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Des nächtens niemals schlafend – Der Pfad zu der unschätzbar Alten Zweiter Teil

Nachdem der gute alte Klappertopf sich aus dem Hotel zum erhabenen Mhanadi zurückgezogen hatte, verlagerte sich das Gespräch zwischen Asar und Ashtarra bald auf ihr Zimmer, nachdem es Asar gelungen war, Ashtarra zu überreden sie begleiten zu dürfen, um alte und neue Geschichten auszutauschen, war es doch nunmehr viele Götterläufe her das sie einander sahen.

Das Zimmer war opulent tulamidisch ausgeschmückt und ausgestattet, zumindest, wenn die Geschichten aus 1001 Rausch als der tulamidischen Tradition entsprechend angesehen wurden. Dementsprechend schwer seufzte Ashtarra, nach all ihren Jahren fern der Heimat, war dieser Gespinst das erste was Sie von ihrer Kultur wieder zusehen bekam, wie des öfteren in ihren Leben stellte sich ihr die Frage, warum Lechmin?

Währenddessen hatte es sich Asar schon gemütlich gemacht auf einigen der vielen Kissen und winkte Ashtarra heran.

Welche sich auch zu ihr begab, nachdem Sie etwas Tee geordert hatte, Kakao hätte Sie bevorzugt, war sich aber unsicher ob ein Getränk Meridianas in dieser „authentisch“ tulamidischen Gaststätte angeboten würde und ehe sich lange mit den Bediensteten unterhalten zu müssen, etwas worauf Sie zu dieser Stunde (und auch den meisten anderen Stunden) wenig Begeisterung empfang, war ihr dies doch ermüdend, orderte Sie irgendeinen tulamidischen Tee.

„Lechmin, ah endlich können wir uns unterhalten, da es schon etwas länger her ist, das wir uns das letzte mal gesehen haben, ach es gibt soviel zu erzählen Kladj und anderes.“

Ashtarra schaute verwirrt zu Asar, „Kladj?“

„Ja Kladj, ach das kannst du ja noch gar nicht wissen, also weißt du, meine Mutter, also Djamilla, du erinnerst dich bestimmt noch an Sie, sie meinte es wäre gut für mich, wegen Verantwortung, du weißt ja wie Eltern sind, wenn ich auf meinen Vetter aufpassen würde, weil er noch so jung war und.“

Hier unterbrach Ashtarra sie kurz, „ und der Punkt ist? Asar ich bin gerade erst in Khunchom angekommen, könntest du dich bitte auf das relevante konzentrieren?“

„das relevante, ich bin Maraskanerin, also Halb, nehme ich an?“

“Was, wie?“

„Djamillas Gatte Dajinjin Keresjaar ist einen Bund mit ihr eingegangen und hat mich adoptiert, dementsprechend bin ich jetzt Halbyalaidim, Halbkhunchomerin, Halbmaraskanerin und Halbdjinni, wobei das wohl rechnerisch nicht ganz auf geht.“

Führte Asar ihre Erzählungen aus, während der Tee gebracht wurde, Ashtarra schaute sie nur erschöpft an, als Asar ihre Erzählungen zugunsten des Tees, welchen sie ausführlich mit Milch verwässert hatte, und schließlich vorsichtig begann von dem Tee zu trinken. Selbst das herunterfallen ihrer Kopfbedeckung nahm Sie nicht war, während Ashtarra auf den anblick den sich ihr bot, nur wieder seufzen konnte.

“Magisches Missgeschick?“ Fragte Ashtarra, beim massieren ihrer schläfen.

Asar schaute von ihrem Tee auf, mit einem fragenden Blick bis ihr schließlich bewusst zu werden schien, worauf Ashtarra ansprach, „Koboldfluch, aber ich habe mich daran gewöhnt, ich habe ihn schon den großteil meines Lebens.“

Erwiderte sie ruhig, als sie, mit leicht verzogener Miene, an ihrem Tee nippte.

Anscheinend nicht weiter darauf eingehend, ergriff Ashtarra erneut knapp das Wort, mit einem wiederholten, “was, wie?“

“Oh, der Koboldfluch, das passierte als ich auf meinen Vetter aufpasste.“

“Wie?“ Kamm nur noch eine schwache frage von Ashtarra.

