribs Zustand hinwies, was ich dabei nicht näher erläutert hatte war, das der „Zauber“ des Dämons, theoretisch, auch als mystischer Fokus für uns dienen könnte um den Dämon wieder zu bannen. Als sich Kampfeslärm ausbreitete, wollte uns Kalkraib schon verlassen, wärend der Zwerg und die Wachen schon vorrauseilten, ach einmal mit Leuten zusammenarbeiten die wissen, was priorität hat. So musste ich meine letzten reserven arkaner Kräfte nutzen um der schwachen vitalresidualstrahlung des Angroschim zu folgen, und natürlich versagten meine Kräfte bevor wir auf die Ritualkammer stießen, zumindest kammen wir weit genug um die Möglichkeiten einzugrenzen. Nach etwas gesuche, fanden wir dann auch die richtige Kammer, wir bereiteten ein entsprechendes Ritual vor, entzündeten die Lampen, hielten uns an den Händen und ich gab die Worte des Rituals vor, während Delia sich darum bemühte diese Worte mit Macht zu erfüllen, praktisch war, das wir eine besondere Verbindung teilten, wir an einem Ort der Macht waren, und wir die enstprechenden Foki griffbereit waren, vorallem waren dies Ort, Name und Verbindung. Wir verspürten alsbald darauf auch einen Sog, es funktionierte, die dahinter liegende Technik muss ich unbedingt perfektionieren, ich könnte Matrizen in meinem Geiste formen und Delia, wenn wir gelernt hätten die Kommunikation der Namensmagie zu nutzen, ihr übermitteln, das könnte sich als praktikabel erweisen. Hier hätte ich den Rückzug anweisen sollen, aber da es sich um ein instabiles Ritual handelte und ich es für wichtig hielt, das wir vor Ort bleiben um im Zweifelsfall einzugreifen, versäumte ich dies, ein weiterer Fehler meinerseits, der Sog wurde stärker und während es mir gelang mich in Sicherheit zu bringen, wäre Delia beinahe in dem Sphärenübergriefenden Vortex verschwunden, doch im Gegensatz zu Rondrian, wusste ich mir hier mit den Elementen zu behelfen und rief Gorkar Ar-Roscha aus dem Stein, welcher Delia auch mit dem festen Griff des Erzes vor einem verschwinden bewahrte, doch danach musste natürlich der mehrere tausendgötterläufe alte Sockel, hinter dem Kalkarib war nachgeben und er verschwand in dem Vortex, mitsamt dem Dämon, der just in diesen Augenblicken durch die Tür und in den Vortex gesogen wurde. Danach kollabierte der Sog und es war vorbei. Delia konnte nicht glauben was passiert war und ehe ich etwas tun konnte, ich war noch zu sehr mit Atem holen beschäftigt, stach sie sich den Waqqif in ihre, ich denke es war die Brust, aber ich hatte nicht allzu viel Zeit damit verschwendet mich anatomischer Sicherheit zu vergewissern, weiß ich doch was ich nicht weiß, und dazu gehörte eine vielzahl an Anatomie und wissen über die Heilkunde, ich habe einfach nicht die Zeit mich mit allem zu beschäftigen, wobei ich wohl zumindest einen großteil der möglichen Krankheiten, mittels experimenteller Bestätigung kennenlernen durfte, aber das half hier auch nicht, und mir im besonderen, nicht wirklich weiter. Ich schulterte Delia, wo waren diese Wachen, wenn man sie mal brauchte? und begab mich auf meinen Stab gestütz zu den anderen. Glücklicherweise schien Delia auch nicht über allzuviel Wissen in den relevanten lethalen Bereichen zu haben, gelang es Jane doch noch sie zurückzuholen.

Nur was habe ich getan, erst Zafia, dann Rondrian, Sieghelm, Kalkarib, zweimal, die geraubten Frauen aus Khorestan, wie vielmehr Fehler habe ich vollführt? Gut an Azinas verschwinden bin, denke ich zumindest, nicht schuld.

