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Hochstieg, die letzten Tage

Über die nachfolgenden Wochen stellte sich zumindest heraus, das nicht noch weitere arkane Katastrophen Hochstieg und die hießige Umgebung heimsuchen würden, was die restliche Zeit hier weitaus angenehmer machte.

Nach der Ordensgründung konnte ich mich schließlich noch mit Collegus Depold Roskop unterhalten, und er hatte tatsächlich Fortschritte in der Anwendung des Unitatio Cantus gemacht, hmm, eventuell sollte ich Jane consultieren bezüglich einer Optimierung meiner Lehrmethoden, falls die Zeit dafür gegeben ist versteht sich, mir fällt es ja immer noch schwer, zu akzeptieren das andere Leute Texte immer und immer wieder lesen müssen. wir beschlossen im Briefkontakt zu bleiben, ich bin gespannt ob er einen für mich interessanten Cantus beherrscht, wenn ich ihm das nächste mal begegnen sollte, weiterhin legte er mir nahe, das Andergaster Kampfseminar zu besuchen, meinte er doch dies könnte für mich erleuchtend sein, ich sehe zwar nicht ganz ein, inwiefern dies der Fall sein kann, aber ich hatte eh vor, sobald sich die Zeit ergibt, jede Akademie zu besuchen, da, wie auch Hochstieg nocheinmal verdeutlichte, selbst der unwahrscheinlichste Ort, das Potential dazu hat zu verzaubern (Wobei ich bei Andergast wirklich  nicht davon ausgehe).

Meine Befürchtungen bezüglich des Males Heptasphärischen Ursprunges, scheinen sich nicht bewahrheitet zu haben, Travia sei dank. Die Auflösung desgleichen bleibt immer noch ein Problem, sobald sich die Gelegenheit bietet sollte ich mich tiefer in das entsprechende Thema einlesen, ein guter Anfang würde das Arcanum machen, das große Buch der Abschwörungen wäre ebenfalls nicht verkehrt, eventuell das Al-Rashida Nurayan Schah Tulachim?

Es gibt so eine große Anzahl an bedeutenden und anderweitig interessanten Texten des arkanen, ich sollte mir nocheinmal Gedanken um meine Geschäfte in Khorestan machen, hmm, ich sollte versuchen Schlaftränke und Zaubertränke ebenfalls in entsprechenden Mengen anzubieten, die größten Hürden bei der Zubereitung dieser Tränke sollten schon genommen sein, Wasser aus den heißen Quellen dürfte über ausreichend arkanes Potential verfügen um Schnee vom 1. Hesinde zu ersetzen und Kairan sollte hier auch wachsen, letzlich ließe sich das wohl mit Feuerschlick ersetzen, was bleibt noch Meteoreisen und Diamantstaub kann ich in Fasar erwerben, wobei es vielleicht nicht verkehrt wäre mit Mindorium oder Arkanium als Substitutionen zu experimentieren, Drachentränen ließen sich durch Feentränen oder dergleichen ersetzen, Thonnys könnte problematisch werden, mal sehen.

Wenn ich mir schon gedanken um die Al’Chymia mache, für die geplante Fakultät wäre es vermutlich vorteilhaft, einige ausgebildete Kundige dieser Wissenschaft anzustellen, hat Norburg nicht einen Zweig der Spagyrik, ich sollte Jane fragen ob sie einen der dortigen Absolventen bei ihrem Familienbesuch anheuern kann? Sowie natürlich ab wann mt ihr in Khorestan zu rechnen ist, wobei wir natürlich vorher wissen müssten, bis wann wir uns hier noch aufhalten werden. Nicht alle der hier aufgezeigten Probleme lassen sich, von mir, mit den hier zur Verfügung gestellten Ressourcen in kürze lösen, das heptasphärische beispielsweise gehört dazu und auch die Drachische Thaumatursomproblematik würde ich darunter fassen, zumindest um eine wirklich zufrieden stellende Lösung präsentieren zu können.

Hmm, was bedeutet das zumindest Teile der Probleme, vermutlich, erst in Khorestan gelöst werden, ich sollte einen entsprechenden Ort, weit außerhalb Shirdars, etwas in Richtung des Rashtulswalles würde sich anbieten, vorbereiten, wenn ich wieder dort bin.

Neben seinen Gedanken widmete er sich aber auch dem Beginn des Baues der neuen Rondrian Brücke, vermittels der Convocation von Erzdschinnen, solangsam dachte sich Nehazet dabei könnte er wohl anfangen sich als Brückenbauer zu bezeichnen, wäre dies doch seine dritte.

Die Tage schmolzen geradezu dahin, gab es doch genügend Probleme, die neue Lösungen erforderten und alsbald begann auch der Peraine sich seinem Ende zu nähern und Nehazet beschloss, aufzubrechen, versprach aber zur Einweihung des Klosters und der Entzündung des Herdfeuers wieder anwesend zu sein.

Geschehnisse um Azina nach dem Abenteuer Schicksalspfade

Die Azinas trainierten wie sie es Garnan versprochen hatten. Auch dieser war überrascht, dass es plötzlich zwei von Ihnen gab und beschloss das Beste daraus zu machen. Er ließ sie gegeneinander trainieren. Und da keine von ihnen die Andere je überwinden wird, spornte es sie zu zusätzlichen Höchstleistungen an. Gro’jesh war ein hervorragendes Jagdwild. Wer ihn zuerst fing, durfte die Nacht mit ihm verbringen.

