Button

Muss Schwimmen Lernen

2.Phex 1026. Die heißen Quellen sind eine angenehmer und wohltuender Ort. Sie haben mich für einen Moment die Strapazen der Letzten Tage vergessen lassen. Der Anblick der Nackten Dehlia war wie immer wohltuend ich denke meine Freundin weis genau welche Wirkung sie damit auf ihrer Begleiter erzielt. Es war angenehm die Beiden Bodenständigen alten Herren wiederzusehen obwohl ich auf den Anblick der nackten Körper der beiden hätte verzichten … das heist bei Hesinde nein … nur weil ich etwas abstoßend finde Sollte ich es nicht Ignorieren. Ich bin mir sicher das die Beiden ein gutes Beispiel für die Veränderung des Alters liefern. Ich sollte vermutlich um meine Zeichenkünste zu verbessern vermutlich auch Actbilder von Männer und Frauen im Alter machen. Trotzdem .. nun ich Schweife ab.

Das Problem mit den Trollzackern sollte mittlerweile gelöst sein. Es war relativ schmerzlos zumindest für Uns. Der in seiner Kultur bereits Todgeweihte Blut hat die Situation dem Schamane erklärt. Danach wurde er Rituell getötet wie es sein Glaube erfordert. Ich werde nicht darüber Urteilen wie es manch einer meiner Kollegen tun würde. Das Leben weit Oben in den Bergen ist hart, jemand verstümmeltes gefährdet die ganze Siedlung und anstelle ihn, in einen langsamen und qualvollen tot in der Verbannung zu schicken gibt man ihnen diesen Ausweg. Und trotzdem .. wäre die Situation nicht so dringlich. Ich hätte vielleicht einen Weg gesucht Blut von dem wert eines Lebens ohne Arm zu überzeugen.

Doch nun zum Grund weshalb ich mir diesen Moment nehme hier am Eingang dieser Unbekannten Ruine. Ich Muss Schwimmen Lernen. Ich kann nicht glauben das ich seit über fünf Jahren auf großer Abenteuerfahrt bin und es immer noch nicht geschafft hab Schwimmen zu lernen. Beinah wäre ich heute wegen meiner Unkenntnis in Schwimmen ertrunken. Nur dank in diesen Jahren angesammelter Vorsicht und Anleihen haben wir es durch die Höllen geschafft ohne das jemmand gestorben ist. Der Arme Traviahold ist beinahe ertrunken! Auch hat mir das Deutlich gezeigt wie wenig ich über die Auswirkung des ertrinken auf den Menschlichen Körper weis. Es muss doch möglich sein Luft mit einem nach unten zu nehmen. Ich frage mich auch woher das Dröhnen auf den Ohren Kommt das ich für eine Weile verspürt hab. Ich sollte darüber Nachforschen … doch genug davon es Scheint das Traviahold sich langsam erholt hat.

Der Eingang zum Herz der heißen Quellen

Wo sind wir denn nun schon wieder hineingeraten?

Erst ertrinken wir alle beinahe jämmerlich in dem gefluteten Gang unter den heißen Quellen. Nur Mædnir fühlte sich sichtbar wohl und führte und rettete uns nach unten in die Unterwasserhöhle. War er doch in seinem und seiner Götter Element. Selbst mich hat es einmal erwischt. Ich konnte die Strecke nicht bewältigen und wurde ohnmächtig. Kein Wunder, kann ich doch fast überhaupt nicht schwimmen. Wenn Sieghelm gerettet und Turnak’riiin geschlagen ist, sollte ich mir die Zeit nehmen, hier ein wenig Schwimmen zu üben. Nicht auszudenken, sollte ich einmal in Not geraten und mir nicht zu helfen wissen … Ich muss ja nur einmal in Eis einbrechen und schon war es das von mir. Welche Schande das wäre! „Die Erwählte Firuns ist in Eis eingebrochen und ertrunken.“ Lächerlich! Grotesk!

Und nun sind wir in einer Höhle … nein, einer erbauten Stätte unter Wasser. Vor uns liegt eine gediehende Landschaft mit Bäumen und Lichtquellen von oben, umrahmt von steinernen Wänden! Wie kann das sein? Hier mitten in Sumus Leib. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Ob hier auch Tsas Geschöpfe heimisch sind? Vielleicht ziehen sich Bären hier her zurück, wenn Firuns eisiger Atem über das Land fegt. Wir sollten vorsichtig sein.

Hinter uns liegen zwei Skelette mit einer – wie sagte Jane? – Spitze eines Rissospeeres zwischen den Rippen. Beide wohl um die hundert Götterläufe alt. Rissos sind Fischwesen, die sich an Land fortbewegen können. Stammen wohl aus dem Süden. Nur wie kommen sie hier her? Und wer sind die beiden Leichen? Hatten sie spezielle Kleidung an? Waren es Wächter der hiesigen Anlage? Oder Eindringlinge? Ich konnte nichts Bemerkenswertes an ihnen ausmachen.

Nun zu den Spuren! Hier ist seit langem niemand mehr gewesen. So sind die beiden frischen Spuren zweier Menschen gut zu erkennen. Der eine scheint etwas schwerer zu sein. Eventuell stark bepackt. Ein Forscher und sein Träger vielleicht? Was wollen sie hier? Und gerade jetzt? Eine göttliche Fügung?