Und mit Kalkarib habe ich auch Delia in Gefahr gebracht, damit Jane und die Auswirkungen sind erschreckend, ich zweifle doch stark daran, inwiefern Seelensammler korrekt ist, vor allem wen ich sehe, wie sie seiner, bald vermutlich Heiliggesprochenenhei, dem Bruder von Spichbrecher folgen, ich denke das ist der einzige der hier Seelensammelt, teilweise sogar in kleinen handlichen Statuen.

Ach, es hilft alles nichts, ein Problem nachdem anderen, sonst komme ich zu gar keiner Lösung mehr, bei Zafia hat es auch funktioniert, die Lösung für solche Probleme die sich anbietet, ist zu arbeiten, es ist ja nicht so, asl würden sich nicht neue Probleme anbieten.

Dann galt es nun halt, einen Weg zu finden Kalkarib zu retten, nicht die erste und wahrscheinlich auch nicht die letzte Person, bei der ich mir gedanken machen muss, wie sie zu retten sei. Oh, nein, ich sollte mir demnächst mal gedanken, machen, wie die anderen mich aus so einer Situation retten könnten, den nüchtern betrachtet, ist es wahrscheinlich das ich mal in eine Situation kommen könnte, in der kreativer magieeinsatz notwendig ist um mich zurückzuholen, aber auf wen von denen soll dies bitte zutreffen? Aber darüber sollte ich mir später gedanken machen, die Zeit eilt und Kalkarib muss zurückgeholt werden, wenn man sich da nicht eilt, dann…

Moment mal, wenn die temporärer Komponente außer acht gelassen wird, immerhin sind wir hier an einem Ort, welcher von Satinavs Kette, hmm I oder II(?), geschnitten wird, wenn man die temporäre Komponente bestimmen könnte, was über ein zerfallsmodell möglich sein sollte, müsste es theoretisch möglich sein, mit genügend Forschung versteht sich, eine temporale Convocation durchzuführen und plötzlich ist der temporale Aspekt zu vernachlässigen. Das beste daran ist, es muss schon geschehen sein, und das ließe sich beobachten durch die diesseitig, temporale, arkane Residualstrahlung, in der Gegenwart, respektive Vergangenheit aus der Ebene der cantuswirkung, vielleicht ließe sich sogar die zukünftige Koordinate genau genug eingrenzen? Und noch besser, umso weiter ich darüber nachdenke, wir reden von einem Rahja- und Traviagefälligen Werk, und das kann doch kein Frevel an Satinav sein, wenn dies von Erwählten der Rahja und Travia kommt, oder? Ich muss genaueres unbedingt bei nächster Gelegenheit herausfinden, aber theoretisch, ist es vielversprechend.

Nachruf

Boronsrad

Huscarl Árngrímr Brydasson

Tsatag: 9. Midsonnmond (Praios) 995 BF

Borontag: 1. Marktmond (Phex) 1026 BF

Verstorben in der Schmiede Ungratoschs, im ehrvollen Kampf gegen dämonische Horden – Darpatien, Trollzacken

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Kampfgeschick und Heldenmut – Die Schlacht unter dem Berg

— als Grombasch —

„HARHAR, eine Schlacht! Ich werde euch zeigen, was es heißt, die Heimat der Zwerge zu beschmutzen! Und nach euch, knöpfe ich mir den Feuerdämon höchstpersönlich vor! Büßen soll er!! FÜR ANGROSCH UND SEINE SÖHNE!!!!!“

Eben noch betrunken, befeuert der Schnaps jetzt seine innere Esse lediglich noch mehr an. Glühend und brüllend bahnt er sich einen Weg zur Frontlinie.

„Spart euch eure Abschiedsworte Weibelin. Wenn dies hier vorbei ist, heben wir zusammen einen!!“

Mit diesen Worten, dreht der Angroschim noch einmal den Königshammer in den Händen. Bereit ihn der nächstbesten Ratte in die Fratze zu dreschen. In ihm schwillt eine unbändige Kampfeslust. Für all das Leid, dass seinem Volk und den hiesigen Menschen widerfahren ist, steht er hier – endlich – in Reih und Glied mit den letzten Verteidigern dieser Bastion, um dem Feind zu trotzen. Heerführerin Jane Pedderson hält eine bewegende Ansprache, die Mut und Zuversicht in die eigenen Reihen pumpt und sie anspornt standzuhalten.

