Nacht des 21.Tsa 1026 nBF, Ruine des Dorfes Kohlhütten
Ich war ziemlich ungehalten, da gab es exakt einen interessanten Zwischenfall, welcher den Aufenthalt hier angenehm gemacht hätte, und was passiert dieses uncollegiale Verhalten, dieser alten Tochter Satuarias, irgendwie erinnere ich mich gerade an Bezeichnungen, an die ich bisher noch nie gedacht habe, müssen wohl Delias Erinnerungen sein, lässt mich doch einfach im Schnee sitzen und verhehlt ihre arkanen Spuren, äußerst wirksam, was schon beachtlich ist, ich habe noch nicht einmal Überreste der Residualstrahlung der Magica Limbologica gesehen, die mein interesse ja erst geweckt hat, dafür kenne ich nun die arkane Signatur dieses alten Weibs, wenn sie der Meinung ist einem ausgebildeten Magus der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis, dem angesehensten Institut der Magie Aventuriens, dem Herz und Hirn der Großen Grauen Gilde des Geistes durch so eine billige Scharade zu entgehen, so wird sie sich noch wundern, wirklich eine frechheit, da habe ich immer collegial zusammengearbeitet mit diesen undisziplinierten und emotional labilen Töchtern Satuarias und das ist der Dank dafür, habe ich nicht sogar Delia an meinem Wissen teilhaben lassen, und im gegensatz das ich etwas von dem Wissen ihrer Repräsentation durch sie erlerne, musste ich es selbst rekonstruieren, ob sie überhaupt weiß, wie viel ich schon weiß? Wahrscheinlich kann sie die Zauber in Gildenmagischer Repräsentation noch nicht einmal spontan modifizieren, pah Hexen, können halt nicht ordentlich zaubern, ich frage mich immer mehr was ich jeh in Zafia gesehen habe, andererseits, durch Delias Erinnerungen, habe ich dahingehend die eine oder andere Vermutung. Zog mich danach in die Hütte zurück, ich frage mich wirklich, was ich hier soll, das ist doch kein Ort für einen angesehenen Experten der Magica Clarobservantia und Theoretica, hier wird es wahrscheinlich noch nicht einmal richtige Badehäuser geben, hmm könnte eine Geschäftsidee sein.
22.Tsa 1026 nBF
Erwachte in dieser Ruine von Dorf, mit dem Namen Kohlhütten, begaben uns heute weiter diesen bescheuerten Pass hinauf, immer noch eine Zeitverschwendung sondergleichen, gut interessant war das die Herrscher dieses Landesstriches, wohl nichts auf den Codex Albyricus geben, was äußerst faszinierend ist, wenn man bedenkt das in Rommilys eine Akademie des Bundes des weißen Pentagrammes steht, aber gut der Reihe nach. Wir erreichten eine recht beeindruckende Brücke, genannt die zwei Dschinnebrücken über die hardkehre, ersteinmal müsste es nicht korrekt lauten die zwei Dschinnenbrücke oder die Brücke der zwei Dschinne, eventuell auch die Überführung der zwei Entitäten des Elementes Erz, welche über die hardkehre hinüber führen, aber das ist ja noch kein Verstoß gegen den Codex Albyricus, aber wer weiß, vielleicht ist das in Darpatien so üblich, das die Grammatik leidet, wäre ja nicht das einzige, pah Stierflug, wer hat so einen Blödsinn schon gehört, gut ich mittlerweile. Der Verstoß der mir auffiel, war der folgende, die Brücke wurde im Jahre 982 nBF von einem gewissen Magister Notelian Alrikorion Steinfest aus Drakonia errichtet, nun Drakonia, korrekterweise wohl eher das Konzil der Elemente zu Drakonia, war 982 BF noch kein Mitglied der Magiergilden, das Konzil hat sich erst 1011 BF in Punin den Gilden offenbart, die haben doch unter anderem einen Ignisphaero durch die Hallen geschleudert, sofern also der Herr Magister, nicht seperat die Mitgliedschaft in einer der Magiergilden erworben hatte, und dann wäre er wahrscheinlich nicht als Magister Drakonias aufgeführt, wurde also eine magische Dienstleistung im Einzugsbereich des Codex Albyricus von einer nicht dazu lizensierten Person ausgeführt, ich sollte vielleicht Magister Magnus Sirdon Kosmaar darauf aufmerksam machen, den haben solche Sachverhalte immer brennend interessiert, ich meine da hält man sich an dieses Machwerk und dann so etwas, eine bodenlose Frechheit, vielleicht ist das der Grund das es hier an ordentlicher Zivilisation fehlt, der darpatische Bulle trampelt jene zarten Zweige der Zivilisation, welche sich im Keimen befindet einfach immer wieder nieder. Interessant war noch eine Inschrift auf der Stele, die zu Ehren des „Magiers“ errichtet wurde, hmm daran habe ich in Fasar nicht gedacht, naja beim nächsten Mal, eingetragen waren auf Ur-Tulamidya 15 Zahlen, genauer gesagt die Zahlenkolonne 336787868584722, Entschlüsselung mangels der Umgebung bislang ohne Erfolg.
