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Verborgene Elemente in Khorestan

21. Tsa 1027 Shirdar

Während meine Reisegefährten ihren Beschäftigungen nachgingen, wandte ich mich anderen Belangen zu. Von meinen Gemächern begab ich mich arkanen Wegen folgen, hinab in die Tiefen Krak al Shirdars, um mich einigen der Verborgenen Elementen zu widmen.

Als erstes suchte ich Djinn Djalid Zulhamid Sahib Al Ketab, den Hüter der Geheimnisse Khorestans auf, wie seinem Element gebührend war seine Gestalt die einer scharf geschnittenen Eisstatue. Auf einem Thron aus Eis sitzend lauschte er den Informationen die ihm die anderen Elemente brachten um diese schriftlich niederzulegen. In meiner Zeit in Khorestan suchte ich ihn regelmäßig auf um über die Geschehnisse der Umgebung stets bestens informiert zu sein und dank versiegelter Depeschen war es mir möglich dies auch außerhalb Khorestans zu tun, wobei der Kürze wegen letztere eher wöchentliche Berichte waren.

Zulhamids Bericht enthielt für mich nichts dringendes um das ich mich hätte kümmern müssen.

Von Zulhamid Abschied nehmend wandte ich mich zu einem meiner Archive, aufgrund der Tatsache das Zulhamid viel schreibt, was nicht verwundert da der Großteil seiner Informationen von Elementaren der Luft kommt und jene doch dazu neigen sehr viel zu berichten, richtete ich bald ein Archiv nahe Zulhamids Kammer ein, welches ich betreuen ließ von Krakhaman Seraiben ul Krak, einem Diener des Erzes, welcher unermüdlich Zulhamid mit dem versorgte was er benötigte um seiner Aufgabe nachzukommen und ansonsten das arkane Archiv Shirdars betreute.

Hier widmete ich mich eine kurze Zeit einigen der Beschreibungen von Individuen, welche auf der kommenden Reise von Vorteil seien könnten.

Als nächstes suchte ich Khorra ‚l Shaya Kraksunni, eine Erzdjinni auf, nachdem Zwischenfall vor über einem Götterlauf in den Kämmern der Al’Chymie, erschien es mir sinnvoll, mir einen Notfallplan bereitzulegen, bislang äußerte sich dieser in Khorra, als Erzdjinni hat Sie einen besseren Überblick darüber was im Krak al Shirdar geschieht als ich es habe, unterstützt wurde Sie von einem anderen Diener des Erzes Uruchnur Wa chadid al Khor.

Anschließend begab ich mich für eine kurze Meditation noch in den Garten und unterhielt mich dort noch mit Mayyben Ulkirachin, einem Djinn des Wassers.

Bevor ich mich zur Ruhe legte teilte ich meinem Wesir noch mit, welche Reisegefährten mir vorschwebten und das er jene doch bitte informieren söllte.

Ein Brief über Bier, Pfade und andere frohe Kunde

Verehrter Traviahold,

der heilige Travinian möge auf dich herabblicken, mein geliebter Bruder. Ich wende mich an dich, um meine Gedanken zu Ordnen. Ich schreibe dir diese Zeilen gerade aus Punin, und zwar aus einem kleinen Anwesen unseres zaudernden Freundes Nehazet. Die Ereignisse zwangen uns rasch zu handeln und so schnell wie nur möglich hierher zu kommen. Wir mussten dafür dieses luftige Zauberwerk nutzen, mit jenen mich Nehazet einst aus Hammerschlag in den Balash geholt hatte. Du erinnerst dich bestimmt, ich erzählte dir davon. Doch eins nach dem anderen:

Die Probebrauung des „Roten Pilgers“, welches zu mir zukommen ließest, mundet wahrlich köstlich! Man schmeckt darin die Kraft und die Leidenschaft eines echten Darpaten! Vollmundig und würzig, so wie ein Bier sein soll. Sogar so gut, dass es selbst einem weintrinkenden Horasier mundet. Ja du liest richtig, einem Horasier! Genau genommen einem Inselbewohner, einem Zyklopäer. Sein Name ist Bothor und er wurde in unserem Beisein in El’Trutz von dem schweigenden Gott erwählt. Vielleicht hätte ich vorher erwähnen sollen, dass du dich setzen sollest. Ja auch hier liest du richtig. Wir haben einen neuen Auserwählten gefunden – er ist leider Horasier. Ich habe ihn zwar noch nicht streiten sehen, aber er scheint nicht ganz kampfuntauglich zu sein, da er von einer Kriegerakademie von dort kommen soll. Ich habe jedoch noch nie davon gehört, dass es dort überhaupt eine gibt. Wusstest du, dass bei den renommierten Feuerlilien einen horasischen Schwertmeister gibt? Sein Name ist Plinian von Kalarkis – ich hatte ein paar Lehrstunden bei ihm. Ich habe ihn jedoch nie richtig respektiert, da er einen undarpatischen Kampfstil hatte. Wir nannten ihn Aufgrund seiner Namens unter uns Schülern immer „Die Kakerlake“, wohl auch als Verballhornung, da er die ganzen Waschungsritualle viel länger fröhnte als alle anderen – doch ich schweife ab.

Ich offenbarte ihm seine Bestimmung. Dass er von nunan unserem Pfad zu folgen habe und es sein Schicksal sei, sich Borongefällig zu verhalten. Ich offerierte ihm auch die Aufnahme in den Orden. Nehazet und Jane sprachen sich jedoch dagegen aus, sie wollen, dass er sich selbst dafür entscheide und rieten ihm nach Punin zu reisen um den Patriarchen zu seiner Bestimmung zu befragen. Die nächsten Tage erhielt dieser Zyklopäer dann prophetische Visionen, welche später, von seiner Erhabenheit Bahram Nazir selbst als wahr eingestuft wurden. Oh an dieser Stelle möchte ich dich bitten – falls du es nicht ohnehin schon tust – dich zu setzen. Eine Vision offenbarte uns, dass die Warunkei dabei ist wohl einen Feldzug zu starten. Der Heptarch Rhazzazor ist erwacht und scharrt dunkle Truppen umsich. Ein Brief geht aus diesem Grunde auch deine Frau Gemahlin, der Anweisungen enthält über die sie dich bestimmt noch in Kenntnis setzen wird. Ich habe natürlich sofort der Reichsregentin geschrieben und sie darum geben die Frühlingsturnei, zu der ich eingeladen bin um zum Reichsritter geschlagen zu werden, abzusagen. Oh, das hätte ich wohl vorher schreiben sollen? Mich erreicht ein Schreiben vom Reichstruchsess Fingorn, der mich einlud an der Frühlingsturnei in Gareth teilzunehmen, um im Anschluss dann zum Reichsritter geschlagen zu werden – was aus politischer Sicht sicherlich interessant ist, aber darum soll sich deine Schwiegermutter kümmern. Dass ich zum Ritter geschlagen werde, und das auch noch von der Reichregentin höchstpersönlich, bei meiner Treu, das hätte ich mir in kaum erträumen können.