Wie eine Urgewalt bricht die Welle der Dämonenratten über das zusammengewürfelte Heer herein. Grombasch nimmt kaum mehr wahr, als die zwei Ratten vor ihm, die sich seine Schläge teilen dürfen. Kraftvoll teilt er nach vorne aus. Unseeliges schleimiges Blut spritzt in alle Richtungen, als er mit jedem Treffer Gliedmaßen aufs Groteske zerschmettert. Doch mehr und mehr Ratten stürmen heran und füllen die Lücken der gefallenen Angreifer rasch auf. Bolzen fliegen in beide Richtungen und richten verheerenden Schaden an.

Die Linie der Verteidiger gleicht nach kurzer Zeit eher einer s-förmigen Welle. Tapfer hält der Sohn des Dramosch seine Position an vorderster Front. Nur am Rande bemerkt er, wie sich – zu weit entfernt von ihm – die Thorwaler und der Schattenkrieger Janes an dem ersten Golem zu schaffen machen. Eine der Ratten gelingt es indessen gackernd, ihr Messer in seine Schulter zwischen die Teile seiner Kettenrüstung zu schieben. Schmerz betäubt für einen Augenblick seine Sinne, als die Ratte vor ihm auch schon von einem Schwert zu seiner Linken von ihm runtergeschlagen wird. Reflexartig pariert er den heransausenden Hieb der zweiten Ratte mit dem Hammer so kräftig, dass es ihr den Waffenarm bricht. In dieser kurzen Atempause, zieht er sich das Messer aus der hässlichen Wunde und packt anschließend die halb ohnmächtige Ratte am Halsfell, um sie sich vor sich als Bolzenschutz zu halten.

Unvermittelt steht plötzlich aufstampfend das stählerne Bein eines Golems da, wo eben noch eine herangehuschte Ratte Geifer spuckte. Geistesgegenwärtig und weil es schon einmal funktioniert hat, spurtet der Zwerg zwischen die Beine des Kolosses hindurch, um auf dessen Rückseite zu gelangen. Ein einfacher Hieb im Vorbeigehen mit dem Angroschgeweihten Königshammer in die riesige Kniekehle richtet mehr Schaden an, als der Angroschim es für möglich gehalten hätte: Metallplätzchen splittern funkensprühend in alle Richtungen. Zu gern, hätte er seine gesamte Aufmerksamkeit auf den ebenbürtigen Gegner gerichtet, doch das unzählige Rattengezücht vor ihm greift ihn unvermittelt an. Ohne seine Rüstung wäre er inzwischen komplett zerfetzt worden. Mühsam erwehrt er sich der Schläge als eine riesige Faust an ihm vorbeidonnert und ihn gegen das stählerne Bein presst. Zum Glück lassen die Ratten von ihm ab und bringen sich selbst in Sicherheit. Ein weiterer Hieb, diesmal von der anderen Seite, verfehlt ihn jedoch glücklich. Eine einzelne Ratte bezahlt daraufhin den Versuch ihn anzugreifen, mit ihrem unheiligen Leben. Doch die Ablenkung reicht dem Golem aus, um sich hinter seinen kleinen Widersacher in Position zu bringen. Mit zusammengefalteten Fäusten donnert der Teufelseisenkoloss einen mächtigen Hammerschlag auf den erschrockenen Angroschim nieder. Er kann den Schlag gerade eben noch sehen, jedoch nicht mehr ausweichen. In einer heroischen Verzweiflungstat führt er einen wuchtigen Schlag nach oben gegen die Doppelfaust. Es kracht gewaltig als uralter geweihter Zwergenstahl auf unheiliges Teufelseisen mit der Wucht zweier Dampframmen trifft. Teile der Fäuste splittern in alle Richtungen. Der Königshammer wird nach unten geschlagen und die Reste der Armstümpfe rammen den Zwerg ungespritzt in den Boden. Benommen und taumelnd drückt Grombasch einer herannahenden Ratte ihren erschlagenen Kameraden ins Gesicht und schlägt ihr noch die Beine weg, ehe er wieder unter dem Golem wegtaucht, der erneut zum Schlag ausholt.

