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Wachsame Augen in der niemals schlafenden

Traviabundsfeier, Nehazet und Zafia in Khunchom:

So langsam nähern wir uns dem ersehnten Zustand an, dachte sich eine schlanke Gestalt die in einem langen verhüllenden Gewand gekleidet war, ich muss vorsichtig mit dem ablauf der Dinge sein, noch dürfen Sie keine Verbindungen ziehen, besagte Gestalt näherte sich der feiernden Gemeinschaft, die zusammen gekommen war um den Traviabund zwischen Nehazet und Zafia zu feiern, welcher aus mysteriösen Gründen nicht gewährt wurde. Eine weitere verhüllte Gestalt stößt zu der ersten, diese ist älter und gebrechlicher, graue Haare lugen unter der Kapuze hervor, „Ich habe alles erledigt, ich denke nicht das mich jemand wahrgenommen hat, das wird eine Überraschung, wenn es denn an der Zeit ist, wie gefällt es dir bislang?“ Die erste Gestalt, wohl eine Frau schmiegt sich an den älteren Herren, „ich habe schon bessere Bundschlüsse gesehen, bist du dir sicher, mit deinem Plan Liebling?“ fragt die verhüllte Frau leicht unsicher ihren Begleiter. Ohne lange nachzudenken antwortet dieser, dabei das Geschehen auf dem Platz nicht aus den Augen verlierend, “ Ja das bin ich, es ist wichtig, auch wenn es zu diesem Zeitpunkt noch niemandem bewusst ist, es ist Notwendig diesen Zug durchzuführen, auch wenn er uns alle schmerzt, mich in doppelter weise, aber es muss getan werden.“ Mit diesen kryptischen Worten, die dennoch von  seiner Begleiterin verstanden wurden, zumindest nickte sie kaum merklich, schien das Gespräch zwischen den beiden vorerst beendet.

Die junge Frau die nun schon länger dem treiben mit wachsamen Augen zugeschaut hatte, reichte ihrem Begleiter unvermittelt ihren Kapuzenumhang, unter dem festlichere Kleidung bis gerade eben versteckt war. Dieser nahm den Umhang entgegen und beobachtete stumm wie seine Begleiterin sich unter die Feiernden mischte und sich zu einer gerüsteten Gestalt begab. Es dauerte nicht lange und die Frau hatte den gesuchten gefunden, war er doch der einzige mittelländische Krieger unter den Gästen, nachdem es ihr gelang auf sich aufmerksam zu machen, verwickelte sie den Krieger in ein gespräch in dessen Verlauf sie sich als eine gewisse „Deleya“ vorstellte und mit ihm tanzte. Die erwartete Reaktion setzte sich in gang, kurz darauf kamm eine rothaarige Frau dazugestoßen und mischte sich ein „Deleya“ gestand die Niederlage ein und verschwand wieder unter den feiernden, während der Krieger von einem Freund gestützt das Fest verließ, auch die rothaarige Frau war nicht mehr unter den feiernden. Der Begleiter der jungen Frau hatte sich in der Zwischenzeit auch unter die feiernden Menschen gemischt und unterhielt sich mit einigen der anwesenden Gelehrten über die verschiedensten Themen. Kurz darauf war Nehazet wieder auf dem Fest und tanzte dort auch mit verschiedenen Personen unter anderem auch der besagten „Deleya“, zu sehr noch unter Schock und in Trauer, wegen dem was erst vor kurzem geschah, und doch hätte es jahrhunderte zurückliegen können, es hätte keinen Unterschied gemacht, bemerkte er den Neuänkömmling unter den Collegen nicht als er „Deleya“ diesen vorstellte. Es dauerte nicht lange und er war, wieder alleine da sich seine Kollegen mehr für „Deleya“ als für ihn zu interessieren schienen, ihm war es recht, er wandte sich nun schlußendlich vollends von seiner geplatzten Feier ab um sich ins Anwesen von Tulachim zu begeben. Auch Deleya und der ältere Collegus verabschiedeten sich kurz darauf von den anderen gelehrten Herren. „Und du bist dir sicher, das es der richtige Weg war? Ich meine Delia darf sich jetzt als Tochter Satuarias gegenüber der Familie ihres Liebsten vorstellen, Nehazet leidet unter seinen Gefühlen, Sieghelm nunja ist Sieghelm und Zafia ist alleine in der Nacht verschwunden?“ Fragt ihn seine Begleiterin mit einem leicht zweifelnden Unterton, nachdem Sie schon einige Straßen weiter  weg waren. „Ja, es war der einzige Weg, Delia musste sich offenbaren, umso länger Sie gewartet hätte umso schwieriger wäre es geworden, was Nehazet betrifft, so gibt ihm dieses Erlebnis die notwendige Orientierung sich um seine Leute zu kümmern und weckt einen notwendigen Funken für die Vervollkommnung seiner Magie und auch Sieghelm wurde dadurch dazu getrieben sich seiner Gefühle für seine Freunde bewusst zu werden und sich dieser zu stellen und Zafia aufzuspüren ist ein leichtes, immerhin müssen Wir Sie noch eine weile beobachten um ganz sicher sein zu können, oder dachtest du ich hätte diesen wichtigen Punkt dabei streicht er sich über ein unter seiner Gewandung verborgenes Objekt vergessen mein Liebling?“.

Nach der Feier:

Zafia in dessen begab sich verbittert, nachdem offenbar war, das der Bund nicht zustande kommen würde vom Platze und eilte in das Anwesen Tulachims. Dabei stieß Sie mit verschiedenen anderen Personen zusammen, schenkte diesen allerdings keine Aufmerksamkeit, nein für Sie war nur wichtig dem Zentrum dieser Schmach zu entkommen, Sie würde schon eine Möglichkeit finden Sich ihre Gerechtigkeit einzufordern, immerhin verdiente Sie doch diesen Traviabund, oder? Nehazet liebte Sie, dafür hatte Sie ja gesorgt und auch Delia war auf ihrer Seite, nur dieser sture Krieger, hatte ihre Pläne gestört, aber selbst er konnte wohl nicht dafür verantwortlich gemacht werden was passierte, ach wäre es nur so leicht den Schuldigen ausfindig zu machen, dann könnte Sie ihre Kräfte auf etwas positives konzentrieren und ihre Rache bekommen, dachte sich eine immer wütender und verbitterter werdende Zafia. Kaum das Sie im Anwesen Tulachims angekommen war, raffte Sie ihre Sachen zusammen, sah noch einmal nach ihren Foki, die ihr noch gute Dienste leisten würden und begab sich mit ihrem Besitz wieder nach draußen. Sie müsste wohl eine Bleibe für die Nacht in einem Gasthaus finden, was Sie auch tat, auf ihrem Zimmer angekommen brachen sich ihre aufgestauten Gefühle erstmals den Weg an die Oberfläche ihres Bewusstseins frei, sie weinte und tobte auf ihrer Schlafstatt nur um sich, nachdem Sie sich anfing zu beruhigen zu ihrer Spinne wandte:“ Ach meine liebe Shabra, was soll ich nur tun, jemand muss dafür bezahlen, aber wer Shabra kroch zu ihren Sachen und bewegte sich auf der Tasche mit Zafias Foki herum Du meinst Sie alle müssen büßen?“ fragte Zafia, deren Stimme von einem schwach verbitterten Ton sich gewandelt hatte über einen kurzen Moment der Verwunderung zu einem leicht getriebenen Rachsüchtigen Unterton, welcher nichts gutes verheißen würde. “ Dafür muss ich mich jedoch gründlich vorbereiten, ich brauche soviele Gegenstände dafür, meinen Kessel habe ich ja dabei und auch die notwendigen Foki sind in meinem Besitz, wo finde ich jetzt nur die restlichen Zutaten, ich werde mich in den nächsten Tagen in dieser Stadt mal umsehen müssen„. So begab sich die aufgebrachte Zafia spät in der Nacht zur Ruhe, noch lange brütend wie am besten ihre Gefühle zu besänftigen wären.

Vorbereitungen:

Am nächsten Tag wanderte die Hexe durch die Straßen Khunchoms auf der Suche nach einem geeigneten Laden, der das besaß, was Sie benötigte, Sie fand am Dracheneiplatz auch einen solchen Laden mit dem vielversprechenden Namen „Arkanes bei Battuhzen und Chymisches Allerlei„, geführt wurde er von einem alten Tulamiden mit langen grauem Bart und tiefen grauen Augen. Nachdem Sie sich etwas umgesehen hatte in dem Laden des alten Tulamiden fand Sie schließlich auch die meisten Sachen die Sie benötigte. Das was Sie noch brauchte könnte er auch in kürzester Zeit liefern, Sie müsste sich nur einige Tage gedulden. Widerwillig stimmte Sie dem zu, stellte er doch keine unnötigen weiteren Fragen, er bot sogar an es von einem Boten zu ihr liefern zu lassen, was Sie aber ablehnte, nein Sie würde in einigen Tagen für die letzten Zutaten noch einmal den Laden aufsuchen. Zufriedener begab sich Zafia wieder nach draußen mit einem Korb voller verschiedener alchmistischer Zutaten, Sie könnte Ihr Werk zwar nicht beenden aber schon einmal damit anfangen, die Zutaten könnten schon zubereitet und angerichtet werden, einig die Foki müssten später hinzugefügt werden, um ihre Wirkung entfalten zu können.

Kaum das Zafia den Laden verlassen hatte, übergab der alte Tulamide das Geschäft an einen Angestellten er müsse dringend etwas erledigen. Er eilte, so schnell es sein Körper aushielt zu seinem Anwesen um sich mit seiner Gattin zu beraten, jene Dame war gerade in der Bibliothek und las in einem der vielen Bücher, die der alte Tulamide über die Jahre angesammelt hatte. „Lyssia, wir müssen uns beeilen, wir müssen ihn einschalten für die nächste Phase, Sie war heute im Laden, und hat, ganz wie du vermutet hast wichtige Ingredenzien für ein Ritual erworben, einige Tage haben wir noch, bis dahin muss es geschehen sein.“ Die Frau blickte von dem Buch auf und erwiderte nur kühl, „ Du und deine Pläne, du solltest doch mittlerweile wissen das Gefühle sich nicht kalkulieren lassen, zumindest nicht ohne ein großes Fehlerintervall zu berücksichtigen, zu deinem Glück weiß ich schon wo sich die gesuchte Person befindet, ich setzte gleich ein entsprechendes Schreiben auf.“ Und so begann Sie auf einer Schriftrolle einen Brief zu verfassen.

Eure Kunstfertigkeit in den Disziplinen des Fuchses beobachte ich nun schon länger, Herr Hanert Groti, ich habe einen Auftrag höchster Eile für euch, der auch in eurem interesse sein wird, es geht um den phexgefälligen Tausch einiger Gegenstände, die Adresse und besagte Gegenstände liegen bei, sowie auch die hälfte eures Honorars in blinkender Münze, wenn ihr die Gegenstände erfolgreich vertauscht habt, so werdet ihr für besagte Gegenstände den Rest  eures Lohnes erhalten. Der Nachricht wurden noch einige Phiolen Blut, etwas Haare und Nägel und andere Gegenstände beigelegt, sowie der versprochene Teil des Honorars. „So das dürfte alles sein, ich verstehe ja nicht, warum du dir diesen Umstand machst, ich hätte eigentlich erwartet das du die Foki schon ausgetauscht hast, ich meine es war doch vorhersehbar? Und nun willst du einen Dieb mit soetwas wichtigem betrauen?“ Führte Lyssia besorgt ihre Gedanken aus, der wohl unwohl war, bei dem Plan, „ ich kenne und liebe dich lange genug umzu wissen, das da mehr dahinter steckt als du mir mitteilst, oder?“ Wandelte sich die besorgte Stimme in eine Neugierige Stimme um, ihr Gatte, der mittlerweile wieder zu Atem gekommen war ergriff nun das Wort, „ Du hast Recht es steckt mehr dahinter, aber wir müssen die richtigen Leute finden, und dafür lohnt sich der Aufwand meine Liebe, ich werde, wie versprochen alles zu seiner Zeit erklären,“ erklärte der ältere Herr ruhig.

Gut ganz wie du meinst, ich schicke einen Boten los um die Nachricht zu überbringen und danach werde ich mich etwas ausruhen,“ Der alte Tulamide nahm dies entgegen und begab sich in den Salon um eine Tasse Tee zu trinken, wäre die junge Dame einem Dienstboten die Nachricht übergab mit strikten Anwesiungen wo er diese zu deponieren hätte und das es, wenn überhaupt nur eine Person gäbe der er die Nachricht direkt übergeben dürfte. Damit wurde der Dienstbote auch schon in den Trubel der niemals schlafenden Entlassen um einen bestimmten Phexensjünger aufzusuchen.