Doch schon bald fiel dem alten Mann auf, dass es um die Gesundheit seiner Schülerinnen nicht sonderlich gut bestellt ist. Er untersuchte sie fachkundig und stellte sehr zur Überraschung der Azinas fest, dass sie beide schwanger waren! Für einen Augenblick schauten sie sich verdutzt an und fielen sich dann in die Arme. Der Tod von Shakriin Boran berührte sie noch immer tief. Doch die Aussicht auf zwei neue Leben half ihnen den Schmerz zu überwinden anstatt ihn mit verbissenen Training auszublenden.

Obwohl sie bereits etwas kürzertraten, merkten sie bald, dass Überanstrengungen ihren Tribut forderten. Garnan zwang sie mit dem harten Training aufzuhören und sich stattdessen Gedanken, um die Zukunft zu machen. Wie wollen sie die Kinder großziehen? Wo sollen sie aufwachsen? Wie wird der Kampf gegen den Vortex weiterverlaufen?

Erdrückt von diesen gewichtigen Fragen, begannen die Abende der intensiven Gespräche und Gedanken. Schließlich besannen sie sich auf ihre Wurzeln, an die sie Shakriin Boran erinnerte und es entstand folgender Plan, den sie auch in die Tat umsetzten:

Zunächst gingen sie nach Aranien zurück zu ihrer Familie, um dort die Kinder zu gebären und ihre Mutter Belima um Rat in diesen Dingen zu fragen. Sie verabschiedeten sich von Garnan und versprachen wiederzukehren und zu berichten, was sich zugetragen hat.

In Aranien angekommen begannen sie, nach einigen intensiven Gesprächen, das Gut ihrer Eltern auf die Eingliederung in den Orden vorzubereiten. Denn bei allen Überlegungen über die drei Kapitel des Ordens blieb die Versorgung bisher außen vor und siedelt sich womöglich außerhalb jener an. Ein intensiver offizieller Briefkontakt regelte die Angelegenheiten ordnungsgemäß. Der Orden beteiligte sich an der Finanzierung des Kaufes weiterer Ländereien um Baburin, während die Erträge in Form von barer Münze oder Wagen voller Ernten der Ordenskasse zugeführt werden. Ein weiteres Mal ist Aranien nun aufgrund seines günstigen Klimas die Kornkammer eines Verbundes. Es gelingt Azina auch Rafid ibn Achmad und seine neue Frau Alhina saba Halima, ehemalige Rashulalehrerin von Delia davon zu überzeugen, seinen Hof ebenfalls dem Orden zu widmen und selbst offizielle Posten zu übernehmen. Durch Alhina und Rafid bestehen nun Verbindungen bis nach Khunchum. Unter anderem zu der Familie von Kalkaribs Onkel. Denn obwohl Alhinas Wahl, in Aranien bei ihrem Liebsten zu bleiben, nur widerwillig akzeptiert wurde, gelingt es ihr im Laufe der Zeit die Wogen zu glätten und den Weg frei zu machen für eine mögliche künftige Expansion des Ordens nach Khunchum. Delias gutes Betragen und die Schenkung eines Erben in El’Trutz trugen ihr Übriges dazu bei.

Auch die einflussreiche Familie Sarjabaran mit ihrem Oberhaupt Feruja konnte nach langen und harten Verhandlungen davon überzeugt werden, zumindest ein Bündnis mit dem Orden einzugehen. Auch hier halfen die Tatsachen, dass es nun zwei Azinas gab und die Senne Süd bereits ihre Unterstützung zugesagt hatte, den Ernst der Lage zu erkennen. Da ihr Sohn Muhalla noch immer „verschollen“ ist und die Azinas schwanger waren, gibt sie ihre Ansprüche gegenüber Azina auf. Verstohlen bittet Feruja sie Muhalla darüber zu unterrichten, damit er wieder nach Hause kommt. Die lange Zeit der Lossagung zerrte offenbar an ihren Nerven. Sie ist älter geworden. Azina versprach ihr Möglichstes.

Das Schicksal der Azinas selbst ist ihre schwerwiegendste Entscheidung. Hin und hergerissen zwischen ihren Verpflichtungen gegenüber den Göttern, dem Orden und ihren Kindern beschließen sie, sich aufzuteilen und so allen gleichzeitig zu dienen. Eine Azina bleibt mit den Kindern in Aranien, zieht diese auf und verwaltet und bewirtschaftet, unterstützt von ihren Gefolgsleuten, die Ländereien des Ordens. Die andere Azina schließt sich mit Gro’jesh dem Kapitel des Ordens an, der es ihr ermöglicht, durch Aventurien zu ziehen. Dabei werden sie Dämonen und Vortexwesen jagen und vernichten, andere Erwählte finden und ihnen helfen auf den rechten Pfad zu gelangen sowie weitere Heldentaten im Dienste der Götter verrichten. Sodass sie ihrem Titel Botin Firuns gerecht wird. Einigen bringt sie Tod und Läuterung, Anderen reicht sie eine helfende Hand. Allen gemeinsam hilft sie ihre Schicksale zu finden.

Über ihr eigenes Schicksal, welche von ihnen beiden wo und wie dienen sollte, entschied letztlich das Los.

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Geschehnisse zw. dem Abenteuer Schicksalspfade und dem ersten Teil vom Jahr des Feuers

Jo’lach tränkt die Erde

Als die Azinas von den Überfällen der Trollzacker auf den Traviaschrein und von den Wundern von Rondra und Travia erfahren. Weiß sie, dass Shakriin Boran tot ist. Er hätte das niemals zugelassen. Sie schwören blutige Rache.

Geradewegs marschieren sie in das Gebiet der Trollzacker um mit Waffengewalt Frieden zu schaffen. Anders kennen es die Trollzacker offenbar nicht. Gro’jesh lassen sie in der Hütte des Einsiedlers zurück.