Grüß bitte deine Schwiegermutter von mir. Achso: Glückwunsch übrigens! Es freut mich, dass mein Bruder in bälde Vater wird! Ich schreibe dir wieder, sobald ich die Zeit dazu finde.

Ich verbleibe, mit rondrianischen Grüßen,

dein dich liebender Bruder, Sieghelm

Gassi im Nirgendwo

Im Phex 1027

An einer staubigen Straße im Nirgendwo ist nur das leise aber hastige Tapsen von kurzen Hundebeinen zu hören, welches nur vom gelegentlichen knarzen und metallenen Scheppern einer hochwertigen Metallrüstung übertönt wird. Ordensgroßmeister Sieghelm kneift die Augen zusammen, als er über die trockene und steinige Ebene schaut, während Pagol – sein treuester Begleiter – nach einem Ort ausschau hält den er bewässern kann. „Vermisst du auch die saftigen Wiesen Darpatiens, Pagol.“ beginnt Sieghelm mit nostalgischer Stimme das Gespräch – oder wäre ‚Monolog‘ das passendere Wort dafür? Pagol schnuppert vorsichtig an einer vertrockneten Pflanze. „Ich auch … “ raunt er. „Praios straft dieses Land mit einer schier unerträglichen Hitze. Die gebende Göttin versagt ihm ihr wohlwollen und lässt kein einzig anständig Kraut wachsen.“ Sieghelm wendet seinen verkniffenen Blick vom Horizont ab und blickt nach Pagol. Dieser scheint ebenfalls unzufrieden mit dem Ort und schaut seinerseits nach seinem Herrchen. „Vielleicht ist es dort hinten besser.“ spricht er und nickt in Richtung einer weiterer Steingruppe.

Hastig eilt Pagol an die Seite seines Herrchens, dabei hat Mühe er mit ihm mitzuhalten. „Was hältst du eigentlich von dem neuen – dem Zyklopäer?“ Der Krieger hält sich die Hand vor die Augen, um ohne die selbigen kneifen zu müssen zu Pagol schauen zu können. Doch der Dackel starrt nur schnurstrack nach vorne. „Hmm, vielleicht hast recht – es ist noch zu früh für eine Meinung.“ Nachdenklich stößt Sieghelm einen Kieselstein beiseite. „Der schweigende hat ihn auserwählt, wie es scheint. Ganz gleich was ich oder die anderen von ihm halten, es ist fortan sein Schicksal dem ihn vorgezeichneten Pfad zu folgen. Tut er dies nicht, wird sein Anker fallen und unsere Gemeinschaft vor größere Probleme stellen.“ Da das Gespräch plötzlich an Tiefe gewonnen hat, bleibt Pagol kurz stehen und schaut zu seinem Herrchen auf. Er legt seinen Kopf ein wenig schief als würde er eine Frage stellen wollen. „Verstehst du es nicht? Wenn dieser Bothor nicht seinem Schicksalspfad folgt, wird er ein Diener des Blutkaisers und wird fortan gegen uns streiten – wie einst Tornado.“ Der Blick des Hundes wendet sich ab, mit der Nasenspitze schnüffelt er an einem trockenen Büschel Gras. „Was? Ist dir das etwa egal?“ platzt es aus Sieghelm empört heraus, wobei seine Rüstung einen bedenklichen Quitscher von sich gibt. „Darüber hatten wir schon gesprochen!“ – wettert er in erhöhter Lautstärke hinterher. Doch Pagol lässt sich davon nicht irritieren. Seine Nase wandert von dem Grasbüschel zu einer vertrockneten Eidechse. Sieghelm fällt die Kinnlade herunter, perplex schaut er sich hilfesuchend nach Unterstützern um, die ihm bei seiner Meinung bekräftigen könnten. Doch als er bemerkt, dass nur er und sein Hund hier sind, konzentriert er sich wieder. „Hör zu …“ beginnt er im leiseren aber belehrenden Tonfall. Wobei er mit seinen Händen bedeutungsschwangene Gesten in die Luft, zur Untermauerung seines Arguments zeichnet. „Ich weiß, dass du der Meinung bist, dass es das Schicksal ist, dass manche Anker fallen MÜSSEN – da es uns im Kampf gegen den Blutkaiser dichter zusammenrücken lässt.“ Pagol wendet sich von der Eideche angewidert ab und tapst hastig um einen größeren Stein herum – Sieghelm eilt genervt und belehrend hinterher. “ … aber ich bin der Meinung, dass jedes Leben kostbar ist und wir es uns nicht leisten können die Jenseitigen zu stärken. Jeder muss gerettet werden, ob er will oder nicht! Und das können nur wir – bei Farmelors Schuppen – wenn er UNSEREM Pfad folgt!“ Sieghelm sticht beharrlich mit seinem Finger in einen in der Luft gedachten Pfad. Der Leutnant scheint inzwischen den Ort seiner Begierde gefunden zu haben und hebt an einem dicken und kantigen Stein seine Hinterpfote. Sieghelm, der ohnehin schon in der Hitze in seiner schwarzen Rüstung brütet – kocht nun vor Wut. Wohl auch, da es seinem treuesten Weggefährten kein bisschen zu interessieren scheint, was er da gerade gesagt hat. Er stößt einen wütenden Schnaufer aus, der fast einen Mindergeist erschaffen hätte, und dreht sich wütend zur Seite weg. Unglücklicherweise genau in Richtung der Praiosscheibe. Zuerst verkneift er wieder die Augen, doch durch seine aufkeimende Wut und seinem allgemeinen Hass auf dieses trostlose – von den Göttern verlassene Land – hebt er wieder wütent die Hand vor die Augen. Ein leises Plätschern unterstreicht die unidyllische Stimmung.

Leise aber hastige Pfotenschritte nähern sich dem Ordensgroßmeister von hinten. Dieser schmollt jedoch noch immer und badet sich gerade in seiner Wut. Für Sieghelm ist es unverständlich, dass seine Gefährten – und damit meint er Nehazet und Jane – ihm nicht sofort zugestimmt haben. Gerade sie, müssen doch wissen, wie wichtig ihre göttliche Queste ist. Dass der Wille des einzelnen nicht so wichtig ist, wie das Wohl der Gemeinschaft. Doch sie können es nicht verstehen – sie sind keine Darpaten, denn nur echte Darpaten wissen, was es heißt, nicht nur an sich zu denken, sondern für das Wohl aller im Mittelreich zu arbeiten. Sie sind Individualisten, die denken, dass jeder eine freie Wahl haben sollte. Freie Wahl? Das ist wider der praiosgefälligen Ordnung und führt unweigerlich zu Anarchie, Hunger und Elend. Und genau ist es was uns schwach macht – und ein schwaches Darpatien, ist ein Geschenk für ein erstarkendes Warunk. Solange es noch Darpaten gibt, die mit stolz stets einen Schritt mehr gehen als andere, die stets nicht an sich, sondern an die Gemeinschaft denken, werden die schwarzen Landen keinen Schritt Land gewinnen. „Keinen Schritt!“ zischt Sieghelm zwischen zusammengebissenen Zähnen wütend hervor und dreht sich dabei achtlos nach Pagol um. Der Dackel erschrickt, als sein Herrchen sich so wutentbrannt zu ihm wendet und macht einen Hüpfer nach hinten. Zuerst verängstigt, doch dann sich seiner Jagd-Erziehung ergebend, knurrt Pagol mutig zurück. Die Blicke der beiden treffen sich, und beide fletschen für einen Moment die Zähne. „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.“ ermahnt der Ordensgroßmeister und macht dann auf dem Hacken kehrt zurück zu Karawane der Individualisten. Pagol bleibt noch einen kurzen Moment in der Angriffshaltung stehen und tapst dann ebenfalls wütend hinterher.