Lyssia in dessen ging auf ihr Zimmer, wo eine prächtige Königskobra in einem Korb nahe ihres Bettes schlummerte, Sie legte sich auf das Bett und wandte sich an die Schlange die ihre Nähe gespürt hatte und auf das Bett kroch, “ Ach Rohaldor, mein Liebling mag zwar klug sein, aber manchmal denke ich übersieht er die naheliegendsten Dinge, das mag daran liegen, das sich unsere Zeit, wo nur wir zu Zweit waren sich bald dem Ende neigt, wie viel haben wir nur erlebt.“ Dabei schmiegt sie sich näher an die Schlange heran und versinkt in einem leichten Schlummer. Rohaldor bleibt bei mit ihr umschlungen, die Körperwärme Lyssias genießend.

Unterdessen im Salon des alten Tulamiden: „Trotz einer solangen Zeit der Vorbereitung habe ich kaum neue Erkenntnisse vorzuweisen, meine Beobachtungen waren nicht genug um deultiche und geplante Bewegungen und Beobachtungen anderer zu vernehmen.“ Seine wachsamen Augen blicken zu dem nächsten Fenster und werfen von dort aus ihren Blick auf die niemals schlafende Metropole.

Eine ungewöhnliche Begegnung

Es war schon seit einigen Stunden dunkel als Lunaluo endlich ihren Entschluß gefasst hatte, Sie werde die Nacht draußen im Barun-Ulah verbringen und nicht in diesem kleinen Zuber, es war wie als würde der Fluss nach Ihr rufen, Ihr ganzer Leib und ihr Geist sehnte sich nach dem kühlen dem befreienden Nass des mächtigen Stromes der sich durch Aranien ergoss. Sie war ein Wesen des Meeres und obwohl es ihr möglich war hier zu ruhen, so gab es doch angenehmere Quellen der Erholung für Sie, was musste Sie nicht alles bislang auf ihrer Queste, ihre geliebte Mutter zu finden erdulden, Fässer, Brunnen, Feldtümpel und mehr, wie verlockend erschien Ihr da der Barun-Ulah. So begab es sich das Sie ihre Sachen packte und den Zuber verließ um sich nach draußen zu begeben, Sie fand ihren Weg, wie der Fluss sich den seinen sucht. Dabei streifte Luna durch den Wald am Rande des Dorfes bis Sie am Ziel ihrer kleinen Reise angekommen war. Schnell entledigte Sich die junge Neckerin ihres Gewandes und sprang in die Fluten. Das belebende Wasser in jeder Pore ihres Körpers spürend tauchte Sie nach einiger Zeit wieder auf um ihr Gewand ebenfalls im Wasser zu tränken, denn Sie würde nur bis zur Dämmerung hier bleiben, wollte Sie doch nicht ihre Freunde in Angst ob ihrer plötzlichen Abwesenheit versetzen. Luna ließ sich in dem Strom eine Weile treiben und schwamm dann wieder zurück. Sie Schwamm schließlich etwas weiter und ließ sich von dort aus zurück treiben. Als nach oben aufblickte ins Firmament wurde Sie der Sterne gewahr und Sie begann ein altes Lied, das Sie in ihrer Kindheit gehört hatte, was sich irgendwo in den tiefen ihrer Erinnerungen versteckt hatte zu singen, nachdem Sie ihr Lied beendet hatte rann ihr eine Träne das Gesicht hinunter, ob der alten Erinnerungen. Erst jetzt wurde Sie der Geräusche die aus dem Wald kammen gewahr, ein einzelner alter Tulamide im Schein eines kleinen Lichtes trat aus dem Wald. Gehüllt in schlichten Gewändern, auf einen Stab gestützt, mit einer ledernen Umhängetasche die von Kräutern gefüllt war trat er an das Ufer zu der jungen Neckerin und sprach mit ruhiger Stimme. „Wahrlich eine schöne Nacht, oder Geschöpf Efferds? Ah wo sind meine Manieren, oh Ihr wunderschönste aller Seerosen, mein Name ist Lechmin ai Battuhzen, ein Kräuterkundiger und Reisender, ich komme schon seit Jahren in diese und andere Wälder um das Wachstum von Sumus Gaben zu beobachten und nutzbringend anzuwenden.“

Luna war schlicht überrascht von dieser nächtlichen Begegnung und erwiederte zögernd nach einiger Zeit:“ Freut mich euch kennen zu lernen Lechmin, ich bin Lunaluo Saari Tuadh Gwenlian von Quell und ja es ist wahrlich eine schöne Nacht, das widerspiegeln der Sterne am Firmament auf der fließenden Oberfläche des Barun-Ulah bildet einen schönen Kontrast zu der dunklen Umgebung.“

Lechmin der sich mittlerweile hingesetzt hatte und seine Lichtquelle, ein kleines Stück Holz mit verschiedenen sehr komplexen Schriftzeichen, die an das Tulamidische erinnerten aber unlängst komplizierter waren, dessen Linien in einem warmen Orange leuchteten. „Lunaluo, ein ungewöhnlicher Name, für ein ungewöhnliches Individuum“, merkte der alte Tulamide aus seinen grauen Augen an, während ein lächeln unter seinem grauen Bart erkenntlich war.

„Nun Lechmin, klingt aber auch nicht sehr tulamidisch, oder?“ Fragte die junge Druidin, aus dem Wasser. „Nein, nicht wirklich, aber das hängt vielleicht damit zusammen, das es kein tulamidischer Name ist? Nun was ist von einem Kind das zwischen den Welten verschiedener Kulturen aufwuchs auch zu erwarten, da passt kein gewöhnlicher Name mehr, so wie das auch bei euch der Fall ist. Denn wenn ich mich recht erinnere, befinden sich Namen aus drei verschiedenen Kulturen in eurem Namen, oder?“ Erklang, freundlich aber doch etwas heiter die Erwiderung Lechmins auf Lunas Frage.