Ich denke, wir haben nun das „Herz der heißen Quellen“ gefunden. Lasst uns doch einmal nachschauen, ob wir hier finden, was wir suchen.

Kurz schaut Azina nach hinten zurück.

Und was ist mit Nehazet? Er wird sich das hier wohl nicht entgehen lassen … und mein Gefühl sagt mir, dass wir ihn noch brauchen werden, ehe wir hier raus sind. Aber ich brauche mir keine Gedanken machen. Er wird in weniger als einen halben Tag hier bei uns sein. Entweder schwebt er von oben herab, manifestiert sich direkt vor uns oder steigt aus einem Portal oder Riss in der Sphäre. Aus der Wand oder dem Boden kommend wäre neu …

______________________________

Azinas Gedanken

Wärme

Auch wenn die Tauchgänge anstrengend waren, so hatten sie doch einen gewissen Reiz. Zugegeben ohne ihren Besen hätte Delia die Strecken nicht so problemlos bewältigt. Doch der Aufenthalt in Efferds Gefilden hatte auch etwas für sich, denn das warme Wasse vertreibte die Eiseskälte aus ihren Gliedern und füllte ihren Leib mit wohliger Wärme. Ihr Körper entspannte sich, Muskeln und innere Anspannungen lösten sich.

Diese Wärme war wohl auch der Grund für Igans versuche Delia zu einem sehr feuchten Beischlaf in einer der Grotten zu verführen. Selbst für die sehr freizügige Hexe kam das Angebot sehr überraschend. Bei Rahja, Igan sah gut aus und sicherlich konnte er ihr die eine oder andere Freude bereiten. Ihr Körper hungerte schon nach liebkosenden Berührungen und wer konnte der Auserwählten Rahjas das schon verdenken? Sie wusste aber, dass so ein Verhalten Kalkarib sehr verletzten würde und vielleicht sogar dafür sorgen könnte, dass er sich von ihr abwand und das wollte sie auf keinen Fall. Rahja hielt mehr bereit als nur körperliche Liebe. Jeder Rausch war ein Gebet an die Göttin. Delia musste nicht mit anderen Männern das Lager teilen, um Rahja nahe zu sein. Sie konnte sie auch nur verführen, die Sinne der Damen und Herren reizen und ihnen damit Lust und Rausch verschaffen. Ob durch Tanz, Gaumenfreuden, Gerüche oder Feierlichkeiten, die Möglichkeiten waren sehr vielfältig. Untreue gegenüber Kalkarib waren hier nicht notwendig. Obwohl… reizen würde es Delia schon. Vielleicht würde ihr Wüstensohn ja eines Tages etwas… offener sein, vielleicht auch wenn er sich einst eine zweite Frau nimmt.

Für den Augenblick stand für Delia auf jeden Fall fest, dass sie sich ihrem Wüstensohn hingeben wolle. Auch wenn sie Igan gerne neckte und mit Verführungen belegte. Ein schönes Spiel, wie sie es auch gerne mit Sieghelm spielte. Etwas trübte jedoch das schöne Spiel und Vorstellung mit Igan das Lager zu teilen. Immerhin war er ein gefallender Anker, er war Ikran die Dornenzunge und diese wollte die Hexe nicht in sich haben.

Problemlösungen?

Das war, interessant, kaum das wir die eisige Einöde, welche als Hütte deklariert war verlassen haben, nachdem sich das Problem mit dem Schamanen mal rapide gelöst hatte, waren wir auch schon wieder dort, nachdem die anderen es sich schon gemütlich gemacht hatten auf dem Weg zu den warmen Quellen.

Wobei ich nicht verhehlen kann, dass der Grund für Azinas Umleitung unserer Aktivitäten sichtlich sinnvoll war, in Travias Namen, mein Versprechen das wissen um dieses göttliche Wunder, wird nicht früher vergehen, wie mein unerschütterlicher Glaube in die heilige Mutter und das vertrauen, welches ich in meine liebe Zafia setze. Als jemand der engen Kontakt mit diversen Töchtern Satuarias pflegt, weiß ich ja darum wie wichtig Geheimnisse sein können. Dieses Wunder Ifirns sollte wirklich nicht der Allgemeinheit gegenüber enthüllt werden, kann ich doch an genügend Gildenmagier denken, zumal die nächste Akademie die in Rommylis ist, welche mit dieser Quelle an großer Energie nicht ordnungsgemäß umgehen könnten, typisch Gildenmagier… (Muss wohl eine der Erinnerungen von Delia ausgelöst haben)

Wo war ich, achja die Bergkristalle, zu welchen uns Azina führte waren ein Heiligtum, ein göttlicher Fingerzeig, wenn man es so nennen mag, von Ifirn, in dessen nähe der arkane Hintergrund, deutlich, übersättigt war, es dauerte nicht lange und wir konnten spüren, wie unsere arkanen Kräfte sich erholten, ein Blick auf das Kristallgebilde mittels Odem Arcanum enthüllte auch bald die hohe Intensität, die wirklich hoch war, irgendwie denke ich das ich eine neue Skala brauche, ach so viel zu tun, da wären ja noch die Ideen für die Gerätschaften zu Messung der arkanen Kräfte der Umgebung, später, wenn dafür Zeit ist…