Briefe, die geschrieben werden müssen

Bothor saß im Anwesen seiner Hochgelehrten Hochwürden Nehazet und versuchte zwei Briefe aufzusetzen. Einen Großteil der Zeit verbrachte er damit, Löcher in den Limbus zu starren, da er Ereignisse in Worte zu fassen hatte, für die er selbst keine hatte.

 

An seine Exzellenz Großadmiral Praiokles Aleistos zu Rethis                                                                                                                                                                                                      Punin, 23. Tsa 2519 Horas

Sei gegrüßt Praiokles,

ich hoffe Peraines Segen weilt auf dir. Wie steht es um meine geliebte Heimat? Wie macht sich Rondrakles als neuer Protospartharios? Du wirst dich wundern, warum du so früh Nachricht von mir erhälst, doch ist meine Reise nicht so gelaufen, wie ich es plante. Ich benötige deinen Rat und deine Hilfe als Freund, sowohl als der meinige, als auch der seiner Majestät.

Ich bin so eben von einer Audienz bei seiner Erhabenheit dem Raben von Punin zurückgekehrt. Mir wurde ein außergewöhnlicher Segen zu Teil. Der Schweigsame höchstselbst erhob mich zu seinem Auserwählten, oder Abgesandten, wie es seine Erhabenheit nannte. Er erwählte mich dadurch zu seinem Krieger in einem Kampf gegen mir unbekannte Feinde, die die Götter und die Welt vernichten wollen. Und ich spreche wohl von größeren Übeln, als Dämonen. Wie es die Götter so schmiedeten traf ich von wenigen Tagen auf einen recht ungewöhnlichen Haufen Männer und Frauen, die sich der „Orden zum Schutze der Schöpfung“ nennen und die – zumindest die sechs Ordensmeister – ebenso von den Göttern erwählt worden sind. Ich habe garnicht genügend Pergamente, um dir zu schreiben, was ich über diesen Haufen denke. Vor Allem der Ordensgroßmeister, seine Exzellenz Sieghelm Gilborn von Spichbrecher, wäre der Grund unerschöpflicher Schimpferei. Du erinnerst dich an Alaios, den jungen Ausbilder in deinem zweiten Jahr an der Akademie? Seine Exzellenz ist recht ähnlich, nur noch sturer, dickköpfiger, eingebildeter, selbstherrischer, ich schweife ab. Ich wollte schreiben, dass trotzdem, oder vielleicht deswegen, viele Krichen dem Orden ihren Segen gegeben haben. Seit heute wegen mir auch die Kriche des Schweigsamen, aber am wichtigsten, auch seine Eminenz Nepolemo ya Torese. Nun wurde das Angebot an mich herangetragen, dem Orden beizutreten, ein Schritt, der mir recht vernünftig erscheint. Denn Boron vermachte mir die Gabe der Visionen. Und was ich sah, war eine entfesselte Warunkei, ein Ereignis, dass auch für unser Königreich und selbstredend auch das Horasreich von Bedeutung ist. Doch du kennst mich gut genug, um zu wissen, dass ich nicht ohne die Erlaubnis seiner Majestät eine solche Entscheidung treffen kann. Hier bitte ich dich, ihn davon zu überzeugen, mich von meinem Eid zu entbinden. Und in Rahjas Namen, ich weiß, dass du das kannst.

Die Boten werden mich in Gareth auf der Kaiserlichen Turney antreffen. Der Auserwählte unserer Mutter Rondra wird zum Reichsritter geschlagen, ein Ereignis, dass ich mir nicht entgehen lassen möchte.

In ewiger Zuneigung

Bothor


An seine Seekönigliche Majestät Palamydas Thaliyin zu Rethis                                                                                                                                                                                                  Punin, 23. Tsa 2519 Horas

Die Götter mit Euch meine Majestät!

Schweren Herzens sende ich euch die folgenden Zeilen. Seine Erhabenheit, der Rabe von Punin, eröffnete mir heute in einer persönlichen Audienz, dass der Schweigsame mich auserwählte als sein Streiter zu dienen im Kampfe gegen Wesenheiten wider der Götter, welche Vortexwesen genannt werden. Die Herren Alverans ließen es geschehen, dass ich derzeit mit einer ehrenhaften Gruppe von Männern und Frauen reise, die sich der „Orden zum Schutze der Schöpfung“ nennen und welche den gleichen Segen erfahren haben wie ich: Seine Exzellenz Ordensgroßmeister Sieghelm Gilborn von Spichbrecher als Auserwählter der Herrin Rondra, seine Hochwürden Nehazet Alam el Ketab ay Yash-Hualay von Punin Rohaldor ibn Tulachim als Auserwählter der Herrin Travia, ihre Hochwürden Azina saba Belima als Auserwählte des Herrn Firun, ihre Hochwürden Jane Peddersen als Auserwählte der Herrin Hesinde, ihre Hochwürden Delia al Cumrat bân Rezzan als Auserwählte der Herrin Rahja sowie mir noch nicht persönlich bekannt seine Hochwürden Mædnir Hasgarsson als Auserwählter des Herrn Efferd. Dieser Orden besitzt nach meinem Kenntnisstand mindestens zwei Burgen sowie die Legitimation mehrerer Kirchen, darunter eine persönliche Bestätigung seiner Eminenz Nepolemo ya Torese. Wie es scheint plant auch ihre Kaiserliche Hoheit Reichsregentin Emer Ni Bennain den Orden anzuerkennen, da sie seine Exzellenz zu einem Reichsritter zu schlagen gedenkt. Dieser Orden nun trug an mich heran, ich solle ihm beitreten, um gemeinsam zu streiten. Hier sei euch mitgeteilt, dass mit meiner Auserwählung durch den Schweigsamen zweierlei mit mir geschah. Zum einen wurde mir die Gabe zu Teil ein Lebensalter zu erreichen, dass das eure wohl überschreiten wird. Zum anderen empfange ich in meinen Träumen Visionen von Dingen, die einst waren, und Dingen, die dereinst sein werden. Zu letzteren gehört die Entfesselung der Warunkei und ihr Einfall in das Mittelreich, ein Ereignis, das unter ungünstigen Umständen auch unsere allseits geliebte Heimat zu betreffen droht.

Daher erbitte ich, euer langjähriger Diener und, worauf ich allzeit stolz sein werde, Freund, euch, meine Majestät, mich von meinem Eid allein euch allzeit bis in meinen Tod zu dienen, zu entbinden. Mein Herz wird sich nie von seiner Liebe zu euch lösen. Wie immer füge ich mich bedingungslos eurem Wort.