„Damit habt Ihr schon recht, als jemand der weit gereist ist könnt ihr mir eventuell helfen?“ Fragte nun tapfer die junge Druidin, den alten Herren. „Ihr sucht nach jemanden, oder, eure Mutter würde ich vermuten?“

Wieder überrascht und doch davon überzeugt nun endlich etwas zum verbleib ihrer Mutter zu erfahren, bejahte Sie es beinahe schon stürmisch, während der alte Tulamide gelassen wie ein Stein blieb, „ja, aber woher wisst ihr das“, wollte die junge Druidin überschwenglich wissen? „Nun wie ich schon sagte, ich reise viel und erfahre dabei auch viel über Sumus Geschöpfe, unter anderem hörte ich von einem Wesen aus dem Volke der Necker das nach seiner Mutter suchte, da ich hier noch nie auf einen aus eurem Volke gestoßen bin, ging ich davon aus, als ih euer Lied hörte, das Ihr ein und dieselbe Person seit, was ja nun bewiesen wäre. Was nun eure Mutter betrifft, so kann ich euch leider nicht allzu viel mitteilen, außer das ihr in Khunchom hilfe finden werdet, auch wenn es andere hilfe ist als die Ihr euch erhofft habt und auch das Gespräch mit Isaria solltet Ihr abwarten.“

Sie redeten noch lange und tranken dabei auch den ein oder anderen Tee und tauschten Geschichten miteinander aus, kurz bevor es anfing zu dämmern verabschiedete sich Lechmin von Luna und murmelte bei erblicken der ersten Anzeichen der Dämmerung, was für Luna kaum noch zu hören war, „Endlich geht die Sonne auf, die Finsternis lässt mir immer noch, nach all den Götterläufen, einen kalten Schauer über den Rücken laufen, dankenswerter Weise habe ich mehr als eine Methode um Licht zu machen.“

Nachdem Lechmin nicht mehr zu sehen und zu hören war, stieg Luna aus dem kalten Nass und fing an sich anzukleiden. Im Schein der ersten Lichtstrahlen fand Sie schnell den Weg zurück ins Dorf.

Ein magischer Ort

Das Fest wogte lange und stürmisch hin und her, der Bruder Delias sorgte für Stimmung und Unterhaltung, so wie des Efferds Element den Durst aller Wesen zu stillen vermag, ausgelassen wurde getanzt, gesungen, gespeist und getrunken. Dabei wurde die Stimmungen zum schluss nach dem Verzehr einiger Gurkenstücke noch einmal angehoben. Viele Geschichten, welche die anderen erheiterten wurden ausgetauscht, auch wenn ich viel davon nicht verstand, aber die anderen waren glücklich. Ich rang mich zum schluss durch auch eines der Gurkenstücken zu probieren, mir fiel der strahlenden irisierende Glanz der Dinge auf, welcher mir vorher nicht bewusst war, es war wie der Blick aus einer anderen Perspektive. In den nächsten Tagen habe ich viel Zeit damit verbracht Schrift und Sprache der Tulamiden und die Zeichen Kusliks zu erlernen. Den Kampf gegen den Sieger der letzten Turnier hat Sieghelm trotz seiner vorherigen überragenden Leistungen, zumindest gehe ich davon aus das jene überagend war, nicht gewonnen, aber er war wohl in den Augen aller ein sehr ehrhafter Wettstreit zwischen zwei Dienern der Leuin. Aufgrund der schweren, wenn auch oberflächlichen, Verletzungen heilten sowohl Jane, Delia als auch ich ihn, wobei Delia und ich auf unsere Kräfte zurückgriffen, so wie auch schon bei Azina vor ein paar Tagen.

Am 20.Firun, waren wir wie verabredet im Rondratempel, ich wollte ja eigentlich nicht hinein in diese unwirtlichen feurigen Hallen, aber ich fasste meinen Mut zusammen, wenn gleich ich dies wohl ohne meine Freunde nicht getan hätte, und wagte mich in die Höhle der Löwin, selbige war erleuchtet von unzähligen Feuerbecken und die Schäge des Gongs tönten wie ein Donnerschlag in diesen Hallen, die Diener der Löwin die Anwesend waren schienen auf uns zu warten. Hm eigentlich seltsam, das einer Sturm und Regengottheit, auch Feuer zugeordnet wird, erscheint mir etwas kontraintuitiv. Die Atmosphäre im Tempel war wirklich bedrückend, so das ich mich an Jane wandte, nur meine Freunde, welche in meiner Nähe weilten, verhinderten das ich vor Schreck erstarrte oder aus Panik davon rannte, an Jane gekauert schritt ich hinter ihr her den anderen folgend weiter durch den Tempel. Bis Wir weit genug in dem Inneren des Tempels waren und die Meisterin der Senne Süd, sich an uns, nun mehr an meine Freunde, denn mich, aber das war in Ordnung, ich war ja nur wegen meinen Freunden hier, wandte und uns, also ihnen, eine Frage stellte. Jene wurde von ihr allerdings in kürzester Zeit selbst beantwortet und dabei zeigte sie Sieghelm eine ungewöhnlich gezackte Klinge, welche sie ihm darbot. Diese heilige Klinge der Löwin sollte für einen würdigen Diener der Leuin sein, und die Meisterin der Senne Süd meinte diesen in Sieghelm gefunden zu haben. Nachdem Sieghelm die Klinge in seine Hände nahm, wurde er von der Meisterin der Senne Süd angegriffen, aber mit dieser Waffe parierte er jeden einzelnen Angriff. Delia und ich wollten schon zu unseren Kräften greifen um unseren zur hilfe zu eilen aber, Jane deutete Delia, und damit mir da ich ja immer noch in ihrer Nähe stand, an das dies keine Weise wahl wäre, da es sich dabei wohl um einen Test handel würde. Dieser wurde dann auch von Sieghelm bestanden. Danach wurde noch eine Klinge für den neuen Waffenknecht von Sieghelm erworben.

Am darauffolgenden Tag brachen wir auch in Richtung des Heimatdorfes von Delia auf. Wir reisten auf unsere Art, Sieghelm hoch zu Pferde, Jane, Azina, Delia und Rondrian laufend und ich laufend oder schwimmend, je nachdem was sich gerade anbot.