Inzwischen hat der derzeitige Hochwürden Traviaholt von Spichbrecher aus den Resten einer Suppe einen Schutzsegen in Form einer Linie gezogen, an der die Ratten nicht vorbeikommen. Quietschend und schreiend versuchen sie der nach hinten gerückten Armee nachzusetzen. Die schwer angeschlagenen Verteidiger schöpfen daraus neuen Mut und neue Kraft. Triumphierend schlagen sie nach den Gliedmaßen der Rattendämonoiden, die verzweifelt gegen die Barriere anrennen.

Über allem, an der Decke des Tunnels, fließt ein erstarkender Strom flüssigen Feuers,welches sengende Hitze ausstrahlt.

Als Grombasch hinter dem Golem wieder auftaucht, sieht er sich drei Reihen von Ratten gegenüber, die vergeblich versuchen der Verteidiger hinter einer unsichtbaren Linie habhaft zu werden. Über ihm strömt noch immer die Lava mit der Intensität der Praoisscheibe an der Höhlendecke entlang, während hinter ihm der Golem weit ausholt. Kurzzeitig wankt der Zwerg, schwer angeschlagen, allein inmitten der Feinde. Doch er gibt sich einen Ruck, packt den treuen Hammer noch einmal fester und stürmt voran, den Verteidigern entgegen. Seine Rüstung schützt ihn erneut vor den vielen schnellen Einstichen der Angreifer. Mit einem Sprung rettet er sich hinter die freundliche Linie und plumpst dort ermattet zu Boden.

Traviaholt reicht ihm eine Einbeere, die ihm kurzzeitig neue Kraft verleiht. Schon will er sich wieder in die Schlacht stürzen, als der stetige Feuerstrom nach einem kurzen Intensitätsschub nun doch versiegt. Ein Rumpeln geht durch den gesamten Berg. Die Ratten beginnen sich quietschend aufzulösen. Sämtliches unheiliges Leben weicht aus den nunmehr starren Golemkonstrukten.

Es dauert eine kurze Zeit, ehe der Jubel sich unter den Menschen Bahn bricht und letztlich unendlicher Freude weicht. Sieg. … SIIIEG!

Erschöpft lässt sich der Sohn des Dramosch von zwei Mitstreitern zum Lazarett geleiten.

„Das war ein Fest. HAHAHA. Die nächste Runde geht auf mich! Ich habe da noch was ganz Feines!“

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Grombaschs Erinnerungen

Leere

Delia sah wie der Stein unter Kalkarib brach. Sein Körper wurde immer stärker von dem Sog des Limbus angezogen, fort von Ihr. Seine Arme nach ihr ausgestreckt, ihre Blicke fest aneinander, als würden sie versuchen sich mit ihren Blicken fest zu halten. Doch es war zu spät. Der treue Wüstensohn wurde mit dem Dämon in den Limbus gesogen. Dann war da nur noch Stille…

Der Elementar des Erzes, der Delia hielt verschwand und ließ sie zu Boden fallen. Stille… Fassungslos starrte die Hexe auf die Mitte des Ritualkreises. Er war fort… Delia Schritt auf die Mitte des Kreises zu, als würde sie ihn dort doch noch wieder finden… Doch dort war niemand… Er war im Limbus oder in der Sphäre der Dämonen. Nichts und Niemand könnte dort überleben. Die Hexe wusste, er war mit Körper und Seele dort hin gezogen. Selbst wenn beide den Tod fanden würden sie sich auch im Jenseits nicht wiedersehen. Aller Lebenswille und Hoffnung verließen sie. Auf dem Boden lag noch sein Waggif. Sie ergriff ihn, zog ihn aus der Scheide und rammte ihn sich in den Leib. Delia wollte nicht mehr Leben. Alles hatte keinen Sinn mehr… Nicht ohne ihn… Sie fühlte sich grenzenlos lehr. Der Schmerz bereitete sich in ihr aus, süß und bitter, wie ihre Trauer. Lebenswille, Hoffnung, Kraft und das Leben strömten aus ihr heraus. Delias Blick fiel auf Kalkaribs Namen auf dem Griff des Waggif und ihr schwanden die Sinne. Die Leere, die Kalkaribs Tod in ihr auslöste, breitete sich aus bis er ihr ganzes Sein erfüllte.