Ergebenst

Kyrios Bothor dylli Memnos, Protospartharios katacheo

Reisevorbereitungen in der Regenzeit

20.Tsa 1027 in El’Trutz

Nach der Geburt gab es natürlich noch die obligatorischen Gaben, Sieghelm verschenkte Spielzeugsoldaten, mit Tulamiden als Wilden, ich sehe schon, das ich wohl ein paar mehr Figuren werde schnitzen lassen müssen.

Dylli Memnos verschenkte eine Flöte, interessant.

Ich begegnügte mich mit Geschichten unserer Vergangenheit, Legenden um Rashtul, Bastrabun, die Skorpionkriege, Dschardir der Kühne, Assaf und Calaman, Zulhamid und Zulhamin und andere dererlei bekannte und weniger bekannte Erzählungen unseres tulamidischen Erbes.

21. Tsa 1027 El’Trutz-Shirdar

Wir brachen heute gen Punin auf, der Karawanenroute über Alam-Terekh zu folgen erscheint mir nachwievor die sinnigste Reiseroute zu sein, für das nächste Mal werde ich mich wohl darum bemühen meine Kenntnisse in der Magica Mutanda/hirey al’zaghîr zu vertiefen, würde dies doch eine schnellere Reise gestatten. Abgesehen davon wäre der Weg über die Dunkle Pforte in Fasar nach Punin natürlich ebenfalls eine Möglichkeit, aber ich denke es ist eine Sache, wenn ich diesen Weg beschreite, aber eine gänzlich andere, wenn eine Gruppe Uneingeweihter auf diesen Pfaden wandelt. Ganz abgesehen davon, wer wäre ich denn Sieghelm von so einer erfreulichen Reise abzuhalten, ich bin mir sicher er wird sich in den Gebirgsteilen ähnlich froh fühlen wie auf der Wanderung nach Hochstieg.

Natürlich gab es auf dem Weg, bislang hatte ich noch nicht die Zeit gefunden den Karawanenweg zu einer angemessenen Straße umzuwandeln, den zu erwartenden Niederschlag um die Straße zu begutachten, ich bin nachwievor davon überzeugt das dies eine gute Idee war, der Regen um die Wege und Häuser herum kann ja durchaus mehrheitlich nützlich sein um der Vegetation und die darauf angewiesenden Tiere ein überleben zu ermöglichen, aber bei anderen Bereichen ist es nun einmal sinnvoll, in die Elemente einzugreifen.

Im Laufe des Tages erreichten wir auch Shirdar, ich führte meine Begleiter über die Brücke Mandrakhor zum Krak al’Shirdar.

Die Gemeinschaft wächst

19. Tsa El’Trutz

Nachdem wir schon früh vorgewarnt wurden, wann die Geburt von Delias Kind[ern] zu erwarten war, was dank des Reichweitenvorteils von Traummagie möglich war, ich hatte meine Nachforschungen in diesem Gebiet einschlafen lassen, da die Notwendigkeit das mindestens eine Partei der Kommunikation das Gespräch verschläft mir als nicht sonderlich hilfreich für eine gezielte Kommunikation erschien. Obwohl, vielleicht könnte dies kompensiert werden mittels einer größeren Anzahl in Schichten Schlafender, welche arkan überwacht werden, oder am Ende der Kommunikation aus dem Traum gerissen werden, um die Botschaft weiterzuleiten, zumindest unter der Annahme, das es wenige Überschneidungen geben sollte, wäre dies vielleicht tatsächlich eine Möglichkeit ein Problem selbst im Schlaf (anderer) zu lösen?

Erreichten wir die Karawanserei außerhalb El’Trutz heute, wir in diesem fall waren, Jane, die beiden Traviageweihten Thordis Torskedottir und Abu ibn Zulhamid, sowie natürlich ich selbst Nehazet ibn Tulachim.

Sieghelm samt seiner Begleitung war ebenfalls schon eingetroffen.

Kurz gesellte sich ein weiterer Reisender zu uns, seines Zeichens eine Palastwache, im Ruhestand, des Königs der Zyklopeninseln, mit Namen Bothor dylli Memnos. Eventuell wäre es sinnvoll, wenn sich die Gelegenheit ergibt, ein paar Fragen bezüglich der Zyklpäischen Feenwälder, Collega Kiranya von Kutaki und der Verfügbarkeit vom Holz des Baumes des Reisenden zu stellen. Könnte Wissen über die Feenwälder doch relevant für verschiedene Forschungsthemen sein, ich von Collega Kiranya via Collegus Finkenfarn bislang nur gutes gehört hatte, bislang aber nicht ihre Bekanntschaft gemacht und die Anwendungen für Holz des Baumes des Reisenden ergeben sich von selbst.

Der Abend klang gut in der Gemeinschaft aus, denke ich.

20. Tsa El’Trutz

Ich war gerade dabei mit Abu ibn Zulhamid eine Partie Inrah zu spielen, während Thordis Torskedottir von Bothor dylli Memnos um ein Gespräch gebeten wurde, bald darauf erfuhr ich auch worum es sich dabei handelte, denn Bothor dylli Memnos wurde auf mich verwiesen.

In dem Gespräch das folgte stellte sich heraus das Borons Wahl auf den guten Bothor fiel, was erfreulich und betrüblich war, lag doch so die Vermutung nahe das Tramal/Matral und unter welchen anderen Namen er sonst noch durch das Land gewandelt sein mag, nicht mehr unter uns weilte. ohne allzu tief in die Materie einzudringen, hielt ich es doch für weiser ihm erst die Möglichkeit zu lassen mit einem Diener Borons zu reden um über eine Authorität des Schweigsamens mehr über jenen und die Bedeutung der Erwählung zu erfahren. Denn auch, wenn ich bestimmt qualifiziert war ihn über die Bedeutung zu informieren, so könnte die Konfrontation mit dem entsprechenden Wissen, aus einer nicht geweihten Quelle, eventuell zu mehr Schaden führen, als notwendig ist.

Auch hielt er durchaus einiges von dem Vorschlag sich mit einem Boroni zu unterhalten, ich verwies ihn auf die Tempel in Fasar oder Rashdul, ich persönlich würde zwar eher Rashdul empfehlen, da ihn seine Karawane aber nach Fasar führen würde, würde es wohl eher Fasar werden.

Bei nächster passender Gelegenheit, welche sich bei einem gemeinsamen Mahl bot, informierte ich auch die anderen über die neue Erwählung, Sieghelm stürmte daraufhin praktisch dem guten Bothor nach.

Später führte das Verhalten Siegehlms auch zu einem erregten Disput unter uns.

Ansonsten erhielt Sieghelm auch noch die freudige Nachricht zum Reichsritter geschlagen zu werden und die Einladung an einem Garether Turnier, ich bin noch unschlüssig darüber ob ich mir das ansehen sollte, die Erinnerungen die ich an das letzte Turnier habe, fand ich nicht sonderlich interessant, aber es spricht nichts dagen ihn wenigstens bis Punin zu begleiten und eventuell besehe ich mir auch einmal Gareth genauer, vielleicht könnte es gar nicht verkehrt sein einige Wochen vor dem Allaventurischen Konvent in der Stadt einzukehren?