Nachdem wir die Grenzfestung Araniens hinter uns gelassen hatten wanderten wir durch einen Wald, bis wir an einen Ort kammen der gezeichnet war von zwei Birken die einen Eingang formten, wenn man davon wusste, an den Birken wuchsen Beeren und ein Stein mit dem Symbol der Phasen der Mada war ersichtlich. Die Tatsache das Delia meinte Ihr Dorf wäre direkt vor uns und das sie nach durchschreiiten des Eingang nicht mehr zu sehen war, war genug um mich zu veranlassen mir diesen Eingang genauer nach dem Odem des Arcanen anzusehen. Und tatsächlich entpuppte es sich das hier Magie herrschte, wahrscheinlich alte und mächtige, wenn gleich doch offensichtliche, Magie. Wir waren In Delias Dorf, ein kleinen Siedlung vornehmlich aus Fachwerkgebäuden und einzelnen Häusern mit Bäumen oder aus Bäumen, welche den Namen Mahtab trug, angekommen. Unser Weg führten uns zu einem Gasthaus, welches wohl keinen Namen trug, Azina entschied selbst für ihr Mahl zu Sorgen, als wir durch die Tür traten und eines Barden ansichtig wurden, welcher auf einem Instrument, das aussah wie als wäre es aus Eis, spielte, wurde uns gewahr das wir uns nicht mehr bewegen konnten, tatsächlich schien sich nichts mehr zu bewegen, auch die Sprache versagte uns den Dienst, ich beschaute mir die Situation an und suchte nachdem Odem des Arcanen und fand diesen auch, bei dem seltsam gewandten Barden mit den Hautbildern der auf diesem kühlen Instrument vor seinem Buch und Gefäß spielte. Kaum war seine Laute und seine Stimme verklungen, endete auch sein Bann auf uns und wir waren wieder im Besitz unserer Kräfte, aber von dem Barden war nichts mehr zu sehen. Der Wirt ein Tuluf ibn Ali bewirtete uns noch.

Das Ende des Turniers?

Nachdem Azina vor ein paar Tagen stark blutend zu ihrem Gehöft zurückkehrte sah es ganz so aus, als würde Sieghelm ihr in diesem Punkte folgen, wurde er doch schwer verletzt durch eine Kämpferin die wohl einen gewissen Kor anbetet, angeblich soll er irgendwie mit Rondra in Verbindung stehen, aber da ich noch in keinem der Tempel der Rondra war, habe ich dahingehend noch keinen Diener Rondras dazu befragt. Allerdings gelang ihm, im gegensatz zu Azina, dennoch den Sieg davon zu tragen, was lediglich bedeutet das er diesen Sturm an schneidenden Schmerzen weiter ertragen darf, ich verstehe ja nicht wirklich warum die sich unbedingt gegenseitig verwunden müssen, ich meine wenn sie sich austoben wollen dann könnten sie doch auch etwas Imman spielen, wobei ich auch da nie verstanden habe was daran so interessant sein soll, aber zumindest sah es nicht so verletzend aus.

Am Tag danach holten Jane und ich dann endlich die in auftrag gegebenen Lederwaren ab, ihre Rüstung und meine Handschuhe, nun ich kann nichts zu der Rüstung sagen, aber es wird wohl eine weile dauern bis ich mich an die Handschuhe gewöhnt habe.  Über das verwendete Leder bin ich mir nicht ganz sicher, aber es scheint sich um eine solide Verarbeitung zu handeln, die Handschuhe sitzen auch bequem, meine Schwimmhäute kneifen nicht und auch die Hautschleier sind bedacht. Ich werde mal sehen ob entsprechende Lederwaren reproduzieren kann, in angemessener Zeit versteht sich, da der Vorteil solcher Bekleidung offensichtlich ist. Ganz davon abgesehen kann ich mich nun auch dieser Gegenstände widmen, die von den anderen Buch genannt werden. Meine Freund besuchten wieder den Rondratempel, ich blieb mit Azina draußen, was sehr nett von ihr war.

Schlußendlich gewann Sieghelm auch noch den letzten Kampf des Turnieres, es sei denn der Kampf gegen den letzten Gewinner wird noch gezählt, dann war das wohl nur der vorletzte Kampf. Dabei fiel auf das dieser Kampf für Sieghelm augenscheinlich weniger schwer, oder zumindest weitaus weniger gefährlich war, wurde er doch im vergleich zum vorherigen Kampf praktisch nicht verletzt. Für heute wollte er eine Feier ausrichten lassen, was auch dazu führte das ich mich erneut in die Fluten des Barun-Ulah begab um zu fischen.

Elementare Enthüllungen im Barun-Ulah

Wir saßen gerade am Tisch um das aktuelle Mahl einzunehmen als Alhina mit einem gewissen Rafid ibn Achmad, ihrer alten Liebe, sich zu uns gesellte. Anscheinend besaß er einstmals Land, welches er einer Familie zur Verwaltung übergab während er reiste, das Schriftstück, welches dies belegte versank jedoch in den Fluten des Barun-Ulah, Alhina dachte ich könnte dies eventuell wieder finden. Ich sah nichts was dagegen spräche und da ich mich gerne in meinem Element aufhalte, machten wir uns dann auch bald auf den Weg, nachdem Jane ihr Gepäck erleichtert hatte. Rafid und Azina führten uns durch Baburin an der dem Barun-Ulah zugewandten Stadtmauer entlang bis zu einer Stelle die irgendwo unter einem großen Gebäude, wohl dem Haus des hiesigen Herrschers, lag. Rafid warf einen Stein mitten in den Fluss, dorthin wo er meinte das Boot gesunken sei, vor fünf Götterläufen, damals hatte ich noch keine Beine, das war kompliziert sich damals an Land fortzubewegen. Ich entledigte mich der hinderlichsten Teile meiner Kleidung, etwas behielt ich an, war ich mir doch bezüglich der aquatischen Flora und Fauna nicht sicher, hätte ja sein können das etwas in den Tiefen lauert das besser nicht an den Leib gerät. Ich nahm lediglich meinen Vulkanglasdolch und das kleine Fischernetz noch mit. Nachdem ich in das Wasser gesprungen und untergetaucht war wirkte ich einen Flim Flam um mich besser zurecht zufinden, was mir unter Wasser leicht gelang, ich war nun mal in meinem Element. Danach schwomm ich eine Weile hin und her, befragte die Fische der Umgebung, naja befragen ist nicht ganz das richtige Wort, Fische sind nun mal recht still, aber ich konnte ihnen mein Anliegen verdeutlichen und die Fische zeigten mir auch verschiedene Wracks, samt diverser Kisten, Kästen und anderer Behältnisse. Vor allem lag am Grund viel Tand, Waffen, KLeidung, Alltagsgegenstände, irgendwann wird wohl der ganze FLuss davon voll sein, da unten sollte jemand aufräumen bevor es zu spät ist und die Geschöpfe Efferds dort nicht mehr leben können. Eine Kiste hatte ich schon an Land geschafft nachdem ich noch ein Ruderboot und ein weiteres Schiff fand, dieses Schiff war sehr zerfallen aber in den Resten der Kajüte fand ich noch eine Truhe. Ich rief einen Diener des Wassers herbei, was entsprechend leicht von meinen Händen ging und bat diesen die Kiste zu meinen Freunden an Land zu bringen, nun ja jedenfalls war dies so gedacht. Zuerst folgte mir mein nasser Freund in den Frachtraum, dort sprach ich ihm nocheinmal meine Bitte aus. Während er also die Kiste an Land brachte sah ich mich weiter um und sammelte alles ein was irgendwie interessant sein könnte, verschiedene Kisten und Kästen, sowie Schatullen, eine Flasche und was mir sonst noch so ins Auge geschwemmt wurde, darunter auch eine schöne Muschel. Der Diener des Wassers fand seinen Weg zu mir zurück und ich bat ihm das von mir gefüllte Fass ebenfalls zu meinen Freunden an Land zu bringen, auch diese Bitte füllte er fließend aus. Auch ich schwamm wieder an die Wasseroberfläche zurück. nahm aber vorher noch den Namen des Schiffes, Seetang, wie lecker, wie ich später erfuhr mit. Meine Freunde waren gerade dabei die gefundenen Schätze zu sortieren und generell zu besehen als uns auffiel das sich weitere Menschen näherten. Wir begrüßten jene freundlich und erzählten was wir taten, irgendwie, wobei meine Freunde wohl der Meinung waren die Gegenstände seien angespült worden, wahrscheinlich ein Missverständnis aufgrund des Wasserelementares. Meine Freunde begaben sich friedlich auf den Weg zurück und ich das Wasser genießend schwamm hinterher, allerdings bedankte ich mich vorher noch bei den Fischen und den Elementar. Auf dem Hof wurde dann Rafids Kiste geöffnet und tatsächlich war das Schriftstück noch erhalten. Jane unternahm noch einige Maßnahmen um den weiteren erhalt zu gewährleisten und es wurde beraten was nun zu tun sei. Am nächsten Tag machten wir uns erneut auf in die Stadt und besahen und den Tempel des Nebel- und Handelsgottes, naja Delia und ich besahen uns diesen die anderen berieten sich mit in graue Gewänder gehüllte Gestalten. Als wir später zum Hof zurückkammen dauerte es nicht lange bis ein Wagen gezogen von Sieghelm den Hof erreichte in diesem lag die schwerverlezte Azina, ohne lange nachzudenken eilten Delia und ich an ihre Seite und nutzten unsere Fähigkeiten um ihr Linderung und Heilung zu verschaffen, was uns auch gelang. Danach fühlte ich mich zwar bis auf die knochenausgetrocknet, aber das war es wert. Wenigstens würde Sie sich jetzt nicht mehr in dieser seltsamen Veranstaltung verletzen, nun bleibt nur noch zu hoffen das Sieghelm es möglichst unbeschadet daheraus schafft.