“Offensichtlich hatten ein paar Kobolde Interesse an dem jungen Rohaldor, das war der Name von meinem Vetter, und ich sollte ja auf ihn aufpassen, das konnte ich schlecht zulassen das er entführt wird, bin ihnen also mit dem erstbesten, einer Pfanne, hinterher geeilt und habe ihn nach einigen Erlebnissen zurückgeholt, infolgedessen zog ich mir den Unmut der Kobolde zu und wurde Opfer dieses Fluches, aber Rohaldor geht es gut, denke ich, Mutter und ich reisten kurz danach hierher und alsbald waren wir aufgenommen in Astuzak.“

“Und ich dachte, ich hätte eine seltsame Jugend gehabt? Aber in gewisser Weise passt es zumindest zu deinem damaligen Rufnamen As-sarjaban, könnte also schlimmer sein, nehme ich an“

“Und wie, ich kann nur die Schönheit der Welt preisen das es so gut ausgegangen ist, sicher das ein oder andere Problem gibt es immer mal wieder deswegen, aber irgendetwas ist ja immer, oh wie dumm von mir ich habe dir ja noch gar nicht meinen neuen Namen gesagt, größtenteils ist es der alte Name, also abgesehen von meinem zweiten Namen an dem hängt jetzt ein -ysha dran, also Gundelysha nun und anstelle Djamillasunni nenne ich mich nun Hawasunni, meine Lehrmeisterin meinte das es besser zu meiner, wie drückte sie sich aus, exotischen Abstammung von einem Djinn passe.“

“Namen, seit meinem Abschluss von der Chamib al’Pandjashtra trage auch ich einen anderen Namen Ashtarra Myredora Bint Al-Laila, war der Name den ich wählte, der alte erschien mir unpassend und der neue“, dabei schaute sie kurz auf ihr Haar, “war passender, in vielerlei Hinsicht.“

Oh, erzähl mehr das klingt interessant, wie war es dort, ich habe bislang noch in keine der magischen Schulen einen Blick werfen können.“

Mit einem, beinahe fröhlichen lächeln, erwidert sie nur, “zauberhaft, ich fühlte mich nicht mehr im Schatten meines Vaters und hatte das Gefühl, ich selbst zu sein, Belizeth und Shanatir waren mir treue Freunde, doch das liegt viele Götterläufe zurück.“

Endet sie in einem wieder traurigeren Ton.

“Also gehst du nicht zurück?“

“Oh doch, alleine schon um Abschied von Belizeth nehmen zu können und um mir einen besseren Überblick zu verschaffen was sich geändert hat, seit dem ich das letzte Mal die Chamib al’Pandjashtra sah.“

“Wann und kann ich dich begleiten?“

„Bald und ich weiß nicht, es könnte gefährlich werden.“ Begann Ashtarra anzusetzen, wurde jedoch mit einem herzerweichenden, “Bitte, das könnte meine einzige Chance sein einen Blick in die Chamib al’Pandjashtra zu werfen und ich kann auf mich aufpassen, außerdem wer würde schon einer Sharisad und Djinnentochter etwas zuleide tun. Da die Welt doch voller Schönheit ist.“

Meinte Asar, überschwänglich optimistisch.

„Nagut, aber wir laufen zu Fuß, ich habe ersteinmal genug von Schiffen und nach all den Götterläufen mag es mir gut tun, wieder etwas zu laufen.“ Bestimmte Ashtarra, mit einer energischen Entscheidung, wenn Sie die Energie dafür gehabt hätte, eventuell hoffend das dies abschreckend wirken würde und es sich Asar noch einmal anders überlegen würde.

Doch diese konnte nur, in ihrer weiterhin optimistischen Stimmung ein, “das hört sich wunderbar an eine Reise durch das Land unserer Vorfahren zu Fuß, oh all die Abenteuer die wir erleben können.“

Lolgramoth? Bei Bishdariel!