Im Hintergrund war der rote Riese zu sehen, irgendein unbedeutender Berg, dann gab es noch ein paar Wasserfälle, wohl ein Ingerimmheiligtum, als nächstes kommen wir bestimmt an einen Vulkan vorbei, der als Efferdheiligtum gilt, oder wie wäre es mit einer dunklen Höhle als Praiosheiligtum, ein Friedensfest für Kor und dergleichen würde sicher auch passen. Immer diese Belanglosigkeiten, während ich anderswo Berge versetzen könnte, meine Forschungen leiden unter dieser unnötigen Zeitverschwendung, dazu noch dieser nervtötende Traviageweihter, warum werde ich nur so gestraft, was habe ich denn getan um das zu verdienen?
Erreichten eine Hütte, die Traviagefällige Heimstatt dieser Reiseetappe, zumindest gab es Wände und eine Decke, dann haben die anderen diesen Traviageweihten auch noch auf die vermaledeiten Amulette aufmerksam gemacht, und da habe ich gehofft, das mir das ersparrt bliebe, nun weiß er also auch noch um mein Amulett, wenigstens ergab sich so die Philosophische Spitze, auch wenn es mir erscheint das er nicht in der Lage war, der einfachen logischen Kette, zufolgen die sich aufgrund seiner Aussage, bezüglich der Amulette als Teil der entsprechenden Gottheiten ergab, dabei ist es doch einfach, wenn die Amulette Teil der jeweilligen Gottheit sind, weiter davon ausgegangen werden kann, das die Teile der Gottheiten miteinander in Verbindung stehen, die Träger ferner auserkoren sind, weswegen auch immer, dann kann unter, verständlicher Vernachlässigung entsprechender physicher Ausprägungen, welche an den Amuletten hängen, davon ausgegangen werden, das Gottheiten in der dritten Sphäre wandeln, sollte noch einmal die einschlägigen Lektüren dazu nachschlagen, eventuell findet sich etwas in Manu Al’Planes Werk oder dem Werk von Rohal dem Weisen, zumindest die Stücke, welche wir in der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis durchgenommen haben, so wie die Kurse zur Magierphilosophie, deuten darauf hin, dass es da etwas gibt, was mir weiteres unbehagen bereiten könnte. Auf die Frage nach der Anzahl der Amulette, postulierte ich mindestens, um die, 25, 12 für je einen Gott des Pantheons des Zwölfgötterglaubens, was ich etwas kurzsichtig halte, dann für die entsprechenden Gegenspieler und einen weiteren Gott, doch deesen Einfluss ist schlecht zu bemessen, aber es ist naheliegend das eine Akkumulation der Amulette auf eine dichte lokal/temporale Näherung, zu einem entsprechenden karmatischen Kausalknoten führen muss, da es eine entsprechend gerichtete Gegenbewegung geben muss, die Frage wäre nun, wer bildet die Gegenbewegung zu wem?
Delia berichtete von ihrem Traum, ein Alptraum, der erstaunliche Auswirkungen auf ihrren Körper hatte, wie sich später herausstellte, anscheinend war es jemanden gelungen den Traum als mystische Verbindung zu nutzen um eine der sanguinen Sphären, auf die wir schon früher mal, bei diesem Diener des Blutkaisers stießen, an ihre Matrix anzukoppeln, was, fachlich betrachtet, eine solide Arbeit darstellt, nur wird das wohl wenig bringen, da in Hochstieg die Vorbereitungen für das entsprechende Ritual zur Auflösung des sanguinen Thaumatursoms anlaufen werden, hmm sollte versuchen das Ritual zu optimieren, eventuell kann ich die Sphäre erhalten, sollte diese auch genauer untersuchen, während sie noch mit Delia verbunden ist, das könnte uns hilfreiche Aufschlüsse über die, oder eine, Gegenseite geben, beim letzten Mal gab es dazu keine Gelegenheit, waren die anderen doch erpicht darauf die Sphären loszuwerden, und mich somit einer interessanten Forschungsmöglichkeit zu berauben. Weiterhin werde ich Delia, wohl bei ihrem Traum helfen, sobald ich dazu komme, dann wollen wir doch mal sehen, was die Eindringlinge machen, wenn sie sich nicht nur einer Hexe gegenüber stehen, die ihr Geschenk der ewigen Jugend, im Prinzip verschleudert und verlottert, wenn ich bedenke was ich alles in ihren knapp fünzig Jahren erreicht haben könnte, wahrscheinlich kann sie es einfach nicht richtig würdigen, wurde sie doch damit geboren.