Womit ich ja meine Probleme hatte war, kaum versucht man mal den anderen nach seinen Mitteln und Wegen zu helfen und ein paar Elementare Diener zu convocieren, so viele waren es wirklich nicht, ich meine acht, es waren noch nicht einmal zwei von jedem Element, schon taucht ein Elementarer Meister des Eises auf, ich meine was soll das, ich meine bei Borbarad (gut er hatte seine Gezeichneten und so, aber irgendwie finde ich die Reaktion auf eine so kleine Convocatio doch etwas übertrieben, oder?) hätte ich etwas derartiges ja verstanden, aber bei mir, ich bin ein einfacher (mehr? oder minder?, wer ist schon normal?, vielleicht Thema für die Hesindedispute?) Adept, verflucht (nicht sehr traviagefällig) nochmal, nun ja zumindest stellte er uns zwei Dschinne des Eises (welche ich auch hätte herbeirufen können, gut vielleicht nicht unbedingt die, keine Ahnung, habe noch nie versucht den Elementaren direkte Individualität zu geben, gehörte das doch nicht unbedingt zu den Sachen die in Punin thematisiert wurden), welche uns beschützen sollen, na mal sehen wie das funktioniert…

Danach begaben wir uns wieder zurück zu den heißen Quellen, dabei zeigte sich, das die Eisdschinne zwar Sieghelms Schwert und meinen Stab als Gegenstand zur Bindung nutzen konnten, aber nicht den Stab von Delia und auch nicht ihr Rahjaamulett und, was ich sehr interessant fand, auch nicht Azinas Speer, welcher immerhin Firun geweiht ist, man würde meinen das gerade ein Eisdschinn so ein frostiges Heim begrüßen würde (oder?).

Und natürlich musste ich bei diesem Abstieg auch noch stürzen, ach Natur, wer braucht die schon, sollte man alles niederbrennen und ordentliche Straßen und Häuser bauen, etwas für die Familie, oder so, wäre zumindest viel sicherer. (Außerdem, notiz an mich, Definitionen mit Eisdschinnen durch gehen, wenn sich die Zeit dafür ergibt)

Die Temperatur war zumindest angenehm warm, hohe Konzentration an Mindergeistern im Hintergrund. Delia konnte es sich natürlich entgehen lassen wieder mal in ihrer typischen Art Aufmerksamkeit zu lenken, wahrscheinlich können wir nur froh sein, das sie nicht noch Satuarias Herrlichkeit wirkte, ach ich sah vor meinem geistigen Auge schon die zahlreichen Mahnungen Isarias an mich (sprich Delia, zu mir hatte sie noch nichts zu dem Einsatz von Magie gesagt…). Nach kurzer nachfrage stapfte Maednir los um nach der Stelle mit der höchsten Wassertemperatur zu suchen, warum gibt es eigentlich keinen Cantus zur Wahrnehmung von Temperaturunterschieden? (vielleicht sollte ich einen entwickeln?) Es dauerte auch nicht lange und er hatte das passende Wasserloch, mitsamt einem weiteren tieferen Loch, gefunden.

Azina teilte uns weitere Informationen über das Loch mit, faszinierend, anscheinend ist sie in der Lage auf eine weitere Sicht zuzugreifen, ähnlich einer Mischung aus Exposami Cantus und thermischer visueller Wahrnehmung, erstaunlich, das muss unbedingt weiter untersucht werden, ob sich ähnliche Möglichkeiten auch den anderen offenbaren werden? (Wobei ich mich frage was für Möglichkeiten das sein sollten, ob Jane etwa in der Lage sein wird das gesuchte Buch mit einem Blick zu erkennen, wäre wohl nur in sehr großen und unordentlichen Bibliotheken von Hilfe und bei Delia, ich weiß nicht ob sie wirklich noch in der Lage sein sollte Emotionen oder wahrscheinlicher Rauschzustände zu sehen? Nein darüber sollte ich lieber ein anderes Mal nachdenken, beispielsweise, wenn das alles erledigt ist…)

In Anbetracht meiner physichen mannigfaltigen Probleme, überließ ich den anderen den Vortritt um im Wasser zu planschen und dieses Loch zu erkunden. Wobei ich sagen muss, ich hätte es vernünftiger gefunden, wenn Delia und Traviahold auch draußen geblieben wären, die beiden haben auch ihre Probleme mit solcherlei physichen Aktivitäten, aber naja ich bin ja nicht ihr Hüter (Hmm, Travia hatte gar nicht gesagt, welche meine Rolle in dieser „Familie“ wäre, vielleicht sollte ich beim nächsten Mal nachfragen, nicht das sich noch herausstellt, dass ich als „Erziehungsberechtigt gelte“, das wäre wahrhaftig traumatisch).

Während die anderen unten waren erzählte ich Vitus die Feinheiten der Theorie zum astralen Minimum von RObak von Punin, es war erfreulich zu sehen, das er das Wissen wie ein Schwamm aufsog (obwohl, so rein als Metapher taugt das Bild wenig, ich meine, wenn darüber nachgedacht wird, müsste das Wissen doch wieder herausgequetscht werden können…).

Danach kamm eine kurze Karte der Umgebung, nicht das ich davon ausgehe das mir diese wirklich helfen würde, obwohl beim festhalten der Umgebung wäre es ja möglich, etwas zu finden, was mir so vorher nicht aufgefallen war.

