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Jo’lach tränkt die Erde

Als die Azinas von den Überfällen der Trollzacker auf den Traviaschrein und von den Wundern von Rondra und Travia erfahren. Weiß sie, dass Shakriin Boran tot ist. Er hätte das niemals zugelassen. Sie schwören blutige Rache.

Geradewegs marschieren sie in das Gebiet der Trollzacker um mit Waffengewalt Frieden zu schaffen. Anders kennen es die Trollzacker offenbar nicht. Gro’jesh lassen sie in der Hütte des Einsiedlers zurück.

Sie gelangen in das Dorf der Mach’natûl. Die Wachen lassen sie erschrocken passieren. Zu tief stecken die Schrecken der Niederlagen bei den Kämpfen am Schrein. Außerdem kennen und fürchten sie Azina. Dass es gleich zwei von ihr gibt überrumpelt sie vollends.

„Wo ist Shakriin Boran? Ich habe mit dem Stamm der Mach’natûl eine Vereinbarung über das Tal getroffen. Was wagt ihr, es anzugreifen?“ Brüllt sie mitten im Dorf stehend in die Runde.

„Boran ist tot.“ Bellt ein über zwei Schritt großer Trollzacker zu ihnen hinüber, während er sich einen Weg durch die Menge bahnt. „Er war ein Schwächling! Ich, Jo’lach, führe nun den stolzen Stamm der Mach’natûl. Ich führe ihn zu neuer Ehre und Stärke.“ Er wirft sich die Faust vor die Brust.

„Dann bist du es, der bluten wird, um den Frieden wiederherzustellen. Das Land wird dein Schama trinken und die Mach’natûl halten sich auf ewig an die Vereinbarung!“

„Angriff stolze Krieger! Tötet sie!“ befiehlt Jo’lach seinen Männern. Doch niemand reagiert. Sie eingeschüchtert. Gute Krieger sind jüngst gestorben. Normalerweise ist ein Tot im Kampf ehrenvoll. Aber die Moral ist gebrochen. Die sinnlosen Angriffe haben ihre Reihen empfindlich dezimiert. Weitere Verluste gegen zwei tödliche Geister bedroht ihre Existenz. Wer soll Jagen und das Dorf beschützen, wenn alle Krieger tot sind?

Jo’lach knurrt nur verdrossen und greift an. Eine Azina zieht sich zurück während die andere gegen ihn kämpft. Es ist ein ungleicher Kampf. Die Botinnen Firuns haben gut trainiert und sind voller Wut über den Verlust des Mannes ihrer Wahl. Rasch hat sie den riesigen Krieger überwunden und das Land mit seinem Blut getränkt.

„Wenn jemals wieder ein Angriff auf das Tal erfolgt, kommen wir wieder und opfern erneut dem Land!“ Damit wenden sie sich um und gehen gemessenen Schrittes aus dem Dorf.

Auf bald Mach’natûl. Da habt ihr ihn, euren Geist.

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Azinas Gedanken

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