Was natürlich die Frage nachder Reiseroute aufwirft, ich bot Sieghelm an, seine Turnierausrüstung nach Punin zu schaffen, was mehr oder minder der Auslöser für den Weg nach Punin war, da der Rashtullspass, aber aktuell nicht begehbar ist, obwohl ich sollte bei nächster Gelegenheit ausprobieren, was notwendige wäre um diesen, wenigstens temporär, also außerhalb des üblichen temporären Zeitraumes, begehbar zu machen. Vielleicht nach dem Konvent?

Bliebe die Karawanenroute über Alam-Terekh, die Route führt zwar zu einem guten Weg über Berge, aber so schlimm sah es auf meinen Reisen mit Hawanur nicht aus.

Und es ist ja nicht so, als ob wir zu einer Zeit reisen würden, in der die Route allzu problematisch wäre, oder?

Ich meine sicher, es ist Regenzeit, aber bestimmt gibt es entsprechende Rinnen im Gestein um die Begehbarkeit der Route zu gewährleisten, also nicht das ich welche gesehen hätte, bei meinen Flügen, aber ich war bestimmt nur zu weit oben.

Obwohl, um so mehr ich darüber nachdenke, es könnte wohl nicht schaden vorsichtshalber den Ring der für Maednir bestimmt war mitzunehmen, sowie ein paar gebundene Elementare bereitzuhalten, nur um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Zu diesen würde wohl auch gehören, für die Reise durch das Gebiet des Kalifates, den ein oder anderen wohlgesinnten Novadi mitzunehmen, dankenswerterweise kenne ich mittlerweile den ein oder anderen Mawdli, so das ich davon ausgehe das dieses Problem sich leicht lösen lassen sollte.

Wie zu erwarten war erfolgte die Geburt später noch, leider gab es nicht die Gelegenheit beide Kinder zu untersuchen, hätte es doch interessant sein können, nachzuschauen, welche Unterschiede es in den Auren gäbe, zumal es vieleicht auch nicht verkehrt gewesen wäre um wirklich sicher zu gehen, dass das richtige Kind weggeben würde, umso länger ich darüber nachdenke umso unwohler fühle ich mich dabei, bei Gelegenheit wäre es wohl nicht verkehrt das Gespräch mit der Vettel zu suchen, zumal da noch die Problemstellung bezüglich des Körpers wäre, hmm ob Azina bereit wäre einen Körper aufzugeben? Ich würde nachwievor einen neuen Körper für die bessere Lösung halten, hatte bislang aber noch nicht wirklich die Zeit Nachforschungen in der Richtung anzustellen.

Ich meine Wenigstens sind die Truhen mittlerweile fertig und ich konnte meine Kammern zur Unterbringung verschiedenster Objekte errichten und auch die Kammer bezüglich des Problems, welches ich mit Delia und Kalkarib teile, ist fertig, leider kann ich gleiches noch nicht von meinen Nachforschungen behaupten, aber die bisherige Literatur war in dieser Hinsicht nicht so hilfreich wie ich erwartet hatte, wo ich so darüber nachdenke, war sie es in den meisten meiner Erfahrungen mit Heptasphärischen Entitäten nicht.

Gut die geistige Auseinandersetzung mit dem Dämon im Gefäße Rohals war, wenigstens, noch recht nahe an beschriebenen Phänomenen, aber bislang habe ich noch keine weitere Person gefunden die das verschlucken durch einen Dämon überlebt hätte, dementsprechendes gilt auch für das aufzwingen des eigenen Willens aus dem inneren heraus. Vielleicht sollte ich mal bei den Sheynuchanim, wir sind ja schließlich verwandt, oder in Brabak, Rafim könnte auch ein geeigneter Ansprechpartner sein, nachfragen?

Allerdings, wäre es wohl beinahe vernünftiger, bei den Invokatoren nachzufragen, fällt dies doch in ihr Gebiet.

Aber es ist Tradition – oder: Die Prüfungen eines Magiers

Punin zu finden war nicht sonderlich schwer, auch wenn ich es für sinnvoll hielt einen gewissen Umweg zu fliegen, direkt über den Raschtulswall erschien mir doch, aufgrund der ganzen Ferkina, Trolle, Drachen, mindestens einem Riesen, Greifen und anderen potentiellen ungemütlichen Begegnungen, die sich theoretisch, ergeben könnten, nicht gerade für weise.

Ich entschied mehr oder minder der Karawanenroute über Alam el Terekh zu folgen.

Am späten Nachmittag landete ich im Pentagrammaton, wo ich alsbald von Collegus Manzanares zu Spectabilas (und Convocata Prima) Prishya Garlischgrötz von Grangor geführt wurde, wie sich herausstellte, wegen ter Winkels Brief.

Ich konnte nicht sagen ob sie erfreut war mich zu sehen, oder nicht.

Nachdem eine, beinahe schon ungemütlich lange Zeit Stille herrschte, informierte sie mich darüber das ter Winkels Brief eingetroffen sei und das es durchaus Stimmen in der Akademie gab, welche der vorzeitigen Erhebung zum Magus nicht entgegen stünden, andere Stimmen waren natürlich, was diesen potentiellen Bruch mit magischer Tradition betraf, demgegenüber ablehnend eingestellt.

Da die Entscheidung, als Spektabilität letzlich ihr oblag, hatte sie sich in den letzten Tagen mit dem Mephalsrat beraten.

Wie zu erwarten war, sprach sich Magister Magnus Sirdon Kosmaar dagegen aus, aufgrund besagter Traditionen. Letzlich teilte Sie aber, ter Winkels Einschätzung, nicht nur wegen dem Inhalt des Briefes sondern auch, wegen den bisherigen Leistungen auf arkanem Gebiet, zu welchen gehörten: das auffinden zweier untergegangener Akademien, das auffinden eines der Legendären Gefäße Rohals und das Bergen eines alten Szepters der Kopthanim, um einige der wichtigeren zu nennen.

Sie konnte aber nicht, leichtherzig den Titel eines Magus der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis aussprechen, selbst für den Absolventen mit Rohalsmal nicht. Die Frist von zwölf Götterläufen war, ihrer Meinung, nicht so wichtig, aber auf die Demonstration des tiefergehenden Verständnisses der gelehrten Canti konnte ihrer Ansicht nach nicht verzichtet werden.

Dementsprechend wurde für den Morgigen Tag, dem 2. Ingerimm die kleine Astralemanation angesetzt.

Als Vorbereitung für den heutigen Abend wurde mir aufgetragen einen ausreichend modifizierten Applicatus vorzubereiten, so dass dieser am morgigen Tag an anderer Stelle Verwendung finden könnte, der Cantus, welcher Appliziert werden sollte, war ein Reichweitenmodifizierter Unitatio, welcher einen variablen Strom der vis arcana zulassen würde.

Danach wurde ich auf eines der Gästezimmer gebracht in dem ich bis zum morgigen Tag meine Zeit in stiller Einkehr verbringen sollte.