Ich kamm nicht umhin mir Gedanken zu machen, bezüglich meiner Freunde, vor allem, weil es zwischenzeitlich wohl Probleme gab, wie ein extremer Ruck an dem kürzlich an der Oberfläche, partiell, befindlichen Seil, andeutete. Nur allzu viele Möglichkeiten ihnen zu helfen und nach unten zu kommen gab es auch nicht, also abgesehen davon das ich meine Körper stärken könnten und versuchen könnten nach unten zu tauchen (aus mehreren Gründen eine schlechte Idee), eventuell ließe sich die Position der anderen herausfinden, insbesondere Delia, Azina oder vielleicht auch Jane, wäre eine Möglichkeit, dann könnte ich eventuell mittels eines kurzen Sprunges durch den LImbus zu diesen stoßen (was auch eine schlechte Idee wäre, habe ich doch keine Ahnung ob diese überhaupt schon in einer halbwegs trockenen Umgebung sind, zumal bei dem aktuellen Glück könnte es auch sein, dass sie am Ende der Vertiefung in einen Übergang zu einer Anderwelt geraten, daneben wäre dies natürlich auch recht strapazierend für meine Kraftreserven), hmm das Wasser umleiten wäre immer noch eine Möglichkeit (wobei sich die Frage stellt ob eine Orkanwand dafür wirklich geeignet wäre, oder ob ich damit nicht das Wasser nur viel rapide verspritze, ich könnte den Zauber natürlich umdrehen um eine Steinwand zu errichten, was aber auch entsprechend viel Kraft aufwand bedeuten würde, ich hätte vielleicht nie die Orkanwand lernen sollen, lass dich doch von der Luft beschützen sagten sie, sie ist ja überall, toller Ratschlag…), was sonst noch, natürlich könnte ich einen Elementaren Diener des Wassers herbeirufen (jener könnte mich wahrscheinlich trocken durch das nass geleiten, genügend Wasser zur Herbeirufung wäre jedenfalls hier, nur wäre auch hierbei das Problem, dass dies sehr kräfteraubend wäre), was noch, ach ja, ich könnte mich mittels Motoricus durch das Wasser ziehen lassen (würde aber wahrscheinlich an der Luft scheitern, ich bräuchte irgendwas um die Luft mitzunehem und für mich zu halten, hatte Jane nicht etwas von Wasserbeuteln für Luft gesagt, ob man die irgendwie nutzen könnte, mittels Penetrizzel und der Stabfackel oder einem Flim Flam könnte ich mich immer noch orientieren, wobei das natürlich an der Länge des Tauchgangs scheitern könnte…).

Wie kann es eigentlich sein, dass ich über so viele Möglichkeiten verfüge und keine davon probat erscheint um das Problem zu lösen, kein Verwandlungszauber oder anderweitiger Fortbewegungszauber, welcher hilfreich wäre, hmm, nein wäre wohl eine eher seltsame Idee, was wohl passieren würde, wenn ich das Levitationselixier in das Loch kippen würde?

Dachte sich Nehazet, als er noch mit der Karte beschäftigt war, immer mehr Details der Umgebung einzeichnend, hmm natürlich könnte ich auch zwei Elementare Diener rufen, Humus und Wasser, einer könnte mich nach unten nehmen, während der andere meine Kräfte nach einer Meditation wieder herstellt, eventuell wäre dafür sogar genügend Zeit?

Das war ja einfach!

Irritiert betrat Delia wieder das Hexenportal. ‚Na das war ja einfach‘ dachte die Hexe bei sich. Sollten alle ihre weiteren Questen so einfach sein, so würde Sieghelm zum Abend befreit sein und mit ihnen gemeinsam speißen. Sie konnte kaum glauben, dass Azina nur um die Ecke, bzw. hinter einen Baum ging und dann den Schamanen traf. Wahrlich, das Schicksal lenkte die Helden.

Um so besser! Je eher sie alles erledigten, je eher konnte Sieghelm und auch Kalkarib befreit werden. Ein wenig schmerzte sie der Gedanke, dass sie mehr um Sieghelm als um ihren Ehemann besorgt war. Sieghelm litt in jedem Augenblick Schmerzen und Folter und war vermutlich in den Klauen des Feindes. Ihr liebender Ehemann und Vater ihres ungeborenen Kindes Kalkarib war im Limbus. Entweder bereits tot oder eingefroren in Zeit und Raum. Er würde wohl kaum wissen, ob Zeit vergeht. Sie hoffte inständig, dass er noch lebte und bald wieder bei ihr war. Doch zur nächst musste Sieghelm befreit werden. Er durfte nicht sterben. Ihr guter Freund und der Anker Rondras durfte einfach nicht in die Hände der Anderen fallen.

„Halte durch mein Freund. Wir kommen!“ flüsterte sie leis, als sie die Tür zu den heißen Quellen öffnete.

Sie zu finden…

Also das Problem wäre auch gelöst, war ja mal verhältnismäßig einfach, durch das Portal, Schamanen finden und Schlachten verhindern, nun gut, dann kann es ja jetzt mit wichtigerem weitergehen, Sie zu finden und danach heißt es, in alt bewährter Manie, zurück ans Zeichenbrett, meine Freunde sind viel zu anfällig für Magie, ironischerweise allen vorran Delia.