Sie gelangen in das Dorf der Mach’natûl. Die Wachen lassen sie erschrocken passieren. Zu tief stecken die Schrecken der Niederlagen bei den Kämpfen am Schrein. Außerdem kennen und fürchten sie Azina. Dass es gleich zwei von ihr gibt überrumpelt sie vollends.

„Wo ist Shakriin Boran? Ich habe mit dem Stamm der Mach’natûl eine Vereinbarung über das Tal getroffen. Was wagt ihr, es anzugreifen?“ Brüllt sie mitten im Dorf stehend in die Runde.

„Boran ist tot.“ Bellt ein über zwei Schritt großer Trollzacker zu ihnen hinüber, während er sich einen Weg durch die Menge bahnt. „Er war ein Schwächling! Ich, Jo’lach, führe nun den stolzen Stamm der Mach’natûl. Ich führe ihn zu neuer Ehre und Stärke.“ Er wirft sich die Faust vor die Brust.

„Dann bist du es, der bluten wird, um den Frieden wiederherzustellen. Das Land wird dein Schama trinken und die Mach’natûl halten sich auf ewig an die Vereinbarung!“

„Angriff stolze Krieger! Tötet sie!“ befiehlt Jo’lach seinen Männern. Doch niemand reagiert. Sie eingeschüchtert. Gute Krieger sind jüngst gestorben. Normalerweise ist ein Tot im Kampf ehrenvoll. Aber die Moral ist gebrochen. Die sinnlosen Angriffe haben ihre Reihen empfindlich dezimiert. Weitere Verluste gegen zwei tödliche Geister bedroht ihre Existenz. Wer soll Jagen und das Dorf beschützen, wenn alle Krieger tot sind?

Jo’lach knurrt nur verdrossen und greift an. Eine Azina zieht sich zurück während die andere gegen ihn kämpft. Es ist ein ungleicher Kampf. Die Botinnen Firuns haben gut trainiert und sind voller Wut über den Verlust des Mannes ihrer Wahl. Rasch hat sie den riesigen Krieger überwunden und das Land mit seinem Blut getränkt.

„Wenn jemals wieder ein Angriff auf das Tal erfolgt, kommen wir wieder und opfern erneut dem Land!“ Damit wenden sie sich um und gehen gemessenen Schrittes aus dem Dorf.

Auf bald Mach’natûl. Da habt ihr ihn, euren Geist.

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Azinas Gedanken

Sinnliche Nächte

Von Nebel umwabert steigt seine große Gestalt dem Hügel empor. Sein Kopfschmuck zeichnet sich deutlich von seinem Körper ab. Denn im fahlen Licht des Mondes glänzt die hölzerne Maske silbern, während der Rest das Licht zu verschlingen scheint und ihn matt grau färbt. Ein grauer Schatten festen Schrittes auf dem Weg zu seinem Ziel.

Oben auf dem Hügel wartet sie. Nur in einige Wolfsfelle gehüllt, die ihre Nackheit nur wenig verbergen und mehr Zierrat als nützlich sind. Sie steht da und wartet auf ihn. Ein kühler Wind spielt mit den grauen Wolfshaaren und lässt ihr eigenes langes schwarz-weißes Haar sanft wellen. Sie neigt leicht den Kopf, als sie ihn erblickt.

Endlich bist du da.

Sie wartet auf ihn. Schon seit einigen Tagen. Voller Begehren und voller mühsam unterdrückter Vorfreude blickt sie zu ihm hinab.

Als er zu ihr aufschaut, breitet sie die Arme aus und heißt ihn willkommen. Dabei geben die Wolfsfelle auch nun das letzte Geheimnis preis. Er starrt sie an und verharrt einen Augenblick. Sein Mund stößt stockend kleine Dampfwolken aus.

So schön und so kalt.

Die letzten Schritte rennt er hinauf und zieht sie in eine innige Umarmung. Sofort drückt er sie auf ihre Felle zu Boden und beginnt ihren Körper mit seinen groben Händen zu erkunden.

Sie streckt die Arme nach oben aus, legt den Kopf in den Nacken und wölbt ihm ihren Körper entgegen. Sie genießt das intensive Gefühl, das er auf ihrer Haut hinterlässt und schließt leise stöhnend die Augen. Plötzlich spürt sie seine Hände und seinen Mund nicht mehr. Als sie überrascht aufblickt, sieht sie, wie er an seiner Hose nestelt. Lächelnd empfängt sie ihn, als er sich endlich wieder zu ihr hinunterbeugt. Ihre Beine umklammern fest seine Hüften und ihre Arme fahren unter seinen Überwurf und krallen sich in seinen nackten Rücken als er ruckartig in sie eindringt. Ein Schauer fährt ihr Rückgrat nach oben und setzt in ihrem Kopf etwas in Gang das an Intensität zunimmt, als er sich zu bewegen beginnt. Es steigert sich ins Unermessliche bis Ihr Kopf schließlich explodiert. Sie schreit ihre Lust in die Berge, wo sie schwach wiederhallen. Als auch er kurz danach aufstöhnt und auf ihr zusammensackt, streichelt sie ihm zufrieden über den Kopf.

Er grunzt und macht sich rüde von ihr los. Als er aufsteht, zieht er sich bereits seine Hose zurecht.

„Du wirst wiederkommen.“ sagt sie mit einer Gewissheit, die keinen Widerspruch duldet.

Er nickt nur, ehe er sich umdreht und den Hügel hinabsteigt.

Sie lächelt ihm hinterher.

