Button

Kann es nicht lassen

Charackter: Malzan Daske aka Goswin Torwin

 

Grrmmm, tut das weh! Ich brauche dringend etwas um meine Schmerzen zu lindern. Ich glaube, ich möchte gar nicht wissen was mit in der Grube mit den Speeren widerfahren ist. Es scheint, als sei es ein Wunder, dass ich überhaupt bereits wieder laufen kann. Etwas von den hiesigen Kräutern kommt mir jetzt sehr gelegen … hmmmm, viel besser. Gutes Kraut.

Mistkerl! Wagt Sieghelm mich in meinen lädierten Zustand mit irgendwelchen Aufgaben zu belästigen. Hat dieser Mann keinen Anstand? Wäre ich den beiden Damen nicht schon wieder verpflichtet, hättest du mich die längste Zeit herumkommandiert! Geschieht dir übrigens recht, dass dein „Stuhl“ kaputt ist.

Fräulein Pedderson braucht einen Sonnenschutz! Ich werde sie vor der Sonne bewahren, sonst verbrennt Praios sie am Ende noch. Oder Siggi faselt irgendwas von gerechter Strafe durch Praios‘ Antlitz.

Ob Siggi mit seiner Rüstung wohl schwimmen kann? Hihi.

Ui, da ist etwas von dem Blutkraut. Das kann man bestimmt auch rauchen. Ich packe mir etwas für später ein. Außerdem sollte ich es Siggi unterjubeln. Vielleicht entspannt er sich dann mal und schreit nicht immer so rum.

Das Spiel mit dem Bauernburschen wird mir langweilig. Was sich wohl hinter dem Wasserfall verbirgt? Ich werde einmal nachsehen. Wie gut, dass ich immer mein Kletterseil dabei habe. So es sitzt fest! Nichts wie hoch. Eventuell gibt es dort oben etwas Wertvolles zu finden …. AHHHH.

Aua! Nicht schon wieder. Ich bin erneut gestürzt. Nur scheint es mir diesmal weniger weh zu tun, hihi.

__________________

Malzans Gedanken

Hochmut kommt vor dem Fall

Charackter: Malzan Daske aka Goswin Torwin

Hm, Delia scheint zwar dafür zu sein, dass ich das Gold an die Bevölkerung verteile, ist aber nicht bereit sich auf mein kleines Abenteuer einzulassen.  Nun gut, dann werde ich eben allein die Ruine aufsuchen.

Ah, da ist er der Schatz. Nur wie bekomme ich ihn da raus, ohne dass ich eingeschlossen werde. Erst einmal testen, was der Mechanismus so tut, wenn ich die gestohlenen Münzen wieder hinein tue … nichts. Und wenn ich andere wieder raus nehme? Auch nichts. Es scheint nicht an die Münzen gebunden zu sein. Ein Stein als Gegengewicht scheint eine gute Idee … tatsächlich, es hält. Hm, mehr Gewicht. Da, die Statue! Rauf auf die Truhe damit, dann kann ich mein Säckchen füllen. Hehehehe, jaaaaaah. Gooooold!!

Malzan zwingt sich ein paar mal ruhig auszuatmen, um nicht den Verstand zu verlieren

Ruhig Junge, das Gold läuft nicht weg, du kommt wieder und holst dir alles! AH, was ist das? Der Arm kommt auf mich zu, ist ja ekelhaft. Nimm dies und brenne unnatürliches Wesen. Hinfort mit dir.

Ich bin gespannt, was sie für Augen machen werden, wenn sie am Morgen das Gold sehen. Auch dem geizigen Wirt will ich etwas geben. Es lohnt sich nicht, einen Armen zu bestehlen.

Grml, lasst mich doch schlafen, soll der Junker sich selbst versorgen, ist mir egal. Huch. Der Junker verlangt nach mir? Ähm ja. Ein Bad ja, das muss sein, so kann ich mich nicht blicken lassen. Der Junge hier kann alles vorbereiten! Der Junker soll nichts zu meckern haben, das dürfte unangenehm werden. Er schreit immer so.