Das größere Bild

Der Kampf tobte vor sich hin, während ich weiter an meiner letzten Tasse Tee, muss Assaf unbedingt anweisen mir neuen zukommen zulassen, trank, mittlerweile hatte ich mir zumindest über das Chaos das ich erblickte einen ausreichenden Überblick verschafft.

Also begann ich meinen überragenden Intellekt zu bemühen um eine effektive Strategie zu ersinnen, um das Problem mit akzeptablem Ausgang zu ende zu führen.

Nachdem dies getan ward, wendete ich mich der Kommunikation zu, was wohl aufgrund des Kampfeslärms scheiterte, können die nicht ruhiger sein, ich meine, da mache ich mir immerhin die Mühe und überlegte mir eine Strategie um ihnen das Leben zu erleichtern, oder zu erschweren, je nach Perspektive, ich meine für die Nezumi(n) hätte die erfolgreiche Anwendung einer von mir ersonnenen Strategie, bestimmt negative Konsequenzen, bezüglich der gesamt Andauernden Dauer ihres Lebens, theoretisch. Aber die anderen, hätten ruhig leiser sein können, undankbares Pack…

 

Ich erblickte anderthalb paar Nezumi(n), an einem der Aufgänge, welcher letztlich zu meiner Position führen könnte, sowie zwei menschliche Individuen, jene kämpften dort, die Menschen waren am unterliegen, also warf ich den von mir vorbereiteten Stein des Reversalis Revidum miudnecnI taemusnoC soV, so hinter die Nezumi(n), das die Menschen möglichst wenig betroffen waren.

Wie zu erwarten war, reagierten die Nezumi(n) recht radikal, auf den Kontakt mit ihrer elementaren Schwäche, den geretteten hätte ich gerne Tee angeboten, aber da keiner mehr da war, riet ich ihnen letztlich sich an den Säbeln der Nezumi(n) gütlich zu tun.

Ich schüttete den letzten kläglichen Rest des Zaubertrankes in den kümmerlichen Rest des Tees und trank diesen über die nächste Zeit, hmm Alchimika mit unterschiedlichem Geschmack, ob sich das lohnen könnte?

Einer von beiden lief in das Getümmel um sich dort nützlich zu machen, der andere lief, ganz ohne mein zu tun, zu mir, er wollte wohl das ich ihn schütze, nun zumindest behandelte er mich mit partiell gebotenem Respekt, obwohl ich unsicher bin, ob ich wirklich als Oberbefehlshaber, und dann auch noch von so einem Haufen, erinnert werden will, eigentlich wollte ich doch nur meine Theorien zum Vitalfeld bestätigen, aber nein mittlerweile bin ich Seelensammler, Magokrat, Händler, Meisteralchemist, Oberbefehlshaber, Postmeister, Erbe eines Kophtanims (wobei ich auf mein Erbe dank spezieller und guter Freunde, keinen Zugriff habe, ach was hätte ich alles von Yal’Burudh lernen können), dazu noch die akademischen Titel, ach, ich sollte mir mal die Mühe machen das alles irgendwo niederzuschreiben, wahrscheinlich kommen noch mehr Titel und andere Besonderheiten zu tage, wo war ich achja, der Kampf in der Schmiede.