Und in anbetracht dessen, dass die Gegenseite massiv auf Magie setzen muss, wie auch anders, wenn karmales und dämonisches wirken wegfällt, muss irgendwer, was natürlich mich bedeutet, etwas tun um Sie zu schützen. Ein paar Ideen hätte ich ja schon, ach es ist soviel zu tun und am besten könnte ich ihnen helfen, wenn ich nicht mitreisen würde, sondern in ruhe die notwendigen Thaumatursome bauen würde, doch das wird schwer, also vielleich ersteinmal etwas halbgares mit geringer Schutzwirkung, also genau die Art dilletantischer Thaumatursome, welche ich nicht ausstehen kann, aber was tut man nicht alles für die Familie?

Ansonsten, wären noch diverse Ideen, wie die verlorenen Gänse zu finden wären, wobei, gerade für die aktuell verlorenen ist es vielleicht nicht allzu effektiv, aber für andere Situationen könnte es hilfreich sein. Meine Ideen kreisen vorallem um die Verknüpfung des Flim Flam Zaubers, in einer frei beweglichen Variante, welche einem Irrwisch nicht unähnlich sein soll, wiewohl ich dies noch nicht bestätigen konnte, sah ich bislang doch noch keines. Dies wäre meine Wahl für den wirkenden Zauber, die Bewegung des Flim Flam sollte sich aus einer schweren Veränderung des bindenden Zaubers, in der Auslösebedingung, durch Einbindung zusätzlicher Hellsichtsmagie.

Als Zauber, welche in den Auslöser eingebunden werden, würden sich vor allem der Exposami und der Odem anbieten, letzterer bei Delia oder mir, ersterer bei den anderen, kann doch nicht davon ausgegangen werden, das Sie ihre Artefakte immer dabei haben.

Für das Aussehen würde sich, natürlich, eine Sturmlaterne anbieten, kombinieren könte ich das ganze noch mit leuchtenden Zeichen, von individueller Farbe, wären naheliegend.

Ich sollte mir auch Gedanken machen, über Artefakte mit anderen niedergelegten Auslösemodifizierungen, ich könnte Artefakte erschaffen, welche durch ihre Modifikation mir schon vor einer bewussten Analyse diverse Informationen ausgeben könnten, beispielsweise ob Artefakte oder magische Wesen (Dämonen, Elementare, Geister, Tiere und weiteres, auch spezifisch zu geschnitten), in der Nähe sind, ähnliches wäre auch für nichtmagische Wesen möglich, für Orks beispielsweise (Blau? nein, würde besser zu Efferdswesen passen, Luna?, Grün? wahrscheinlich eher Elfen? oder Druiden? oder Hesindeanbeter? Irgendeine passende Farbe wird sich doch wohl finden?).

Reise ohne Start

Oh bei Travia, das war ein seltsamer Tag, aber der Reihe nach, sonst heißt es am Schluss wieder mir würden ein paar Gänsefedern fehlen, oder so ähnlich, nein ich denke das Sprichwort lautete anders, ist ja auch nicht so wichtig, wo war ich ach ja, der Tag war seltsam…

Da wäre einerseits das Gespräch mit dem Vogt gewesen, tüchtiger Kerl, und ohne seine unhaltbare und viel zu voreilige Verleudmung meinerseits, würde ich ihm, möglicherweise, auch positiver gegenüber disponiert sein, vielleicht, also zumindest theoretisch, aber dieses Gespräch war, nunja, wie der Tag seltsam. Mitten im Gespräch kamm mir noch der Gedanke, dass das was ich da gerade berichte ihn eigentlich nichts angehe, zumindest nicht vor meinen Veröffentlichungen gegenüber der Fachwelt, ich meine für wen hält der sich, also abgesehen davon das er sich wahrscheinlich für den Vogt von Hochstieg hält, also ich hoffe mal zumindest das er sich für den hält, wenn nicht würde ich mir doch Sorgen um seinen geistigen Gesundheitszustand machen, wiewohl das natürlich einiges erklären könnte, ach ich schweife wieder. Er stellte ein paar fragen zu den Limbusportalen, alles habe ich ihm zwar auch nicht erzählt, normalerweise will ja eh niemand alles hören, also dachte ich mir erspar ich ihm einige der arkaneren feinheiten, sogar die, wahrscheinliche, Schöpferin der Pfade habe ich ihm genannt, mehr oder minder, so irgendwie, aber wenn es so funktioniert wie ich mir das denke, sollte ihm das nicht geholfen, bzw. aufgefallen sein, manchmal hat es seine Vorteile nicht ganz die gleiche Perspektive zuhaben, vor allem, wenn dies in Kombination mit einer gewissen philosophischen Bildung zusammen trifft, naja und die Erinnerungen der lieben Delia könnten eventuell auch geholfen haben, ich meine wie die Leute um ihren Finger oder andere Extremitäten wickeln kann, gut die meisten „Techniken“ von ihr, würden bei mir wohl nicht funktionieren, obwohl, eventuell mit, ach nein, es gibt eh viel interessanteres als diese ganze profanen interaktionen. Eine spannende Matrize eines Cantus oder Thaumatursomes beispielsweise, man kann sich ganze Stunden oder gar Tage in den Astralfäden verlieren, nicht das mir das bislang passiert ist, aber es ist einfach fasznierend wie sich die arkanen Bestandteile zu einem größeren Ganzen im Gefüge der Welt zusammensetzen und zu einer Wirkung kommen. Aber so sehr viel hat das jetzt nicht mehr mit dem Vogt zu tun, Assaf ist aber nicht so, oder? Hmm, vielleicht wäre es ganz gut mal einen Blick auf ihn zu werfen, wenn ich außer Landes bin?