Phexes Segen scheint gut anzukommen. Morgen wird die nächste Ladung bereit liegen.

Sieghelm hat sich nicht davon abbringen lassen, den Tempel mit Borons Segen zu schließen. Aber wenn ich mich darin aufhalte, während er ihn verschließt, ist es, wenn ich noch einmal hier hineingehe, kein Frevel, oder? Mit der Erlaubnis seiner Ehrwürden, darf ich mich hier aufhalten und Phexes Segen verteilen.

Gern, leiste ich dem Wunsch, den letzten Gang zu erkundigen, folge. Wer weiß, was sich dort befindet. Vielleicht noch so ein Schatz? Die Symbole an den Wänden sehen vielversprechend aus. Wenn ich ihnen folge werde ich sicher a….. AAAAAHHHHHH

_/\_/\/\____/\____________________________________/\____/\___/\__/\_/\/\/\

Wo bin ich? Golgari? Ich höre dich.

Bei Phex! Was war das? Diese Treppe … unendlich lang … zu lang … verphext, das Gold hat mich abgelenkt. Schon wieder! Ich war nachlässig. Nun schulde ich den beiden Damen nun noch mehr. Ich muss sie noch ein wenig begleiten, um meine Schuld zu sühnen. Angenehm werde ich ihnen den Aufenthalt machen, jawohl. Äußerst angenehm.

__________________

Malzans Gedanken

Kampf der Freiheit – Kapitel I

Rasch. Auf nach Barburin, die Zeit drängt. Schon zu lange habe ich diese Verantwortung vor mich hergeschoben. Was mich wohl erwarten wird? Wie werden sie mich empfangen? Werden sie es gut heißen, was ich tat und was ich gedenke noch zu tun? Keineswegs werde ich mich ihrem Joch beugen und sesshaft werden. Firun gab mir die Mittel zu tun, was sein Wille ist. Herumsitzen und dem Luxus frönen oder auf den Äckern schuften gehört keineswegs dazu. Nur wie soll ich es ihnen begreiflich machen? Genügend Zeugnisse meiner Tätigkeit werden ihnen sofort ins Auge springen. Der Speer und das Amulett sind nicht zu übersehen. Und anstatt mir zu zürnen sollten sie stolz sein, auf das, was ich tue und noch zu tun gedenke! Bei dem Leben von Sefira! Ich werde mich nicht beugen!

Ich hoffe, Mutter geht es gut. Tante Tulmirya rätselte irgendwas von einer Krankheit. Die besten Heilkundigen will ich zu ihr bringen lassen, wenn ich doch nur endlich dort bin.

Lange dauert der Marsch durch trockene Steppe. Immer wieder unterbrochen von endlosen Diskussionen über ihr Erscheinungsbild, die Entrichtung der Zölle und der Verfolgung von anderen habgierigen – nunmehr toten – Männern. Als sie endlich die Grenzen Araniens erreicht, zieht sie ergeben die vertraute Luft tief in ihre Nase und erschauert wohlig.

Aranien, geliebte Heimat. *seufz* Die Luft hier scheint gleich viel frischer und saftiger zu sein, als jenseits der Grenze. Als ob der ureigene Mief dem Boden entstammt. „Genießt die Luft meine Freunde, das Ziel rückt näher.“

______________________________

Gedanken der Azina

Das ungenutzte Gold

Charackter: Goswin Torwin aka Malzan Daske

Herrlich es ist noch etwas von dieser schmackhaften Spinne da. Der Knabe meinte, dass dergleichen Spezialitäten hier schnell vergehen. So muss ich doch geschwind noch etwas davon erhaschen. Schmeckt sehr gut das Zeug.