Fragwürdiges Verhalten und Zeitvertreib…

Beinahe könnte man es wohl als Flaute bezeichnen, Azina verwies mich an Nehazet, welcher natürlich nicht hier sondern in Khunchom ist, nun gut ich werde wohl dem Verlauf des Barun-Ulah folgen danach an der Küste entlang schwimmen und so schließelich nach Khunchom kommen, aber vorher werde ich Delias Mutter besuchen möglicherweise kann Sie mir helfen meine Mutter zu finden, denn Sie kann wohl das unergründliche Wesen des Stroms des Schicksals erkunden. Was die Tage sonst so betrifft, so gibt es neben dem langweiligen Turnier, wo Sie sich nur gegenseitig verletzen, und das sogar ziemlich schwer, das ist kaum anzusehen, da möchte man schon das ein oder andere mal auf das Feld laufen um die Leute zu heilen oder es stürmen lassen damit die Kämpfe gar nicht stattfinden, aber denen ist das gegenseitige verletzen so ernst das gäbe bestimmt ärger, wenn sie von ihrem schadhaften Verhalten abgehalten würden. Ansonsten gibt es viel zu tun um meine Gedanken und die der anderen auf Nebenflüsse zu verleiten. Für mich wären das vor allem die Suche nach Nutzpflanzen für den Hof, dabei konnte ich auch die Gegend etwas erkunden. Dann noch ein bisschen Fischerei, mittlerweile habe ich schon die verschiedensten Varianten ausprobiert, mit der Rute, dem Netz, einer Reuse, dem Speer und vor allem Unterwasser, letzteres war entsprechend erfrischend. Das bot mir auch die Gelegenheiten auführlich in dem Fluss zu schwimmen, was für eine labsal, es ist ja nun schon etwas länger her das ich richtig schwimmen konnte, die ganzen Brunnen, Fässer, Becken, Zuber und Wannen sind doch etwas einengend. Ich muss sagen die Landschaft hier ist schön, der rege Schiffsverkehr ist ein bisschen störend aber ich schwimme einfach unter den Booten entlang, das geht schon irgendwie der Fluss ist zum Glück groß genug. Für Arima habe ich auch noch ein paar Holzspielzeuge angefertigt, zuerst einen schönen Delphin, danach eine graziöse Nixe und nun bin ich mit einer anmutigen Schildkröte beschäftigt, ich denke danach wage ich mich an einen Rochen. Mit dem Banner von Sieghelm bin ich auch beinahe fertig, es ist zwar etwas durchnässt, das passiert halt, wenn unter Wasser in der Wanne gestickt wird, aber für den Anlass sollte es wohl genügen. Während der Tage des Turniers waren wir auch der Familie von Muhalla, ich habe mich mit ihnen kaum unterhalten, die anderen wollten nicht das ich allzu viel erzähle. Ich sollte Delia mal nach ihren Stecken fragen, Sie hatte ihn bis vor kurzem noch beinahe überall dabei, aber seit der Wintersonnenwende ist Sie immer seltener mit ihm anzutreffen.

Baburin, das Ende der Reise?

Wir suchten also nach Muhalla, nun ihn fanden wir nicht, dafür aber ziemlich viele Pflanzen. Jane hatte diese weiter verarbeitet zu einigen Tränken, ganze Wasserschläuche ließen sich mit den abgefüllten Tränken füllen, was letzendlich auch passierte. Nachdem unsere Suche nicht erfolgreich verließ begaben wir uns nach Baburin um die kunde des Schicksals von Muhalla dort zu verbreiten. Die Reise selbst verlief recht ereignislos, halt etwas zäh und trocken, wie es so üblich ist an Land, vermute ich mal. Ich weiß zwar nicht wieso, aber ich sollte nicht über Muhalla und Radajana reden, meine Gefährten waren wohl besorgt Worte könnten aus meinem Mund heraussprudeln und in einem Wasserfall ähnlichen Wortschwall münden der das Boot der Aufklärung der Hintergründe des verschwindens von Muhalla und Radajana von der Quelle bis zur Mündung tragen würde, oder so ähnlich. Ich beschloss dementsprechend still wie ein tiefes gewässer zu sein, oder nach Einschätzung meiner Gefährten stumm wie ein Fisch zu sein, wobei einige von denen wirklich gerne und ausführlich reden.