02. Ingerimm

Die Prüfungen begannen erst um die Praiosstunde herum, ich wurde in die Gewölbe des Pentagrammatons geführt, mit verbundenen Augen und ich bin mir sicher, das ein oder andere Mal, unnötig herumgedreht, vermutlich um meine Orientierung zu verlieren (welche eh noch nie sonderlich ausgeprägt war).

Anschließend wurde mir die Augenbinde abgenommen und mir wurde aufgetragen, mittels eines Oculus Astralis der Signatur meines Applicatus zu dem designierten Bereich, der wo besagter Applicatus auf seine Verwendung warten würde, zu folgen.

Ich sprach den Oculus Astralis und folgte der Spur meiner eigenen arkanen Signatur, bedacht darauf, dem Applicatus und nicht meinen eigenen Schritten zu folgen, aus dem Keller führte mein Weg immer weiter in die Höhe, alsbald wurde mir bewusst, das es den Elfenbeinturm der Magie hinauf ginge.

Schließlich fand ich auch, wo ich vermutet hatte, meinen Applicatus, dieser war vor einem Thaumatursom abgelegt.

Hier wurde mir nun der nächste Teil der Prüfung erläutert, ich sollte das Thaumatursom mittels des Analys Canuts analysieren und anschließend die Artefaktmatrix per Destructibo Cantus auflösen, zur Kompensation des Verlustes der bisherigen Astralkraft, sollte der Unitatio des Applicatus dienen, mit anderen Worten, wenn der Applicatus oder der Unitatio nicht zufriedenstellend gelungen waren, war ich beschränkt auf meine eigenen Kraftreserven.

In einem Schritt Abstand zu mir nahm Collegus Manzanares Platz und begann den Unitatio Cantus zu wirken, während ich den Applicatus auslöste, das Band, welches uns erlaubte unsere Kraft auszutauschen, baute sich, wie zu erwarten war, zwischen uns auf. Collegus Manzanares testete die Variabilität des Kraftflusses aus indem er einen Flim Flam in orangener Farbe herbeizauberte, anschließend übergab er mir wieder die Kontrolle des Kraftflusses und ich begann den Analys Cantus zu wirken, die Informationen aus der Strukturanalyse aus dem Oculus, wären in einer anderen Situation zwar nicht zufriedenstellen gewesen, aus meinem Perspektive, waren aber mehr als Ausreichend, in diesem Fall.

Ich konnte mich also ganz auf die Analyse des arkanen Geflechtes des Thaumatursomes vor meinen Augen widmen.

Nachdem die Artefaktmatrix ausgiebig untersucht war, begann ich mich in den Destructibo Cantus einzustimmen und die Erkenntnisse aus dem Analys zu nutzen um potentielle Schwachpunkte in der Matrix zu finden, in denen die Stränge angreifbarer waren, was mir schließlich auch gelang.

Der letzte Schritt dieser Demonstratio war das erstellen eines temporären Thaumatursoms in dem ein Cantus mittels Reversalis in seiner Wirkungsweise modifiziert war.

Aufgrund dessen, das meine Prüfung in den Kellern der Akademie seinen Anfang nahm, entschied ich mich für einen reverlisierten Psychostabilis Cantus, als wirkenden Spruch für das temporäre Thaumatursom.

Wie auch bei den anderen Canti zuvor, stellte auch dies keine sonderlich große Herausforderung für mich da, wobei selbst ich, leicht, überrascht war, wie erfolgreich mir der Reversalis Cantus gelang.

Damit beendete ich die Demonstratio, zur Zufriedenheit von Spectabilas Garlischgrötz.

Doch ehe ich mich dem traditionell letzten Teil der Prüfung widmen konnte, erhielt ich Nachricht aus Khunchom, bezüglich der Klostereinweihung, der Dschinn hatte wohl seinen Weg zu Isaria gefunden und Sie hatte die Nachricht weitergeleitet.

Ich musste mich, zu meinem Leidwesen, verabschieden, wusste ich doch nicht wie lange ich genau bräuchte für den Flug und wo ich auf die Prozession treffen würde. Spectabilas Garlischgrötz, schien gar nicht erfreut darüber, hielt mich aber auch nicht auf.

Collegus Manzanares begleitete mich zum Park der Akademie und ich verabschiedete mich flugs und lenkte Hawanur gen Rommylis, nun blieb nur noch zu hoffen das ich nicht die Orientierung verlor, aber Rommylis sollte einfach zu finden sein, müsste ich doch nur den Reichsstraßen folgen…

Adept im Land des Erzes

Es war schon dunkel als ich schließlich in Shirdar landete, ich war wieder in meinem eigenen Haus, oder in dem Fall meiner Burg, ich muss wirklich einige Veränderungen an dieser vornehmen, alleine zum Unterbringen einiger der Kleinode aus Hochstieg, wäre es sinnvoll noch eine geheime Kammer anzulegen, da ich auch nicht alle meine Erkenntnisse veröfentlichen kann, bietet sich auch eine andere als Geheimbibliothek an, egal wo ich bin, es warten immer viele Aufgaben, welche erledigt gehören, gut wenn dem nicht so wäre, würde ich mich wahrscheinlich schnell langweilen…

Am 29. Widmete ich mich wieder den Geschäften Khorestans, ließ die Elixiere für die Chamib Al’Chymie für Ingerimm bereit packen und schickte diese per Dschinn des Aeternoms los. Wiedermal wurde ich gebeten meine Erlebnisse zu berichten, dieses mal gab ich eine sehr eingeschränkte Variante, so sah ich doch nicht die Notwendigkeit, von göttlichen Visionen, Vortexwesen, Tod und Wiederkehr, Erzdrachen, Echsichen Gottkaisern, Rissos, dem erkennen als Propheten, Globulen oder dergleichen zu erzählen, vielleicht nach und nach, aber nicht zu beginn, Kuh Elsa fand ich ebenfalls nicht wichtig genug um diese zu erwähnen, vielleicht wenn Delia oder Jane die Geschichte nocheinmal wiedergeben wird, mal sehen.

Am 30. schuf ich zusammen mit Azila saba Nassir eine weitere Kammer im Gestein des Krak al’Shirdar, oder genauer gesagt zwei Kammern, eine hob sich aus dem Gestein, welches von einem Dschinn des Erzes bewegt wurde und mit diesem schuf er eine zweite. Dieses Gebäude, würde nicht nur bis aufweiteres die Shirdarer Niederlassung der NLP beherbergen, nein unter seinem Gestein würde ich auch das bewahren, was verwahrt gehörte.

Mein Aufenthalt in Shirdar war von eher kurzer Natur, trieb es mich doch nach Punin, galt es doch nicht nur mich den Folgen von ter Winkels Brief zu stellen, auch ein weiterer Abnehmer für meine Elixiere sollte gefunden werden, ganz zu schweigen davon das weitere Literatur zu ordern wäre, da mir in den aktuell relevanten Problemsituationen die Geheimnisse des Lebens und die Magie des Stabes, nur bedingt hilfreich wären.