Es ist ein wunderschöner Tag, die Sonne scheint über Hochstieg, die Singvögel zwitschern vergnügt in den Bäumen und Büschen, die den Weg zwischen dem Kloster und der Burg säumen, welchen Traviahold beschreitet. Er fühlt den inneren Frieden, wie jeden Tag, nachdem er mit den zahlreichen Pilgern die Frühstücks-Andacht abgehalten hat. Die Bewohner Hochstiegs grüßen ihn freundlich, als er an ihnen vorüber geht, und ebenso freundlich grüßt er zurück. Er durchquert die wachsende Stadt, betritt die ordensbannerwehende Burg und steigt die Treppen hinauf. Er betritt das Arbeitszimmer des Vogtes und wie jeden Morgen öffnet er die Fenster und schließt kurz die Augen. Das Licht, das seine Lider durchdringt wird schwächer und schwächer. Seltsame Geräusche dringen an sein Ohr. Ein Blick hinaus lässt eine große dunkle Wolke erkennen, die sich schnell auf den Burgfried zubewegt. Langsam geht Traviahold Schritt für Schritt vom Fenster rückwärst, die Wolke hält direkt auf ihn zu. Mit einem ohrenbetäubenden Schlagen, Krachen, Splittern und Zerbersten bricht die Wolke Raben in das Zimmer hinein. Krächzend umkreisen sie ihn, winzige Schriftrollen an ihre Füße gebunden. Der Wirbel hunderter Raben wird enger um Traviahold, wie durch unsichtbare Hand geführt beginnt er sich mit zudrehen, das Krächzen wird lauter: „Abt!“ „Herold!“ „Vogt!“ „Bruder!“ und vieles unverständliches mehr hört er die Raben ihn anschreien, den Abstand zu ihm immer weiter verkürzend, bis die ersten Flügelspitzen ihn berühren. Als er völlig von den Raben – nun mit aufstrebend erhobenen Flügeln – umgeben ist verliert er den Boden unter den Füßen. Er will gegen die Raben anschreien, doch seine Worte vergehen im Wind, als er hoch über die Burg gehoben wird. Sein Blick schweift über Hochstieg, über das Land, die Wälder, die Berge, die Raben schreien weiter auf ihn ein. Er bekommt Angst, spürt Panik in sich aufsteigen, er schließt die Augen, legt die Hände auf die Ohren, doch die Bilder verschwinden nicht, die Schreie hören nicht auf. Immer höher tragen ihn die Raben, als er weit über die Trollzacken hinweg sehen kann, die ganze Welt färbt sich schwarz, als sich plötzlich aus dem Land ein riesiger Geier erhebt und auf ihn zu fliegt – die Raben schreien ein letztes Mal, stoben auseinander und Traviahold fällt…

 

 

Schweißgebadet wacht er auf, die Augen weit aufgerissen. Um ihn herum alles nächtlich dunkel. Neben sich hört er das gleichmäßige Atmen von Darpathia. Auch sein Atem beruhigt sich langsam wieder. „Mir wird das alles langsam zu viel„, denkt er sich. „Ich muss mich auf das besinnen, was ich bin, was ich sein will. Ein Diener der Herrin Travia, ein Freund der hiesigen Menschen, ein guter Ehemann. Nicht mehr!“ Er legt sich wieder zurück, ängstlich wieder in Bishdariels Reich einzutauchen, doch irgendwann überkommt ihn Borons Segen.

Von einer Tänzerin zur nächsten – Der Pfad zu der unschätzbar Alten

Am späten Nachmittag erreichte die Tänzerin Aimar-Zahbahr, den Khunchomer Hafen, aber es sollte noch viele Stunden dauern, bis der Schein der Praiosscheibe kaum mehr zu sehen war, das Ashtarra das Schiff verließ.

Unweit des Schiffes wurde Sie von einem alten Zwerg und seinen beiden menschlichen Begleitern in Empfang genommen, dabei handelte es sich um einen von Lechmins alten Domestiken, Klappertopf, diesesmal in Begleitung von Alrik und Nottel, wie Ashtarra in dem sich ergebenden Gespräch herausfand.

Ihr Vater hatte Sie wohl beauftragt Sie zu empfangen Klappertopf hatte von diesem auch ein Bündel für Ashtarra dabei, mit dessen Inhalt sich Ashtarra zu diesem Zeitpunkt nicht näher auseinandersetzen wollte.

Zu dritt, Alrik verblieb bei der Tänzerin um irgendetwas ihm aufgetragendes zu erledigen, begaben Sie sich zum Hotel erhabender Mhanadi, nachdem sich im Gespräch unterwegs herausstellte, das dort ein Zimmer für Ashtarra bereit stünde, unter der Prämisse das Sie vermutlich nicht im elterlichen Heim bleiben wollte, aber natürlich gerne in dieses geladen wäre.