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Azinas Gedanken

Der Abschied von Hochstieg – Wege in die Heimat

Nach einer letzten gemeinsamen Nacht im Warnturm wurden die letzten Habseligkeiten wurden gepackt und verschnürt. Delia und Kalkarib betraten ein letztes Mal Hochstieg, um sich von Sieghelm und ihren Freunden zu verabschieden.

Es wurde Zeit in die Heimat zurückzukehren. Die Wege ins Tal entglitten dem eisigen Griff des Winters und wurden wieder passierbar. In Kohlhütten legten Sie eine kleine Rast ein. Delia stahl sich von der Seite ihres Mannes, mit der Ausrede sich erleichtern zu müssen. In Wahrheit schlich sie sich zu der Stelle, an welcher sie das erste Mal die alte Vettel Kohlhüten sah. Dort legte sie ein kleines Geschenk nieder und wünschte der Vettel alles Gute. So setzten sie ihre Reise fort. Mit jedem Höhenmeter abwärts schien es wärmer zu werden, ganz zur Freude von Kalkarib. Ab und an blickte Delia ein wenig wehmütig zurück. Ihr gefiel Hochstieg und sie hatte sich fast schon etwas heimisch dort gefühlt. Auch würde sie ihre Freunde nun eine ganze Weile nicht wiedersehen können. Bis auf Nehazet und Jane, welche nicht weit entfernt von El´Trutz wohnten. Doch Azina, Sieghelm und Traviahold würde sie schon sehr vermissen. Sie würde sie jedoch wiedersehen, soviel war sicher. Das Schicksal verband die Freunde miteinander und so war es nur eine Frage der Zeit und davon hatte die Hexe eine ganze Menge. Vielleicht würde sie eines fernen Tages auch nach Hochstieg ziehen. Spätestens wenn Kalkarib starb oder ihre Alterslosigkeit zu sehr auffiel.

Ab Dettenhofen wurde ihre Reise deutlich einfacher. Die Straßen waren ausgebaut und breit genug für eine angenehme Reise. Kurz vor der Grenze zu den Tulamidenlanden tauschten sie ihre mittelländische Währung in ihre heimische Währung um. Delia bemerkte, dass Kalkarib mit jeder Meile näher an El´Trutz freudiger wurde. Er freute sich sehr auf das Wiedersehen mit seiner Familie. Obwohl ihm sein „Geschenk“, welches als Waffe in ihm ruhte, viel Unbehagen bereitete. Kurz war er verleitet mit seiner jungen Familie ein einsames Dasein fern ab von allem zu führen. Doch wie sollte er das seiner Familie erklären? Delia nutzte die lange Reise, um ihn mit ihrer geschickten Zunge gut zu zureden. Letztlich gelang es ihr, ihn zu überzeugen, dass es für sie und das ungeborene Kind bessere wäre innerhalb von El´Trutz zu wohnen und somit auch den Schutz seiner Sippe genießen zu können. Delia brachte Kalkarib Meditationen bei, mit denen er sich beruhigen und zentrieren konnte. Auch war sie sich bewusst, dass sie selbst der Auslöser für die Waffe war, so wurde es ihr gesagt.

Die Ankunft in El´Trutz wurde gebührend gefeiert. Erst recht, als Kalkarib der Sippe verkündete, dass Delia ein Kind von ihm empfangen würde. Für Delia war es nicht leicht sich in die Sippe zu integrieren. Zwar waren alle sehr freundlich und nahmen sie gerne auf, doch aufgrund ihrer Schwangerschaft durfte sie sich nicht so in die Sippe einbringen, wie sie es sich wünschte. Kalkaribs Eltern waren sehr stolz auf ihren Sohn und auf darauf, dass Delia ihm ein Kind schenken würde.

Nun von einem Kind wussten sie, doch von dem befleckten Kind erzählte Delia nichts. Nur Ihrer Mutter Isaria teilte sie diesen Umstand mit. Sicherlich würde sich auch hierfür eine Lösung finden lassen. Die Geburt und die Feierlichkeiten hierzu ließen jedoch Spannendes erwarten.

Für Delia stellte sich mit jedem Tag aufs neue heraus, dass es die richtige Entscheidung war Kalkarib zu heiraten und mit ihm eine Familie zu gründen. Obwohl sie schon ihre alte Lebensweise misste, doch das wurde von der Liebe der Sippe und von ihrem Ehemann, der sie auf Händen trug, wieder wett gemacht.

Die Monde zogen ins Land und ihr Bauch wurde immer runder. Dann war es an der Zeit ihre Freunde zu, Fest der Geburt einzuladen. Hierfür hatte sie sich etwas besonderes ausgedacht.

Ende? Abhängig von der Perspektive

Früh am Morgen wurde ich von Jane aufgesucht, sie hatte sich die Nacht über mit einem Problem der Kryptographie herumgeschlagen, und war nun zu mir bezüglich weiterer Ansätze gekommen, aufgrund dessen das es sich bei der anfragenden Person um Jane hielt und meine Aufmerksamkeit eher anderen Problemen galt, entschied ich mich dagegen mich an einer eigenen Mathematischen oder Linguistischen Entzifferung zu versuchen, sondern betrachtete das Problem sogleich unter der annahme, das es arkanem Ursprung sei oder zumindest verwurzelt wäre in den tiefen der Magietheorie, was jedoch nicht zu dem erwarteten Ergebnis führte. Der vorhergehende Vorschlag meinerseits, auszutesten ob Janes Buch der Hesinde zur Übersetzung genutzt werden könnte, verlief leider wenig erfolgreich, Nutzung anderer arkaner Methoden, schließ ich aufgrund des Kraftaufwandes und der aktuellen Situation ersteinmal aus, so gänzlich konnte mich das Problem jedoch nicht in ruhe lassen, weswegen ich mich zu dem Arbeitszimmer des Vogtes begab um nach gedruckten Standardwerken oder dergleichen zuverlässig genauen Schriftstücken zu schauen, letzlich löste sich das Problem durch Traviaholds Erinnerung an seinen Großvater auf und Jane fand schließlich die entsprechende Bestätigung.