Danach war dann noch die Überprüfung von Azinas Gesinnung, arme Azina, ich meine ich kann ihren unmut, partiell, nachvollziehen, ich finde das auch nicht sonderlich gut, wenn Leute mir ungerechtfertigterweise, so wie hier oder damals in Hammerschlag, Sachverhalte unterstellen. Aber der Blick in ihre Gedanken war, wenn auch persönlichkeitsverletzend, dennoch die logisch sinnvollste Vorgehensweise und weitaus besser als die Anwendung des Imperavicantus, wobei jener wohl schneller gewirkt hätte, aber Beherrschungsmagie auf eine Freundin, nein das geht nun wirklich zu weit, ich meine das wäre ja wie, wenn man in der Familie Beherrschungsmagie zur Untermauerung der eigenen Meinung einsetzen würde, nein, also das wäre nun wirklich nicht sonderlich Traviagefällig. Während die Hellsichtsmagie da in einem eher Traviaungefälligen graubereich lag, was, der Situation geschuldet, wiederrum vertretbar war. Aber ich muss wirklich noch viel in dem Bereich der Hellsichtsmagie lernen, gut sie ist nicht so spannend wie die arkane Analyse, aber könnte dennoch essentiell für die Gruppe sein, insofern sollte ich mich damit wirklich nochmal vertieft auseinandersetzen, wenn dies alles vorbei ist.

Vor dem Blick in die Gedanken wirkte ich noch schnell einen Odem Arcanum in der Umgebungsvariante, jene ist zwar nicht ganz so effektiv, erlaubte mir aber meinen Blick gezielter schweifen zu lassen, wie zu erwarten stand die gute Azina, natürlich nicht unter einem Bann, der Vogt auf der anderen Seite trug eine zaubermächtige Kette, auf jene sollte ich bei Gelegenheit noch einen Blick werfen.

Natürlich sprach und dachte Azina, größtenteils, nichts unlauteres, zumindest nichts worauf mich Delia nicht schon vorbereitet hätte. Infolgedessen wurde Azina dann auch alsbald freigelassen.

Danach ging es darum Aufbruchvorbereitungen in die Tat umzusetzen, achja und mittlerweile dürften genügend Leute bescheid wissen, welche Alchimistischen Ingredenzien zur Rettung der Ingerimmgeweihten vonnöten wären, habe ich eigentlich Elkioff (schreibt der sich so, hmm sollte Jane fragen, sie kann mir da bestimmt mit Rat und Tat zur Seite stehen, hatte bislang noch nicht soviel mit Bornländischen Namen zu tun) gesagt wie das Gegenmittel anzurühren sei, wahrscheinlich schon, ich meine was kann schon so wichtig gewesen sein, dass ich daran nicht mehr gedacht haben sollte. Also abgesehen von Travia, der Familie, der Gruppe, Sieghelms und Kalkaribs Verschwinden, dem Konflikt mit den Trollzackern, den Staatsgeschäften in Khorrestan, Muhalla und Radajane aufzusuchen, Luna zu suchen und ihr bei der Zusammenführung mit ihrer Mutter behilflich sein, ich meine das ist wirklich Traviaungefällig, ein Kind von ihrer Mutter zu trennen, meinen Forschungen, der ganzen Vortexproblematik und einigen anderen Dingen, welche mir bestimmt noch entfallen sind, nicht unbedingt in der Reihenfolge, aber soviel ist es jetzt auch nicht, naja oder doch? Es kommt wohl auf die Perspektive an, ach es ist primär eine frage der Zeit…

Zu guter letzt machten wir uns auf den Weg, da sich noch das „Problem“ des Transportes von Sieghelms Klinge ergab bot ich mich als Träger dergleichen an, da ich eh nicht allzu bewandert in einem profanen Gefecht bin, war dies nur Logisch.

Bevor wir in den Limbusdurchgang gingen, sorgte ich noch für eine dunklere Umgebung um unser plötzliches verschwinden zu verschleiern, in der Hoffnung das dadurch der Eingang zu dem Portal etwas besser verhehlt werden könne, im Schutze der illusionären Dunkelheit zeichnete ich noch ein paar Sigillen und andere Zeichen in den Schnee, ich hoffe es kommt keiner vorbei der Aureliani oder Zhayad beherrscht, denn die erste Hälfte der Zeichen mag zwar, ungefähr, zu einem pseudoarkanen Übergang in den näheren Limbus passen, aber die andere Hälfte, naja nicht so ganz.