Ashtarra war sich uneins über ihre Emotionen dahingehend, ließ es aber über sich ergehen und folgte Klappertopf und Nottel in das Hotel.

Im Hotel angelangt wartete Ashtarra an der, wenigsten lauten Stelle, welche Sie auf die schnelle finden konnte, während Klappertopf und Nottel sich um das bereitgestellte Zimmer und das wegbringen von Ashtarras Gepäck kümmerten.

In Gedanken versunken und erschöpft, widersetzte sich Ashtarra dem nicht, zumal Sie auch keinen Sinn dahinter sah, hatte Lechmin doch, wiedermal, alles durchgeplant wie es schien.

„Lechmin!?“, erklang es überrascht fröhlich und irgendwie fragend hinter Ashtarra.

Sich irritiert umdrehend sah Ashtarra, eine tulamidische Sharisad vor sich, welche sich sogleich erfreut auf Sie stürzte und Sie umarmte.

Entnervt ließ Ashtarra dies über sich gehen und brachte schließlich ein zweifelndes. „Asar?“, hervor.

Die Miene der Sharisad hellte sich auf und Sie verstärkte, zärtlich, ihre Umarmung und sprach etwas, was sich Ashtarras Verständnis entzog in ihr Gewand.

Zumindest bis Klappertopf sich räusperte und Asar praktisch aus der Umarmung sprang.

„Oh Klappertopf, bitte richte Lechmin“, sie schaute kurz zu Ashtarra, „dem älteren meinen Dank aus das ich hier tanzen durfte.“

Klappertopf sagte ihr zu den Dank weiterzuleiten und verabschiedete sich mit Nottel von den beiden Damen, beim herausreden etwas über übermäßig komplexe und komplizierte Pläne murmelnd.

Kurze Gedanken

Die Gedanken während des Treffens

Ok es sind acht von diesen ich vermute noch ein paar mehr Was haben sie mit dem Man vor ich hoffe nur Geiselaustauch. Ah ein Geschenk, vielleicht sein Leben? Warum … oh nein sie werden ihn umbringen .. Azina warum sagst du nichts dass dies kein Geschenk für uns ist? Das dies nicht für uns ist. Azina jetzt Handel doch.

Berühig nicht den knienden sondern Reden mit dem Kerl! Versuch es wenigstens! Wirst du einfach einem Mord zusehen? Ich weiß das die Jagt kein Problem mit dem Tot hat aber die Jagt ist schon lange vorbei hier das ist einfach nur kaltblütiger Mord für ein Geschenk das weder willkommen noch benötigt  ist. So versuch es doch? Mach wenigsten den versuch! Azina! „Ich Rufe dich Geist des Buches! Stopp die Klinge!“

An einem Nachmittag im Peraine 1027 BF…

…erreicht eine Karawane El Trutz. Eigentlich keine Erwähnung wert, doch ein Reiter fällt ins Auge. Als ihr ihn anspricht, stellt er sich vor…

 

[ooc]

Ich habe einen Charakter für das „Jahr des Feuers“ erstellt. Ich möchte ihn euch hiermit vorstellen. Er ist so konzipiert, dass er in die Gruppe passt, ihr weiterhilft und vor allem, für sie interessant ist. Anmerkungen sind gern gesehen 🙂

 

DRÜCK MICH

Gen Heimat

Nach einigen Nächten ist es schließlich soweit, das Ashtarra beschließt aus Al’Anfa aufzubrechen, viel gibt es zu tun, neben der Ehrerbietung einer alten Freundin gegenüber, sollte Sie auch andere alte Bekannte aufsuchen, ganz zu schweigen davon das es auch für ein Gespräch in der Familie mal Zeit wäre.

Die Reiseroute war schnell geplant, mit einem der Schiffe von Lechmin, der Tänzerin, welche gerade, wie es der Zufall so wollte, könnte Sie ersteinmal nach Khunchom reisen und von dort aus weiter nach Rashdul, danach…