Ich informierte Assaf darüber, das ich diesmal nicht solange abwesend sein sollte, wie beim letzten Mal, im schlimmsten Falle könnte er am 6. Ingerimm eine Nachricht nach Khunchom schicken und von dort aus könnte diese nach Punin weitergeleitet werden.

Und flog somit mit Hawanurs Hilfe am 1. Ingerimm los gen Punin um endlich ein Magus zu werden.

Flugs zurück gen Heimat

Am 23. Peraine brach ich auf mittels eines von mir convocierten Luftdschinns reiste ich in windiger Geschwindgkeit nach Mahtab, in Richtung meines Landes, meiner Familie, doch bevor ich nach Shirdar zurückkehren konnte, gab es einiges vorzubereiten.

In Mahtab traf ich mich mit Isaria, berichtete ihr von dem Erlebten, wobei es einige Sachen, wie die Eterniumquelle gab, die ich für nicht berichtenswert in dieser Situation hielt, zumal Delia ihr bestimmt ebenfalls noch von unseren Abenteuern in und um Hochstieg erzählen wird.

Die Unterbringung des Erzdrachens, schien mir ersteinmal wichtiger, das auffinden von Muhalla und Radajane, war auch etwas was meinen Geist beschäftigte und natürlich war da noch der Kräuterhandel, um nur einige Sachen zu nennen.

Am nächsten Morgen, brach ich von Mahtab aus auf, Rashpatane war so gut und nahm mich erneut mit ihrer Kutsche mit, wir landeten wieder in Aranien, wo genau konnte ich nicht sagen, aber die Gegend erinnerte mich an etwas.

In einer Hütte einer gewissen Zahra az-Zahra, welche gerade nicht anwesend war, fanden wir schließlich Muhalla und Radajane, nachdem ich mich vorgestellt hatte und mein Anliegen vorgebracht hatte, dauerte es auch nicht lange und Sie sagten zu das dargebotene Heim in Hochstieg anzunehmen um dort zum Wohle aller sich selbst und uns zu helfen.

Rashpatane würde Sie in ihrer Kutsche zuerst nach Mahtab bringen und von dort aus könnten Sie sich dann auf den Weg nach Hochstieg machen.

Ich selbst entschied wieder einmal meinen Abschied von Aranien zu nehmen und mich vom Wind nach Khunchom tragen zu lassen.

Am späten Nachmittag erreichte ich schließlich auch Khunchom und begab mich nach Hause.

Wo gerade Tulachim und Rashim in ein Gespräch vertieft waren, es ging um Rohal, einen von Tulachims Söhnen, das Gespräch endete allerdings mit meinem eintreffen.

Natürlich musste ich, auch hier, erneut von meinen Erlebnissen berichten, wiewohl, ähnlich wie bei Isaria, mir erschien das nicht alles was ich erzählte unbekannt war.

So stellte sich heraus, das über ter Winkels Brief nach Punin, auch einiges Wissen, was mich betraf seinen Weg nach Khunchom gefunden hatte, und Rakorium Muntagonus, war in der Zwischenzeit wohl wieder mal in Khunchom gewesen, wobei ich nicht herausfand, was oder ob er etwas erzählt hatte.

Rashim war über die baldige Ernennung, wie genau dies stattfinden sollte, wusste ich noch nicht, zu einem Magus, höchst erfreut, meinte er doch das endlich jemand sein Erbe weitertragen konnte, da doch niemand seiner Kinder arkan begabt war und ich von meinen Geschwistern wohl auch der einzige war, der über eine arkane Begabung verfügte, Tulachim war eher daran gelegen zu erfahren, ob dies für das Handelshaus Gewinn erbringen könnte.

Über den Punkt war ich etwas unsicher, aber, nachdem ich von der ganzen Geschichte mit der Rolle als Traviaprophet zu berichten anfing, hellte sich sein Gesicht auf, ob wegen weiterer Gewinnmöglichkeiten oder aus anderen Gründen, konnte ich nicht sagen.

Als ich, zu diesem Zeitpunkt war der Abend schon weit fortgeschritten, die wichtigsten Abenteuer um und in Hochstieg erzählt hatte, verabschiedete Rashim Tulachim um mir mehr über unsere Familie zu erzählen und insbesondere einen alten Teppich zu zeigen. Obwohl aus der Zeit des Diamantenen Sultanates, handelte es sich bei diesem leider nicht um einen der flog.

Am 25. konnte ich wieder beginnen mich auf meine Studien zu besinnen, gen Abend suchten mich Rashim und Zuhal auf, beide hatte je einen Armreif verzaubert, welche über eine silberne Kette verbunden werden konnten, der Cantus auf diesen Armreifen war je ein Unitatio, zusammen ermöglichten diese Armreife die vis arcana zu teilen um weitere Zauberwerke anzufertigen oder den Kraftaufwand bei anstrengenderen Ritualen zu teilen, halt das was ein Unitatio erlaubte…

Am 26. Unterstützte ich Rashim bei der Anfertigung eines weiteren Aeternoms, ich teilte meine Kraft mit ihm, per der Gestrig erschufenen Unitatio Armreife um ein Thaumatursoms des Dschinnenrufes zu erstellen, Ziel war es die Kommunikation zwischen Khunchom und Shirdar zu gewährleisten, ich will lieber nicht darüber nachdenken, wo Rashim genau den passenden Corpus für dies Thaumatursom her hatte.

Gen Abend konnte ich das Thaumatursom nutzen um erneut eine Depesche gen Shirdar zu senden, Assaf informierend das ich demnächst wieder nach Khorestan zurückkehren würde.

Am 27. zeigt mir Rashim schließlich einen anderen Teppich aus grauer Vorzeit, dieser durchwirkt von königlichem Blau am Rand, Rot & Gelb der Mitte annähernd um in Zentrum zu einem Orangeton zu verschmelzen, durchzogen waren die Farben und Muster neben Hellgrau und Reinweiß schimmernden Metallfäden, welche auf Arkanium deuteten auch auf Fäden aus dem in allen Farben des Regenbogensschimmernden magischem Metall Mindorium, auch ohne das sich dieser Teppich erhob, wusste ich sofort, dank meines Wissens um die Thaumatursome der Ur-Tulamiden, das es sich hierbei um einen der fliegenden Teppiche handelte. Raschim erzählte mir das dieser Teppich seit Generationen in der Familie sei, er war wohl das Geschenk eines alten Freundes der Familie und gehörte, traditionell, dem Sippenoberhaupt, in diesem fall also Rashim, wobei es schon vorkamm das Streit um diesen ausbrach und der Teppich sich für ein Mitglied der Familie entschied.

Rashim trug mir auf, mich auf den Teppich, dessen Name wohl Ankha Ul Hawanur war, zu setzen.

Ohne das Rashim ein Wort sprach erhob sich der Teppich vom Boden, anschließend befahl er Hawanur auf Ur-Tulamidya wieder auf den Boden und erklärte mir, das Hawanur, je nach Zuneigung, bzw. Respekt, sich auf unterschiedliche Arten stuern ließe, gedanklich würde er nur auf das Familienoberhaupt hören und weiterhin würde er es nur dulden sich von einem tulamidischen Magier lenken zu lassen, er stellte mir frei, zu versuchen Hawanur zu überzeugen mir ebenfalls zu dienen, war aber unsicher inwiefern, meine Ausbildung in Punin in Hawanurs Wahrnehmung mich nicht zu einem tulamdischen Magier machte, schließlich war dies einer der Gründe mich damals nach Punin zu schicken.