Danach betraten wir das Portal und sind somit aktuell nirgendwo und nirgendwann…

 

Schicksalsergeben

Was für ein Durcheinander! Es wird Zeit, dass Sieghelm wieder kommt und diesen unkoordinierten Haufen Querdenker in die richtige Richtung lenkt. Mit jeder Stunde, die wir hier vertrödeln, könnte sich Boran entschließen, nicht mehr bei Garnan zu verweilen. Er dürfte inzwischen gesundet und zum Aufbruch bereit sein. Ich kann nur auf Firun vertrauen, dass Garnan ihn noch zurückhält bis wir mit Blut dort ankommen, um den Angriff der Trollzacker abzuwenden. Seltsam ist jedoch, dass sich diese Stümper vom Provinzmilitär scheinbar keine Gedanken um Informationen über diese sogenannte ‚Belagerung“ machen. Oder sie halten die Informationen schlicht zurück … oder bauschen sie auf … aber das sie einfache Landwehr einsetzen, um mich zu überwachen, sagt ja schon alles aus. Diese ganze Scharade war doch mehr Schein als Sein. Als ob mich Leutnant Kohlhütten alleine daran hätte hindern können dem Gerichtssaal zu entfliehen. Lachhaft. Aber es hätte unangenehme Komplikationen nach sich gezogen. Es war schlicht zwecklos dem Vogt sein Papier zu verweigern. Und als sie erzählten, was für eine Art Befragung dies ist, und klar war, das ich beeinflussen konnte, was Nehazet sieht, war die Farce eher lästig, als bewegend.

Wenigstens bin ich nun vorbehaltlos … wobei es nach unserem jetzigen Aufbruch bereits anders sein wird. Aber ich habe sowieso nicht vor zurück zu kehren, ehe wir Sie…

„Azina!“ unterbricht Mædnir flüsternd ihre Gedanken. Sie lässt sich langsam zu ihm zurückfallen. „Wir werden verfolgt.“ „Ein Offizieller?“ antwortet sie ebenfalls flüsternd. „Nein.“ „Willst du oder soll ich?“ Der Mann von einem Bär schaut an sich selbst hinunter. „Zu auffällig.“ Sie nickt nur, obwohl sie sich denkt: Und ich mit meinem glimmenden Speer, dem weißen Fellumhang, dem Falken und dem riesigen weißen Wolf nicht? Aber sie verschwindet dennoch um die nächste Ecke.

So jetzt noch einen Augenblick warten … mal sehen, wer uns da verfolgt. … Niemand? Wo ist er hin? … Er muss hinten entlang sein. „Komm Elfenbein.“

Ihnen gelingt es mühsam, eine frische Spur kleiner Abdrücke ausfindig zu machen. Ihr kommt in den Sinn, um wen es sich handeln könnte und seufzt innerlich. Kurz vor dem Portal sieht sie ihn hinter einer Häuserecke stehen. Sie macht kurzen Prozess: sie packt den überraschten Jungen am Nacken und wirft ihn rücklings in den weichen Schnee. Er macht große Augen und stammelt nur: „Tötet mich nicht“, als sie ihm das stumpfe Ende ihres Speeres gegen den Hals drückt.

„Du hast nichts gesehen! Wer hat dich geschickt?“ herrscht sie ihn an. Sie greift nach ihrem Geldbeutel … weg … Ach ja, der liegt ja noch bei Garnan. Argh. Sie zögert. Was nun? Wie bringe ich den Burschen verträglich bei, dass er den Mund halten soll? Einfach abstechen, wäre ehrlos. Außerdem ist es ein Kind! „Der Vogt schickt mich.“ Antwortet es. Sich unsicher auf ungewohntes Terrain begebend, fährt sie fort: „Ich gebe dir ein Silberstück, wenn ich wieder komme und du dem Vogt nichts von uns erzählst.“ „Ja, aber ich bin nicht käuflich! Ich bin nur der Junge, der immer alles weiß und immer alles sieht, was soll ich denn sagen?“ stammelt er.

Tja, was soll er sagen? Dass wir durch das Tor gegangen sind? Nein, das ist leicht zu überprüfen und würde zu lange dauern. Was bleiben denn für Alternativen? Völlig egal, was der Bursche erzählt, der Vogt wird es sowieso wissen. Ich kann nur hoffen, dass er nicht genau gesehen hat, wo die anderen hingegangen sind. Sollten wir wieder hier her zurückkommen, können wir nicht einfach durch das Portal spazieren. Sie werden uns erwarten. … Ach was solls, ich hatte sowieso nicht vor zurück zu kehren, ehe wir Sieghelm befreit haben.

Sie behält ihre strenge Miene bei, als sie ihm droht: „Wehe, du erzählst dem Vogt, was du gesehen hast. Ich werde herausfinden, wenn du etwas gesagt hast und dich finden!“ Sie drückt noch einmal gefühlt sachte mit dem Speer gegen seinen Kehlkopf. „So, und nun verschwinde!!“ Sie nimmt ihren Speer von seinem Hals und untermauert ihre Aussage mit einer herrischen Geste. Sie sieht ihm nach bis er außer Sicht gerannt ist und kehrt zu den anderen zurück.

Ah, dann verschleiert Nehazet also den Zugang. Sehr gut!

______________________________

Azinas Gedanken

In Arbeit, nur was?