Wir erreichten auch das Gehöft von Azina saba Belima und Ihrer Familie, anwesend waren eine Belima saba Carima, ein Alef ibn Eslam, eine Arima saba Belima und ein junger Herr namens Chezzek. Bei Arima handelt es sich um ein sehr junges Kind, wirklich niedlich und süß, ich denke ich werde für Arima in den nächsten Tagen etwas schnitzen, ein Delphin oder etwas vergleichbares.

Die Nacht verbrachte ich diesesmal im Haus, genauer gesagt in der Badewanne im Badezimmer, das war weitaus entspannender und nicht so beklemmend wie in den meisten Brunnen oder Fässern oder dem ein oder anderen Zuber in dem ich die Reise hinüber schon lag. Am Tag darauf begaben wir uns nach Baburin, eine recht interessante Stadt, nur etwas sehr laut, ohne Efferdtempel, dafür aber mit sehr schönem Fluss, ich denke ich werde dort auch demnächst mal baden, eventuell besehe ich mir das Turnier das die Rondrakirche dort veranstaltet vom Barun-Ulah aus an. Sehr großer Markt, mit etwas sehr gewöhnungsbedürftigen Ordnungsprinzip, einem großen Rondratempel, welchen ich mir allerdings nur von außen  betrachtet habe, er muss aber wahrlich erschreckend gewesen sein, habe ich doch gehört das sogar Sieghelm aus vollstem Leibe schrie, ob das zum Kult der Donnernden dazu gehört? Bezüglich des Marktes bleibt noch festzuhalten das es zu einem Tumult kamm dessen Ursprung sich in Jane fand die einige Raubfische angelockt hatte. Aber diese konnten davon abgehalten werden mit Ihrer geplanten Beute zu entschwinden. Diese Lederrüstung die Sie in Auftrag gab könnte Ihr wirklich dienlich sein, um ihr vom Regen in die Traufe zu verhelfen. Und auch ich bin schon gespannt ob der Handschuhe, es wird wohl etwas gewöhnungsbedürftig aber danach kann ich mir eventuell das ein oder andere Buch ansehen.

Vorbereitungen für wilde Verhandlungen

Ich bin also seit einigen Tagen wieder in Khorestan, nun habe ich schon verschiedene Pläne, für unterschiedliche Eventualitäten bezüglich des Ferkinaproblems erarbeitet und ich bin zuversichtlich das sich meine ordentliche Vorbereitung auszahlen wird, ich meine es sind nur Wilde, und von jenen auch nicht einmal viele, damit sollte ich doch wohl alleine fertig werden.

Ich arbeite nun schon länger als eigentlich erwartet an dem Problem, nun was will ich machen, da ich auf meine eigenen Fähigkeiten angewiesen bin, und alles sicher verlaufen soll, wurde aus der angestrebten Woche mittlerweile eine Zeit von 13 Tagen, doch dafür habe ich nun verschiedene Temporäre Thaumatursome zur Hand, die, sofern sich Azad nicht auf eine vernünftige Verhandlung einlässt, ihn dazu bewegen werden meinem Anliegen positiv zu begegnen, darüber hinaus sind auch verschiedene Elementare gebunden zur Verfügung um mir mit ihren besonderen Fähigkeiten zu diensten zu sein. Alles in allen bin ich zuversichtlich das ich das Problem auf die eine oder andere Art lösen werde, im zweifelsfall wird das ganze halt in einem Zauberduell, falls bei Azad von einem Zauberduell gesprochen werden kann, ausarten. Da die Überraschung auf meiner Seite ist, gehe ich auch nicht davon aus das er irgendwelche wie auch immer gearteten Vorbereitungen getroffen hat.

Darüberhinaus veranlasste ich in den letzten Tagen hier noch die verschiedensten anderen Angelegenheiten, ich ließ schon einmal ein paar Speisen, für meine zu erwartende triumphale Rückkehr, vorbereiten, so das eine kleine Feierlichkeit auszurichten möglich wäre, jenachdem wie meine Verhandlungen mit den Ferkinas laufen mögen. Weiterhin besah ich mir erneut die Pläne, welche Jane gezeichnet hatte, ich denke als nächstees werde ich die Ziegelei in Angriff nehmen, für meine weiteren Vorhaben benötige ich Baumaterialien, außerdem habe ich schon eine Idee wie ich mit der Ziegelei mit einigen Modifikationen die Wasserversorgung meines Heims und das Schwefelproblem des Sees in Angriff nehmen kann.

Weiterhin beauftragte ich Assaf sich nach den verschiedensten Büchern und Schriftrollen zu erkundigen, wobei arkanes Wissen jedweder Richtung natürlich bevorzugt meine Neugier wecken würde, ich ihn aber auch darauf hinwies das eine ordentliche Bibliothek gefüllt mit profanem Wissen über die Umgebung, die verschiedensten Wissensbereiche und auch über die verschiedenen Schulen des Rastullah Glaubens momentan von, leider wie ich schmerzhaft zugeben muss, höherer Priorität seien. Anschließend trug ich ihm noch auf nach dem ein oder anderen geeigneten Lehrling ausschau zu halten, der es würdig wäre in den geheimnissen der Al’Cymia unterwiesen zu werden, jener sollte treu, gelehrig und gescheit sein.

Erlebnisse in Tempeln und anderes

Wir reisen weiterhin nach Baburin, die Reise an Land schlaucht ziemlich, wie sehne ich mich doch nachdem erquickenden Nass des Wassers der Meere, nun zumindest fließt in Baburin ein Strom namens Barun-Ulah, das klingt zumindest erfrischend. Um dem beengten Verhältnissen von Fässern und Brunnen zu entgehen, habe ich beschlossen die Nacht in nahegelegenen Gewässern zu verbringen, auch wenn dies eher dem liegen in einem Tümpel glich, denn der Ruhe die am Grund eines großen Sees zu erwarten war. Es war aber immernoch besser als die meisten Brunnen und jedes bislang erlebte Fass. Viel erstaunliches ist in letzter Zeit nicht passiert, denke ich, wir erreichten eine größere Stadt, daran werde ich mich wohl nie wirklich gewöhnen, zumindest gab es dort einen Tempel des alten Gottes, welcher ein sehr schönes, geräumiges und dadurch gemütliches Becken voller Wasser hat. Die Siedlung wurde Marmel und oder so genannt, ein lustig klingender Name, was er wohl bedeuten mag? Ich sollte Jane mal fragen.