Womit ich mich wieder anderen Problemen zuwenden konnte, nur das ich aktuell wenig tun konnte um die diversen Probleme, welche meiner Aufmerksamkeit bedürften, aufzulösen.

Also entschied ich mich etwas entspannendes zu tun und einige Bücher in der Bibliothek zu lesen, das meiste davon war zwar eher nicht in meinem interessensgebiet, aber unter der prämisse das nie sicher ist, wann etwas zu gebrauchen ist (und ich auch nicht weiß was sich aus periphär relevantem wissen ergeben mag), erschien es mir ersteinmal angebracht.

Weil die Vogtkette sich schließlich als unbedenklich herausstellte, übergab ich diese Sieghelm, es wäre eventuell keine gänzlich schlechte idee einige Thaumatursome in der Richtung für meine Freunde anzufertigen, sobald ich die Zeit dafür habe.

Sieghelms und Traviaholds Vater erschien in Hochstieg, abgesehen davon das es etwas konfus war, wurden wir doch erst gebeten in das Lager des Herolds der Rondrakirche zu gehen, nur um von dort aus dann wieder zurück geschickt zu werden, Collegus Depold Roskop suchte dabei erneut das Gespräch mit mir, er deutete an fortschritte in seinem Studium des Unitatio Cantus gemacht zu haben, leider musste ich ihn auf später vertrösten.

Das Junkerngut wurde dem Orden geschenkt und Sieghelm rief diesen auch an geeigneter Stelle aus.

Womit zumindest eines der Probleme sich aufgelöst hätte, ich sollte später noch Collega ter Winkel wegen einem Dämon sehen, ganz zu schweigen von Collegus Roskop.

Was zu schreiben?

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Küche, um etwas von dem hiesigen, sogenannten, Tee in einem Krug heißen Wasser zu erhalten, beschloß Nehazet für einen kurzen Moment den Sternenhimmel von der Mauer der Burg zu beobachten, die Dunkelheit war ihm, so hatte er das Gefühl, erträglicher geworden, wobei die diversen Lichtquellen, welche er dabei hatte ihm mehr als willkommen waren, so erhellte nicht nur sein Leuchtendes Zeichen die Nacht, auch sein Stab flackerte vor sich hin, während ein kleiner Gwen Petryl Splitter. der geistesabwesend zwischen seinen Fingern herwandert, ebenfalls einen kleinen Lichtschimmer bietet, auch wenn jener von den anderen beiden arkanen Quellen deutlich überstrahlt wird.

So viel gibt es zu tun, vielfach konnte ich neues Wissen mir hier in Hochstieg aneignen, die limbischen Portale, die Globule, die Rissostadt, Rhza’Zzall und mehr, die Erinnerungen um den Zrsh rrimo-rrim des Dracrr’Zchat im Adamantenen Kubus, die Linien der Kraft, welche sich durch das Land ziehen, die Dämonen, Golems und Daimonoiden unter dem roten Berg, die alte Zwergenstadt, mitsamt dem Heiligtum und der Beschwörungskammer, die Dispute mit den beiden alten Erzmagiern, von dem einer nur dem Element verschrieben war und schon Nummer vier aus dem Konzil war, dem Nehazet begegnet war und einer, jenen hohen und angesehen Titel trug, das innere eines Dämons, das kristallene Heiligtum Ifirns, die Mindergeister um die heißen Quellen (gut die waren eher lästig als interessant), der Vortex und seine Möglichkeiten und noch soviel mehr, doch was konnte er davon veröffentlichen?

Alles im Zusammenhang mit dem roten Berg, der Zwergenstadt und dem enthaltenen Heiligtum der Hesinde, würde wohl von den Zwergen und der Hesindekirche unter verschluß gehalten werden, die Echsenstädte und ihre Schätze zu enthüllen, wäre vermutlich unklug, zumal eine Absprache mit Archomagus Muntagonus angebracht wäre, umso weniger über die Vettel berichtet wird, umso geringer die Blamage der Rommilyser Kollegen, ganz abgesehen davon, das ich wenig hilfreiches aktuell im enttarnen einer Schwester sehe. Womit Seelenverrückungen, Globulen und limbische Portale ebenfalls wegfallen, Azina bat uns nicht von Ifirns Kristallen zu berichten und ich teile ihre Befürchtung das solches Wissen ungünstig in der Hand vieler wäre. Der Vortex, zuviel zu berichten könnte die Aufmerksamkeit des Feindes erneut wecken, und für die meisten wird es eh nur bei Theorie (nicht das daran etwas falsch wäre) bleiben, was die sinnvolle Veröffentlichung einschränkt.

Bitter verzieht sich Nehazets Miene beim genuß des „Tees“, während er darüber nachdenkt, das es soviel zu berichten gäbe, aber kaum etwas übrig bleibt, das er berichten kann…

Sicher hier und da gibt es Brotkrümmel, Teeblätter und vielleicht auch einmal eine Schöpfkelle, welche er vermitteln könnte, aber nichts was für ein sättigendes Mahl an Wissen macht.

Mit einem Mal hellt sich seine Miene auf, es sei denn er würde fantastische Werke schreiben, möglicherweise ergäbe sich dadurch eine Gelegenheit über das erlebte zu schreiben, so schwer kann das ja nicht sein, hat er doch Geschichten schon seit frühester Kindheit gelesen, und es könnte sich noch als vorteilhaft herausstellen, da die anderen Erwählten wohl auch Lesen werden und gerade eine Geschichte über Streiter fremder Welten, mit den richtigen Informationen, könnte helfen die richtigen Leute auf den Schutzorden der Schöpfung aufmerksam zu machen.