Hach ja, der Wohlgeborene wünscht ein Bad. Gut, die Reisevorbereitungen sind scheinbar nicht meine alleinigen Aufgaben. Na schön, gut dass es hier folgsame Dienerschaft gibt, die sich akquirieren lässt. So kann ich hier gemütlich meinen Tee trinken und auf den Herren warten … Moment mal, dem Herren? Seit wann herrschen bei mir solche Gedankenmuster vor. Ich sollte mich nicht zu sehr in diese Rolle hineinsteigern. Es ist nur vorübergehend, um meine Schuld bei diesen beiden Frauen zu begleichen. Der Junker kann in ein paar Tagen sehen wo er bleibt.

Meine Vorschläge und Einwände scheinen nicht erhört zu werden. Ebenso wenig, wie das Wort der Frau Delia hat meines hier kein Gewicht. Die beiden feinen Herrschaften nehmen sich das Recht heraus über alles zu gebieten. Es ist immer das gleiche mit diesem Pack!

Hehe, das geschieht dem Junker recht. Warum zieht er seine Rüstung nicht aus, bevor er das Seil runterrutscht?

Zum Glück sind die Fallen schon ein wenig eingerostet und veraltet, sodass wir kaum Probleme haben sie zu umgehen. Aber ich merke: ich bin zu unaufmerksam. Ich muss meine Sinne besser schulen, wenn selbst die Gelehrte die Dinge besser wahrzunehmen scheint als ich.

Das dauert wirklich sehr lange. Die Frau wird nicht fertig mit ihren Untersuchungen. Die Schriften gaben bisher nichts von Wert preis. Das Material auf denen sie geschrieben stehen ist wesentlich wertvoller als das schnöde gekrakel.

Gooooold!! Eine Truhe voller Gold! … Und sie wollen sie nicht nehmen!! Argh. Bei Phex! So nehmt es doch mit, anstatt hier unten vergammeln zu lassen. Wozu braucht der Tote das noch? Die Lebenden haben ein Anrecht auf das, was der hiesigen Welt gegeben ist. Bei Phex, was man damit alles machen kann. Das gibt es doch nicht! Sie nehmen das nicht mit!! NEIN!!!

Wenn ich es stehle fliegt meine Tarnung auf. Ich muss mir was einfallen lassen, wie ich an das Gold komme. Es scheint auch einen Mechanismus zu geben, der verhindert, dass alles Gold gestohlen wird. Je mehr entfernt wird, desto tiefer sinkt die Tür. Jedoch ist da noch viel Platz um etwas herauszunehmen. Außerdem kann man die Tür bestimmt auch stützen, um dann alles zu nehmen. Die hiesige Bevölkerung hat den Schatz dringend nötig. Wie sollen sie Phexes Dienste erfüllen, wenn es am nötigsten mangelt?

Heute Nacht, werde ich das Gold holen und verteilen! Und niemand wird mich daran hindern!

__________________

Malzans Gedanken

Ankunft in Ashlakand

Ankunft in Ashlakand

Charackter: Goswin Torwin aka Malzan Daske

Bei Phex, war das eine lange Überfahrt. Und ständig blubberte dieser Tamir mich mit irgendwelchen Sachen voll. Nun gut. Er hat es mir vergolten. Wie immer unfreiwillig.

Ein wenig trostlos die Gegend hier. Nichts als Lehmhütten und die Karawanserei. Das einzige Gebäude mit ein wenig Stand. Mein üblicher Rundgang ergab nichts Interessantes. Einzig die zwei gut aussehenden Frauen, die bei einer Partie rote und weiße Kamele vor sich hin schwatzen sehen … lohnenswert aus. Ich werde sie ein wenig observieren. Mein Schaden ist es nicht, sie bezahlen ja bereits … ah ja …

Huch, was ist denn nun passiert? Ein ritterlich anmutender Mittelländer erscheint plötzlich in der Karawanserei und fuchtelt mit einem Schwert herum. Junker Sieghelm, nennt er sich. Die Frau in Weiß – Jane – gesellt sich auch sogleich zu ihm und hilft ihm aus seiner Orientierungslosigkeit. Wie es sich herausstellt haben die beiden einen gemeinsamen kranken Magierfreund. Das klingt interessant. Ich hefte mich an ihre Fersen, vielleicht ergibt sich ja mal was.