Und es half nichts, weder hörte er auf meine Gedanken, noch auf Worte in Ur-Tulamidya, schließlich zog ich gar an dem Teppich, mich darauf besinnend, das einige Teppiche darauf bestanden sich manuell lenken zu lassen, doch auch hier passierte zuerst gar nichts, doch dann erhob er sich bedächtig, ich merkte schnell, das er sich zwar theoretisch von mir lenken ließ, praktisch dabei aber etwas langsam war, war er unwillig?

Nachdem ich mit Rashim und Hawanur noch etwas Zeit verbracht hatte und mich dabei langsam begann an Hawanur zu gewöhnen, zum Teil wurde dies erleichtert durch Delias Erinnerungen an das Fliegen mit ihren satuarischen Fluggeräten, teilte mir Rashim mit das er mir den Teppich bis auf weiteres ausleihen würde, auf meine Frage ob das Wirklich in Ordnung sei, meinte er nur das er in seinem Alter eh kaum noch fliegen würde und das für Hawanur auch nicht schön wäre, dementsprechend an den Boden gefesselt zu sein.

Es könnte natürlich vorkommen das er den Teppich selbst für etwas brauchen würde und dann würde er ihn zurückfordern, aber aktuell spräche nichts dagegen den Teppich an mich zu übergehen, zumal er andeutete das es besser wäre, wenn ich mich schon an den Teppich gewöhnen würde, da davon auszugehen war, das Hawanur nicht auf seine Kinder hören würde.

Am 28. Peraine widmeten wir uns von früh morgen bis in den Nachmittag in die Schaffung des nächsten Aeternoms, dieses sollte dazu dienen Nachrichten von Shirdar nach Khunchom zu tragen. Am späten Nachmittag begab ich mich schließlich auf den Weg gen Shirdar, Hawanur trug mich dem Mhanadi entlang bis auf Selicum stieß und vor dort war es ein leichtes Shirdar zu finden.

Hochstieg, die letzten Tage

Über die nachfolgenden Wochen stellte sich zumindest heraus, das nicht noch weitere arkane Katastrophen Hochstieg und die hießige Umgebung heimsuchen würden, was die restliche Zeit hier weitaus angenehmer machte.

Nach der Ordensgründung konnte ich mich schließlich noch mit Collegus Depold Roskop unterhalten, und er hatte tatsächlich Fortschritte in der Anwendung des Unitatio Cantus gemacht, hmm, eventuell sollte ich Jane consultieren bezüglich einer Optimierung meiner Lehrmethoden, falls die Zeit dafür gegeben ist versteht sich, mir fällt es ja immer noch schwer, zu akzeptieren das andere Leute Texte immer und immer wieder lesen müssen. wir beschlossen im Briefkontakt zu bleiben, ich bin gespannt ob er einen für mich interessanten Cantus beherrscht, wenn ich ihm das nächste mal begegnen sollte, weiterhin legte er mir nahe, das Andergaster Kampfseminar zu besuchen, meinte er doch dies könnte für mich erleuchtend sein, ich sehe zwar nicht ganz ein, inwiefern dies der Fall sein kann, aber ich hatte eh vor, sobald sich die Zeit ergibt, jede Akademie zu besuchen, da, wie auch Hochstieg nocheinmal verdeutlichte, selbst der unwahrscheinlichste Ort, das Potential dazu hat zu verzaubern (Wobei ich bei Andergast wirklich  nicht davon ausgehe).

Meine Befürchtungen bezüglich des Males Heptasphärischen Ursprunges, scheinen sich nicht bewahrheitet zu haben, Travia sei dank. Die Auflösung desgleichen bleibt immer noch ein Problem, sobald sich die Gelegenheit bietet sollte ich mich tiefer in das entsprechende Thema einlesen, ein guter Anfang würde das Arcanum machen, das große Buch der Abschwörungen wäre ebenfalls nicht verkehrt, eventuell das Al-Rashida Nurayan Schah Tulachim?

Es gibt so eine große Anzahl an bedeutenden und anderweitig interessanten Texten des arkanen, ich sollte mir nocheinmal Gedanken um meine Geschäfte in Khorestan machen, hmm, ich sollte versuchen Schlaftränke und Zaubertränke ebenfalls in entsprechenden Mengen anzubieten, die größten Hürden bei der Zubereitung dieser Tränke sollten schon genommen sein, Wasser aus den heißen Quellen dürfte über ausreichend arkanes Potential verfügen um Schnee vom 1. Hesinde zu ersetzen und Kairan sollte hier auch wachsen, letzlich ließe sich das wohl mit Feuerschlick ersetzen, was bleibt noch Meteoreisen und Diamantstaub kann ich in Fasar erwerben, wobei es vielleicht nicht verkehrt wäre mit Mindorium oder Arkanium als Substitutionen zu experimentieren, Drachentränen ließen sich durch Feentränen oder dergleichen ersetzen, Thonnys könnte problematisch werden, mal sehen.

Wenn ich mir schon gedanken um die Al’Chymia mache, für die geplante Fakultät wäre es vermutlich vorteilhaft, einige ausgebildete Kundige dieser Wissenschaft anzustellen, hat Norburg nicht einen Zweig der Spagyrik, ich sollte Jane fragen ob sie einen der dortigen Absolventen bei ihrem Familienbesuch anheuern kann? Sowie natürlich ab wann mt ihr in Khorestan zu rechnen ist, wobei wir natürlich vorher wissen müssten, bis wann wir uns hier noch aufhalten werden. Nicht alle der hier aufgezeigten Probleme lassen sich, von mir, mit den hier zur Verfügung gestellten Ressourcen in kürze lösen, das heptasphärische beispielsweise gehört dazu und auch die Drachische Thaumatursomproblematik würde ich darunter fassen, zumindest um eine wirklich zufrieden stellende Lösung präsentieren zu können.

Hmm, was bedeutet das zumindest Teile der Probleme, vermutlich, erst in Khorestan gelöst werden, ich sollte einen entsprechenden Ort, weit außerhalb Shirdars, etwas in Richtung des Rashtulswalles würde sich anbieten, vorbereiten, wenn ich wieder dort bin.

Neben seinen Gedanken widmete er sich aber auch dem Beginn des Baues der neuen Rondrian Brücke, vermittels der Convocation von Erzdschinnen, solangsam dachte sich Nehazet dabei könnte er wohl anfangen sich als Brückenbauer zu bezeichnen, wäre dies doch seine dritte.

Die Tage schmolzen geradezu dahin, gab es doch genügend Probleme, die neue Lösungen erforderten und alsbald begann auch der Peraine sich seinem Ende zu nähern und Nehazet beschloss, aufzubrechen, versprach aber zur Einweihung des Klosters und der Entzündung des Herdfeuers wieder anwesend zu sein.