Was tat ich zuerst, hmm, das ist schwer zu sagen, aber allzu bald führte mich mein Weg wiedermal in die Bibliothek, doch diesesmal war ich auf der Suche nach weiteren Erkenntnissen, theologischer Art, erstaunlich, wie wenig ich über diesen Bereich weiß, aber das würde sich wohl bald ändern, ich meine was kann nicht aus Büchern erlernt werden? Was war sonst noch so, achja, dieses seltsame Mal ist weg, Travia sei dank. Natürlcih war noch der siebener Rat, nunja zusechst, bei diesem wurde erstmal von den Erlebnissen auf und unter dem Berg berichtet. Anschließend gab es noch einen keinen Exkurs bezüglich zauberbehafteter Dinge und so… Infolgedessen wurde noch eine Gesinnungsprüfung Azinas beschlossen, wobei mir die, zweifelhafte, Ehre zufällt, jene durchzuführen, ach das Los, wenn man der einzige Hellsichtsmagier vor Ort ist…

Was noch, achja der Vogt ist also bewandert in der Kenntnis der Magie, also mindestens im theoretischen, soweit ich weiß, also etwas, zumindest, wahrscheinlich nicht allzu viel…

Anschließend war da noch die Sache mit dem Perainetempel, ob ich mich wirklich in ein göttliches Siechenhaus begeben sollte, erscheint mir eigentlich unlogisch, im Zusammenhang mit meiner eingeschränkten Konstitution im Sinne, aber das ist jetzt ersteinmal irrelevant. Dort beschäftigte ich mich, mit der Analyse des Leides der geschätzten Ingerimmgeweihtin, das war schon interessant, nun benötige ich nur noch ein paar Ingredenzien, welche unterschiedlich schwer zu beschaffen sein sollten und danach müsste das Heilmittel natürlich noch gelingen, aber das kann wohl vorrausgesetzt werden, ich meine ein Heilmittel in einem Perainetempel zur Heilung einer Geweihtin, von Geweihten und Erwählten zusammengerührt, wie hoch ist da wohl die Wahrscheinlichkeit eines Fehlschlages?

Und ansonsten waren da noch die Schriftstücke für Delia und Jane, wobei ich mich bei bestem Willen nicht mehr erinnern kann, wozu ich das gekritzel auf der Rück-, sprich Vorderseite angefertigt hatte, naja die Namen der beiden standen schon drauf, da konnte ich diese Nachrichten auch gleich drunter setzen, wäre doch schade, wenn man das Pergament hätte verkommen lassen, oder?

In Daunen gebettet

Nur in seiner Unterkleidung stand Traviahold im Gänsestall der Taverne. Er blickte auf die schlafenden Gänse um sich und ein Lächeln breitete sich in seinem Gesicht aus. In seinem Korb sah er Travian liegen. Er nahm ihn vorsichtig heraus, setzte sich im Schneidersitz in die Mitte des Stalls und legte Travian in seinen Schoß. Er schloss die Augen und richtete seine Gedanken auf seine Große Mutter aus, während er sachte seine Gans streichelte. Um die Gotteskinder nicht zu wecken sprach er heute nur in Gedanken zu Travia:

 

Mutter! Oh du Große Gänsin! Deine Weisheit, deine Güte, deine Macht, die du sie in den letzten Tagen gezeigt hast, ich fürchtete zu bersten, so gefüllt war ich von Demut vor dir und deiner göttlichen Familie. Die Zeichen, die ihr gesandt habt, die Wunder, die ihr habt geschehen lassen, sie überstiegen alles, was die Welt je zu sehen und zu hören vermocht hatte. Alle Menschen um mich herum knieten nieder vor Erstaunen ob eurer unendlichen Güte. Und ich kann kaum mehr klar denken ob der unendlichen Ehre, die mir zu Teil wurde, von dir Mutter auserwählt worden zu sein, als das Sprachrohr eurer Macht. Der Gedanke zurück, wie du und deine Familie meine Worte erhört habt, lässt mich mehr erschaudern vor Ehrfurcht, als der Anblick des Dämons mich erschaudern ließ vor Angst. Die Menschen und auch ich können kaum ermessen, welch Dank euch Göttern von uns erbracht werden kann. Ein Tempel für dich ehrwürdige Mutter hier an der Stelle, an der ich sitze, ein Tempel für die gesamte göttliche Familie auf dem Gipfel des Berges und die Wiedererweckung des Tempels der göttlichen Schwester Hesinde in den Hallen der Angroschim, dazu ein Schrein für die zweite göttliche Schwester Tsa, beleuchtet von ihrem Regenbogen unter dem Berge – all dies sind die Menschen gewillt euch zu stiften. Doch wird das eurem Wirken kaum gerecht. Vor allem dein großes Wirken, oh göttliche Mutter, kann kaum einer wahrlich schätzen, kennt doch fast niemand deine wahrgewordene Prophezeiung. Alles traf ein, wie dein göttlicher Plan es voraussah. So groß habt ihr gewirkt, dass selbst die Sklaven der Jenseitigen sich vor eurer Macht und Güte beugen und den Glauben an euch zurückgewinnen. Doch noch ist der Kampf nicht vorbei. Mein geliebter Bruder ist noch nicht zurück im Schoße seiner Familie und Freunde. Und die Anker schweben noch in Gefahr. Und so bitte ich dich, oh hochheilige göttliche Mutter, habe du und deine wundervolle göttliche Familie weiterhin ein Auge auf die Gemeinschaft der Gänsefeder und ein Ohr für meine Bitten.

 

Mit den letzten Worten sank sein Kopf auf seine Brust und gebettet in ein Meer aus Daunen fiel Traviahold in einen tiefen Schlaf.