Ach Mist, jetzt hat er mich gesehen. Nun muss ich gegen dieses Untier von Spinne kämpfen. Nimm dies und das und … oh oh … aua!! … OK, es ist Zeit zum … hm, DA und DA … äh ———-

Nanu? Wo bin ich? Auf einem Zimmer? In der Karawanserei? Ach ja, die Spinne. Nun, ich schätze ich bin jemanden zu Dank verpflichtet. Ich will mich erkenntlich zeigen.

So schnell kann es gehen. Jetzt bin ich der Mundschenk des von Dettenhofen und muss eine Reise organisieren. Es gibt schlimmeres. Nur der Wirt ist ein ganz abgezockter und beraubt mich und des Junkers fast aller Mittel, obwohl wir sein Dorf retten wollen. Es wird wohl Zeit für einen Auftritt im Dienste Phex, damit ich des Wirtes Phexdienste bedienen kann. In gewisser Weise ist auch er ein Dieb.

Auf geht’s, der Trupp setzt sich in Bewegung. Die Freiwilligen sehen irgendwie sehr unfreiwillig aus. Keiner von ihnen möchte in die Ruine, dabei gibt es bestimmt einige Schätze zu holen. Ah, wie es vermutete. Die Spitze der Pyramide scheint aus Gold zu sein. Jane warnte jedoch vor einem Zauber. Vermutlich werden sich die Statuen hier in Bewegung setzen, wenn ich die Spitze nehme. Gut, ich komme später wieder. Vielleicht lässt es sich mit einem Seil arbeiten, auf dass sie stoplern mögen. Ich könnte sie auch im Vorfeld zusammenbinden. Ich werde mir etwas einfallen lassen, wie ich an das Gold komme.

Igitt, diese Krabbelviecher sind ja echt gefährlich. Ihr Gift scheint eine lähmende Wirkung zu haben. Gut, dass der Junker das ganze Grab auszuräuchern beginnt, bevor wir weitergehen und uns dem Problem der tiefen Decke widmen.

__________________

Malzans Gedanken

Der Wilde aus dem Wald

Charackter: Yako-Ha (Stammeskrieger der Waldmenschen)

– als Gastspieler in der Gruppe Andergast

Im Schutze der Nacht macht sich der Waldmensch auf, um den Ritter ohne Rüstung von den Fesseln zu befreien. Die Rotpelze scheinen irgendwie aufgeregt und abgelenkt zu sein. Yako wittert die Chance und schleicht sich, dich am Boden haltend, zum Boronsgläubigen. Mit seinem Dolch schneidet er rasch die Fesseln durch und bietet ihm jene Waffe als Schutz an und empfiehlt ihm in den Wald zu verschwinden. Er nennt ihm auch die Wachposten, die er auf seinem Weg treffen wird. Sollte er dem nicht folge Leisten, wird er sich vom ihm entfernen, da er seiner Einschätzung nach sie beide enttarnen wird.

Weitere Handlungsmöglichkeiten im Spielverlauf:

1. Wenn die Gelegenheit sich bietet wird er tiefer in das Lager vordringen und die anderen befreien versuchen. Er wird vor zivilen Goblinopfern nicht zurückschrecken. Ggf. betäubt er sie mit Blasrohr und Gift, aber nur aus nächster Nähe, da sein Wert nicht allzu hoch ist. Er wird die Gefallenen, so gut es geht, verbergen.

2. Wenn das Lager zu voll ist wird er geordneten Rückzug antreten und das Lager umkreisen, auf der Suche nach einer Gelegenheit. Auch hier ist er mit Opfern nicht zimperlich.