Da plötzlich Raben in der Schmiede erschienen, war für mich ersichtlich das, mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit, Delia ihr Unwesen in der Schmiede trieb, zum Leidwesen der Nezumi(n), in diesem Fall, ich begab mich mit meinem Schützling zu der Gruppe, welche Delia vor einigen Nezumi(n) mit ihrem Eingriff gerettet hatte, jene erhielten die Anweisung sich auszurüsten. Sowie diejenigen die sich mit Belagerungsgerät auskannten und ein paar anderer zum eben genannten Gerät zu schicken und jenes zu bemannen, da jenes noch nützlich sein könnte, somit liefen 7 Individuen ihrem zugewiesenen Schicksal entgegen, Schicksal, das ist doch bestimmt wieder einer dieser unsäglichen karmatischen Kausalknoten, ich muss für diese andauernde Aneinanderreihung an karmatischer Kausalknoten unbedingt ein umschreibenden, passenden Begriff finden, hmm, wie wäre es mit karmatisches Gewebe, obwohl, nein das wäre wohl eher passender für einen gedachten Hintergrund, auf dem sich die karmatischen Kausalknoten bilden, hmm Schicksalsband, wäre wohl naheliegender, ist mir persönlich aber zu eindimensional, Es dürfte eher so etwas wie Teppich, als bildliche Vorstellung sein und von der Komplexität her, wahrscheinlich eher in den Bereich eines multidimensionalen Gebildes, in etwa wie ein Tesserakt, immerhin wäre, mit den geeigneten Canti, eine Navigation anhand dieses Gewebes möglich, theoretisch, oh ich schweife wieder ab, obwohl ist das wirklich abschweifen?

Ich meine, es ist immerhin weitaus interessanter, als ein langweiliger Kampf, es geht immerhin um das erfassen der „Schöpfung“ und Verständnis der gleichen.

Darüber sollte ich später noch einmal genauer nachdenken, ach hätte ich doch nur etwas Zeit.

Mit den restlichen neun begab ich mich zu der Plattform auf der ich vorher stand, meine Idee war es ein Stabszentrum einzurichten, von der aus ich danach eine Feldpost einrichten wollte, um die Kommunikation sicherzustellen. Doch bevor ich meine Ideen vollständig ausführen konnte, musste ich mich mit anderen Dingen beschäftigen, die Gruppe um Igan und Angrimmar verlor immer stärker an Schlagkraft, weswegen ich Verstärkung, in Form von fünf Individuen, zu ihnen schickte, ähnliche Probleme ergaben sich auch bei Bruder von Spichbrechers Gruppe, welche ich fürderhin wohl als Traviaholds Alveranskommando zu bezeichnen gedenke, sein Vorstoß weiter nach oben um die Nezumi(n) mit den roten Riesen auszuschalten war zwar essentiell, mit der Gruppe jedoch mit schweren Verlusten verbunden, ich sandte zwei weitere Individuen los um die Gruppe zu verstärken, während die restlichen zwei meiner Gruppe den Auftrag erhielten sich ihrerseits mit Fernkampfwaffen auszustatten, damit wir den Nezumi(n) etwas in Puncto Reichweite entgegensetzten könnten, immerhin waren viele Entführte Jäger, also sollte aus dem können dieser doch auch ein gewisser Vorteil herauszuschlagen sein, ob die Nezumi(n) unter das Jagdvorrecht des Adels fallen, ich meine groß genug wären sie ja?

Weiterhin sollten sie auch weitere Fernkampfwaffen für andere mitbringen.

 

Doch ehe sich meine Pläne so recht entfalten konnten, war die Schmiede schon unser, sozusagen, nicht das sie wirklich uns gehört hätte, vermute ich zumindest nicht, obwohl man bestimmt was nutzbringendes aus ihr hätte machen können.

Damit hatte sich die Priorität geändert, nun galt es die Schmiede zu halten.

 

Bruder von Spichbrecher betete, viele taten es ihm gleich, und oh Wunder über Wunder, die Götter erhörten ihn, und segneten ihn mit einem weiteren Wunder, Tsa oder Peraine, vielleicht auch andere, bei Göttern kann man ja nie so sicher sein, heilten die Verletzungen und Verwundungen von vielen, letztlich standen dadurch, nach einem schnellen Überschlag so um die 63,75% der ursprünglich in der Schmiede anwesenden, inetwa, Sklaven wieder aufrecht.