Aufgrund Taras Abneigung gegen die Praiosscheibe und Licht, hatte sie, ganz abgesehen davon das Sie eh neuer Kleidung bedurfte, weil ihre alten Gewänder, vermutlich noch in Rashdul waren, sich mit diversen Sachen ausgestattet um sich das Licht erträglicher zu machen, am auffäligsten, also neben der in Schwarz gewandeten Gestalt (was nun in Al’Anfa per se vermutlich nicht so auffällig ist), waren zwei Halterungen, die eine für einen verkleinerten Zauberstab und die andere für einen Sonnenschirm, was ihr erlaubte immer bequem beide dieser nützlichen Gegenstände griffbereit zu haben. Doch über ihren Sonnenschirm hinaus hatte sie natürlich noch andere Vorkehrungen getroffen, da wäre einerseits der sehr breitkremprige Spitzhut zu nennen und andererseits die Kapuze ihres Mantels, mit eingenähtem Schleier, sie konnte nur hoffen das dies ausreichen würde, wenn sie im Schein von Praioslicht wandeln müsste.

Zumindest auf der Tänzerin konnte sie für sich sein, dachte sie, allein mit ihren Gedanken und in ihrem Geist, gab es doch nichts besseres dort zu tun, gut die Aussicht war schön, vor allem, wenn des nächtens die Sterne und das Madamal am Firmament erstrahlten, deren sanftes Licht, welches eher einem Schatten der Praiosscheibe war, war ihr schon seit früher Kindheit weitaus angenehmer gewesen, was auch dazu geführt hatte das sie bint-al-Laila gerufen wurde, blühte Sie doch in den Nächten geradezu auf. Etwas was sich bis heute nicht geändert hat…

Die Geister die ich rief

Greifenfurt, 26.Phex 1012

Als Lumin bei Ardach und Rontja auf dem Platz der Sonne ihrem Disput, wie denn der Leichnam des Gehäuteten am besten zu entfernen sei, beiwohnte, hörte er ihnen schon kaum noch zu. Ihm schwirrte etwas ganz anderes im Kopf herum und legte seine Stirn in Falten. Ardach, der ab und an zu ihm hinüberschaute, deutete seine Miene wohl als nachdenklich, denn es unterbrach seinen Redeschwall nicht.

„So kommen wir nicht weiter, ich muss erst einmal etwas anderes erledigen.“ stahl Lumin sich von den beiden anderen, die es wohl nur am Rande bemerkten.  Er musste etwas tun. Er musste mit Charush reden, sie könnte ihm sicher helfen!

Auf dem Weg zurück zur Fuchshöhle fror er merklich. Der Wind fegte ihm durchs Haar und zerzauste seine wohl gekämmte Frisur, die Kälte kroch ihm in die Glieder wie Raureif, der sich auf einem Blatt ausbreitet. Er zog seinen Mantel etwas fester zu. Die Hitze, die er ohne Probleme imstande war, selbst zu erzeugen, half nur wenig. Die Sonne, die ihn nie störte, blendete ihn plötzlich und ließ ihn blinzeln, sodass er den heranrollenden Wagen erst zu spät bemerkte. „Pass doch auf, Holzkopf!“ Der Fahrer riss das Gespann herum, rammte ihn aber doch, sodass Lumin ein paar Meter weit geschleudert wurde und in eine Pfütze platschte. Die Welt um ihn herum verschwamm.  Als er wieder erwachte, wedelte der Fahrer des Wagens noch im Weiterfahren drohend mit der Faust, bis er hinter der nächsten Häuserecke verschwand. Der Halbelf rieb sich, noch in der Pfütze sitzend, die Hüfte. Hoffentlich nur eine Prellung, dachte er bei sich und erhob sich, in nun in ein teils bräunlich-feuchtes Gewand gehüllt und trottete, diesmal mehr auf seine Umgebung achtend, in Richtung Fuchshöhle.

Bu-ße! Bu-ße! Bu-ße! glaubte er im Tropfen des Wassers zu vernehmen. So ging das schon ein paar Stunden, seit Zerwas besiegt war. Er war schon seit seiner Zeit auf der Akademie imstande, aus dem Säuseln des Windes, dem Knistern des Feuers Gefühle, Stimmungen herauszudeuten. Doch so deutlich sprachen die Elemente noch nie zu ihm, noch nie konnte er ganze Worte, geschweige denn Sätze vernehmen. Dazu kam, dass die Elemente ihm irgendwie böse gestimmt zu sein schienen. Aber wieso?