Erfüllt von neuem Elan eilt Nehazet auf seine Stube, der Luftdjinn aus dem Thaumatursom war in der Zwischenzeit davogeflogen mit der erwarteten Habe und Nehazet begann mithilfe seiner Feder, bei etwas „Tee“ (zudem er durchaus aufwärmte, es war zwar kein rechter Tee, aber doch durchaus ein Getränk an dem auch Freude empfunden werden konnte, wenn auch echter Tee bevorzugt wurde) die Erlebnisse ausführlich zu beschreiben, hier und da brach er ab um verschiedenste Fußnoten und andere Anmerkungen einzubringen.

sinnfrei

Was ist jetzt noch zu tun? Der Gruhl ist erlöst. Die Beisetzung wird sicherlich im kleinen Kreis stattfinden. Ich weiß noch nicht, wie ich Boriane befreien kann. Die Vettel Kohlhütten scheint mir nicht böse zu sein. Immerhin hat sie uns mehrfach geholfen. Nun ist es nur so, dass sie ihren Körper im Kampf gegen Turnaak’riin eingebüßt hat, um uns zu retten. Daher muss sie sich Boriane borgen, um zu existieren. Ich habe erwogen, den Geist der Hexe in mich aufzunehmen und so Boriane zu erlösen. Aber dann hat sie mir erzählt, wo sich der Geist von Boriane befindet: Sie ist offenbar in einem Gefäß, anstatt sich mit der Vettel einen Körper zu teilen, wie ich eigentlich dachte. Das macht die Entscheidung schwerer. Einerseits möchte ich ihr natürlich helfen. Sie hat dieses Schicksal nicht verdient. Andererseits möchte ich natürlich meinen Körper nicht hergeben. Hinzukommt, dass ich nicht frei über mich verfügen kann. Es ist nicht mehr mein Leben. Ich muss mich dem Vortex stellen. Und das kann ich nicht, wenn ich in einer Flasche stecke. Das heißt leider, dass ich nichts für Boriane und Vitus, den ich sehr schätze, tun kann.

Sie ballt wütend die Fäuste ob der Hilflosigkeit.

Und dann warten wir noch auf einen Abgesandten der Zwerge und auf die Reaktion von Sieghelms Vater. Das ist keine Kleinigkeit. Es geht um das Schicksal dieses Landstriches. Und mit ihm, dass seiner Bewohner. Umso schwerer wiegt der Verrat des Vogtes. Selbst, wenn er seine Aussage, „es geschehe alles zum Wohle des Landes“, selbst glaubt, unterliegt er einem großen Irrtum: Und zwar verkennt er die Gesinnung Sieghelms. Natürlich geht es auch ihm um das Wohl des Landes. Es ist gefährlich, wenn Entscheider gleicher Gesinnung etwas voreinander verbergen. Er hat das Land einer Gefahr ausgesetzt, indem er ein doppeltes Spiel spielte. Das war ein Fehler.

Unabhängig davon bezweifle ich, dass das Wohl des Landes auch das umschließt, was ich und Firun unter dem Wohl des Landes verstehen. Muschelbart hat es indirekt gesagt: Der Fluss ist wichtig. Ja und auch alles andere um uns herum ist wichtig. Die Berge, der Wald, die anderen Bewohner, die nicht von und mit Hochstieg leben. Daran denkt der Vogt mit Sicherheit nicht. Das ist sein zweiter Irrtum.

Warum Sieghelm nun ausgerechnet mich bat, mit dem Vogt über sein Vergehen zu sprechen, ist mir ein Rätsel. Aber vielleicht sieht er etwas, was ich nicht sehe. Wir werden sehen, wohin das führt. Das Ganze birgt natürlich eine gewisse Ironie. Hat der Vogt nicht erst mit Hilfe von Nehazets magischen Fähigkeiten meine Gesinnung geprüft? Würde Delia das Verhör führen, kann ich mir vorstellen, auf was für Ideen sie kommen könnte. Vielleicht hat Sieghelm genau eben das nicht im Sinne. Selbst Traviahold und Jane sollten sich dem Vogt gegenüber zu emotional verhalten. Na ja, wie gesagt: wir werden sehen.

Ich hoffe nur, dass dieses ganze unsägliche Geplänkel, wem nun was gehört, bald ein Ende findet. Wir haben Wichtigeres zu tun. Wenn Hochstieg erst als Ordensburg gilt und der Orden gegründet ist, müssen wir alles daran setzen die übrigen fünf Erwählten zu finden. Zumindest haben wir bereits zwei Namen: Handelssohn Nicolo de Castellani, Erwählter der Tsa und Matral, Auftragsmörder im Dienste Borons. Es fehlen also Phex, Praios, Ingerimm und Peraine, von denen wir überhaupt nichts wissen. Es wird Zeit das zu ändern und ihnen zu helfen am Glauben festzuhalten. Andernfalls wissen wir, was dann passieren wird. Wenn sie fallen, haben wir wieder einen schrecklichen Gegner mehr, der offenbar nur vom aktuellen Erwählten besiegt werden kann. Die Zeit arbeitet gegen uns. Wir drohen in Unterzahl zu kommen.

Wir müssen rasch handeln.

