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Sinnliche Nächte

Von Nebel umwabert steigt seine große Gestalt dem Hügel empor. Sein Kopfschmuck zeichnet sich deutlich von seinem Körper ab. Denn im fahlen Licht des Mondes glänzt die hölzerne Maske silbern, während der Rest das Licht zu verschlingen scheint und ihn matt grau färbt. Ein grauer Schatten festen Schrittes auf dem Weg zu seinem Ziel.

Oben auf dem Hügel wartet sie. Nur in einige Wolfsfelle gehüllt, die ihre Nackheit nur wenig verbergen und mehr Zierrat als nützlich sind. Sie steht da und wartet auf ihn. Ein kühler Wind spielt mit den grauen Wolfshaaren und lässt ihr eigenes langes schwarz-weißes Haar sanft wellen. Sie neigt leicht den Kopf, als sie ihn erblickt.

Endlich bist du da.

Sie wartet auf ihn. Schon seit einigen Tagen. Voller Begehren und voller mühsam unterdrückter Vorfreude blickt sie zu ihm hinab.

Als er zu ihr aufschaut, breitet sie die Arme aus und heißt ihn willkommen. Dabei geben die Wolfsfelle auch nun das letzte Geheimnis preis. Er starrt sie an und verharrt einen Augenblick. Sein Mund stößt stockend kleine Dampfwolken aus.

So schön und so kalt.

Die letzten Schritte rennt er hinauf und zieht sie in eine innige Umarmung. Sofort drückt er sie auf ihre Felle zu Boden und beginnt ihren Körper mit seinen groben Händen zu erkunden.

Sie streckt die Arme nach oben aus, legt den Kopf in den Nacken und wölbt ihm ihren Körper entgegen. Sie genießt das intensive Gefühl, das er auf ihrer Haut hinterlässt und schließt leise stöhnend die Augen. Plötzlich spürt sie seine Hände und seinen Mund nicht mehr. Als sie überrascht aufblickt, sieht sie, wie er an seiner Hose nestelt. Lächelnd empfängt sie ihn, als er sich endlich wieder zu ihr hinunterbeugt. Ihre Beine umklammern fest seine Hüften und ihre Arme fahren unter seinen Überwurf und krallen sich in seinen nackten Rücken als er ruckartig in sie eindringt. Ein Schauer fährt ihr Rückgrat nach oben und setzt in ihrem Kopf etwas in Gang das an Intensität zunimmt, als er sich zu bewegen beginnt. Es steigert sich ins Unermessliche bis Ihr Kopf schließlich explodiert. Sie schreit ihre Lust in die Berge, wo sie schwach wiederhallen. Als auch er kurz danach aufstöhnt und auf ihr zusammensackt, streichelt sie ihm zufrieden über den Kopf.

Er grunzt und macht sich rüde von ihr los. Als er aufsteht, zieht er sich bereits seine Hose zurecht.

„Du wirst wiederkommen.“ sagt sie mit einer Gewissheit, die keinen Widerspruch duldet.

Er nickt nur, ehe er sich umdreht und den Hügel hinabsteigt.

Sie lächelt ihm hinterher.

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Azinas Gedanken

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