 

Wichtig war es nun die anderen in der Abbaukammer, sollten sie immer noch da sein, über die Lage in der Schmiede zu informieren, ich konzentrierte mich und visualisierte die Abbaukammer und sprach eine visuelle Phantasmagorie, ich entschied mich, schließlich für ein einfaches Abbild meinerseits mit einer Steintafel in der Hand, in der auf Ur-Tulamidya die wichtigen Ereignisse standen, welche da waren.

Schmiede X

Erfolgswahrscheinlichkeit 63,75%

Tee

 

Anschließend wurden Vorbereitungen getroffen die Schmiede zu halten, die Belagerungswaffen wurden an den Eingang geschafft, einige Jäger wurden mit roten Riesen und anderen Fernkampfwaffen ausgestattet und in entsprechende Positionen gebracht und dergleichen.

 

Delia wurde wieder ausgesandt um Informationen einzuholen und sich mit der anderen Gruppe auszutauschen, Bruder von Spichbrecher wurde, dämokratisch, in die verschiedensten Ämter und Würden gehievt, vielleicht sollte ich dahingehend mal den ein oder anderen Brief verfassen.

Und seine Ehrenhaftigkeit der donnernde Erwählte, wird sich bestimmt darüber freuen, zu erfahren das sein Bruder schon als Ritter angesehen wird…

 

Der Luftdschinn teilte mir mit das er leider nicht die Phiole mit dem Zazamotoxin verwenden konnte, auch der Azzitai wurde wohl nicht ausgeschaltet, da sich dieser früh genug in Sicherheit gebracht hat. Aus Sicherheitsgründen hielt ich es dennoch für angebracht Delia die andere Phiole mit dem Zazamotoxin auszuhändigen, wies aber noch einmal auf die notwendige Verantwortungsvolle Verwendung hin.

 

Später lief Delia mit Kalkerib im Arm zurück, wie wir erfuhren wurde ihre Bastmatte von dem Azzitai verbrannt und sie schloss einen Pakt mit diesem, was ich für eine sehr ungünstige Formulierung halte, ich denke ein Abkommen, oder eine Übereinkunft, wäre besser gewesen, andererseits wäre es auch möglich das Delia schalkhaft war, und dies für eine gute Möglichkeit hielt dem nachzugehen.

Interessanter war sowieso eher, das der Dämon, wobei es sich dabei natürlich um einen Trick handeln könnte, insofern ist dies kein Grund auf experimentelle Bestätigungen zu verzichten, zumindest verbal wohl meine Multisphärsumstheorie bestätigt hat.

 

Auch scheint die Siebte Sphäre selbst, auch gefährdet zu sein, wobei es natürlich auch möglich wäre, das dies alles nicht der Wahrheit entspricht, immerhin sind Heptasphärische Entitäten, nicht unbedingt, dafür bekannt, „immer“ die Wahrheit zu sprechen.

 

Ich entsandte also noch eine Phantasmagorie, nachdem ich mir von Delia beschrieben ließ, wo sich die Gruppe um Jane, der es übrigens einigermaßen gutzugehen schien, wahrscheinlich aufhalten würde.

Da es anscheinend kein Problem mit der letzten Nachricht gab, verwandte ich das gleiche Abbild, nur größer und ausführlicher.

Ich legte deutlich das theoretische Für und Wider da, und wies daraufhin, das es zumindest unter der Prämisse, das die Siebte Sphäre doch eine Art äußere Begrenzung hat und das sich andere Sphärensysteme außerhalb dieser Grenze befinden können, durchaus möglich wäre, das die Siebte Sphäre (und die anderen, von den Ordnungszahlen her betrachtet, untergeordneten Sphären) gefährdet sein könnte und es somit durchaus Motive der Entitäten des Siebten Sphäre gäbe (oder geben könnte), welche diese zumindest zu Feinden unserer Feinde machten, wobei ich im Gegensatz zu Bruder von Spichbrecher dadurch nicht gleich den Schluss zog, das die Feinde unserer Feinde, somit zu unseren Verbündeten würden.