He glda, Fleiglschlingl. Haglst dichgl wohlgl überglnommglen, Maglglierglein? Gluckerte es irgendwo zu seiner Linken. Er schaute sich um. Keine Menschenseele in der Nähe. In der Richtung, aus der er das gluckernde Geräusch vernahm, in einer Gasse, befand sich eine große Pfütze, in die die Reste des Regens durch eine undichte Dachrinne in kleinem Strahl hineinflossen. Er kam näher. Gllllotz nichtgl so! In den Wellen und dem aufgewühlten Schlamm und Dreck meinte er, ein Gesicht zu erkennen, das sich ständig veränderte und grimmig dreinschaute. Jagl, ichgl weiglß, wasgl dugl denglst. Viegleicht bingl-ich nurgl eingle Proglektion deingler Gledanglen, viegleicht binglich echglt? Eglal, ichgl glann dirgl glelfengl. Wie denn, wollte er gerade fragen, als ihm die Unfölrmige Gestalt die Frage bereits von den Lippen las. Wenngl dichgl jemangld vongl deinemgl Umglfeld entreiglen würglde, ingl eineglandeglere Eglene, glie würglest dugl gldas finglden? Glumal esgl niegl ausgl persögnlicher Noglt herglaus wargl! Dann knisterte und rauschte es neben ihm. Genau, meine Flamme, der Schlammwichtel hat recht. Charush, seine geliebte Charush materialisierte sich neben ihm. In der Realität. Bei hellerlichtem Tag. Er wusste nicht, ob er erschreckt oder erfreut sein sollte. Du hast ihrer Meinung nach zu oft Elementare ihrer natürlichen Ebene entrissen. Sie erwarten eine Gegenleistung, ein Opfer und ein Versprechen. Mehr darf ich dir dazu nicht sagen.  „Geht es euch gut? Sagt doch was!“ Etwas rüttelte ihm an der Schulter.

Er öffnete die Augen. Er lag offenbar immer noch in der Pfütze, halb an  eine Häuserwand gelehnt. Oh, wie ihm der Schädel brummte! „Bei den Zwölfen, ihr seid heile, Meister!“ Über ihm gebeugt war der Fahrer des Wagens. Sein Lächeln entblößte eine Reihe schwarzer Stumpen. Jetzt bemerkte er erst den fauligen Atem, der ihm seit einer Weile entgegen schlug. Vielleicht hatte der ihn ja aufwachen lassen. Bei dem Gedanken schmunzelte er. „Moment, soll ich euch aufhelfen, Meister? Oder schafft Ihr es allein? Oh das tut mir echt leid, wa? Aber scheint ja allet in Ordnung zu sein, wa?“ Beim letzten Satz konnte man, wäre man im Lesen von Mienen ein wenig geschult, was Lumin nicht war, eine Mischung aus Furcht und Hoffnung ablesen. „Nein danke, es geht schon. Habt dank für eure Sorge. Dem Wagen ist nichts passiert?“ Der Mann schien etwas verwirrt. „Oh nee, der is robust, keene Sorje, Meister. Hauptsache ihr seid unvasehrt. Wenn sonst weiter nischt is, mach ick mich wieda uffn Wech?“ „Jaja, alle in Ordnung.“ Eilig stieg der Mann wieder auf den Karren und ließ ihn vom Arbeitspferd von dannen ziehen. Nun weiß ich was zu tun ist!

Wieder in der Fuchshöhle bestellte er sich eine normale Schüssel, ein Rasiermesser und eine Schüssel Wasser aufs Zimmer. Er zog sich aus und stellte den Korb mit seiner Wäsche vor die Tür. Er kramte in seinem Rucksack und fand das Stück Leder mit dem eingebrannten Hexagramm und den Zeichen der Elemente, breitete es auf dem Boden aus. Er stellte die Schüsseln vor sich ab und wusch sich zunächst gründlich mit dem Wasser, darauf achtend dass möglichst viel davon wieder in der Schüssel landete, dann schor er sich die Haare mit dem Rasiermesser und legte sie in die zweite Schüssel. Er kniete sich auf das Leder. Die Haare entzündete er daraufhin. Als sie heruntergebrannt waren, nahm er die  Wasserschüssel und goss sie in kleinen Schlücken in die Schale mit den nunmehr verbrannten Haaren und sprach dabei: „Hiermit gelobe ich, nie wieder mehr als einmal im Mond ein Elementar seiner Ebene zu entreißen und dies nur zu tun, sollte unmittelbar Gefahr für mein Leib und Leben oder die elementare Ordnung und Schöpfung als ganzes bestehen und entschuldige mich für die Unordnung, die ich auf den Ebenen verursacht haben sollte! Bitte vergebt mir und akzeptiert mich wieder als einen, der den Elementen nicht gebietet, sondern ihnen zum Dienst verpflichtet ist!“ Als das letzte Wort gesprochen war und der letzte Tropfen in die Schüssel fiel, wurde das rußige Wasser klar und der Gestank von verbrannten Haaren verschwand aus der Luft. Merklich erleichtert atmete Lumin aus und ein Lächeln zauberte sich auf sein Gesicht.