Falls er entdeckt wird:

1. bei einer überschaubaren Anzahl 2-3(je nach Situation) wird er kämpfen und sie niederstrecken

2. bei einer Überzahl wird er laufen, was die Beine hergeben bei GS 9 sollte das kein Problem sein. Notfalls werden die anderen zurück gelassen. Sein eigenes Leben ist ihm wichtiger.

——————————————————————————————————————————————————————–

Abschiedsszene am Ende von Harikas Rettung:

Yako-Ha überreicht der bunten Truppe die gefundene Karte des Avesgeweihten. „Hier nehmt Karte. Sichere Reise. Ihr gute Weiße. Und du jung Jägermann. Guter Jäger greift nicht an, was bewegt. Guter Jäger greift an nach guter Auswahl.“

„Lebet wohl“ und macht auf dem Absatz kehrt.

Kurz bevor er sich in die Büsche schlägt, dreht er sich noch einmal um und sagt: „Achtet auf die Schatten in der Nacht, sie verbergen, was nicht gesehen werden will.“ Rasch verschwindet er im Dickicht des Waldes.

„Auf dem Weg zurück in die Einsamkeit spricht er zu seinem Tapa auf mohisch. Anpa-Ha, was für merkwürdige Leute. Stapfen hier durch den Wald, zerstören Grenzpfosten und dringen in Feindesgebiet ein. Mutig waren sie ja, ohne Zweifel.“

„Nein, ich werde sie nicht begleiten. Sie werden schon zurechtkommen. Außerdem ist es viel zu gefährlich. Häuser zu gefährlich. Weiße hassen mich. Greifen mich an. Hast du das schon vergessen? Nein, der Wald ist meine Heimat, wenngleich nicht dieser Wald. Nun gut, ich habe Hunger, die Weißen haben mich von der Jagt abgehalten. Ja eine gute Jagt ist es, was ich brauche.“

„Still, wir sind auf Beutezug.“

Abschied naht

Herzhaft gähnt Azina in ihren linken Handrücken. Erschöpfung beginnt sich in ihren Gliedern breit zu machen. Dennoch bleibt sie standhaft auf ihrer Position.

Ach, ich bin es überdrüssig, noch länger hier zu verweilen. Das Fest war zwar ganz amüsant – vor allem die sichtliche Überforderung von Nehazets, der sich vor „Angeboten“ kaum retten kann – aber dennoch ist es an der Zeit diesen Gestaden den Rücken zu kehren.

Zu lang lastet diese Bürde … diese Schuld … diese Schande !! … bereits auf mir. Es wird Zeit sich dem zu stellen, wovor es mir seit zwei Götterläufen graut. Dem Heimweg und der Begegnung mit all dem Spott und all der Häme, welche mir noch bevorstehen. Das Treffen mit Sefira ist zuweilen offen. Ihre Reaktion auf ihre Schmach und ihre Demütigung steht noch aus sowie die Einhaltung des Versprechens, das sie mir über den Dächern von Fasar im Angesicht des Todes gab. Wird sie sich daran halten?

Hinzu kommt, dass Tante Tulmirya mir mitteilte, dass meine Mutter Belima erkrankt ist. Vielleicht sollte ich Jane bitten mich zu begleiten, eventuell weiß sie einen Rat.

Stumm schüttelt Azina über sich selbst verärgert den Kopf.

Nein, das geht nicht. Ich muss diesen Gang allein antreten. Mich selbst meiner Schuld stellen. Außerdem werden ja wohl fähige Heiler vor Ort sein, um das Nötige zu veranlassen. Und falls nicht, werde ich jemanden beauftragen, der es tut!

Des Weiteren habe ich eine offizielle Aufgabe des hiesigen Beys zu erledigen: Ich muss Omar al’Alam einen wichtigen Brief überbringen.