 

Das Gespräch ging noch eine Weile weiter, schließlich erschien auch der Thane, welcher gleich einen Angriff ausführen wollte, mir wurde das ganze irgendwann zu dumm und ich beschloss mich zu Collegus Steinfest auf dem Weg zu machen um in ruhe über das Problem zu sinnieren, und mehr über den, nun wahrscheinlich obsoleten Flutmechanismus herauszufinden, den wenn der Thane und Kalkerib hier waren und Delia mit dem Azzitai geredet hatte, werden die Kammern, wahrscheinlich nicht mehr versiegelt sein, es sei den der Azzitai war so freundlich und hat diese wieder verschlossen, aber das bezweifle ich irgendwie.

 

Auf dem Weg zu Collegus Steinfest lief ein Individuum eilends an uns vorbei, später gesellte sich noch die Gruppe um Collega Peddersen dazu.

Dämonische Zusammenkunft

Während Igan auf Arngrimmr und den Thanen einredete und Jane ihren Trupp in die Höhle führte, ließ sich Delia in Kalkaribs Arme sinken. Sie war froh in wieder bei sich zu wissen. Dafür war ihr auch der Handel mit dem Dämon recht. Der Dämon… dieses lebende Mehr aus Flammen, hatte er Recht mit dem was er sagte? Warum hatte er Delia nicht zu einem echten Pakt gezwungen? Als sie zusätzlich Kalkarib forderte wäre es eine gute Gelegenheit für ihn gewesen… Standen die Bewohner Deres und die Dämonen wirklich auf der gleichen Seite? Nehazet könnte durchaus recht haben mit seiner Theorie über die Ebenen, auch wenn Delia diese nicht ganz verstand. So war es nachvollziehbar, dass wenn die Spähre der Dämonen in diesem Spährenkonstrukt mit Dere verbunden war, dann müsste der Krieg gegen die Feinde der Zwölfgötter auch die Dämonen betreffen. Aber auch der Thane und Traviahold hatten recht. Die Dämonen können nicht gegen ihre Natur. Sie würden Delia und ihren Freunden bei der erst besten Gelegenheit in den Rücken fallen, spätestens wenn der Krieg vorbei war. Oder sie wechselten die Seiten und baten den Feind um Hilfe?

So oder so die über 100 anderen Sklaven waren so gut wie tot. In den Fängen der Dämonen würden sie sich zu Tode arbeiten oder geopfert werden. Wenn die Gemeinschaft der Gänsefeder nun angreifen würde, würde der Feuerdämon alle verbrennen. Für Delia war es, wenn es unbedingt zu einem Kampf kommen muss, wichtig die Sklaven nicht leiden zu lassen. Die Sklavenkammer zu fluten war menschlicher als sie dem Dämon auszuliefern. Was verlangten die Götter von den Auserwählten? Bisher dachte sie stets, dass die Dämonen die Feinde der Götter waren und somit bekämpft werden mussten. Sie hoffte auf ein Zeichen, was nun zu tun sei. Sollten sie die Dämonen angreifen oder sah es der höhere Plan vor nichts gegen sie zu unternehmen?

Als Kalkarib sie an sich drückte wurde ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Hier und Jetzt gelenkt. Sie reichte ihrem Mann ihren Wasserschlauch. Der Arme musste schrecklichen Durst haben. Er nahm eine kräftigen Schluck und gab ihr den Schlauch zurück. Seine recht Hand legte sich auf ihren Bauch, in dem sie ihren gemeinsamen Sohn trug, während seine linke über ihren Arm glitt. Die Hexe blickte auf das Brandmal auf ihrem Arm. Sie sollte es Nehazet und Jane zeigen. Vielleicht konnte einer von ihnen es übersetzten. Es konnte gut sein, dass das Mal sie vielleicht an ihr Wort band und sie büßen lassen würde, sollte sie gegen den Dämon kämpfen.

Doch vorerst waren ihre Sorgen gering, ihre Welt wieder ein bisschen geheilt, da sie ihrem Mann so nahe sein konnte. Wenn es ihnen nur noch gelänge Sieghelm zu befreien…