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Azinas Gedanken

Ein Stück Heimat

Die letzten Tage waren, relativ normal, also so normal wie arkane arbeiten, Artefakterschaffungen und diverse andere (Gedanken) Experimente und theoretische Überlegungen sein können. Im versuch der besseren Ausführung meiner neuen Rolle als Prophet, wobei ich nachwie vor noch keine passende Literatur zu dem Thema gefunden habe, eventuell sollte ich welche schreiben?, für nachfolgende Generationen, verschlug es mich letzlich zu einer kleinen, ich nehme an, Feierlichkeit, vermutlich ausgerichtet von einem der hier gastierenden Adligen, von Degenmund(, wie ist der Name eigentlich zustande gekommen?).

Auch die anderen nahmen an dieser Zusammenkunft teil, recht kurz ergab sich im gemeinsamen Gespräch das geplante Traviakloster als Thema.

Mehr Zeit nahm, jedoch die Nachricht eines Rabens, welcher von Elfenbein herbeigetragen wurde, in anspruch, da diese potentiel, beunruhigende Schlussfolgerungen zuließe, oder schlicht von schlechter Kommunikation zeugen könnte.

Die Nachricht selbst deutete auf eine Kommunikation des Vogtes mit dem Baron hin, was primär zu einem Problem wurde, nachdem Sieghelm in seinen Gemächern, über besagte Nachricht in Kenntnis gesetzt wurde und er nichts von dieser wusste. (Was wie schon erwähnt von schlechter Kommunikation zeugt)

Der Traviahold darf sich jetzt als Vogt, hmm dürfen Geweihte überhaupt Ländereien verwalten, ich meine wenn, nach der Priesterkaiserzeit und nach den Magierkriegen Geweihte und Magier ihre Ländereien (in Gebieten des Raulschen Reiches) nicht mehr selbst verwalten durften und auf andere Verwalter angewiesen waren, wie ist es dann mit entsprechenden Personen zur Verwaltung fremder Güter? Vielleicht finde ich etwas in einer der CA Fassungen in der Bibliothek der AASAP bei meinem nächsten Aufenthalt dort. Jane durfte sich mit dem Studium der Schriften des Vogtes auseinandersetzten, Azina, als Adlige, war es gestattet den Vogt zu befragen und nachdem ich einige der  möglichen magischen Möglichkeiten des mir bis dahin näher unbekannten Thaumatursoms der Vogtskette erwähnte, wurde ich gebeten jene einer arkanen Visitation zu unterziehen.

Das Ergebnis der Untersuchung war in gewisser Weise amüsant, ich hielt mit der Kette im wahrsten Sinne des Wortes ein Stück Heimat in meinen Händen, in der arkanen Signatur konnte ich doch deutlich die Arbeit von Khadil Okharim erkennen.

Ansonsten war ich noch damit beschäftigt mich auf die Kristalle einzustimmen, da deren Untersuchung, neben so vielen anderen, auch einmal verdiente beachtet zu werden, leider ergab sich noch nicht die Gelegenheit einen genaueren Blick auf die arkane Struktur derselbigen zu werfen.

Zumal ich befürchte, das dies wohl doch noch eine Weile warten wird, ich sollte mit der guten Vettel über die Möglichkeiten eines neues Körpers reden, umso mehr ich darüber nachdenke umso eher erscheint mir dies der geeignete Weg zumal eine Zusammenarbeit in diesem Bereich vorteilhaft sein könnte als Alternative für alle Fälle, für Kalkaribs aktuelles Problem und für den Fall eines erneuten ablebens meiner Seits, könnte das vorherige Auseinandersetzen mit dem erschaffen eines Ersatzcorpus hilfreich sein.

Allerdings, wenn ich schon dabei bin mir darüber Gedanken zumachen, sollte ich auch überlegen wie meine Erfahrungen und Erkenntnisse erhalten werden könnten, hmm ob es wohl möglich wäre, Astralgeister entsprechend zu formen, mir ist durchaus bewusst das bisherige Forschungserkenntnisse dies verneinen, aber sollte sich die Zeit finden, wäre dies möglicherweise ein guter Kompromiss für so einen Fall. Wiewohl natürlich die Weiterbildung von Delia und Jane in relevanten Feldern auch nicht schaden kann.

Was noch bleibt ist dem Djinn des einen Thaumatursoms seine Aufgabe ausführen zulassen, etwas was ich mir wohl entgehen lassen werde, da ich dies schon desöfteren gesehen habe und eine gewisse skepsis bezüglich des Males heptasphärischen Ursprungs existent ist. Weswegen ich die Gelengenheit nutzen werde um noch einmal etwas von dem hiesigen „Tee“ zuprobieren.

Theorie und Praxis, Addendum

Im Anschluß an die Demonstration begab ich mich in den Perainetempel um ein kleines Experiment, bezüglich des Heptsphärischen Males vorzunehmen, das Ergebnis war äußerst interessant, viel Rauch, keine Schmerzen, keine Verletzungen, Abbdruck des Males auf entsprechenden Gegenständen (wobei hierbei natürlich zu beachten ist, das ich das Experiment nur in einem kleinen rahmen durchgeführt hatte), daraus ließe sich schließen das, wenn wir diese Analogie verwenden wollen, der besondere Fall des Males eher einem Applicatus ähnlich, denn einem Arcanovi ähnlich, wobei letzterer ein (vollwertiger?) Pakt wäre, ist. Denn das Mal scheint eher angekoppelt (oder oberflächlich appliziert) zu sein, denn verwoben (Arcanovi) wie bei einem Seelenpakt zu erwarten, nähere Untersuchungen stehen natürlich noch an (wenn die Zeit dafür da ist, naheliegend scheint daraus aber ersteinmal die Schlussfolgerung, dass das Entfernen der Male, relativ, einfach sein sollte). Bleibt noch eine Kompensation für den Tempel, 10 Elixiere der Spagyrik pro Mond über den nächsten Götterlauf sollten wohl akzeptabel sein.

