Überreaktion

Was war denn heute nur mit Candidatus Voltan los? Ich weiß ja, er ist unerfahren und lebte bisher – wie irgendwie alle angehen Magier – sehr abgeschottet in seiner eigenen (Gedanken-) Welt. Aber das, wie er sich heute aufgeführt hat, hat mich doch etwas erschreckt, muss ich gestehen. Dabei fing alles so vielversprechend an: Er …

Brief nach Hause 21. Peraine 1027 n. BF

Ahlan aram, Großes hat sich zugetragen. Vorweg möchte ich euch sagen, dass es meinen Gefährten und mir gut geht. Ich warnte euch in meinem letzten Brief vor einer Gefahr aus Richtung Rahja. Die Schwarzen Lande entfesselten vor kurzem unvorstellbares Grauen. Sie boten massives Kriegsgerät, hartgesottene Söldner, wandelnde Leichen, Ghule, Untote Oger, blanke Skelette und noch …

Teil I – Vorboten (2)

„Ihr Bestien!“, knurrte der Reichsritter, als er einen beherzten Schritt nach vorne tat. Seine panzerfaustbewehrten Hände umschlossen bei jedem Schritt, den er tat, sein Schwert Custoris noch fester. Die Bestien – wie Sieghelm sie nannte – waren abscheuliche graugrünhäutige und krallenbewehrte Wesen des Namenlosen, auch bekannt unter der Bezeichnung Ghule. Überall dort, wo der Krieg …

Teil I – Vorboten (1)

Das Pferd, auf dem er ritt, schnaufte, denn Sieghelm hielt es schon seit Stunden dazu an, im zügigen Trab, ja fast schon Galopp, über die Reichsstraße zu eilen. Es schepperte bei jedem Schritt, den das Pferd tat, denn die eisernen Hufen wetzten gnadenlos über die seit Jahrzehnten abgeschmirgelten Steine. Immer wieder ritt er dabei an …

Teil XI – Leben und Tod (3)

Auf dem Dach des Burgfrieds Aus Vidkuns rechter Hand wuchs ein langes blankes Schwert und er konzentrierte sich darauf, wieder eine einzelne äußere Form anzunehmen. Die brodelnde und schwefelnde Stelle an seiner linken Schulter würde er dennoch nicht verstecken können. Die Gestalt wurde jünger und schlanker, er war nun Anfang 20 Götterläufe jung, trug einen …

Teil XI – Leben und Tod (2)

Kurz zuvor im Innern des Burgfrieds Lady Branganes Füße flogen die steinernen Stufen den Burgfrieds hoch. Die Schnelligkeit mit der die voll gerüstete Frau über die Treppenstufen hinter sich ließ, erschien unnatürlich. Einen Absatz tiefer hörte sie den schwer verletzten Ser Gneisor keuchen und japsen. Er war trotz der Hilfe seines Knappen viel zu langsam. …

Teil XI – Leben und Tod (1)

Auf dem Dach des Burgfrieds Durch den von der blauen Explosion ausgehenden Druck flog der Knappe Ingmar hoch über die Zinnen des Burgfrieds. Er hatte sich schützend vor seinen Ritter geworfen, da er wusste, dass dieser die Druckwelle aufgrund seiner Verletzungen nicht aushalten würde. Noch im Flug muss Ingmar an die Worte seines Herrn denken …