Ansonsten gab es noch Hader, Streit und Zwist, der Traviageweihte hat dabei viel geholfen.
23.Tsa 1026 nBF
Brachen heute von der Hütte auf, und begaben uns zu einer, sogenannten, „Brücke“, das das nicht gut gehen konnte, hätte eigentlich jeder, mit einem Mindestmaß an Verstand, vorhersehen können, die notwendige Schlussfolgerung bezüglich meiner Begleiter erspare ich mir hier. Insgesamt kamm es zu mehreren Unfällen von denen ich jedoch nicht allzu viel mitbekommen habe, weil ich bei dem ersten Unfall schon am überlegen war, wie ich das unnötige Risiko, weiter vermindern könnte, meine Idee war einfach und elegant, wie zu erwarten war, ich bastelte einen stabilen Haken, der mir als Führungsschiene dienen sollte, mit dem es mir gelingen sollte an dem Geländer hinlang mich zu halten, nicht optimal, aber besser als das was geboten war. Ich war also in meiner Arbeit vertieft und bemerkte dadurch nicht so recht, dass Rondrian hinab stürzte, ein tragischer und unnötiger Tod, ich konnte in dem Moment nichts tun, weil ich ein paar Tage vorher schon für eine ordentliche Unterkunft sorgen musste, interessanterweise griff Delia nicht ein, vermutlich dachte sie nicht an ihren Ring, der von mir verzaubert und von von Spichbrecher an sie geschenkt wurde, damit hätte sie ohne weiteres einen Geist der Luft convocieren können um Rondrian in Sicherheit zu tragen. Nachdem Rondrian hinabstürzte, wendete ich mich mit ehrlicher und gänzlich uneigennütziger absicht zu seiner geschätzen Gnaden Traviahold Badilak, dessen Gans mich vorher am selbigen Tag noch belästigt hatte, von Spichbrecher, und wies ihn auf die Gefahren für sein Leib und Leben hin, und das es doch in seinem Interesse wäre, sich umzuwenden, damit er seinen Gänsen, oder was auch immer, auch weiterhin noch hilfreich sein könne, das er dazu am besten umkehren sollte, nun dafür kann ich ja nichts, war ja nicht meine Idee ihn mitzuschleppen, geschweige denn überhaupt diesen Weg zu wählen. Leider, zu meinem Leidwesen, entschloß er sich meine, selbstlosen Worte zu ignorieren und sich mit mir über die, solide, zwergische Konstruktion über den gähnen Schlund des Abgrunds hinüber tragen zu lassen. Auf der anderen Seite wurde ich dann von dem anderen von Spichbrecher gefragt, ob ich Rondrian nicht wieder hinaufbefördern könne, typisch in solchen Situationen kommen sie wieder zu mir, aber wenn ich in ruhe forschen, meditieren, nachdenken oder einfach nur in ruhe gelassen werden will, oder beispielsweise ein mir zustehendes Thaumatursom haben will, ist die Antwort abschlägig. Ich verneinte zuerst, besann mich dann aber noch Delia und das ich ihr ja den Unitatio Cantus beibrachte, sie gab mir also im Bunde einen teil ihrer Kraft und ich convocierte, während die anderen noch herumstanden, einen Geist der Luft, welcher die Leiche Rondrians auch flugs wieder hinauftrug, unnötiger Verlust, meine Schüler, Ulfried, Sulibeth und Mezzek würden solch eines Todes nicht sterben, sie könnten aber auf andere Weise umkommen, Unfälle passieren immer und gerade Mezzek hatte sich ja schon beinahe einmal selbst über das Alchimielabor verteilt, wenn auch unbeabsichtigt, gut hätte er dies beabsichtigt getan, wäre er danach nicht mehr mein Schüler und Assistent gewesen, was Sulibeth und Ulfried betrifft, so werden diese wohl höchstens mit den klassischen Problemem ihrer Ausbildung zu kämpfen haben.
Erreichten später Hochstieg, unterwegs stießen wir noch auf einen Jäger, welcher wohl noch militärische Dienste versah, was auch immer.