Danach wandte ich mich der Konstruktion eines Luftaffinien Korpus für ein Thaumatursom der Convokation elementarer Kräfte zu, für die Verzauberung werde ich wohl wieder auf die Unterstützung anderer Leute angewiesen sein werden, die Umsetzung alleine wäre durchaus möglich, würde allerdings mehr Zeit benötigen und irgendwie kommen hier doch immer wieder die verschiedensten möglichen und unmöglichen Dinge dazwischen.

Ich war noch am ausarbeiten einiger Ideen, bezüglich der Untersuchung des Males und der besseren Identifizierung extrasphärischer Energien, sowie der „räumlichen“ Zuordnung (was da dies außerhalb des räumlichen Referenzrahmens fällt ein ganz eigenes Problem ist, aber ich bin zuversichtlich dies umgehen zu können durch die Etablierung weiterer und neuerer räumlicher Orientierungsachsen, wie viele Notwendig sind, wird sich hoffentlich nach weiteren Experimenten zeigen, aktuell gehe ich von mindestens sechs Achsen aus, der Einfachheithalber oben, unten, seitlich, arkane Anziehung, tulamidischer Tee und weiteres), als Adeptus Roskop mir einen Besuch abstattete, in dem sich resultierenden Gespräch, welches nicht ganz so enttäuschend war, wie ich erwartet hatte, stellte sich heraus das er ebenfalls ein Interesse an der Philosophie hatte und wir gelangten über diese in ein tieferes Gespräch, er schnitze nebenbei, während ich anfing ihm die Grundlagen des Unitatio Cantus zu erläutern, nachdem er ein interesse, bezüglich magischer Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausdrückte und sich herausstellte das dieser simple Cantus ihm unbekannt war. Zwischendurch fragte er mich auch nachden schon vorbereiteten Thaumatursomkorpus, ich erklärte ihm ebenfalls kurz, wozu dieser gedacht war, das Gespräch wandte sich dem Element der Luft hinzu und schwankte kurz darauf zurück zu dem Unitatiocantus. Die Stunden vergingen, der Abend neigte sich der Nacht hinzu und wir beendeten unser Gespräch mit Überlegungen es am nächsten Tag fortzuführen, hatte er doch die Grundlagen des Unitatio Cantus noch nicht verstanden. Seine Schnitzerei ließ er af den Tisch zurück, als ihn darauf ansprach meinte er nur, das ich doch auch die Flöte als Korpus für ein Thaumatursom zur elementaren Convocation nutzen könnte.

Am nächsten Tag ich war am untersuchen der Arkanoglyphen von Skr Zht, konnte ich mich diesem doch noch nicht mit der Aufmerksamkeit, die sie verdient hätten zuwenden, als ich von Adeptus Karden aufgesucht wurde, er fragte mich ob ich interesse an einer Partie Boltan hätte, Roskop wäre wohl gerade in seinem Stabtraining vertieft, ich verneinte, primär weil ich keinerlei interesse an Boltan hatte, also schlug er Inrah vor, was ich doch etwas überraschte, ging ich doch nicht davon aus, das er einen vollständigen Kartensatz, geschweige die Regeln zu diesem Spiel kannte, ein weiteres überraschendes Erlebnis war, das er sich tatsächlich als ein sehr guter Spieler herausstellte, auf Inrah folgte rote und weiße Kamele, und letzendlich gelang es ihm, betrachtet auf die Gesamtzahl der Partien, welche wir spielten zu gewinnnen, wobei das Gesprächstheme bezüglich des praktischen Einsatzes von Magietheoretischen Applikationen im Feldeinsatz und der Möglichkeiten der Parameterdefinitionen für spezifische Auslösebedingungen für Thaumatursome mich doch stärker abgelenkt haben könnten, als ich zuerst vermutet hätte. Im Gespräch mit ihm stellte sich dann tatsächlich heraus, das er über funktionierende, wenn auch minimale Kenntnisse des Unitatio Cantus verfügte und sich schnell bereiterklärte, unter anderem wohl, weil er selbst noch nicht an der Verzauberung eines Thaumatursoms teilgenommen hatte, den Thaumatursomskorpus vom gestrigen Tage mit mir zu verzaubern.

Es war Nachmittag, und ich war durch die Zusammenarbeit mit Collegus Karden erschöpft, als mich Collegus Roskop erneut aufsuchte und wir unser Gespräch vom Abend davor fortsetzten. Am Abend hatte ich die Vermutung das er tatsächlich ausreichend viel Verstanden hatte um den Unitatio Cantus auszuprobieren, wir beschlossen diesen, im Rahmen der Verzauberung der von ihm geschnitzten Flöte am morgigen Tage, zusammen Collegus Karden, zu erproben.

Am Tag darauf, am späten Nachmittag, nachdem ich mich den Tag über so gut es mir hier möglich war von den arkanen Strapazen der letzten Tage erholt hatte, erschienen Roskop und Karden, beide erpicht darauf ihre neuen Kenntnisse zu erproben und weiteres Wissen dazuzugewinnen. Roskop webte den Unitatio Cantus mit angemessener Vorsicht und dieser gelang ihm schließlich auch beim zweiten Versuch, im geschlossenen Zirkel, begann ich, mit der Unterstützung der arkanen Kräfte von Roskop und Karden die Flöte zu verzaubern. Es war Abends als wir fertig waren.

Wir redeten noch weiter in die Nacht hinein und verabredeten uns für den morgigen Tag, hatte ich doch einige Ideen bezüglich arkaner Applicationen ihrer Fähigkeiten.