Kalkarib hinter sich her führend, schlendert Delia urplötzlich in das Sichtfeld der jungen Aranierin. Verträumt blickend zeigt die Hexe dem Karawansereissohn die Schönheit des Steppendorfes im späten Sonnenuntergang. Jane ist wieder einmal in eine konstruktive Debatte mit Bey Nehazet verstrickt. Beide ringen verbal wuchtig um den besseren Ansatz, während die Dorfbewohner den 1. Nehazet ausgelassen mit Tanz und Gesang feiern und betrinken. Nur drei Lichter fallen dem aufmerksamen Betrachter auf: Das Eine ist das flammende Ende eines Magierstabes, der wild den Gesten seines Trägers folgt. Die anderen beiden sind unscheinbar wie auffällig, da sie schwächer erstrahlen undeine andere Färbung aufweisen. Das kalte eisblau des einen der Zwölfen entströmt von Azina, die reglos hinter dem neuen Potentaten steht und ihren erhabenen Blick nun wehmütig in die Ferne gen Rahja schweifen lässt…

Es schmerzt mich … doch …, sie verlassen zu müssen. Wie sie leben und sich freuen. Die Lebensfreude dieser Menschen ist unglaublich. Wir werden uns wieder sehen, meine Freunde, da bin ich sicher.

Mutter!

Halte durch, ich komme heim.

______________________________

Gedanken der Azina

Endlich

Endlich ist er mein! Ich fühle seine Kraft. ‚Sein’ eisiger Hauch durchströmt meinen Körper. Ich fühle, wie ‚er’ mich stärkt. Ich fühle ‚seine’ Präsenz. Kristallklar erstreckt sich vor mir mein Weg … ’sein‘ Weg. Ja Firun, ich folge dir! Von nun an, werde ich offen tragen, wozu ich auserwählt bin. Ich bin bereit!

Ein harter Kampf war das dort oben auf dem Staudamm. Mit ein wenig Pech, wären wir alle verloren gewesen. Danke für den göttlichen Beistand, der meine Waffenarme zum Sieg führte.

Stumm, kniet sich Azina – den Speer in aufrechter Position – nieder und murmelt ein stummes Gebet in Richtung seiner Herrlichkeit.

Ich muss noch viel stärker werden! So ein lächerlicher Hieb über die Brust, darf mich nicht derartig schwächen! Muss noch viel stärker werden! Wie sonst soll ich meine geliebten Kameraden beschützen? Ich darf nicht zulassen, dass sie sich einer solchen Gefahr aussetzen. Ohne ihre Hilfe, wäre ich gegen die Soldaten gefallen. Das darf mir nicht noch einmal passieren. Die beiden Frauen dürfen und sollen ihr Augenmerk auf ihr eigentliches Handwerk richten und nicht mir im Kampf beistehen müssen. Eine Schmach. Dennoch bin ich dankbar, dass sie es taten und mir so das Leben retteten, so wie ich bereit bin mein eigenes für sie zu riskieren.

Nehazet hat es geschafft! Er hat Shirdar befreit und ihm Ferkina und einen Dämonologen gebracht … hm … nun ja, es war dennoch ein Gewinn, auch wenn ich nicht gut heißen kann, was die groben Kerle mit den Frauen taten. Doch was sollte ich tun? Unfähig irgendetwas auszurichten, konnte ich nur stumm zusehen, wie sie verschleppt wurden. Barbarisch. Sollen sie das jäh noch einmal mit mir versuchen werden sie sehen, wozu eine Frau im Stande ist.

Wütend ballt Azina die Fäuste. Um daraufhin vor Schmerz zusammen zu zucken. Mit der flachen Hand drückt die das eisblaue Amulett auf ihre Brust und atmet ein einige Male schwer ein und aus.

Grrrrmmmm, ich sollte mich ein wenig ausruhen. Vielleicht wohne ich Janes und Delias Auswahl der Frauen für Nehazet bei. Das könnte interessant werden. Und ein wenig Zerstreuung wird mir gut tun.

______________________________

Gedanken der Azina

Mantra

Ähnlich einem Mantra wiederholt Azina ihre eigenen Antriebe. Sei stark, Hab Geduld, bleib Standhaft.