ooc: Societas Fide Creationis

Ich habe da mal eine Anregung vorbereitet. Es ist die „Kleine Urkunde bezüglich der Gründung des Ordens zum Schutze der Schöpfung“

Sowas könnte man übergangsweise interessierten Besuchern in die Hand drücken, bevor die „Conscriptio Major“ ausformuliert ist.

Natürlich sind Verbesserungsvorschläge gern gesehen.

P.S.: Für die ohne Latinum:

„Ad die eo“ = „An diesem Tag“

„In nomine deis duodecimus et alii“ = „Im Namen der zwölf Götter und der anderen“ [Mit „et alii“ könnten die Halbgötter gemeint sein, oder Rashtullah, Angrosch etc. – je nach Interpretation 😉 ]

Conscriptio minor relativae Conditio

Stabübergabe

Was ich hier mache, ohja, zuersteinmal hätte ich hier Tee und Gebäck, wollt ihr welches? Andere Getränke sind wohl auch noch auf dem Tablett, wenn ich das richtig sehe.“ Begann Lechmin zu erklären weswegen er plötzlich aufgetaucht war…

Tee und Gebäck, typisch„, murmelte Ashtara in einem fast schon kindlichem Tonfall.
Ashtaras Äußerung wurde von Lechmin übergangen und er setzte seine Ausführungen, bezüglich seiner Anwesenheit fort, „wie dem auch sei, dann war da noch dein abhanden gekommener Zauberstab, ich dachte ich bin so frei und bringe ihn dir.
Danke„, war die knappe Antwort Ashtaras während ihr Stab zu ihr flog und sie ihn, beinahe, zaghaft umfasste, „können wir reden?“ Fragte schließlich Ashtara in einem leicht hoffnungsvollen Ton, nachdem Sie von ihrem Stab, welchen sie nun fest umschlossen hielt und dessen nähe Sie zuvervollkommnen schien, oder so fühlte es sich zumindest für Ashtara an, wieder zu Lechmin blickte.
Lechmin ließ das Tablett auf einen nahen Tisch schweben und rief seinen eigenen Stab zu sich, „ich würde dies gerne tun, aber ich habe wichtigeres zutun, später Ashtara.“ Eine gewisse Traurigkeit war in seiner Stimme, eine Traurigkeit, welche Ashtara jedoch nicht bemerkte, für Sie klang es, wie so oft in ihrer Kindheit wiedermal nach einer Situation in der die Gefühle und Bedürfnisse anderer aus, für diese nicht nachvollziehbaren Gründen, von Lechmin sträflichst vernachlässigt wurden.
Es hat aber nichts mit Azzeroth und der ganzen Vortexgeschichte zutun oder?“ Fragte Ashtara, bevor Lechmin verschwand, was ihn dazu bewogte kurz innezuhalten, „davon solltest du eigentlich nichts wissen, später„, sagte er und verschwand.
Worum ging es denn dabei“, füllte Meri das entstandene Gesprächsvakuum, während Tara noch daran war enttäuscht auf Lechmins verhalten zu reagieren.
Achso, ich hab in einem seiner Werke etwas über dieses Thema gefunden, und dann konnte ich hören, wie er sich mit Alyssia mal bezüglich eines alten Freundes, eines Magister Steinfestes, mal über Azzeroth unterhalten hatte. Auch das die Zeit dafür wohl noch nicht reif wäre, was mir seltsam erschien.“ Begann Tara zu erklären, oder eher mit einer Erklärung anzufangen, welche beiden nicht weiterhalf, weswegen sie schließlich das Gespräch wieder auf die Ereignisse der letzten Götterläufe schwenkten, aber darüber hinaus berichtete Tara, auf nachfrage von Meri, auch von ihrer Zeit an der Chamib al’Pandjashtra.