Die anderen verbrachten die Nacht in einem Gasthaus mit dem Namen zum grauen Pony, auch ich verbrachte in diesem Hause eine Nacht, diesesmal in einem Zuber, es war zwar kein vergleich zu dem Becken im Efferdtempel, aber immernoch besser als der Brunnen oder ein Fass. Tags darauf, also nach der ersten Nacht, die ich wiegesagt im Tempel des alten Gottes verbracht hatte, die beruhigende Präsenz des Herren der Gezeiten war deutlich zu spüren und dementsprechend richtete ich mich in seinem Element an Ihn. Am Tag darauf erkundeten wir die Stadt genauer, dabei ergaben sich einige, äh interessante bis erschreckende Begegebenheiten, einerseits das schon bekannte nicht berühren der Bücher im Hesinde Tempel, das erfragen was es mit der „Efferdswoge“ auf sich habe im örtlichen Tempel der Rahja, ich war allerdings etwas enttäuscht von der Erklärung, hatte ich mir doch etwas, erhofft das eher mit Efferd in anderen Aspekten zutun hätte, eher mit Wasser und Seefahrt undso. Das erschreckendenste war allerdings der Rondratempel, Sieghelm redetete vor dem Tempel von irgendeinen Kampf einer Ardare, wahrscheinlich eine Bekannte von ihm, mit irgendjemanden, das ging ja noch, aber im Tempel gab es eine Schale in der Feuer loderte als ich jene erblickte überkamm mich eine unbeschreiblich tiefsitzende, unergründliche Furcht, welche mich zurückschrecken ließ. Ich habe also zusammen mit Alhina, ich denke es war Alhina, ich war ziemlich in meinen Gedanken versunken, so dass ich mir da nicht sicher bin, auf den Stufen des Tempels gewartet. Auch dem Markt besuchten wir an diesen Tag noch, dabei ging es unter anderen auch um das anpassen bzw. beschaffen eines Paars Handschuhe, da meine Schwimmhäute und Hautschleier doch besonderer Beachtung bedürfen.

Am Abend wurden noch verschiedenste Dinge beredet, es ging wohl um Muhalla und Radajana, jene wollten woanders hinreisen und es wurden auch verschiedenste Orte genannt, Hummerschlag, Hochsteg, Kunch Ohm, Korestan, Norburg und Havena, oder so, ich habe sowieso nicht alles verstanden und da ich noch mit Delias Haaren beschäftigt war, kann ich mich dabei auch verhört haben. Es wurde wohl beschlossen beide ihren Schicksal folgen zu lassen, dabei aber jedoch sozutun als gäbe es Stromschnellen auf dem Verlauf des Flusses den Sie bis zum Meer zum Unergründlichen folgten. Sieghelm nahm dies deutlich mit, deswegen erbat er sich auch ein Bild von Jane, zu diesem wurde ich dann auch dazu gestellt, mitsamt meiner leuchtenden Hand. Das war dann auch die Nacht die ich in dem Zuber verbrachte. Am Tag darauf nahm das Schicksal dann seinen Lauf und Muhalla und Radajana waren von uns nicht mehr gesehen, die Leute die ich am Ort des verschwindens befragte konnten mir auch nicht mitteilen wohin Muhalla und Radajana entschwanden. Wir teilten und die nächsten Tage auf und suchten nach Muhalla und Radajana, dabei suchte ich zusammen mit Jane und Delia nachden beiden, zusammen mit Jane suchte ich auch nach Pflanzen, wobei wir wohl unterschiedliche Pflanzen suchten.

auf arkanem Wege nach Khorestan

Nachdem ich genügend Kräfte gesammelt hatte begab ich mich auf den Weg nach Khorestan, meine Untertanen brauchten mich dort. Ich verabschiedete mich von Tulachim, Rashim und Sulibeth fürs erste, versprach ihnen jedoch den Kontakt mit ihnen zu halten. Meine Sachen waren schnell gepackt, was nicht weiter verwunderlich ist, habe ich doch schon seit einigen Tagen meine Abreise vorbereitet. Um meine Kräfte zu schonen beschloss ich den Umweg über die Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis zu wählen. Dank der Dunklen Pforte war ich in kürzester Zeit von Khunchom nach Punin gereist. Dort sammelte ich noch ein paar meiner Sachen ein, vornehmlich Schriftstücke meinerseits, es lag eh alles in mehrfacher Ausfertigung vor. Und begab mich  und mein Gepäck getragen von einem Luftdschinn nach Schirdar.

Ich erreichte mein Land also am 10. Hesinde und bezog erneut Quartier in meiner Burg. Es gab vieles das erledigt werden musste. Ich schickte einen Boten aus um den Hairan der Benaymans bescheid zu geben das ich ihn zu sprechen wünschte. Ich ließ die Stele der elementaren Attraktion des Eises in einen Vorratsraum transportieren. Dabei besah ich mir die Bibliothek und befand jene für gut, nur die verwaisten Regale bekümmerten mich zutiefst. Darum werde ich mich bei nächster Gelegenheit kümmern. Ich beriet mich anschließend mit dem Hairan der Benaymans und versicherte diesem, das ich an dem Problem mit den Ferkinas arbeiten würde, das ich mir schon seit mehreren Monden gedanken darum gemacht habe, wie die aus dem Dorf geraubten möglichst schadfrei aus den Klauen dieser Wilden zu befreien seien. Ich mich aber nicht gleich darum kümmern könnte, da ich noch letzte Vorbereitungen zu treffen hätte. Nachdem ich mit gesprochen hatte, wandte ich mich wieder anderen Themen zu, ich überwachte den Aufbau der neuen, wenn auch sehr primitiven, Alchemistischen Gerätschaften in einem der Nebengebäude meiner Burg, welche wohl bis aufweiteres als mein Labor zu fungieren haben würde. Ich begann auch schon mit dem brauen der ersten Tränke. Mit dem überprüfen der Zahlen und einer langen Beratung mit Assaf ließ ich meinen ersten Tag zurück in Khorestan ausklingen. Es werde viel zu tun geben in den nächsten Tagen, dem war ich mir bewusst und darauf würde ich mich gebührend vorbereiten.