Sei stark Azina, du schaffst es. Lass die Leute gaffen. Was kümmern sie dich? Hab Geduld. Deine Stunde wird kommen.

Der Tag neigt sich dem Ende zu. Erstaunlich, wie viel er von seinem Tant verkauft hat. Jetzt, wo ich Gelegenheit hatte ihn zu beobachten, ist in dem Chaos auf seinem Stand durchaus eine Ordnung zu erkennen. Faszinierend … hm, er scheint ein wenig nervös aufgrund meiner Anwesenheit zu sein. Gut so. Habe Furcht und vor Allem: habe Respekt.

Nun packt er seine Sachen und geht zum Gasthaus. Ein wenig Schlaf wird meine Sinne erfrischen, auf dass ich die nächsten Tage überstehe. Ah, habe ich einen Durst. Sei stark Azina.

Mit der Wache drohte er mir, HA. Angst Wicht? Nun, sollte er es wagen Hand an mich zu legen … seinen Lebtag bereuen würde er es! Ja bereuen. Bleib standhaft Botin Firuns.

Ich gab ihm mein Wort. Keine finsteren Machenschaften werde ich erwägen. Sei stark.

Ah, er reist in Richtung Shirdar. Das trifft sich gut. Vielleicht zeugt nicht nur der Name von einer Verbindung zum Emir. Zum Glück sind Bakkus und Adaque bei mir. Sei Stark Azina.

Endlich. Shirdar. Lange hast du auf mich warten müssen. Nun wollen wir beenden, was wir anfingen. Hab Geduld.

Oh, er geht hoch zum Palast. Das könnte interessant werden. Ich werde mich am besten zum Karren begeben und den Speer bewachen.

Ich bin Jane und Delia zu Dank verpflichtet, sie ließen mich in ihrem Zimmer schlafen. Obwohl ich gern auf dem Hof Wache gehalten hätte. Nur ließe das die Karawansereiwache nicht zu, dass ich mich des Nachts dort aufhalte. Sei stark. Du schaffst es!

Erschöpft schließt Azina die Augen in dem Wissen, dass sie am nächsten Morgen die Jagt unermüdlich fortsetzen wird.

Geduld ist eine Tugend

Weh dir Unglücklicher. Ich werde nicht eher von deiner Seite weichen, bis sich in meinem Besitz befindet, was für mich vorgesehen ist. Jane hat es gar passend als Jagt bezeichnet. Eine alte Hexe gab mir den Rat, erneut auf die Geduld der Jugend zu setzen und den richtigen Zeitpunkt abzuwarten … Standhaft zu bleiben, bis ich würdig bin, das Geschenk zu empfangen.

Es scheint eine weitere Prüfung auf dem Weg zur Reife zu sein, die Firun mir da in Form eines goldgierigen, schmierigen, alten, kleinen, novadischen Eselskrämers auferlegt hat. Der kleine Giftzwerg, weigerte sich, meine gesamte Barschaft anzunehmen. Sogar einen meiner – rar gesäten – Gefallen schlug er achtlos in den Wind. Und selbst die Drohung mit Ächtung durch die eisige Kirche, konnte ihn nicht dazu bewegen, das Prachtstück preiszugeben.

Ungemach soll er dir bringen bis du ihn mir aus freien Stücken überlässt. Bis dieser Tag schließlich kommt werde ich an deiner Seite ausharren und dich mit meiner allgegenwärtigen Präsenz schier erdrücken. Dich mit meinen strengen Blicken niederstarren und deine Selbstzweifel nähren. Ausdauernd werde ich dir folgen. Keinen einzigen Augenblick werde ich dich aus den Augen lassen. Du wirst der braunen Jägerin auf den weißen Pfaden nicht endkommen!

Er gilt nicht dir, oh du arme Seele! Der Runenspeer Firuns wählt seinen eigenen Weg! Du bist der Überbringer, so wie ich der Bote sein werde. Kenne deine Rolle, Wicht.

______________________________

Gedanken der Azina